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Auch Fjord Line stoppt den Fährverkehr mit Passagieren

Nachdem die norwegische Color Line den Passagier-Fährverkehr zwischen Kiel und Oslo schon Ende August eingestellt hatte, stoppt nun auch die norwegische Reederei Fjord Line ASA, deren Fähren zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden verkehren, den Fährverkehr für Passagiere. Ab dem 27. Oktober werden die Verbindungen zwischen Hirtshals und Kristiansand, Bergen und Langesund aufgrund der anhaltenden Einreisebeschränkungen in Norwegen vorerst bis Ende des Jahres nicht bedient.

Für den Transport von Waren und Arbeitskräften wird ein Schiff auf der Route Hirtshals – Kristiansand eingesetzt. Der auf dieser Strecke eingesetzte Katamaran HSC Fjord Cat, der nur zwei Stunden und 15 Minuten für die Überfahrt benötigt, ist auch bei deutschen Touristen besonders beliebt. Stavanger wird von Hirtshals aus wöchentlich mittwochs und sonntags mit einem neuen Fahrplan angelaufen. Die Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie habe zu einer starken Reduzierung der Passagierzahlen geführt. Insbesondere ist die Reederei auch vom Ausbleiben deutscher Touristen betroffen. Wer aus Deutschland nach Norwegen einreist, wird für zehn Tage unter Quarantäne gestellt. Die Situation habe sich im Herbst verschlechtert. Weitere Kostensenkungen seien daher erforderlich. Das Personal werde um weitere 140 Mitarbeiter reduziert, kündigte die Reederei an. Bereits im August hatte sie rund 300 Mitarbeiter entlassen.

Fjord Cat, Foto: Fjord Line

„Es müssen neue Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass Fjord Line aus dieser Krise als starkes und lebensfähiges Unternehmen hervorgeht. Dies bringt eine neue Runde des Downsizing mit sich.“, so der Fjord Line-Vorsitzende Peter Frølich. Gegenwärtig sucht die Fjord Line nach einem neuen CEO. Rickard Ternblom hat dem Vorstand zugestimmt, als CEO von Fjord Line zurückzutreten. Bis ein neuer Manager feststeht, wird Arne Roland als CEO fungieren.

„Neue Zeiten erfordern neue Führungskräfte. Die Pandemie hatte dramatische Folgen für die gesamte Tourismusbranche. Der Vorstand und die Eigentümer von Fjord Line werden alles tun, um das Unternehmen in dieser anspruchsvollen Zeit zu unterstützen”, verspricht Frølich.

Angesichts der sich verschärfenden Pandemie-Situation hat auch die Color Line eine weitere Reduzierung derKapazitäten zwischen Kiel und Oslo angekündigt. Wie das Unternehmen mitteilt, wird die Color Fantasy in Oslo aufgelegt, bis sich die Infektionssituation verbessert hat und die behördlichen Einreisevorschriften geändert werden. Der wichtige Güterverkehr werde mit der Color Magic und der Frachtfahre Color Carrier zwischen Oslo und Kiel sowie mit SuperSpeed ​​1 und 2 zwischen Hirtshals, Larvik und Kristiansand gesichert.

Ab dem 4. November fährt die Color Magic in einem maßgeschneiderten Zeitplan mit Waren und Passagiere, die nur in Oslo zusteigen können. Die Passagiere werden während der gesamten Reise an Bord sein, ohne Möglichkeit des Ausstiegs in Kiel. Die Ausschiffung erfolgt erst nach Rückkehr nach Oslo.

„Eine Reduzierung der Kapazität ist leider erneut erforderlich, und es ist entscheidend, dass die Regierung und das Storting sowohl im Herbst als auch im nächsten Jahr Möglichkeiten zur Kompensation anbieten”, sagt Trond Kleivdal, CEO von Color Line. Die Color Fantasy aufzulegen, bedeute die Entlassung von weiteren 400 Mitarbeitern. JPM

TUI spendet für Tafel in Kiel

In den Provianträumen der Mein Schiff 1 war es in diesem Sommer voller als sonst. Da die Proviantlieferungen zum Teil von vollen Passagierkapazitäten ausgingen, die Zahl der Gäste in Pandemie-Zeiten aber auf 60 Prozent reduziert wurde, blieb viel Ware liegen.

In Kiel spendete die Besatzung deshalb am 23. Oktober sieben Paletten mit Lebensmitteln an die Kieler Tafel. Der Verein hilft bedürftigen Menschen in Kiel.

Aus dem Schiff kam eine Vielzahl an Waren. Darunter 25 verschiedene Teesorten, 27.000 kleine Schokotaler und 250 Kilogramm Mehl. Die Waren hatten einen Wert von über 16.500 Euro.

Bislang war es aus gesetzlichen Gründen nicht möglich, die nicht benötigten Lebensmittel von Kreuzfahrtschiffen an Hilfsorganisationen in Deutschland zu spenden. Da die Kreuzfahrtschiffe Teil des internationalen Seeverkehrs sind, unterliegen alle Waren den Zoll- und Veterinärvorschriften.

Foto: Frank Behling

Seit Kurzem ist es möglich, dass Kreuzfahrtschiffe nicht benötigte und nicht tierische Lebensmittel spenden dürfen. Gemeinsam mit der Veterinärabteilung der Landeshauptstadt Kiel hatte das schleswig-holsteinische Verbraucherschutzministerium ein Verfahren etabliert, um so auch Lebensmittelspenden an die Kieler Tafel möglich zu machen.

Bislang mussten diese aus einfuhrrechtlichen Gründen vernichtet werden. Mit diesem Verfahren ist nun ähnlich wie in Hamburg die Hürde dafür genommen worden. Und so gingen heute sieben Paletten voll mit Waren in die LKWs der Tafel Kiel.

„Ich bin froh, dass uns gelungen ist, diese Abgabe von Lebensmitteln in Abstimmung mit den Behörden möglich zu machen“, sagte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) in Kiel. Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hatte Häfen und Kreuzfahrtbranche bei der Suche nach Lösungen stets unterstützt.

„Ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln ist uns an Bord unserer Flotte sehr wichtig. Umso schlimmer wäre es gewesen, wenn wir all die Lebensmittel, die von hoher Qualität und noch in einwandfreiem Zustand sind, hätten wegwerfen müssen. Wir sind deshalb dankbar, dass wir durch die Unterstützung der Politik und der zuständigen Behörden dieses Jahr erstmals Lebensmittel an die Tafeln spenden konnten“, so Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.

Nachdem TUI Cruises bereits von der Mein Schiff 2 in Hamburg und der Mein Schiff 6 in Bremerhaven in den vergangenen zwei Monaten Lebensmittel an die dortigen Tafeln abgeben hatte, folgte nun Kiel.

„Es ist ein gutes Zeichen und die richtige Weichenstellung, dass solche Spenden jetzt möglich sind. Jeder Weg, Not zu lindern und wertvolle Lebensmittel nicht einfach zu vernichten, ist vernünftig und lebensdienlich“, so Buchholz.

Deshalb war der Minister auch persönlich zum Schiff gekommen und bedankte sich bei Kapitän Omar Caruana. „In einer Hafenstadt wie Kiel, in der in normalen Zeiten während der Sommersaison fast täglich Kreuzfahrtschiffe an und ablegen, bietet eine riesige Möglichkeit, diese großzügige Hilfe zu leisten“, so Buchholz.

„Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt auch die Lebensmittel, die zwar noch in einem einwandfreien Zustand sind, aber auf den Schiffen von TUI Cruises keine Verwendung mehr finden, an unsere Tafelkunden weitergeben können. Das zeugt von einem großen sozialen Engagement der Reederei und verhindert gleichzeitig eine sinnlose Vernichtung von Lebensmitteln. Unser Dank geht auch an die Hamburger Tafel e.V., die hinsichtlich der im Kieler Hafen ankommenden Lebensmittel zurücktritt und sich darüber hinaus um die Erledigung der Formalitäten mit Zoll und Veterinäramt kümmert“, sagt Frank Hildebrandt, Vorstandssprecher Tafel Kiel e.V.

Bereits in der Vergangenheit hatte TUI Cruises gezeigt, wie wichtig dem Unternehmen ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln ist. So startete TUI Cruises 2016 im Rahmen der Futouris Mitgliedschaft ein Pilotprojekt mit United Against Waste e.V. um Lebensmittel an Bord der Mein Schiff Flotte zu reduzieren. Das Ergebnis war beachtlich: 17 Prozent weniger Lebensmittelabfälle fallen seitdem an Bord der Mein Schiff Flotte jährlich an. In dem 2019 veröffentlichten Abschlussbericht, der auch als Branchen-Leitfaden dient, stellen TUI Cruises und Futouris die Ergebnisse dieses Projektes der Kreuzfahrtindustrie zur Verfügung. FB

„Hamburg bleibt die wunderschöne Bühne für die Kreuzfahrt“

Seit dem 1. Juli ist Simone Tommaso Maraschi Chef von Cruise Gate Hamburg. Maraschi bringt beste Branchenerfahrung durch seine langjährigen Tätigkeiten bei Reedereien und Schiffsmakler mit. Michael Wolf befragte ihn zu seinen Plänen, der Pandemie und den Aussichten für den Cruise-Standort Hamburg.

Als „Startgeschenk“ zum Amtsantritt am 1. Juli 2020 gab es nach Jahren enormer Kreuzfahrtzuwächse den Covid-Rückschlag. Bis dahin hatte Hamburg eine Spitzenstellung in Deutschland. Was sind jetzt Ihre Aufgaben?

Simone Maraschi, GF Cruise Gate Hamburg, Foto: Cruise Gate Hamburg

Ich kümmere mich um die Vermarktung des Hafens Hamburg im Destinations- und Kreuzfahrtenbereich, die Betreibung der Terminals, die Infrastruktur und Vergabe der Liegeplätze. Im Augenblick findet wegen der Gesundheitskrise natürlich weniger Destinations-Vermarktung statt.

Wie nutzen Sie die Zwangspause, um sich einzuarbeiten und die Organisation für die Zukunft optimal aufzustellen?

Grundsätzlich gab es in Hamburg während der Krise keine wirkliche Pause. Hamburg ist einer der wenigen Häfen gewesen, die auch zu diesem Zeitpunkt Kreuzfahrtschiffe empfangen haben. Das war auch eine richtige Entscheidung: Wir haben so den Schiffen eine Heimat geboten, die Crews konnten von hier aus nach Hause reisen. Der Hamburger Hafen war vermutlich der erste Hafen weltweit, in dem Ende Juni der Restart der Kreuzfahrt begonnen wurde. Wir haben die Zeit aber natürlich auch für andere Projekte genutzt. So wurde die Europa 2 in Altona während der Lockdownphase für die Nutzung von Landstrom zertifiziert. Die ganzen Testergebnisse fließen auch in den Bau der entsprechenden Anlagen im Terminal Steinwerder und dem neuen HafenCity-Terminal, das jetzt gebaut wird, mit ein.

Wie sind die Pläne für die Weiterentwicklung und welches Potential sehen Sie für den Kreuzfahrtmarkt Hamburg, gibt es da eine Grenze nach oben?

Die Entwicklung ist im Moment natürlich schwierig, vor allem in Hinsicht auf die gegenwärtige zweite Welle der Pandemie. Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle – wie das Thema Impfung oder wie sich die Tests entwickeln. Vor allem schnellere und zuverlässigere Testergebnisse werden die weitere Entwicklung des Marktes beeinflussen. Dass die Kreuzfahrt eine der beliebtesten Urlaubsformen der Deutschen ist, steht außer Frage. Nur wann wir uns wieder dem Volumen in der Zeit vor der Pandemie annähern, ist noch unklar. Der Bau des HafenCity Terminals bleibt weiterhin ein wichtiger Baustein in der strategischen Entwicklung Hamburgs als Kreuzfahrtdestination.

Ab wann rechnen Sie mit einer nennenswerten Wiederbelebung des Geschäftes und in welchem Umfang?

Das kommt auf mehrere Faktoren an. Zum einen darauf, wann ein Impfstoff zur Verfügung steht. Zum anderen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und damit verbunden die Kaufkraft der Verbraucher. Wahrscheinlich wird es ab 2022 wieder aufwärts gehen und nach derzeitigen Einschätzungen könnte in drei bis vier Jahren wieder der Stand von 2019 erreicht werden.

Wird nach der Pandemie die Entwicklung zum Massentourismus im Kreuzfahrtbereich weitergehen mir drei bis vier Megaschiffen gleichzeitig oder sehen Sie für Hamburg eher eine Renaissance der kleineren und mittleren Schiffe?

Massentourismus bzw. Overtourismus hat es in Hamburg nie gegeben – und soll es auch in Zukunft nicht geben. Wir, das heißt die Stadt Hamburg, strebt ein nachhaltiges Wachstum der Kreuzfahrt an – im sozialen, ökologischen und auch ökonomischen Bereich. Wachstum ja, aber maßvoll und nicht auf Kosten der Hamburger.

Der Markt für kleinere und mittlere Schiffe auch im Expeditions- und Luxusbereich war auch vor der Krise schon sehr interessant. Das wird ein sehr wichtiger Bereich für Hamburg bleiben. Wir haben in den letzten Monaten gesehen, dass der Re-Start gerade für die kleineren Schiffe einfacher war. Wenn wir auf die Orderbooks der Werften schauen, sind viele große Schiffe in der Produktion, die große Kapazitäten auf den Markt bringen. Aber die Gäste suchen nach wie vor nach neuen Produkten, Innovationen und Schiffen, die die verschiedensten Angebote und Möglichkeiten an Bord haben – deswegen werden auch diese Produkte ihren Platz finden.

Hamburg ist heute auf dem Weg zum Green Port mit Landstrom und LNG – was geschieht auf diesem Gebiet bei den Hamburger Terminals?

Wir haben 2016 in Altona den ersten Landstromanschluss eingeführt. Hamburg war damals mit dieser Anlage und der Technologie führend in Europa.

Das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit ist in Hamburg immer wichtig gewesen. Wir gehen davon aus, dass bis spätestens 2025 alle Liegeplätze für die Nutzung alternativer Energiequellen ausgestattet sein werden. Bald werden wir mit dem Bau einer Landstromanlage in Steinwerder anfangen, danach werden wir uns um das HafenCity-Terminal kümmern. Zum Thema LNG wurde Steinwerder auch jüngst für das entsprechende Bunkern zertifiziert.

Nachhaltigkeit hat aber auch mit anderen Themen zu tun, wie zum Beispiel der Koordination von Prozessen an Bord der Schiffe.

Auf welche Art und Weise wird in Steinwerder die Versorgung mit LNG stattfinden?

Wir werden dazu LNG Bargen einsetzen.

Gibt es in Hamburg für entsprechend nachhaltig ausgerüstete Schiffe Ermässigungen bei den Hafengebühren?

Es gibt ein globales Programm, an dem wir teilnehmen, das für solche Schiffe Rabatte bietet. Wir hoffen, dass hier auch von der Politik in Zukunft mehr Unterstützung kommt und dass es auf europäischer Ebene mehr angepasst wird, so dass nicht nur einzelne Häfen so etwas anbieten. Kiel und Rostock haben so etwas auch begonnen.

Braucht Hamburg das von vielen Seiten geforderte vierte Terminal, wann und wo könnte es gebaut werden?

Wir haben jetzt schon Optionen für weitere Liegeplätze bei größeren Events wie Hafengeburtstag oder Cruise Days. Konkrete Planungen für das Terminal wären derzeit Spekulation, das Thema bleibt aber auf dem Tisch.

Hamburg hat wetterbedingt eine kurze Saison – wie könnte man sich einem ganzjährigen Betrieb nähern?

Es gab schon ein Jahr, in dem ein Anbieter ganzjährig Abfahrten ab Hamburg im Programm hatte. Das ist trotz Wetter möglich und sollte attraktive Häfen auf der Route bieten wie Amsterdam, Rotterdam oder Le Havre. Der deutsche Markt ist meiner Meinung nach bereit für ein ganzjähriges Angebot. Wir haben gesehen, dass die Saison jedes Jahr etwas länger wird. Die Saison begann im Februar und auch im Dezember hatten wir einige englische Anbieter zu Weihnachtsfahrten. Es bleibt natürlich ein saisonales Geschäft, aber die Entwicklung geht zu einer Saisonverlängerung.

Reicht die Attraktivität Hamburgs auch in Zukunft aus, um die lange und teure Revierfahrt auf der Elbe zu kompensieren?

Zum einen finden bei den meisten Anläufen in Hamburg Passagierwechsel statt, das heißt die Reise beginnt oder endet in Hamburg. Aber vor allem hat Hamburg eine starke strategische Bedeutung für den deutschen Markt. Hier stellen sich alle großen Anbieter dar, wenn man nur an die großen Taufevents von AIDA, MSC oder TUI Cruises denkt. Hamburg bleibt die wunderschöne Bühne, auf der man sich präsentiert – das wird immer so bleiben. Dazu kommen die großen Cruise-Events. Natürlich gibt es Wettbewerb mit anderen deutschen Häfen, aber Hamburg wird immer interessant bleiben.

Wie ist die Entwicklung in Hamburg bei der Flusskreuzfahrt?

Wir hatten letztes Jahr etwa 45 Anläufe von Flusskreuzfahrtschiffen. Das ist im Vergleich zu den großen Flusskreuzfahrtdestinationen wie Amsterdam oder Passau natürlich noch eine kleine Zahl. Wir sind aber dabei, neue Konzepte und Lösungen für citynahe Liegeplätze zu finden. Ich sehe hier noch enormes Potential für den Hamburger Hafen. Derzeit können wir nach Möglichkeit bis zu drei Liegeplätze gleichzeitig anbieten.

Kann man die Off-Season Stillstände der Terminals vielleicht durch stärkere Nutzung als Event-Locations nutzen, die in einer Großstadt immer Mangelware sind und das maritime Ambiente nutzen? Oder geschieht das bereits und wie?

Das Terminal Steinwerder wird bereits regelmäßig als Event-Location vermietet und so das Gebäude und die Parkflächen effizient genutzt, wenn keine Schiffsanläufe stattfinden. Wir versuchen die bestehenden Strukturen in Zukunft für andere Zwecke noch mehr zu nutzen.

Sie haben die Kreuzfahrt bei ihren verschiedenen beruflichen Stationen aus verschiedenen Blickwinkeln schon kennengelernt. Welche waren für die heutige Arbeit am wichtigsten?

Definitiv die letzten Jahre bei Sartori und Berger. Dort hatte ich vor allem auch die Möglichkeit, mein Netzwerk von Kontakten in diesem Bereich auszubauen. Ich habe dort auch sehr anspruchsvolle Abläufe kennengelernt und viel Expertise und Know how erworben. Ich bin also im selben Bereich geblieben, sehe ihn aber aus einer anderen Perspektive.

Vita von Simone Maraschi

Er gilt als gut vernetzter und international erfahrener Kreuzfahrtexperte, der fachliche Kompetenz mit freundlicher Offenheit und mediterranem Charme verbindet: Seit 1. Juli dieses Jahres ist Simone Tommaso Maraschi (45) als Nachfolger von Sacha Rougier Geschäftsführer der Cruise Gate Hamburg GmbH (CGH), einer 100%igen Tochtergesellschaft der Hamburg Port Authority (HPA), die als Betreiber der drei Kreuzfahrtterminals als zentrale Anlaufstelle für die Kreuzfahrtreedereien fungiert. Der gebürtige Mailänder, der neben seiner Muttersprache Italienisch auch Deutsch und Englisch fließend beherrscht und über gute Kenntnisse der spanischen Sprache verfügt, war zuvor zehn Jahre für die mit Hauptsitz in Kiel ansässige und besonders auch im Fähr-und Kreuzfahrtgeschäft engagierte Schiffsmaklerfirma Sartori & Berger tätig. Nach seinem 2010 erfolgten Eintritt zunächst als Assistent der Geschäftsleitung wurde ihm bereits Jahr später als General Manager die Leitung der Kreuzfahrtabteilung übertragen. 2013 erfolgte der Umzug nach Hamburg, wo für S & B eine Hafenagentur mit zentraler Kreuzfahrtabteilung einschließlich Landausflugsteam zur Koordination der Kreuzfahrtaktivitäten in allen deutschen sowie polnischen Häfen etabliert wurde. Zuvor war Maraschi von 2004 bis 2010 als International Sales Manager bei der italienischen Fährrederei Grandi Navi Veloci/Grimaldi für den Vertrieb innerhalb der DACH-Regionen zuständig. Seine Karriere in der Reise-/und Touristikbranche hatte er 1996 in der Luftfahrt mit einer zweijährigen Tätigkeit als Reservation Sales Agent Air Malta am Flughafen Frankfurt begonnen, an die sich eine sechsjähriger Einsatz als Senior Sales für Emirates am Flughafen München anschloß. JPM

Albatros, ein Phoenix Reisen-Klassiker nimmt Abschied

Am 19. Oktober 2020 hieß es in Bremerhaven wohl zum letzten Mal „Leinen los“. MS Albatros hat die Bonner Hochseeflotte verlassen und wird fortan als Hotelschiff im Roten Meer einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Zurück lässt die Albatros eine treue Fangemeinde mit Tränen in den Augen. Zeit, sich an die Jahre dieses Klassikers als Kreuzfahrtschiff unter der türkisen Flagge von Phoenix Reisen zu erinnern.

Mit ihrer langgestreckten eleganten Silhouette erfreute die Albatros nicht nur das Auge, sondern bot mit 10 Decks, davon 8 Passagierdecks, großen Außendeckflächen zum Sonnen, eine Rundum-Promenade, ein relativ großer Meerwasser-Außenswimmingpool, 3 Whirlpools, Sportdeck für Volleyball, Basketball und Shuffleboard ein tolles Ambiente. Für Drinks an frischer Seeluft sorgte eine überdachte Freiluft-Bar. Frischluft-Fans stand außerdem am Pool eine Bar, sowie für lukullische Genüsse eine Pizzeria, ergänzt durch ein Lido-Buffet zur Verfügung. An zahlreichen Tischen und Stühlen konnten die Gäste bei gutem Wetter ihr Frühstück oder Mittagessen draußen an Deck einnehmen. Es gab auf der Albatros insgesamt 6 Bars, 3 Salons, davon einer für Nichtraucher und Lounges, 1 Show-Musiksalon mit über 500 Plätzen und Musikkapelle.

Video: Phoenix Reisen

Foto: Frank Behling

So begann es am 25. April 2004: Ein Schiff zu eröffnen, wie es in der Fachsprache heißt, also nach Werftablieferung oder nach einem Ankauf erneut in Fahrt zu bringen, ist immer mit einer Vielzahl von Anfangsschwierigkeiten und der Bewältigung von „Tausenden Problemchen“ verbunden. Bei der Albatros war es nicht anders. Wer hätte es treffender formulieren können als Ireen Sheer, die als Stargast am Ende der ersten Reise unter Phoenix-Regie vor ihrem Auftritt ihren Zuhörern verkündete, dass sie sich zeitweise wie auf einer „Floating Baustelle“ fühlte. Tosender Beifall der Anwesenden gaben ihr wohl insgeheim recht. Der bisherige Eigentümer, eine große Reederei aus Fernost, hatte allem Augenschein nach in den letzten Jahren, vorsichtig ausgedrückt, nicht mehr allzu viel in Pflege und Wartung investiert. Nach aufreibenden und nervenzehrenden Tagen, die Phoenix-Bordreiseleitung fungierte nicht selten als „Blitzableiter“, sollte innerhalb kürzester Zeit der gewohnte Phoenix-Standard auch an Bord dieses Schiffes integriert werden. Bevor eine rund 300-köpfige Crew aus 20 Nationen zusammenwächst, dauert es eben eine Weile. Mit vollem Einsatz ist es den Phoenix-Mannen bis zum ersten Anlaufen Bremerhavens am 23. Mai 2004 gelungen, die Mängelliste zusammen mit der Schiffs- und Hotelleitung weitgehend abzuarbeiten und zukünftigen Gästen ein komfortables Produkt zu bieten, welches nicht umsonst einmal (bei Indienststellung) zu den luxuriösesten und teuersten Kreuzfahrtschiffen der Welt zählte.

19.1.1973: Ein Schiff lernt schwimmen

Royal Viking Sea, Foto: Sammlung JSA

An diesem Tag lief bei der Werft Wärtsilä in Helsinki unter der Baunummer 397 der Neubau der seinerzeitigen Royal Viking Line, Oslo als Royal Viking Sea vom Stapel. Nach Fertigstellung und Ablieferung am 16.11.1973 erfolgte die erste Kreuzfahrt am 17.12.1973. Bei dem baugleichen Trio Royal Viking Star, Royal Viking Sky und Royal Viking Sea zeigte sich schon bald die zu geringe Kapazität (536 Passagiere) für den begeisterten Kundenkreis der Schiffe. So erfolgte 1983 dann die Verlängerung aller drei Kreuzfahrer durch das Einfügen einer 27 Meter langen Mittschiffssektion bei der Seebeckwerft in Bremerhaven. Die Passagierkapazität erhöhte sich damit auf 812. Die Rentabilität war für die nächsten Jahre wieder gegeben. 1991 wurde die „Sea“ an die Royal Cruise Line verkauft. Neuer Name Royal Odyssey. 1997 ging das Schiff als Norwegian Star in eine 5-Jahres Charter an NCL bzw. Star Cruises Ein weiterer Namenswechsel erfolgte 2002. Fortan hieß sie Crown bis zur Übergabe an Phoenix und Umbenennung in Albatros.

Verlängerung der Royal Viking Sea, Foto: Sammlung JSA

Februar 2004: Für die Albatros begann jetzt nach und nach eine bessere Zeit

Die Albatros knüpfte an die Tradition und das Flair der bisherigen TS Albatros, die nach einem irreparablen Kesselschaden außer Dienst gestellt werden musste, nahtlos an. Es ist noch ein richtiges Schiff mit echten Teakholzdecks. Auf Deck 5 war eine Shopping-Arkade mit Juwelier- und Souvenirshop, Boutique, Photo- und Video-Shop, Parfümerie sowie Rezeption, Bordreisebüro/Ausflugsbüro angesiedelt. Im hinteren Teil von Deck 7 eine kleine Bibliothek mit einer zusätzlichen Auswahl an Brett- und Kartenspielen sowie Internetplätzen. Vorhanden auch ein vollwertiges Kino/Theater mit ca. 150 Plätzen. 5 Aufzüge verbinden die Decks untereinander. Im großzügig angelegten Wellnessbereich der Beautysalon mit Damen- und Herrenfriseur, finnische Trockensaunen und türkische Dampfbäder, Ruheraum und großes Fitnesscenter. Körpermassagen, wie auf fast allen Kreuzfahrtschiffen.

Foto: Phoenix Reisen

Klassisches, aber legeres Ambiente: galt auch für dieses Schiff die Phoenix-Philosophie „Kreuzfahrten ohne Schlips und Kragen“ und wurde noch hervorragend ergänzt durch ein stimmiges Preis-/Leistungsverhältnis. Mit der an Bord der Albatros gehandhabten Kleiderregelung hatten die Strategen bei Phoenix einen guten Griff getan. Im Tagesprogramm tauchte das Wort „festliche Kleidung“ auch zu solchen Anlässen wie Captains Dinner nicht mehr auf. So bevorzugten die meisten Gäste an Bord eine gepflegte, aber legere Kleidung. Zu den festlichen Anlässen, reicht schicke Freizeitkleidung. Ausgesprochene Abendkleidung sah man seltener.

Foto: Phoenix Reisen

Kulinarik: Räumlich großzügig bemessen die beiden Hauptrestaurants, Möwe und Pelikan. Die 2 Restaurants mit insgesamt ca. 850 Plätzen, in denen alle Gäste der Albatros in einer Tischzeit, also gleichzeitig speisen konnten, waren identisch bestuhlt und somit auch optisch gleichwertig. Im Service arbeiteten freundliche, überwiegend philippinische Stewards, meist geleitet von europäischem Führungspersonal. Es gab Menüwahl, bei denen sich die Gäste aus verschiedenen Gängen Ihr Menü selbst zusammenstellen konnten sowie zusätzlich auch Schonkost-Gerichte bzw. vegetarische Gerichte. Zu den Hauptmahlzeiten war der Tischwein (rot und weiß und von überraschend guter Qualität) nebst Säften inklusive. Jeder Tag auf der Albatros begann nach dem Early Bird Kaffee mit einen reichhaltigen Frühstücksbuffet. Danach die 11-Uhr-Bouillon. Nach dem Mittagessen (wahlweise in den Restaurants oder an Deck am Lido) dann am Nachmittag Kaffee oder Tee mit Kuchen. Nach dem Abendessen so gegen 23 Uhr noch ein kleines Buffet mit Mitternachtssnacks. Selbstverständlich gehörte zu einer Kreuzfahrt auch hier das Captain’s-Dinner im festlichen Rahmen sowie das große Buffet Magnifique mit kulinarischen Überraschungen.

Foto: Phoenix Reisen

Die Kabinen, allesamt geräumig und gut ausgestattet, verfügen über Dusche/WC, viel Schrankraum, Privatsafe für Wertsachen, meist mit kleinem Couchtisch, 1-2 Sessel, Frisierkommode mit Schubladen, Musiklautsprecher, TV, individuell regulierbarer Klimaanlage, Telefon, Steckdosen für 220 V sowie 110 V Wechselstrom.

Foto: Phoenix Reisen

Showtime: Ein Bordorchester, ein Gesangs-Duo sowie ein allseits beliebter Alleinunterhalter spielten allabendlich zum Tanz auf. Das Showprogramm mit bekannten und weniger bekannten Künstlern sorgte zusätzlich für Kurzweil und abendliche Unterhaltung. Für die jüngeren und jung gebliebenen Nachtschwärmer war die Diskothek in der Casablanca Bar angesiedelt, die von spätabends bis in die frühen Morgenstunden geöffnet war. Wer es lieber gänzlich anders mochte, dem wurde ein Platz in einer der gemütlichen Bars gerecht, wo es neben den herkömmlichen Bargetränken auch das bei deutschen Gästen so beliebte Fassbier gab.

Vor und hinter den Kulissen: Gemanagt und bereedert wurde die Albatros anfangs durch die Reederei C-Cruises aus Holland. Später durch V-Ships, zuletzt durch BMS Zypern. Für das Catering, also für die Versorgung des Schiffes verantwortlich zeichnete in den letzten Jahren (wie auch auf den anderen Phoenix Reisen-Schiffen) sea-chefs.

2005, ein ereignisreiches Jahr: die Herzoperation

Demontage der alten Motoren, Foto: Jürgen Saupe

Mit der Einpflanzung von gleich vier neuen Herzen (gemeint sind vier neue Schiffsdieselmotoren), anlässlich eines Werftaufenthaltes in Hamburg bei Blohm + Voss wurde eine „Operation am Herzen des Schiffes“ abgeschlossen. Notwendig geworden war diese „Herz-OP“, da sich die alten Diesel, Baujahr 1972, als zunehmend altersschwach erwiesen. Der „chirurgische Eingriff“ zeichnete sich bereits seit Übernahme des Schiffes vom Vorbesitzer Star Cruises ab. Mindestens ein Diesel kränkelte an einem Riss im Kurbelgehäuse und konnte aus Sicherheitsgründen nicht mehr mit voller Leistung gefahren werden. Auch die anderen Hauptmaschinen zeigten erhebliche Verschleißspuren, die durch erhöhten Schmierölverbrauch das Budget der Betriebskosten sprengten. So gab es nach reiflicher Überlegung nur eine Entscheidung: den rund 20 Millionen Euro teuren Austausch aller vier Hauptmaschinen.

2009, die Albatros wird Fernsehstar:

Zusammen mit ihrem 5-jährigen Geburtstag innerhalb der Phoenix-Familie am 25. April 2009 begann eine weitere Karriere des Kreuzfahrers, nämlich als TV-Star der ARD-Serie „Verrückt nach Meer“, in der das Schiff seinen Zweitnamen „weiße Lady“ bekam.

2020, die Covid-19 Pandemie erreicht auch die Albatros:

Foto: Phoenix Reisen

Nach Abbruch der letzten Weltreise machte sich das Schiff mit Fahrgästen an Bord auf den wochenlangen Seetörn heim nach Bremerhaven. Nach Ausschiffung der Passagiere verholte sie erst an eine Werftpier in Emden, später dann bis zum Verkauf als Auflieger in Bremens Neustädter Hafen.

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https://www.youtube.com/watch?v=Gxzd54HrgY8
Video: Phoenix Reisen

Technische Daten der Hauptmaschinen:

Antriebsanlage (1973-2005):Vier Wärtsilä-Sulzer-Diesel, Typ 9ZH40/48, 410 RPM, Leistung total 13.240 kW, 18,5 Kn

Antriebsanlage (ab Dez. 2005): Vier Wärtsilä-Diesel, Typ 6L38, 600 RPM, Leistung total 15.860 kW, von denen nur 13,2 kW zum Antrieb genutzt werden, 22 Kn.

Technische Daten der »Albatros« unter Phoenix Reisen

Größe: 28.018 BRZ, Länge: 205 m, Breite: 25 m

Tiefgang: 7,5m, Decks/Stockwerke: 10, Baujahr: 1973 in Finnland als Royal Viking Sea, 1983 in Bremerhaven verlängert.

Stabilisatoren: Flossenstabilisatoren, Reisegeschwindigkeit: 17 Knoten, Bereederung: BSM, Zypern

Flagge: Bahamas, Besatzung: ca. 340, zumeist europäisch und philippinisch, (Offiziere zumeist deutsch und europäisch)

Passagiere: 442 Kabinen mit ca. 1.100 Betten. Gesamtbelegung aber nur mit max. 830 Gästen

Klassifikation: Det Norske Veritas, Internation. Rufzeichen: C6CN4, Satellitenkommunikation: Navigation, Telefon, Fax, Telex, Email, Stromstärke: 220 V / 110 V Wechselstrom

Bordwährung: EURO; Reiseschecks, deutsche EC-Karten und gängige Kreditkarten

Bordsprache: deutsch, Reiseleitung: deutsch; ca. 10-12 Reiseleiter, Restaurants: 2 mit insgesamt ca. 850 Plätzen; 1 Tischzeit

Kabinenausstattung: alle Kabinen mit Bad oder Dusche/WC, Klimaanlage, Satelliten-Fernsehen, Telefon, Musikanlage Fön, Bademantel, Safe

Aufzüge/Lifts: 5, Rollstuhlgerecht: nur bedingt, Wellness: 1 Swimmingpool außen, 3 Whirlpools außen, finnische Sauna und türkische Dampfbäder, Fitnessstudio, Solarium und Massage (gegen Gebühr)

Text: Jürgen Saupe

Alle fünf CMV-Schiffe versteigert: Griechen sichern sich nach der „Columbus“ auch die „Magellan“

Nachdem am 9. Oktober der Chairman der portugiesischen Mystic Invest Holding, Mário Ferreira, bei einem Gebot von 9,5 Mio. Euro den Zuschlag für die 1993 in Italien erbaute Vasco da Gama (BRZ 55451) erhalten hatte und am 12. Oktober bereits die 1989 in Frankreich erbaute Columbus (BRZ 63786) von Marios Iliopoulos als Eigner des griechischen Fährbetreibers Seajets ersteigert worden war, konnten sich die Griechen mit der 1985 erbauten Magellan (BRZ 46052) am 18. Oktober ein weiteres der insgesamt fünf Schiffe der insolventen britischen Reederei Cruise & Maritime Voyages (CMV) sichern, die von der als exklusiver Makler für den britischen Admiralty Marshal tätigen Londoner Firma CW Kellock & Co. Ltd. versteigert werden.

VASCO DA GAMA, Foto: enapress.com

Unklar bleibt, welche Pläne Iliopoulos mit den nunmehr insgesamt sechs während des Corona-Lockdowns innerhalb von vier Monaten zu Minimalpreisen erworbenen Kreuzfahrtschiffen verfolgt. Neben den beiden erwähnten Schiffen gehören dazu die in Aegean Majesty umbenannte Veendam (BRZ 57092), die in Aegean Myth umbenannte Schwester Maasdam (BRZ 55575), die Queen of the Oceans umbenannte Oceana (77499 BRZ) und die Pacific Aria ex Ryndam.

Die in Tilbury aufliegende Astor (295 Kabinen, 20704 BRZ) hat am 15. Oktober einen neuen Eigner gefunden, der das Schiff bereits in der nächsten Woche übernehmen will. Erst danach wollen die Auktionatoren Einzelheiten zu Preis- und Käufer bekannt geben. Über die Zukunft der 1987 von HDW in Kiel erbauten und durch ihren langjährigen Einsatz durch die 2014 integrierte Marke Transocean auf dem deutschen Markt bestens bekannte Astor, die im Frühjahr nächsten Jahres auf den französischen Markt wechseln sollte, gibt es derzeit Spekulationen, die auf eine weitere Vermarktung im deutschsprachigen Markt schließen lassen. Zwar wurde die seit langem ausgebuchte letzte 127-tägige Weltreise – sie wurde von der Supermarkt-Kette Aldi vertrieben und sollte von Berge & Meer Touristik GmbH in Vollcharter durchgeführt werden (8.12. 2020 ab Hamburg bis 12.4.2021 in Bremerhaven) dieser Tage abgesagt und den Gästen eine Rückzahlung vier bis sechs Wochen nach dem ursprünglich geplanten Reisebeginn versprochen, doch glauben Insider, dass es dem früheren CMV-CEO Christian Verhouning gelingen könnte, seine Pläne zur Fortsetzung des Geschäftes zumindest in geringerem Umfang umzusetzen.

Marco Polo, Foto: Frank Behling

Wie von uns bereits berichtet, hat Verhouning Vermögenswerte – u.a. Kundendateien, Buchungssysteme, Büroeinrichtungen etc. – aus der britischen CMV-Insolvenzmasse erworben, um mit der neu gegründeten CVI Group Ltd. einen möglichen Neustart mit ehemaligen CMV-Schiffen zu ermöglichen. Der Versteigerung der Vasco da GamaAstor, Columbus und Magellan folgte heute (22. Oktober ) die Versteigerung der 1965 in Wismar erbauten Marco Polo (BRZ: 22080, 425 Kabinen), die in Avonmouth, Bristol aufliegt. Für dieses letzte Schiff wurden ebenfalls weder Käufer noch der erzielte Preis genannt.

Astoria als Azores, Foto: enapress.com

Nicht betroffen ist die seit 2015 von CMV eingecharterte Astoria ex Azores (BRZ: 16144), die in Tilbury aufliegt. Der Chartervertrags des 1948 in Schweden als Stockholm erbauten Schiffes, das u.a. im Zuge seiner zahlreichen Eigner- und Chartererwechsel zwölf Mal seinen Namen wechselte und u.a. durch die Versenkung der Andrea Doria oder als Völkerfreundschaft in der DDR Geschichte schrieb, läuft in diesem Jahr aus, so dass es Ende Oktober an die als derzeitiger Eigner registrierte Bank Montepio als Gläubiger zurückgeliefert werden soll. Frühere Verkaufsofferten für das 1993 in Italien aufwändig entkernte und neu motorisierte Schiff hatten bei Preisindikationen von 11 Mio. Dollar keine Resonanz im Markt gefunden. JPM

TUI Cruises verbucht erste Erfolge

Seit Ende Juli ist der deutsche Kreuzfahrtanbieter TUI Cruises wieder im Fahrtbetrieb. Aktuell sind drei der sieben Schiffe der Flotte wieder in Fahrt. Dabei sind etwa 60 Prozent der Kapazitäten ausgefüllt.

Inzwischen zieht man eine erste Bilanz. „Wir haben seit der Wiederaufnahme des Fahrtbetriebs etwa 30000 Passagiere an Bord begrüßen dürfen“, so Godja Sönnichsen von TUI Cruises am Freitag (23.10.) bei einem Termin mit der Mein Schiff 1 in Kiel.

Die Mein Schiff 1 ist aktuell das Schiff für den Reisebetrieb in der Ostsee. Mindestens bis Weihnachten sollen von Kiel auf verschiedene Kursen die Panorama-Fahrten erfolgen, die nach dem verhaltenen Start inzwischen mehr und mehr Anhänger finden.

Besonders die Ruhe an Bord und das entspannte Reisen wird von Fahrgästen gelobt. Derzeit wird sogar an einem Weihnachtsprogramm für die Mein Schiff 1 mit skandinavischen Höhepunkten gearbeitet.

Die Mein Schiff 2 soll zeitnah zu den Kanaren verlegen und dann dort den Winterbetrieb aufnehmen. Dabei kommt die Aufhebung der Reisewarnung für die beliebte spanische Inselgruppe genau richtig. Die Mein Schiff 6 wird ab Kreta eingesetzt und hat mit den einwöchigen Reisen und dem reservierten Flugkapazitäten ebenfalls ein Marktsegment erschlossen.

Ab wann wieder zum normalen Reisebetrieb gewechselt werden kann, ist aktuell noch unklar. Die Infektionslage der Corona-Pandemie in Europa spielt dabei eine große Rolle. FB

Grünes Licht für Kanaren

Darauf hatten Reedereien und Reisewirtschaft gewartet. Am Donnerstag wurde die Reisewarnung für die Kanarischen Inseln vom Auswärtigen Amt aufgehoben. Nachdem noch im September die Zahl der positiv getesteten Menschen auf den Inseln die Marke von 50 auf 100000 Einwohner überschritten hat, gingen die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen wieder deutlich zurück. Aktuell liegen sie bei 38,4.

 „Das sind wirklich gute Nachrichten für die Reisewirtschaft und für alle, die im Winter gerne in die Sonne reisen möchten“, zeigt sich der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, hocherfreut über die Aufhebung der Reisewarnung für die Kanaren, einem der beliebtesten Winterreiseziele der Deutschen.

Foto: Frank Behling

 „Die Kanaren liegen bei der Sieben-Tage-Inzidenz bereits seit Anfang Oktober unter dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die Aufhebung der Reisewarnung ist damit ein logischer Schritt“, so Fiebig.

Die Reedereien haben bereits vorher reagiert. AIDA Cruises hat die AIDAmar bereits am 15. Oktober auf den Weg von Skagen nach Las Palmas geschickt. TUI schickt in Kürze die Mein Schiff 2 auch zu den Kanaren.

Gleichzeitig mahnt der DRV-Präsident: „Wir dürfen jetzt nicht zu einem Stop and Go kommen. Das führt zu Verunsicherung auf allen Seiten und insbesondere bei den Reisenden. Ähnlich wie bei der Türkei müssen Spanien und Deutschland jetzt zeitnah einen sicheren Luftkorridor vereinbaren. Damit würden für Rückkehrende aus Spanien durch effektive Sicherheitsmaßnahmen und Testung im Zielgebiet die Quarantäne-Regelung entfallen, sofern sie sich bis 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland einem PCR-Test unterziehen und das Testergebnis negativ ist.“ Eine solche Vereinbarung wurde mit der Türkei für vier beliebt Urlaubsregionen bereits im Sommer erfolgreich umgesetzt. FB

Von TUI Cruises zu Sea Cloud Cruises

Das Hamburger Joint Venture TUI Cruises verliert nach dem Mitte des Jahres zu Mystic Cruises gewechselten ehemaligen Vice President Operations Ferdinand Strohmeier einen weiteren bisher in führenden Positionen für das Unternehmen tätigen Mitarbeiter: Michael Baden (55) wechselt am 1. November als Vertriebsdirektor zur Hamburger Reederei Sea Cloud Cruises und berichtet künftig direkt an Geschäftsführer Daniel Schäfer. Den erfahrenen Branchenkenner jetzt einzustellen, während andere Reiseanbieter ihre Personalstärke verringern, sei das Ergebnis einer klaren strategischen Überlegung, so Schäfer. Sea Cloud Cruises solle so gestärkt aus der schwersten Krise der internationalen Kreuzfahrtbranche hervorgehen.

Foto: Sea Cloud Cruises/Christian Wyrwa, www.freelens.com/clearing

„Unsere Produkte und unser Handeln sind seit Jahrzehnten durch Faktoren wie Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Sicherheit gekennzeichnet. Wir blicken positiv in die Zukunft und sind überzeugt, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Reisevertrieb weiter ausgebaut werden muss“, so Schäfer, der bald weitere Details zu einem neuen reisebürofreundlichen Provisionsmodell bekannt geben will. 

„Ich habe die Entwicklung der Branche in den letzten Monaten aufmerksam verfolgt und teile die strategischen Überlegungen der Company. Das Produkt spricht für sich und ich bin stolz darauf, als Vertriebsdirektor die weitere Vermarktung der schon bald drei Großsegler mit voran zu treiben“, begründet Vertriebsprofi Baden seine Motivation für den Wechsel. JPM


Pflanzen Geflüster

Sie haben keine Augen, keine Nase, kein Zentralhirn und keine Muskeln. Dennoch können sie sehen, riechen, Entscheidungen treffen und sich bewegen. Das sind nur einige der wenig bekannten Fähigkeiten, die Pflanzen haben. In diesem Buch geht es um ihre Geheimnisse, ihre Kommunikation untereinander und ihre Kunst, immer wieder neue Strategien zum Überleben zu entwickeln.

Die Autorin Felicia Molenkamp ist Diplom-Biologin und hat in Nordhessen eine „Kräuter-Schule“ gegründet, in der sie Baum- und Kräuterwanderungen, Wildkräuter-Kochkurse, entsprechende Seminare veranstaltet und die Herstellung von Salben und Tinkturen auf Pflanzenbasis erläutert. Eine interessante Lektüre nicht nur für Naturfreunde. MW

Pflanzengeflüster von Felicia Molenkamp, ISBN: 978-3-03902-029-4, Preis: 22 Euro, Verlag: AT Verlag, www.at-verlag.ch

Regent Seven Seas Cruises kündigt neue Voyage Collection für 2022 und 2023 an

Die Kollektion umfasst an die 150 Kreuzfahrten mit 17 neuen Anlaufhäfen, 105 Übernachtungen an Land und über 350 UNESCO-Welterbestätten

Die führende Luxusreederei Regent Seven Seas Cruises® hat neue Routen für 2022 und 2023 im Rahmen ihrer Voyage Collection bekannt gegeben. Gäste können exotische und berühmte Reiseziele entdecken und gleichzeitig das unvergleichliche Regent-Erlebnis genießen, bei dem jeder Luxus bereits inkludiert ist.  Die kuratierte Voyage Collection umfasst 148 Kreuzfahrten, die von April 2022 bis Ende April 2023 stattfinden. Bei den Reisen werden Ziele in Afrika, Arabien, Alaska, Asien, Australien, Neuseeland, Kanada, Neuengland, der Karibik, dem Panamakanal, dem Mittelmeer, Nordeuropa und Südamerika angesteuert. Außerdem wird es transozeanische Überquerungen sowie fünf Grand Voyages geben.

Die Dauer der Kreuzfahrten reichen von sieben Nächten bis hin zur kürzlich verkündeten 143 Nächte dauernden Weltreise im Jahr 2023. Die Voyage Collection beinhaltet 17 neue Anlaufhäfen und 105 Übernachtungen an Land.

Zu den Höhepunkten der Kollektion zählen die Sommersaison der Seven Seas Splendor™ in Skandinavien und im Baltikum, die Entdeckung des Mittelmeers mit der Seven Seas Explorer® mit Anlaufhäfen in der Türkei und am Schwarzen Meer und die Route durch Afrika mit der Seven

Seas Voyager® sowie deren Wintersaison in Südamerika, bei der eine Fahrt in die Antarktis inbegriffen ist. Weitere Highlights sind die Alaska-Sommerkreuzfahrt und die Weltreise in 2023 mit der Seven Seas Mariner’s® sowie die Grand Arctic und Karibikkreuzfahrten der Seven Seas Navigator®. Letztere beinhaltet zwei zusätzliche Reisen von Bridgetown, der Hauptstadt Barbados, aus. Ausführlichere Informationen über die einzelnen Routen der Schiffe werden im Folgenden gegeben.

Die Voyage Collection beinhaltet tausende kostenlose unbegrenzte Landausflüge inklusive Zutritt zu über 350 UNESO-Welterbestätten und ermöglicht somit ein wahrhaft allumfassendes und unvergessliches Luxus-Urlaubserlebnis. Darüber hinaus bietet Regent bei 36 Kreuzfahrten in Afrika, Arabien, Australien, Asien und Südamerika kostenfreie Programme mit zwei bis drei Übernachtungen vor oder nach dem Landgang an. Im Rahmen dieser Programme haben die Reisenden noch mehr Zeit zur Verfügung, die Sehenswürdigkeiten, Geschichte, Kultur und Aromen der Orte zu entdecken.

„Eine neue Voyage Collection auf den Markt zu bringen, ist immer spannend. Aber die Gewissheit, dass unsere Gäste sich danach sehnen, wieder die Meere zu bereisen – wie es die rekordverdächtigen Buchungen für die 2023 stattfindende Weltreise gezeigt haben –  gibt dieser Voyage Collection eine noch größere Bedeutung“, so Jason Montague, Präsident und CEO von Regent Seven Seas Cruises. „Unsere Gäste sind leidenschaftliche Reisende und Weltentdecker und ich freue mich sehr, dass wir ihnen eine solch exotische und umfangreiche Auswahl an weltweiten Reisezielen anbieten können, welche sie an Bord der wohl luxuriösesten Kreuzfahrtflotte der Welt erkunden können.“

Das unvergleichliche Regent-Erlebnis erfahren Gäste nicht nur im Rahmen der Landausflüge, sondern auch an Bord der fünf eleganten und geräumigen Schiffe. Reisende erwartet ein höchst persönlicher Service, exquisite Speisen, Premium-Getränke, WiFi, Wäscheservice und vieles mehr – alles bereits im Reisepreis inkludiert.

Genauere Informationen über Regents neue Voyage Collection für 2022 und 2023 können in der eigens designten Broschüre und dem zugehörigen Video entnommen werden.

Nähere Informationen unter www.rssc.com/new_season_launch

Die neue Voyage Collection für 2022 und 2023

Seven Seas Splendor™

Seven Seas Splendor, Foto: enapress.com

Nach der Überquerung des Atlantiks von Miami/Florida aus, wird die Sommersaison 2022 der Seven Seas Splendor™ mit einer 7-tägigen Mittelmeerkreuzfahrt von Barcelona/Spanien nach Venedig/Italien eingeläutet. Im Anschluss folgt eine 10-tägige Adriakreuzfahrt von Venedig nach Monte Carlo/Monaco, bevor die Erkundung Nordeuropas ansteht. Die Nordeuropa-Kreuzfahrten dauern zwischen sieben und 18 Nächten. Dabei werden sowohl die atemberaubenden Fjorde Norwegens als auch vielseitige, kulturell wertvolle baltische Häfen wie Danzig in Polen, Liepaja in Lettland und St. Petersburg in Russland angefahren. Auf mehreren Routen wird eine Übernachtung in St. Petersburg und in Stockholm/Schweden, angeboten. Das Schiff fährt außerdem die Britischen Inseln und die Häfen an der Westküste Frankreichs an.

Im Anschluss folgt eine sieben bis zwölf Nächte dauernde Kreuzfahrt mit Zielen auf der Iberischen Halbinsel, den Kanarischen Inseln, der Italienischen und Französischen Riviera sowie der Adria einschließlich Split in Kroatien und Kotor in Montenegro. Dann begibt sich das Schiff, welches den Luxus perfektioniert, von Winter 2022 bis Frühjahr 2023 auf eine sieben bis zehn Nächte dauernde Kreuzfahrt durch die östliche und westliche Karibik. Die Reise beginnt und endet in Miami und beinhaltet Anlaufhäfen auf entlegenen Inseln von Aruba, Bonaire und Curaçao. Außerdem erwartet die Gäste eine festliche Kreuzfahrt entlang der mexikanischen Riviera nach Los Angeles und zwei Transitfahrten durch den Panamakanal.

Gäste könne auch die 65 Nächte dauernde Grand Voyage Kreuzfahrt „Grand European Sojourn“ buchen, die von Stockholm nach Rom geht und bis zu 422 kostenfreie Landausflüge beinhaltet.

Neue Anlaufhäfen für Reisen mit der Seven Seas Splendor® sind Killeybegs in Irland, Kotka in Finnland und Salerno in Italien.

Seven Seas Explorer

Seven Seas Explorer, Foto: enapress.com

Die Seven Seas Explorer verbringt den Sommer 2022 im Mittelmeer, wobei der Schwerpunkt auf dem östlichen Mittelmeer liegen wird. Gäste können zwischen 16 Routen und einer Länge zwischen sieben und zwölf Nächten wählen. Bei zwei Kreuzfahrten werden Häfen im Schwarzen Meer angelaufen und drei Routen führen in das Heilige Land inklusive mehrerer Übernachtungen in Jerusalem.

Es wird auch eine Reihe an Übernachtungen in Zielhäfen geben – wie in Istanbul, wo Morgen- und Abendland zusammentreffen. Die Entdeckungsreise der Türkei geht weiter mit Zwischenstopps in Bodrum, Kusadasi (Ephesus), Anatlya, Dikili und Bozcaada. Das wohl luxuriöseste Schiff, das jemals gebaut wurde, fährt anschließend weiter in den Nahen Osten für eine einzigartige 21 Nächte dauernde Kreuzfahrt entlang der Golfküste mit neuen Anlaufhäfen in Doha/Katar, Sir Bani Yas/Vereinigte Arabische Emirate und Khasab/Oman. Von dort aus macht sich die Seven Seas Explorer auf den Weg nach Singapur mit Zwischenstopps in Indien, den Malediven, Thailand und Malaysia.

Nach einer festlichen Kreuzfahrt durch Indonesien läutet die Seven Seas Explorer das neue Jahr mit Fahrten nach Australien und Neuseeland ein. Den Gästen werden dort Übernachtungsmöglichkeiten in Brisbane, Melbourne und Cairns angeboten. Die Frühjahrssaison 2023 wird mit einer intensiven Erkundung Südostasiens abgeschlossen, bei der unter anderem Länder wie Thailand, China, Taiwan, Vietnam und Südkorea angefahren werden. Höhepunkt der Asien-Kollektion sind drei Kreuzfahrten in Japan während der malerischen Kirschblütensaison, die in Tokio beginnen und enden.

Gäste können auch die 73 Nächte dauernde Grand Voyage Kreuzfahrt „Grand Spice Route Quest“ buchen, die von Istanbul nach Auckland führt und bis zu 228 kostenlose Landausflüge beinhaltet. Oder sie entscheiden sich für die 61 Nächte dauernde „Grand Asia Exploration“ von Sydney nach Tokyo mit bis zu 220 kostenfreien Landausflügen.

Bei Reisen mit der Seven Seas Explorer werden mehrere kostenfreie Landprogramme vor oder nach der Kreuzfahrt angeboten. Dazu zählen die Programme „Marvels of Dubai und Sharjah“ in Dubai/VAE, „Essence of Bangkok“ in Bangkok/Thailand und „Sunrise Over Tokyo“ in Tokio/ Japan.

Neue Anlaufhäfen bei Reisen mit der Seven Seas Explorer sind Bali (Celukan Bawang) in Indonesien, Beppu in Japan, Doha in Katar, Gili Mas (Lombok) in Indonesien, Khasab im Oman, Salerno in Italien und Sir Bani Yas in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Seven Seas Voyager

Seven Seas Voyager, Fotos: enapress.com

Im Frühsommer können Gäste mit der Seven Seas Voyager das Mittelmeer bei Kreuzfahrten mit einer Dauer von zehn bis zwölf Nächten erkunden – die Routen reichen vom Westen der Kanarischen Inseln und Marokko bis in den Osten nach Istanbul, wobei sie auch die griechischen Inseln, das Balkan-Festland, Italien, Frankreich und Spanien beinhalten.

Nach einem Hochsommer in Nordeuropa, in dem das Luxusschiff spektakuläre Destinationen in Grönland, Island und Skandinavien besucht, kehrt es im Laufe des Jahres zu klassischeren Mittelmeer-Zielen zurück, bei denen sich die Gäste unter anderem Paris/Frankreich, Brügge/Belgien, Amsterdam/Niederlande und das Baltikum anschauen können. Ein besonderes Highlight ist eine der Routen der Seven Seas Voyager, die zu den britischen Inseln führt und dabei fünf Häfen in Irland und zwei in Nordirland anläuft, wobei drei der sieben Häfen neu im Programm sind. Nach den europäischen Zielen macht sich die Seven Seas Voyager von Lissabon aus in Richtung Süden. Die Kreuzfahrt an Afrikas Westküste umfasst 24 Nächte und unter anderem Stopps in Kap Verde, Senegal, Gambia, der Elfenbeinküste, Ghana, Togo und São Tomé und Príncipe. Im Anschluss finden zwei Kapstadt-Rundreisen um Südafrika, Namibia und Mosambik statt, von denen eine Kreuzfahrt ein festliches Programm hat. 

Anfang 2023 überquert die Seven Seas Voyager den Atlantik und hat eine ereignisreiche Saison durch Südamerika vor sich. Die Kreuzfahrten starten in Rio De Janeiro/Brasilien, Buenos Aires/ Argentinien und Santiago/Chile. Dazu zählt auch eine Reise durch die einzigartige Landschaft der Antarktis mit einer Dauer von 19 Nächten.

Die Seven Seas Voyager bietet mehrere Ausflüge im Rahmen des kostenlose Landprogramms vor oder nach der Kreuzfahrt an, darunter unter anderem „Winelands and Wildlife“ in Kapstadt/Südafrika, „Lima Mosaic“ in Lima/Peru und „Ultimate Rio“ in Rio de Janeiro/Brasilien.

Neue Anlaufhäfen für die Seven Seas Voyager sind Bantry und Killybegs in Irland, Londonderry in Nordirland und Santiago de Compostela (Vilagarcía) in Spanien.

Seven Seas Mariner

Seven Seas Mariner, Foto: enapress.com

Alaska ist die Heimat der Seven Seas Mariner für den Sommer 2022. Gäste können die Region auf 18 Kreuzfahrten mit einer Dauer von jeweils sieben Nächten zwischen Vancouver/Britisch-Columbia und Seward in Alaska erkunden. Außerdem wird eine 12 Nächte dauernden Kreuzfahrt, die nach einem Stopp in Astoria/Oregon und San Francisco/Kalifornien in Los Angeles/ Kalifornien endet, angeboten.

An der mexikanischen Riviera besuchen die Gäste mit der Seven Seas Mariner auf einer Rundreise, die neun und 10 Nächte dauert, lebhafte Orte wie Puerto Vallarta, Mazatlán und Cabo San Lucas – Start und Ende in Los Angeles. Außerdem läuft das Schiff auf einer 12-tägigen Kreuzfahrt an der mexikanischen Riviera neue Häfen in Monterey und Santa Barbara an.

Anschließend fährt die Seven Seas Mariner durch Mittelamerika nach Lima/Peru mit Stopps in Puerto Quetzal/Guatemala, Acajutla/El Salvador, Corinto/Nicaragua, Puntarenas/Costa Rica, Manta/Ecuador und Salaverry/Peru. Von hier aus macht sich das Schiff auf den Weg an der Küste Südamerikas: Die Reisen führen von Lima/Peru nach Buenos Aires/ Argentinien, von Buenos Aires,/Argentinien nach Rio De Janeiro/Brasilien sowie bei der festlichen Kreuzfahrt von Rio De Janeiro/ Brasilien nach Miami/Florida mit Zwischenstopps in der tropischen Karibik. Diese einzigartigen Kreuzfahrten dauern entweder zehn, 18 oder 21 Nächte.

Alle vier Routen in Mittel- und Südamerika von Los Angeles nach Miami können zu der einzigartigen 65 Nächte dauernden Grand Voyage „Circle South America“ kombiniert werden, bei denen die Gäste an bis zu 170 kostenlosen Landausflügen teilnehmen können.

Nach Abschluss des „Circle South America“ begibt sich das Schiff dann auf seine Weltreise im Jahr 2023 von Miami/Florida nach Barcelona/Spanien. Die Reise umfasst 143 Nächte sowie 72 Häfen und ermöglicht den Gästen somit, Südamerika, die südpazifischen Inseln, Australien, Südostasien, den indischen Subkontinent, den Nahen Osten, Afrika und Spanien zu erkunden.

Neue Anlaufhäfen der Seven Seas Mariner sind La Romana/Dominikanische Republik, Monterey und Santa Barbara in Kalifornien.

Seven Seas Navigator

Seven Seas Navigator, Foto: enapress.com

Nachdem sie ihre Sommersaison mit jeweils einer Kreuzfahrt in der östlichen und einer in der westlichen Karibik begonnen hat, begibt sich die Seven Seas Navigator auf eine 25 Nächte dauernde Amazonas-Reise von und bis Miami. Die Gäste erleben die Highlights der Karibik und verbringen sieben Nächte auf dem berühmten brasilianischen Fluss mit Zwischenstopps in Santarém, Boca da Valeria, Parintins, Alter do Chão und einer Übernachtung in Manaus.

Die Seven Seas Navigator fährt dann in Richtung Norden mit einer Übernachtung in Charleston/ South Carolina und einem Aufenthalt von zwei Nächten in Bermuda, bevor sie sich auf ihren Weg nach Montréal begibt. Anschließend erkundet das Schiff während einer zehn Nächte dauernden Kreuzfahrt Kanada und Neuengland, bevor es über Grönland und Island den Atlantik überquert, um die Highlight Nordeuropas anzusteuern. Bei den Kreuzfahrten, bei denen die Gäste 20 Nächte auf dem Schiff verbringen, geht es zum Beispiel in die nördlichsten Gefilde des Kontinents zum Nordkap, zu den norwegischen Fjorden und zu den russischen Solotvetsky-Inseln. Auf drei weiteren Kreuzfahrten in der Region bereist die Seven Seas Navigator die Britischen Inseln und das das Baltikum. Eine zwölf Nächte dauernde Kreuzfahrt in Westeuropa geht von Amsterdam/Niederlande nach Barcelona/Spanien, bevor sich das Luxusschiff auf den Weg nach New York macht. 

Die Reise mit dem Schiff durch Kanada und Neuengland, Nord- und Westeuropa sowie die Atlantiküberquerung kann als Grand Voyage „Grand Arctic Adventure“ gebucht werden, die 94 Nächte umfasst. Start und Ende sind in New York und die Gäste können sich auf bis zu 415 kostenlose Landausflüge freuen.

Den berühmten Indian Summer können Gäste im Herbst bei vier Kreuzfahrten in Kanada und Neuengland zwischen New York und Montréal genießen. Die Wintersaison 2023 beendet die Seven Seas Navigator mit elf Kreuzfahrten in der Karibik. Die meisten starten von Miami aus, zwei jedoch von Bridgetown/Barbados. Zudem gibt es eine weitere 25 Nächte dauernde Kreuzfahrt auf dem Amazonas, bei der das Schiff an Weihnachten in Oranjestad/Aruba und an Neujahr in St. John’s Antigua vor Anker liegt.

Neue Anlaufhäfen für die Seven Seas Navigator sind Kotka/Finnland, Olden/Norwegen und Shelburne/Nova Scotia.

Text: PM Regent Seven Seas Cruises