Kategorie: Neueste

Die Farben der Südsee

Die Fidschi-Inseln sind ein Paradies für Schnorchler und Taucher. Martin Müller (Text) und Holger Leue (Fotos) fuhren an Bord der REEF ENDEAVOUR durch das Archipel.

Ilisoni Vibosi, der famos überkandidelte Hospitality Manager der MV Reef Endeavour, versprüht den umwerfenden Charme der Fidschianer. Ein landestypisches Mannsbild von einschüchternder Rugbyspieler-Statur, überwältigt er uns bei der Begrüßung an Bord spielend mit einem Strahlen, das bis zur keck am Ohr flatternden Hibiskusblüte reicht. Exzentrisch, lässig und zugleich im maßgeschneiderten Habitus, setzt Ilisoni den lebensfrohen Ton für unsere Seereise zwischen entlegenen fidschianischen Inseln.

Foto: Holger Leue/leue-photo.com

Wir sind im Westen des Inselstaats unterwegs. Die Yasawas ragen im trockenen Lee der Hauptinseln gebirgig aus dem Pazifik. Hier ist Fidschi von kaum berührter Natur und versprengtem Dorfleben ohne Supermärkte und Bankautomaten geprägt. Die Gastlichkeit kommt ohne Schnickschnack aus und ist in lokales Leben gebettet. Die flotte Fähre Yasawa Flyer macht hier täglich die große Runde zwischen dem Hafen Denarau auf Viti Levu und den Archipelen der Mamanucas und Yasawas. Samthäutige skandinavische Twens und von allen Sonnen gegerbte Best Ager lassen sich in den Insel-Resorts für einen Südsee-Urlaub zwischen Wandern, Dösen, Schnorcheln und Tauchen absetzen. Während wir auf der kaum mittelgroßen Reef Endeavour zwar keine waschechte Entdecker-Kreuzfahrt erleben, dafür aber ein Movie ins unendlich Blaue. Die Stimmung unter den maximal 130 Gästen an Bord könnte entspannter nicht sein. Für Australier und Neuseeländer ist Fidschi ein Katzensprung, weshalb manche Wiederholungstäter sind. Oft ist das schnittige weiße Schiff nur halb ausgelastet, weshalb schnell Intimität und Kameraderie den herzlichen englischen Umgangston bestimmen. Auch die Kleidung ist leger, nur zum Kapitänsdinner kramt man lange Hose und schickes luftiges Kleid hervor. Bei Dorfbesuchen sind mindestens lange Shorts angesagt, Tank Tops und Baseballcaps tabu. Die praktisch und luxusfrei gestalteten Kabinen in Ocker- und Walnusstönen auf den drei Wohndecks sind 14 und 28 qm groß. Die meisten Passagiere nutzen sie nur zum Schlafen, verbringen viel lieber Zeit auf dem Sonnendeck, im Gespräch oder schlendern für den Tagescocktail zum freundlichen Barmann. Der Pool wird fast nur von Kindern benutzt, während die Eltern sich auf die nächste Schnorchel- oder Landtour vorbereiten…

Foto: Holger Leue/leue-photo.com

… Lesen Sie weiter im Printheft 3/2020.

Fotos: Holger Leue/leue-photo.com

Flusskreuzfahrt modern

Die Flusskreuzfahrt zu verjüngen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. nicko cruises hat mit der nickoVISION alle Voraussetzungen geschaffen und das Produkt kommt gut an. Das ist kaum verwunderlich: Drei Restaurants und eine lange Tischzeit, moderne Kabinen und aktivere Ausflüge sprechen für sich, findet Peggy Günther.

Achtzehn Uhr – Abfahrt in Wien. Viele Gäste der nickoVISION stehen noch an Deck, genießen den Blick auf die Strände der Donauinsel. Manche bestellen einen Aperitif in der Lounge und suchen sich dabei schon mal optisch einen Tisch im Hauptrestaurant aus. Der lichtdurchflutete Übergang zwischen Bar und Restaurant ist zwischen den Decks fließend gestaltet. Einige Passagiere entscheiden sich für einen Platz am Heck mit Blick aufs Fahrwasser in Mario‘s Grill. Hier werden unter anderem Steaks und Lachs serviert. Außerdem lockt noch das intime Spezialitätenrestaurant „Manhattan“ mit Jazzclub-Atmosphäre und festem Menü. Dank drei kulinarischer Alternativen herrscht eine entspannte Stimmung an Bord. Niemand muss pünktlich beim Abendessen sitzen und trotzdem läuft der Service zügig ab. Das ist ein Novum in der Flusskreuzfahrt.

Zum Wohlfühlfaktor trägt auch das moderne Design bei. Der Gast wird von einem schicken Interieur in Blau und Beige, kombiniert mit dunklen Hölzern empfangen. Das Konzept stammt aus der Feder von Robert Reitsma, dem kreativen Kopf der Reederei Scylla, dem Eigner der nickoVISION. Die gut geschnittenen Kabinen messen 14 Quadratmeter und ihre vierte Wand besteht auf dem Ober- und dem Mitteldeck komplett aus Glas. Entspannen mit Blick ist auch in der Sauna oder im kleinen Fitnessraum auf dem Hauptdeck möglich. Das frische Konzept wendet sich an ein jüngeres Publikum: Die nickoVISION ist ein Schiff für die Generation 60 plus. Und da diese oft noch deutlich fitter sind als die 70- bis 80-jährigen, sind nun auch aktivere Ausflüge im Programm: mehr Stadtrundgänge statt Busfahrten.

Das lässt sich auf den Donaufahrten hervorragend umsetzen: Das historische Ybbs können die Passagiere beispielsweise wunderbar vom Anleger aus zu Fuß erkunden. Zwischen Salzamt und Weinmaut läuft man durchs Sandtörl in die Altstadt, wo die Donauschiffer früher in 14 Wirtshäusern die schwierige Passage des Strudengaus feierten…

… Lesen Sie weiter in AN BORD.

Fotos: Peggy Günther, enapress.com

Quarantäne brechen mit Mark Twain

Quarantäne, Einreiseverbote und geschlossene Häfen: Was in Corona-Zeiten für Kreuzfahrtgäste ein hoch aktuelles Ärgernis ist, gab es auch schon vor über 150 Jahren. Wie der Schriftsteller Mark Twain auf seiner Seereise trickreich die behördlichen Anordnungen unterlief, berichtet Karsten Eichner.

Der illustre Passagier aus Übersee ist am Boden zerstört: Zum ersten Mal fährt er per Schiff nach Griechenland – und soll nun wegen strenger Quarantäne-Bestimmungen nicht ins Land der klassischen Antike einreisen und die Akropolis aus der Nähe sehen dürfen. Was in den vergangenen Wochen zahlreiche Kreuzfahrtgäste in Südostasien, der Karibik und anderswo schmerzhaft erlebt haben, das ist bereits anno 1867 auch dem amerikanischen Autor und Reiseschriftsteller Mark Twain (1835-1910) auf seiner Seereise durchs Mittelmeer passiert. Damals grassiert in weiten Teilen Europas eine erneute Cholera-Epidemie, und die örtlichen Behörden fahren schwere Geschütze auf: Spanien und Malta dürfen gar nicht angesteuert werden, auch Lissabon ist tabu, in Norditalien herrscht die Seuchen-Angst und in Griechenland gilt vor Einreise zumindest eine elftägige Quarantäne.

Kein Landgang für 40 Tage

Mark Twain (Samuel L. Clemens, 1835-1910) Foto: Brian – stock.adobe.com

Quarantäne – das bezeichnet seit der großen Pest-Epidemie im 14. Jahrhundert die Zeitspanne von ursprünglich 40 (lat.: quadraginta) Tagen. In diesem Zeitraum wurde allen Seeleuten aus pestverdächtigen Schiffen der Landgang verwehrt. Auch Mitte des 19. Jahrhunderts sind die hygienischen Bedingungen in Südeuropa noch alles andere als vorbildlich und leisten damit der Pandemie Vorschub – ein Schock für die Touristen aus Übersee. Den bekommt Twain beispielsweise beim Landgang in Civitavecchia, noch heute dem bevorzugten Kreuzfahrthafen für Tagesausflüge nach Rom. Twain notiert staunend und mit unverhohlenem Sarkasmus über die Bewohner: „Sie sind sehr unsauber, diese Leute (…). Wenn sie jemanden mit einem sauberen Hemd sehen, erregt das ihre Verachtung. Die Frauen waschen an den öffentlichen Brunnen in den Straßen den halben Tag lang Wäsche, aber die gehört wahrscheinlich jemand anderem.“ Anderswo ist es kaum besser: In einem öffentlichen Badehaus in Mailand muss Twain aus der Wanne heraus eine halbe Stunde lang in allen möglichen europäischen Sprachen lautstark rufen, bevor er ein Stück Seife erhält…

Cadiz

… Lesen Sie weiter im aktuellen Heft.

Fotos: enapress.com, Brian – stock.adobe.com, neirfy – stock.adobe.com

NEWS & Pressemitteilungen

News & Aktuelles aus dem Juni 2020

News & Aktuelles aus dem Mai 2020

News & Aktuelles aus dem April 2020

Ins Herz von Schlesien

In den vorpommerschen Häfen ist sie während der Sommermonate ein bekannter Gast, die schneeweiße THURGAU SAXONIA. Peer Schmidt-Walther hat sie noch als SAXONIA oft in Stralsund erlebt. Im Frühjahr jedoch weicht sie von ihrem Fahrplan ab.

Dann nämlich geht die THURGAU SAXONIA auf einen geschichtsträchtigen Südost-Kurs.
In Berlin-Spandau startet der Tausendtonner. Weiter über die Havelseen-Kette, den Oder-Havel-Kanal, Eberswalde, das Schiffshebewerk Niederfinow nach Frankfurt/Oder. „Ich wäre zwar lieber ab Hohensaaten links herum Richtung Ostsee nach Stralsund gefahren, aber auch eine Oder-Fahrt hat ihre speziellen Reize“, weiß der Kapitän aus langjähriger Schiffer-Erfahrung auf dem deutsch-polnischen Strom.
Frischer Wind weht den zusteigenden Passagieren ins Gesicht. Oder-Kreuzfahrt-Pionier Magner hingegen freut sich auf sein heimatliches Revier.

Naturbelassenes Bauernweib
Als die THURGAU SAXONIA in den trägen Fluss dreht, ist das Zittern kaum zu spüren. „Wie ein sanfter Schauer“, meint eine Seniorin poetisch, „kriechen die Schwingungen aus dem Maschinenraum durch die Kabinen.“
Mit dreifacher Schrittgeschwindigkeit und 1000 PS gleitet die THURGAU SAXONIA zu Berg, wie die Flussaufwärts-Richtung in der Fachsprache heißt. Kilometer um Kilometer schlängelt sich das 82 Meter lange Vier-Sterne-Schiff auf dem windungsreichen Fluss mit seinen oft schilfgesäumten Ufern voran. Er hat für Auge und Kamera nur stille Sensationen zu bieten: Landschaft satt samt seltene Vögel wie Seeadler und Kraniche – Hauptunterhaltung für die 60 Passagiere. Hin und wieder äsen Rehe auf den Wiesen. Ortschaften werden selten passiert, so dass die Reiseleiterin wenig ansagen muss. Die für Abwechslung sorgende Frachtschifffahrt ist seit der Wende fast eingeschlafen.
„Unter den deutschen Flüssen ist die Oder wie ein Bauernweib unter Großen und Edlen“, schrieb einst ein schlesischer Dichter. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich an den weitgehend naturbelassenen Ufern nicht viel getan. Nachdenklichkeit erzeugen allerdings zerschossene Brücken- und Hausruinen, die manchmal hinter den ausgefransten Ufern über den Deich ragen. Buhnen – sie sollen die Strömung regulieren und das Fahrwasser ausreichend tief halten – sind auf polnischer Seite, wo alte Landkarten die preußische Provinz Schlesien verzeichnen, unter- und überspült….

Lesen Sie weiter im aktuellen Heft.

Fotos: Peer Schmidt-Walther, nicko cruises, Thurgau Travel, daimon77/istockphoto.com

Vom Baggerloch zum Paradies

Der Leuchtturm von Ocean Cay überragt alles. Das rotweiße Stahlbauwerk markiert den Eingang zu einer Traumwelt. Schneeweißer Sand, Palmen und kleine bunte Häuschen bieten eine Kulisse wie aus einen Katalog der Bahamas. Die Reederei MSC hat dieses Paradies schaffen lassen.
Frank Behling berichtet.

Es ist die neueste Privatinsel der Kreuzfahrtwelt. Wenn man es genau nimmt, hat das Braunkohlenrevier in der Lausitz für Ocean Cay Pate gestanden. Jede Industrielandschaft bietet für einen Touristiker eine Chance. Das gilt im düsteren Ruhrpott genauso wie in der Lausitz oder auf den sonnigen Inseln der Bahamas.
„Es war sehr viel harte Arbeit nötig“, sagt Michelle McGregor. Als die Managerin 2016 bei MSC anheuerte, hatte sie schon viel Erfahrung mit Privatinseln in der Karibik. Ocean Cay war aber anderes. „Der Sand hier ist ganz besonders. Fest und zugleich sehr weich“, schwärmt die Kanadierin.

Genau das war auch der Grund, weshalb Ocean Cay fast 50 Jahre lang das Baggerloch für Florida war. „Von hier aus wurde der Sand rüber zu den Stränden Floridas gebracht“, erzählt McGregor. Neben Öl und Krabben ist Sand ein wichtiges Exportgut der Bahamas.
Als MSC für die Karibik vor zehn Jahren eine Insel suchte,­ wurden die Manager aus der Schweiz schnell auf diese Bagger-Stelle aufmerksam, die nur einen nautischen Steinwurf von 60 Meilen vor der Einfahrt von Miami liegt.

Ocean Cay

Die Reederei pachtete die Insel für 99 Jahre und gab 300 Millionen Dollar aus, damit die Industrie-Ruine zum Naturparadies wurde. „Das war wirklich ein Abenteuer. Mal haben wir eine Maschine, mal einen Tank mit Diesel ausgegraben“, erzählt sie. Über 3000 Tonnen Schrott legten die Arbeiter frei.
„Die Natur spielte bei diesem Projekt eine wichtige Rolle“,­ sagt Carl Gustav Lundin. Der Schwede ist Direktor der Weltnaturschutzorganisation IUCN und Berater von MSC. Geht es aber, wenn Kreuzfahrtschiffe wie die MSC MERAVIGLIA mit 5000 Passagieren die 18 Hektar große Insel besuchen? „Es kommt darauf an, was die Menschen auf der Insel machen. Wenn sich die Menschen an Regeln halten, dann ist das alles kein Problem“, so Lundin. Die Regeln bei Ocean Cay sind klar: Kein Plastik und kein Lärm. Ocean Cay ist kein karibischer Vergnügungspark. „Nein, es ist ein Ort der Erholung und der Ruhe“, so McGregor….

Fotos: Frank Behling

Mit Picasso in den Pazifik

Es gibt in diesen Tagen Reedereien, die schauen mit gebannter Sorge auf die Werften. Bei der Einhaltung der Ablieferungstermine sind angesichts übervoller Auftragsbücher einige Werften für Kreuzfahrtschiffe gerade am Limit. Nicht so in Ancona, wo die neue SEVEN SEAS SPLENDOR gebaut wird. Frank Behling berichtet.

Am 6. Februar soll der Neubau von Regent Seven Seas Cruises, die SEVEN SEAS SPLENDOR, von Barcelona aus nach Miami zur Jungfernfahrt starten. Der Termin war nie in Gefahr – die Werft hat pünktlich geliefert. Im März 2018 wurde der Bau begonnen und bereits am 15. September war das 224 Meter lange Luxuskreuzfahrtschiff im Hafen von Triest erstmals zu bewundern.

Bei der Termintreue ist die Fincantieri-Werft in Ancona an der Adria bekannt. Das auf kleine und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe fokussierte Unternehmen hat mit der SEVEN SEAS SPLENDOR das zweite von drei Schiffen der neuen „Explorer“-Klasse gebaut. 750 Passagiere und 542 Crewmitglieder sollen mit dem eleganten Schiff im Design einer Luxusyacht zukünftig entlang der Küsten Europas, der Karibik und bis in den Pazifik reisen.
Die ersten Ziele sind nach Florida die Karibik, Kalifornien und dann das westliche Mittelmeer. Auf den 14 Decks des Schiffes gibt es dabei nicht nur die klassische Einrichtung, die mit großzügiger Raumgestaltung glänzt.
Das offene Raumkonzept dient vor allem auch der Präsentation der Kunst. Die Reederei hat beim Design des Neubaus fünf Millionen US Dollar in eine kuratierte Kunstsammlung investiert. Diese Sammlung umfasst Werke von 200 Künstlern aus aller Welt. „Die Kunstsammlung ist eine der anspruchsvollsten Sammlungen musealer Kunst des 20. Und 21. Jahrhunderts auf See“, sagt Frank del Rio, Präsident von Norwegian Cruise Line Holding, zu der auch die Luxusmarke Regent Seven Seas Cruises gehört.
Höhepunkte sind dabei die beiden Werke „Le Taureau Noir“ und „Notre Dame de Vie“ von Pablo Picasso, die in der Regent Suite und dem Restaurant „Prime 7“ hängen. In dem Restaurant hängen auch Werke von Eduardo Arranz-Bravo. Weitere Künstler sind Juan Roberto Diago, Wifredo Lam, Joan Miro und Roberto Matta…

… Lesen Sie weiter in AN BORD.

Fotos: enapress.com, Regent Seven Seas Cruises

„Costa Smeralda“ – Start in eine neue Ära

Für Stammkunden der Reederei Costa hat der Start in eine neue Ära begonnen. Nach dem Jahrzehnt der glitzernden und gläsernen Schiffbaukunst italienischer Werften, startet das Jahrzehnt der eleganten Funktionalität. Die Costa Smeralda eröffnet diese Ära. Seit Weihnachten ist das neue Flaggschiff für Costa in Dienst. Frank Behling war an Bord.

„Die Costa Smeralda ist das, was ein neues Zeitalter ist“, so Neil Palomba bei der Präsentation des Neubaus am 18. Dezember im Barcelona. Auf den Tag hatte die gesamte Costa-Crew sehnlichst gewartet. Der Bau des Schiffes war auf der Meyer Turku Werft auf der Zielgeraden ins Stocken geraten und erst zwei Monate später als geplant beendet worden.
Das, was die finnischen und deutschen Konstrukteure der Meyer-Gruppe aber geliefert haben, verzückt Palomba. „Wir haben nicht nur irgendein neues Schiff, wir haben hier auch das Schiff mit der besten Nachhaltigkeit“, so der Costa-Präsident.
Der 337 Meter lange und 42 Meter breite Neubau ist ein Schiff der neuen Helios-Klasse der Carnival-Gruppe. Das deutsche Schwesterschiff ist die AIDAnova, die die gleiche Plattform hat. Das bedeutet, die Decks 1 bis 3 mit Maschinenräumen, Lagerräumen und den großen LNG-Tanks sind exakt baugleich.

Oberhalb von Deck 4 beginnt die neue Costa Welt. Und genau die wird Costa-Vielfahrer verzaubern. Die Aufzählung der 15 Restaurants und 17 Bars wäre das Eine. Es ist aber die Anordnung, die Aufteilung der Räume an Bord, die den besonderen Charme ausmacht. Die Architekten rund um Adam Tihany und die Hamburger Partnership Design-Crew haben den Schwerpunkt auf die Entdeckung der Räume gesetzt.
Die Zeiten gigantischer Atrien, großer Theater und langer Promenaden sind vorbei. Wer über die Costa Smeralda geht, der braucht Zeit und Ruhe. „Es ist ein komplett neues Konzept. Der Passagier wird in das Schiff eintauchen und es erkunden“, so Palomba.
Beispiel Außendeck. Mehrere Pools und ein großer Aquapark bestimmen das Zentrum. Von diesem Zentrum aus geht es zu den großen Ruhezonen am Heck und über dem Bug. Die Zahl der Sonnenplätze ist bei der Costa Smeralda so groß wie bei keinem anderen Costa-Schiff. Die Oberdecks-Architektur unterscheidet sich mit den weitläufigen und geschwungenen Brücken und Schrägen auch deutlich von der AIDAnova.
Einen großen Unterschied zum deutschen Schwesterschiff auch auf den Promenadendecks 6 bis 8. Durch den Verzicht auf die unteren Balkonkabinen bietet die Costa Smeralda die Lungomare Riviera – eine um das ganze Schiff verlaufende Promenade. Sie bietet auf Deck 8 auch einen unverbauten Blick nach vorn aufs Meer….

… Lesen Sie weiter in AN BORD.

Fotos: Frank Behling, Costa Kreuzfahrten

Frische Farben und Landstrom

Phoenix Reisen machte die Artania auf der Lloyd Werft in Bremerhaven fit für die Weltreise 2019/2020 und überraschte nicht nur mit Young Generation Möbeln in frischen Farben. Oliver Asmussen berichtet.

In den vergangenen Jahren hat Phoenix Reisen etliche Millionen Euro in die Modernisierung der Artania fließen lassen, die im Jahr 2011 von P&O Cruises als Artemis übernommen wurde. Der 44.588 BRZ große, schmucke Kreuzfahrer mit Baujahr 1984 war schon bei seiner Indienststellung als Royal Princess seiner Zeit weit voraus. Kein anderes Kreuzfahrtschiff hatte seinerzeit so viele Balkonkabinen zu bieten und verfügte über ähnlich viele Außendeckflächen. Heute, rund 36 Jahre nach der Jungfernfahrt, ist die Artania technisch auf dem neuesten Stand. Das 231 m lange Kreuzfahrtschiff erfüllt alle Standards, die für weltweite Kreuzfahrten in den kommenden Jahren gefordert werden. So wurden nun auf der Lloyd Werft die Räumlichkeiten vorbereitet, um im kommenden Jahr die Technik für einen Landstrom-Anschluss zu komplettieren.

Ab sofort mit Marinediesel statt Schweröl
Um den verschärften, internationalen Bestimmungen für den Ausstoß von Schadstoffen, insbesondere von Schwefel, Feinstaub und Ruß gerecht zu werden, sind die Tanks komplett gereinigt worden. Die Artania fährt ab sofort nur noch mit dem deutlich umweltfreundlicheren Marinediesel. Die vier Hauptmotoren wurden bei einem langen Werftaufenthalt im Herbst 2014 komplett ausgewechselt und bieten nahezu perfekte Voraussetzungen, um für viele weitere Jahre auf einem technisch sehr hohen Niveau unterwegs zu sein. Sämtliche Generatoren und Zuleitungen sind in den letzten acht Jahren durch neue Technik ersetzt worden, so verfügt die Artania auch über eine neue Anlage zur Abwasseraufbereitung.

Nicht nur 272 Kabinen renoviert
Bereits seit über acht Jahren fährt das von Lady Diana getaufte Kreuzfahrtschiff nun unter der Charterflagge von Phoenix Reisen und ist seither auf allen Decks mindestens einmal renoviert worden. Beim aktuellen Werftaufenthalt haben insgesamt bis zu 1.300 Menschen dafür gesorgt, dass die Artania am 12. Dezember fein herausgeputzt mit neuen Gästen von Hamburg aus in See stechen konnte. Rund 1,2 Millionen EUR sind bei diesem Werftaufenthalt in die technischen Bereiche geflossen. Es wurden beeindruckende 65km Kabel neu verlegt und 272 Kabinen auf Deck 4 und 5 renoviert. Die Leuchtmittel in den Kabinen wurden komplett auf LED umgestellt. Es wurde aber auch in anderen Bereichen zum Teil auffällig renoviert….

… Lesen Sie weiter in AN BORD.

Fotos: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.com

Zwischen Olivenhainen und Weinbergen

Beeindruckende Natur, alte Städte und ein Schiff mit Geschichte. Axel Scheibe war mit der TARIN und per Rad unterwegs durch Istrien.

Was eignet sich besser, um Istrien kennenzulernen als ein Schiff. Dazu noch eines mit Tradition und, wer an seine Gesundheit denkt, eines mit Fahrrädern an Deck. So wie die TARIN. 1943 gebaut, ursprünglich gedacht und genutzt für Frachttransporte erhielt sie 2004 eine komplette Runderneuerung und Umgestaltung. Seither ist sie mit ihrem 450 PS starken Motor und bis zu 20 Passagieren vor der Küste Istriens unterwegs. Fünf Besatzungsmitglieder kümmern sich um das Wohl der Gäste und um die Fahrräder. Die sind wichtig. Wer sich für eine Kreuzfahrt auf der TARIN entscheidet, entscheidet sich auch für die Kombination Rad/Schiff. Das bedeutet, während das Schiff im Hafen liegt oder bereits den nächsten Liegeplatz ansteuert, geht es täglich mit dem Drahtesel auf Tour. Auf zwei Rädern kommt man Land und Leuten am nächsten und kann die grandiose Landschaft in vollen Zügen genießen.

Das hat sich auch bis über den Großen Teich hinweg herumgesprochen und so ist es heute eine 18-köpfige Gruppe rüstiger Rentner aus New Jersey, die im Hafen von Pula das Schiff entert. Vorfreude im Gesicht und an mancher Tasche baumelt bereits der Fahrradhelm.
Die Maße der TARIN von 22 m in der Länge und 6,20 m in der Breite sind überschaubar. Kein Wunder, dass es dann auch in den Kabinen recht eng zugeht. Mit rund 8 Quadratmetern gehören sie wohl sicher zu den kleinsten ihrer Art. Praktisch eingerichtet, das ist ok. Doch mit einigen Komforteinbußen muss man leben. Es sind die Erlebnisse, die in den kommenden Tagen durchaus dafür entschädigen, dass es selbst unter Jugendherbergsbedingungen luxuriöser zugeht. Nun gut, das Wetter spielt mit, und so beschränkt sich die Kabinennutzung letztlich sowieso nur auf die Nacht. Begehrter sind die luftigen Plätze im Außenbereich und bei Sonnenanbetern die Liegen ganz oben, dort wo man dem blauen Himmel am nächsten ist. Wer sich für Istrien entscheidet, entscheidet sich für kristallklares Meer, Sonne, romantische kleine Städte, das wahrscheinlich beste Olivenöl der Welt (Die Einheimischen sind zumindest davon überzeugt.) und nicht zu vergessen edle Weine. Die Luft ist voll vom Duft der Pinien. Besonders für die, die sich aus den Städten und von den Küsten ins Hinterland wagen, wo Weinreben an sonnenverwöhnten Hängen wachsen. Zypressenumsäumte Alleen weisen den Weg. Die Radreiseleiter Ina und Alwin sind immer zur Stelle, wenn es einmal klemmt. Und erzählen Interessantes, Spannendes und Überraschendes aus und über ihre Heimat. So wie Weinberge und Olivenhaine sich abwechseln, so wechseln sich auch die einladenden Wegweiser ab, die zu Oliven-oder Weinproben in die kleinen malerischen Dörfer einladen….

… Erfahren Sie wie es weiter geht in der AN BORD 1/2020.

Fotos: Axel Scheibe, enapress.com, concept w – stock.adobe.com