Kreuzfahrtwirtschaft sorgt für Milliardenumsatz und wachsende Wertschöpfung in Hamburg
Pressemitteilung
Die Kreuzfahrtbranche erwirtschaftet in Hamburg jährlich einen Umsatz von rund 1,7 Mrd. € und trägt mit mehr als 727 Mio. € p.a. zur Hamburger Bruttowertschöpfung bei (Basis 2024). Dies ist das Ergebnis einer Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Kreuzschifffahrt für die Region Hamburg, die im Rahmen des 4. Kreuzfahrtgipfels auf Einladung von Senatorin Dr. Melanie Leonhard vorgestellt wurde.
Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus 2022 (Zahlenbasis 2018) ist die Bruttowertschöpfung nominal um ca. 73% gestiegen. Damit wuchs der Wertschöpfungsbeitrag des Kreuzfahrtsektors in diesem Zeitraum doppelt so schnell wie die Wirtschaftsleistung Hamburgs insgesamt.
„Die Ergebnisse der aktuellen Wertschöpfungsstudie unterstreichen eindrucksvoll die wachsende Bedeutung der Kreuzschifffahrt für Wirtschaft, Tourismus und Beschäftigung in der Region. Gemeinsam mit vielen Unternehmen und Partnern ist es gelungen, Hamburg zu einem der führenden Kreuzfahrtstandorte in Europa weiterzuentwickeln; dazu gehört auch die flächendeckende Bereitstellung von Landstrom aus grünem Strom an unseren Kreuzfahrtterminals“, so Senatorin Dr. Leonhard. Die Studie wurde von Hamburg Cruise Net e.V. und der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation in Auftrag gegeben und heute am Hamburg Airport vorgestellt.
Die Gutachter der Universität Hamburg und der ARC Econ GmbH haben im Rahmen einer Input-Output-Analyse ermittelt, dass fast zwei Drittel der Wertschöpfung den regionalen Ausgaben der in Hamburg tätigen Reedereien zuzurechnen sind. Daneben tragen die Ausgaben von Passagieren und Crewmitgliedern, weitere Erlöse von Hamburger Unternehmen im Kreuzfahrtcluster sowie Effekte von kreuzfahrtaffinen Messen und Veranstaltungen zur Wertschöpfung bei. Über die Arbeitsplätze in den Reedereien hinaus ist die Branche für ca. 7.240 zusätzliche Vollzeitstellen in Hamburg verantwortlich.
„Jeder Hamburger Kreuzfahrtanlauf führt umgerechnet zu einer Wertschöpfung von etwa 2,7 Mio. Euro. Davon profitieren nicht nur der Hafen und die maritime Wirtschaft, sondern zahlreiche weitere Branchen und Dienstleister rund um Tourismus, Handel, IT und Logistik“, so Christine Beine, Geschäftsführerin des Netzwerks Hamburg Cruise Net e.V. Im Vergleich mit anderen Standorten wie Barcelona oder Marseille sei die Verbindung in die regionalen Unternehmen deutlich stärker ausgeprägt.
Hamburger Passagiere tragen mit durchschnittlich knapp 126 € pro Person zur Wertschöpfung bei. Gäste, die ihre Reise in Hamburg beginnen und beenden, geben durchschnittlich ca. 133,60 € pro Person aus und nutzen touristische, kulturelle und shoppingbezogene Angebote. Etwa 38 % dieser Gäste verbringen mindestens eine Nacht vor der Reise in Hamburg. Dies ist das Ergebnis einer Passagierbefragung, deren Ergebnisse in die Studie eingegangen sind.
Christian Kunsch, Geschäftsführer des Hamburger Flughafens und Gastgeber des heutigen Austauschs: „Ich freue mich sehr über die enge Zusammenarbeit von Kreuzfahrt und Luftfahrt, die insbesondere für die weitere internationale Positionierung Hamburgs von großer Bedeutung ist.
Eine Vielzahl der internationalen Kreuzfahrtgäste, die in Hamburg an Bord gehen, reisen mit dem Flugzeug an. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Airport, Schiff und allen beteiligten Partnern ist dafür unerlässlich.“ Die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Flughafens (HWWI 2025) sei darüber hinaus mit den dargestellten Zahlen zur Kreuzfahrt vergleichbar.
Die Anzahl der Hamburger Kreuzfahrtpassagiere stieg 2025 auf ein Allzeithoch von 1,4 Mio. Passagiere; 2026 werden 331 Hochsee- sowie 47 Flusskreuzfahrtschiffe und acht Erstanläufe erwartet. Ab 2026 ist bereits vier Jahre vor Inkrafttreten der EU-Vorgabe eine flächendeckende Landstromversorgung an allen Hamburger Kreuzfahrtterminals gewährleistet; 2025 haben bereits 71% der landstromfähigen Schiffe in Hamburg Landstrom bezogen.
Die Wertschöpfungsstudie, die Kurzfassung der Wertschöpfungsstudie und die Ergebnisse der Passagierbefragung sind abrufbar unter www.hamburgcruise.net/wertschoepfung
Text: PM Hamburg Cruise Net e.V., Foto: Jens Meyer (Archiv)



