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LMC-Report 2024: Singapur bleibt führende maritime Stadt der Welt

Der auch bei Kreuzfahrern beliebte Stadtstaat Singapur hat laut dem von der Klassifikationsgesellschaft DNV und Menon Economics publizierten Leading Maritime Cities (LMC)-Report 2024 seinen Titel als führende maritime Stadt der Welt behalten, gefolgt von Rotterdam und London, das New York als Top-Stadt für maritime Finanzen und Recht überholen konnte. Hamburg als größter deutscher Seehafen und einzige deutsche Stadt unter den Top Ten konnte seine Position 2023 gegenüber dem Vorjahr von Platz 9 auf Platz 8 verbessern.

Belegte drei von 5 Kategorien den 1. Platz: Singapur, Foto: enapress.com

Die Analysten von DNV und Menon Economics gehen davon aus, dass Singapur mit seiner großen eigenen und der von dort gemanagten Schiffsflotte seinen strategischen geografischen Vorteilen, seiner wirtschaftsfreundlichen Politik und seiner Führungsposition bei der maritimen Energiewende diese Position voraussichtlich auch in den nächsten fünf Jahren halten wird.

Mit neuen Einblicken wird aufgezeigt, welche maritimen Städte die besten politischen Maßnahmen, Initiativen und Unterstützung bieten. Ähnlich wie bei früheren Ausgaben der Studie werden die einzelnen Städte anhand von fünf Kategorien bewertet: Schifffahrtszentren, maritime Finanzen und Recht, maritime Technologie, Häfen und Logistik sowie Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. In drei von fünf Kategorien konnte sich Singapur den ersten Platz sichern, wobei es die Position als Spitzenreiter in den Bereichen Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit beibehielt und Athen und Shanghai in den Bereichen Schifffahrtszentren und Häfen sowie Logistik überholte.

Konnte sich um eine Position auf Platz 8 verbessern: Hamburg, Foto: Jens Meyer

Drei der fünf führenden Städte in Europa

Obwohl sich seit Veröffentlichung der letzten Ausgabe des Berichts die globalen Spannungen in der gesamten maritimen Industrie bemerkbar gemacht haben, hat die Schifffahrt insgesamt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit bewiesen. Auch konnten einige neue Städte ihre Position in der Liste verbessern. Eine bemerkenswerte Veränderung ist, dass Busan, Südkorea, mit einem zusätzlichen Exportvolumen von 9,22 Milliarden Dollar in der ersten Hälfte des Jahres 2023 zum Weltmarktführer für maritime Technologie aufgestiegen ist. Der vierte und fünfte Platz gingen an Shanghai und Oslo, d.h. drei der fünf führenden Städte liegen in Europa, die übrigen in Asien. Es wird auch prognostiziert, dass Shanghai im nächsten halben Jahrzehnt an Bedeutung gewinnen und die zweitwichtigste maritime Stadt werden wird. Dagegen ist Hongkong, das 2019 noch auf Platz 4 lag, nun auf Platz 12 zurückgefallen. Auf der anderen Seite hat Abu Dhabi trotz Krieg und Unruhen in der Region des Nahen Ostens seine Position erheblich gestärkt. Die Stadt hat einen bemerkenswerten Sprung gemacht und sich um nicht weniger als 10 Plätze von 32 auf 22 verbessert.

Bei der Analyse für die Ausgabe 2024 des Berichts wurden mehr subjektive Indikatoren eingeführt, die die Wahrnehmungen und Bewertungen von 190 eingeladenen Führungskräften – hauptsächlich Reedern und Managern – aus der ganzen Welt widerspiegeln. In Kombination mit objektiven Daten hat dies dazu beigetragen, die transformative Wirkung der Dekarbonisierung und der digitalen Revolution auf die Schifffahrtsindustrie zu untersuchen. Die Auswirkungen dieser beiden Schlüsselfaktoren sind in allen Kategorien zu spüren, an denen die maritimen Städte gemessen werden.

Zusätzlich zum LMC-Ranking sahen die maritimen Experten Singapur, Oslo, Shanghai und Rotterdam als die Städte an, die am besten auf die digitale Transformation vorbereitet sind. Singapurs Investitionen und Fokus auf die maritime Dekarbonisierung haben die Position des Stadtstaates als weltweit führendes Zentrum für grüne Technologien und Lösungen weiter gefestigt, gefolgt von Oslo und Rotterdam. JPM