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Nach Einigung über Staatshaushalt: Stad-Tunnel könnte nun doch gebaut werden

Nachdem die norwegische Regierung in dem Mitte Mai vorgelegten überarbeiteten Staatshaushalt keine Mittel mehr für den Bau des Stad-Schiffstunnels vorgesehen hatte, war eine Realisierung des Jahrhundert-Projekts für Insider und Beobachter nahezu utopisch geworden. Doch jetzt gibt es neue Hoffnung.

Nach Verhandlungen mit den Mitte-Links-Parteien, die zusammen mit der Arbeiterpartei über eine Mehrheit im norwegischen Parlament (Storting) verfügen, sind nun doch Mittel für den Baubeginn des Stad-Schiffstunnels eingeplant: Für den Tunnel ist ein Kostenrahmen von 8,6 Milliarden NOK und eine Anschubfinanzierung von 150 Mio. NOK vorgesehen, erklärte Bjørn Arild Gram, finanzpolitischer Sprecher der Zentrumspartei, bei einer Pressekonferenz im Storting. Der Haushalt soll bis zum 19. Juni vom norwegischen Parlament endgültig verabschiedet werden.

„Wir sind bereit, die notwendigen Prozesse einzuleiten, um einen Baubeginn Anfang 2027 zu ermöglichen“, erklärt Kystverket-Generaldirektor Einar Vik Arset. „Dabei handelt es sich um ein Großprojekt und wir haben uns über mehrere Jahre hinweg gründlich vorbereitet. Wir sind bereit, sobald wir die Anweisungen des Ministeriums für Handel, Industrie und Fischerei erhalten.“ Die Ausschreibung für den Hauptauftrag läuft seit fast zwei Jahren. Im April hat die Küstenverwaltung die endgültigen Angebote von AF Gruppen, Eiffage Génie Civil und dem Konsortium Skanska/Vassbakk & Stol erhalten. Nach Bekanntgabe der Auftragsvergabe gilt eine Frist für etwaige Einsprüche, bevor der Vertrag unterzeichnet werden kann. Der ausgewählte Auftragnehmer kann dann mit den Vorbereitungen beginnen, um Anfang 2027 mit dem Bau zu starten, so Projektleiter Harald Inge Johnsen. JPM

Animation: Kystverket / Multiconsult

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