Kategorie: Neueste

NEWS & Pressemitteilungen


News & Aktuelles aus September 2022

News & Aktuelles aus August 2022

News & Aktuelles aus Juli 2022

News & Aktuelles aus Juni 2022

News & Aktuelles aus Mai 2022

News & Aktuelles aus April 2022

News & Aktuelles aus März 2022

News & Aktuelles aus Februar 2022

News & Aktuelles aus Januar 2022

Flusswasser baut die Welt

Große Flüsse haben Imperien geschaffen, Kulturen zerstört und die Zivilisation geprägt. In die faszinierende „Weltgeschichte der Flüsse“ von Laurence C. Smith hat sich Roland Mischke eingelesen.

Foto: enapress.com

„Mit den ersten Regenfällen hat sich die Welt für immer verändert“, lautet der erste Satz in diesem Buch. Vor rund 100 Millionen Jahren soll unser Planet mit dem Mars kollidiert sein, die Erde fing Feuer und geriet in einen Schmelzprozess. Magma schäumte auf, wurde zu Ozeanen und wuchtete sich über den ganzen Planeten. Dann kam es zur Abkühlung, und auf einmal tauchten Spurenmengen von flüssigem Wasser auf. Sie formten mit den vom Himmel prasselnden Wassermassen die Kontinente. Aus Rinnsalen bildeten sich Bäche, Flüsse und Meere. Das Wasser lockerte das Gestein auf – es entstanden immer mehr Flüsse. „Das Wasser begann, die noch junge, dicker werdende Kontinentalkruste auszuwaschen, und eröffnete damit einen ewigen Krieg gegen die Kontinente“, erklärt Laurence C. Smith.

Foto: enapress.com

Eine fantastische Szenerie. Berge wurden abgeschliffen, ganze Kontinentalplatten weggerissen, neue Meere entstanden. Und überall Flüsse, sie „hatten die einzige Aufgabe: alles talwärts zu bewegen. Hinunter zum Meer“, so Smith. Das ging so Millionen Jahre, erst vor 800 bis 550 Millionen Jahren stieg die Sauerstoffverdunstung im Ozean an. „Schwämme, Plattwürmer und andere eigenartige neue Lebensformen des Meeres erschienen.“ Sie überdauerten weitere Millionen an Jahren, die Kontinente wurden immer mehr ausgebildet, mit Gebirgsketten, Tiefland und Ebenen. In den Talmulden formten sich die Flüsse. „Das zerstörerische Bauprojekt unserer Welt gelangt nie an ein Ende“, resümiert Smith. Die Flüsse „werden uns alle überdauern“…

… Lesen Sie weiter in der aktuellen Ausgabe.

Perfektes Zusammenspiel auf dem Wasser

Von Bordeaux aus durchquert die Reederei CroisiEurope jedes Jahr die Garonne, die Dordogne und die Gironde-Mündung, um die prestigeträchtigen Weinberge von Bordeaux zu erkunden.

Ein Bord- und Reisetagebuch von Pierre Wiame.

Wenn wir an Bord der CYRANO DE BERGERAC­ gehen, kribbelt der Frühling vor Fröhlichkeit. In Bordeaux verschmilzt er bereits mit dem Sommer. An den Kais blühen die Kirschbäume. Das weiße Schiff unter der Flagge von CroisiEurope­ hat eine ruhige Atmosphäre, die zur Inneneinrichtung passt: Die blau-weißen Farbtöne werden hier und da durch bunte Bilder von Obstgärten und blühenden­ Landschaften Frankreichs unterbrochen.

Foto: Gérald Gérault / via CroisiEurope

Genau in diese Gegenden werden wir gleiten, in dieses etwas geheime Frankreich. Beim Frühstück sieht man die verschlafenen Landschaften an sich vorbeiziehen, bevor sie sich aus dem Nebel befreien und von einem Sonnenstrahl erhellt werden – das ist immer ein reines Glück.

Wir begeben uns auf eine sechs Tage und fünf Nächte dauernde Kreuzfahrt durch eines der berühmtesten Weinanbaugebiete der Welt. Die CYRANO DE BERGERAC, wie sie 2013 nach einem der beliebtesten Stücke des französischen Theaters benannt wurde, macht sich bereit, auf der Garonne und der Dordogne zu segeln, zwei Flüssen­ mit einem Hauch von Meer, die in der Mündung der Gironde zusammenfließen. Mit einer Länge von 75 km und einer Breite von 12 km ist sie die größte in Europa.­ Dahinter liegt der Atlantik.

„Willkommen an Bord!“ Die 118 Passagiere sind überwiegend Franzosen. Ein amerikanisches und ein englisches Ehepaar haben den Ozean überquert, um in diese herrliche­ Gegend einzutauchen, die reich an berühmten Grands Crus und Châteaux ist – Margaux, seit 1885 als Grand Cru klassifiziert, Châteaux Petrus, Mouton Rothschild und Lafite Rothschild etc.. Mythische Bezeich­nungen, hinter denen sich jahrhundertealte Weinstöcke endlos über die ganz besonderen Hänge winden.

Foto: Pierre Wiame

„Der Krieg in der Ukraine. Das Unglück der Welt, Ihre persönlichen Sorgen. Ohne sie zu vergessen, versuchen Sie dennoch abzuschalten“, rät Pedro, der engagierte Purser, während des Begrüßungscocktails in einer lebhaften Lounge-Bar. Die Stimmung ist geprägt von einem herzlichen Wiedersehen mit dem Leben nach der Pandemie. Der Kapitän und seine Offiziere laden alle ein, auf die Freuden einer ruhigen Fahrt in idyllischen Gewässern anzustoßen, die 260 km von Hafen zu Hafen führen wird.

Abschalten und sich langsam fahren lassen. Das suchen die Passagiere in der familiären Intimität, die den Charme der Kreuzfahrten des Straßburger Familien-Unternehmens CroisiEurope ausmachen….

… Erfahren Sie wie es weiter geht in der aktuellen Ausgabe.

Die Türkei ist wieder zurück

Die großen türkischen Nationalflaggen an den gigantischen Masten entlang des Bosporus wehen im Wind. Das taten sie eigentlich immer. Neu ist aber: Sie sind wieder Fotomotiv für Touristen. Die Auszeit der Kreuzfahrtschiffe am Bosporus ist vorbei. Fast täglich machen wieder große Passagierschiffe am Golden Horn fest. Frank Behling berichtet.

„Eine attraktive und sichere Destination ist die Voraussetzung für den touristischen Erfolg“, sagt Mario Zanetti, Präsident von Costa Crociere. Zanetti­ sitzt an diesem Tag Anfang Mai in der Lounge der COSTA VENEZIA und präsentiert stolz die Eckdaten für den Sommer 2022. Es ist gerade drei Jahre her, da saß Zanetti­ an selber Stelle und freute sich über den Start der COSTA VENEZIA in China.

Kreuzfahrten in China waren 2019 der große Hoffnungsträger für die Branche. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 ist China für Kreuzfahrtreeder jedoch eine Art schwarzes Loch. Perspektiven für einen freien Tourismus fehlen im Reich der Mitte völlig.

Im Vergleich zu einem Hotel an Land haben Schiffe aber einen Vorteil: Sie sind mobil. Die COSTA VENEZIA wurde­ deshalb mobilisiert und kehrte aus dem asiatischen „Exil“ nach Europa zurück. Wiedererwacht aus dem touristischen Exil ist auch die Türkei.

Foto: Frank Behling

Nach Krieg, Terror, Putsch und Pandemie hat sich das Leben am Bosporus wieder normalisiert. Seit den Kommunalwahlen 2019 ist Ekrem Imamoglu von der republikanischen Volkspartei der Bürgermeister der 15 Millionen-Metropole. Er löste nach 25 Jahre die Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan ab. Frischer Wind auch bei Themen wie Weltoffenheit und der freiheitlichen Lebensform.

Mit Erfolg: Die Touristen kehren zurück und die Polizeiwagen verschwinden aus dem Stadtbild. Durch die Altstadt am Golden Horn, dem Basar, Topkapi-Palast und der Hagia Sophia schlendern wieder Touristen aus aller Welt. Von Korea bis Kanada sind alle Staaten wieder da.

Istanbul, Foto: enapress.com

Istanbul ist auch wieder Kreuzfahrtdestination. Seit dem 2. Mai fährt die COSTA VENEZIA vom Bosporus aus auf zwei einwöchigen Routen durch die Ägäis. „Ich freue mich, nach sechs Jahren wieder hier an diesem Ort zu sein. Es ist einfach schön. Der Galataport ist das modernste Terminal, das ich bislang gesehen habe“, sagt Tihomir Music, der Kapitän der COSTA VENEZIA.

Jeden Sonntag liegt das 5200-Betten-Schiff an den weißen Gummi-Fendern des Galataports. Bis November stehen im Wechsel Sieben-Tages-Törns an, die auch zu einer 14-Tage-Tour kombiniert werden können. Das italienische Schiff steuert Kusadasi, Heraklion, Piräus, Izmir, Bodrum und Mykonos an.

„Das Besondere sind dabei die Overnights hier in Istanbul und Kusadasi, so etwas hatten wir hier früher nicht“, sagt Zanetti….

…Lesen Sie weiter in der aktuellen Ausgabe.

Blaumachen im Garten Eden

Eine Woche Inselhüpfen auf den Seychellen: Riesenschildkröten, Palmenmeer und Sonne sind die perfekte Abwechslung im nassgrauen deutschen Winter. Holger Leue war mit der PEGASOS unterwegs.

Foto: Holger Leue /
Leue-Photo.com

Hektisch paddeln wir mit dem fremden Gefühl von Taucherflossen an den Füßen hin und her. So viele farbenprächtige Fische schillern im sonnendurchfluteten Wasser und wir wollen keinen verpassen. Zwischen bunten Korallen halten sie ein Festmahl, es knuspert und knistert unterhalb der Wasseroberfläche.

Das Seegras bewegt sich rhythmisch mit den Wellen. Es soll eine perfekte Woche werden: Am Freitag geht es am späten Nachmittag mit der Condor-Maschine raus aus dem kalten Deutschland. Zum Sonnenaufgang landen wir knapp südlich des Äquators und entern kurz darauf eine schnittige Motoryacht. Die PEGASOS der griechischen Reederei Variety Cruises bietet Raum für 44 Passagiere. 18 Crewmitglieder leben den Grundsatz der herzlichen Gastfreundschaft. Das 30 Jahre alte Schiff ist gut in Schuss: Die letzte Renovierung war erst 2019.

Zum Lieblingsplatz wird auf Anhieb das Sonnendeck mit den gemütlichen Teakholzliegestühlen. Auch drei Kabinen der besten Kategorien befinden sich hier. Auf dem Oberdeck sind zwei weitere Kabinen direkt über der Brücke beheimatet sowie die Lounge und das Restaurant mit Außenbereich. Darunter ist das Kabinendeck zu finden und auf dem Unterdeck wartet ein kleiner Spabereich. Das Beste am Schiff ist die Schwimmplattform mit Kayaks, Stand-up-Paddleboards und Schnorchelausrüstung, um das kühle Nass zu genießen…

… Lesen Sie weiter im aktuellen Heft.

Winterkreuzfahrt mit der AMADEA

Oliver Asmussen checkte auf der AMADEA für eine Reise von der Elbmetropole Hamburg entlang der westeuropäischen Küste bis ins französische Nizza ein.

Graue Wolken ziehen über den Hamburger Hafen. Das Thermometer liegt im einstelligen Bereich. Am Cruise Terminal in Hamburg Altona läuft die Einschiffung auf die AMADEA. Schneeweiß liegt der schmucke, 1991 als ASUKA gebaute, 192m lange und rund 29.000 BRZ große Kreuzfahrer am Terminal.

Foto: Oliver Asmussen / Oceanliner-Pictures.com

Ein schöner Kontrast zum tristen Wintergrau im Hafen. Um 21:30 heißt es „Leinen los“. Die aus dem Fernsehen bekannte Traumschiff-Melodie von James Last ertönt aus den Lautsprechern. Am Heck, rund um die Jupiter Bar, ist das leise Klirren von Champagnergläsern zu vernehmen. Kapitän Robert Fronenbroek dreht die AMADEA langsam auf dem Elbstrom. Dockland und Fischereihafen bleiben schnell zurück. Wenig später auch die beiden, markanten Leuchtfeuer von Blankenese. Es ist nahezu windstill. Nach der Passage von Cuxhaven geht es auf die offene See hinaus.

Der erste Tag dieser Kreuzfahrt ist ein Seetag. Die Decks der AMADEA sind liebevoll weihnachtlich geschmückt. Das Wetter hat sich derweil deutlich verschlechtert. Der für 11:30 Uhr angesetzte Frühschoppen auf Deck 8 wird kurzerhand ins Schiffsinnere verlegt. Die Brücke meldet eine Wellenhöhe von bis zu 4m und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Das Thermometer zeigt 3 Grad. Der Wind pfeift unaufhaltsam über die nassen Teakdecks. Auf der Steuerbordseite sind die Türen zu den Außendecks nicht zu öffnen. Zu stark drückt der Wind dagegen. Die Luft schmeckt salzig.

Am Abend, als die AMADEA in die Straße von Dover einfährt, lässt der Regen endlich nach. Auch der Wind nimmt spürbar ab. Kapitän Fronenbroek, die Schiffs- und Hotelleitung, der Kreuzfahrtdirektor und das Phoenix-Team empfangen alle Gäste an Bord zum ersten Cocktail während dieser winterlichen Galakreuzfahrt in Richtung Nizza. Es gibt zwei Empfänge, um die Anzahl der Gäste jeweils zu reduzieren….

… Lesen Sie weiter in der aktuellen AN BORD.

Flüsse, Kanäle, Schleusen

Das Schweizer Reisebüro Mittelthurgau hat sein Flussschiff Excellence Pearl auf eine ungewöhnliche Route geschickt. Roland Mischke (Text) und Holger Leue (Fotos) waren auf der Tour von Holland bis in norddeutsche Flüsse mit an Bord.

Holland mal anders. Man glaubt alles zu wissen vom kleinen Land – bis man an Daphne Dnyne gerät. Die lebenserfahrene Führerin lacht über Tulpen, Tomaten und Holzpantinen als Kennzeichen. Lieber kommt sie ihren Zuhörern humoristisch.

So auf der Grachtentour in Amsterdam: „Was glauben Sie, wie viele Fahrräder in den Kanälen liegen?“ Es wird gerätselt. Bis Daphne sagt: „Jedes dritte Amsterdamer Fahrrad landet im Schlamm. Aber, wie viele Menschen fallen hinterher?“ Niemand wagt eine Antwort. „Jeder sechste Mann, meist angetrunken. Komisch, vertragen Holländerinnen Alkohol besser, weil sie königstreuer sind?“ Großes Gelächter.

Foto: Holger Leue / Leue-Photo.com

Doch die Hollanderklärerin schwärmt auch über Städte, die Museen sind, malerische Häuser, Türme, Kirchen, Häfen und Schleusengebäude mit offenem Glockenturm. „Die Bilder meines Landes sind Wasser, Inseln, Halbinseln, Festlandzipfel, Brücken, Polder und Deiche. Holland liegt im Schnitt nur einen Meter über dem Meeresspiegel.­

Die Route mit dem Flussfahrtschiff Excellence Pearl ist ungewöhnlich. Die „Schiffsreisemacher“ haben Freude daran, ihr „kleines Schweizer Grandhotel“ in Landschaften zu entsenden, die nur wenige Schiffe befahren, vor allem in Norddeutschland. Aus der einstigen MS Rembrandt, seit 2003 im Dienst, hat das Reisebüro eine Schiffsperle mit neuem Interieur gemacht. 82 Meter lang, 9,50 Meter breit, drei Sonnendecks. Helle Räume im Entree, Lounge mit Panoramabar, Restaurant und 41 Kabinen. Die edlen Materialien sind von der Designerin Nazly Twerenbold in Weiß, Perlmutt und Pastell eingesetzt worden…

… Lesen Sie weiter in AN BORD.

Mehr Land in Sicht

Alastair Bonnett ist Experte für Natur- und künstliche Inseln, er kündigt ihr neues Zeitalter an. Roland Mischke hat sich in sein Buch vertieft.

„Ein leichtes Klatschen der Ruder“, heißt es. „Das Wasser ist warm und weich, fast wie Seide. Mit dem letzten Ruderzug schrammt das hübsche grüne Boot, das ich mir für einen Tag ausgeliehen habe, unter Wasser über einen Ring großer runder Steine. Ich springe aus dem Boot und mache mich eifrig auf die Erkenntnistour.“

Alastair Bonnett schreibt das im Südpazifik, auf einem kleinen Eiland am Rand der Insel Tonga. Schon seit 30 Jahren bereist der Insel-Narr den Globus, womöglich ist der Professor der Sozialgeografie an der britischen Universität Newcastle der einzige Mensch, der von Insel zu Insel reist. Ihm geht es nicht um Sonne und Sand, ihn treibt zu Inseln „ein Gefühl der Flüchtigkeit und Ungewissheit: Es umgibt sie eine Atmosphäre des Zweifels.“

Scilly Inseln, Foto: stp23 – stock.adobe.com

So die winzige Insel Hunga Tonga-Hunga Ha’pai, die der wilde Pazifik 2015 aus seinen Tiefen spuckte. „Ein planetarisches Spektakel“, nannte der Geograf die Inselgeburt. Nach einem tagelang rumorenden unterseeischen Vulkanausbruch war da plötzlich ein Fetzen Erde im Ozean, auf dem die Tonganer nach Ende der tektonischen Unruhe friedlich Palmen pflanzten.

Es ist unklar, wie lange es Tonga und die Schwesterinseln Vanuatu, Tuvalu, Kiribati und Domica noch geben wird. Geologen haben ermittelt, dass abseitige Inselparadiese bis spätestens 2070 nicht mehr bewohnbar sein werden. Mehr als 100.000 Menschen auf Tonga müssen evakuiert werden.

Über die Inseln werden Stürme und Unwetter hinwegziehen, wie es sie noch nie gegeben hat. Der Klimawandel ändert alles, der Kampf der Insulaner, die verzweifelt ihre Eilande behalten wollen, ist bereits verloren. Aber noch kann Bonnett notieren: „Es ist ein windstiller Tag.“…

… Lesen Sie weiter in der neuen Ausgabe.

Renaissance in Istanbul

Ab Mai 2022 kreuzt die COSTA VENEZIA von Istanbul aus auf 7-tägigen Reisen im östlichen Mittelmeer, im Herbst kommen Stopps in Israel und Ägypten hinzu. Frank Behling über die neuen Pläne.

Ruhe ist am Bosporus eigentlich ein Fremdwort. Der Wasserweg zwischen Marmarameer und Schwarzem Meer ist eine Lebensader in der pulsierenden Metropole Istanbul. Am Kreuzfahrtterminal der größten türkischen Stadt ist es aber seit 2015 ruhig geworden. Die Türkei hat schwere Jahre hinter sich. Terror, Putschversuch und der nahe Syrien-Krieg haben den Tourismus in der Türkei schwer getroffen. Doch nun kommt der Kurswechsel. Mit Costa Crociere kehrt die erste große Kreuzfahrtreederei an den Bosporus zurück.

Wenn es um einen Test für ein risikoreiches Ziel geht, nutzen Reedereien ja gern kleinere Schiffe aus der zweiten Reihe der Flotte. Bei Costa ist es anders. Als die Frage aufkam, wie denn die Rückkehr in die Türkei angegangen werden soll, fiel im Hauptquartier in Genua die Entscheidung für eine Lösung mit einer deutlichen Ansage. Da gleichzeitig China nach der Pandemie bei Kreuzfahrten weiter auf der Bremse bleibt, haben die Reedereien Tonnage übrig.

Istanbul, Foto: enapress.com

„Wir haben uns entschlossen, mit der COSTA VENEZIA eines unserer größten Schiffe nach Istanbul zu schicken und dort zu positionieren. Die Nachfrage nach Reisen in die Türkei und ins östliche Mittelmeer ist sehr groß.“, sagt Dr. Jörg Rudolph, Geschäftsführer bei Costa Kreuzfahrten in Deutschland.

In Deutschland gibt es für die Türkei ein inzwischen schon traditionell starkes Interesse. Neben den Stränden an der Ägäis und dem Mittelmeer lockt vor allen Dingen Istanbul. „Und dann noch als Kreuzfahrt mit einem sehr modernen Schiff. Das ist dann ein ideales Urlaubserlebnis“, verspricht Rudolph.

Die 15-Millionen-Metropole am Bosporus wird ab 1. Mai 2022 der Basishafen der COSTA VENEZIA. „In Istanbul wird unser Schiff dann am neuen Galataport liegen, dem neuen Anleger für Kreuzfahrtschiffe“, verspricht Rudolph. Die Hafenanlage in Karakoy liegt am nördlichen Ausgang des Golden Horns an der Neustadt. Fußläufig sind Galatabrücke und Besiktas mit ihrem quirligen Leben erreichbar.

Für den Galataport werden die Reisewechsel der jeweils bis zu 5000 Passagiere der COSTA VENEZIA die Premiere. Das neue Terminalgebäude wurde erst im September eingeweiht und bislang eher sporadisch angesteuert. Der Neubau der kompletten Anlage soll laut Pressemitteilung bis zu 15000 Kreuzfahrtpassagiere pro Tag abfertigen können. Die ersten Reederei-Kunden sind neben Costa auch Holland America Line, Norwegian Cruise Line, Viking Cruises und Regent Seven Seas Cruises….

… Lesen Sie weiter in „AN BORD“.

Neue Schiffe für Phoenix

Gleich zwei neue Flussschiffe konnte Phoenix Reisen mit der ANNIKA und der ANNABELLE bei einer Doppeltaufe am 05. Juli in der Flotte begrüßen. Oliver Asmussen berichtet.

Am 05. Juli 2021 taufte der Bonner Veranstalter Phoenix Reisen gleich zwei Flussschiff-Neubauten. Einmal MS ANNIKA am Kölner Rheinufer und MS ANNABELLE im französischen Chalon-sur-Saône. Beide Flussschiffe wurden gebaut für die Schweizer Reederei Scylla AG mit Sitz in Basel und fahren im Langzeit-Charter für Phoenix Reisen. Die Schiffe sind jeweils 135m lang und 11,4m breit, können maximal 180 Passagiere in 90 Kabinen befördern. Nicht ungewöhnlich sind Unterschiede beim Farbkonzept in den Innenbereichen. Diese fallen bei den beiden Neubauten recht auffällig aus.

Phoenix-Stammgast Hilde K. aus dem Rheinland formuliert es so „Die ANNIKA ist ein bisschen hell geraten“. „Aber beim Service gibt es zum Glück keinen Unterschied, der ist hervorragend, wie immer“, führt sie weiter aus. Das bestätigt unsere Eindrücke.

MS ANNIKA ist ganzjährig zwischen Basel und Amsterdam unterwegs, MS ANNABELLE dagegen befährt in den kommenden Jahren die Rhône und Saône in Frankreich. Taufpatin von MS ANNIKA ist Barbara Weyden, langjährige Phoenix-Mitarbeiterin. Die Champagner­flasche am Rumpf der ANNABELLE ließ Phoenix-Stammgast Uta Worms zerschellen.

Kleine Unterschiede fallen dem aufmerksamen Betrachter­ beim Betreten beider Schiffe ins Auge. Beide Foyers überzeugen mit hochwertigen Bodenfliesen, zwei Granittischen samt Blumendekor und viel Freiraum. Seit Indienststellung der ANNA KATHARINA im Jahr 2019 fallen die auffälligen Kristallkronleuchter an den Decken weg. Stattdessen ziehen pfiffige Lampen in Seifenblasenform die Blicke auf sich. An beiden Eingängen stehen Schirmständer mit Phoenix-Regenschirmen für die Gäste­ bereit, die kostenfrei ausgeliehen werden können. Betritt man die ANNIKA über einen schwarzen „Standard-Läufer“, so liegt auf der ANNABELLE ein schöner Teppich mit Phoenix Logo im Eingangsbereich. Letztere Variante sieht nicht nur stilvoller aus, sondern unterstreicht durch den Schriftzug „Willkommen an Bord, willkommen zu Hause“ die Phoenix Firmen-Philo­sophie. Besser lösen könnte man die Kennzeichnung von Rezeption­ und Phoenix-Counter, denn hier fehlen Hinweisschilder völlig. Auf Schiffen älterer Jahrgänge hingegen gab es diese Schilder oberhalb beider Counter noch. Beibehalten wurde die bewährte, von den älteren Schwester­schiffen bekannte Aufteilung der Decks. Vom großen Foyer aus verbindet ein helles und offenes Treppen­haus das Oriondeck mit dem Saturndeck und ermöglicht einen Blick bis hinunter zum Neptundeck. Ein Fahrstuhl verbindet diese drei Decks ebenso. Die Schwester­schiffe sind auf Höhe des Foyers in Richtung Bug ein halbes Deck niedriger konstruiert. Eine Besonder­heit, die im hinteren Schiffsteil Platz für Kabinen­ schafft und im Vorschiff für außergewöhnlich viel Platz und helle Räume sorgt.

ANNIKA, Foto: Oliver Asmussen/Oceanliner-Pictures.com

Auf dem Orion Deck liegt das Panorama-Restaurant „Vier Jahreszeiten“ samt Buffetbereich, der für das reichhaltige Frühstücksbuffet genutzt wird. Die Mitarbeiter des Küchen- und Restaurantteams sorgen täglich für das leibliche Wohl der Reisegäste und servieren köstliche Mahlzeiten von früh bis spät. Die reichhaltigen Frühstücksbuffets beinhalten neben einer großen Auswahl an Wurst- und Käsesorten auch Obst, Müsli, frische Säfte, frische Brötchen und viele andere Dinge mehr. Zum Mittag- und Abendessen stehen in der Speisekarte mehrgängige Menüs zur Auswahl, ein Nachmittagskaffee/Tee sowie ein kleiner Mitternachtssnack dürfen natürlich nicht fehlen. Gespeist wird jeweils in einer einzigen, offenen Tischzeit an fest reservierten Tischplätzen. Nach Ab­sprache werden Gerichte für spezielle Diäten gereicht (Diabetiker, Glutenfrei, Laktosefrei usw.) Als besonderes Highlight ist das Kapitäns-Dinner zu nennen (keine Abendgarderobe Pflicht). …

… Lesen Sie weiter im aktuellen Heft.