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Endlich Meer: Blaue Reisen mit der Mein Schiff 2

Pressemitteilung

  •  Kurzkreuzfahrten ab und bis Hamburg ab 24. Juli 2020
  • Auszeit auf dem Meer mit Premium Alles Inklusive Konzept
  • Noch großzügigeres Platzangebot: Maximal 60 % Auslastung
  • Start mit erweitertem Gesundheits- und Sicherheitskonzept

Pünktlich zum Sommer und Start der Urlaubssaison nimmt TUI Cruises den Kreuzfahrt-Betrieb wieder auf: Ab dem 24. Juli starten die sogenannten „Blauen Reisen“ auf der Mein Schiff 2. Die drei- bis viertägigen Kurzreisen beginnen und enden in Hamburg und bestehen ausschließlich aus Seetagen. Die Gäste haben so die Möglichkeit das Mein Schiff Erlebnis mit dem Premium Alles Inklusive Konzept an Bord zu genießen und sich gleichzeitig eine Auszeit auf dem Meer zu gönnen, selbstverständlich mit einem angepassten und erweiterten Gesundheits- und Sicherheitskonzept. Die Basis für die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs sind Leitsätze der zuständigen Behörden, die in Koordination mit CLIA Deutschland und den Reedereien sowie in Zusammenarbeit mit Experten erarbeitet worden sind.

„Unsere Kunden und Fans haben uns in den letzten Wochen signalisiert, dass sie Sehnsucht nach Meer und der Mein Schiff haben. Damit Reisende auch in diesen Zeiten mit einem guten Gefühl an Bord kommen können, haben wir unsere ohnehin schon sehr strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen nochmals verschärft und auf die aktuelle Situation hin angepasst. Wir freuen uns, dass wir nun ab Juli wieder die ersten Mein Schiff Reisen anbieten können.“ sagt Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.

Mein Schiff ist mit Abstand am besten – für die Sicherheit von Gästen und Crew

Die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Besatzung steht für TUI Cruises an oberster Stelle. Deshalb hat TUI Cruises die seit jeher geltenden strengen Maßnahmen zur Prävention der Verbreitung von Viruserkrankungen nochmals verstärkt. Gemeinsam mit medizinischen Experten hat TUI Cruises einen 10-Punkte-Plan für die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs entwickelt. Die Vorsichtsmaßnahmen basieren auf den medizinischen Standards renommierter Institutionen wie dem Robert Koch-Institut (RKI), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie auf den örtlich geltenden Vorgaben und Leitlinien.

Auf den „Blauen Reisen“ wird das ohnehin schon beste Platz-pro-Passagier Verhältnis noch großzügiger: TUI Cruises begrenzt die Kapazität an Bord zum Start auf maximal 60 Prozent und hat sämtliche Prozesse vor und während der Reise, beim Check-In und im Gäste- sowie Crew-Bereich zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften angepasst. So werden beispielsweise alle Kabinen vor Ankunft der Gäste desinfiziert oder die Sonnenliegen mit einem Abstand von zwei Metern auf dem Pooldeck platziert. Diese und viele weitere Maßnahmen können Gäste in Kürze der eigens dafür eingerichteten Website entnehmen: www.tuicruises.com/blauereisen.

Die Vorteile der Blauen Reisen auf einen Blick:

  • Bequeme An- und Abreise: mit Bahn oder eigenem Auto 
  • Reise ab / bis Hamburg: zentral erreichbar und beeindruckende Elb-Passagen
  • Noch mehr Platz als sonst: begrenzte Gästezahl von maximal 60 Prozent
  • Borderlebnis pur: ausschließlich erholsame und entschleunigende Seetage
  • Gewohnter Service: natürlich mit Premium Alles Inklusive
  • Zusätzlich: noch mehr Hygiene- und Schutzmaßnahmen

Die „Blauen Reisen“ sind in Kürze im Reisebüro und auf tuicruises.com buchbar. Auf den „Blauen Reisen“ sind exklusiv ausschließlich Balkonkabinen und Suiten buchbar. Die 3-tägige Reise ab und bis Hamburg ohne Anreise mit Premium Alles Inklusive kostet bei Doppelbelegung pro Person im Wohlfühl-Tarif ab 599 Euro in der Balkonkabine und ab 949 Euro in der Suite. 

Text: PM TUI Cruises, Foto: enapress.com

Neustart der Kreuzfahrt: Leitsätze für Wiederaufnahme erarbeitet

Pressemitteilung

  • Behörden legen Leitsätze zur Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs fest
  • Reedereien adaptieren Vorgaben für individuelle Hygienekonzepte

Nach dem Corona bedingten Stillstand der Kreuzfahrtbranche sind nun die Weichen für eine Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs gestellt: Unter der Federführung der Freien und Hansestadt Hamburg und mit Unterstützung des Kreuzfahrtverbands Cruise Lines International Association (CLIA) haben zahlreiche Behörden sowie die deutschen Hafenadministrationen gemeinsam Leitsätze für den Neustart der Kreuzfahrt unter Beachtung von umfassenden Präventions- und Hygienemaßnahmen erarbeitet.

„Wir sind sehr froh, dass unsere Mitgliedsreedereien mit diesen Leitsätzen einen zuverlässigen Rahmen für den Neustart ihres Betriebs von deutschen Häfen erhalten. Für CLIA Mitgliedsreedereien haben die Sicherheit und Gesundheit für Gäste und Crew oberste Priorität“, sagt Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland. „Die ausgesprochen konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglicht Kreuzfahrten unter Anwendung angemessener Schutzmaßnahmen auch in Zeiten von Corona.”

Reedereien erarbeiten spezifische Hygienemaßnahmen

Parallel zu diesem Prozess haben die einzelnen Reedereien detaillierte Maßnahmen unter Hinzuziehung von Gesundheitsämtern und medizinischen Experten ausgearbeitet, welche die Vorgaben auf die Spezifika der jeweiligen Schiffe adaptieren. Diese Maßnahmen werden von den lokalen Behörden, insbesondere den medizinischen Diensten, darauf überprüft, ob die Anforderungen der Leitsätze erfüllt werden.

Kernpunkte der Gesundheits- und Sicherheitskonzepte sind die Einführung von umfassenden, zusätzlichen präventiven Maßnahmen vor, während und nach der Reise, Kontaktvermeidung durch umfangreiche Abstandsregeln und Wegeleitsysteme an Bord und zusätzliche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, definierte Prozesse der medizinischen Betreuung sowie zusätzliche Ausrüstung (u.a. mit COVID-19 Schnelltests). Notfallpläne sowie ein umfassendes Schulungs- und Sicherheitsprogramm für die Besatzung sind außerdem Teil des Gesundheits- und Sicherheitskonzepts. 

Neustart der Kreuzfahrt in Deutschland wird voraussichtlich in drei Phasen stattfinden

In der ersten Phase ist mit einer deutlich geringeren Anzahl an Schiffen zu rechnen, die von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus starten und dort auch wieder ankommen. An diesen Reisen werden Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnehmen können. Auch die Passagierkapazität dieser Kreuzfahrten wird deutlich begrenzt sein. Geplant sind zunächst Kurzreisen von drei bis sieben Tagen ohne Anlauf eines weiteren Hafens.

Je nach Öffnung weiterer europäischer Häfen für Kreuzfahrtschiffe werden in der zweiten Phase erste ausländische Häfen in das Kurzreiseprogramm integriert. Zusammen mit den Häfen entlang der Route wird zuvor geprüft, wie die Hygienestandards an Bord auch während der Landgänge eingehalten werden können.

In der dritten Phase dann werden die Reedereien zur gewohnten Routengestaltung zurückkehren. Dabei werden sie nicht nur die eigenen Gesundheits- und Hygienebestimmungen einhalten, sondern ebenso die der jeweils besuchten Häfen.

Text: PM CLIA Deutschland

TUI Group: Verkauf der Hapag-Lloyd Cruises an TUI Cruises abgeschlossen

Pressemitteilung

  • Erfolgreiche Übertragung der Hapag-Lloyd Cruises auf Joint Venture TUI Cruises
  • Umsetzung des Verkaufs wie im Februar 2020 geplant

Die TUI Group hat den Verkauf ihrer Tochter Hapag-Lloyd Cruises an TUI Cruises erfolgreich abgeschlossen. TUI Cruises mit Sitz in Hamburg ist ein Gemeinschaftsunternehmen von TUI und Royal Caribbean Group. Das seit 2008 sehr erfolgreich entwickelte Joint Venture TUI Cruises wird damit wie geplant ausgebaut. Die TUI hatte den Verkauf im Februar vereinbart. Der Unternehmenswert wurde mit 1,2 Milliarden Euro beziffert. 

Alle Genehmigungen einschließlich der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die EU-Kommission liegen vor. Die Transaktion erfolgt  in einem schwierigen Marktumfeld zu den vereinbarten Konditionen. Die Übertragung der einzelnen Hapag-Lloyd Cruises Schiffe auf das Gemeinschaftsunternehmen wird in den kommenden Tagen abgeschlossen sein. 

Die Marke Hapag-Lloyd Cruises bleibt auch in der neuen Aufstellung der führende Anbieter von Luxus- und Expeditionskreuzfahrten in deutschsprachigen Märkten. Die Flotte besteht derzeit aus zwei Luxuskreuzfahrtschiffen (MS Europa und MS Europa 2) der 5-Sterne-Plus Kategorie und drei Expeditionskreuzfahrtschiffen. Ein weiteres Expeditionskreuzfahrtschiff ist bereits im Bau und wird 2021 ausgeliefert und ersetzt dann die MS Bremen.

TUI Cruises bedient mit „Mein Schiff“ erfolgreich das Premium Segment in deutschsprachigen Märkten. Die „Mein Schiff“ Flotte umfasst aktuell sieben Schiffe.

Text: PM TUI Group

Hurtigruten nimmt mit 14 Schiffen wieder Fahrt auf

Pressemitteilung

  • Neustart der Postschiffreisen in Norwegen für deutsche Reisende ab 15. Juli
  • 15-tägige Norwegen-Reisen ab Hamburg mit MS Fridtjof Nansen in diesem Sommer
  • Saison-Beginn der Expeditions-Seereisen in der Arktis
  • Neue Expeditions-Seereisen zu den Britischen Inseln
  • Umfassendes Hygienekonzept für eine sichere Reise

Nach dem erfolgreichen Start der Seereisen im vergangenen Monat gibt Hurtigruten jetzt weitere Pläne für den schrittweisen Neustart bekannt: Bereits im August und September sticht Hurtigruten mit 14 von 16 Schiffen an der norwegischen Küste und in der Arktis in See. Zudem stellt Hurtigruten neue Expeditions-Seereisen rund um die Britischen Inseln und nach Spitzbergen vor.

„Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gäste und der Besatzung haben für uns oberste Priorität. Das zeigt auch das sehr positive Feedback auf unseren Neustart im vergangenen Monat sowohl von den örtlichen Gemeinden als auch von unseren Gästen und der Besatzung“, sagt Daniel Skjeldam, CEO von Hurtigruten.

Rückkehr der Postschiffe

Nachdem Hurtigruten die Postschiffreisen in Norwegen für norwegische Gäste am 16. Juni wieder aufgenommen hat, fahren mittlerweile vier Schiffe der Flotte mit reduzierter Kapazität und unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen im Linienbetrieb zwischen den 34 Häfen an der norwegischen Küste. Schritt für Schritt plant die Reederei weitere Postschiffe im August und September zwischen Bergen und Kirkenes einzusetzen. Bis Ende September werden wieder elf Schiffe „die schönste Seereise der Welt“ anbieten: www.hurtigruten.de/reiseziele/norwegen.

Mit dem Hybrid-Expeditionsschiff ab Hamburg zu den norwegischen Fjorden

Die Reederei hat zudem kurzfristig Reisen exklusiv für deutsche Gäste aufgelegt. „Auf den Spuren der Postschiffroute“ brach das brandneue Hybrid-Expeditionsschiff Fridtjof Nansen am 26. Juni zur ersten von sechs Seereisen mit Kurs auf die norwegische Küste auf. Direkt ab Hamburg ermöglicht Hurtigruten bis Anfang September deutschen Gästen noch diesen Sommer eine Seereise zu den spektakulären Fjordlandschaften.

Die Seereisen ab Hamburg bieten klassische Höhepunkte wie die Umrundung des Nordkapps, Einfahrten in den Geiranger- und den Trollfjord, ebenso wie zur Inselgruppe der Lofoten. Neu hinzu kommen spektakuläre Fjorde und Inseln abseits der ursprünglichen Hurtigruten Route – vom Lyngenfjord mit den Lyngenalpen, über den Svartisen Gletscher, die Eilande Hitra und Senja oder den sagenumwobenen Berg Torghatten. Weitere Informationen: www.hurtigruten.de/reiseziele/norwegen/die-schoensten-fjorde-unter-der-mitternachtssonne-ab-bis-hamburg/.

„Wir rechnen mit der Aufhebung der norwegischen Reisebeschränkungen zum 15. Juli, sodass dann auch deutsche Reisende an Bord der Postschiffe die norwegische Küste erkunden können. Wir bieten unseren Gästen somit zwei unterschiedliche und einzigartige Möglichkeiten, Norwegen von der Seeseite aus zu entdecken: die klassische Postschiffreise entlang der norwegischen Küste und die neuen Expeditions-Seereisen von Hamburg aus“, sagt Heiko Jensen, Hurtigruten VP Sales Europe. „Diesen Sommer werden wir die Fjorde ganz für uns allein haben. Dies macht das Erlebnis für die wenigen Reisenden vor Ort zu etwas ganz Besonderem und es bietet uns die einmalige Gelegenheit, die raue Schönheit der norwegischen Küste allein zu erkunden.“

Foto: Hurtigruten/Elfriede Schoemig Justert

Neustart in der Arktis und zu den Britischen Inseln

Insgesamt plant Hurtigruten die Rückkehr von 14 der 16 Schiffe bis Ende September. Reisende können an Bord von Hurtigruten den hohen Norden erkunden:

  • Hurtigruten kehrt mit dem Hybrid-Expeditionsschiff MS Roald Amundsen und MS Spitsbergen in die Arktis zurück: Reisende können ab Mitte Juli zu 6- bis 15-tägigen Expeditions-Seereisen rund um das arktische Archipel Svalbard aufbrechen.
  • Hurtigruten stellt neue Reisen zu den Britischen Inseln an Bord des weltweit ersten Hybrid-Expeditionsschiffs MS Roald Amundsen vor. Die kurzen Expeditionen starten von Portsmouth (2. September), Liverpool (7. und 17. September) und Glasgow (12. September). Abseits ausgetretener Pfade steuert Hurtigruten die Scilly-Inseln, Fowey, Rathlin Island, Fortwilliam, Oban, Fishguard und Waterford an.

„Wir freuen uns sehr, unsere neuen Reisen zu den Britischen Inseln vorzustellen. Die Routen wurden sorgfältig ausgewählt, so dass wir sicherstellen, dass unsere Gäste die Britischen Inseln wie nie zuvor entdecken können. Jenseits des Massentourismus besuchen wir abgelegene Inseln, genießen die raue Natur und die erstaunliche Tierwelt und erleben charmante Küstenorte“, sagt Skjeldam.

Die jetzt vorgestellten Reisen ergänzen die bereits angekündigten Expeditions-Seereisen zu den Britischen Inseln 2021. Hurtigruten reagiert mit diesem Angebot auf die positive Nachfrage.

Kleine Schiffe – großer Unterschied

Hurtigruten ist der weltweit führende Anbieter von Expeditions-Seereisen und ist seit 1893 in polaren Gewässern unterwegs. Als erfahrenste Reederei an der norwegischen Küste, ist Hurtigruten der einzige Anbieter, der hier ganzjährig Fahrten anbietet.

„Wir sehen eine starke Nachfrage für Expeditions-Seereisen zu all unseren Destinationen, einschließlich der norwegischen Küste, der Arktis und der Antarktis. Die Nachfrage spiegelt unsere Annahme für die Zeit nach Corona, dass Seereisen mit kleinen Schiffen, weniger Gästen und der damit verbundenen Flexibilität noch beliebter werden“, sagt Skjeldam.

Foto: Hurtigruten/Genna Roland

Höchste Hygienestandards für Sicherheit an Bord

Hurtigruten stellt die Gesundheit und Sicherheit seiner Gäste und Crew seit jeher an die erste Stelle. Auf keinem der Hurtigruten Schiffe gab es bestätigte oder vermutete Fälle von COVID-19. Um zukünftige Reisen noch sicherer zu machen und die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Besatzung zu gewährleisten, wurden die umfassenden Hygiene- und Sicherheitsstandards an Bord durch zahlreiche neue Maßnahmen ergänzt. Dazu gehören eine reduzierte Gästekapazität, um noch einfacher die Abstandswahrung zu ermöglichen, strenge Hygieneprotokolle, Gesundheitskontrollen und -screenings, häufige Temperaturmessungen an Bord, beispielsweise beim Betreten der Restaurants sowie zahlreiche andere Maßnahmen. Mehr zu Hygiene und Sicherheit an Bord: www.hurtigruten.de/praktische-informationen/gesundheit-und-sicherheit-an-bord/.

Hurtigruten hält stets die geltenden Vorschriften der besuchten Gewässer, Küsten und Häfen ein. Die Reiserouten und Ausflüge können auf der Grundlage von Reiserichtlinien der lokalen Regierung geändert werden.

Text: PM Hurtigruten, Foto: Hurtigruten/Photo Competition, Hurtigruten/Elfriede Schoemig Justert, Hurtigruten/Genna Roland

Kleven Verft beantragt Insolvenzverfahren

Die erst im Januar d.J. von der kroatischen DIV-Group übernommene norwegische Kleven Verft hat am 3. Juli für sich und ihre beiden Tochtergesellschaften Kleven Maritime Contracting und Kleven Maritime Technology beim Bezirksgericht Sunnmøre das Insolvenzverfahren beantragt. Das Unternehmen sei bei der Kreditrückzahlung in Verzug geraten, so dass die Banken die Konten eingefroren haben. Subunternehmer und Mitarbeiter warten auf ihr Geld, hieß es dazu aus Norwegen. Von der Insolvenz sind mehr als 450 Mitarbeiter betroffen. Werft-CEO Kjetill Bollestad war bereits im Juni zurückgetreten.

„Wir haben hart gearbeitet, um Lösungen zu finden, und zusammen mit unseren Mitarbeitern haben wir unser Bestes gegeben, sind aber gescheitert. Wir wollen nicht mehr zu den Ursachen sagen“, erklärte Tomislav Debeljak, CEO der DIV-Group und Chef der zu dem kroatischen Konzern gehörenden Brodosplit-Werft. Ziel sei es gewesen, Kleven in Kooperation mit der Brodosplit-Werft auszubauen. Die 1939 von dem Unternehmer Marius Kleven gegründete Werft steckte bereits seit mehreren Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Im Jahr 2018 war die Werft von einer Tochtergesellschaft der norwegischen Hurtigruten-Reederei zu 100 Prozent übernommen worden, um die verspätete Fertigstellung der beiden dort in Bau befindlichen Expeditionskreuzfahrtschiffe Roald Amundsen und Fridtjof Nansen sicherzustellen, von denen das letzte Schiff Ende 2019 abgeliefert werden konnte.

Nach der im Januar dieses Jahres erfolgten Übernahme der Werft durch die kroatische DIV Group hoffte man, durch Synergien Kostenvorteile erzielen und von Know-how der Norweger im Spezialschiffbau- und Offshorebereich profitieren zu können. Wie berichtet hatte die DIV Group dazu im Mai eine Vereinbarung mit Ocean Residences Development Ltd. über den Bau des 290-Meter-langen-Appartement-Schiffes Njord hereinnehmen können, dessen Kasko von der konzerneigenen Brodosplit-Werft in Kroatien erstellt und von der Kleven Verft in Norwegen ausgerüstet werden sollte. Die Fertigstellung des innovativen Neubaus war für 2024 vorgesehen. JPM

Update vom 08. Juli 2020

Nach Ansicht von Insidern waren nicht nur objektive Gründe wie die Corona-bedingten Auftragsstornierungen, die eine drastische Änderung des ursprünglichen Geschäftsplans für die zu übernehmende Kleven Verft AS zur Folge hatten, für deren Insolvenz verantwortlich. Vielmehr sei schon unmittelbar nach der im Januar erfolgten formalen Übernahme der Kleven Verft deutlich geworden, dass das Ziel der kroatischen DIV-Gruppe, die norwegische Werft zu einem starken und stabilen Schiffbau-Unternehmen zu machen, nicht auf allseitige Zustimmung stößt. Wie die DIV-Gruppe dazu feststellt, war die Beantragung des Insolvenzverfahrens eine Konsequenz der Entscheidung der lokalen Sparkasse, die die Kreditverträge Anfang letzter Woche erst aufkündigte, nachdem das neue Management am 22. Juni ernannt worden war, d. h. nach der Trennung von der bisherigen Geschäftsführung und dem Antritt von DIV- Group- und Brodosplit-Chef Tomislav Debeljak als neuer Kleven-CEO. Gegen den früheren Kleven-Direktor laufe ein Untersuchungsverfahren.

Hintergrund der Angelegenheit soll die Finanzierung eines Projekts sein, welches die Kleven Verft vor einigen Monaten von einer anderen norwegischen Werft übernehmen sollte, die sich damals ihrerseits mit ernsten finanziellen Problemen konfrontiert sah. Durch das jetzige Einfrieren ihrer Konten seien die Kleven Verft und ihre Tochtergesellschaften daran gehindert worden, ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Trotz der erheblichen Anstrengungen in der letzten Woche, mit den Beteiligten eine Rückkehr in Startpositionen auszuhandeln, habe man keine Einigung erzielen können, so dass es für das neue Kleven-Management keine andere Option gegeben habe, als die Insolvenz nach norwegischen Recht zu beantragen. Nach Angaben der DIV-Gruppe stehen für sie derzeit weniger juristische Details im Fokus als der volle Einsatz für den Schutz und die Hilfe für die Kleven-Mitarbeiter. Natürlich werde man auch das eigene Recht und Investment schützen und habe dazu bereits eine unabhängige Untersuchung initiiert, die alle Fakten klären soll, die zu der jetzigen Situation geführt haben. Auf Basis dieser Ergebnisse wolle man in Zusammenarbeit mit dem Königreich Norwegen und der Republik Kroatien über die weiteren Aktivitäten entscheiden. „Die Projekte, deren Realisierung die DIV-Gruppe mit Kleven geplant hatte, werden mit einer anderen Werft in Nordeuropa realisiert“, so ihr Statement. JPM

G Adventures gibt vorzeitigen Buchungsstart für Arktis-Expeditionen 2022 bekannt

Pressemitteilung

Expeditionsreisen an Bord der G Expedition nach Norwegen und in die Arktis jetzt buchbar

Der globale Experte für Erlebnisreisen, G Adventures, hat sein Programm für arktische und norwegische Abfahrten im Jahr 2022 an Bord der G Expedition, die Platz für 134 Passagiere bietet, für Reisende und Agenten vorzeitig veröffentlicht. Die ab sofort buchbaren 12 neuen Abfahrten, die von Mai bis September 2022 stattfinden werden, ermöglichen es den Reisenden, die Wunder der norwegischen Fjorde und die vielfältige Tierwelt der arktischen Halbinsel zu erkunden.

„Die frühzeitige Veröffentlichung unseres 2022 Expeditionsprogramms für die Arktis und Norwegen ermöglicht es uns, unseren Reisenden die beste Verfügbarkeit und Flexibilität zu bieten. Da die Preise im Vergleich zu unserem Programm 2020 unverändert bleiben, bieten die neuen Reisen denjenigen, die durch COVID-19 von einer Aussetzung ihrer Expeditionsreise betroffen waren und umbuchen möchten, eine zusätzliche Auswahl an Abreisedaten und Kabinentypen. Gleichzeitig unterstützen wir so den Wunsch der Reisenden, neue Reisen weiter im Voraus zu buchen“, kommentiert Brian Young, Managing Director von G Adventures. 

“Um den Reisenden das Vertrauen zu geben, dass sie beruhigt buchen können, haben wir die Expeditionsabfahrten in unsere „Beruhigt buchen“-Richtlinie aufgenommen, die mehr Flexibilität erlaubt, was den Zeitpunkt der Umbuchung angeht, falls sie ihre Reise verschieben wollen*,” fährt Young fort.

Nachdem die Nachfrage von Reisenden, die sowohl eine Norwegen- als auch eine Arktis-Expedition buchen möchten gestiegen ist, hat G Adventures auch eine neue 22-tägige Tour durch Norwegische Fjorde und das Reich der Eisbären eingeführt, die in Edinburgh beginnt und die norwegischen Fjorde bereist, bevor sie in die arktischen Regionen um Spitzbergen führt.

Die 2022 Expeditionsabfahrten beinhalten unter anderem: 

Kreuzfahrt zu den norwegischen Fjorden – 13 Tage, Tromsø nach Edinburgh – Reise entlang der zauberhaften norwegischen Küste zu den schottischen Inseln, besuche UNESCO-Welterbestätten, malerische Fischerdörfer und wage dich in die atemberaubenden Fjorde. Vorbei an Gletschern, beim Essen in lokalen Restaurants und bei geführten Naturwanderungen gibt es viel Zeit, Norwegens reiche Geschichte und lokale Bräuche zu erkunden und mehr über sie zu erfahren. Aktive Reisende können sich für Bergwanderungen im Geirangerfjord entscheiden, die spektakuläre Aussichten bieten, während Kulturliebhaber die Möglichkeit für einen Besuch der Volksmuseen und des Nidaros Doms in Trondheim wählen können. Preise ohne Flug ab 4.199€ z.B. am 17. Mai 2022

Im Reich der Eisbären – 8 Tage, von Longyearbyen nach Longyearbyen – Als Teil der Jane Goodall Kollektion ermöglicht diese achttägige Tour durch die Arktis den Reisenden, das Land zu erkunden, in das wir uns nur in einigen Monaten im Jahr auf Entdeckungsreise wagen. Es erwarten dich Begegnungen aus nächster Nähe mit Eisbergen, Gletschern und einigen der am schwersten zu entdeckenden Wildtiere der Region. Nicht nur an Bord, sondern auch auf Zodiacs und zu Fuß, begleitet von den Experten von G Adventures, können die Reisenden faulenzende Robben, weidende Rentiere, Vogelkolonien und, mit etwas Glück, den bemerkenswerten Eisbären entdecken. Preise ohne Flug ab 3.299€ z.B. am 12. Juni 2022

Die Highlights der Arktis – 15 Tage, Longyearbyen nach Reykjavik – Von den beeindruckenden Landschaften und der fesselnden Geschichte des Nordwest-Spitzbergen-Nationalparks bis hin zu den majestätischen Gewässern der Grönlandsee – Heimat von Zwergwalen, Orcas und Buckelwalen – diese zweiwöchige Expedition hat alles zu bieten. Bei der Erkundung des weiten Fjordsystems im Nordostgrönland-Nationalpark besuchen die Reisenden auch die winzige Siedlung Ittoqqortoormiit, wo sie erfahren, wie diese abgelegene Gemeinde lebt. Tägliche Vorträge mit Spezialisten an Bord, die von der Vogel- und Walbeobachtung bis hin zur Meeresbiologie reichen, informieren die Reisenden über die vielen unglaublichen Orte und Lebewesen, die sie auf dem Weg sehen werden. Preise ohne Flug ab 6.399€ z.B. am 19. August 2022.

*Es gelten die Buchungsbedingungen.

Text: PM G Adventures

Kurs A-ROSA startet mit neuer Etappe

Pressemitteilung

Die nächste Station der virtuellen Wissensreise entlang der Donau ist erreicht

Nach einer etwas längeren Pause als gewohnt wird nun die virtuelle Wissensreise „Kurs A-ROSA“ fortgesetzt. Im Focus des diesjährigen Kurses steht die Donau von Engelhartszell (Passau) bis in das Donaudelta. Die zweite nun verfügbare Etappe führt die Expedienten in die Kaiserstadt Wien und hält zudem viele spannende Themen rund um die Sondervergütung für Umbuchungen der von Corona betroffenen Reisen und die Verlängerung der (Super-) Frühbucher-Ermäßigung für Reisen in 2021 bereit. Zudem werden in dieser Wissenseinheit auch die Vorteile einer Gruppenbuchung genaustens beleuchtet und die Donau-Flotte mit ihren baulichen Besonderheiten vorgestellt.

Foto: A-Rosa Flussschiff GmbH

Alle interessierten Expedienten haben die Möglichkeit, sich kostenlos unter www.kurs.a-rosa.de für die virtuelle Wissensreise auf der Donau anzumelden. Am Ende jeder Etappe wird unter allen erfolgreichen Teilnehmern eine 3-Nächte Kurz-Kreuzfahrt auf der Donau verlost. Expedienten, die alle fünf Etappen erfolgreich bestanden haben, werden zum Ende des Jahres zum „A-ROSA Experten 2020“ ausgezeichnet und haben die Chance auf eine 7-Nächte Kreuzfahrt auf Donau, Rhein oder Seine in 2021.

Text: PM A-ROSA Flussschiff GmbH, Foto: A-ROSA Flussschiff GmbH

Hochkarätige COVID-19-Expertengruppe bei MSC Cruises: Die Entwicklung des neuen Betriebsprotokolls wird von einer Reihe namhafter Experten begleitet und von einer externen maritimen Klassifikationsgesellschaft überprüft

Pressemitteilung

Seit der temporären Einstellung des Kreuzfahrtbetriebs aufgrund der Corona-Pandemie hat MSC Cruises daran gearbeitet, ein neues Betriebsprotokoll im Bereich Gesundheit und Sicherheit zu entwickeln, das die Wiederaufnahme des Schiffsbetriebs begleiten wird.

Nachdem MSC Cruises eine abteilungsübergreifende Taskforce mit internen Experten aus den Bereichen Medizin, öffentliche Gesundheit und Hygiene, Hotelbetrieb, Klimaanlagen und andere schiffstechnische Systeme, Informationstechnologie und Logistik eingerichtet hatte, beauftragte die Schweizer Reederei auch das weltweit anerkannte Beratungsunternehmen Aspen Medical mit der Entwicklung eines eigenen, verbesserten Betriebsprotokolls, um die Gesundheit und Sicherheit an Bord zu gewährleisten.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises, dazu: „Ich freue mich, heute ankündigen zu können, dass die Arbeit unserer Taskforce durch das Engagement einer hochkarätigen COVID-19-Expertengruppe weiter unterstützt wird. Diese Wissenschaftler werden die Taskforce bei der Finalisierung der Betriebsprotokolle beraten und ihr Fachwissen als Ergänzung zu unserer eigenen Expertise einbringen.

Unser Ziel war es, hochqualifizierte, international anerkannte Experten aus den Bereichen Medizin, öffentliche Gesundheit und/oder anderen verwandten wissenschaftlichen Disziplinen in unserer COVID-19-Expertengruppe zusammenzubringen. Diese Gruppe wird unsere geplanten COVID-19-Maßnahmen überprüfen, um sicherzustellen, dass sie sinnvoll, effektiv und wirksam sind und sich auf die besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse stützen. Sie wird auch lange, nachdem wir den Betrieb wieder aufgenommen haben, bestehen bleiben. Sollte sich die globale Gesundheitssituation weiterentwickeln und mehr Daten verfügbar sein, können wir ihre Expertise weiter nutzen.“

Die COVID-19-Expertengruppe von MSC Cruises wurde vom Executive Chairman der Reederei persönlich zusammengestellt und umfasst Professor Christakis Hadjichristodoulou, Professor für Hygiene und Epidemiologie an der Medizinischen Fakultät und Vizepräsident der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Thessalien (Griechenland), Professor Stephan J. Harbarth, Krankenhausepidemiologe, Spezialist für Infektionskrankheiten und Leiter des Antimicrobial Stewardship-Programms an den Genfer Universitätsspitälern und Dr. Ian Norton, Facharzt für Notfallmedizin mit postgradualen Qualifikationen in Chirurgie, internationaler Gesundheit und Tropenmedizin, derzeit Geschäftsführer von Respond Global und bis Januar 2020 Leiter der Emergency Medical Team Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Bud Darr, Executive Vice President for Maritime Policy and Government Affairs der MSC Gruppe, ergänzt: „Von Anfang an, als wir mit der Entwicklung eines neuen Betriebsprotokolls im Bereich Gesundheit und Sicherheit begonnen haben, haben wir uns permanent mit regionalen, nationalen und lokalen Gesundheitsbehörden in Europa, den USA, Brasilien und China beraten – sowohl direkt als auch über den Branchenverband CLIA. In diesem Zusammenhang fanden einige der ausführlichsten und tiefgreifendsten Gespräche und Beiträge des Unternehmens mit Behörden auf EU-Ebene statt, die für die öffentliche Gesundheit auf Kreuzfahrtschiffen zuständig sind. Dies hat vor kurzem u.a. zur Herausgabe des vorläufigen Leitfadens „EU Healthy Gateways“ geführt, der derzeit von den nationalen Gesundheitsbehörden auf dem gesamten Kontinent überprüft wird.

Gegenwärtig konzentrieren wir uns auf die nächste Phase der Arbeit mit den für Gesundheit, Verkehr und den maritimen Sektor zuständigen Behörden in den Mittelmeer-Anrainerstaaten, da diese gerade die neuesten internationalen und EU-Richtlinien prüfen und versuchen, sie gegebenenfalls in ihre eigenen lokalen Richtlinien mitaufzunehmen. Das Mittelmeer ist tatsächlich die Region, in der wir dank der Verbesserung der Gesundheitssituation und der erfolgreichen Wiederaufnahme des Reiseverkehrs und der Freizeitaktivitäten derzeit einen möglichen Neustart des Kreuzfahrtbetriebs erwarten.“

Das neue Betriebsprotokoll von MSC Cruises – dessen Einzelheiten demnächst bekannt gegeben werden – wurde so gestaltet, dass es die Richtlinien der wichtigsten internationalen und regionalen Regulierungsbehörden erfüllt und übertrifft. Dies umfasst unter anderem die der Weltgesundheitsorganisation WHO, der EU-Initiative Healthy Gateways und der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) sowie die Vorschriften vieler Länder, in denen die Schiffe von MSC Cruises eingesetzt werden.

Abschließend sagte Bud Darr dazu: „Deswegen haben wir auch eine maritime Klassifikationsgesellschaft damit beauftragt, unsere Betriebsprotokolle und Maßnahmen extern darauf zu überprüfen, ob sie den auf EU-Ebene festgelegten Leitlinien entsprechen.“

MSC Cruises hat bei der Entwicklung der neuen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen darauf geachtet, jeden Aspekt der Reise – vom Zeitpunkt der Buchung über die Einschiffung und das Leben an Bord bis zur Rückkehr nach Hause – abzudecken und gleichzeitig die Einzigartigkeit des Gasterlebnisses zu bewahren.

Von Beginn der Corona-Pandemie an hatte MSC Cruises eine globale, unternehmensinterne Taskforce eingesetzt, um die bestehenden Protokolle und Maßnahmen weiterzuentwickeln und kontinuierlich zu überprüfen, um die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Besatzung zu schützen. MSC Cruises führte bereits Ende Januar strengere Protokolle im Bereich Gesundheit und Sicherheit ein, die immer wieder auf die aktuellen Gegebenheiten und den Wissenstand angepasst wurden. Dieses vorbeugende Gesundheits- und Sicherheitskonzept zum Schutz von Gästen und Besatzung ist der Kern aller Aktivitäten von MSC Cruises. Die Zusammenarbeit mit marktführenden, externen Experten für dieses neue Protokoll ist daher nur die logische Konsequenz.

Text: PM MSC Cruises

Führende Gesundheitsexpert*innen begleiten die Entwicklung verbesserter Hygiene- und Sicherheitsstandards für die Kreuzfahrtbranche

Pressemitteilung

Das „Healthy Sail Panel” besteht aus führenden Expert*innen der Bereiche öffentliche Gesundheit, Infektionskrankheiten, Biosicherheit, Tourismus und Seeschifffahrt

Die Royal Caribbean Group und Norwegian Cruise Line Holdings Ltd., zwei der führenden globalen Kreuzfahrtunternehmen, arbeiten gemeinsam an der Entwicklung verbesserter Hygiene- und Sicherheitsstandards für Kreuzfahrten als Reaktion auf die weltweite COVID-19-Pandemie.

Vorsitzende der neu gebildeten Expertengruppe mit dem Namen „Healthy Sail Panel“ sind Gouverneur Leavitt, ehemaliger Sekretär des U.S. Department Health and Human Services (HHS), und Dr. Scott Gottlieb, ehemaliger Kommissar der U.S. Food and Drug Administration (FDA). Das Gremium hat die Aufgabe, gemeinsam Empfehlungen für die Kreuzfahrtbranche zu erarbeiten, um Sicherheits- und Hygienestandards in Bezug auf COVID-19 weiter voranzutreiben und eine sichere Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs zu gewährleisten.

Das Expertengremium ist bereits seit knapp einem Monat tätig und wird seine ersten Empfehlungen Ende August vorlegen. Die Ergebnisse werden jedem Unternehmen und jeder Branche frei zur Verfügung gestellt, die von den wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen der Gruppe profitieren können.

„Diese beispiellose Pandemie verlangt von uns, dass wir beispiellose Standards im Bereich Gesundheit und Sicherheit entwickeln“, sagt Richard D. Fain, Vorsitzender und CEO der Royal Caribbean Group. „Die Tatsache, dass wir diese angesehenen Experten an Bord geholt haben, um uns als Branche vorwärts zu bringen, zeigt unser Engagement für den Schutz unserer Gäste, unserer Besatzungen und der Destinationen, die wir besuchen.”

„In normalen Zeiten konkurrieren wir um das beste Kreuzfahrtangebot, aber wir konkurrieren niemals um Hygiene- und Sicherheitsstandards“, sagt Frank Del Rio, Präsident und CEO der Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. „Während die Kreuzfahrtindustrie seit jeher strenge Hygienestandards hat, bieten die einzigartigen Herausforderungen, die COVID-19 mit sich bringt, eine Gelegenheit, die Messlatte noch höher zu legen.”

„Gesundheit und Sicherheit haben für alle CLIA-Mitglieder höchste Priorität, wie diese Initiative von zwei unserer größten Mitglieder zeigt. Wir loben diese und die parallelen Bemühungen aller unserer Mitglieder, ob groß oder klein, die unermüdlich daran arbeiten, geeignete Protokolle zu entwickeln, die auf Empfehlungen von Gesundheitsbehörden und medizinischen Experten in den USA und im Ausland basieren“, sagte Kelly Craighead, Präsident und CEO der Cruise Lines International Association (CLIA).

Fain und Del Rio sagen, sie hätten das Gremium initiiert, um sicherzustellen, dass die Pläne, die sie den U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und anderen Regulierungsbehörden vorlegen werden, die besten verfügbaren Erkenntnisse in den Bereichen öffentliche Gesundheit, Wissenschaft und Technik anwenden. Die Arbeit des Gremiums wird mit der gesamten Industrie und den Aufsichtsbehörden geteilt werden.

„Bei der Einberufung des Healthy Sail Panels haben wir uns um die Teilnahme einer vielfältigen Gruppe führender Expert*innen in den Bereichen Wissenschaft und öffentliche Gesundheit bemüht, die für die in der “No Sail Order” aufgeführten Überlegungen direkt relevant sind“, sagte Gouverneur Leavitt. „Wir betrachten unsere Arbeit als eine zutiefst wichtige Anstrengung im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Die Gesundheit und Sicherheit der Passagiere, der Besatzung und der Destinationen, die die Kreuzfahrtschiffe besuchen, werden im Mittelpunkt dieses Projekts stehen.“

Dr. Gottlieb sagt: „Wir wissen, dass die Fragen der öffentlichen Gesundheit, die angegangen werden müssen, komplex sind, und in einigen Bereichen wird ihre Bewältigung neue Ansätze erfordern. Unser Ziel bei der Zusammenstellung dieses Teams führender Expert*innen war es, bewährte Praktiken zu entwickeln, die die Sicherheit verbessern können, und einen Fahrplan zur Minimierung der Risiken von COVID-19 zu erstellen.“

Das Gremium wird gemeinsam von Gouverneur Leavitt und Dr. Scott Gottlieb geleitet. Die Mitglieder des Gremiums sind weltweit anerkannte Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen, darunter öffentliche Gesundheit, Infektionskrankheiten, Biosicherheit, Tourismus und Seeschifffahrt.

Die Mitglieder des Expertengremiums sind:

Gouverneur Mike Leavitt
Mike Leavitt war drei Amtszeiten lang Gouverneur von Utah und diente unter Präsident George W. Bush als Administrator der EPA und als Sekretär von HHS. Er ist der Gründer von Leavitt Partners, einer Firma, die Investitionsunterstützung, Daten und Analysen, mitgliederbasierte Allianzen und direkte Dienstleistungen für Kunden zur Unterstützung von Entscheidungs-strategien in der Value Economy anbietet.

Dr. Scott Gottlieb
Dr. Scott Gottlieb war von 2017 bis 2019 Kommissar der FDA und von 2005 bis 2007 stellvertretender Kommissar der Behörde für medizinische und wissenschaftliche Angelegenheiten. Er ist Facharzt für Innere Medizin und derzeit Resident Fellow am American Enterprise Institute.

Helene Gayle MD, MPH
Dr. Gayle ist CEO des Chicago Community Trust, einer der führenden Gemeindestiftungen des Landes. Vor dieser Funktion war sie fast ein Jahrzehnt lang Präsidentin und CEO von CARE, einer führenden internationalen humanitären Organisation. Als Expertin für globale Entwicklung, humanitäre und Gesundheitsfragen war Dr. Gayle 20 Jahre lang bei der CDC tätig und arbeitete hauptsächlich im Bereich HIV/AIDS. Sie arbeitete bei der Bill & Melinda Gates Foundation und leitete Programme zu HIV/AIDS und anderen globalen Gesundheitsfragen. Außerdem gründete sie die McKinsey Social Initiative (heute McKinsey.org), eine gemeinnützige Organisation, die Partnerschaften für soziale Auswirkungen aufbaut. Dr. Gayle ist in Aufsichtsräten öffentlicher Unternehmen und gemeinnütziger Organisationen tätig, darunter The Coca-Cola Company, Colgate-Palmolive Company, die Brookings Institution, das Center for Strategic and International Studies, New America, die ONE Campaign, die Federal Reserve Bank of Chicago und der Economic Club of Chicago. Sie ist Mitglied des Council on Foreign Relations, der American Public Health Association, der National Academy of Medicine, der National Medical Association und der American Academy of Pediatrics.

Julie Gerberding, MD, MPH
Dr. Julie L. Gerberding ist Executive Vice President und Chief Patient Officer bei Merck und leitet alle Aspekte der strategischen und politischen Kommunikation, der Bevölkerungsgesundheit und des Patientenengagements. Als ehemalige Leiterin der CDC und weltbekannte Expertin für öffentliche Gesundheit engagiert sich Dr. Gerberding stark für die Erzielung nachhaltiger globaler Gesundheitsstrategien und die Bewältigung einiger der anspruchsvollsten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit kritischen Themen wie dem bezahlbaren Zugang zu wichtigen Therapien, das Eintreten für eine Gesundheitspolitik, die die Innovation neuer Medikamente und Impfstoffe fördert und unterstützt, sowie die Verbesserung der Müttersterblichkeit durch das Programm Merck für Mütter – eine öffentlich-private Partnerschaft, die dazu beiträgt, das Ziel der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung zur Senkung der Müttersterblichkeit zu erreichen.

Bevor sie zu Merck kam, war Dr. Gerberding von 2002 bis 2009 als Direktorin der CDC tätig und war die erste Frau, die diese Position innehatte. Während ihrer Zeit bei der Agentur leitete sie mehr als 40 Notfallmaßnahmen gegen Krisen wie Milzbrand, SARS, Vogelgrippe, lebensmittelbedingte Ausbrüche und Naturkatastrophen. Zuvor war Dr. Gerberding ein festes Fakultätsmitglied für Infektionskrankheiten an der Universität von Kalifornien in San Francisco (UCSF). Sie ist weiterhin als Adjunct Associate Associate Clinical Professor of Medicine an der UCSF tätig.

Steven Hinrichs, MD
Dr. Steven Hinrichs ist Professor und Vorsitzender der Abteilung für Pathologie und Mikrobiologie an der University of Nebraska Medical Center in Omaha und Direktor des Nebraska Public Health Laboratory (NPHL) sowie Direktor des University of Nebraska Center for Biosecurity. In seiner Position als Laborleiter war er für die Entwicklung eines landesweiten Programms zur schnellen Identifizierung von biologischen Massenvernichtungsmitteln verantwortlich. Er ist leitender Ermittler mehrerer nationaler Auszeichnungen der Association of Public Health Laboratories (APHL) und der CDC und des US-Verteidigungsministeriums für die Entwicklung eines Förderprogramms zur Erweiterung der Ausbildung und des Fachwissens in der Früherkennung biologischer Kampfstoffe. Dr. Hinrichs erhielt seinen MD von der University of North Dakota und ist in Anatomischer und Klinischer Pathologie zertifiziert. Sein Forschungslabor konzentriert sich auf molekulare Diagnostik und die Rolle von Viren bei Krebs. Dr. Hinrichs hat über 130 Arbeiten in naturwissenschaftlichen und medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Michael Osterholm, MD, PhD
Dr. Michael Osterholm ist einer der führenden US-Experten für öffentliche Gesundheit, Infektionskrankheiten und Biosicherheit. Als Direktor des Center for Infectious Disease Research and Policy an der University of Minnesota ist er international führend, was die weltweite Bereitschaft für Pandemien betrifft. Er hat zahlreiche Untersuchungen zu international bedeutenden Krankheitsausbrüchen geleitet, darunter lebensmittelbedingte Krankheiten, Hepatitis B und HIV-Infektionen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen. Zudem ist er regelmäßig als Berater für die Weltgesundheitsorganisation, die National Institutes of Health, die FDA, das US-Verteidigungsministerium und die CDC tätig. Von 2001 bis 2005 war Dr. Osterholm als Sonderberater des US-Gesundheitsministers in Fragen des Bioterrorismus und der Bereitschaft des öffentlichen Gesundheitswesens tätig. Von Juni 2018 bis Mai 2019 war er als Wissenschaftsgesandter für Gesundheitssicherheit im Auftrag des US-Außenministeriums tätig. Darüber hinaus wurde er unter anderem in den Nationalen Wissenschaftlichen Beirat für Biosicherheit und in die Arbeitsgruppe für Pandemien des Weltwirtschaftsforums berufen.

Stephen Ostroff, MD
Dr. Ostroff bringt jahrelange Erfahrung im öffentlichen Gesundheitswesen mit, die er in hochrangigen Positionen bei der FDA und dem CDC gesammelt hat. Er war von 2015 bis 2016 amtierender Kommissar der FDA und davor als leitender Wissenschaftler der FDA tätig. Ostroff kam 2013 zur FDA als Chief Medical Officer im Center for Food Safety and Applied Nutrition und als leitender Berater für öffentliche Gesundheit des FDA-Büros für Lebensmittel und Veterinärmedizin.Davor war er als stellvertretender Direktor des National Center for Infectious Diseases bei der CDC tätig, wo er auch amtierender Direktor des Select Agent Program der CDC war. Während seiner Zeit bei der CDC konzentrierte er sich auf neu auftretende Infektionskrankheiten, Lebensmittelsicherheit und die Koordinierung der komplexen Reaktion auf Ausbrüche. Er schied aus dem Commissioned Corps des U.S. Public Health Service im Rang eines Konteradmirals (Assistant Surgeon General) aus. Ostroff war auch Direktor des Büros für Epidemiologie und amtierender Generalarzt für den Commonwealth von Pennsylvania und war international beratend tätig bei Projekten des öffentlichen Gesundheitswesens in Südasien und Lateinamerika. Ostroff schloss 1981 sein Studium an der University of Pennsylvania School of Medicine ab und absolvierte Facharztausbildungen in Innerer Medizin am University of Colorado Health Sciences Center und in Präventivmedizin am CDC.

William Rutala, PhD, MS, MPH
Dr. Rutala hat Erfahrung in der medizinischen Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten und verfügt über umfassende Erfahrung im Studium der Epidemiologie und Virologie, insbesondere im Umgang mit Ausbrüchen und neu auftretenden Krankheitserregern. Dr. Rutalas Forschungsinteresse gilt der Ätiologie und Prävention von Infektionen im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung mit besonderem Schwerpunkt auf der Desinfektion und Sterilisation wiederverwendbarer medizinischer und chirurgischer Geräte (z.B. Endoskope, chirurgische Instrumente). Andere Bereiche der aktiven Forschung umfassen den Beitrag der Krankenhausumgebung zur Krankheitsübertragung, die Handhygiene, die Prävention der Übertragung von Infektionserregern, einschließlich mehrfach resistenter Organismen, die Prävention der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit im Gesundheitswesen, die Untersuchung von Ausbrüchen im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen sowie neue und aufkommende Krankheitserreger im Gesundheitswesen.

Kate Walsh, PhD
Kate Walsh ist Dekanin an der School of Hotel Administration der Cornell University und E.M. Statler Professorin. Als Professorin für Management ist sie führend in der Ausbildung für das globale Gastgewerbe und eine renommierte Expertin für die Gestaltung von Organisationsdienstleistungen, Führung und Karriereentwicklung sowie für die Auswirkungen strategischer Humankapitalinvestitionen. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Buchautorin sind die Artikel von Dr. Walsh in zahlreichen Forschungs-einrichtungen erschienen. Sie verfügt über mehr als 20 Jahre akademische Erfahrung, unter anderem in ihrer derzeitigen Rolle als Dekanin. Darüber hinaus verfügt Dean Walsh über umfassende Branchenkenntnisse aus ihrer Tätigkeit als ehemalige Direktorin für Schulung und Entwicklung bei Nikko Hotels International, als Corporate Training Managerin bei den ehemaligen Bristol Hotels und als leitende Rechnungsprüferin bei der Loews Corporation. Sie ist auch eine ehemalige Wirtschaftsprüferin des Staates New York. Seit Beginn ihrer Amtszeit als Dekanin hat sich Dekan Walsh darauf konzentriert, die Schule für die Zukunft der Bildung zu positionieren. Dazu gehört eine umfassende Erneuerung der Lehrpläne für Hochschulabsolventen und Studierende, die Entwicklung der globalen Online-Präsenz der Schule, die Identifizierung internationaler Partner für die Entwicklung von Programmen auf Master-Ebene und die Bereitstellung von Denkanstößen für das Gastgewerbe, insbesondere durch die Schaffung von Forschungspartnerschaften für die Fakultät, die Förderung neuer Initiativen durch die sechs Zentren und Institute der Schule und die Bereitstellung von Ressourcen, die von der Fakultät entwickelt wurden, um die Branche anzuleiten. Dr. Walsh erhielt ihren Doktortitel von der Carroll School of Management am Boston College und ihren M.P.S.-Abschluss von der Cornell’s School of Hotel Administration.

Captain Patrik Dahlgren
Kapitän Patrik Dahlgren ist der Senior Vice President of Global Marine Operations and Fleet Optimization für alle globalen Marken der Royal Caribbean Group. Dahlgrens Seefahrtserfahrungen begannen als Brückenoffizier an Bord von Schleppern, Yachten und einer Reihe von Frachtschiffen und Fähren. Mit mehr als 15 Jahren an Bord der Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean International, zuletzt als Kapitän von Oasis of the Seas und Quantum of the Seas, stieg er durch die Ränge auf. Er war federführend an der Entwicklung der Quantum of the Seas beteiligt und erhielt die angesehene Auszeichnung des RINA (Royal Institute of Naval Architects) für seine Innovationen und Beiträge zur Sicherheit auf See.

Robin Lindsay
Robin Lindsay ist Executive Vice President of Vessel Operations der Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. Lindsay wurde im Januar 2015 in diese Position berufen. In dieser Funktion ist Lindsay für die Bereiche Marine & Technischer Betrieb, Hotelbetrieb, Unterhaltung, Produktentwicklung, Hafen- & Destinationsservice, Flottenpersonal, Außeninseln sowie Neubau & Schiffsumrüstung für alle drei Marken des Unternehmens – Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises – verantwortlich. Bevor er zu Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. kam, war Lindsay in einer ähnlichen Funktion als Executive Vice President of Vessel Operations bei Prestige Cruise Holdings, der Muttergesellschaft von Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises, tätig. Lindsays Geschichte mit dem Unternehmen reicht bis zur Gründung von Oceania Cruises im Jahr 2003 zurück, wo er als Senior Vice President, Hotel Operations and Vessel Operations, tätig war. Lindsay erwarb seinen B.S.-Abschluss an der Technischen Universität von Louisiana.

Darüber hinaus werden mehrere Expert*innen dem Gremium als leitende Berater*innen zur Seite stehen, darunter Dr. Caitlin Rivers, Fakultätsmitglied und Epidemiologin an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health und Expertin für Epidemiologie und Wissenschaft von neu auftretenden Infektionskrankheiten, sowie Dr. Phyllis Kozarsky, die emeritierte Professorin für Medizin in der Abteilung für Infektionskrankheiten an der medizinischen Fakultät der Emory University School of Medicine und Expertin für Gesundheitsberatung und -erziehung vor Reisen, globale Gesundheit und die Epidemiologie reisebedingter Infektionen und Infektionskrankheiten ist. Dr. Kozarsky ist bei der CDC als Fachberaterin der Abteilung für globale Migration und Quarantäne im Bereich der Gesundheit von Reisenden tätig.

PM: NCL Holding/RCI Group

Ausflugsreeder startet nachhaltiges Kreuzfahrtprojekt Expeditionsreisen ab Hamburg über Helgoland und Sylt

Expeditionsreisen waren schon immer sein Traum und sind seit Ende letzter Woche beschlossene Sache: Sven Paulsen, Inhaber und Geschäftsführer der seit 70 Jahren bestehenden und derzeit über 27 Fahrgastschiffe verfügenden Reederei Adler-Schiffe mit Hauptsitz in Westerland auf Sylt, bietet in diesem Sommer begleitete 5-Tages-Expeditionsreisen ab Hamburg an. Dazu wurde das derzeit wegen der Corona-Pandemie zur Verfügung stehende norwegische 1211-BRZ-Expeditionskreuzfahrtschiff Quest spontan von Ende Juli zunächst bis Oktober eingechartert.

Das Schiff wird bereits am 21. Juli erstmals auf Sylt erwartet und voraussichtlich am 24. Juli nach Hamburg überführt. Von dort führen seine Rundreisen dann über die Inseln Helgoland, Sylt und Amrum sowie die Halligen Hooge und Langeness ins Weltnaturerbe Wattenmeer. Die erste offizielle Fahrt startet bereits am 25. Juli in Hamburg und anschließend wird im fünftägigen Rhythmus ab/an der Elbmetropole gefahren.

Reeder Sven Paulsen, Foto: Adler-Schiffe

Die 49,90 m lange, 10,80 m breite und 3,50 m tiefgehende Quest, die für max. 54 Gäste ausgelegt ist und über die Eisklasse A1B verfügt, befindet sich im Besitz des norwegischen Tourismuskonzerns Arctic Travel Company, zu denen die Reedereien Arctic Expedition und Brim Explorer sowie mehrere Tourismusanbieter an der norwegischen Küste (z. B. Snowhotel in Kirkenes) gehören. Das Schiff wurde 1992 in Dänemark für den Verkehr an der eisreichen Küste Grönlands gebaut und 2018 umfangreich modernisiert. In der Sommersaison wird das Schiff seit Jahren in Vollcharter für die Expeditionsreederei Polar Quest in Spitzbergen eingesetzt. Nach Ansicht von Paulsen hat die Quest, die jetzt eigentlich im Eis von Spitzbergen unterwegs wäre, genau die richtige Größe für ein umfassendes Wattenmeer-Erlebnis: Sie geht mit 48 Gästen, in 24 Kabinen unterschiedlicher Kategorien, auf Tour. Neben der 28-köpfigen Crew für Nautik und Service, werden die Reisen immer von einem erfahrenen Expeditionsteam von drei Personen begleitet, das den Gästen an Bord sowie an Land mit Fachvorträgen und Erfahrungsaustausch bei den abendlichen Expeditionsbesprechungen zur Seite steht. Als Leiter des Expeditionsteams konnte Paulsen Christian Kruse gewinnen, der über weitreichende Expeditionserfahrung in den polaren Gewässern der Arktis und Antarktis verfügt. Auch Kruse, der jedes Jahr die entlegensten Regionen der Erde besucht, steht mit ganzer Kraft hinter dem Vorhaben: „Immer wieder aufs Neue bin ich begeistert von den aktiven und authentischen Naturerlebnissen. Ich stellte mir schon immer die Frage, warum wir sowas nicht in Deutschland anbieten. Dabei liegen nachhaltige Reisen – zudem noch im eigenen Land – voll im Trend.“ Zu den einzelnen Destinationen wird das Expeditionsteam an Bord Vorträge anbieten, die an Land durch lokale Naturguides und Gästeführer vertieft und teilweise live erlebt werden. Die Reederei ist Nationalpark-Partner und weiß um die Sensibilität des Wattenmeeres. Aus diesem Grund sind von Beginn des Projekts an alle relevanten Naturschutzorganisationen, z. B. die Schutzstation Wattenmeer, das Nationalparkamt in Tönning und das Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt vom Alfred-Wegener-Institut, mit einbezogen worden. Die Institutionen werden zudem teilweise daran mitwirken, so wird z.B. das Expeditionsteam noch einmal intensiv vom Nationalparkamt für die Besonderheiten der Region geschult.

Die Reise mit der Quest startet mit der Einschiffung in der Hansestadt, gegen Mitternacht wird man bereits vor Helgoland auf Reede liegen. An den Tagen zwei, drei und vier erwarten die Gäste umfangreiche und naturwissenschaftlich begleitete Rahmenprogramme auf den Inseln Helgoland, Sylt und Amrum sowie auf den Halligen Hooge und Langeness. Die Gäste erwartet ein fünftägiges „Rundum-Sorglos“-Paket inklusive vier Übernachtungen in einer der drei Kabinenkategorien (Komfort / Superior / Suite) im schlichten Design, hochwertiger Vollverpflegung an Bord, allen angebotenen Landausflügen, Fachvorträgen und der Begleitung durch das Expeditionsteam. Das Schiff verfügt zudem über eine verglaste Panorama-Lounge für die Vorträge, ein großzügiges Restaurant und ein begehbares Vorschiff. Der Besuch auf der Brücke ist zu den meisten Zeiten gestattet. Die Ausflüge an Land werden mit den sechs an Bord befindlichen Zodiac-Booten durchgeführt. Der Preis für das komplette Paket startet bei 1600 Euro pro Person. An Bord wird es ein umfassendes Hygienekonzept geben. Der Tagesablauf ist so optimiert, dass die meiste Zeit in kleinen Gruppen – an der frischen Luft verbracht wird. „Unser Ziel ist klar: Viel Natur, viel frische Luft, so wenig Maske wie möglich und keine Menschenaufläufe“, so Paulsen. Die Mahlzeiten und Vorträge an Bord werden in zwei Gruppen aufgeteilt, damit ausreichend Abstand gewahrt werden kann.

Auch wenn er das Projekt derzeit nicht ohne wirtschaftliches Risiko umsetzt, ist Paulsen dennoch optimistisch: „Das Reisen wird sich durch Corona maßgeblich verändern. Wir möchten mit diesem Schritt etwas für die Küstenregion tun und den heimischen Urlaub noch attraktiver machen.“, so der Reeder. „Wir haben so schöne Orte direkt vor der Tür – das Wattenmeer ist einzigartig auf dieser Welt und das wollen wir auf dieser Expedition mit erfahrenen Guides kompakt, erlebnisreich und informativ vermitteln … in einem kleinen exklusiven Rahmen ohne Massen.“

Foto: JPM

Paulsen selbst war bereits auf besonderen Expeditionen unterwegs, z.B. mit Skiern zum Nordpol und zum Südpol. 2018 ermöglichte er sich zudem einen kleinen Traum: Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe beteiligte er sich an der Pan Frisian Expedition und befuhr mit einer Dreimastbark die komplette Insel- und Halligwelt im Nationalpark Wattenmeer von Dänemark bis in die Niederlande. „Dieses Erlebnis, kombiniert mit ganz viel Expertenwissen über das Wattenmeer, möchte ich auch anderen ermöglichen. Es ist ein innovatives Angebot unter Einbeziehung der gesamten Region und Verbände, ein langjähriger Traum von mir!“, schwärmt Paulsen. Er sieht die Zukunft in individualisierten, maßgeschneiderten Tourismuskonzepten und ist sich der Verantwortung und dem schmalen Grat zwischen großem touristischem Interesse und dem Schutz sowie Erhalt der Region bewusst. Die 1950 gegründete und von ihm in zweiter Generation geführte Reederei läutet mit dem Adler-Schiffe Expedition-Projekt eine weitere Zeitenwende in der touristischen Weiterentwicklung ein: „Wie schon vor 70 Jahren, als meine Eltern aus der Halligversorgung mit nur einem Schiff die Ausflugsschifffahrt schufen, möchte ich mit dem Konzept der Expeditionsreisen einen weiteren Schritt vorangehen und ein attraktives sowie nachhaltig-informatives Angebot mit und für die Zukunft schaffen.“ JPM

Text: JPM, Fotos: Adler-Schiffe, JPM