Corona: Keine Entspannung in Norwegen

Foto: Frank Behling

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie ist auch in Norwegen bislang nicht zu stoppen gewesen. Da sich die Zahlen gerade in den Regionen um die großen Städte Oslo und Bergen nicht senken lassen, droht auch in Norwegen ein längerer und härterer Lockdown. Die Regierung hat keine Erleichterungen für den Reiseverkehr in Aussicht gestellt. 450 Personen sind auf den Intensivstationen der Krankenhäuser.

Die Reederei Color Line richtet sich deshalb auf eine längere Unterbrechung des Passagierverkehrs mit Fähren nach Norwegen ein. Lediglich die Frachtfähre Color Carrier sowie die Superspeed-Fähren sind aktiv im Einsatz.

Am 4. Januar hatte die Color Line den Passagierverkehr zwischen Kiel und Oslo für zunächst zwei Wochen ausgesetzt. Da sich die Infektionslage in Norwegen in dieser Zeit nicht entspannt hat, wird diese Pause fortgesetzt.

Derzeit ist auch noch offen, wann es wieder eine normale Einreise von Touristen nach Norwegen geben wird. Planung für Reisen im Frühjahr sind derzeit nicht möglich. Die norwegische Regierung unter Führung von Ministerpräsidentin Erna Solberg hatte zuletzt Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität eine Absage erteilt. „Man befinde sich in einer sehr ernsten Situation“, so Solberg.

Die Infektionszahlen sind auch in Norwegen in den ersten Januartagen stark gestiegen. So gab es in der zweiten Januarwoche zum Teil 500 bis 700 Neuinfektionen pro Tag in Norwegen. Sollten sich diese Zahlen festigen, wird nicht mit einer schnellen Normalisierung des Reiseverkehrs 2021 nach Norwegen gerechnet.

Es gibt aber auch einen Lichtblick. Am 14. Januar gab es an einem Tag mit 75 Neuinfektionen den niedrigsten Wert seit dem 12. September. Von Entwarnung will die norwegische Gesundheitsbehörde NIPH aber deshalb nicht sprechen. FB