Mit einem Jahr Verspätung: Kasko des neuen A-ROSA-Flaggschiffes huckepack auf Überführungsreise

Foto: Concordia Damen

Ursprünglich bereits in diesem Monat unter Schweizer Flagge in Fahrt kommen, sollte der noch namenlose jüngste Neubau der in Rostock ansässigen A-Rosa Flussschiff GmbH, dessen Ablieferung durch Corona-bedingte Unterbrechungen der Lieferketten auf das Frühjahr 2022 verschoben werden musste. Mitte April 2021 konnte nun der Stahlbau des neuen A-ROSA E-Motion Ships auf der rumänischen Severnav-Werft abgeschlossen werden. Für die Überführung in die Niederlande zum Innenausbau wurde der Kasko nach erfolgreichen Stapellauf auf der Donau flussabwärts nach Constanza am Schwarzen Meer verschleppt und dort Ende April auf eine Dockschiff verladen. Dieses bringt das neue E-Motion Ship durch den Bosporus, das Mittelmeer und die Biskaya bis nach Rotterdam, wo es Mitte Mai zum Innenausbau bei der nahegelegenen Concordia Damen Werft erwartet wird.

„Mit diesem Schiff werden wir den europäischen Flusskreuzfahrt-Markt erneut revolutionieren und neue Produkt- und Umweltstandards setzen“, kündigt Jörg Eichler, Geschäftsführender Gesellschafter der seit Februar 2018 mehrheitlich zum Londoner Finanzinvestor Duke Street gehörenden A-ROSA Flussschiff GmbH, an. Es werde das erste Fahrgast-Schiff auf dem Rhein sein, das über vier Decks und eine Breite von 17,7 Metern verfügt und somit mehr Platz für den einzelnen Gast bietet.

Foto: Concordia Damen

„Das neue E-Motion Ship, das als 13. Schiff der Reederei in Fahrt kommt, wird über einen Batterieantrieb der neuesten Generation verfügen, der es ermöglicht, die Städte nahezu geräuschlos und emissionsfrei anzulaufen. Dazu wird der dieselelektrische Antrieb – 3x 800 kW bzw. insgesamt 3218 PS für max. 24 km/h – auf Batteriebetrieb umgeschaltet. Durch die Ausstattung mit einem Landstromanschluss kann die Batterie über Nacht geladen und damit die Stadt auch emissionsfrei wieder verlassen werden. Neben den bei der Reederei üblichen Energiespar- und Umweltschutz-Maßnahmen soll der Treibstoffverbrauch des Neubaus dank eines optimierten Rumpfdesigns und den Einsatz der „DACS“-Luftblasentechnik – ein Patent der Damen-Werft – reduziert werden.

Durch mehrere Restaurantbereiche, Lounges und Außengastronomie soll der für 280 Gäste in insgesamt 140 Kabinen ausgelegte Neubau Möglichkeiten für vielfältige kulinarische Erlebnisse bieten. Darüber hinaus soll es über den ersten stationären Kids-Club und zwölf je 28 Quadratmeter große Familienkabinen verfügen. Das Sonnendeck wird zudem einen Erwachsenenpool und einen separaten Flachwasserpool für Kinder erhalten. Die 119 je 21 Quadratmeter großen Standardkabinen zeichnen sich durch einen großzügigen Wohn- und Schlafbereich und einen Balkon mit Sitzgelegenheiten für zwei Personen aus. Die sieben 26 qm großen Balkon-Suiten werden in einem separaten Bereich angeordnet. Auch für die Crew-Mitglieder werden geräumige Einzel- und Doppelkabinen geschaffen. Ein eigener Essens- sowie ein Erholungsraum stellen zudem eine attraktive Rückzugsmöglichkeit in den Pausen und arbeitsfreien Zeiten dar. Eine Entscheidung über die Umwandlung der Option für einen 2023 zu liefernden Nachbau ist noch nicht getroffen worden und auch über den Namen des neuen Flaggschiffes wurden keine Angaben gemacht. JPM