Neuer Rekord: Kreuzfahrten ab deutschen Häfen werden immer beliebter
Steigende Flugkosten, geopolitische Konflikte, mehr und ganzjährige Angebote: Es gibt zahlreiche Gründe für die zunehmende Beliebtheit, eine Hochseekreuzfahrt in einem deutschen Hafen zu beginnen. Nach einem Rückgang während der Corona-Pandemie ist die Zahl der hiesigen Kreuzfahrtgäste 2025 auf einen neuen Höchstwert gestiegen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) starteten im vergangenen Jahr rund 1,51 Millionen Passagiere eine Hochseekreuzfahrt von einem der deutschen Häfen an Nord- und Ostsee. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor mit gut 1,45 Millionen Reisenden. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 mit damals 1,33 Millionen Gästen betrug der Anstieg 13,5 Prozent. Während der Pandemie gab es wegen der Reisebeschränkungen einen deutlichen Rückgang bei den Passagierzahlen. Sie sanken 2020 bis auf 54.000 ab.
Der Zuwachs ist vor allem größeren Anbietern wie AIDA Cruises, MSC Cruises, TUI Cruises und Phoenix Reisen zu verdanken. Unter den deutschen Kreuzfahrthäfen nimmt Hamburg 2025 mit einer neuen Rekordzahl von 1,42 Mio. Kreuzfahrtgästen bei 295 Anläufen von Hochseekreuzfahrtschiffen eine Spitzenstellung ein, gefolgt von Kiel mit fast 500.000 Gästen bei 171 Anläufen und Bremerhaven, wo nach Angaben des Terminalbetreibers Global Ports Holding (GPH) 292.013 Gäste bei 99 Anläufen abgefertigt wurden, sowie Rostock/Warnemünde mit 268.000 Kreuzfahrt-Passagieren.
In der EU in fünf Jahren Zuwachs um 18,1 Prozent – Italien liegt vorn
Kreuzfahrtreisen wurden zuletzt nicht nur in Deutschland, sondern europaweit wieder beliebter. Für die Europäische Union liegen für das Jahr 2024 Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat vor: Danach starteten EU-weit 8,73 Millionen Menschen eine solche Kreuzfahrt. Das waren 12,2 Prozent mehr als im Jahr 2023 mit 7,78 Millionen Passagierinnen und Passagieren. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 mit damals 7,39 Millionen Reisenden betrug der Anstieg 18,1 Prozent. Dabei startete jeder sechste Kreuzfahrt-Reisende im Jahr 2024 von Deutschland aus (16,6 Prozent). Damit lag Deutschland als Ausgangsort auf Platz 3 der EU-Staaten. Die meisten Passagierinnen und Passagiere gingen in Italien (28,4 Prozent) an Bord eines Hochsee-Kreuzfahrtschiffes, gefolgt von Spanien (22,3 Prozent). In Frankreich starteten 13,6 Prozent der Reisenden ihre Fahrt, in Griechenland 8,3 Prozent. JPM
Gehört zu den drei Schiffen, die am 7. Juni anlässlich des 30-jährigen Aida Cruises-Jubiläums gleichzeitig in Hamburg Flagge zeigen: Aidaperla. Foto: Jens Meyer



