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Seattle vor neuem Kreuzfahrt-Rekord: Mit Premieren von drei Reedereien 2026 rd. 2,1 Mio. Passagiere erwartet

In den vergangenen zehn Jahren konnte Seattle als wichtigster Kreuzfahrtstandort im Nordwesten der USA seine Passagierzahlen mehr als verdoppeln. Nachdem 2016 bei 203 Schiffsanläufen insgesamt 983.539 Kreuzfahrtgäste abgefertigt wurden, wird dort in der diesjährigen Saison (15. Mai bis 11. Oktober) ein neuer Rekord von 2,1 Mio. Passagieren bei ca. 330 Anläufen von Kreuzfahrtschiffen erwartet. 2025 wurden dort lediglich 1,2 Mio. Passagiere bei 233 Anläufen gezählt, nach 1,3 Mio. Kreuzfahrtgästen bei 286 Anläufen in 2024 und 1,4 Mio. Passagieren bei 296 Anläufen in 2023.

In diesem Jahr wird der zwischen dem Puget Sound und dem Lake Washington unmittelbar am Pazifik gelegene Hafen von mehreren Reedereien erstmals oder mit neuen Schiffen bedient, was den wirtschaftlichen Effekt für die Region, der für das vergangene Jahr mit rd. 1,2 Mrd. US-Dollar beziffert wurde, weiter erhöhen dürfte.

MSC POESIA, Foto: Jens Meyer (Archiv)
THE WORLD, Foto: Jens Meyer (Archiv)
BRILLIANT LADY, Foto: enapress.com (Archiv)

So startet die in der Schweiz ansässige Reederei MSC Cruises mit der MSC Poesia ihr erste Alaska-Saison ab Seattle mit siebentägigen Rund-Reisen und Virgin Voyages kommt mit der Brilliant Lady erstmals in die Kreuzfahrt-Metropole, um neue Alaska-Routen anzubieten, während Princess Cruises mit der Star Princess ihr bislang größtes Alaska-Schiff ab Seattle einsetzt. American Cruise Lines ergänzt ihr Angebot ab September 2026 durch eine Kombination aus einer Landreise zu drei Nationalparks im Bundesstaat Washington und einer anschließenden Seereise nach den San Juan Islands. Die Carnival Cruise Line hat bereits im April dieses Jahres eine neue Route eingeführt, die Mobile im US-Bundesstaat Alabama mit Seattle im Bundesstaat Washington verbindet. Die 16-tägige Kreuzfahrt führt durch den Panamakanal und umfasst Anläufe in Cabo San Lucas, Puntarenas (Costa Rica) und Cartagena (Kolumbien).

Auch Residences at Sea wird mit ihrem Residenz-Schiff The World in diesem Jahr mehrfach im Hafen Seattle Flagge zeigen, der vor allem von Kreuzfahrt-Kunden wie der Carnival Cruise Line, Celebrity Cruises, Holland America Line, Cunard, Oceania Cruises, Royal Caribbean, Princess Cruises, aber auch von Reedereien wie u.a. Regent Seven Seas Cruises, Silversea und Windstar Cruises für Reisen nach Alaska, Mexiko, Hawaii, Neuseeland, Asien aber auch für Küstenkreuzfahrten angesteuert wird.

Seattle ist vor allem Ausgangspunkt für Reisen entlang der Alaska Inside Passage. Die Route führt durch Fjorde, vorbei an Gletschern, durch bewaldete Küstenlandschaften und Tiergebiete. Für kürzere Aufenthalte bieten sich Ausflüge zu den San Juan Islands an. Bainbridge Island ist in 35 Minuten mit der Fähre erreichbar und verbindet kleinstädtischen Charme, unberührte Natur und Blicke auf die Skyline von Seattle. Auch Victoria in British Columbia ist als Kreuzfahrt-Destination von Seattle aus gut einzuplanen.

Für die Abfertigung der Schiffe in Seattle stehen für größere Schiffe zwei Liegeplätze an dem am nördlichen Ende der Wasserfront gelegenen Smith Cove Cruise Terminal (Pier91) und ein Liegeplatz an dem nahe dem Stadtzentrum gelegenen Bell Street Cruise Terminal (Pier 66) zur Verfügung. An beiden Kreuzfahrtterminals stehen Landstrom-Anschlüsse zur Verfügung. Ziel ist es, bis 2030 alle Kreuzfahrtschiffe vollständig mit Landstrom zu versorgen.

Downtown Seattle und Space Needle, Foto: SeanPavonePhoto - stock.adobe.com

Die Stadt Seattle investiert seit Jahren in eine Infrastruktur, die Kreuzfahrt und Stadtentwicklung zusammenführt. So können Kreuzfahrtpassagiere von kurzen Wegen, funktionierenden Abläufen und einem direkten Zugang zur Stadt profitieren. Die neugestaltete Seattle Waterfront verläuft direkt am Wasser und verbindet Spazierwege, Aussichtspunkte und gastronomische Angebote. Der Overlook Walk schafft eine direkte Fußverbindung zwischen dem Pike Place Market und der Waterfront. Von hier öffnen sich Blicke auf die Elliott Bay, die Olympic Mountains und den Mount Rainier. Ein zentraler Anlaufpunkt ist das Seattle Center, das die Seattle Monorail mit Downtown verbindet. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen hier nahe beieinander. Mehrere Highlights können ohne lange Wege erreicht werden. Dazu gehören die ikonische Space Needle mit Aussichtsplattform, das Chihuly Garden and Glass, das Museum of Pop Culture nach einem Entwurf von Frank Gehry sowie die Seattle Opera. JPM

Foto: Visit Seattle