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MSC baut in Hamburg

Die Schweizer Reederei MSC baut ein neues Hauptquartier in Hamburg. Am 25. März wurde in der HafenCity in Hamburg der erste Spatenstich gefeiert. Innerhalb von zwei Jahren soll ein Bürokomplex als neue Heimat von MSC Germany entstehen.  

Das neue Gebäude entsteht nach dem Entwurf des Frankfurter Büros Wandel Lorch Götze Wach, das sich in einem europaweiten Architekturwettbewerb durchgesetzt hat. Auf dem rund 2.600 Quadratmeter großen Grundstück am Lohsepark in der Hafencity entstehen sieben Stockwerke mit mehr als 15.000 Quadratmetern Bürofläche. Hauptnutzer wird die Cargo-Sparte MSC Germany mit den rund 700 Beschäftigten sein. Hamburg ist neben Antwerpen einer wichtigsten Standorte der größten Linienreederei der Welt. Die Kreuzfahrtsparte von MSC Cruises ist in Deutschland aber weiterhin in München angesiedelt, sehr dicht am Hauptquartier Genf. 

Mit dem Investment von etwa 100 Millionen Euro bekennt sich MSC auch zum Standort Hamburg. In der Stadt sind die Containerschiffe Stammkunden des Hafens. Mit 49,9 Prozent ist die Schweizer Reederei auch an der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) seit 2024 beteiligt. Die Kreuzfahrtschiffe von MSC sind inzwischen einer der wichtigsten Kreuzfahrtkunden in Hamburg.

Weltweit betreibt MSC inzwischen 984 Containerschiffe mit einer Ladekapazität von 7,22 Millionen Standardcontainern (TEU). Außerdem gehören Fähren, Autotransporter und Massengutfrachter zum Reedereiimperium der Familie Aponte.

Der Neubau passt sich architektonisch sehr gut in die Hamburger Speicherstadt ein. Die helle Fassade mit klarer Gliederung sorgt für Sonnenschutz und bietet dennoch große Fensterfronten. Im Inneren ermöglichen modular gestaltbare Arbeitsplätze laut der Architekten eine einfache Anpassung der Büroflächen an die Bedürfnisse der Nutzer. Telefonkabinen und informelle Arbeitsplätze sind ebenso vorgesehen wie Konzentrationszonen mit akustischen Trennwänden. Im Erdgeschoss sind öffentliche Bereiche wie ein Showroom und ein Restaurant vorgesehen. 

Neben Arbeitsräumen für MSC sollen mindestens 1.000 Quadratmeter auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein – darunter ein Showroom und ein Restaurant. Alles ist außerdem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

In Hamburg wurden die Containerschiffe MSC Alexa, MSC Zoe und MSC Germany sowie die Kreuzfahrtschiffe MSC Magnifica und MSC Grandiosa getauft. FB

Fotos: Frank Behling