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Artania – Australische Quarantäne beendet

Am 17.04.2020, 22:00 Uhr australische Zeit, wurde die 14-tägige Quarantänezeit von MS Artania durch die australischen Behörden beendet. Das Schiff lag während der beiden Wochen im Hafen von Fremantle, Westaustralien. MS Artania wurde von örtlichen Firmen gereinigt und desinfiziert. Durch australische Seite wurde die Einhaltung der Hygienevorschriften  überprüft und endabgenommen. 

MS Artania hat am 18.04.2020 um 13:00 Uhr Fremantle verlassen. An Bord des Schiffes befinden sich noch 403 Crewmitglieder. Der Großteil der verbliebenen Crew ist von den Philippinen und aus Indonesien. MS Artania hat daher Kurs auf Südostasien genommen, um die Crewmitglieder am 23.04.2020 auf Bali und am 28.04.2020 in Manila zu ihren Familien zu bringen, bis Kreuzfahrten wieder aufgenommen werden können.

Am 19.04.2020 flogen 41 europäische Crewmitglieder, die für den Betrieb des Schiffes nicht unbedingt benötigt werden, mit einer Condor Chartermaschine von Perth nach Frankfurt. An Bord des Flugzeugs befanden sich überdies 18 Gäste von MS Artania, die aufgrund ihres positiven Covid19-Tests eine 14-tägige Quarantäne in Hotels an Land verbracht haben und von den australischen Gesundheitsbehörden als gesund eingestuft wurden. 
Das eigens gecharterte Flugzeug der Condor wurde auf dem Hinweg von Frankfurt dazu genutzt, Crewmitglieder von MS Amadea, MS Amera und MS Albatros aus Bremerhaven und Emden nach Manila zu bringen. Auf dem Rückweg wurden Deutsche, die in Thailand aufgrund der aktuellen Situation gestrandet waren, in Bangkok an Bord genommen.
Bis zuletzt hat Phoenix Reisen versucht, bei den australischen Behörden zu erwirken, dass das Gepäck aller Artania Gäste, welches beim Rückholflug am 29.03.2020 nicht befördert werden durfte, mit der Chartermaschine am 19.04.2020 auszufliegen. Leider wurde dies von den Behörden nicht genehmigt.

Neun Gäste verbleiben aufgrund positiver Corona Testergebnisse noch bis zur Vollendung ihrer Quarantäne in Australien. 

Acht Gäste sind nach ihrem erfolgreich absolvierten Quarantäneaufenthalt im Hotel wieder an Bord von MS Artania gegangen und treten mit dem Schiff die Heimreise nach Deutschland an.

Kapitän Morten Hansen, eine ca. 75-köpfige Crew sowie die verbliebenen Gäste werden mit MS Artania von Südostasien den Seeweg durch den Suezkanal und weiter nach Deutschland nehmen. Das Schiff wird am 31.05.2020 in Bremerhaven erwartet. 

Bedingt durch die Infektion mit dem Coronavirus sind leider drei Todesopfer zu beklagen; zwei männliche Gäste, 69 Jahre und 71 Jahre alt, sowie ein männliches Crewmitglied, 42 Jahre. Alle drei Patienten litten an Vorerkrankungen. Die Reederei BSM und Phoenix Reisen bedauern dies außerordentlich und sprechen allen Anverwandten ihre Anteilnahme aus. 

Die besondere Situation in diesen Corona Zeiten nahmen zwei Crewmitglieder zum Anlass, über ihre weitere gemeinsame Zukunft nachzudenken. Bevor MS Artania den Hafen verließ, wurden sie am 18.04.2020 auf der Pier in Fremantle von Honorarkonsulin Frau Dr. Maluga vor Abreise getraut.  

Text: PM Phoenix Reisen, Foto: Phoenix Reisen

Grand Lady mit großer Fangemeinde

Die Artania, bekannt aus der ARD-Dokuserie „Verrückt nach Meer“, ist perfekt auf das deutsche Kreuzfahrtpublikum zugeschnitten. Mit erstklassigem Service, besonderer Routenplanung und maritimem Charme, stellte Brigitte von Imhof fest.

„Guten Morgen, hier sprrricht Ihr Kapitän von der Brrrücke“. Im Handumdrehen stellt sich gute Laune ein, wenn Morten Hansen über Lautsprecher seine Gäste begrüßt. Sein norwegisch eingefärbtes Deutsch mit österreichischer Lautfärbung (seine Frau stammt aus dem Burgenland) klingt unaufgeregt und irgendwie gemütlich – selbst dann, wenn er uns auf eine ungemütliche Überfahrt vom spanischen Festland nach Sardinien einstimmen muss: Windstärke acht bis neun, bis zu fünf Meter hohe Wellen „und Schlaglöcher im Meer. Da kann es heute Nacht ganz schön rrrumpeln.“
Wir befinden uns auf einer zwölftägigen Reise mit MS Artania durchs Mittelmeer. Von Marseille über Barcelona, Tarragona und Alicante geht es vom spanischen Festland rüber nach Sardinien und Sizilien und Korfu, weiter ins Adriatische Meer nach Montenegro und Kroatien bis zum Zielhafen Triest. Und wie versprochen, erleben die Passagiere eine sturmgebeutelte Nacht, in der so manche Gegenstände durch die Kabinen fliegen. Als Trostpflaster wird es am Ende der Reise für jeden eine „Sturmerprobt“-Urkunde geben mit genauer Positionsangabe 38°44’0N/008°03’1 E.

Royale Herkunft

Die Artania gehört zu den Lieblingen beim deutschen Kreuzfahrtpublikum. Das zeigt die hohe Zahl von Wiederholern, die je nach Route und Reisezeit bei 50 bis 80 Prozent liegt. Jens und seine Frau Gaby sind bereits zum vierten Mal an Bord. „Auf der Artania stimmt einfach alles“, bringt es der Fluglotse aus Dresden auf den Punkt. „Interessante Routen, die andere Schiffe nicht im Programm haben, super Service, tolles Essen, gutes Preis-Leistungsverhältnis, gute Stimmung – was will man mehr.“
Die „Grand Lady“, wie die Artania auch genannt wird, hat eine noble Herkunft. 1984 wurde sie als Royal Princess in Dienst gestellt. Taufpatin war keine Geringere als Lady Diana. 2010 wurde das Schiff von Kreuzfahrtveranstalter Phoenix übernommen und nach einer 40 Millionen Euro teuren Renovierung für das deutsche Publikum seefit gemacht. Seither konnte die Artania eine treue Fan-Gemeinde aufbauen. Ein Teil ihrer Popularität verdankt sie der ARD-Serie „Verrückt nach Meer“, eine unterhaltsame, informative Reisedokumentation, die seit Staffel vier an Bord der Artania gedreht wird (siehe Kasten).
Mit Platz für 1200 Passagiere weist das 231 Meter lange Schiff eine stattliche, aber überschaubare Größe auf. Dass die Dimensionen relativ sind, zeigt sich im Hafen von Barcelona, wo die Artania, zwischen zwei Megalinern von RCCL und der MSC Cruises, wie eine Barke wirkt. In den anderen Häfen, wo sie meist das einzige Schiff ist, wirkt sie elegant und majestätisch.
Alle Gäste sind in Außenkabinen untergebracht – von der kleinsten, 15 Quadratmeter großen Kabine bis zur Royal Suite (50 qm). Viele Kabinen, Juniorsuiten und Suiten besitzen einen privaten Balkon. Auf Wunsch werden Getränke, kleine Gerichte und Frühstück auf der Kabine serviert.

Die breiten, lichtdurchfluteten Promenadengänge auf dem Salon-Deck verbinden alle wichtigen Einrichtungen wie Show Lounge, Boutique, Bordkino, Kartenspielzimmer, Foto-/Videoshop und Internet-Ecke. Auf den Außendecks findet man viele geschützte Liegeplätze, zwei Poolbereiche, ein klassisches Terrassen-Heck mit der Phoenix Bar sowie eine Rundum-Promenade. Bald hat jeder seine persönliche Wohlfühlecke entdeckt, sei es Harry’s Bar oberhalb der Lobby, die Bodega Bar oder die Pacific Lounge, in der auch geraucht werden darf.
Das kulinarische Angebot gehört zu den Stärken auf der Artania. Die aus Wien stammende Chefköchin Tamara Schwarz und ihr Küchenteam übertreffen Tag für Tag die hohen Erwartungen. Die Küchen der jeweiligen Regionen werden charmant ins Menü eingebunden. Tapas-Mitternachtsbüffet, italienischer Abend, und der philippinische Abend – eine Hommage an das zauberhafte Service-Team, dem viele Philippiner angehören. Der Tischwein ist inklusive, aber man kann auch aus einer kundig bestückten Weinkarte auswählen – zu mehr als zivilen Preisen. Wer gerne frischen Fisch isst, darf sich täglich auf neue Variationen freuen, die mit viel Liebe und Know-how zubereitet werden. Dasselbe gilt für die raffinierten Fleischgerichte und die Menüs für Vegetarier….

Fotos: Brigitte von Imhof, enapress.com, rudi1976/Stock.Adobe.com, Olga Ilinich/shutterstock.com


Maritime Bestseller in Weiß und Türkis

Alle vier weißen Hochsee-Ladys der Bonner Phoenix Reisen beieinander, welch ein Anblick! Weiß, mit Akzenten in Türkis, wirken diese Kreuzfahrer nicht nur auf Schiffsbegeisterte faszinierend. Die Erfolgsgeschichte eines Bonner Vorzeige-Unternehmens, das stets mit mehr Pragmatismus als Pathos zum Erfolg kam, ist heutzutage nicht nur auf den TV-Bildschirmen präsent, sondern zeigt dem Markt die Maxime eines Unternehmens, das sich beim Einkauf stets nach den Vorgaben des Marktes richtete – und sie beim Vertrieb vollständig ignoriert. Jürgen Saupe blickte zurück auf das Fundament dieser Erfolgsgeschichte.

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