Mit Premieren, Highlights und einem Weltrekord: 837. Hamburger Hafengeburtstag begeisterte 1,1 Mio. „Sehleute“
Es sind Bilder aus dem größten deutschen Seehafen, die nicht nur für das maritime Herz der Hansestadt Hamburg begeistern können, sondern auch als attraktiver Werbeträger für das touristische Image und die maritime Kompetenz der Elbmetropole um die Welt gehen. Für insgesamt rund 1,1 Millionen Besucherinnen und Besucher endete am 11. Mai das von der traditionellen Einlauf- und Auslaufparade eingerahmte dreitägige Spektakel, mit dem die Hamburgerinnen und Hamburger zusammen mit Gästen aus aller Welt den 837. Hafengeburtstag als „größtes Hafenfest der Welt“ feierten.
„Die vergangenen drei Tage waren wieder gefüllt mit vielen Highlights und Neuheiten: Angebote wie die neue HafenLounge, unsere Sport-Erlebniswelt, kostenlose Shuttles zum Hafenmuseum und viele neugestaltete Flächen machen es attraktiv, den Hafen zu entdecken. Lotsen in Aktion, die per Hubschrauber abgesetzt werden, oder Vorführungen moderner Schiffe und Antriebstechnologien: Der Hafengeburtstag ist ein toller Anlass, den Hafen und die maritime Wirtschaft hautnah zu erleben“, sagte Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard, deren Behörde als Veranstalter dieser maritimen Großveranstaltung fungiert.


Internationaler Partner war in diesem Jahr die Region der britischen Hafenstadt Liverpool mit einer eigenen Bühne, Kulturprogramm und zahlreichen Ständen vertreten. Auch inhaltlich setzte Hamburg damit einen Akzent und stärkt die Rolle in den deutsch-britischen Beziehungen. Mit einem Abkommen, das die Bürgermeister beider Städte im Rahmen der Hafengeburtstagsfeierlichkeiten unterzeichneten, bekräftigen Hamburg und Liverpool ihre Pläne für eine vertiefte Zusammenarbeit in Bereichen wie Forschung, Logistik und Tourismus.
Auf den insgesamt 11 Open-Air-Bühnen erlebten die Gäste Musik-Acts und kostenfreie Konzerte. Am Abend sorgten Stars wie Ben Zucker, Santiano, DJ Topic und Max Giesinger auf der schwimmenden Elb-Bühne für Festivalatmosphäre. Rekordverdächtig war dabei nicht nur die Stimmung entlang der Elbe: Die auf einem Ponton platzierte „Elbe in Concert“-Bühne mit einer Gesamtfläche von mehr als 2.364 qm wurde zur weltweit größten temporären schwimmenden Bühne gekürt und sichert Hamburg einen Eintrag ins Guinness-Buch der Weltrekorde.
Mit einer eindrucksvollen Inszenierung setzte AIDA Cruises ein besonderes Highlight, als ihre AIDAperla am Samstagabend in Rückwärtsfahrt vom Cruise-Terminal Steinwerder vor die Landungsbrücken verholte und gemeinsam mit der „Elbe in Concert“-Bühne spektakulär in Szene gesetzt wurde. Licht- und Musikmomente verschmolzen auf dem Wasser zu einem emotionalen Erlebnis und machten das Kreuzfahrtschiff zum strahlenden Mittelpunkt der Abendshow vor der Hafenkulisse. Ihre Passagiere und Crew sowie Tausende Besucher verfolgten die besondere Inszenierung und das von einem unüberhörbaren Typhon-Konzert begleitete anschließende Auslaufen des dabei in verschiedensten Farben erstrahlenden Schiffes zu seiner nächsten Kreuzfahrt. Auch an Land zeigte die seit 30 Jahren bestehende Reederei Flagge: In der AIDA-Urlaubswelt direkt an der Elbphilharmonie konnten sich Gäste an allen drei Veranstaltungstagen inspirieren lassen.
MSC Cruises präsentierte auch in diesem Jahr wieder mit einem fünf Meter hohen Leuchtturm – inspiriert von der eigenen karibischen Privatinsel Ocean Cay – ein attraktives Fotomotiv sowie Informationen, Aktivitäten und Spiele für die ganze Familie am Hafentor.

Zu den Highlights am Himmel gehörte am Freitagabend eine mit Blick auf Hamburgs Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 konzipierte 15-minütige Drohnenshow, bei der sich 1.200 Drohnen u. a. zu einem dreidimensionalen Hamburg-Logo sowie einer Weltkugel formierten.
Zu den Highlights gehörten neben neuen Vorführungen auf dem Wasser auch die spektakulären Rettungsübungen ebenso wie das traditionelle Schlepperballett, das am Sonnabend mit eindrucksvoller Pyrotechnik und musikalischer Begleitung mit dem Song „You’ll Never Walk Alone“ endete, der Hymne des FC Liverpool – zugleich eine Hommage an die diesjährige Partnerstadt, mit der Hamburg nicht nur durch die Erfolgsgeschichte der Beatles verbunden ist. Zahlreiche Gäste nutzten die Möglichkeit, einige Schiffe an Bord zu besuchen, darunter die Statsraad Lehmkuhl als einzigen bei diesem Hafengeburtstag vertretenen Großsegler und das ebenfalls an den Landungsbrücken liegende BSH-Flaggschiff Atair sowie die an der Überseebrücke liegende britische Fregatte Sutherland. An der neuen Vorführung der Wasserschutzpolizei „110 auf dem Wasser“ beteiligte sich das am Sonnabendvormittag von der mehrfachen Paralympics-Siegerin und Kanutin Edina Müller getaufte Hybrid-Patrouillenboot Bürgermeister Nevermann. Auch die neue HafenLounge lud zum Chillen und Schlemmen mit Blick auf die Elbe ein. Mit Spannung verfolgten die Gäste die Drachenboot-, SUP- und Tretbootwettkämpfe in einem neuen Bereich rund um das Thema Sport.
Die Highlights des Wasserprogramms, internationale Gäste, ein- und auslaufende Kreuzfahrt- und Frachtschiffe, hunderte Wasserfahrzeuge, nationale und internationale Marineeinheiten, Forschungs- und Behördenschiffe und Freizeitsegler gleichermaßen zeigten den Hafen in Aktion – nicht nur als Kulisse, sondern auch in seinem regulären Betrieb. Nach Angaben der Veranstalter konnten trotz des erheblichen Verkehrsaufkommens auf der Elbe während des Wochenendes reibungslose Abläufe auf dem Wasser sichergestellt werden.
Der 838. Hamburger Hafengeburtstag wird im kommenden Jahr nicht nur an drei, sondern an vier Tagen vom 6. bis 9. Mai 2027 gefeiert werden. JPM
Fotos: Jens Meyer









