Paul Gauguin Cruises – Auftrag ausgesetzt

Foto: Paul Gauguin Cruises /Ponant

Die für Paul Gauguin Cruises bei der norwegischen Vard-Gruppe bestellten beiden Expeditionsschiffe werden vorerst nicht gebaut. Das berichtet der französische Branchendienst Mer et Marine. Paul Gauguin Cruises ist eine Tochter der französischen Reederei Ponant und verfügt derzeit über nur ein Schiff, die 1997 gebaute Paul Gauguin. Ende 2019 hatte Ponant die beiden jeweils über 11.000 BRZ verfügenden und 230 Passagiere fassenden Schiffe für einen Preis von etwa 300 Millionen Euro bei Vard bestellt. Mit dem Bau der Schiffe, die normalerweise 2022 abgeliefert werden sollten, war noch nicht begonnen worden. Im Kontext der pandemiebedingten Krise wolle man jetzt erst den Sommer abwarten, hieß es aus Insiderkreisen. Artemis, die Muttergesellschaft von Ponant, hatte seit Beginn der Übernahme der Reederei im Jahr 2015 etwa eine Milliarde Euro in das Ausbauprogramm der Flotte investiert. Nun soll die Entwicklung des Re-Startes in der ersten Hälfte des nächsten Jahres darüber entscheiden, ob und wie dieser Auftrag abgewickelt wird. Nicht von der Aussetzung betroffen ist die Ablieferung der Le Commandant Charcot, des Eisbrecher-Expeditionsschiffs für Ponant, im Juni 2021.