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Excellence Empress erhält internationalen Umwelt-Award

Pressemitteilung

Es ist eine schweizerisch-niederländische Pionierleistung im Schiffsbau, die jetzt gewürdigt wurde. Die Green Award Foundation zeichnet die Excellence Empress der Schweizer Familienreederei Swiss Excellence River Cruise aus. Die renommierte gemeinnützige Stiftung prämiert damit erstmals in ihrer Geschichte ein Flusskreuzfahrtschiff mit dem Green Award in Gold. Die Clean Air Technology des Schiffes sei vorbildhaft für die Branche.
Wenn hartnäckiger schweizerischer Innovationsgeist auf niederländische Schiffsbauexpertise trifft, entsteht zuweilen Wegweisendes für die Zukunft des Flussreisens: das Clean Air Technology System (CAT) des Schweizer Flussschiffs Excellence Empress erzielt eine bisher nie erreichte Emissionsreduktion. Diese Pionier- leistung fand jetzt internationale Anerkennung. Als weltweit erstes Passagierflussschiff erhält die Excellence Empress den Green Award in der höchsten Zertifizierungsstufe Gold.
Flussschiffe müssen zukunftsfähig werden. Für Reedereichef Karim Twerenbold war schon lange klar: Die gegenwärtige Schadstoffbilanz der Passagierflussschiffe ist nicht zukunftsfähig. Er suchte nach technischen Lösungen, um die Emissionen deutlich reduzieren – so effektiv, wie er es schon mit seiner Twerenbold-Bus- flotte verwirklicht hatte. Doch Experten winkten ab. Man brauche riesige Katalysatoren, die auf einem Flussschiff schon aus Platzmangel im Maschinenraum nicht installierbar seien. Die Kosten seien exorbitant. Ausserdem würde das enorme zusätzliche Gewicht auf einem 135 Meter langen Flussschiff-Chassis das Schiff aus der Balance bringen, erhöhe den Tiefgang und verunmögliche so die Passage auf dem Fluss.
Das Unmögliche möglich machen! Der Schweizer Reeder und seine niederländischen Partner wollten
das nicht hinnehmen. In den Niederlanden fanden sie jene Katalysator-Spezialisten, die an ihre Idee glaubten. Gemeinsam tüftelten sie an einer weltweit einzigartigen Abgasreinigungstechnologie für die «Empress».
Am Ende schafften sie es, mit dem Clean Air Technology-System (CAT) nicht nur alle behördlichen Richtlinien zu erfüllen, sondern den Beweis zu erbringen, dass moderne, wirksame Technologie die Schadstoffemissionen auf ein Minimum reduzieren kann. Eine gute Nachricht für die Umwelt.
Grosse Ehre: der Green Award in Gold. Seit 1994 zeichnet die Green Award Foundation – eine gemeinnützige, unabhängige, internationale Stiftung – Schiffe aus, die in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Umweltverträglichkeit über die Industriestandards hinausgehen.
«Wir freuen uns mit der Excellence Empress das allererste Passagierfluss-
schiff der Welt mit einer Gold-Zertifizierung auszuzeichnen. Der Name
dieses Schiffes passt sehr gut zur technischen Leistung. Wir inspizierten das Schiff im Juni in Heusden, Niederlande. Die Nachweise für die beträchtlich reduzierten Abgasemissionen von NOx (Stickoxid; minus 75%) und PM (Feinstaub: minus 90%) haben wir verifiziert,
was zur Goldzertifizierung führte.»
Jan Fransen, Geschäftsführer der Green Award Foundation
Umweltexperten wie Daniel Rieger, Leiter Verkehrspolitik beim Naturschutzbund NABU wünschen sich, dass andere Reedereien dem Beispiel der Excellence Empress folgen: «SCR-Katalysator und Partikelfilter, das ist genau die Kombination, die wir wollen.» (Quelle: TCS-Magazin). Die anderen Schiffe der Excellence-Flotte, so Karim Twerenbold, werden mit der neuen Abgasreinigungstechnologie nachgerüstet.

www.mittelthurgau.ch

Text: PM Reisebüro Mittelthurgau

excellence_empress Photo: Mittelthurgau

Kreuzfahrt – Pionier verstorben

Mit Knut Kloster ist ein Pionier der modernen Kreuzfahrt und Mitbegründer der Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. Am 20. September im Alter von 91 Jahren verstorben.1929 in Oslo geboren, wurde Kloster schon 1959 Chef der 1924 von seinem Großvater Lauritz Kloster gegründeten familieneigenen Reederei. Er bemühte sich, das Angebot des Unternehmens breiter aufzustellen, und erweiterte den Betrieb mit einem Passagierschiff, das Reisen zwischen Gibraltar und Spanien anbot. Eines Tages lud ihn der israelische Unternehmer und spätere Carnival-Gründer Ted Arison nach Miami ein, um sich die Häfen anzuschauen und seine Sunward in die Karibik zu verlegen. Bald darauf wurden von Knut Kloster und dem wenig später wieder ausgeschiedenen Ted Arrison die Norwegian Caribbean Lines gegründet. Im Dezember 1966 begann mit der ersten Rundreise von dem damals noch im Bau befindlichen Hafen Miami in Florida nach Nassau auf den Bahama eine neue Ära der Kreuzfahrt. 1970 setzte die Norwegian Cruise Line bereits vier Schiffe zu Karibik-Kreuzfahrten ein. Mit Great Stirrup Cay gründete sie in den 1970er Jahren die erste private Insel der Branche und die 1979 angekaufte France war nach ihrem Umbau zur Norway das erste Megaschiff, das die Karibik anlief. Bekannt als „Titan“ der Branche wurde Knut Kloster, der u.a. im Jahr 2000 auch das 2003 weiterverkaufte Residenzschiff The World initiiert hatte, vor allem wegen seines besonderen Charakters geschätzt; er war fest davon überzeugt, dass dauerhafter kommerzieller Erfolg ebenso auf sozialer und ökologischer Achtsamkeit beruht wie auf finanzieller Verantwortung. Mit multinationalen und -kulturellen Besatzungen entwickelte der Absolvent des Massachusetts Institute of Technology (MIT) an Bord seiner Schiffe eine Kultur der Integration und des Verständnisses. Für seine Bemühungen erhielt er von den Vereinten Nationen die Erlaubnis, ihre Flagge am Mast der Norway zu setzen. „Knut war ein Pionier unserer Branche und seiner Zeit absolut voraus“, würdigte Frank Del Rio, Präsident und CEO der Norwegian Cruise Line Holdings, den Verlust „dieses „Visionärs, der nicht nur unser Unternehmen, sondern auch unsere gesamte Branche zum Leben erweckt hat“. Er habe jede Gelegenheit genutzt, Vorreiter zu sein und neue Grenzen zu durchbrechen. Über die Kreuzfahrt hinaus engagierte er sich weltweit mit sozialen, kulturellen, humanitären und ökologischen Projekten. Mit „Stolz und Verantwortungsbewußtsein“ wolle man die Vision von Knut Kloster weiter führen, versprach Del Rio. So werde man nicht nur die Haupthalle des neuen Terminals im Hafen PortMiami (Pearl of Miami) zu seinem Gedenken als „Kloster Hall“ einweihen sondern auch den „Knut Kloster Team Member Award for Innovation“ ins Leben rufen, eine mit 10.000 Dollar dotierte Auszeichnung, die jährlich an ein Mitglied des Teams an Bord oder an Land verliehen wird, das den Innovationsanspruch des Unternehmens weiter mit Leben füllt. JPM

kloster knut Photo: NCL

Expertengremium empfiehlt verbesserte Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle für den Neustart von Kreuzfahrten

Pressemitteilung

Healthy Sail Panel von Royal Caribbean Group (NYSE: RCL) und Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. (NYSE: NCLH) liefert 74 detaillierte Empfehlungen zur Prävention von COVID-19 auf Kreuzfahrtschiffen

Neue Empfehlungen eines Gremiums weltweit anerkannter medizinischer und wissenschaftlicher Experten besagen, dass die mit der Pandemie verbundenen Risiken für die öffentliche Gesundheit in der Umgebung von Kreuzfahrtschiffen gemindert werden können. Wichtig dabei sei die Konzentration auf Prävention und andere Maßnahmen – einschließlich vorheriger Tests von Gästen und Besatzungsmitgliedern. Die Empfehlungen des Healthy Sail Panel, das im Juni 2020 von Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. (NYSE: NCLH) und Royal Caribbean Group (NYSE: RCL) berufen wurde, wurden heute den U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) vorgelegt.

Das Gremium setzt sich aus weltweit anerkannten Experten in den Bereichen medizinische Praxis und Forschung, öffentliche Gesundheit, Infektionskrankheiten, Biosicherheit, Hospitality und Schifffahrt zusammen und hat die besten verfügbaren Erkenntnisse in den Bereichen öffentliche Gesundheit, Wissenschaft und Technik für seine Empfehlungen angewendet.

Der mehr als 65-seitige Bericht des Healthy Sail Panel enthält 74 detaillierte Best Practice Beispiele zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit von Gästen, Besatzung und den Destinationen, die von Kreuzfahrtschiffen angelaufen werden. Zu den Empfehlungen zählen PCR-Tests, die Verwendung von Schutzmasken und nochmals verbesserte Hygienevorschriften auf den Schiffen und in den Terminals. Das Gremium wird von Gouverneur Mike Leavitt, dem ehemaligen US-Gesundheitsminister, und Dr. Scott Gottlieb, dem ehemaligen Kommissar der US Food and Drug Administration (FDA), geleitet.

„Das Healthy Sail Panel hat in den letzten vier Monaten sorgfältig untersucht, wie die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Besatzung an Bord von Kreuzfahrtschiffen besser geschützt werden können“, sagt Dr. Gottlieb. „Die Empfehlungen des Gremiums bilden das Rückgrat robuster Protokolle, die den Kreuzfahrtunternehmen helfen sollen, die Wiederaufnahme von Kreuzfahrten vorzubereiten.”

Gouverneur Leavitt sagt: „Dieses Gremium hat eine ehrgeizige, interdisziplinäre Untersuchung der öffentlichen Gesundheit unternommen, um Standards und Richtlinien zu entwickeln, die in der komplexen Umgebung eines Kreuzfahrtschiffes ein Höchstmaß an Sicherheit schaffen. Wir haben uns die bisherigen Erfahrungen der Branche mit der Pandemie genauestens angeschaut – und haben dann die vielen Lehren und Fortschritte einbezogen, die Medizin und Wissenschaft in den letzten sechs Monaten gemacht haben. Die Empfehlungen des Gremiums basieren auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen und medizinischen Informationen und zielen darauf ab, die gesundheitlichen Risiken im Rahmen einer Kreuzfahrt für alle Beteiligten sinnvoll zu reduzieren.”

„Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, die Gesundheit und Sicherheit unserer Gäste und Besatzung sowie der Destinationen, die wir anfahren, mit allen Mitteln zu schützen. Wir haben das Panel gebeten, uns dabei zu unterstützen, dieser Verantwortung am besten gerecht werden zu können“, sagte Richard D. Fain, Vorsitzender und CEO der Royal Caribbean Group. „Es ist inspirierend zu sehen, mit welcher Tiefe und Entschlossenheit das Gremium daran arbeitet, uns dabei zu helfen, die sichersten Protokolle in der Reisebranche zu etablieren“.

„Die Empfehlungen des Healthy Sail Panel sind robust und umfassend. Sie zeigen wie fokussiert das Gremium gearbeitet hat“, sagte Frank Del Rio, Präsident und CEO der Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. „Wir wissen, dass sowohl die Behörden als auch die Verbraucher weltweit erwarten, dass Kreuzfahrtreedereien das höchste Maß an Sicherheit und Hygiene bieten. Die Einberufung des Gremiums zeigt unsere Entschlossenheit, genau dies zu tun.”

Fain und Del Rio sagen, dass jedes Unternehmen die Empfehlungen des Gremiums nutzen werde, um die Entwicklung neuer, detaillierter Betriebsprotokolle voranzubringen, die dem CDC und anderen Aufsichtsbehörden weltweit zur Überprüfung und Genehmigung vorgelegt werden – ein wichtiger Meilenstein für den Neustart weltweiter Kreuzfahrten. Gouverneur Leavitt und Dr. Gottlieb drückten ihre Anerkennung dafür aus, dass die Regulierungsbehörden und andere Kreuzfahrtgesellschaften bereits als Beobachter an der Arbeit des Gremiums teilgenommen haben.

Das Healthy Sail Panel identifizierte fünf Schwerpunkte, auf die sich jede Kreuzfahrtreederei konzentrieren sollte, um die Gesundheit und Sicherheit von Passagieren und Besatzung sicherzustellen und das Risiko einer Infektion und Verbreitung von COVID-19 auf Kreuzfahrtschiffen zu verringern:

1) Testen, Gesundheitsscreening und Kontaktminimierung 

2) Hygiene und Belüftung 

3) Reaktion, Notfallplanung und -durchführung 

4) Reiseziel- und Ausflugsplanung 

5) Risikominimierung für Besatzungsmitglieder

In jeder Kategorie hat das Gremium spezifische Empfehlungen erarbeitet, um gezielt auf Sicherheitsbedenken einzugehen. Zu diesen Empfehlungen gehören Schlüsselstrategien wie:

  • Strenge Maßnahmen, um zu verhindern, dass COVID-19 auf ein Schiff gelangt, und zwar durch gründliche Aufklärung, Gesundheitsscreenings und Tests der Besatzung und der Passagiere vor Einschiffung;
  • Strategien zur Reduzierung der Übertragung durch die Luft und noch strengere Hygieneprotokolle; 
  • Umsetzung detaillierter Pläne zur Behandlung positiver Infektionen an Bord, einschließlich Notfallbehandlungen an Bord, Isolierung, schneller Evakuierung und Rückführung; 
  • Engmaschige Kontrolle von Landausflügen;
  • Verbesserter Schutz der Besatzungsmitglieder.

Der vollständige Bericht des Healthy Sail Panel steht hier zur Verfügung:  Royal Caribbean Group or Norwegian Cruise Line Holdings Ltd.

Text: Royal Caribbean Group/Norwegian Cruise Line Holdings Ltd.





Gemeinsam stark: Cunard wird erneut Partner der Hamburg European Open

Pressemitteilung

In einem Jahr, in dem alles anders ist, ist es umso schöner, wenn Traditionen aufrecht erhalten bleiben: So unterstützt die britische Traditionsreederei Cunard auch 2020 das traditionsreiche Tennisturnier am Rothenbaum in 114. Auflage, die Hamburg European Open, als Sponsor. 

„Wir freuen uns sehr, dass die Hamburg European Open 2020 – allen widrigen Umständen zum Trotz – stattfinden und dass wir auch in diesem Jahr wieder als Partner ein wunderbares Event mitgestalten dürfen. Cunard besteht nun schon seit über 180 Jahren, und uns hat in all der Zeit so schnell nichts aus der Bahn geworfen. So blicken wir auch jetzt positiv in die Zukunft und unterstreichen unseren Optimismus mit dieser starken Partnerschaft – für uns ein tolles Beispiel dafür, wie die gemeinsam erlebte Pandemie alle ein Stück zusammenrücken lässt“, sagt Anja Tabarelli, Director Sales & Marketing Cunard Deutschland. 

Wie schon im vergangenen Jahr, ertönt vor jedem Spiel auf dem Center-Court das unverwechselbare Schiffshorn der Queen Mary 2 und versetzt die Zuschauer – zumindest gedanklich – in eine Zeit, in der das Lieblingsschiff der Hamburger die Stadt wieder besuchen wird. In der Interview-Reihe „On a tea with Cunard“ empfängt der Kommentator Marcel Meinert vom TV Sender SKY während der ganzen Woche bekannte Turnierteilnehmer auf einen Schnack in der Cunard Interview Loge – im typisch britischen Afternoon Tea Time Ambiente. Darüber hinaus haben sowohl alle Besucher der Hamburg European Open als auch interessierte Fans über eine Landingpage die Chance, beim großen Cunard Gewinnspiel eine Reise für zwei Personen an Bord der Queen Mary 2 zu den Norwegischen Fjorden im Sommer 2021 zu gewinnen. 

Text: PM Cunard


A-ROSA Reisekonzept sichert schöne Urlaubs-Erlebnisse

Pressemitteilung

Kreuzfahrten führen in Regionen außerhalb der Risikogebiete | Urlaub ohne anschließende Quarantäne möglich

Nicht nur an Bord sorgt die A-ROSA Flussschiff GmbH durch Hygiene- und Abstandsregeln für ein sicheres und erholsames Reiseerlebnis, das Konzept wurde jetzt auch auf die Landgänge ausgeweitet. Im Fall einer Reisewarnung durch das Auswärtige Amt für eine Region innerhalb eines Fahrtgebietes entwickelt das A-ROSA Care Team kurzfristig ein alternatives Routing. Dieses führt die Schiffe zu Häfen außerhalb der vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiete. Die nicht von der Reisewarnung betroffenen Städte bleiben dabei selbstverständlich fester Bestandteil des Fahrplans. 

Das Erlebnis der Städte innerhalb von Risikogebieten, wie aktuell Amsterdam, Rotterdam oder Wien, wird durch Panoramafahrten der Schiffe ohne Ausstieg ermöglicht. Zudem führen Landausflüge zu den schönsten Sehenswürdigkeiten, die vom Bus aus ohne Halt besichtigt werden können. 

„Mit unserer Reiseform haben wir den klaren Vorteil, dass wir das Routing bei der Ausweisung von Risikogebieten immer sehr kurzfristig anpassen können. Damit stellen wir sicher, dass alle Abfahrten auf dem Rhein und der Donau stattfinden. Unseren Gästen bieten wir nicht nur ein schönes Reiseerlebnis, sondern ermöglichen es ihnen auch, neue Städte und Naturlandschaften kennenzulernen“, erläutert Jörg Eichler, Geschäftsführer der A-ROSA Flussschiff GmbH.

Durch dieses Konzept wird die Durchführung der Reisen gesichert und das Risiko für die Gäste, sich nach der Einreise in Deutschland in Quarantäne begeben zu müssen, auf ein Minimum reduziert. Auf www.a-rosa.de/aktuelles können sich A-ROSA Gäste tagesaktuell zu ihren Reisen und den aktuellen Routenanpassungen informieren. 

Aufgrund der Reisewarnungen für die niederländischen Regionen Nord- und Südholland stellt A-ROSA auf dem Rhein das „Erlebnis Ijsselmeer“ durch den Anlauf von Lelystad bzw. Lemmer sicher. Amsterdam und Rotterdam können bei Panoramafahrten ohne Ausstieg vom Schiff aus bewundert werden. Zudem soll ein Landausflug zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Amsterdam führen, die vom Bus aus ohne Halt besichtigt werden können. Das niederländische Nijmegen, die belgischen Städte Antwerpen und Gent sowie die deutschen Destinationen werden weiterhin regulär angelaufen.

Als Alternative zu Wien steuert A-ROSA auf der Donau derzeit Tulln oder Korneuburg außerhalb des Risikogebietes an, von wo aus die österreichische Hauptstadt per Bus im Rahmen einer Stadtrundfahrt ohne Ausstieg besichtigt werden kann. Aufgrund der bis 30.09.2020 gültigen Grenzschließung von Ungarn werden als Alternativhäfen vorübergehend Dürnstein und das im Nationalpark Donau-Auen gelegene Hainburg an der Donau angelaufen, von wo aus auch das prachtvolle Schloss Hof besichtigt werden kann.

Auch auf dem Douro finden alle Abfahrten statt und die Häfen werden wir geplant angelaufen. Aufgrund der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes finden derzeit keine Ausflüge nach Spanien statt.

Die Routenänderungen gelten aktuell für alle Abfahrten bis einschließlich dem 27.09.2020. „Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass sich die Situation aufgrund der getroffenen Maßnahmen schnell wieder beruhigen wird und die genannten Destinationen ab Oktober wieder regulär angelaufen werden können“, so Eichler. 

Text: PM A-Rosa Flussschiff GmbH

VCL kooperiert mit kalifornischem Polytechnikum

Die von der zur Hornblower-Gruppe gehörenden American Queen Steamboat Company betriebene Reederei Victory Cruise Lines (VCL) hat mit der California Polytechnic State Universität (CalPol) eine partnerschaftliche Zusammenarbeit vereinbart. Sie soll CalPol-Studenten bezahlte „Learn by Doing“-Einsätze auf dem derzeit in China in der Ausrüstung befindlichen Expeditionskreuzer-Neubau Ocean Victory ermöglichen, wenn dieser in Alaska zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich bekanntlich um ein für die amerikanische Reederei SunStone Ships bei der China Merchant Heavy Industry-Werft im chinesischen Haimen am 16. März d.J. vom Stapel gelaufenes Schiff vom Ulstein-Typ CX 103, das unter Bahamas-Flagge im Winter in Charter von Albatros Expeditions zu Antarktis-Kreuzfahrten und im Sommer in VCL-Charter zu 12-tägigen Alaska-Reisen zwischen Silka, Alaska, und Victoria, B.C. in Kanada eingesetzt wird. Nach Angaben von VCL werden im Rahmen des Programms Studenten ab Frühjahr 2021 für vier bis sechs Monate an Bord leben und arbeiten. Dabei geht es u.a. um die Vorbereitung von Präsentationen und Vorträgen sowie die Führung und Teilnahme an Exkursionen und anderen Gästeaktivitäten wie Kajak- und Zodiac- sowie Skiff-Fahrten, die authentische Eindrücke und Erfahrungen in das maritime Leben, die Umwelt und Kultur Alaskas vermitteln sollen. Das Programm – die Rekrutierung für 2021 hat bereits begonnen – ist eine Herzensangelegenheit von John Waggoner, dem Gründer und CEO der American Queen Steamboat Company, der selbst CatPoly-Absolvent mit doppelter Graduierung ist. JPM

Von Boeing zu Royal Caribbean

Eine Powerfrau wechselt von der Luftfahrt in die Schifffahrt: Donna Hrinak, zuletzt als Corporate Vice President, The Boeing Co., und President Boeing Canada, Latin America & Caribbean für den bekannten US-Flugzeugbauer tätig, übernimmt bei der Royal Caribbean-Gruppe als Senior Vice President of corporate affairs die Führungsverantwortung für die Kontakte der Reedereigruppe mit Regierungen, Behörden, Küsten-Kommunen, Hafenverwaltungen und internationalen Organisationen sowie Repräsentanten u.a. aus den Bereichen Politik Wissenschaft, und Umweltschutz in den Anlaufländern sowie die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Hrinak, die über jahrzehntelange Erfahrungen und Kompetenzen in der weltweiten Gesetzgebungspolitik, multikulturellen Verhandlungen und Koalitionsführung verfügt, wird in ihrer neuen Funktion direkt an Royal Caribbean Group-Chairman und CEO Richard Fain berichten. Vor ihrer Tätigkeit für Boeing war sie in Führungspositionen für einen ähnlichen Aufgabenbereich bei PepsiCo und Kraft Foods verantwortlich. Zusätzlich hatte sie während der Amtszeiten der US-Präsidenten Clinton und George W. Bush Botschafter-Aufgaben in Brasilien, Venezuela, Bolivien und der Dominikanischen Republik wahrgenommen. JPM

Seajets kauft weitere Kreuzfahrtschiffe

Erst Anfang Juli hatte die in Piräus ansässige und von Marios Iliopoulos geführte Fährreederei Seajets zur Überraschung der Branche die 20 Jahre alte Oceana der zum Carnival-Konzern gehörenden britischen Reederei P&O Cruises für einen angeblich etwas über 10 Mio. Dollar liegenden Preis angekauft und das 201 m lange 77499-BRZ-Schiff am 24. Juli in Patras als Queen of the Oceans übernommen und auf den Bermudas registriert. Für den von ihm geplanten Start in das Kreuzfahrtgeschäft stehen dem Käufer nunmehr bereits drei Schiffe zur Verfügung.

Von der ebenfalls zum Carnival-Konzern gehörenden Holland America Line erwarb er kürzlich auch die beiden „warm“ aufgelegten Schwesterschiffe Veendam (Baujahr 1996/BRZ 57092) und Maasdam (Baujahr 1993/ BRZ 55575). Die in Italien erbauten und zur Statendam-Klasse gehörenden Schiffe wurden in Aegean Majesty bzw. Aegean Myth umbenannt. Die von der niederländischen ebenfalls auf die Bermuda-Flagge umgeflaggten 57100-BRZ-Schiffe werden von der Optimum Shipmanagement Services gemanagt. Über den Kaufpreis liegen keine Angaben vor. Im Juli hatte Fred Olsen Cruise Lines mit der im Jahr 2000 in Dienst gestellten Amsterdam (BRZ 62735) und der seit November 1997 in Fahrt befindlichen Rotterdam (BRZ 61840) ebenfalls zwei HAL-Liner übernommen. Für die beiden in Bolette bzw. Borealis umbenannten Schwesterschiffe soll ein Preis von 37 Mio. Dollar erzielt worden sein. JPM

Corona-Premiere für Kreuzfahrthafen Wismar

Ursprünglich 13 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen hatte der Ostseehafen Wismar ab Ende März für die diesjährige Kreuzfahrtsaison erwartet. Nach der Zwangspause durch die noch nicht überwundene Corona-Pandemie konnte sie jetzt durch den ersten Anlauf eines seit Jahren zu seinen treuesten Kunden gehörenden Schiffes eröffnet werden. Nach einem etwa 30-minütigen Manöver machte die Europa von Hapag-Lloyd Cruises am 16. September gegen 07.00 Uhr für einen Tag am Liegeplatz 17 im alten Holzhafen der Hansestadt fest. Der mit 198,52 m Länge und 28890 BRZ vergleichsweise kleine Luxus-Kreuzliner hat bei einer Kapazität von rd. 400 Gästen wegen der Corona-Vorgaben nur knapp 100 Passagiere an Bord. Nach Angaben der Hamburger Reederei befindet sich das Schiff auf einer am Montag in Hamburg gestarteten 13-tägigen Ostsee-Rundreise, die u.a. unter anderem über Danzig, Stockholm und Helgoland zurück nach Hamburg führt. Am 3. Oktober wird der Expeditionskreuzer Hanseatic inspiration zu seinem Erstanlauf in Wismar erwartet. Mit der etwas größeren Europa 2, die derzeit rd. 300 Passagiere akzeptieren kann, erwartet Wismar am 4. Oktober bereits das dritte Kreuzfahrtschiff in diesem Jahr. Dagegen konnte in Rostock, dem mit Abstand größten Kreuzfahrthafen in Mecklenburg-Vorpommern, bislang kein einziges Kreuzfahrtschiff mit Gästen an Bord abgefertigt werden. Demgegenüber hatte das Ostseebad Boltenhagen, unweit von Wismar, schon am Dienstag Besuch eines Hapag-Lloyd Cruises-Expeditionsschiffes verzeichnet. Die Hanseatic inspiration ankerte einen Tag vor der Küste und 109 Passagiere hatten Gelegenheit, per Zodiac zu Anlandungen und Exkursionen zu starten. JPM

„Wir werden die umweltfreundlichsten Küstenschiffe betreiben“

Havila Voyages-CEO Arild Myrvoll im Interview mit anBord.de zu den Plänen der jungen norwegischen Reederei

Was sind Ihre Pläne und Ziele mit den neuen Schiffen?

Wir haben die Aufgabe vom Ministerium für Transport und Kommunikation, für die kommenden 10 Jahre den norwegischen lokalen Transport von Reisenden und Gütern durchzuführen, das werden wir natürlich gut managen. Zusätzlich möchten wir ein gutes Produkt für nationale und internationale Touristen anbieten, die die schöne norwegische Küste zwischen Bergen und Kirkenes sehen möchten. Sie werden die Möglichkeit haben, dies an Bord unserer neuen, modernen und umweltfreundlichen Schiffe, die wir in den Dienst stellen werden, zu tun.

Wie wollen Sie sich mit Ihrem Produkt und Service von Ihren Mitbewerbern unterscheiden und welches Alleinstellungsmerkmal haben Sie?

Unsere Schiffe sind brandneu und verfügen über eine besonders umweltfreundliche Technologie. Wir werden die umweltfreundlichsten Küstenschiffe betreiben. Die Schiffe werden nur mit LNG und Batterie-Antrieb betrieben. Sie haben die größten Batterie-Packs an Bord, die es aktuell weltweit gibt und können bis zu vier Stunden nur mit Batterie fahren, so dass unsere Passagiere eine ruhige und emissionsfreie Reise erleben können. Zusätzlich zu der technischen Ausstattung werden die Schiffe über eine Vielfalt von Kabinenkategorien – von einfachen Innenkabinen bis zu modernen, großen Suiten – verfügen. Einige von ihnen haben sogar ihre eigenen Whirlpools auf den Privatbalkonen.

Arild Myrvoll CEO Havila Voyages, Foto: Havila Voyages

Unsere Kabinen sind im Durchschnitt größer als die Üblichen auf der Küstenlinienroute. Und wir sind sicher, dass dies bei unseren zukünftigen Gästen gut ankommen wird.

An Bord werden wir eine große Auswahl an Aktivitäten mit Shops, Cafés, Whirlpools an Deck, Fitnessbereich und eine Vielfalt von «onboard activities« und Entertainment basierend auf den Jahreszeiten und dem Fahrtgebiet anbieten.

Wir entwickeln im Moment unser eigenes Food-Konzept. Dieses wurde kreiert von Gunnar Hvarnes, dem Awardgewinner zahlreicher kulinarischer Wettbewerbe. Zu einem späterem Zeitpunkt werden wir mehr dazu bekannt geben.

Welche Märkte möchten Sie mit Ihrem Angebot ansprechen?

COVID-19 hat unsere Arbeit kompliziert und ist schwer für die ganze Reiseindustrie – die Infrastruktur ist komplett anders als zu Beginn des Projektes. Wir haben dynamische Pläne und wir versuchen, diese den Entwicklungen anzupassen. Aber es ist kein Geheimnis, dass wir zusätzlich zum norwegischen und den nordeuropäischen Märkten die großen europäischen Märkte ansprechen möchten, etwa Deutschland und UK und auch einige ausgesuchte Fernmärkte.

Wer sind Ihre wichtigsten Vertriebspartner oder verkaufen Sie die Fahrten auf Ihrer Website?

Wir möchten auf den Plattformen und Plätzen verfügbar sein, auf denen Kunden buchen möchten. Das kann sich stark von Markt zu Markt unterscheiden. Aber natürlich arbeiten wir mit Partnern aus der Reiseindustrie. Gleichzeitig sind wir ambitioniert, einige Kunden direkt anzusprechen.

Wie wichtig ist der deutschsprachige Markt für Sie?

Deutschland ist ein großer Kreuzfahrtmarkt und ein Markt mit großen Interesse an Norwegen und somit einer unserer wichtigsten Märkte. Wir haben bereits Mitarbeiter in Deutschland und sind zuversichtlich, dass wir ein Produkt entwickeln, dass für Deutsche attraktiv sein wird, die Norwegen entdecken und erleben möchten.

Wo wird der Tagespreis liegen?

Wir werden mit dynamischen Preisen arbeiten, die sich an die Nachfrage und das Angebot ausrichten werden. Aber natürlich wissen wir, dass wir in einer Wettbewerbssituation befinden und wollen Preise, die ebenso wettbewerbsfähig sind, aber auch das was wir an Bord unserer neuen und modernen Schiffe anbieten wiederspiegeln.

Können Sie uns etwas über den aktuellen Bauprozess der Schiffe sagen?

Alle unsere vier Schiffe werden bei der Tersan Schiffswerft in der Türkei gebaut. Die ersten beiden Havila Castor und Havila Capella sind im Moment mehr oder weniger «on time«. Es gibt eine kleine Verzögerung aufgrund der COVID-19 Pandemie und der damit verbundenen Umstände und Auswirkungen.

Die letzen beiden Schiffe, Havila Polaris und Havila Pollux, haben einen Rückstand und wir rechnen aktuell mit einer Ablieferung Ende 2021.

Wer verantwortet das Innendesign der Schiffe?

Es gibt eine große Anzahl von norwegischen und internationalen Zulieferer-Unternehmen für alle vier Schiffe. Wir haben mit diversen Partnern für die Entwicklung dieser Schiffe zusammengearbeitet. Hinsichtlich des Innendesigns kooperieren wir mit der dänischen Firma Steen friis design. Wir haben den Anspruch, die beste norwegische Qualität auch beim Interieur und den Möbeln bieten zu können, so dass norwegische Zulieferer gut vertreten sind.

Wann werden die ersten Reisen stattfinden und was werden die Highlights dieser Fahrten sein?

Unser Vertrag wird im Januar 2021 beginnen, aber wir befinden uns in einem laufenden Dialog mit dem Transportministerium, um die Pandemie-Entwicklung und den Grad der Auslastung zu definieren.

Welche Verbindung haben Sie zum Meer, zur Kreuzfahrt und zu Norwegen?

Havila hat eine reiche maritime Geschichte durch Fischerei und Schifffahrt. Wir sind der Mehrheitseigner von Norwegens größtem Fährunternehmen Fjord1 und haben zudem Beteiligungen an Unternehmen mit maritimen Aktivitäten wie Smyril Line und The Fjords, die Zero-Emissions-Kreuzfahrten in den norwegischen Welterbe-Fjorden anbieten.

Wird es mit der norwegischen Regierung aufgrund der Bau- und Ablieferungsverzögerungen der Neubauten ein neues Abkommen geben? Beispielsweise, dass sie mit einer Sondergenehmigung nur zwei Schiffe oder Charter-Schiffe, die weniger umweltfreundlich sind, einsetzen oder gar Schiffe von Mitbewerbern um den Vertrag erfüllen zu können?

Havila Kystruten hat einen 10 Jahres-Vertrag mit dem norwegischen Ministerium für Transport und Kommunikation, welcher am 01. Januar startet. Heute fahren sechs von 11 Schiffen auf der Route zwischen Bergen und Kirkenes. Wir werden zusammen mit dem Ministerium die benötige Kapazität im Januar 2021 bewerten. Die durch die Pandemie verursachte Bauverzögerung wird sich nicht auf den Vertrag auswirken.

Ursprünglich wurden 2 Schiffe bei Barreras in Spanien und 2 in Tersan in Auftrag gegeben. Nachfolgend zur Stornierung des Auftrages bei den Spaniern wurde der mit Tersan geschlossene Vertrag auf vier Schiffe vergrößert. Was ist der Status der bei Barreras angearbeiteten Schiffskörper? Wird der Bau für einen anderen Auftraggeber fortgesetzt, werden sie vom Barreras-Insolvenzverwalter verwertet oder komplett abgewrackt?

Was die Rümpfe bei Barreras betrifft, habe ich keine Infos darüber, was die Werft damit machen möchte.