Rendezvous mit dem Furebergfossen

Diffuses Licht, wabernde Wolkenschleier, atemberaubende Sonnenuntergänge, tosende Wasserfälle und einsame Stille – so präsentiert sich Südnorwegen, als wir an Bord der AMERA in die atemberaubende Fjordwelt im Land der Trolle eintauchen. Oliver Asmussen berichtet.

Das fünfte Mitglied in der Hochseeflotte

Mit der Amera nahm im vergangenen Spätsommer der Bonner Veranstalter das fünfte Mitglied in seine Hochseeflotte auf. Zuvor wurden 40 Millionen Euro in das 42-tägige Umbau- und Renovierungsprojekt investiert. Gebaut wurde die Amera im Jahr 1988 als ultraluxuriöse Royal Viking Sun für die damalige Royal Viking Line. Von 2002 bis 2019 kreuzte der schlanke Bug in internationalen Gewässern rund um die Welt und erlangte in Deutschland als Prinsendam Bekanntheit. Mit seinen überschaubaren Abmessungen von 204 Meter, 39.051 BRZ und maximal 835 Passagieren passt dieses schmucke Schiff perfekt in die bestehende Flotte.

An Bord der Amera findet man sich schnell zurecht, die Deckaufteilung ist ideal und die Kabinen sind großzügig bemessen. Alle Kabinen und Suiten der Amera sind renoviert und bieten, je nach Kategorie zwischen 14-85 Quadratmetern Platz, ein Großteil verfügt über einen eigenen Balkon. Auf höchst komfortable Art und Weise reisen wir von Bremerhaven in Richtung Sognefjord, den mit 204 Kilometern längsten Fjord Europas, können unterwegs oft das herrliche Wetter auf den vielen Außendeckflächen genießen.

Eine Prinzessin unter dem Sternenhimmel

Der Abend klingt nach einer sehenswerten Willkommens-Show mit einem leckeren Cocktail an Deck aus. Die See ist ruhig, Sterne funkeln am Nachthimmel. Der Name Amera bedeutet übrigens „Prinzessin“ – und als solche kann man die schmucke Schiffslady zweifelsfrei bezeichnen.

Doch kurz nach der Einfahrt in den Sognefjord wird der Prinzessin die Show gestohlen. Glutrot geht die Sonne auf. An Deck haben sich viele Kreuzfahrer versammelt und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unter dem Schiffsrumpf befinden sich mehr als 1.200 Meter Wasser, die Berge ragen zum Teil mehr als 1.000 Meter in die Höhe und werden in ein melancholisches Licht getaucht. Der Sognefjord zieht sich 204 km in das Landesinnere hinein. Damit ist er der längste und zugleich tiefste Fjord in Europa.

Bedingt durch den hohen Sonnenstand wird die Landschaft einige Zeit später nicht mehr in melancholische Rottöne sondern in diffuse Blautöne getaucht. Norwegen fasziniert zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter, wie wir im Laufe dieser Reise erleben können…

… Lesen Sie weiter in AN BORD.

Fotos: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.de