837. Hamburger Hafengeburtstag mit Einlaufparade eröffnet
„Kaiserwetter“ zum größten Hafenfest der Welt: Nach dem ökumenischen Eröffnungs-Gottesdienst in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis startete pünktlich um 13.30 Uhr die traditionelle Einlaufparade zum 837. Hamburger Hafengeburtstag.
Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein läutete Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) auf dem an den Landungsbrücken stationierten Museumswindjammer Rickmer Rickmers mit drei Glasen der Schiffsglocke ein, denen drei Salutschüsse folgten, die von zahlreichen Gast-Schiffen mit einem anhaltenden Signal-Konzert aus ihren Typhonen beantwortet wurden. An der Zeremonie beteiligte sich auch Steve Rotheram, Bürgermeister von Hamburgs Partnerstadt Liverpool, die mit ihrer Region auch diesjähriger Partner des 837. Hafengeburtstages der Elbmetropole ist.


Mehr als 250 Schiffe aus der ganzen Welt haben sich für den Hafengeburtstag angemeldet. Vom kleinen Sportboot über Behördenschiffe, Marinefahrzeuge, Hochsee- und Flusskreuzfahrt- sowie Ausflugsschiffen bis zu Oldies vom Dampfschlepper bis zum Feuerschiff, zeigen die verschiedensten Schiffsgattungen Flagge. Mit dabei sind auch Großsegler wie die Artemis oder die Mare Frisium aus Holland und die norwegische Statsraad Lehmkuhl und Forschungsschiffe wie das BSH-Flaggschiff Atair oder der Museumsfrachter Cap San Diego, wobei die letztgenannten drei Schiffe zu den rd. 100 Einheiten gehörten, die sich an der Einlaufparade beteiligten. Diese formierte sich hinter dem Marineversorger Rhein (A513), der bei leichtem Ostwind dem Wassersalut des Löschbootes Brandirektor Westphal folgend Kurs auf die Elbphilharmonie nahm.
Vermisst wurden allerdings große Kreuzfahrtschiffe wie die MSC Preziosa, deren für Sonnabendnachmittag geplante Ankunft kurzfristig auf Sonntagmorgen verschoben wurde, während die Vasco da Gama, deren zuletzt für den 9. Mai geplante Abfahrt von Hamburg weiter auf den 26. Mai aus technischen Gründen verschoben werden musste. Am Eröffnungstag des Hafengeburtstags waren am HafenCity-Terminal die Mein Schiff 7, am Terminal Altona die AIDAluna und in Steinwerder die Norwegian Sky sowie das Fußkreuzfahrtschiff Sans Souci zu sehen.
Viele der Schiffe, die beim Hafengeburtstag zu Gast sind, können nicht nur besichtigt werden, zum Teil werden auch Gästefahrten geboten. An den Landungsbrücken liegt zum Beispiel der norwegische Großsegler Statsraad Lehmkuhl. Das Schiff war zuletzt 1989 in Hamburg zu sehen. Auch ein Shuttle zur Viermastbark Peking legt dort ab. An der Überseebrücke, in der HafenCity, im Hafenmuseum, im Hansahafen und im Museumshafen Övelgönne finden sich weitere Schiffe mit Open-Ship-Angeboten.

Am Abend fand mit „Elbe in Concert“ wieder eine große Bühnenshow auf dem Hafengeburtstag statt. Wie schon im Vorjahr hat sie auf einer schwimmenden Bühne vor den Landungsbrücken stattgefunden. Mit dabei war u.a. die Band Santiano. Auch weitere musikalische Gäste waren am Start: Oli P., Deine Freunde, Daniel Sommer, Noah Kraus, Christoph Sakwerda und Patrice Bart-Williams. Auch einen Show-Auftritt der Tanzcompagnie des international anerkannten Bundesjugendballetts hat es gegeben. Zu den Hauptattraktionen am Sonnabend gehören das ab 22.45 Uhr stattfindende große Feuerwerk und die Auslaufparade.
Bis Sonntag werden wieder rd. eine Mio. Gäste auf der rd. vier km langen Flaniermeile erwartet, auf der ein umfangreiches Programm mit Musik, Kulinarik, Unterhaltung, Information, Schlepper-Ballett, Demonstrationen an und auf dem Wasser geboten wird. JPM
Einlaufparade zum 837. Hamburger Hafengeburtstag, Foto: Jens Meyer



