MSC mischt jetzt auch bei Schleppern mit

Foto: Frank Behling

Die Schweizer Großreederei MSC ist erweitert ihre Aktivitäten. Nach Containerschiffen, Fähren, Autotransportern und Kreuzfahrern sind nun auch Schlepper mit dem Logo der Mediterranean Shipping Company unterwegs.

Der Schlepperneubau Med Castor kam als erster Schlepper am 11. Juni im belgischen Antwerpen in Dienst. Der 28 Meter lange Neubau gehört zum Schiffstyp ASD Tug 2813 der niederländischen Damen-Werft.

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Die Med Castor wurde auf der Damen Werft in Song Cam (Vietnam) im Auftrag der italienischen Reederei Onorato aus Cagliari gebaut und mit einem Schwergutschiff nach Rotterdam überführt. Die Ausrüstung und Inbetriebnahme erfolgte in Stellendam etwa 20 Kilometer südlich von Rotterdam unter Regie von MedTug Antwerp.

Mit einem Pfahlzug von 85 Tonnen gehört der Schlepper zu den stärksten Hafenschleppern mit dem ASD-Antriebskonzept. Die Maschinenleistung der beiden Caterpillar-Diesel beträgt zusammen 5050 Kilowatt.

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Für das neue Geschäftsfeld wurde im Dezember die Reederei MedTug Antwerp von MSC ins Handelsregister in Belgien eingetragen. Im belgischen Antwerpen befindet sich auch die Zentrale der Container-Sparte der Reederei MSC. 650 Containerschiffe, Autotransporter, Massengutfrachter sowie 18 Kreuzfahrtschiffe fahren für MSC.

Vier Schlepper sollen in einer ersten Ausbaustufe im Sommer 2021 in Fahrt kommen. Eine Ausweitung auf Rotterdam befindet sich dem Vernehmen nach bereits in Planung.

Damit drängt die Reederei MSC in einen neuen Bereich vor. Bislang dominierten Reeder aus Spanien, den Niederlanden und Dänemark das Geschäft der Hafenschlepper in Westeuropa.

Die im Besitz der Familie Aponte befindliche Großreederei MSC hat hier die durchaus lukrativen Einnahmemöglichkeiten im Hafenschleppgeschäft erkannt. Die Grundauslastung der neuen MSC-Schlepper sollen die Anläufe der eigenen Container- und Kreuzfahrtschiffe in Rotterdam und Antwerpen sichern. FB