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Nach zweiwöchiger Werftzeit in Rotterdam: „Mein Schiff 3“ in neuem Glanz auf Nordlandkurs

Nach einem zweiwöchigen Werftaufenthalt in Rotterdam ist das älteste der acht Einheiten der Mein Schiff-Flotte der Hamburger Reederei TUI Cruises, die am 14. Juni 2014 von Helene Fischer am Cruise Center in der HafenCity getaufte Mein Schiff 3, am 26. April von Bremerhaven in frischem Glanz sowie technisch überholt und im Innenbereich umfassend modernisiert zu einer Reise in die norwegische Fjordwelt gestartet.

Für das im Mai 2014 von der Meyer Turku Oy, dem finnischen Betrieb des Meyer Werft-Konzerns, abgelieferte und unter Malta-Flagge in Fahrt gekommene 99.562 BRZ-Schiff waren nach der im September 2022 bei Blohm + Voss im Dock „Elbe 17“ in Hamburg erfolgten letzten Trockenstellung erneut die turnusmäßig zu erledigenden Arbeiten zur Erhaltung des Klassifikations-Zertifikats (Klasse-Arbeiten) erforderlich. Dazu wurde das 293,2 m lange, 35,8 m breite und über 15 Decks verfügende Schiff unter dem Kommando seines Kapitäns Alexander Orendt am 12. April mit Schlepperassistenz in das Dock 8 der Damen Shiprepair-Werft in Rotterdam bugsiert.

Neben den technischen Wartungs-, Kontroll- und Überholungsarbeiten stand die Weiterentwicklung des Gästeerlebnisses an Bord im Mittelpunkt der diesjährigen Werftzeit. So wurden unter anderem die beiden Themen Suiten, darunter die Taufpaten-Suite sowie die Kapitäns-Suite, neugestaltet. Auch öffentliche Bereiche wurden modernisiert: So erstrahlt unter anderem die Diamant Bar jetzt in einem neuen Designkonzept. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiten war zudem der Austausch von rund 12.500 Quadratmetern Teppich in verschiedenen Bereichen des Schiffes, so z. B. in der Schau Bar, der Grööne Bar oder den Kabinenkorridoren. Neben Möbeln wurden auch die Kunstobjekte an Bord in ausgewählten Bereichen wie den 1.253 Balkonkabinen, Außenkabinen, Innenkabinen, Junior Suiten und im Ruhebereich des SPAs erneuert. Dabei wurde verstärkt auf Maßnahmen im Sinne der Kreislaufwirtschaft gesetzt. Wie TUI Cruises-Sustainability Manager Victoria Müller erläutert, arbeitet die Reederei für das Recycling von Schutzmaterialien sowie für die Aufbereitung von Teppichen und Underlay mit dem Unternehmen Oceancircle zusammen. Ziel sei es, Materialien möglichst wieder in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen und Ressourcen zu schonen. So werden über 300 qm Teppich und Underlay (bzw. 47.250 kg Teppich und 11.500 kg Underlay) zu recyceltem Underlay weiterverarbeitet, das anschließend wieder an Bord von anderen Schiffen eingesetzt werden kann.

Insgesamt drei Sattelzüge an Möbeln und Kunstwerken wurden an die Organisation „Der Hafen hilft“ gespendet. In Zusammenarbeit mit Daimler Truck – im Rahmen der Initiative „Daimler Truck Cares“ – wurden Transportkapazitäten sowie Fahrer bereitgestellt. Die gespendeten Gegenstände wurden zunächst nach Hamburg gebracht und anschließend an soziale Einrichtungen weiterverteilt.

Ein technisches Upgrade gab es auch im Bereich Entertainment und Veranstaltungstechnik. Dazu gehörte im Entertainment-Bereich eine weitreichende Erneuerung der Lautsprecher-Management-Systeme. Auf dem Pooldeck wurde die komplette Tontechnik ausgetauscht und durch ein leistungsfähiges Soundsystem ersetzt. Auch das Theater erhielt ein technisches Upgrade: Eine neue hochauflösende LED-Wand sowie moderne LED-Moving-Lights sorgen jetzt für eindrucksvollere Inszenierungen und Produktionen. Ergänzend dazu wurde die bestehende Broadcast- und Satellitentechnik umfassend gewartet und modernisiert.

Nach dem Werftaufenthalt gibt es auch im Kulinarik-Bereich neue Akzente und mehr Flexibilität. Die Café Lounge erhielt ein überarbeitetes Konzept. Im Mittelpunkt steht ein All-Day-Breakfast-Angebot, das mit klassischen Frühstückszeiten bricht und sich am individuellen Tagesablauf der Gäste orientiert. Vom Kaffee am Morgen bis zum späteren Genussmoment entsteht ein fließender Übergang über den Tag hinweg. Dabei verbindet die neue Karte Klassiker mit modernen, gesundheitsbewussten Optionen.  JPM

Fotos: Jens Meyer