Ablieferung noch im Februar: „Ultramarine“ nach Abschluss-Dockung auf Werftprobefahrt

Foto: Brodosplit

Trotz Corona-bedingter Restriktionen nähert sich ein bemerkenswerter Neubau rapide und zur Zufriedenheit aller Beteiligten seiner Komplettierung: Die 106 Mio. teure Ultramarine ist nicht nur das erste von einem amerikanischen Auftraggeber bei der zur kroatischen DIV-Gruppe gehörenden Brodosplit Werft bestellte Schiff, sondern zugleich auch der bereits dritte Auftrag im Bereich des von ihr erst vor rd. drei Jahren mit dem Auftrag für das erste von inzwischen zwei 6300-BRZ-Schwesterschiffen der „Hondius“-Klasse für Oceanwide Expeditions in ihr Produktionsprogramm integrierte Marktsegment der Expeditionskreuzfahrtschiffe.

Foto: Quark Expeditions

Die am 16. Mai letzten Jahres als Werft-Nr. 487 für den zur Travelopia-Gruppe gehörenden Polar-Expeditionskreuzfahrtenveranstalter Quark Expeditions vom Stapel gelaufene Ultramarine hatte schon am 10. Dezember 2020 ihre erste Reise mit eigener Kraft zur Abschlussdockung bei der Viktor Lenac-Werft antreten können und war am 30. Dezember nach Split zurückgekehrt, wo die Endausrüstung fortgesetzt und Testläufe sowie Einzelabnahmen erledigt wurden. Am 8. Februar hat der 13500-BRZ-Neubau seine See-Erprobung mit Experten der Werft, der Klassifikationsgesellschaft und des Auftraggebers in den freien Gewässern vor Split aufgenommen, damit die für Februar vereinbarte Übergabe des Schiffes termingerecht erfolgen kann. Nunmehr im Mai soll das Schiff, dessen Ablieferung ursprünglich zur Antarktissaison 2020/21 geplant war, zu seiner ersten Saison in die Arktis starten.

Video: Youtube/Brodosplit Werft

Bei dem Neubau handelt es sich um ein 128 m langes, 21,5 m breites und auf 5,1 m Tiefgang 1445 t tragendes Expeditionsschiff für den Einsatz in polaren Regionen. In 103 luxuriös ausgestatteten Kabinen in neun Kategorien einschließlich sechs Solo-Suiten mit raumhohen Fenstern können bis zu 200 Gäste untergebracht werden. Das mit 140 Crew-Mitgliedern zu besetzende Schiff, das nach den Vorschriften und unter Aufsicht der Klassifikationsgesellschaft DNV GL erstellt wurde, erfüllt auch die Anforderungen für die hohe Polar Class 6. Zur Ausstattung gehören neben zwei gleichzeitig nutzbaren Helikopterplattformen für zweimotorige Hubschrauber auch ein Zodiac-Hangar mit 20 Zodiac-Schlauchbooten sowie eine ausklappbare Marina am Heck. Die Inneneinrichtung zeichnet sich durch hohen Hotelstandard mit geräumigen Kabinen, zwei Restaurants, Panorama-Lounge, Lecture-Theater und Wellness-Center aus. Auch die Beobachtungsmöglichkeiten innerhalb des Schiffes als auch auf den Außendecks wurden großzügig dimensioniert.

Zur 4400 kW leistenden dieselelektrischen Maschinenanlage des für die Safe-Return-to-Port-Anforderungen ausgelegten Neubaus gehören vier ABC-Hauptdiesel für eine maximale Geschwindigkeit von 16 kn. JPM