„Spirit of Adventure“ an Saga Cruises abgeliefert

Foto: Meyer Werft

Mit der Spirit of Adventure konnte die Papenburger Meyer Werft am 29. September in Emden den zweiten Neubau für die britische Reederei Saga Cruises mit rd. zweimonatiger Verzögerung an die britische Reederei Saga Cruises abliefern, nur  wenige Wochen nach der am 30. August erfolgten  Emsüberführung.

„Trotz aller Widrigkeiten in den letzten Monaten bedingt durch die Corona-Pandemie konnten wir sowohl den Bau in Papenburg als auch die Erprobung und Inbetriebnahme des Schiffes in einem überschaubaren Zeitrahmen hinbekommen. Das resultiert vor allem aus der guten Partnerschaft mit Saga Cruises, unseren Partnern und dem Einsatz unserer Teams, die mit Engagement und Know-how das Schiff fertiggestellt haben“, freute sich Meyer Werft-Geschäftsführer Thomas Weigend.

Foto: Meyer Werft

Ursprünglich sollte der  am 3. Juni 2019 als Bau-Nr. 715 auf Kiel gelegte und am 24. Juli dieses Jahres aus dem Baudock ausgeschwommene Neubau am 19. August in Porthmouth getauft und am 21. August von Dover auf eine 17-tägige Jungfernreise in die Ostsee geschickt werden. Das wurde  zunächst in eine  am 5. November  in Southampton beginnende  Mittelmeerreise über Gibraltar, Barcelona und Monaco nach Neapel  geändert. Die  bei einer Länge von  236 m und einer Breite von 21,2 m mit 58250 BRZ vermessene Spirit of Adventure kann in ihren 554 Balkonkabinen bis zu 999 Gäste unterbringen.

Wie die bereits im vergangenen Jahr als erster Neubau  für die  zuvor ausschließlich aus  Second-hand-Schiffen bestehende Saga-Flotte  abgelieferte Schwester  Spirit of Discovery zeichnet sich auch dieses Schiff durch ein umwelt- und ressourcenschonendes Design aus. Die Maschinenanlage besteht aus  vier 9-Zylinder-MAN-Dieseln des Typs 32/44  à 5400 kW und ist mit SCR-Katalysatoren ausgerüstet. Die Propulsion  erfolgt elektrisch  durch  das eSiPod-System von Siemens, das für eine Geschwindigkeit von 19 kn und  gute Manöverierfähigkeit des u.a. mit SKF-Flossenstabilisatoren ausgerüsteten Schiffes sorgt. JPM