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AIDA – Das Ende der Cara-Klasse

Die Nachricht hatte sich bereits seit dem Frühjahr abgezeichnet. Die AIDAcara wird im Sommer die Flotte der Rostocker Reederei verlassen. Unmittelbar nach den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der ersten Reise mit der „Ur-AIDA“ gab es aus Rostock die Mitteilung, dass das Schiff die Flotte verlassen wird. Käufer und neues Fahrtgebiet sind noch geheim.

Die 1996 bei der damaligen Wärtsilä-Werft in Turku als AIDA gebaute AIDAcara soll nicht an einen direkten Wettbewerber der Carnival-Gruppe gehen. Inzwischen gibt es auch erste Gerüchte über den baldigen Verkauf der AIDAaura und AIDAvita. Befeuert wurden die Gerüchte schon durch Aussagen aus der Führung der Reederei, die das Ziel einer möglichst schnellen Reduzierung der Emissionen ausgegeben hatte. Mit den drei Schiffen der sogenannten „Cara“-Klasse sind nämlich Dinge wie Landstromanschlüsse und saubere Treibstoffe nicht mehr kostendeckend realisierbar.

Die Vorgaben zur Klimaneutralität und der Kurs zur Reduzierung der Treibstoffverbräuche pro Passagier sind mit den Schiffen der ersten Generation nicht einfach zu erreichen. Bei den jüngsten Terminen zur Einweihung der neuen Landstromanlagen in Warnemünde und Rostock waren die Schiffe der „Sphinx“-Klasse als die zukünftig kleinsten Schiffe der Flotte bezeichnet worden. Die ambitionierten Ziele beim Klimaschutz seien bei AIDA nur mit den Schiffen der neuesten Generation zu erreichen.

Bis 2030 will das Unternehmen auch eine völlig neue Klasse von Schiffen in Fahrt bringen, die vollständig ohne den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen über die Meere fahren soll. Die Planungen für diese neuen Schiffe laufen bereits bei AIDA Cruises.

Für die bewährten und beliebten alten Schiffe mit dem dieselmechanischen und dieselelektrischen Antriebskonzepten aus den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts, droht jetzt das baldige Aus.

Aktuell liegen AIDAcara und AIDAaura zusammen in Tallinn und warten dort auf die weiteren Entscheidungen. Die AIDAvita wurde als einziges Schiff von AIDA im Persischen Golf gelassen, wo sie seit März vor Dubai ankert.

Zu konkreten Fragen über die Zukunft der AIDAvita und der AIDAaura wird nur auf die weiter bestehenden Fahrpläne verwiesen. Es gibt aber auch keine Aussage, wann denn diese Schiffe der „Cara“-Klasse wieder in Fahrt kommen sollen.

Was konkret aus den drei „Cara“-Schiffen wird, ist noch geheim. Neben dem Verkauf an ein Unternehmen in der Carnival-Gruppe oder einem Abnehmer im Mittelmeerraum ist auch eine Verschrottung nicht mehr ausgeschlossen.

Der Grund: Seit April steigen die Preise pro Tonne Stahl bei den Abwrackern wieder deutlich. Der Grund ist ausbleibender Nachschub aus den Containerflotten für Abbrecher. Gleichzeitig haben die Stahlwerke in Asien großen Bedarf an Rohstoffen.

Die Folge: Bei den Abwrackern im türkischen Aliaga wurde diese Woche die Marke von 300 Dollar pro Tonne erstmals wieder überschritten. In Indien, Bangladesh und Pakistan haben die Preise für Schiffe innerhalb eines halben Jahres um fast 100 Dollar pro Tonne auf über 500 Dollar die Tonne zugelegt. FB

AIDA Cruises restrukturiert seine Flotte für nachhaltiges Wachstum

Pressemitteilung

Die Erfolgsgeschichte von AIDA Cruises begann am 7. Juni 1996 mit der Taufe des ersten AIDA Schiffes, der heutigen AIDAcara. Mit dem Konzept des Clubschiffs läutete das Unternehmen vor einem Vierteljahrhundert eine neue Ära des Urlaubs auf dem Wasser ein. Heute ist AIDA Cruises Marktführer für Kreuzfahrten in Deutschland.

Noch in diesem Jahr wird AIDA Cruises seinen erfolgreichen Wachstumskurs fortsetzen und mit der Indienststellung von AIDAcosma, dem zweiten Kreuzfahrtschiff das mit emissionsarmem Flüssigerdgas (LNG) betrieben wird, einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur emissionsneutralen Kreuzfahrt in 2040 erreichen.

Dieser weitere Kapazitätszuwachs gibt dem Unternehmen die Möglichkeit die Flottenstruktur, insbesondere mit Blick auf die Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele, zu optimieren.  Daher hat AIDA Cruises entschieden, AIDAcara, nach 25 Jahren Dienstzeit in den kommenden Wochen an einen neuen Eigentümer zu übergeben.

AIDAcara, Foto: enapress.com

Dies ist für AIDA und für viele langjährige, treue Gäste der Kreuzfahrtreederei ein sehr emotionaler Moment. Mit AIDAcara hat AIDA Cruises den Grundstein für seinen Erfolg gelegt. Viele Konzepte von damals wurden beim Bau aller folgenden Schiffe kontinuierlich weiterentwickelt und sind auch in den Bau von AIDAcosma eingeflossen.

Mit der Indienststellung von AIDAcosma Ende 2021 wird AIDA Cruises einen weiteren Kapazitätssprung vollziehen, seine Angebotsvielfalt erweitern und seinen nachhaltigen Wachstumskurs auf dem deutschen Kreuzfahrtmarkt fortsetzen. Es ist der zweite LNG-Neubau für AIDA Cruises, von insgesamt neun Kreuzfahrtschiffen, die für verschiedene Marken der Carnival Corporation & plc bei der MEYER Gruppe mit dem gleichen Plattformkonzept und zukunftsweisender Umwelttechnologie beauftragt wurden.

Die Nachfrage nach diesen innovativen Schiffen ist weltweit groß. Im Rahmen seines Flottenerneuerungsprogramms hat Carnival Cruise Line im vergangenen Jahr vier Kreuzfahrtschiffe verkauft. Um das weitere Wachstum auf dem amerikanischen Markt abzusichern, wird Carnival Cruise Line den ursprünglich für AIDA Cruises auf der MEYER WERFT in Papenburg reservierten Neubauslot für das in 2023 geplante LNG-Schiff übernehmen.

Im März dieses Jahres ist AIDA Cruises nach der pandemiebedingte Kreuzfahrtpause auf den Kanarischen Inseln erfolgreich in die Saison 2021 gestartet. Aktuell sind drei AIDA Schiffen im Einsatz. Bis Ende Juli plant das Unternehmen bereits wieder mit sechs Schiffen seiner Flotte Kreuzfahrturlaub in Nordeuropa, der Ostsee sowie im westlichen und östlichen Mittelmeer anzubieten.

Neben den weiteren Vorbereitungen für die Wiederaufnahme von Kreuzfahrten mit allen weiteren Schiffen der AIDA Flotte, arbeitet AIDA Cruises bereits an zukunftsweisenden Neubauprojekten für eine emissionsneutrale Kreuzfahrt.

Die aktuell mit AIDAcara geplanten Reisen werden von anderen Schiffen der AIDA Flotte übernommen. Betroffene Gäste werden zeitnah zu weiteren Details informiert. 

Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten im Reisebüro, im AIDA Kundencenter unter +49 (0) 381 / 20 27 07 07 oder auf www.aida.de.

Text: PM AIDA Cruises

Ab sofort buchbar: Reisen zum 25. Geburtstag von AIDA Cruises

Pressemitteilung

Happy Birthday AIDA! Vor 25 Jahren – am 7. Juni 1996 – wurde der erste AIDA Neubau (heute AIDAcara) in Rostock getauft. Aus diesem Anlass legt AIDA Cruises einen neuen Termin für eine besondere Geburtstagsreise rund um die Kanaren auf. AIDAperla wird die 7-tägige Reise vom 5. bis 12. Juni 2021 ab/bis Gran Canaria durchführen.
Das Besondere: Diese Reise bildet gleichzeitig den Auftakt für das Geburtstagsjahr von AIDA Cruises. Gäste können sich auf der Geburtstagsreise von AIDAperla auf große Emotionen, liebevolle Überraschungen und ein tolles Programm freuen, u.a. mit Konditor-Weltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber und köstlichen Spezialitäten.
Die Geburtstagsreise mit AIDAperla vom 5. bis 12. Juni 2021 ist in der Verandakabine ab 1.299€ im AIDA PAUSCHAL ALL INCLUSIVE Tarif mit enthaltenem Flug, Getränkepaket und Social-Media-Flatrate buchbar.* Sie kann auch als 14-tägige Kreuzfahrt vom 29. Mai bis 12. Juni 2021 gebucht werden. Der verpflichtende PCR-Test ist für AIDA Gäste bereits inklusive.
Auch auf der Griechenlandreise von AIDAblu vom 6. bis 13. Juni 2021 erleben die Gäste ein vielfältiges Geburtstagsprogramm, u.a. mit dem Zauberer und TV-Comedian Jochen Stelter, griechischen Gast-Stars und vielem mehr.
Welche weiteren Aktionen im Geburtstagsjahr geplant sind, wird AIDA Cruises in Kürze bekannt geben.
Alle Kreuzfahrten werden in Übereinstimmung mit den umfassenden Gesundheits- und Sicherheitsprotokollen von AIDA Cruises sowie den nationalen und lokalen Gesetzen und Verordnungen zum Infektionsschutz durchgeführt. Mit der bereits in der Praxis bewährten Teststrategie für Gäste und Mitarbeiter ermöglicht AIDA sicheres Reisen. Zum Gesundheits- und Hygienekonzept gehören ein verpflichtender PCR-Test vor der Anreise, regelmäßige Gesundheitschecks, umfangreiche AHA-Regeln, medizinische Betreuung inklusive Testkapazitäten an Bord und vieles mehr. Das Konzept wurde vom SGS Institut Fresenius geprüft und von der Klassifikationsgesellschaft DNV bestätigt.
Mit dem „AIDA Versprechen“ bietet AIDA seinen Gästen mehr Flexibilität und Sicherheit bei der Urlaubsplanung. Dazu zählen großzügige Buchungsoptionen von der geringen Anzahlung bis hin zur kostenlosen Umbuchung für Neubuchungen bis zum 31. Mai 2021 für Abfahrten bis zum 31. März 2022.
Die Geburtstagsreisen sowie alle AIDA Reisen bis zum Sommer 2022 sind im Reisebüro, im Internet auf www.aida.de und im AIDA Kundencenter buchbar.

* AIDA Pauschal All Inclusive Preis pro Person bei 2er-Belegung (Verandakabine), inkl. An- und Abreisepaket ab/bis ausgewählten Flughäfen, basierend auf AIDA VARIO Konditionen, limitiertes Kontingent

„Aidasol“ startet Besuche in deutschen Häfen

Es war lange sehr ruhig um AIDA in deutschen Häfen. Zuletzt war das Rostocker Unternehmen wegen eines Hackerangriffs zum Jahreswechsel in die Schlagzeilen geraten. Diese Probleme sind in den Systemen behoben. Nicht behoben sind die Probleme beim Betrieb von Kreuzfahrtschiffen im so lukrativen Heimatmarkt. Seit Februar 2020 sind keine Passagiere mehr in einem deutschen Hafen an Bord eines Kussmundkreuzers gegangen. Damals waren es die beiden Selection-Schiffe AIDAcara und AIDAaura, die von Hamburg aus nach Norwegen starteten. Während Wettbewerber TUI Cruises in der Pandemie durchgängig Reisen anbot, brauchte AIDA eine Auszeit.

Doch nun kommt auch wieder ein Kussmund in einen deutschen Hafen. Am Sonnabend wird die AIDAsol zu einem technischen Stopp in Rostock erwartet. Es ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Anläufen in den Ostseehäfen Kiel und Warnemünde. Im Mai stehen weitere Besuche in Warnemünde und Kiel auf dem Programm.

Die AIDAsol war bereits im März von den Kanaren nach Skagen geholt worden. „Das kann als Zeichen der Vorbereitungen für den Neustart der Kreuzfahrt auch in Nordeuropa gewertet werden“, sagte Hansjörg Kunze, Sprecher bei AIDA. Die Reederei hat mehrere Projekte mit Fahrten ab Deutschland in Vorbereitung.

Die 2011 in Dienst gestellte AIDAsol ist in der Flotte von AIDA das Schiff mit der längsten Landstrom-Historie. 2014 hat das Schiff in Hamburg externen Strom genutzt. Zunächst aus einer LNG-Powerbarge und später von der Landstromanlage in Altona. Auch in Warnemünde und in Kiel soll die AIDAsol die neuen Landstromanlagen testen.

Nachdem am Donnerstag Costa die Nordeuropa-Saison 2021 absagte, wird diese Lücke die Schwesterreederei aus Rostock füllen. Der Kreuzfahrtsommer wird in Nordeuropa frühestens zum Beginn der Sommerferien möglich sein.

Für den Saisonstart im Norden stehen ab Juni verschiedene Schiffe bereit. Dazu gehören neben AIDAdiva und AIDAsol auch die AIDAnova. Die AIDAprima wartet nach einer Werftüberholung in Marseille gerade in Savona auf neue Anweisungen aus Rostock. Angeblich arbeitet AIDA auch an Konzepten für Reisen im Mittelmeer. Ob man dabei nach den Lockerungen der Reise-Restriktionen ab Juni mit AIDAprima Kreuzfahrten ab Savona anbietet, steht noch nicht fest.

Bei diesen Fragen ist der AIDA-Konzern aber genauso wortkarg wie bei Fragen zum Stand er Ermittlungen der Hacker-Affäre. Bei der Staatsanwaltschaft Rostock wird nur bestätigt, dass die Ermittlungen weiter laufen. FB

„AIDAprima“ auf Heimatkurs

Die Rostocker Reederei AIDA Cruises intensiviert die Vorbereitungen für den Neustart in Nordeuropa. Am 30. März hat die AIDAprima ihre Ankerposition vor Fujairah in den Emiraten verlassen. Wie AIDA-Sprecher Hansjörg Kunze auf Anfrage bestätigt, ist das erste Ziel Suez.

Wo es danach hingeht, wird offiziell noch nicht verraten. Bekannt wurde aber, dass die am 7. Mai 2016 getaufte AIDAprima nach fünf Jahren eine Dockung in einer Werft durchlaufen muss. Welche Werft diesen Auftrag ausführt soll erst nach Passage des Suezkanals bekannt gegeben werden.

Wann diese Passage sein wird, steht noch nicht fest. Aktuell beträgt die Wartezeit auf einen Platz in einem Suez-Konvois etwa sechs Tage. Mit Höchstfahrt von fast 20 Knoten hat sich die AIDAprima deshalb auf den Weg zum Roten Meer gemacht.

Im bordeigenen AIS-System hat der Kapitän die Ankunftszeit in Suez für den 7. April 12 Uhr terminiert. Damit hat ein weiteres Schiff nach einem Jahr Liegezeit den Persischen Golf verlassen.

In Dubai liegen jetzt nur noch drei Kreuzfahrtschiffe. Die AIDAvita, MSC Bellissima und die Empress sind dort aufgelegt. Wann es für diese Schiffe neue Ziele geben wird, ist noch unklar.

Neben der AIDAprima ist bei AIDA auch die Werftüberüberholung der AIDAcara in Vorbereitung. Das erste Kussmund-Schiff liegt aktuell in Tallinn (Estland). Das Schiff sollte eigentlich eine besondere Rolle bei dem großen AIDA-Jubiläum übernehmen.

Am 7. Juni jährt sich die Taufe der AIDA zum 25. Mal. Wo das „Ur-Clubschiff“ dieses Datum feiern wird, ist noch unklar. Es gibt aber die Hoffnung, dass dies in Deutschland der Fall sein könnte. Dafür soll der Kussmund am Bug auch im neuen Anstrich leuchten. FB

Neue Tenderboote für „AIDAaura“ und „AIDAvita“

Die beiden Schwestern AIDAvita und AIDAaura werden bald 20 Jahre alt. 2002 und 2003 wurden die Schiffe unter den Baunummern 003 und 004 von der damals frisch modernisierten Aker MTW Werft in Wismar abgeliefert. Inzwischen sind beide Schiffe Teil des AIDA Selection Programms und wurden umfangreich modernisiert. Trotz der Corona-Pandemie wird auch 2021 in diese beiden Schiffe investiert. Die Fassmer Werft in Berne an der Unterweser baut gerade neue Tenderboote für die beiden AIDA-Schwestern.

Es handelt sich um Boote des von Fassmer entwickelten Typs PLL1099EVO für etwa 170 bis 200 Personen. Die 11,2 Meter langen Tender wiegen 11,5 Tonnen und passen ohne Probleme an die vorhanden Davit-Systeme. 2019 hatte als erstes AIDA-Schiff bereits die AIDAcara im Sommer Tender dieses Typs erhalten.

Bei der AIDAcara erfolgte der Austausch in Kiel. Wie jetzt die neuen Tender zur AIDAaura und AIDAvita kommen, soll in den kommenden Tagen entschieden werden. Die 2002 in Dienst gestellte AIDAvita liegt seit Beginn der Pandemie in Dubai. Die 2003 in Dienst gestellte AIDAaura ist nach einer Aufliegezeit in Visby inzwischen zusammen mit der AIDAcara in Estlands Hafenstadt Tallinn in Warteposition.

Die beiden Schiffe der „Cara“-Klasse haben sechs Rettungsboote und vier Tenderboote. Die Rettungsboote brauchen noch nicht erneuert zu werden, da sie im Gegensatz zu den Tenderbooten keinen so hohen Verschleißt bei Kreuzfahrten unterliegen und nur selten benutzt werden.

Foto: Frank Behling

Der Austausch kann ohne Werftzeit erfolgen. Eine Werftzeit steht in diesem Frühjahr jedoch für die AIDAcara an. Das 1996 in Dienst gestellte Schiff muss in diesem Frühsommer zum 25jährigen Dienstjubiläum seine große „Klasse“ turnusgemäß absolvieren. Dabei handelt es sich um eine besonders aufwändige Inspektion in einem Dock. Welche Werft den Auftrag bekommt, steht noch nicht fest. Die letzte große Klasse-Dockung (Schiffs TÜV) für die Erneuerung der Zertifikate war vor fünf Jahren vom 26. Januar bis 6. Februar 2016 bei Navantia im spanischen Cádiz.

Fassmer baut derzeit auch über 18 Rettungs- und Tenderboote für die Wonder of the Seas von RCI. Sie werden im Frühjahr zur Bauwerft nach St. Nazaire in Frankreich überführt. FB

AIDAcara und das große Jubiläum

Am 16. Februar ist der große Tag. Vor 25 Jahren bekam im großen Felsendock der finnischen Kvaerner Masa Werft in Turku ein Schiffsneubau Wasser unter den Kiel, der die deutsche Kreuzfahrtwelt revolutionieren sollte. Die AIDA war Realität geworden und wurde an dem Wintertag ausgedockt. Am 7. Juni 1996 erfolgte in Warnemünde am Stammsitz der Deutschen Seereederei die Taufe des damals größten Kreuzfahrtneubaus für eine deutsche Reederei. Vor 25 Jahren begann der Aufstieg der Kussmundmarke zur Nummer 1 in der deutschen Kreuzfahrt.

Die AIDA wurde 2001 zur Indienststellung der AIDAaura und AIDAvita in AIDAcara umgetauft und ist heute eines der beliebtesten Schiffe der Flotte der Rostocker Reederei.

So richtig in Feierlaune ist bei AIDA Cruises gerade niemand. „Natürlich wird das Datum entsprechend gewürdigt“, ist aus der Zentrale in Rostock zu hören. Wie umfangreich die Würdigung des Vierteljahrhunderts AIDA ausgerechnet in Pandemie-Zeiten ausfällt, hängt auch vom Verlauf der Krise im Frühjahr ab.

Foto: Frank Behling

Die AIDAcara wurde zusammen mit der AIDAaura im März 2020 in Norwegen von der Pandemie erwischt. Zunächst wurden beide Schiffe in Hamburg aufgelegt. Später dann in Visby. Seit dem Herbst liegen die beiden Schiffe in der Bucht von Tallinn.

Für die AIDAcara steht außerdem eine wichtige Werftzeit an. In diesem Frühjahr muss die große Klasse erfolgen. Eine mindestens zweiwöchige Dockung mit Überprüfung von Rumpf, Antrieb und Sicherheitstechnik stehen auf dem Programm in der Akte bei der Klassifikationsgesellschaft DNV GL. Am 30. Juni läuft die Klasse ab.

Die letzte große „TÜV-Prüfung“ hat die AIDAcara vom 26. Januar bis 6. Februar 2016 bei der Navantia-Werft in Cadiz absolviert. Die Prüfungen müssen alle fünf Jahre erfolgen. Aktuell macht die Reederei aber noch keine Angaben zur Dockung für die AIDAcara in 2021. Bekannt wurde nur, dass die Reederei mit Werften verhandelt.

Bis Juni sind ja auch noch vier Monate Zeit. Fest steht, dass für die Unterbodenuntersuchung und die Überholung von Wellen, Ruder und Stabilisatoren eine Dockung bei einer Werft zwingend vorgeschrieben ist. Für 24 der 32 Zertifikate der Klassifikationsgesellschaft läuft die Gültigkeit für den sicheren Betrieb am 30. Juni ab. FB

AIDA peilt Sommer mit All-inklusive an

Die Rostocker Reederei AIDA Cruises kämpft weiter mit IT-Problemen. Nachdem über Weihnachten durch einen vermeintlichen Hackerangriff das Unternehmen schwer getroffen wurde, sind inzwischen zwar wieder Buchungen und Anrufe in Rostock möglich.

Von einer Normalisierung des Reedereibetriebs ist AIDA Cruises aber noch weit entfernt. Zu den Hintergründen des Angriffs schweigt AIDA Cruises aber weiter. Die Staatsanwaltschaft Rostock wird nicht vor Mitte des Monats Erkenntnisse über die Hintergründe haben. Viele Telefone im Reedereisitz in Rostock waren auch am Freitag weiter nicht erreichbar.

Klarheit gab es dafür am Freitagnachmittag für die weiteren Fahrten 2021. AIDA Cruises sagte alle Reisen mit AIDAperla und AIDAmar bis zum 6. März ab. Damit liegen alle Schiffe der Kussflotte wieder still.

Die AIDAperla und AIDAmar waren bereits unmittelbar nach der Weihnachtsreise vom Ausschiffungshafen Las Palmas in die Bucht von Santa Cruz de Tenerife geschickt worden, wo sie Ankerplätze einnahmen. Grund: Die Ankerplätze sind deutlich günstiger als Liegeplätze in Las Palmas, da dort kein Kai- und Liegegeld bezahlt werden muss.

Vor Santa Cruz ankern inzwischen fünf der 14 AIDA-Schiffe. Es sind die AIDAnova, AIDAperla, AIDAmira, AIDAmar und die AIDAluna. In Sichtweite der Kussmundschiffe ankern auch die Mein Schiff Herz und die Mein Schiff 3.

Bei AIDA wird sich inzwischen auf den Sommer fokussiert. Die Verlegung der AIDAnova im Mai nach Kiel soll Teil der Rückkehr der Flotte sein. Zwar will das Unternehmen weiter keine Panorama-Fahrten anbieten, jedoch wird an einem Sommerprogramm von deutschen Basishäfen aus gearbeitet.

Foto: Frank Behling

Auffällig war da die Schaltung von Radiowerbung für die Sommermonate. So werden AIDA-Reisen mit der AIDAnova ab Kiel regional in Schleswig-Holstein zu attraktiven Preisen mit einem All-inclusive-Paket beworben.

Der internationale Reiseverkehr zu exotischen Zielen wird wegen der Pandemie auch 2021 nicht möglich sein, daher ruhen die Hoffnungen der Reedereien im deutschen Markt auf Fahrten von deutschen Häfen. In der Branche steigen die Sorgen um die Zukunft der drei Selection-Schiffe AIDAcara, AIDAvita und AIDAaura.

Wie weit die drei Schiffe in der aktuellen Form in einem Flottenkonzept unter Pandemie-Bedingungen eine Perspektive haben, wird sich zum Sommer entscheiden. Mit der Indienststellung der AIDAcosma zeichnet sich die Neuausrichtung der Flottenstruktur ab.

Das im Herbst 2020 angeschlagene Image von AIDA soll nun ein neues Gesicht aufbessern. Der 2019 als Marketing-Chef zur Reederei gekommene Alexander Ewig wurde am 1. Januar kurzfristig zum neuen Sales-Chef ernannt. Er ist jetzt für alle Verkaufsaktivitäten verantwortlich. Eine seiner Aufgaben wird es sein, das durch die diversen Reiseabsagen und den wiederholt verzögerten Neustart im Sommer schwer gelittene Vertrauen der Kunden wieder zurückzugewinnen.

Hier hat Wettbewerber TUI Cruises erheblich an Boden gewonnen und wurde mit über 50000 Buchungen und drei eingesetzten Schiffen im zweiten Halbjahr 2020 sogar Marktführer in Deutschland. TUI Cruises fährt auch 2021 unverändert mit „Mein Schiff 1“ und „Mein Schiff 2“ das Kanarenprogramm. FB