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Grönlands Magie

Eine Expeditionsreise an den Küsten Südgrönlands führt zu traumhaften Fjorden, verlassenen Fischerdörfern, bietet Einblicke in eine faszinierende Pflanzen- und Tierwelt. Es ist gleichzeitig eine Zeitreise auf den Spuren der Wikinger, bestens kommentiert von den Lektoren der luxuriösen SEABOURN VENTURE. Michael Wolf liess sich von Grönland und „seinem“ Schiff während dieser President‘s Cruise mit Natalya Leahy begeistern.

Foto: enapress.com

Elegant liegt sie in einer Bucht vor Kangerlussuaq, der ehemaligen amerikanischen Militärstation, auf dessen Flughafen die Chartermaschine aus Reykjavik gerade gelandet ist.

Die bekannten Seabourn-Linien sind unübersehbar, die SEABOURN VENTURE ist das erste „richtige“ Expeditions­schiff der amerikanischen Luxusreederei, das vor einem Jahr in Dienst gestellt wurde.

Es ist den Schiffsplanern gelungen, auf dem neuen Schiff dieselben Merkmale wie auf den großen Schiffen der Flotte einzubauen, bis hin zum beeindruckenden und eleganten Treppenhaus im Atrium, ein Novum für Expeditions­schiffe. Aber alle Restaurants, Lounges und der Spa sind vertreten – nur eben etwas kleiner.



Im Zeichen der Expedition steht das Deck 4 mit dem alle 264 Gäste fassenden Discovery Center als Mittelpunkt, einem Theater mit bequemen Polsterbänken für die täg­lichen Briefings, Lektorate, Empfänge oder Shows. Direkt­ dahinter liegt die sehr schön gestylte Expedition Lounge mit ihren zwei künstlichen Kaminen, den wie mit Fellen überzogenen Sesseln und Sofas. Umgeben von einer Boutique und einer Bar ist es ein angenehmer Warte­bereich für das sich anschliessende Hauptrestaurant (mit feinster internationaler Küche), aber auch für die Ex­kursionen mit dem Zugang zu den Mud Rooms ein Deck tiefer. The Colonnade heisst das modern gestaltete etwas kleinere Restaurant auf Deck 5.

Morgens und mittags gibt es hier ausladende Buffets, abends wird à la carte meist in der Thematik verschied­ener­­ Länder serviert. Besonders umlagert und witzig: der kleine italienische Eiswagen mit hausgemachten gefrorenen­ Spezialitäten.

Bei gutem Wetter kann auch open-air gespeist werden auf dem schönen Aussenbereich mit traumhaften Infinity-­Pool, Whirlpools und Bar im edlen Holzdesign.



Das Seabourn Square auf Deck 6 ist der soziale Mittelpunkt der SEABOURN VENTURE. Die Desks für die Rezeptionisten sind in Kreisform aufgebaut, daneben lädt eine Bibliothek mit Computerplätzen zum Lesen und surfen­ und ein riesiges Puzzle zum Nachdenken ein. An einer Theke gibt es ganztägig Snacks und Eis. Eine eigene Kaffeeröstmaschine sorgt ständig für Nachschub bei Espressos­ und Cappuccinos. Hier wie in den Restaurants stehen zwei Streugläser mit weissem und braunem Zucker zur Auswahl – eine gute Idee, die auch den aufkommenden Müll der portionierten Packungen reduziert.

Hier sitzt nachmittags manchmal Cruise Director Brian Bailey mit einigen älteren Damen beim Häkelclub. Kein Scherz – er hat Gefallen an diesem Fingersport gefunden, wie er sagt. Sich schwierige Muster zu merken, so eine der teilnehmenden Damen, trainiert die Gehirnzellen.

Bailey konnte übrigens an einem Abend bei einer One Man-Show sein eigenes Leben erzählen – von der Kindheit in einer Schweinezucht-Farm bis zu den großen Shows am New Yorker Broadway, bei denen er Stars wie Liza Minnelli traf….

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Revolutionärer Luxus

Ungewöhnlich, asymmetrisch, innovativ – in allen Bereichen kommt die Silver Nova mit neuen Konzepten auf den Markt. Michael Wolf konnte sich an Bord umsehen.

Kaum dass man dieses Schiff betreten hat, merkt man, dass vieles anders ist als auf anderen Schiffen. Denn schon nach wenigen Metern steht man mitten im Schiffsbauch wieder im Tageslicht: Es dringt durch die Außen-Glaswände der transparenten Aufzüge, die ihre Gäste immer mit Panoramablick aufs Meer oder die Landschaft transportieren. Es ist eine neue Philosophie von Licht und Ausblicken, die sich über das ganze Schiff erstreckt. Über 4000 Quadratmeter an Glas­fassaden­ sind auf der SILVER NOVA verbaut wurden, um diese Ziele zu erreichen.

Foto: enapress.com

Oben auf dem Pooldeck angelangt präsentiert sich die nächste Überraschung: Statt in der Mitte umgeben von den Wänden des nächsthöheren Decks liegt der Pool auf diesem Schiff fast direkt an der Steuerbord-Seite, mit direktem Blick auf das Meer, von Glaswänden gegen den Wind geschützt. Alles auf diesem Deck scheint im Zeichen des Lichtes und der Destination zu stehen.

Die Planer von Silversea und des Royal Caribbean Neubauteams haben zusammen mit der Meyer Werft hier eine kleine Revolution geschaffen.



Um die Statik des Schiffes wegen des seitwärts gelegenen Pools auszubalancieren, wurde der Schornstein von der üblichen Mitte auf die Backbord-Seite verlegt und sorgt so schon von weitem für einen echten Hingucker.

Gleichzeitig ist dieses Deck 10 sicher eines der gelungensten Mischungen an Einrichtungen, die ein Kreuzfahrtschiff heute haben kann. Da ist der asymmetrische und wirklich große Pool mit seinen Liegestuhl-Bereichen, die sehr großzügig mit viel Platz angeordnet sind. Die Poolbar, die auf der einen Seite zum Pool und auf der anderen Seite zum Meer hin liegt. Die vielen kleinen Nischen­ und Ruhezonen….

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Crystal zurück auf den Meeren

Es ist die Wiedergeburt eines Namens in der Welt der Luxuskreuzfahrt: Crystal ist wieder auf dem Markt. Von der Inauguration der komplett renovierten Crystal Serenity berichtet Michael Wolf.

Im Atrium der CRYSTAL SERENITY begrüßt ein ganzes­ Komitee von Mitarbeitern, vom CEO höchstpersönlich bis zum Cruise Direktor, die Ankömmlinge.­ „Welcome back“ heißt es überall.

Foto: enapress.com

Emotionelle Momente spielen sich ab. Viele der Gäste haben Tränen in den Augen, als sie nach dieser mehr­jährigen Zwangspause von „ihren“ Stewards begrüßt werden. Und auch die können ihre Rührung kaum verbergen. Der langjährige Waterside-Restaurantmanager Leo Assmair: „Nachdem die Gäste und ein Teil der Crew nach der letzten Cruise zu Beginn der Pandemie von Bord gegangen war, sollten wir eigentlich auch kurz darauf das Schiff verlassen. Aber ein Flughafen nach dem anderen­ wurde geschlossen – so waren wir noch mehrere Wochen auf dem Schiff. Aber es wurde eine tolle Zeit – wir waren wie eine große Familie mit viel Zeit füreinander.“



­Viele der Crewmitarbeiter gingen nach dem Konkurs von Crystal zu anderen Luxus-Kreuzfahrtgesellschaften – aber blieben ihrer Firma und den Kollegen verbunden.

Bernie Leypold, der (alte und neue) Direktor für Hotel Operations bei Crystal: „Als der Kauf von Crystal sicher war, haben wir nur wenige Monate gebraucht, um mehr als 80 Prozent der alten Besatzungsmitglieder wieder an Bord zu holen.“


Foto: enapress.com

Die CRYSTAL SERENITY wurde 2002 in St. Nazaire gebaut und mehrfach renoviert. Nach der Insolvenz der asiatischen Genting-Gruppe, Besitzer von Crystal Cruises, wurden die beiden Schiffe CRYSTAL SERENITY und CRYSTAL SYMPHONY arretiert und später auf den Bahamas­ versteigert. Zuschlag erhielt die Abercrombie & Kent Travel Group. Das wichtigste Gesicht dahinter: Manfredi Lefebvre d‘Ovidio, der vor wenigen Jahren die Schiffe von Silversea an die amerikanische Reederei Royal­ Caribbean verkauft hatte. Manfredi Lefebvre: „Das Schiff war in einem unglaublich guten Zustand.“

Dennoch wurde es auf der Fincantieri Werft bei Triest komplett sechs Monate lang renoviert. Dabei wurden 70 Prozent aller Kabinen und Suiten erneuert, bei vielen von ihnen entstanden aus zwei ehemaligem­ Kabinen eine neue große, so dass die Zahl der Passagiere von 1040 auf 740 gesenkt wurde….

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Öko-Paradies Costa Rica

Delfine springen. Fregattvögel ziehen ihre Kreise. Pelikane fallen bei ihren Sturztauchmanövern wie Steine vom Himmel. An den Ufern zeichnen sich Strände und Mangroven ab. Und mittendrin im Pazifik: das Expeditionskreuzfahrtschiff WORLD VOYAGER auf einer Reise von Panama nach Costa Rica. Holger Leue war in Mittelamerika mit an Bord.

Pura vida!“ Was streng übersetzt „reines Leben“ bedeutet, ist der typische Ausspruch in Costa Rica im Sinne: „Alles bestens, alles easy, alles fantastisch.“ Es ist der Ausdruck eines positiven Lebensgefühls – und genau das trifft den Kern einer Tour von Nicko Cruises auf dem Boutique-Expeditionskreuzfahrtschiff World Voyager. Ab Panama trägt es durch die Weiten des Pazifiks nach Costa Rica, wo die Ziele teils weit im Abseits der Mainstreams liegen: herrliche Buchten und Inseln, Traumstrände, Naturschutzgebiete. Zwei Wochen, prall gefüllt mit Erlebnissen, Abwechslung und stolzen neun Anlandungen in Zodiacs – da ist dieses Expeditionsschiff klar im Vorteil. Und auch sonst stechen Besonderheiten hervor: die maximale Kapazität von 200 Gästen und das Slow-Cruising-Prinzip mit viel Zeit zum Entdecken und Eintauchen in die Destinationen. Eile würde ohnehin nicht zur Mentalität in Mittelamerika passen.


Foto: Holger Leue / Leue-Photos.com

Beach-Barbecue und eine Boa

In Panama-City verschwimmen die Hochhauskulissen im Rücken, der Hafen, die Einfahrt der Frachter in den legendären Panamakanal. Den Auftakt macht ein entspannter Seetag zur Isla Parida, einer Insel, die noch zu Panama zählt. Der Pazifik, der sich manchmal rau und ungestüm gebärdet, liegt heute ruhig da. Der Himmel ist klar, die Luft warm, die Getränkepalette an Bord bestens gekühlt. Langsames Cruisen vom Feinsten. Das Wasser changiert in Tönen zwischen Grün, Türkis, Dunkelblau. Und auch sonst lässt die Isla Parida nichts zu wünschen übrig. Die Spaziergänge an palmengesäumten Stränden sind fantastisch. Beim Beach-Barbecue legen sich alle mächtig ins Zeug, doch die Schiffsgäste sind nicht die Einzigen, die gesunden Appetit verspüren. Wenige Meter hinter den Holzkohlegrills liegt eine Boa, die gerade einen Leguan verschlungen hat und sich kaum noch rühren kann….

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Fotos: Holger Leue / Leue-Photos.com

Burgund Impressionen

Quellen aus dem Juragebirge speisen den Lauf des Doubs, der sich weitgehend unreguliert durch die Region Burgund-Franche-Comté schlängelt. Der Weg ist das Ziel: Auf einer einwöchigen Hausboottour von Dole über Besançon nach Baume-les-Dames durchquert man zwei Tunnel, 31 Schleusen und viele historische Orte. Oliver Gerhard probierte es aus.

Die Vögel sind verstummt, nur eine Nachtigall schickt noch ihr Lied in die Abenddämmerung. Sanft gurgelt die Strömung des Doubs an den Bug der GRAY, die an einem Anleger vor einer Schleuse liegt. Alle Taue sind wieder ordentlich verstaut, auf dem Gasherd köchelt ein Eintopf, eine Flasche Rosé steht schon bereit: Feierabend nach einem langen Tag auf dem Wasser.


Fotos: Oliver Gerhard

Der 450 Kilometer lange Fluss, der im Jura entspringt, mäandert in weiten Schleifen durch die Region Burgund-Franche-Comté und gilt als besonders naturbelassen. Auf einer Länge von rund 200 Kilometern ist er schiffbar – immer im Wechsel mit dem Rhein-Rhone-Kanal zum Umschiffen von Wehren und Untiefen.


Foto: Oliver Gerhard

Mindestens eine Stunde sollte man für die Übergabe des Hausbootes in Dole einkalkulieren, denn es gibt viel zu erklären – die modernen Boote der Fly-Serie von Nicols sind mit der neuesten Technik ausgestattet, angefangen beim Doppelbogenstrahlruder, das sich in Schleusen als sehr nützlich erweist. Für Wohnkomfort sorgen ein großer Kühlschrank, Herd, Backofen und Spülmaschine, Unterhaltungselektronik und ein 220-Volt-Anschluss.

Stationsleiter Yoann Cessin führt gut gelaunt durch den Papierkram: „Das ist die Erlaubnis, dass Sie ohne Erlaubnis fahren können, Herr Kapitän“, sagt er lachend. Mit diesem Titel spricht er alle Kunden an: „Kapitän ist für mich jeder, der auf einem Boot ist – egal, ob Kind oder Rentner“. Für die GRAY ist diese Tour die Jungfernfahrt – sie hat erst drei Motorstunden auf dem Zähler….

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Neues Design auf Alaskafahrt

Dieses Schiff fällt mit seinen schnittigen Linien und dem beeindruckenden Bug sofort auf. John Roberts konnte sich die OCEAN VICTORY aus der neuen Infinity-Serie von SunStone Ships während einer Alaska-Fahrt genauer anschauen.

Im gepflegten Terminal im kanadischen Vancouver ging es an Bord – eine Gruppe von etwa 130 Gästen, von denen sich viele auf ihren ersten Besuch in Alaska freuten. Schon kurz nach dem Einchecken und dem Begrüßungscocktail erläuterte das Expeditionsteam von AQV die Highlights der Cruise und das Programm.

Die Reise beginnt traumhaft: Langsam gleitet das Schiff durch die Inside-Passage, die aus einem engen Netzwerk von Kanälen, Flüssen und Buchten besteht. Dazu ein purpurfarbener Sonnenuntergang. Die nächsten zwei Tage können wir auf See Wale und Vögel beobachten und die schneebedeckten Berggipfel entlang des Weges bewundern, bis wir Ketchikan erreichen.


Ketchikan, Foto: enapress.com

Das Schiff

Die Kabinen (unsere war eine Standard-Balkonkabine auf Deck 4) verfügen über ein modernes Design mit braunem Holz, das für die Schränke im Zimmer verwendet wurde, und hellen cremefarbenen Wänden. Es gibt viel Stauraum in den Schubladen und Schränken, einen Mini-Kühlschrank und einen großen separaten Sitzbereich.

Zu den öffentlichen Bereichen des Schiffes gehören der Mud Room und die Marina auf Deck 3. Hier schlägt das Herz des Expeditionsbereiches. Jeder Passagier hat hier einen eigenen Spind, um die Schwimmweste und Stiefel aufzubewahren, die während der Kreuzfahrt zur Verfügung gestellt werden. Im Mud Room versammeln sich die Kreuzfahrer in Gruppen, um sich auf ihre täglichen Ausflüge vorzubereiten und an Land zu gehen….

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Swan Hellenic’s Größte

Es ist das dritte und größte Expeditionsschiff der neuerstandenen Traditionsmarke Swan Hellenic. Jetzt wurde SH DIANA in Amsterdam getauft. Michael Wolf berichtet.

Fast winzig liegt das Expeditionsschiff mit dem markanten Rumpf in dunkelblauen Farben am Cruiseterminal von Amsterdam, dahinter ein fast zehnmal so großer Kreuzfahrtriese von Royal Caribbean, die Jewel of the Seas.


Patin Valerie Ann Wilson zertrennt das Taufband, Foto: enapress.com

Aber heute steht das kleine Schiff im Licht der Scheinwerfer – denn die SH Diana wird an diesem 4. Mai getauft. Es ist für Swan Hellenic die bereits dritte Taufe eines Neubaus in nur zwei Jahren. Bei herrlichem Sonnenschein findet die Zeremonie ohne große Show statt. Die Vertreter der Amsterdamer Hafenbehörden und des Terminals verkünden ihre besten Wünsche – und überreichen dem Kapitän ein großes Buch über Expeditionen­ für die Schiffsbibliothek.

Nach Ansprachen des Schweizer Hoteldirektors Philipp Reutener und des finnischen Kapitäns Kai Ukkonen bedankte sich Swan Hellenic-CEO Andrea Zito bei den Mitarbeitern der Werft in Helsinki für ihre „großartigen Leistungen beim Bau dieses außergewöhnlichen neuen Schiffes. Wir sind begeistert von der Qualität ihrer Arbeit, mit der sie eine weitere einzigartige Präsenz auf den Wellen geschaffen haben, und freuen uns sehr auf die neue Ära, die die SH Diana einläutet.“


Foto: enapress.com

Als Taufpatin hat die Reederei Valerie Ann Wilson gewählt, die Gründerin eines bekannten amerikanischen Luxusreiseunternehmens.

Wilson: „Ich bin wirklich sehr stolz darauf, Taufpatin für dieses wunderbare neue Schiff zu sein. Es bringt die für Swan Hellenic typische zeitgenössische Lifestyle-Eleganz auf ein neues Niveau und ist ein fabelhafter Ausdruck dafür, dass Swan Hellenic uns wirklich zu Ent­deckern machen und die Welt entdecken will. Ich freue mich nicht nur auf die Kreuzfahrt nach Norwegen ab heute Abend, sondern auch darauf, mit der SH Diana die Welt an Orten zu erkunden, von denen selbst ein Branchenveteran wie ich noch nie etwas gehört hat!“

Die Unternehmerin, begleitet von ihrer Tochter (und Co-Präsidentin der Reiseagentur) Jennifer Wilson-Buttigieg, gesteht, dass derzeit noch ein nur geringer Anteil ihrer Kunden Kreuzfahrten buche, dass diese Urlaubsart aber zu den für sie attraktivsten gehöre….

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NEWS & Pressemitteilungen


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Kurs Antarktis

Auf keinem anderen Kontinent ist es so kalt, so stürmisch, so schwierig zu überleben. Und doch ist die Antarktis eine der faszinierendsten Gegenden dieses Planeten – mit einer majestätischen Schönheit und einer unglaublichen Tierwelt. Michael Wolf ließ sich während der Fahrt mit der Silver Endeavour von dieser Destination beeindrucken.

Scheinbar betont unauffällig schlendert der kleine Pinguin durch die Kolonie, vorbei an brütenden Artgenossen. Und doch… jedes Mal, wenn er an einem der Nester vorbeikommt, versucht er mal so eben, eines von den kleinen Steinchen, die um die Brutstätte aufgehäuft sind, mit einem schnellen Schnabelstoß mitgehen zu lassen.


Foto: Michael Wolf/enapress.com

Doch der Gangster im schwarzen Frack hat heute keine Chance: Überall erntete er nur verärgerte Drohgebärden und Schreie – die Community kennt da keinen Spaß. Die kleinen Steine sind hier schwer zu finden, sagt unser Expeditions-Guide. Da ist es eben einfacher, welche zu klauen. Klingt menschlich. Auch große Vögel wie die dunklen Raubmöwen sind Feinde – sie stehlen Pinguinbabys ebenso wie Eier, ein Drama, denn damit ist auch die „Jahresproduktion“ im wahrsten Sinne des Wortes gestorben – nur ein Ei wird in einem Jahr gelegt. Eine kleine Szene aus dem täglichen Leben in der Antarktis.


Foto: Michael Wolf/enapress.com

Die wahrscheinlich in diesen Zeiten bequemste Möglichkeit, an dieses Ende der Welt zu reisen, heißt Antarctica Bridge, die direkte Flugverbindung vom südamerikanischen zum antarktischen Kontinent oder zur Anlege­stelle am äußersten Südzipfel Chiles, in Puerto Williams. Eine Anbindung, die die Luxusreederei Silversea Cruises derzeit exklusiv als festen Bestandteil einer Antarktis-Kreuzfahrt anbietet.


Foto: Michael Wolf/enapress.com

In einem privaten Abflugterminal nahe des Inter­nationalen Flughafens von Santiago de Chile wird eingecheckt, der Eingang und Abflugbereich sind drapiert mit Silversea-­Fahnen. Der Flugkapitän hat solide Erfahrung mit antarktischen Gegebenheiten. Denn jahrelang war er dort Chef einer Militärbasis, flog bei den verschiedensten Wetterbedingungen. Für diesen Charterflug gibt es Business­ Class-Konfiguration, also mit einem freien Mittel­platz. Das Essen auf diesem vierstündigen Flug überrascht mit sehr guter lokaler chilenischer Küche wie traditionellem Fleisch-Stew mit frischen Gemüse und einer Mousse von Beeren aus Patagonien. Und mit den guten chilenischen Weinen ist auch die Stimmung im Flieger­ blendend, getoppt nur noch durch den phantastischen­ Blick auf schneebedeckte Vulkane und spektakuläre Landschaften. Der Flug endet in Puerto Williams, der „südlichsten Stadt der Welt“. Vom kleinen Flugplatz aus sieht man bereits die Silver Endeavour am Pier liegen, das Zentrum des kleinen Städtchens mit seinen Holzhäusern ist in Fußweite erreichbar….

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Bildergalerie Silver Endeavour

Bildergalerie Antarktis – Destinationen

Paradies voraus

Kapitäne und Entdecker wie James Cook waren die ersten, die den Mythos vom Südseeparadies in die Gedankenwelt der Europäer pflanzten. Doch in grauer Vorzeit waren es Polynesier, die mit ihren Doppelrumpfbooten entlegene Archipele entdeckten und besiedelten. Kiki Baron begab sich in Französisch-Polynesien auf die Spuren der alten Seefahrer.

Der Flug in die Südsee scheint ewig zu dauern. Doch kaum hat man den Fuß auf Tahiti gesetzt, geht einem das Herz auf. Wunderbarer Tropenduft hängt in warmweicher Brise. Im Terminal heißen gut gelaunte Insulaner die Gäste mit polynesischen Klängen­ willkommen und schwupp liegt auch schon der Kranz aus Frangipani-Blüten über der Schulter. Was für ein Empfang!


Foto: Paul Spierenburg

Unwillkürlich spielen sich im Kopf Szenen aus der 1962er Hollywood Verfilmung „Meuterei auf der Bounty“ ab. Fletcher Christian alias Marlon Brando erlag dem Reiz der sinnlichen Maimiti und widersetzte sich Captain Bligh. Der charismatische Hollywoodstar blieb, heiratete die einheimische Schauspielerin Tarita Tumi Teriipaia und kaufte das unbewohnte Atoll Teitiaroa. Bis heute in Besitz der Brando-Familie, erklärt sich so der Name des bezaubernden Luxus-Resorts The „Brando“. Das Luxus-Öko-Resort nimmt nur einen kleinen Teil des Inselreigens ein.


Foto: Paul Spierenburg

Die restlichen, ringförmig um die kristall­klare Lagune geschlungen, sind Habitat von Feensee­schwalben, Blaufuß-Tölpeln und fetten Coco Crabs. Sie leben in Sicherheit, denn Brandos Vermächtnis galt dem Schutz der unberührten Eilande. Exklusiven Status hatte das Atoll bereits zu altpolynesischen Zeiten. Der Besuch war ausschließlich Mitgliedern des Häuptlingshofes vorbehalten. Und diese schipperten zum puren Vergnügen zu weißem Strand und Salbungen mit Kokos­nussöl. Der Transfer über 30 Seemeilen war für die Tahitianer ein Klacks. Hatten ihre Ahnen tausende Jahre früher einen Großteil des Südpazifiks befahren.

Als James Cook vor gut 250 Jahren in Polynesien landete, schwärmte er von ihren Doppelkanus. Die Rümpfe waren mit Holzbrettern verbunden, worauf sich ein Häuschen befand, notierte er. Es schützt bei Tage vor der Sonne und dient des nachts als Schlafstätte. Zudem ließen sich die kiellosen Boote einfach in den Lagunen manövrieren, schrieb er weiter. Gemeint ist der flache Teil des Meeres innerhalb des Barriere-Riffs. Wohlmöglich waren die Worte des englischen Captains die erste Beschreibung eines Katamarans. Was lag also näher, als eine Doppelrumpf-Yacht zu chartern und die Segel vorm Passatwind zu setzen. Unser Törn startet in der Marina von Ra’iatea und führt durch den Archipel der Gesellschaftsinseln….

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