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Nach Anschlussauftrag für Neptun Werft: Bau von zehn Flusskreuzfahrtschiffen begonnen

Nach einem Anschlussauftrag mit einem Volumen von rd. 100 Mio. Euro über neun weitere Flusskreuzer haben die seit gut 26 Jahren zur Meyer Werft-Gruppe gehörende Neptun Werft in Rostock-Warnemünde und ihr langjähriger Kunde Viking am 5. Dezember in Anwesenheit von Meyer Werft-Seniorchef Bernard Meyer und Viking Reederei-Gründer und CEO Torstein Hagen mit dem Bau von insgesamt zehn neuen Flusskreuzfahrtschiffen begonnen. Damit wird die 2010 begonnene erfolgreiche Serie von bisher 65 Schiffen für Viking fortgesetzt.

Bei dem neuesten Auftrag der Schweizer Reederei Viking River Cruises handelt sich um ein kleineres Schiff für den Einsatz auf der Seine und acht Einheiten der bekannten Longship-Serie. Ein weiteres Seine-Schiff war zuletzt nach dreijähriger Pause im März dieses Jahres zur Lieferung im März 2025 kontrahiert worden.

Während die für 190 Gäste konzipierten Longships 135 m lang sind, basieren die 125 m langen und für 168 Gäste ausgelegten Schiffe für die Seine auf den bereits für Viking gebauten „verkürzten“ Longships Viking Kari, Viking Radgrid, Viking Skaga und Viking Fjorgyn. Im Jahr 2025 und 2026 sollen jeweils ein Schiff für die Seine sowie vier Schiffe der Longship-Serie abgeliefert werden.

Bernard Meyer und Torstein Hagen, Foto: Neptun Werft

Die neuen Schiffe werden den Angaben zufolge mit einem Hybridsystem aus diesel-elektrischem Antrieb und einem Batteriesystem ausgestattet. Damit werden Lastspitzen abgefangen und erheblich Treibstoff eingespart. Die Longships werden erstmals mit einem neuen PLM-System, einer kombinierten Software-Lösung aus Catia V6 und Cadmatic, konstruiert. Sie erhalten außerdem einige technische Neuerungen, wie eine Kompaktanlage für die Abwasserbehandlung.

Jan Meyer neuer CIO bei Neptun

„Wir freuen uns, die lange Serie der Viking-Schiffe mit diesen zehn Schiffen fortzuführen. Die Schiffe gehören mit ihrem Hybrid-System zu den umweltfreundlichsten auf Europas Flüssen. Der erfolgreiche Einsatz auf den bereits abgelieferten Schiffen war ein entscheidender Grund für Viking, beim Bau wieder auf die Meyer Gruppe zu setzen“, sagte Jan Meyer, der die Neptun Werft künftig als Chief Business Innovation Officer leiten wird.

Die rd. 430 Mitarbeiter beschäftigende Werft verfügt nun nach eigenen Angaben über ein „gut gefülltes Auftragsbuch“ bis 2026 mit Aufträgen für zehn Flusskreuzfahrtschiffen, zwei Marinebetriebsstoffversorgern sowie Teilen des Forschungsschiffes Meteor IV und Maschinenraummodule für die Meyer-Werftbetriebe in Papenburg und Turku. Zudem plant die Gruppe gemeinsam mit dem belgischen Unternehmen Smulders in Rostock den Einstieg in den Bau von Offshore-Konverterplattformen. JPM