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Oceanwide Expeditions unterzeichnet Absichtserklärung für zwei Expeditions-Segelcruiser

Der Trend zu kleineren, umweltfreundlichen Segelkreuzfahrtschiffen für den Expeditionsbereich nimmt weiter Fahrt auf. Nach den derzeit bei Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire für die Accor-Hotelgruppe in Bau befindlichen beiden 210 m-Solid Sail-Dreimastern Orient Express Corinthian und Orient Express Olympian, den im Mai 2024 von der französischen Reederei Selar bei Chantiers l’Ocean Indien (CNOI) in Port Louis/Mauritius bestellten und dort seit November 2025 in der Ausrüstung befindlichen 2.700-BRZ-Fünfmaster Captain Arctic und dem im Dezember von der portugiesischen Reederei Mystic Cruises bei der China Merchants Shipyard einschließlich einer Option für drei Nachbauten bestellten 210 m langen 26.000-BRZ-Dreimast-Expeditionskreuzer hat jetzt auch der niederländische Polarreisenveranstalter Oceanwide Expeditions eine Absichtserklärung zum Bau von zwei umweltfreundlichen Segel-Expeditionskreuzfahrtschiffen unterzeichnet.

Beide Schiffe werden eine Kapazität von 146 Passagieren haben und sich durch eine Vielzahl von auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Merkmalen auszeichnen, die in ihre Konstruktion integriert sind. Vor allem werden die Schiffe mit einem hybriden Segelantriebssystem ausgestattet sein, das den Treibstoffverbrauch senkt und die Betriebsemissionen reduziert. Diese Öko-Segelschiffe werden nicht nur wegen ihrer äußeren Form als Weiterentwicklung des bestehenden Designs des von der Brodosplit-Werft in Kroatien für die Reederei realisierten ersten von zwei dort bestellten Einheiten der Hondius-Klasse gesehen, sollen jedoch erhebliche Verbesserungen sowohl hinsichtlich des Schiffsbetriebs als auch des Gästeerlebnisses bieten. Die Infahrtsetzung des ersten Segelcruisers ist für 2029 geplant, der zweite soll 2030 folgen. Mit ihrer Vermarktung soll bereits Anfang 2027 begonnen werden. Die beiden Neubauten komplettieren die derzeit aus der Plancius (Baujahr 1976/108 Gäste), Ortelius (Baujahr 1989/108 Gäste) sowie der Hondius (Baujahr 2019/170 Gäste) sowie dem 1947 erbauten Dreimast-Schoner Rembrandt van Rijn (33 Gäste) bestehende Flotte. Ob und wann das weitgehend fertiggestellt am Ausrüstungskai der zwischenzeitlich in finanzielle Schieflage geratenen Brodosplit-Werft liegende Hondius-Schwesterschiff Janssonius komplettiert und abgeliefert werden kann, wurde nicht mitgeteilt.

Mit dieser Ankündigung will die seit mehr als 30 Jahren aktive Reederei ihre Intention unterstreichen, bei der Entwicklung der Branche und der Flottenumsetzung proaktiv voranzugehen und eine Vorreiterrolle einzunehmen. Nach ihren Angaben war die Hondius bei ihrer Indienststellung das weltweit erste kleine Expeditionsschiff der Polar-Klasse 6 und wurde von Grund auf speziell für Expeditionskreuzfahrten konzipiert. In jüngerer Zeit habe man erheblich in technische und optische Verbesserungen seiner bestehenden Flotte investiert, um den Rahmenwerken von IAATO und AECO sowie den allgemeinen Umweltbemühungen und -vorschriften gerecht zu werden.

„Wir freuen uns, die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung bekannt zu geben, und blicken mit Begeisterung auf das nächste Kapitel in der Flotte von Oceanwide Expeditions. Das Segeln ist von Anfang an Teil unserer DNA, und diese Öko-Segelschiffe werden moderne Nachhaltigkeitsmerkmale, Hybridantrieb und einen geringeren ökologischen Fußabdruck in dasselbe authentische, immersive Oceanwide-Gasterlebnis integrieren. Diese Schiffe sind ein wesentlicher Bestandteil unserer langfristigen Vision, klein, operativ flexibel und umweltbewusst zu bleiben, so Oceanwide Expeditions-CEO Rémi Bouysset. Die Bauwerft und weitere Einzelheiten über die neuen Schiffe will er erst später bekanntgeben. JPM

Animationen: Oceanwide Expeditions