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Im Reich von Neptun und Poseidon

Adria und Ägais können sicher als einer der maritimen Ursprünge der westlichen Zivilisation gesehen werden. Während der nördliche Teil des Mittelmeeres dem römischen Gott Neptun zugeschrieben wird, herrscht der griechische Gott Poseidon über die Ägäis. Frank Dieter Sistenich berichtet von einer Reise auf der Star Flyer, die beide Meere miteinander verbindet.

Wer Venedig im Hochsommer bereist muss einen guten Grund dafür haben. Und welcher Anlass wäre hier trefflicher als eine Reise mit der Star Flyer entlang der kroatischen Küste bis tief hinein in das Herz der Ägäis? Überhaupt ließe sich kaum ein schönerer Startpunkt für eine Segelkreuzfahrt denken, steht doch diese historisierende Reiseform im Einklang mit der reichen Geschichte dieser Hafenstadt. Auch Marc O’Polo, der berühmteste Sohn der Stadt, ist gesegelt, seinerzeit vier Jahre lang auf dem Rückweg seiner großen Asienreise (1291-95).

Obwohl die meisten Kreuzfahrtschiffe nach den jüngsten Regelungen vor Ort weiter außerhalb des historischen Kerns der Altstadt Venedigs anlegen müssen, hat die Star Flyer vor dem Hintergrund ihrer smarten Größe noch immer das Privileg, am Pier direkt an den Toren der Altstadt bei San Basilio zu residieren. In den späten Nachmittagsstunden gegen 17 Uhr heißt es „Leinen los“ und das Gleiten der Star Flyer durch die lebendige Lagune der Stadt mit dem Lotsen an Bord vor den Klängen von Vangelis hat einen dezidiert romantischen Charakter. Lange noch bleiben alle Gäste an Deck und bestaunen das Schauspiel mit dem Blick auf die vielen vorbeirauschenden Sehenswürdigkeiten der Stadt, bevor erst das wiederholte Klingeln des Chefkochs ebenso eindrücklich und endgültig zum Dinner mahnt. Es hat zu dunkeln begonnen und das Restaurant erscheint nun allen zur Freude der vielen Kellner als die passende Abendalternative, sich kennenzulernen. An allen Abenden wird ein à la carte Menü ergänzt durch diverse Buffetalternativen geboten. Die Küche ist international und orientiert sich an den Frisch­produkten der jeweilig bereisten Region.

Wenn sich am ersten Abend die Gäste der Reise einander vorstellen fällt angenehm auf, wie jung und international das Publikum ist. Die ursprüngliche Idee des Firmengründers Michael Krafft, die alten Großsegler nachzubauen und touristisch zu nutzen, hat sich über die Jahre zunehmend verfestigt. Die Segel werden aus ökonomischen Gründen mit der Unterstützung eines Motors gesetzt. Aber auch hierzu ist die Einbindung der vielen Matrosen im Umgang mit den vielen Seilen an Deck zwingend nötig. Es fällt deutlich ins Gewicht, dass wenn immer möglich, unter Segeln gereist wird….

…. Lesen Sie weiter in der aktuellen Ausgabe.

Fotos: Frank Sistenich, enapress.com

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