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Know-how für die Sicherung der Zukunft: Meyer Turku-Spende für Schiffbau-Professur

Die zum Meyer Werft-Konzern gehörende eigenständige finnische Werft Meyer Turku Oy fördert die Schiffbauer von morgen durch eine Spende in Höhe von 800.000 Euro an die Aalto-Universität. Damit wird die Universität eine auf fünf Jahre befristete Praxisprofessur einrichten, um die Entwicklungen in der maritimen Technologie voranzutreiben und das Fachwissen auf diesem Gebiet in Finnland zu sichern. Diese neue Spende ist Teil der umfassenden Zusammenarbeit der zu den Weltmarktführern im Bau von Kreuzfahrtschiffen (Anteil: 17 Prozent) gehörenden Werft mit Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

Die neue Praxisprofessur für interdisziplinären Schiffbau an der Aalto-Universität soll maritime Technologie und Ingenieurwesen mit Wirtschaft, Finanzen, Vertragsrecht sowie Architektur und Design verbinden. Ziel ist es, den Schiffbau ganzheitlich weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie zu stärken. Dieser interdisziplinäre Ansatz unterstützt die Erneuerung der maritimen Industrie und reagiert auf den wachsenden Kompetenzbedarf der Branche. Die Besetzung der Praxisprofessur soll noch in diesem Jahr beginnen.

„Unser bis 2030 reichender Auftragsbestand und ein Rahmenvertrag mit unserem Kunden (Royal Caribbean Group, die Redaktion) bis 2036 sorgen für eine beispiellose Planungssicherheit für den Betrieb unseres Unternehmens. Sie ermöglichen außergewöhnlich langfristige Investitionen in Kompetenz, Forschung und internationale Zusammenarbeit. Diese Investitionen unterstützen die Ausbildung einer neuen, breit qualifizierten Generation von Schiffbauern und stärken die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der finnischen Schifffahrtsindustrie“, so Meyer Turku Oy-CEO Casimir Lindholm.

Mit der Praxisprofessur der Aalto-Universität setzt die Meyer Turku Oy, die 2025 einen Umsatz von 2,1 Mrd. Euro erwirtschaftete, ihre langfristigen Investitionen in die Kompetenzentwicklung fort. Die bereits 2021 an der Universität Turku eingerichtete, durch Spenden finanzierte Professur für Maschinenbau hat das technische Fachwissen der Region gestärkt und auf die konkreten Bedürfnisse der Unternehmen reagiert. Der finnische Meyer Werft-Betrieb fördert das Bewusstsein für die Schifffahrtsindustrie bereits ab der Grund- und Sekundarstufe. Die Zusammenarbeit mit berufsbildenden Einrichtungen umfasst u.a. auch die seit mehr als 80 Jahren bestehende eigene Schiffbauschule (Laivanrakennusoppilaitos) von Meyer Turku. Eine für die Forschungszusammenarbeit wichtige Plattform ist zudem das von Business Finland mitfinanzierte MERiON-Programm, das Technologien, Kompetenzen und Betriebsmodelle für die Schifffahrtsindustrie entwickelt. Das GTLab von Meyer Turku koordiniert die Projekte des Programms in enger Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen. Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen an der internationalen NORSI-Kooperation, die die finnische Schifffahrtsindustrie mit globalen Technologie- und Innovationsnetzwerken verbindet. JPM

Die in der Ausrüstung befindliche „Legend of the Seas“ soll als dritte von sieben Einheiten der Icon-Klasse im Juli d. J. von der Royal Caribbean Line in Dienst gestellt werden. Foto: Meyer Turku