Brennstart in Turku: Typschiff der Icon-Klasse soll neue Maßstäbe setzen

Foto: Royal Caribbean International

Nicht mit ihrer Größe, sondern durch ihre Umweltverträglichkeit, Effizienz und das komplexe wie auch innovative Angebot für die Passagiere soll die neue Icon-Schiffsklasse für Royal Caribbean International neue Maßstäbe setzen. Am 14. Juni 2021 fand bei der Meyer Werft in Turku nicht nur der Brennstart für die Bau-Nr. 1400, sondern auch die Bekanntgabe des Namens des Typschiffes statt, das als Icon of the Seas im 3. Quartal 2003 in Fahrt kommen soll.

Foto: Royal Caribbean International

Für Meyer Turku ist das erste Schiff der Icon-Klasse eine Herausforderung und zugleich eine hervorragende Gelegenheit, die höchste Spitze im Schiffbau zu erreichen. „Wir haben mit Spannung diese Herausforderung angenommen. Nachdem jetzt die Produktion in unseren Fertigungshallen begonnen hat, sehen wir, wie die Ergebnisse unseres Designs physisch Form annehmen. Das ist immer ein besonderer Moment für uns Schiffbauer“, betonte CEO Tim Meyer bei der Zeremonie, an der auch sein Vater und Chairman of the Board Bernard Meyer sowie Richard Fain, CEO der Royal Caribbean Group, sowie Harri Kulovaara, Excecutive Vice President of Maritime & Newbuilds, persönlich teilnahmen.

Am 10. Oktober 2016 hatte Royal Caribbean zunächst zwei Einheiten dieser Klasse bei Meyer bestellt, die ursprünglich im 2. Quartal 2022 (Bau-Nr. 1400) und 2024 (Bau-Nr. 1401) geliefert werden sollten, Anfang Juli 2019 wurde noch ein dritter Nachbau (Bau-Nr. 1402) zur Lieferung 2025 nachbestellt. Inzwischen wurden die Ablieferungsdaten auch vor dem Hintergrund der Pandemie auf das 3. Quartal 2023, 2. Quartal 2025 bzw. 2. Quartal 2026 verschoben. Bei den nach den Vorschriften und unter Aufsicht des DNV (früher DNV GL) zu erstellenden Neubauten handelt es sich um ca. 218 000 BRZ große Schiffe für mehr als 5200 Gäste.

Besonderer Fokus wurde auf die Implementierung modernster Umweltschutz-Technologien gerichtet. Neben dem Betrieb mit verflüssigtem Erdgas (LNG) wird Luftblasen-Schmierung des Unterwasserschiffes den Reibungswiderstand deutlich reduzieren und durch ein fortschrittliches Abwärme-Rückgewinnungssystem sollen bis zu 3 MW zusätzlicher Energie generiert werden. Schon in früheren Mitteilungen der Reederei wurde darauf hingewiesen, dass auch Brennstoffzellen für die Bordnetzversorgung installiert werden. Einzelheiten über weitere „game-changing Features“ und eine Aussenansicht will die Reederei erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen. JPM

Video: Youtube/Royal Caribbean