NEWS & Pressemitteilungen

Mit PONANT die Magie des hohen Nordens erleben

Buchungsstart für Reisen im Sommer 2024 nach Grönland, Spitzbergen, Kanada und Island

(02.09.22)


News & Aktuelles aus August 2022

News & Aktuelles aus Juli 2022

News & Aktuelles aus Juni 2022

News & Aktuelles aus Mai 2022

News & Aktuelles aus April 2022

News & Aktuelles aus März 2022

News & Aktuelles aus Februar 2022

News & Aktuelles aus Januar 2022

Kleines Schiff auf den Großen Seen

Die HAMBURG ist eines der wenigen Kreuzfahrtschiffe, dass die Großen Seen auf der Grenze zwischen den USA und Kanada befahren kann. Peggy Günther war für uns zur Zeit des Indian Summers an Bord.

„Nüscht, alles schon kahl.“ Anneliese schnauft gegen ihre Enttäuschung an. Die Lektorin hatte doch gesagt, in den Laurentian Mountains sei die Chance auf den Indian Summer am höchsten. Doch die sanfte Hügellandschaft zeigt bis an den Horizont kein rotes Laub. „Ihr seid ein bisschen zu spät dran“, gibt Pierre-Alexandre Legault, Kommunikationschef des Tremblant Resorts unumwunden zu. „Der Peak der Laubfärbung ist etwa um unser kanadisches Thanksgiving herum, also Anfang Oktober. Manchmal sind die Nadelbäume weiter oben dann schon verschneit und unten am See leuchten die roten Blätter – ein Wahnsinnsbild“, berichtet der Manager begeistert. „Doch in den letzten Tagen war es windig und regnerisch, da hat es kaum ein Blatt an den Bäumen gehalten.“

Anneliese tröstet sich unterdessen mit einer heißen Kürbissuppe im höchstgelegenen Restaurant des Ortes, der an das französische Wintersportrefugium Megève erinnern soll. Kalt genug wäre es ja für das rote Laub, das für seine Verfärbung einige Frostnächte benötigt. Doch stehen hier überhaupt genug Zuckerahornbäume, die für ihr besonders intensives Rot bekannt sind? Immerhin gibt es als Hauptgang Hähnchen in Zuckerahornsoße. „Haben Sie das von der Frau gehört, die acht Monate an Bord ist“, raunt sie ihrer Sitznachbarin zu, um sich von ihrer Enttäuschung abzulenken. Anneliese ist eine von fast 40 allein reisenden Passagieren auf der 18-tägigen Plantours-Kreuzfahrt über die Großen Seen. Zehn Prozent der Passagiere sind also ohne Kabinennachbarn unterwegs – das ist erstaunlich viel. Doch wenn man bedenkt, dass auch zwei Drittel der Gäste auf dieser Reise schon einmal mit diesem Schiff unterwegs waren, wird schnell klar, dass die HAMBURG ohnehin kein gewöhnlicher Cruiseliner ist.

Weniger als drei Meter Platz in den Schleusen

Das Schiff für maximal 400 Passagiere hat eine bewegte Geschichte. Vor zwanzig Jahren auf der MTW Schiffswerft für die Conti Reederei gebaut, fuhr es bis 2012 unter dem Namen C. COLUMBUS für Hapag-Lloyd Kreuzfahrten. Als die Hamburger Reederei sich auf Luxus und Expedition spezialisierte, nutzte der Bremer Veranstalter plantours & Partner seine Chance, die zehn Jahre ältere VISTAMAR zu ersetzen. Obwohl die HAMBURG ein wenig größer war, zählt sie dennoch zu den wenigen Schiffen, die auf den Großen Seen zwischen den USA und Kanada kreuzen können. Als sie für Hapag-Lloyd Cruises geplant wurde, gab nämlich der Wellandkanal die Abmessungen des Schiffes vor: Mit seinen 21,5 Metern Breite passt es ziemlich exakt in die 24,4 Meter breiten Schleusen.

1,5 Meter Spielraum bleiben also auf jeder Seite, keine einfache Aufgabe für Kapitän Vladimir Vorobyov. Schon Tage vor der Kanalpassage beobachtet er die Wettervorhersage. Bei mehr als 25 Knoten Wind wird der Kanal gesperrt. „Die Frachtschiffe machen es sich einfach, sie rutschen im Zweifelsfall einfach in die Schleuse“, lacht der 67-jährige Ukrainer. Kein Wunder, dass manche Tanker so zerschrammt aussehen. „Sie wurden extra so gebaut. Für uns kommt das nicht infrage.“ Ruhig und konzentriert steuert er den Schiffsbug auf die erste Schleuseneinfahrt zu. Wer vom Palmgartenbalkon auf dem obersten Deck ganz vorn aus zusieht, dem wird ein wenig mulmig zumute. Denn es macht nicht den Anschein, als würde die HAMBURG zwischen die Betonmauern passen. …

Fotos: Peggy Günther, enapress.com, DenisTangneyJr/istock, Rainer Lesniewski/istock, Orchidpoet/istock

Nach Ritz-Carlton und Aman Resorts jetzt auch Four Seasons: Weitere Hotelgruppe bringt legendären Service auf See

Mit der Neugründung Four Seasons Yachts plant jetzt auch die bekannte Hotelgruppe ihren Einstieg in das Geschäft mit Luxus-Megayachten. Mit im Boot ist neben Nadim Ashi und Philip Levine, führende Luxusunternehmer und Visionäre dieses außergewöhnlichen Yachterlebnisses, auch die italienische Fincantieri-Werftgruppe. Sie soll bis Ende 2025 das erste Schiff liefern. Der Auftrag, der im vergangenen Juli bekannt gegeben wurde, umfasst die Option für zwei weitere Neubauten und repräsentiert einen Wert von rund 1,2 Milliarden Euro.

„Four Seasons Yachts stellt das nächste Kapitel unserer langen Geschichte von branchenführenden Innovationen dar und ist ein Meilenstein für unser Unternehmen, da wir weiterhin neue Möglichkeiten nutzen, um die Welt von Four Seasons zu erweitern“, sagt Four Seasons Hotels and Resorts-Präsident Christian Clerc. „Gemeinsam mit unseren Partnern von Marc-Henry Cruise Holdings Ltd schaffen wir etwas Außergewöhnliches, das ihre Expertise mit dem verbindet, was Four Seasons am besten kann – unübertroffene Qualität und Exzellenz zu bieten, umgeben von wundervollem Service und Liebe für unsere Gäste.“



Das erste Four Seasons-Schiff wird 207 Meter lang und 27 Meter breit sein und über 14 Decks verfügen. Bei Baukosten von 4,2 Millionen US-Dollar pro Suite sollen keine Kosten für das maßgeschneiderte Design gescheut werden. Die erste Four Seasons-Yacht soll fast 50 Prozent mehr Wohnfläche pro Gast bieten als die derzeit üblichen Schiffe, ultimative Privatsphäre, Flexibilität und Geräumigkeit der in einem nautischen Wohnambiente gestalteten Suiten.

„In Partnerschaft mit Four Seasons schaffen wir eine neue Kategorie von Luxus-Lifestyle-Reisen, die anspruchsvolle Gäste anspricht. Wir bringen die Besten der verschiedenen Branchen zusammen, um durch erstklassiges Design, ausgewählte Erlebnisse und einen wirklich außergewöhnlichen Service ein erstklassiges Yachting-Angebot zu schaffen“, sagt der als CEO für die Neugründung fungierende Luxusreisen-Experte Larry Pimentel. „Wenn wir im Jahr 2025 an den Start gehen, wird es auf den Weltmeeren nichts Vergleichbares geben. Unsere Schiffbaupartnerschaft mit Fincantieri vervollständigt ein Triumvirat von Branchenführern in diesem beispiellosen Luxus-Lifestyle-Projekt.“


Animation: Four Seasons

Die 95 geräumigen Unterkünfte des Schiffes werden ein umfangreiches Netzwerk von Suiten-Kombinationen bieten, die anpassungsfähige, villenähnliche Residenzen schaffen. Jede Suite verfügt über raumhohe Fenster, die für ungehinderten Lichteinfall sorgen und Zugang zu großzügigen Terrassendecks bieten. Die Kombination aus großzügigen Innen- und Außenbereichen und einer Deckenhöhe von mehr als 2,4 Metern soll den Gästen ein neues Maß an Komfort bieten.

Die Suiten beginnen bei durchschnittlich 54 Quadratmetern Wohnbereich im Innen- und Außenbereich, der nahtlos integriert ist. Sechzig Prozent haben eine Innen- und Außenfläche von mehr als 76 Quadratmetern. Die größte Residenz, die „Funnel Suite“, erstreckt sich über vier Ebenen und bietet mehr als 892 Quadratmeter kombinierten Innen- und Außenraum, einschließlich eines privaten Wasserbeckens und eines eigenen Spa-Bereiches.

Zu den engagierten Designpartnern gehören weltweit renommierte Unternehmen wie Tillberg Design aus Schweden als leitender Architekt, der für die Gestaltung des Außenbereichs und der Gästesuiten verantwortlich ist, und das in London ansässige Martin Brudnizki Design Studio für die Gestaltung vieler der spektakulären Gästebereiche des Schiffes. Diese Designpartner werden mit der kreativen Leitung von Prosper Assouline gepaart sein.

Die Restaurants, Lounges und Barkonzepte des Schiffes sollen die Exzellenz und Kreativität repräsentieren, die in der Geschichte von Four Seasons für kulinarische Innovation und die Berücksichtigung der Gästevorlieben steht. Darüber hinaus will Four Seasons Yacht den Gästen auch ein Full-Service-Spa, einen Salon und ein Wellness-Programm bieten – von Fitness über Gesundheit bis hin zu Ernährung.

Das klassische Achterschiff wird ein weitläufiges Pooldeck beherbergen, das Momente der Muße und Entspannung ermöglicht. Dieser Bereich lässt sich auch in ein Freiluftkino oder in einen Raum für eine Reihe von privaten Veranstaltungen verwandeln. Die elegante und branchenweit erste quer verlaufende Marina ist ebenfalls ein idealer Ort für die Gäste, um das einladende Wasser zu genießen, sich zu sonnen oder die speziell entworfenen Wassergeräte und Accessoires zu erkunden.


Animation: Four Seasons

Das Erlebnis an Bord der Yacht wird von einem engagierten Four Seasons Yacht-Team geleitet und betreut, das die Reiseroute und die Reiseziele jeder Reise zum Leben erweckt. Um einen einzigartigen Standard an persönlichem Service zu bieten, soll ein branchenweit führendes Gäste/Personal-Verhältnis sicherstellt werden, heisst es weiter in der vollmundigen Ankündigung des neuen Lifestyle-Reiseerlebnisses, die auf der Monaco Yacht Show am 28. September erfolgte.

Das erste Schiff, das als erstes einer Flotte von Four Seasons Yachts für die nächsten fünf Jahre geplant ist, wird derzeit im Fincantieri-Werftbetrieb in Triest entworfen.

„Wir freuen uns sehr über diese neue Chance mit Four Seasons, die es uns ermöglicht, unsere globale Führungsposition zu stärken“, sagt Pierroberto Folgiero, CEO und Managing Director von Fincantieri. „Mit einem Ruf, der auf Innovation und Zuverlässigkeit beruht, kombiniert Fincantieri bahnbrechende Ingenieurskunst und Technologie, um die besten Schiffe der Welt zu bauen und sicherzustellen, dass Nachhaltigkeitspraktiken in das Design und das Gästeerlebnis integriert werden.“


Video: Youtube/Four Seasons Hotels and Resorts

„Dieses Projekt ist eine Klasse für sich, da es das Beste aus dem Bau von Passagierschiffen und dem Design von Yachten kombiniert, um einen neuen Maßstab für ultraluxuriöse Schiffe zu setzen“, fügt Luigi Matarazzo, General Manager Merchant Ships Division von Fincantieri, hinzu.

Four Seasons Yachts ist die jüngste Ergänzung des Weltklasse-Angebots der Marke, das von der fortlaufenden globalen Expansion neuer Hotels, Resorts und Wohnanlagen bis hin zur Four Seasons Private Jet Experience, der Four Seasons At Home Collection und mehr reicht. JPM

„Island Princess“: Erstanlauf in Hamburg nachgeholt

Nachdem der ursprünglich für den 23. September 2020 geplante Erstanlauf des Hamburger Kreuzfahrtterminals Steinwerder abgesagt worden war, konnte die Island Princess der zur Carnival Corporation gehörenden Kreuzfahrtmarke Princess Cruises am Donnerstag ihre Premiere in der Elbmetropole nachholen: Von 07.00 Uhr bis 22.00 Uhr lag das von Southampton gekommene und am Abend nach Göteborg expedierten Schiff am Kreuzfahrtterminal Altona.


Bild: Jens Meyer

„Island Princess“ am Cruise Terminal Altona, 29. September 2022 beim Erstanlauf in Hamburg.


Bei dem Panamax-Kreuzfahrtschiff handelt es sich um eine Schwester der Coral Princess. Das von der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint Nazaire am 18. Juni 2003 fertiggestellte und am 11. Juli des gleichen Jahres in Vancouver getaufte Schiff kommt bei einer Länge von 294 m, einer Breite von 32 m und einem Tiefgang von 8,3 m auf eine Vermessung von 92822 BRZ. 12 der 16 Decks sind für die bis zu 2214 Passagiere zugänglich.


Foto: Jens Meyer

Der Antrieb erfolgt durch zwei Wärtsilä-Dieselmotoren des Typs 16V48C und eine GE-Gasturbine des Typs LM2500 die über Generatoren und Elektromotoren auf zwei Wellen und zwei Festpropeller und für eine Geschwindigkeit von 21 kn sorgen. Die Hafenagentur des in Hamilton auf den Bermudas beheimateten und zuletzt 2020 und 2017 modernisierten Schiffes in der Elbmetropole lag bei der Firma Sartori & Berger. JPM

Planmässige Dockung in Hamburg: „Mein Schiff 3“ bei B+V trockengestellt

Nachdem die seit Oktober 2021 im Trockendock „Elbe 17“ liegende und von den Sanktionen der EU wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine betroffene 156m-Megayacht Dilbar (BRZ: 15917) am 21. September ausgedockt und ohne Besatzung von zwei Schleppern zu ihrer Bauwerft und Blohm + Voss-Muttergesellschaft Lürssen in Lemwerder an der Weser gebracht worden war, konnte in dem in Hamburg freigewordenen Dock in der Nacht zum 25. September die ohne Gäste aus Bremerhaven eingetroffene Mein Schiff 3 der Hamburger Reederei TUI Cruises zur planmässigen Werftzeit trockengestellt werden.


Foto: Jens Meyer

Bis zu 6. Oktober sollen auf dem im Mai 2014 von der Meyer Werft in Turku abgelieferten und unter Malta-Flagge betriebenen 99526-BRZ-Schiff, das im Juni des gleichen Jahres von der Schlagersängerin Helene Fischer mit einer akrobatischen Showeinlage in Hamburg getauft worden war, neben den turnusmäßigen Wartungs- und Kontrollarbeiten auch diverse Erneuerungs- und Modernisierungsarbeiten erledigt werden. Nach der Verholung des für rd. 2500 Gäste ausgelegten Schiffes an das Kreuzfahrtterminal Altona ist noch am Abend des gleichen Tages der Start zu einer am 14. Oktober endenden Reise nach Mallorca geplant.

Foto: Jens Meyer

Wenn im Frühjahr 2023 auch die 1997 von der Meyer Werft in Papenburg erstellte Mein Schiff Herz ex Celebrity Mercury (BRZ: 77302) an die britische Schwestergesellschaft Marella Cruises übergeben wird, ist damit das letzte der beiden ersten aus dem Umbau der Ende der 1990er Jahre in Papenburg erbauten Second-hand-Schiffe Celebrity Galaxy und Celebrity Mercury entstandenen Schiffe des Joint Ventures TUI Cruises ausgeschieden, so dass Mein Schiff 3 dann die älteste Einheit und der erste Neubau der Reederei sein wird, die nach der Serie von insgesamt sieben Meyer-Turku-Neubauten (für den letzten auch mit Methanol zu betreibenden Neubau ist am 14. Juni d. J. der Brennstart erfolgt) seit Juli 2018 auch zu den Kunden des italienischen Wettbewerbers Fincantieri gehört. Dort wurden zwei mit LNG zu betreibende 161.000-BRZ-Schiffe zur Lieferung 2024 und 2026 bestellt, wobei er Brennstart für das Typschiff am 22. Juni dieses Jahres erfolgte. JPM

DAS SCHIFF DER HELDIN

Die Lurline war ein Dampfer mit langer Lebensdauer, obwohl er stets schwer arbeiten musste. Nach vielen Jahren in den Vereinigten Staaten gelangte er nach Europa.

Das Dampfschiff der Matson Lines war eines, das viel erlebt und ausgehalten hat. Sogar die Abflüge und Landungen eines Lockheed Vega-Flugzeugs im Jahr 1934. Vom 22. bis 27. Dezember dieses Jahres nutzte die bekannte Fliegerin Amelia Earhart die Lurline, um sich von ihrem Deck aus vor Los Angeles in die Lüfte über dem Pazifik zu erheben und nach Honolulu zu fliegen. Die kühne Frau absolvierte den Flug nach Hawaii und von dort zum Festland zurück. Im Januar 1935 ging es dann von Honolulu nach Oakland, auf beiden Flügen war sie allein auf sich gestellt, dabei brach sie Rekorde und war der erste Mensch, der den Pazifischen Ozean überflog; in dem Fall mit einer Lockheed Model 5C Vega Special.


Pilotin Amelia Earhart, Foto: Everett Collection/Shutterstock.com

Amelia Earhart, 1897 in Kansas geboren, war fasziniert von der Fliegerei. Aufgrund eines außergewöhnlichen Mutes und ihrer Kenntnissemit Flugmaschinen umgehen zu können, wurde sie populär. Die Flugpionierin war auch eine Frauenrechtlerin, ihre Vorfahren waren deutsche Zuwanderer, ihr Vater Samuel Stanton Earhart ein bekannter Jurist. Schon als Kind war sie aufgefallen, weil sie auf hohe Bäume kletterte, Ratten jagte, mit Gewehren in die Wälder ging und sich mit Technik befasste, die angeblich nur Männer interessierten.

In jungen Jahren war sie Sozialarbeiterin in Boston, danach studierte sie Medizin an der Columbia University in New York. 1920 konnte sie zum ersten Mal in ein Flugzeug steigen, danach stand fest, dass sie sich diesem Metier verschrieben hatte. Ihre Eltern weigerten sich, als die Tochter im selben Jahr die teure Privatpilotenlizenz anstrebte, aber Amelia setzte sich durch, indem sie viel Jobs übernahm, um das Geld zur Berufspilotin zu erlangen. 1921 hatte sie ihre erste Flugstunde, 1932 war sie die erste Frau, die den Atlantik per eigenem Flugzeug überquerte, von Neufundland nach Paris, sie landete angeblich mit dem letzten Treibstoff.


Foto: Sammlung JSA

Der Flug vom Deck von SS Lurline war auch eines ihrer feministischen Ziele, sie zeigte Wagemut bei den Flügen, um zu beweisen, dass Frauen zu technischen Höchstleistungen in der Lage seien. 1937 geriet sie in der Luft über Neuguinea in Not, weil die Funksprüche ausfielen, sie entschied sich zu einer Landung, kam aber nie an. Die US-Regierung befahl eine große Suchaktion, 64 Flugzeuge und acht Kriegsschiffe waren beteiligt, das hatte es zuvor noch nirgendwo gegeben. Doch das Flugzeug der Pilotin und ihres Begleiters konnte nie gefunden werden. Amelia Earhart galt als „verschollen, vermutlich tot“, hieß es. Menschen und Material wurden nie gefunden.

Von da an hatte die Lurline einen Heldinnenstatus. Der Dampfer kommt in allen Filmen und Büchern über Amelia Earhart vor, noch im Jahr 2021 gab es eine Staffelserie über ihr Leben, in der Hauptrolle Lily Rabe. Zuvor waren es Diane Keaton, Susan Clark und Sharon Lawrence. Die Sängerin Joni Mitchell gab ein Album heraus, ebenso kamen Songs von anderen Bands. Zwei US-amerikanische Schiffe wurden nach der Flugpilotin benannt. Ronald D. Gerste, deutscher Autor in den USA, schrieb das Buch „Amelia Earhart. Der Traum von grenzenloser Freiheit.“


Foto: Sammlung JSA

SS Lurline war als vierte Schiff eines von William Francis Gibbs für die Pazifik-Dienste der Matson Lines entworfenen Typs von der Bethlehem Shipbuilding Corporation in Quincy erstellt worden. Sie war eingereiht in eine Baureihe, die den Namen White Fleet besaß. Zuerst waren neben der älteren und kleineren Malolo die Schwesterschiffe Mariposa und Monterey gebaut worden, beide erreichten ein stattliches Dienstalter. Die Lurline – sie war das dritte Schiff dieses als poetische Ableitung von Loreley bekannten Namens – war als Passagierschiff konzipiert und 1931 auf Kiel gelegt worden, ihr Heimathafen war San Francisco.

Die Taufe des in Quincy, Massachusetts, vom Stapel gelaufenen Schiffes erfolgte am 12. Juli 1932 durch Lurline Matson Roth, Tochter des 1917 verstorbenen William Matson, die als junge Frau mit 18 Jahren 1908 auch den von ihrem Vater in Dienst gestellten Dampfer Lurline getauft hatte.


Foto: Sammlung JSA

Am 12. Januar 1933 verließ der Neubau New York zur Jungfernreise via Panama-Kanal nach San Francisco, danach ging es nach Sydney und in die Südsee mit Rückkehr am 24. April 1933 nach San Francisco. Anschließend wurde sie im Liniendienst zwischen San Francisco und Honolulu eingesetzt. Im Maschinenraum des 192,6 m langen und 24,2 m breiten 18163-BRT-Schiffes befanden sich Dampfturbinen, die Maschinenleistung lag bei 21.215 kW (28.844 PS). Die Dienstgeschwindigkeit betrug 19 Knoten (35 km/h), die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 22,8 Knoten (42 km/h) angegeben, die Maschinen arbeiteten auf zwei Propeller. Die Besatzung bestand aus 359 Personen, an Bord waren 715 Passagiere zugelassen, davon 475 in der Ersten Klasse. Die Jungfernfahrt ging von San Francisco über Honolulu nach Neuseeland, Australien und Asien.

Bei einer Überfahrt nach Honolulu ab dem 7. Dezember 1941 war die Lurline bei Pearl Harbor von japanischen Jagdflugzeugen angegriffen worden. Die Mannschaft setzte die Reise mit höchster Geschwindigkeit fort, um aus dem Gefahrengebiet zu gelangen, was gelang. Danach wurde sie – wie ihre beiden Schwesterschiffe – von der US-Army beschlagnahmt und zu einem Truppentransporter umgebaut. Schon kurz danach kehrte sie nach Hawaii zurück, im Konvoi mit ihren Schwestern Mariposa und Monterey und mit Soldaten und Ausrüstungsgütern an Bord.

Mitte 1946 wurde die Lurline an Matson zurückgegeben. Bei der Bethlehem-Alameda Shipyard in Kalifornien wurden umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten erledigt, die für damalige Verhältnisse mit 20 Mio. US-Dollar sehr teuren Arbeiten am Schiff liefen bis 1948. Am 15. April kam sie wieder auf ihre alte Strecke, ab 1950 ergänzt durch die Monterey, die ebenfalls saniert worden war und nun Matsonia hieß. Am 3. Februar 1963 erlitt die Lurline bei einer Überfahrt nach Los Angeles einen schweren Maschinenschaden an ihrer Steuerbord-Turbine und wurde zunächst aufgelegt. Das Schiff war in die Jahre gekommen, Matson beschloss, den 30 Jahre alten Dampfer abzustoßen.


Foto: Jürgen Saupe

Impressionen des Schiffes aus der Zeit als es als „Ellinis“ unterwegs war.


Der neue Eigner war die griechische Reederei Chandris, die Lurline wurde in Ellinis umbenannt, im Rest des Jahres 1963 wurde an dem von Kalifornien nach North Shields in England gebrachten Schiff Umbauarbeiten vorgenommen, durch die sich u.a. seine Kapazität auf 1.668 Gäste in der in einer Klasse erhöhte. Im neuen Chandris-Look mit modernisiertem Aufbau und neuen Schornsteinen wurde das Schiff auf die Route von Piräus nach Sydney geschickt, seinerzeit suchten viele Griechen als Auswanderer noch ein besseres Leben in Australien. Als sich der Trend abwendete, ging es für die Ellinis auf Fahrten nach und von Southampton. Die Kreuzfahrt erlangte an Popularität, in den späten 1960er Jahren war das Schiff weltweit in Kreuzfahrtdiensten unterwegs.

Während einer Kreuzfahrt vor Japans Küsten kam es im April 1974 zu einem Maschinenschaden, die Fahrt musste abrupt abgebrochen werden. Das Schwesterschiff Mariposa, inzwischen umbenannt in Homeric, wurde zu gleicher Zeit in Taiwan verschrottet. Chandris erwarb die Maschinen der Homeric aus der Abbruchwerft, sie wurden in Rotterdam in die Ellinis implantiert. Somit war das Schiff für weitere Reisen prädestiniert, ab März 1975 wurde es ausschließlich für Kreuzfahrten im Mittelmeer positioniert. Sie war ein beliebter Dampfer bei den Passagieren und dem Schiffspersonal.


Foto: Sammlung JSA

Trotzdem wurde im Oktober 1981 von Chandris beschlossen, die Ellinis nach 48 Dienstjahren ausser Dienst zu stellen. Das Schiff wurde zunächst in Griechenland aufgelegt, es kursierten Pläne, es zu reaktivieren und als Hotelschiff im Hafen von San Francisco, seinem ursprünglichen Heimathafen, als Hotelschiff zu etablieren. Diese Idee wurde jedoch nie realisiert, das Schiff endgültig aufgegeben. Am 3. Dezember 1986 wurde die Ellinis auf ihre letzte Fahrt nach Taiwan gebracht, dort sollte die Verschrottung vorgenommen werden. Das schaffte das Schiff nur noch mit einer Schlagseite, die es vor Singapur erlitten hatte.

Es gelang trotzdem, die Ellinis weiter in Fahrt zu halten, am 15. April 1986 war traf sie an der Abbruchwerft von Kaohsiung ein, dort wurde sie zerlegt. Teile der Maschinenanlage holten die Arbeiter aus dem Schiffsbauch, sie gingen als Ersatzteile an das Schwesterschiff Monterey, das inzwischen Britanis hieß. Sie war noch mit den „Innereien“ der Ellinis bis 1996 auf den Meeren unterwegs.

Roland Mischke, maritimes Lektorat: Jens Meyer

Rolls-Royce und Lürssen setzen auf Methanol-Antrieb

Alternative Kraftstoffe und Antriebe gewinnen besonders im Kreuzfahrt- und Yachtbereich zunehmend an Bedeutung, wie nicht nur die in beiden Segmenten tätige Meyer Werft-Gruppe zeigt. Jetzt machen sich auch Rolls-Royce und der Bremer Yacht- und Schiffbauer Lürssen, zu dem u.a. die Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss gehört, für Methanol als umwelt- und klimafreundlichen Treibstoff für Yachten stark. Während einige Wettbewerber dabei auf für unterschiedliche Kraftstoffe wie u.a. auch Wasserstoff geeignete Brennstoffzellen setzen, befinden bei diesen beiden Partnern bereits konkrete Projekte bis hin zum Antrieb einer Lürssen-Yacht mit mtu-Methanolmotoren von Rolls-Royce in der gemeinsamen Entwicklung. Das gaben beide Unternehmen im Rahmen der Monaco Yacht Show als weltgrößter Messe für Yachten der oberen Größenklasse bekannt.

Yachten mit einer Länge ab ca. 75 Metern, auf die sich das gemeinsame Vorhaben bezieht, bieten nach ihren Angaben großes Potenzial für den Antrieb mit Methanol – im Idealfall mit „grünem“ Methanol. Dieser synthetische Treibstoff wird unter Einsatz von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen wie Solar- oder Windparks hergestellt. Zur Herstellung des synthetischen Methanols wird der Atmosphäre (klimaschädliches) Kohlendioxid entnommen (und umgewandelt). Dies entspricht der Menge, die beim Betrieb der Motoren mit dem „grünem“ Methanol entsteht – die Klimabilanz ist damit ausgeglichen. Des Weiteren emittiert ein Methanolmotor deutlich weniger Partikel als ein vergleichbarer Dieselmotor und er kommt ohne SCR-Abgasnachbehandlung aus.

Daniel Chatterjee, Direktor für Nachhaltigkeit, Technologiemanagement und Regulatory Affairs beim Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems, und Peter Lürßen, Gesellschafter und CEO von Lürssen, diskutierten während der Monaco Yacht Show die Chancen und Herausforderungen dieses Vorhabens. „Methanol hat in der Diskussion um Alternativen zum fossilen Diesel derzeit die Nase vorn“, ist der sich in zahlreichen Gremien mit der Frage des Treibstoffs der Zukunft intensiv beschäftigende Chatterjee überzeugt. Herausforderungen bei Lagerung und Verwendung seien zwar vorhanden, weil Methanol leicht entzündlich ist. Aber der Treibstoff sei bei normalen Umgebungstemperaturen flüssig und so diese Herausforderungen ähnlich zu anderen Kraftstoffen sicher beherrschbar.

Wesentlicher Unterschied und damit eine Herausforderung für die Schiffsarchitekten Schiffbauingenieure sei, dass Methanol bei gleichem Brennwert wie Diesel etwa 2,4-mal mehr Volumen aufweist, die Tanks also entsprechend größer sein müssen. „Unsere Kunden möchten möglichst wenig Raum in ihrem Schiffsrumpf für Antrieb und Treibstofflagerung verwenden. Methanol hat hier zwar Nachteile gegenüber Diesel, aber deutliche Vorteile gegenüber anderen Alternativen zu fossilen Brennstoffen. Wir sehen mittlerweile, dass sich die heutigen Interessenten für künftige Yachten verstärkt Gedanken machen, wie sie den Betrieb ihres Schiffs möglichst klima- und umweltfreundlich gestalten können“, stellt Peter Lürßen fest. „Wir registrieren deshalb die wachsende Bereitschaft bei künftigen Kunden, sowohl in neue Technik zum Klimaschutz zu investieren als auch Platz dafür im Schiff zur Verfügung zu stellen.“

Einer der wichtigsten Energieträger der Zukunft für die Schifffahrt“

„Lürssen steht für die Spitzenklasse im Bau von großen und ganz großen Yachten. Wir sind stolz, seit Jahrzehnten Partner für die Lieferung innovativer und höchst anspruchsvoller Antriebssysteme zu sein. Das ist technisch immer wieder herausfordernd und das wird beim Methanolmotor genau so sein, vor allem wenn wir als Vorreiter in der Branche die Marschrichtung beeinflussen wollen. Wer, wenn nicht wir, hat die Möglichkeit, derart richtungsweisende Impulse zu geben, um die Schifffahrt in eine klimafreundliche Zukunft zu führen“, sagt Denise Kurtulus, Vice President Marine beim Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems. „Wir sind beide überzeugt, dass Methanol einer der wichtigsten Energieträger der Zukunft für die Schifffahrt sein wird. Deshalb werden wir das steigende Klimabewusstsein der Gesellschaft und unserer Kunden nutzen, um die Richtung für die Branche vorzugeben und weiterzuentwickeln“, so Kurtulus weiter. Rolls-Royce entwickle derzeit einen Methanolmotor auf Basis der mtu-Erfolgsbaureihe 4000. Im Gegensatz zum Dieselmotor, dessen Treibstoff sich unter hohem Druck selbst entzündet, werde Methanol mit seinem niedrigeren Flammpunkt durch eine Zündkerze fremdgezündet, ähnlich wie bei einem Otto-Benzinmotor.

„Trotz steigendem Klimabewusstsein müssen wir unsere Kunden von Methanol als Treibstoff überzeugen, da die Leistung eines Motors bei gleichem Gewicht und Volumen geringer sein wird als die eines Dieselmotors“, sagt Lürssen-Geschäftsführer Dr. Justus Reinke. Weil der Bau von großen Yachten vergleichsweise langen zeitlichen Vorlauf erfordert, will er die Kunden quasi an Land überzeugen, noch bevor die erste Methanol-Yacht schwimmt. „Wir wollen mit Rolls-Royce zusammenarbeiten, um ein stationäres methanolbetriebenes Blockheizkraftwerk in einer unserer Werften als Demonstrator für unsere Kunden zu betreiben“, so Reinke. Gleichzeitig will das Unternehmen das Methanol-Blockheizkraftwerk als Energiequelle in einer eigenen Werft einsetzen, um den Betrieb so nachhaltiger zu gestalten. Die mechanische Energie wird für elektrischen Strom genutzt, die Wärme des Motors geht ins Wärmenetz der Werft. JPM

„Express 5“ für Molslinjen zu Wasser

Nach Angaben der dänischen Reederei Molslinjen A/S wird ihr jüngster Neubau Express 5 – gemessen nach der Zahl der Fahrzeuge und Passagiere – die derzeit größte Schnellfähre der Welt.


Express 5, Foto: Austal

Der zwischen Rønne und Ystad einzusetzende Katamaran, der bis zu 1.610 Passagiere und 451 Autos auf seinen beiden Autodecks (617 Spurmeter) aufnehmen kann, wird vom Austal-Werftbetrieb in Cebu auf den Philippinen erstellt und hat jetzt nach mehreren Jahren in einer Halle erstmals Wasser unter seinen beiden Rümpfen.

Molslinjen hatte den Dienst nach Bornholm im Herbst 2018 übernommen. Seitdem wird die Ostseeinsel zunehmend von Touristen aus Dänemark und dem Ausland besucht. Das Interesse an Bornholm war so groß, dass die Kapazität der Fährverbindung schnell in Frage gestellt war. Deshalb beschloss Molslinjen gemeinsam mit dem Verkehrsministerium, den Bau der Express 5 bereits im Oktober 2019 für 83,65 Mio. Euro in Auftrag zu geben. Der erste Stahlschnitt für den als Werft-Nr. 423 geführten Neubau war am 8. Juli 2020 erfolgt.

Das in Aluminiumbauweise erstellte Schiff mit einer Länge von 115 m und einer Breite von 37 m, das eine Dienstgeschwindigkeit von 37 kn erreichen soll, verfügt über vier Wärtsilä-16-Zylinder-Viertaktmotoren des Typs W16V31 von zusammen 53684 PS, die für den Dual Fuel-Betrieb ausgelegt sind.

Die Arbeiten zur Fertigstellung und Endausrüstung der Express 5 werden nun auf dem Wasser fortgesetzt. Der Neubau soll mit knapp einjähriger Verzögerung um die Jahreswende 2022/2023 an Molslinjen geliefert werden. Die Fähre wird dann die lange Überführungsreise nach Bornholm und zum Heimathafen Rønne antreten, wo die Express 5 am 20. März 2023 zu ihrer ersten Passagierfahrt starten soll. JPM

Arbeitsprogramm der Bundesregierung zur Nationalen Tourismusstrategie (NTS) vorgestellt

Das am 28. September von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages vorgestellte Arbeitsprogramm der Bundesregierung zur Nationalen Tourismusstrategie (NTS) enthält Maßnahmen und Projekte aus allen tourismusrelevanten Bereichen der Bundesressorts, die dazu beitragen sollen, den Tourismusstandort Deutschland nach der Corona-Krise nachhaltig, klimafreundlich, sozial gerecht und innovativ zu gestalten.

Claudia Müller, Maritime Koordinatorin und Tourismusbeauftragte der Bundesregierung.
Foto: Jens Meyer

„Mit dem Programm schaffen wir viele Anknüpfungspunkte, um Klimaneutralität, Umwelt- und Naturschutz, Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus voranzubringen. Wir wollen das Programm in dieser Legislaturperiode kontinuierlich weiterentwickeln und dabei die wechselnden Herausforderungen für den Tourismus im Blick behalten. Ich lade alle Akteure der Tourismuswirtschaft ein, sich mit eigenen Maßnahmen an der Nationalen Tourismusstrategie zu beteiligen – die Länder, die Destinationen und die vielen Unternehmen. Unser Ziel ist, möglichst nah an der Praxis zu sein und Synergien zu nutzen, wo sie sich bieten“, stellte die Maritime Koordinatorin und Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Müller, fest. Für die gemeinsame Arbeit an den Maßnahmen soll ab dem kommenden Jahr die Nationale Plattform „Zukunft des Tourismus“ zur Verfügung stehen. JPM

Heute Taufe in Amsterdam: „Viking Polaris“ zweiter Polarkreuzer für Viking von Vard-Werft in Søviknes

Der jüngste Viking Cruises-Neubau, die am 27. September von der zum italienischen Fincantieri-Konzern gehörenden Vard-Werft im norwegischen Søviknes abgelieferte Viking Polaris, wird heute in Amsterdam von der Polarforscherin Ann Bancroft getauft. Ebenfalls heute wird auch die Taufe des im Dezember letzten Jahres abgelieferten Typ- und Schwesterschiffes Viking Octantis nachgeholt, das derzeit in den Großen Seen unterwegs ist. Als Taufpatin fungiert dabei die norwegische Forscherin, Dozentin, Autorin und Pädagogin Liv Arnesen.


Foto vom Tag der Übergabe an die Reederei: Arnt Inge Gjerde (Vard Søviknes-Werft Direktor) und „Viking Polaris“-Kapitän Olivier Marien, Foto: VARD

Die Viking Polaris, das zweite Expeditionskreuzfahrtschiff der Reederei, die direkt von der Bauwerft kommend am 29. September um 05.48 Uhr in Amsterdam eintraf, wird sich nach ihrer heutigen Taufe via Ijmuiden auf den Weg nach Südamerika machen. Beide Schiffe werden den Sommer auf der südlichen Halbkugel in der Antarktis verbringen, bevor sie für eine Reihe von Reisen im Frühjahr und Sommer Kurs auf Norden und die Großen Seen nehmen.

Mit der Vision, dass Reisen stärker auf das Reiseziel ausgerichtet sein könnte, hatte der Norweger Torstein Hagen 1997 seine Viking-Reederei gegründet, die zunächst mit europäischen Flusskreuzfahrten begann und 2015 in das Segment der Hochseekreuzfahrten einstieg, das 2021 um Expeditionskreuzfahrten ergänzt wurde. Zuletzt expandierte Viking im Flusskreuzfahrtbereich mit der Viking Mississippi auf den Mississippi, wo Anfang des Jahres der Betrieb aufgenommen wurde.

„Viking Octantis“, Foto: Viking

Die mit ca. 30.500 BRZ vermessenen Polar-Expeditionskreuzer Viking Octantis und Viking Polaris bieten bei einer Länge von 205 m und einer Breite von 23,5 m Platz für 378 Gäste in 189 Kabinen. Mit ihren eisverstärkten Polar Class 6-Rümpfen sind die Schiffe speziell für Expeditionen gebaut und verfügen sowohl über Flossenstabilisatoren als auch über U-Tank-(zero speed)-Stabilisatoren, die das Rollen des bei Stillstand deutlich reduzieren.

Die Schiffe zeichnen sich durch einen geraden Bug und einen längeren eisverstärkten Rumpf einschließlich einer innovativen „in ship-Marina“ aus, die eine geschützte Durchführung von Bootsmanövern, Ein- und Ausschiffungen sowie Einsatz von Wassersport-und Erkundungsgeräten sowie Ausrüstungen ermöglicht.

Durch ihr energieeffizientes Design sollen die beiden Neubauten die Anforderungen des Energy Efficiency Design Index (EEDI) um fast 38 Prozent übertreffen. Zudem haben die mit Wärmerückgewinnungssystemen ihrer Motorenanlage und einem elektrischen Azipod-Antrieb ausgerüsteten Schiffe SILENT-E-Kennzeichnungen ihrer Klassifikationsgesellschaft erhalten. JPM

Silver Endeavour: 116 Destinationen auf dem luxuriösesten Expeditionsschiff der Welt

Die Silver Endeavour reist 2023/2024 von Pol zu Pol und bietet Reisenden mit den geräumigsten öffentlichen Veranstaltungsorten der Expeditionskreuzfahrt besonders viel Platz

Pressemitteilung

Größer, weiter, geräumiger: Gleich 25 neue Reisen stehen auf dem Fahrplan der mit Spannung erwarteten Silver Endeavour: Darunter 24 Erstanläufe für die Kreuzfahrtreederei Silversea Cruises. Das modernste Luxus-Expeditionsschiff der Welt steuert von Mai 2023 bis März 2024 sage und schreibe 116 der schönsten und entlegensten Kaltwetterziele in Nordeuropa, der Arktis und der Antarktis an. Um den für Silversea Cruises typischen Komfort zu gewährleisten, bietet die Silver Endeavour Reisenden dabei die geräumigsten und elegantesten Räumlichkeiten, die die Expeditionskreuzfahrt zu bieten hat. Dazu gehört unter anderem auch das weitläufige Otium Spa & Beauty Salon, zwei Nasszellen, sowie die 270-Grad-Observation Lounge für einen spektakulären Rundumblick auf die Schönheit der Polarregionen.


Observation Lounge, Foto: Silversea Cruises

„Wir freuen uns, das vielfältigste Polarangebot in der Ultra-Luxus-Expeditionskreuzfahrt zu erweitern und die neue Kollektion von Reisen der Silver Endeavour für Sommer 2023 und Winter 2023/2024 vorzustellen“, sagt Conrad Combrink, Senior Vice President des Reise-, Destinations- und Routenmanagements von Silversea Cruises. „Mit modernsten Expeditionseinrichtungen, dem branchenweit besten Verhältnis von Platz zu Gästen und einem unvergleichlichen Expertenteam an Bord werden den Passagieren auf ihrer Reise zu den bemerkenswertesten Reisezielen der Welt bereichernde Erfahrungen und ein unvergleichlicher Komfort geboten. Die Silver Endeavour ist das Ergebnis des Engagements der Royal Caribbean Group und Silversea Cruises, die Grenzen des Reisens zu verschieben und das fortschrittlichste Schiff ihrer Klasse zu erschaffen.“

25 neue Fahrten, 116 Ziele, 24 Erstanläufe

Die neue Reisekollektion der Silver Endeavour umfasst 25 spannende Expeditionsreisen mit einer Länge zwischen sechs bis 18 Tagen. Mit ihrer PC6-Klassifizierung dringt die Silver Endeavour tief in die Polarregionen vor und verlängert die Saison, um einen noch nie dagewesenen Zugang zu 116 Zielen in einigen der entlegensten Regionen der Welt zu ermöglichen. Die neuen Reisen umfassen 24 Erstanläufe, darunter die wenig erforschte kanadische Hocharktis, einschließlich der Hudson Bay und der spektakulären Ellesmere-Insel.

Die Silver Endeavour erkundet im Sommer 2023 die Britischen Inseln, Island und die Arktis, einschließlich Grönland, Spitzbergen und der kanadischen Arktis. Im Winter 2023/2024 kehrt die Silver Endeavour in den Weißen Kontinent zurück, um den Reisenden noch mehr Möglichkeiten zu bieten, die Antarktische Halbinsel, Südgeorgien und die Falklandinseln zu entdecken. Die neue Reisekollektion der Silver Endeavour für die Jahre 2023/2024 umfasst die folgenden Highlights:


Bear Island, Foto: Silversea Cruises

Reykjavik, Island, Foto: enapress.com

Zwei Reisen zu den Britischen Inseln und Island

Die Silver Endeavour bricht am 7. Mai 2023 von London aus zu zwei 13- und 14-tägigen Expeditionsreisen zu den Britischen Inseln und Island auf. Auf den Reisen werden brandneue Ziele wie Stranraer, Helensburgh, Loch Eynort (Insel Uist) und Klaksvik angelaufen.

Neun Reisen in die Arktis und nach Grönland

Die erste Saison der Silver Endeavour in die Arktis wird zwei der legendären 14-tägigen Island- und Spitzbergen-Expeditionen von Silversea beinhalten, die am 3. Juni von Reykjavik und am 17. Juni von Tromsø aus starten. Die Silver Endeavour bietet drei Expeditionen nach Südgrönland und Nunavut, Kanada an und erkundet dabei unter anderem die malerischen Regionen Skjoldungen, Evighedsfjord und Prince Christian Sound. Ab dem 31. Juli 2023 entdecken Passagiere an Bord der Silver Endeavour auf einer 10-tägigen Expedition Westgrönland, tauchen in die Kultur und Tradition der Inuit und grönländischen Gemeinden ein und erleben den sich am schnellsten bewegenden Gletscher der Welt am Ilulissat Icefjord – eine UNESCO-Welterbestätte. Am 10. August 2023 verlässt die Silver Endeavour den Ort Mittimatalik (Pond Inlet) an der Nordspitze von Baffin Island in Nunavut, Kanada, und begibt sich auf eine 10-tägige Reise durch die kanadische Hocharktis, auf der sie unter anderem die seltenen Küsten von Ellesmere Island, Cape York und Qaanaaq, sowie andere kulturelle und natürliche Schätze der Region ansteuert. Die Passagiere dieser einzigartigen Reise, die von Mittimatalik (Pond Inlet) aus startet, kommen in den Genuss eines erweiterten Programms an Bord. Zum Abschluss der Sommersaison unternimmt die Silver Endeavour ab dem 5. September 2023 eine 16-tägige Expedition durch Ostgrönland, um hier die perfekten Bedingungen für die Beobachtung des Nordlichts zu finden. Die Gäste genießen einen dreitägigen Aufenthalts im Scoresby Sund, einem der größten und längsten Fjordsysteme der Welt und statten dem  größten und am seltensten besuchten Nationalpark des Welt, dem Nordostgrönland-Nationalpark, einen Besuch ab. Die Reisenden haben zudem die Möglichkeit, fünf der Arktis-Reisen der Silver Endeavour zu kombinieren, um das Beste der Region in 82 Tagen zu entdecken – beginnend und endend in Reykjavik vom 1. Juli bis 21. September 2023.

14 Fahrten in die Antarktis

In der Wintersaison 2023/2024 bietet die Silver Endeavour neun der beliebten sechstägigen Antarktis „Bridge Fly-Cruises“ an. Diese Antarktisbrücke von Silversea bietet die schnellste und direkteste Route zum Weißen Kontinent und ermöglicht den Reisenden, die Drake-Passage zu überspringen und direkt nach King George Island zu fliegen, wo sie in europäischem Business-Class-Komfort an Bord des Schiffes gehen. Auch zwei Abfahrten der legendären 10-tägigen Silversea-Expedition zur Antarktischen Halbinsel sind geplant, bei der die Süd-Shetland-Inseln, der Antarktische Sund und das sagenumwobene Kap Hoorn erkundet werden. Dank der PC6-Klassifizierung des Schiffes wird die Silver Endeavour mit längeren Erkundungsfahrten tiefer in die Antarktis vordringen, unter anderem mit einer 18-tägigen Reise zur Antarktischen Halbinsel, nach Südgeorgien und zu den Falklandinseln. Auf dieser erweiterten Expedition, die am 31. Oktober 2023 beginnt, haben Gäste die Möglichkeit, die Schönheit der Antarktischen Halbinsel mit der beeindruckenden Tierwelt und Naturgeschichte Südgeorgiens und der Falklandinseln zu kombinieren. Im Jahr 2024 unternimmt die Silver Endeavour außerdem zwei brandneue 15- und 16-tägige Expeditionen, die am 28. Januar bzw. 12. Februar starten und die Antarktische Halbinsel, die Falklandinseln und Südgeorgien erkunden. Mit einem Hin- und Rückflug zwischen King George Island und Puerto Williams durchqueren die Gäste dieser beiden Reisen die Drake-Passage nur einmal.

Das beste Platz-/Gästeverhältnis der Expeditionskreuzfahrt-Branche

Mit dem besten Platzangebot für Expeditionskreuzfahrten, einigen der geräumigsten All-Balkon-Suiten der Branche und einer Reihe von eleganten öffentlichen Bereichen wird die Silver Endeavour Reisende mit dem für Silversea Cruises typischen Komfort und Stil bis in die entlegensten Winkel der Erde bringen. Zu den gut ausgestatteten öffentlichen Bereichen des Schiffes gehören:


Explorer Lounge, Foto: Silversea Cruises

Explorer Lounge (360m²)

Die Explorer Lounge ist das Zentrum für Expeditionsaktivitäten während der Zeit an Bord. Diese elegante Lounge dient als Ausgangspunkt für Expeditionsbesprechungen und Rekapitulationssitzungen, sowie als Raum für Expertenvorträge und bringt somit Gäste mit dem Expeditionsteam der Silver Endeavour zusammen. Die Explorer Lounge verfügt über einen großen LED-Bildschirm auf welchen Bilder projiziert werden, die vom ferngesteuerten Gimbal-Kamerasystem des Schiffes aufgenommen wurden – einem ultrahochauflösenden System, das sich oben auf dem Schiff befindet und Echtzeit Ansichten der umgebenden Landschaft und Tierwelt mit einer bis zu 90-fachen Vergrößerung aufnimmt. Der Raum dient auch als stimmungsvolle Bar für einen Cocktail vor dem Abendessen.

Beobachtungslounge (270m²)

Die Observation Lounge befindet sich auf einem der höchsten Decks der Silver Endeavour und bietet einen 270-Grad-Blick auf die Umgebung des Schiffes. Die elegante Einrichtung eignet sich perfekt für den Nachmittagstee, Cocktails nach dem Abendessen, Live-Musik und vieles mehr.



Otium® Spa & Schönheitssalon (177m²)

Das Otium Spa an Bord der Silver Endeavour zählt zu den größten Spas in der Expeditionskreuzfahrt und sorgt durch das für Silversea charakteristische Wellness-Programm Otium für Entspannungsmomente.  Inspiriert wurde es durch den antiken römischen Lebensstil, denn es ist auf den Prinzipien von Genuss, Vergnügen und Verwöhnung aufgebaut. Das Spa verfügt über drei Behandlungsräume, einen Entspannungsbereich und getrennte Thermalbereiche für Männer und Frauen, die beide mit Saunen, Dampfbädern und Duschen ausgestattet sind. Mit einer unglaublichen Aussicht in fast jedem Raum können sich die Gäste verwöhnen lassen, ohne jemals das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Pool-Deck (261m²)

Das Pool Deck der Silver Endeavour ist vollständig von raumhohen Glasfenstern umgeben und bietet tagsüber einen atemberaubenden Panoramablick und nachts die Möglichkeit, unter dem Sternenhimmel zu speisen. Mit einem großen zentralen Swimmingpool, einem Whirlpool und einer der vier Speisemöglichkeiten an Bord der Silver Endeavour ist das Pool Deck ein Favorit unter den Passagieren, wenn sie zu rund um den Globus zu Kaltwetterzielen reisen.


Mud Room, Foto: Silversea Cruises

Sanitärräume (140m²)

Die Silver Endeavour ist mit zwei Sanitärräumen ausgestattet, die mehr Flexibilität für ein schnelles und nahtloses Einsetzen der Zodiacs bieten. Die Waschräume sind mit modernster Expeditionsausrüstung ausgestattet, wie z. B. Schuhheizungen, speziellen Schließfächern für jede Suite und LED-Bildschirmen für Besprechungen.


Connoisseurs Corner, Foto: Silversea Cruises

Auf der Silver Endeavour gibt es außerdem die Connoisseur’s Corner, die für Silversea typische Zigarren- und Cognac-Lounge, eine Boutique, ein Einzelhandelsgeschäft mit einer ausgewählten Auswahl an Mode, Schmuck und Souvenirs, eine gemütliche Bibliothek und ein großes Fitnesscenter, mit modernsten Geräten, von Experten geleiteten Gruppenfitnesskursen und Personal Training.



Mit dem umfassendsten Angebot im Bereich der Ultra-Luxus-Expeditionskreuzfahrten können Passagiere ab sofort Landausflüge für alle veröffentlichten Abfahrten buchen. Um eine Ultra-Luxus-Expedition an Bord der Silver Endeavour oder einer anderen Reise von Silversea Cruises zu buchen, wenden Sie sich an einen Reiseberater oder besuchen Sie Silversea.com.

Alle Reisen der Silver Endeavour finden Sie hier.* (https://www.silversea.com/lp-silver-endeavour.html)

Text: PM Silversea Cruises

Hurrikan „Ian“: Viele Routenänderungen und ein Rekord

Der Hurrikan „Ian“ hat die Karibik heimgesucht und auch die Routen von über einem Dutzend Kreuzfahrtschiffen verändert. Häfen wurde geschlossen und Reiserouten geändert.

Einige Reedereien strichen auch ganze Reisen. Besonders heftig hat „Ian“ die Häfen Tampa, Jacksonville und Port Canaveral getroffen.

Die Reederei Disney kündigte die Streichung der Freitagsabfahrt der Disney Wish an. Die Drei-Tage-Reise wurde gestrichen, da sowohl der Hafen aus auch der Flughafen geschlossen wurden. Der Hafen musste erst noch untersucht und von der Coast Guard freigegeben werden.

Auch die erste 10-Tage-Reise der Norwegian Getaway der Norwegian Cruise Line vom 29. September ab Port Canaveral in die westliche Karibik wurde gestrichen. Das Schiff wurde schon auf der Anreise durch Hurrikan „Fiona“ betroffen und machte am 27. September in New York fest, wo die Reise beendet wurde.


Foto: Frank Behling

Von Royal Caribbean sind die Schiffe Mariner of the Seas und Independence of the Seas betroffen, die von Port Canaveral fahren sollten. Beide Schiffe blieben länger auf See und warteten dort das Ende der Hafensperre ab.

Bei der Carnival Cruise Line hat es besonders die Carnival Liberty, Carnival Elation und Carnival Paradise getroffen. Die Carnival Elation musste auf See die Öffnung des Hafens von Jacksonville abwarten. Die Carnival Paradise wartete die Öffnung des Basishafens Tampa im mexikanischen Cozumel ab. Die Reise am 29. September ab Tampa wurde aber gestrichen. Genauso die Reise der Carnival Elation am 29. September von Jacksonville sowie die Reise der Carnival Liberty am 30. September von Port Canaveral aus.

Zu den „Gewinnern“ des Hurrikans „Ian“ gehört diesmal die Dominikanische Republik. Der Hafen von Puerto Plata an der Nordküste fertigte am 28. September ungeplant die beiden MSC-Kreuzfahrer MSC Seashore und MSC Divina ab. Die MSC Divina war ebenfalls vor dem Hurrikan nach Süden ausgewichen und hatte den Anlauf in Ocean Cay auf den Bahamas gestrichen.

Die MSC Seashore änderte bereits eine Woche vorher die Route. Statt zu den Cayman Islands und nach Jamaika ging es nach Ocean Cay, Nassau (Bahamas) und nach Puerto Plata. Im Carnival-Privathafen Amber Cove bei Puerto Plata machten zeitgleich mit den MSC-Schiffen die Carnival-Schiffe Mardi Gras und Carnival Freedom fest.


Mardis Gras im Carnival-Privathafen Amber Cove bei Puerto Plata, Foto: Frank Behling

Zusammen mit den vier Schiffen waren am 28. September erstmals an einem Tag rund 20.000 Passagiere in der Hafenstadt Puerto Plata. Für die 150.000-Einwohner-Stadt war das der neue Tourismus-Rekord.

Seit der Einweihung des neuen Kreuzfahrtterminals am 15. Dezember 2021 waren noch nie zeitgleich vier so große Schiffe in der Puerto-Plata-Region an der Nordküste der Dominikanischen Republik.

MSC konnte dabei vom Ausbau des neuen Kreuzfahrtterminals Taino Bay profitieren, der jetzt schon für zwei Kreuzfahrer mit mehr als 300 Meter Länge geeignet ist. Bis 2023 soll die Anlage so erweitert werden, dass dort drei Kreuzfahrtschiffe mit jeweils mehr als 300 Meter Länge festmachen können.

Als am 29. September kurz vor Mittag Ortszeit Miami sowie das benachbarte Port Everglades nach dem Abflauen des Hurrikans wieder für die Schifffahrt geöffnet wurden, war ein Ende der Sperrungen in Sicht. Als erste Kreuzfahrer liefen die Roald Amundsen der Hurtigruten und die Carnival Sunrise in Miami ein. In Port Everglades war es der Öltanker Utah Voyager.

Die Roald Amundsen hatte einen Tag Verspätung, den sie durch Kreuzen in den Inseln der Bahamas verbrachte. Das zweite Hurtigruten-Schiff Fram musste in der Karibik schon einen größeren Umweg fahren. Die Fram hat auf dem Weg von Kanada zum Panama-Kanal etwa zwei Tage durch „Ian“ verloren. FB