Schlagwort: Chantiers de l’Atlantique

MSC World Europa-Taufe in Katar

Die spektakuläre Taufe der illuminierten MSC WORLD EUROPA und die Einweihung des Grand Cruise Terminals fanden nicht nur mit künstlerischen Bühnen- und Musikdarbietungen vor der Skyline von Doha, sondern auch mit einer Lightshow statt, bei der 600 Drohnen Motive wie ein Flugzeug des Partners Qartar Airways und das Logo von MSC Cruises an den abendlichen Himmel zeichneten. Als Taufpatin fungierte überraschenderweise nicht die traditionell von MSC Cruises gewählte Film-Ikone Sophia Loren, sondern Sheikha Hind Bint Hamad Al Thani, stellv. Vorsitzende und CEO Qatar Foundation for Education, Science and Community Development. Die Sportlerin, die im September 2021 in Hamburg beim ITU World Triathlon Series ihren ersten Triathlon über die olympische Distanz bestritten hat, verfügt über einen Bachelor-Abschluss in Human Rights des University College London.

Fotos: Jens Meyer


Sheikha Hind Bint Hamad Al Thani tauft MSC WORLD EUROPA in Katar, Foto: Jens Meyer

MSC WORLD EUROPA, Foto: Jens Meyer


Ankunft der MSC POESIA in Doha, Foto: Jens Meyer


Gegen 07.00 Uhr am Montagmorgen wurde das mit vier Bugstrahlern ausgerüstete Schiff mit Assistenz von zwei Schleppern um 180 Grad gedreht um der als Hotelschiff eingecharterten MSC POESIA Platz zu machen, die wenig später eintraf.

Die beiden Schlepper MQ5 und MQ6 brauchten nicht einzugreifen und blieben kurze Zeit Standby, um dann der ankommenden MSC POESIA Wassersalut zu geben. Während sie die MSC POESIA an ihren Liegeplatz begleiteten, überflogen rd. 20 Qatar Air-Passagier- und Frachtflugzeuge das Manöver.

Neben der MSC POESIA bleibt auch der Täufling MSC WORLD EUROPA zunächst als Fifa-Hotelschiff in Doha. Danach wird MSC WORLD EUROPA als größtes Kreuzfahrtschiff in der Golfregion von dort aus auf 7 Tage-Emirate-Kreuzfahrten bis Februar im Einsatz sein und wechselt dann ins Mittelmeer. Auch MSC OPERA ist als drittes Schiff der Reederei MSC Cruises während der Fussball-WM als Hotelschiff vor Ort. JPM

MSC setzt auf Brennstoffzelle mit hoher Leistung

Es ist passiert. Das Wettrennen um die erste Brennstoffzelle im Einsatz auf einem Kreuzfahrtschiff hat MSC Cruises gewonnen. An Bord der neuen MSC World Europa startete am 26. Oktober auch die erste einsatzbereite Brennstoffzelle eines Kreuzfahrtschiffes.

Die Festeoxid-Brennstoffzelle (SOFC) wird mit Flüssigerdgas als Energieträger betrieben und hat laut Reederei eine Leistung von 150 Kilowatt. Das Konzept wurde von der Werft Chantiers de l’Atlantique, der Reederei sowie Partnern wie Shell oder Bloom Energy entwickelt.

Linden Coppel, Director of Sustainability bei MSC Cruises, Foto: Frank Behling

Bei der Brennstoffzelle an Bord der MSC World Europa handelt es sich aber um einen sogenannten Demonstrator, der das Bordnetz unterstützen soll. „So kann zum Beispiel der Yacht Club an Bord sowie die Beleuchtung mit Strom versorgt werden“, sagte Linden Coppel, Director of Sustainability bei MSC Cruises.

Die Erfahrungswerte beim Betrieb dieser Brennstoffzelle sollen bereits 2024 und 2025 in die Konzeption für größere Vorhaben einfließen. So ist der Einsatz von SOFC-Brennstoffzellen in den Neubauten Explora V und Explora VI mit einer Leistung von sechs Megawatt geplant. Dabei kann neben LNG auch Methanol eingesetzt werden.

Die beiden Explora-Schiffe aus dem Neubauprogramm von MSC Cruises bekommen außerdem einen Wasserstofftank, mit dem auch eine Polymerelektrolytbrennstoffzelle (PEM) betrieben werden kann. Die PEM-Zellen kommen bereits bei U-Booten zum Einsatz.


Animationder EXPLORA V von Explora Journeys, Abbildung: Explora Journeys

„Unser Ziel ist es, dass diese Schiffe dann während der Liegezeit in den Häfen komplett emissionsfrei betrieben werden können. Damit kommen wir der Klimaneutralität ein großes Stück näher“, so Coppel bei der Präsentation an Bord der MSC World Europa.

Für den Antrieb wird die Brennstoffzellen-Technologie aber auch in Erwägung gezogen, neben den so genannten Bio- oder E-Fuels. Um ein Schiff der Größe der MSC World Europa zu bewegen, bedarf es noch der Energie aus fünf Wärtsilä-Dualfuel-Motoren des Typs 14V 46DF. Nur mit diesen Verbrennungsmotoren kann derzeit die notwendige Energie für den Antrieb der großen elektrischen Fahrmotoren erzeugt werden.

„Wir setzen uns für eine emissionsfreie Zukunft ein. Deshalb investieren wir in die Entwicklung von kohlenstoffarmen Kraftstoffen und Lösungen, die die Dekarbonisierung der Schifffahrt beschleunigen werden“, so Coppel. Dabei spielt ein Mix aus Brennstoffzelle und Verbrennungsmotor mit Bio-Fuel eine zentrale Rolle.

„Die MSC World Europa wird unser bisher effizientestes Schiff sein und uns helfen, Umwelttechnologien für die Zukunft unserer Flotte zu erproben und zu verbessern. Mit diesem Projekt stärken wir auch die Partnerschaften mit Technologieanbietern, Energieunternehmen, Hochschulen und Regulierungsbehörden“, so Coppel.

Das Ziel ist der klimaneutrale Schiffsbetrieb bis spätestens 2050. In Teilbereichen wird er auch schon 2040 angepeilt.

Auch die Meyer Werft arbeitet mit Reedereien an dem Einbau von Brennstoffzellen. So wird gerade ein Demonstrator auf der AIDAnova vorbereitet. Die Meyer Werft ist bereits seit 2016 mit einer Brennstoffzelle auf der Fähre Mariella auf der Ostsee aktiv.

Vorreiter der Werften bei Brennstoffzellen ist aber ThyssenKrupp Marine Systems (Tkms). Die Kieler Werft hatte bereits 1988 den Einbau von Brennstoffzellen in U-Boote erfolgreich vollzogen. Die deutsche Marine hat derzeit sechs U-Boote mit Brennstoffzellen als Energieerzeuger im Einsatz. Weitere U-Boote mit dieser Technologie hat Tkms an Israel, Griechenland, Portugal und Italien geliefert. In Kiel entsteht gerade außerdem eine Fabrik für die neue Generation von Brennstoffzellen bei Tkms.

Zu den Interessenten für diese neuen Brennstoffzellen aus Kiel gehören auch Projekte aus der Kreuzfahrt. Das Werk soll 2023 den Betrieb aufnehmen. FB

Nachhaltige Kreuzfahrten: Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group und Chantiers de l’Atlantique gehen mit der Auslieferung der MSC World Europa einen wichtigen Schritt nach vorn

Pressemitteilung

  • Die Übergabezeremonie für das neueste Flaggschiff von MSC Cruises fand heute auf der Werft von Chantiers de l’Atlantique im französischen Saint-Nazaire statt
  • Die MSC World Europa ist mit einer Reihe von Technologien und Lösungen, die die Auswirkungen auf die Luft- und Meeresumwelt minimieren, das bisher umweltfreundlichste Kreuzfahrtschiff der MSC Flotte
  • Das Schiff verfügt über eine Brennstoffzellentechnologie, die das Potenzial hat, die CO2-Emissionen erheblich zu reduzieren
  • Heute erfolgten auch der erste Stahlschnitt und die Namensgebung des zweiten World Class-Schiffs, der MSC World America, das im nordamerikanischen Markt zum Einsatz kommen wird

Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group und die Werft Chantiers de l’Atlantique feierten heute die Auslieferung der MSC World Europa, dem weltweit größten Kreuzfahrtschiff mit LNG-Antrieb und eines der ersten mit Brennstoffzellentechnologie. Die Zeremonie markiert den nächsten Schritt in einer langfristigen und erfolgreichen Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen, die zum Bau des bisher innovativsten und ökologisch fortschrittlichsten Kreuzfahrtschiffs der Flotte von MSC Cruises geführt hat. Neben den bahnbrechenden Fortschritten bei der Reduzierung von Emissionen und bei der Energieeffizienz ebnet die MSC World Europa auch den Weg für die Einführung kohlenstoffneutraler, synthetischer und anderer alternativer Kraftstoffe, sobald diese in großem Umfang verfügbar sind.

Ein gemeinsamer Beitrag zur Zukunft der Kreuzfahrt

Die MSC World Europa ist das erste der wegweisenden World Class-Schiffe von MSC Cruises. Sie ist eine ultramoderne, urbane „Metropole“ auf See, die die Zukunft der Kreuzfahrt repräsentiert und eine Welt voller überragender Erlebnisse bietet. Damit setzt sie einen neuen Standard für die Kreuzfahrtindustrie.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman, Cruise Division der MSC Group, sagte: „Wir sind stolz darauf, die MSC World Europa, unser 20. Schiff und das erste mit LNG-Antrieb, in unserer Flotte begrüßen zu dürfen. Dieses bahnbrechende Schiff stellt die nächste Phase unserer Reise in Richtung emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb dar und ist ein Symbol für unser unermüdliches Engagement in beiden Bereichen.“

„Die MSC World Europa ist für unsere Kreuzfahrtsparte, die gesamte MSC Group und unsere Branche ein großer Schritt nach vorne, mit einer Reihe von noch nie dagewesenen Innovationen in Bezug auf Umwelt- und Meerestechnologien, Design und gästeorientierten Funktionen. Dies ist das Ergebnis von mehr als vier Jahren Arbeit – von uns, unseren Partnern bei Chantiers de l’Atlantique und zahlreichen führenden Anbietern von Umwelt- und Meerestechnologien und -lösungen sowie Tausenden von Schulungsstunden für unser Personal an Bord und in den Häfen.“

Abschließend sagte Vago: „Mehr denn je brauchen wir jetzt eine engere Zusammenarbeit mit Zulieferern, Regierungen und anderen Partnern, um unsere kontinuierlichen Investitionen zu ergänzen und weitere Schritte in Richtung der emissionsfreien Zukunft zu unternehmen, die wir uns alle wünschen. Die innovativen Technologien, die wir hier entwickeln und auf unseren Schiffen einsetzen, können der gesamten Gesellschaft zugutekommen, nicht nur der Kreuzfahrtindustrie oder dem Schifffahrtssektor.“

Laurent Castaing, General Manager von Chantiers de l’Atlantique, sagte: „Mit der MSC World Europa, dem größten Schiff, das je für eine europäische Reederei gebaut wurde, haben wir eine neue Etappe in der Kreuzfahrtindustrie erreicht. Sie ist mit den neuesten Technologien ausgestattet, um den Passagieren ein noch nie dagewesenes Kreuzfahrterlebnis zu bieten. Aus technologischer Sicht stellt die MSC World Europa, die mit einem Flüssigerdgas-Antriebssystem (LNG) ausgestattet ist, ein neues Leistungs- und Effizienzniveau in der Kreuzfahrtbranche dar. Dies ist ein wichtiger Meilenstein bei der Minimierung von Emissionen, denn die MSC World Europa ist das emissionsärmste Schiff der gesamten Kreuzfahrtbranche.1“

Das erste Kreuzfahrtschiff mit Brennstoffzellentechnologie, das mit LNG betrieben wird

Die MSC World Europa ist das erste moderne Kreuzfahrtschiff der Welt, das mit einer brandneuen Festoxid-Brennstoffzellentechnologie (SOFC) ausgestattet ist und mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben wird. Das Schiff verfügt über einen 150-Kilowatt-SOFC-Demonstrator, der mit Hilfe einer elektrochemischen Reaktion auf hocheffiziente Weise Strom und Wärme an Bord erzeugen wird. Es wird als Testanlage dienen, um die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie für moderne Kreuzfahrtschiffe zu beschleunigen, und bietet das Potenzial, in Zukunft Hybridantriebslösungen zu ermöglichen.

„Wir gehen davon aus, dass die SOFC-Technologie den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu herkömmlichen LNG-Motoren erheblich reduzieren wird, ohne dabei Stickoxide, Schwefeloxide oder Feinstaub zu produzieren. Sie hat außerdem den Vorteil, dass sie nicht nur mit LNG, sondern auch mit kohlenstoffarmen oder -freien Kraftstoffen wie grünem Methanol, Ammoniak und Wasserstoff kompatibel ist. Wir könnten in Zukunft auch auf synthetisches LNG oder andere alternative kohlenstofffreie Kraftstoffe umsteigen“, sagte Linden Coppell, Vice President of Sustainability & ESG bei MSC Cruises.

LNG: ein Übergangskraftstoff und der gegenwärtig sauberste in großem Umfang verfügbare Kraftstoff

„Wir haben uns für LNG entschieden, weil es der sauberste Schiffskraftstoff ist, der derzeit in großem Umfang verfügbar ist. Es ist ein Übergangskraftstoff, denn wir wollen synthetisches LNG oder andere alternative kohlenstofffreie Kraftstoffe verwenden, sobald sie in größerem Ausmaß verfügbar sind“, sagte Pierfrancesco Vago.  

Im Vergleich zu Standard-Schiffskraftstoffen werden durch LNG die Luftschadstoffemissionen, einschließlich Schwefeloxide und Feinstaub, nahezu eliminiert, die Stickstoffoxide stark reduziert und bereits eine CO2-Reduzierung von bis zu 25 Prozent erreicht. LNG wird auch die Entwicklung von kohlenstoffarmen Kraftstoffen und Lösungen wie grünem Wasserstoff, synthetischem LNG und Brennstoffzellen ermöglichen.

Energieeffizienz als zentrales Element 

In Zusammenarbeit mit der Werft wurde die MSC World Europa mit einer innovativen Rumpfform entworfen, die den Widerstand im Wasser minimiert.

Die MSC World Europa verfügt außerdem über eine breite Ausstattung zur Optimierung der Energienutzung auf dem gesamten Schiff. Dazu gehören intelligente Belüftungs- und fortschrittliche Klimatisierungssysteme mit automatischen Energierückgewinnungskreisläufen, die eine effektive Verteilung von Wärme und Kälte auf dem Schiff ermöglichen. Auf dem gesamten Schiff wird LED-Beleuchtung eingesetzt, die von intelligenten Managementsystemen gesteuert wird, um das Energiesparprofil weiter zu verbessern.

Außerdem wird das Schiff für die Energiefernüberwachung und fortschrittliche Analysen mit verbesserten automatischen Datenerfassungssystemen ausgestattet, die eine landseitige Echtzeit-Unterstützung zur Optimierung der betrieblichen Effizienz an Bord ermöglichen.

Diese Effizienzsteigerungen und die Verwendung von LNG ermöglichen eine Betriebsleistung, die weit über den von der IMO geforderten Energieauslegungskriterien für neue Schiffe liegt. Die MSC World Europa ist so konstruiert, dass sie 47 Prozent besser abschneidet als ihr gesetzlich vorgeschriebener Energy Efficiency Design Index (EEDI).

Fortschrittliche Wasseraufbereitungs- und Abfallmanagementsysteme und weitere innovative Merkmale  

Die MSC World Europa ist mit einem fortschrittlichen Abwasseraufbereitungssystem (AWTS) ausgestattet, das die weltweit höchsten gesetzlichen Anforderungen erfüllt, darunter auch den so genannten „Baltic Standard“. Es bereitet alle an Bord anfallenden Abwässer so auf, dass sie nahezu Leitungswasserqualität erreichen. Das Schiff verfügt außerdem über ein hochmodernes Ballastwasseraufbereitungssystem, das die Einschleppung invasiver Arten in die Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen gemäß dem Ballastwasser-Management-Übereinkommen der IMO verhindert.

„Wir haben ein ganzes Team von Besatzungsmitgliedern, das sich um die Umsetzung strenger Abfallentsorgungsprotokolle kümmert und alle Abfälle in sieben verschiedene Arten trennt, z.B. Glas, Aluminium und Papier. Mit spezieller Ausrüstung werden diese Abfallarten in der Abfallentsorgungsanlage des Schiffes zerkleinert oder gebündelt“, so Linden Coppell.

Darüber hinaus verfügt die MSC World Europa über ein selektives katalytisches Reduktionssystem (SCR), das die NOx-Emissionen um 90 Prozent reduziert, wenn kein LNG verfügbar ist und das Schiff mit Marinegasöl betrieben werden muss. Da LNG-Kraftstoff eine ähnliche Reduktion erreicht, wird die MSC World Europa jederzeit in der Lage sein, die NOx-Emissionsstandards der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) der Stufe III zu erfüllen. Wie alle Neubauten von MSC Cruises ist das Schiff mit einem Landstromanschluss ausgestattet, so dass in Häfen, in denen die nötige Infrastruktur vorhanden ist, der Betrieb der Schiffsmotoren minimiert werden kann.

Der Rumpf und der Maschinenraum der MSC World Europa wurden so konzipiert, dass die Geräuschentwicklung unter Wasser so gering wie möglich gehalten wird, um die potenziellen Auswirkungen auf Meeressäuger in den umliegenden Gewässern zu reduzieren.

Kreuzfahrterlebnis der nächsten Generation

Mit zukunftssicheren Schifffahrts- und Gastgewerbetechnologien an Bord wird die MSC World Europa das Kreuzfahrterlebnis mit einer Vielzahl von noch nie dagewesenen Konzepten und kreativen Bereichen neu definieren, die es so auf See noch nicht gibt. Das bahnbrechende Design zeichnet sich durch eine Y-förmige Struktur am Heck aus, die zur beeindruckenden 104 Meter langen, halb offenen und halb überdachten Europa-Promenade mit atemberaubendem Meerblick führt. Brandneue Balkonkabinen überblicken die Promenade, deren architektonisches Herzstück „The Venom Drop @ The Spiral“ ist, eine 11 Decks hohe Rutsche und die längste auf See.

Zu den Neuheiten der MSC World Europa gehören eine Mikrobrauerei, eine Gin-Bar, eine gesunde Saftbar, ein neues Café-Konzept und ein Teehaus. Das Schiff verfügt über 13 verschiedene Speisemöglichkeiten, darunter zwei neue Spezialitätenrestaurants: La Pescaderia, das frische Meeresfrüchte anbietet, und Chef’s Garden Kitchen, das saisonale Küche vom Feld direkt auf das Meer bringt.


MSC WORLD AMERICA, Abbildung: MSC Cruises

Stahlschnitt-Zeremonie der MSC World America

Während der Zeremonie des ersten Stahlschnitts wurde heute auch der Name des zweiten World Class-Schiffs, der MSC World America, enthüllt. MSC Cruises gab außerdem bekannt, dass die MSC World America nach ihrer Indienststellung 2025 in Nordamerika zum Einsatz kommen wird. Dies ist ein weiterer Beweis für das Engagement der Reederei, ihre neuesten Schiffe in diesem wichtigen Kreuzfahrtmarkt einzusetzen und den Gästen in den USA ein auf sie zugeschnittenes Schiffs- und Gästeerlebnis zu bieten.

Die Ausstattung und Umwelttechnologien der MSC World Europa:

Die wichtigsten Kennzahlen:

  • Bruttoraumzahl – 215.863
  • Länge – 333,3 m
  • Breite – 47 m
  • Höhe – 68 m
  • Passagierkabinen – 2.626
  • Fahrgastkapazität – 6.762

Motoren und Kraftstoffe:

  • 5 Wärtsilä 14V 46DF-Motoren, die sowohl mit Flüssigerdgas (LNG) als auch mit schwefelarmem Marinegasöl (MGO) betrieben werden können
  • 150-kW-SOFC-Demonstrator

Luft-Emissionen:

  • Selektives katalytisches Reduktionssystem, das die NOx-Emissionen um 90 Prozent reduziert, wenn das Schiff mit MGO betrieben wird (LNG bietet eine ähnliche NOx-Reduktion); die MSC World Europa ist in der Lage, die Tier III-Normen der IMO unabhängig vom verwendeten Treibstoff zu erfüllen
  • Landstromanschluss, der es dem Schiff ermöglicht, die Motoren in Häfen abzuschalten, in denen eine Landstrominfrastruktur vorhanden ist

Abwasseraufbereitung:

  • Ein fortschrittliches Abwasseraufbereitungssystem, das den strengsten Normen des IMO-Beschlusses MEPC 227(64) (dem so genannten „Baltic Standard“) entspricht
  • Ballastwasseraufbereitungssystem mit UV-Behandlung, die das Einschleppen invasiver Arten in die Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen gemäß dem Ballastwasser-Management-Übereinkommen der IMO verhindert

Unterwasser-Lärmschutzsystem mit einem Rumpf- und Maschinenraumdesign, das die akustischen Auswirkungen auf die Meeresfauna, insbesondere auf die Meeressäuger, in den umliegenden Gewässern minimiert.

Energieeffizienz: Alle Neubauten von MSC Cruises sind mit energieeffizienter Technologie ausgestattet, die dazu beiträgt, den Verbrauch der Motoren zu reduzieren und zu optimieren. Dazu gehören intelligente Belüftungs- und fortschrittliche Klimatisierungssysteme mit automatischen Energierückgewinnungsschleifen, die Wärme und Kälte umverteilen, um den Bedarf zu senken. Auf den Schiffen wird überall LED-Beleuchtung eingesetzt, die von intelligenten Managementsystemen gesteuert wird, um das Energiesparprofil weiter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Werft wurde die MSC World Europa mit einer innovativen Rumpfform entworfen, um den Wasserwiderstand zu minimieren, und sie wird mit automatischen Datenerfassungssystemen für die Fernüberwachung des Energieverbrauchs und fortschrittliche Analysen ausgestattet, die eine Unterstützung in Echtzeit von Land aus ermöglichen, um die betriebliche Effizienz an Bord zu optimieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der MSC Website.

1 Basierend auf dem EEDI-Index in Gramm an CO2 pro Seemeile und Bruttoraumzahl.

Text: PM MSC Cruises

Celebrity Cruises feiert Baubeginn der Ascent

Pressemitteilung

In der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique fand die traditionelle Münzzeremonie der Celebrity Ascent statt – Das neue Luxus-Kreuzfahrtschiff von Celebrity Cruises wird Anfang Dezember 2023 in See stechen

Mit der traditionellen Münzzeremonie während der Kiellegung hat Celebrity Cruises in der Werft Chantiers de l’Atlantique im französischen St. Nazaire den Baubeginn der Celebrity Ascent gefeiert. Als Glücksbringer legten Jason Liberty, Präsident und CEO der Royal Caribbean Group – der Muttergesellschaft von Celebrity Cruises –, und Laurent Castaing, General Manager der Werft, eine Münze unter den Kiel des Neubaus.

„Heute feiern wir die unglaubliche Celebrity Ascent, ein Schiffsname, der den Aufstieg und den Aufwärtstrend sowohl von Celebrity Cruises als auch der Royal Caribbean Group angemessen repräsentiert“, sagt Liberty, und fügt hinzu: „Es ist aufregend, unsere gesamte Flotte wieder im Wasser zu haben, und Momente wie diese bestärken uns im Hinblick auf unsere Zukunftspläne. Wir sind allen dankbar, die in dieses Schiff ihre Kreativität und Handwerkskunst haben einfließen lassen.“

„Ein weiteres großartiges Schiff der Edge-Klasse zum Leben zu erwecken, ist absolut aufregend für mich“, erklärt Lisa Lutoff-Perlo, Präsidentin und CEO von Celebrity Cruises. „Innovatives Design, kulinarische Exzellenz, durchdachte Wohlfühlerlebnisse und unser einzigartiger Service – die Celebrity Ascent wird der Inbegriff eines entspannten Luxusresorts auf See sein“, verspricht Lutoff-Perlo.


Kiellegung der CELEBRITY ASCENT mit Laurent Castaing (General Manager Chantiers de l’Atlantique), Jason Liberty (Präsident & CEO Royal Caribbean Group) und Richard Fain (Chairman Royal Caribbean Group).
Foto: Celebrity Cruises

Die Celebrity Ascent: Mehr Platz und mehr Luxus an Bord
Auch die Celebrity Ascent, das vierte Schiff der innovativen Edge-Klasse von Celebrity Cruises, wird wieder ein Wunderwerk aus Technik und Design. Wie auf ihren Schwesterschiffen Celebrity Edge, Celebrity Apex und Celebrity Beyond können sich Gäste der Celebrity Ascent auf „New Luxury“ rund um die Uhr freuen. Die Celebrity Ascent wird 17 Decks haben und 20 Meter länger als die ursprüngliche Celebrity Edge sein und daher noch mehr Platz und mehr Luxus an Bord bieten. Weitere Informationen zum neuen Schiff unter https://www.celebritycruises.de/ascent.php. 

Die Jungfernfahrt
Die Celebrity Ascent wird am 3. Dezember 2023 in Fort Lauderdale zu ihrer Jungfernfahrt aufbrechen. Auf ihrer ersten Kreuzfahrt geht es acht Tage lang durch die östliche Karibik. Angelaufen werden mit Philipsburg (Sint Maarten) und Charlotte Amalie (Saint Thomas) zunächst zwei Häfen in den Kleinen Antillen. Ein weiterer Stopp erfolgt in Puerto Plata in der Dominikanischen Republik.

Debüt-Saison in der Karibik
Der Heimathafen der Celebrity Ascent wird in ihrer Debüt-Saison Fort Lauderdale sein. Bis Anfang April 2024 bietet sie vom modernen Celebrity-Terminal 25 (Port Everglades) aus immer sonntags achttägige Karibik-Kreuzfahrten an. Auf dem Programm stehen dabei Nassau auf den Bahamas, Cozumel in Mexiko und George Town, die Hauptstadt der Cayman Islands. Eine andere Route führt nach San Juan (Puerto Rico), Tortola (British Virgin Islands) und Basseterre (St. Kitts & Nevis). Alle Details zu den einzelnen Karibik-Routen unter https://www.celebritycruises.com/cruise-ships/celebrity-ascent/itineraries. 

„All Included”-Paket, The Retreat und „Only Tips Included“-Rate
Eine Kreuzfahrt für Gäste mit den höchsten Ansprüchen in Sachen Luxus, Design und Exklusivität – dafür steht Celebrity Cruises. Dazu zählt auch das „All Included”-Angebot. Ganz gleich, wann, wohin und in welcher Kabine die Gäste reisen: Neben den Mahlzeiten und dem Unterhaltungsprogramm sind hier in allen Kategorien Getränke, Wifi und Trinkgelder im Reisepreis inbegriffen.

Suiten-Gäste haben zusätzlich Zugang in den exklusiven Retreat-Bereich mit eigenem Restaurant, eigener Lounge sowie eigenem Sonnendeck. Ein Concierge-Service sowie Butler sorgen dafür, dass keine Wünsche offenbleiben. Außerdem können sich Retreat-Gäste über das Premium-Getränkepaket und zusätzliches Bordguthaben im Rahmen ihres „All Included”-Paketes freuen.

Auf Wunsch kann jetzt auch eine „Only Tips Included“-Rate gebucht werden. Dieser spezielle Tarif gilt von der Innenkabine bis zur Concierge-Kategorie. Inklusive sind hier neben der eigentlichen Kreuzfahrt nur die Mahlzeiten in den Hauptrestaurants, das Unterhaltungsprogramm und die Trinkgelder.

Weitere Informationen zum „New Luxury“-Angebot von Celebrity Cruises unter www.celebritycruises.de. 

Text: PM Celebrity Cruises

Brennstart für Ritz-Carlton-Neubau in Saint Nazaire

Bei der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint Nazaire ist am 13. Juli mit einer feierlichen Zeremonie der erste Stahlschnitt für die Kreuzfahrt-Yacht Ilma erfolgt. Bei dem 2024 zu liefernden Neubau handelt es sich um die erste Einheit der neuen mit verflüssigtem Erdgas (LNG) angetriebenen Schiffsgeneration für die in Malta ansässige Marke The Ritz-Carlton Yacht Collection.

Die unter maltesischer Flagge in Fahrt kommende 242 m lange Ilma (maltesisch: Wasser) und ihr 2025 zu lieferndes Schwesterschiff Luminara sind mit einer Vermessung von ca. 46.750 BRZ und einer Kapazität von 456 Gästen mehr als doppelt so groß wie das auf 24.000 BRZ und 298 Gäste kommende erste Schiff der Ritz-Carlton Yacht Collection, die 190 m lange Evrima, die seinerzeit bei  H. J. Barras in Vigo kontrahiert worden war und nunmehr nach jahrelanger Verspätung  und Fertigstellung durch die Astander Werft im August dieses Jahres in Fahrt kommen soll. Auch bieten sie noch geräumigere öffentliche Bereiche sowie über eine größere Auswahl an Suiten und mehr Kategorien (bis zu 100 qm), die ausnahmslos  über Terrassen verfügen. Damit verbessert sich das  Raumverhältnis  auf dem Neubau-Duo von 85,5 auf 102,5 qm pro Gast.

Anstelle von Tillberg Design aus Schweden entschied sich Ritz-Carlton dieses Mal für das Londoner Architektur- und Designbüro AD Associates, das von Marriott beauftragt wurde. Der in Finnland ansässige Yachtdesigner Aivan entwickelte das Außendesign, wobei die Silhouette derjenigen der Evrima nahekommt, sich jedoch durch einen signifikant längeren Bug davon unterscheidet. Wie die Evrima werden auch diese beiden etwas breiteren Neubauten über fünf Restaurants verfügen, wobei allerdings ein neu konzipiertes Spezialitätenrestaurant das des Drei-Sterne-Kochs Sven Elverfeld ersetzen soll. Auch wird es sechs Bars, eine Weinkellerei und ein Ritz-Carlton Spa geben. Ein spezieller Raum wird das Ritz-Kids-Programm beherbergen.

Das Dual-Fuel-Antriebssystem der Neubauten nutzt LNG als Primärkraftstoff und schwefelarmen Diesel (MGO) als Sekundärkraftstoff. Es verfügt über ein modulares Design, das die Umrüstung auf neue Kraftstoffe ermöglicht, sobald diese verfügbar sind. Hauptinvestor der ab 2024 zu  sieben bis 10-Nächte-Reisen  im Mittelmeer und der Karibik zum Einsatz kommenden  Neubauten – für zwei Schwesterschiffe  hat man sich Optionen gesichert – ist wiederum die Oaktree Capital Management, wobei das Projekt gemeinsam mit Marriott International verwaltet wird.  JPM

Nachhaltig und vielfältig: MSC World Europa

Sie ist feuerrot, sieht schon von aussen giftig aus: Hoch oben auf Deck 20 wartet ein furchterregender Kobra-Kopf auf Kundschaft. Wer sich in diesen Rachen begibt, endet nur wenige Sekunden später nach einer turbulenten Rutschfahrt in Spiralen im fast freien Fall elf Decks tiefer. „The Venom Drop“, der Gifttropfen, die längste Rutschbahn auf einem Kreuzfahrtschiff, ist nur eines der zahllosen Gadgets auf der MSC World Europa, die in der Werft Chantiers de l’Atlantique im französischen St. Nazaire für eine Ablieferung Ende des Jahres fertiggestellt wird.

Vor wenigen Tagen hatten wir die Gelegenheit, den Neubau auf der Werft zu besuchen und uns über die wichtigsten Einrichtungen und den Stand des ersten über LNG-Antrieb verfügenden MSC-Schiffes zu informieren.

Foto: enapress.com

Bis zu 2000 Personen der Werft und der knapp 500 verschiedenen Zulieferfirmen arbeiten in diesen Tagen an dem milliardenschweren Schiff, wie ein Sprecher der Werft erklärte. Drei Millionen Arbeitsstunden wird die Fertigstellung der MSC World Europa verschlingen. Das 333,3 Meter lange, 47 Meter breite und 68 Meter hohe Schiff, das in einer Bauzeit von insgesamt 15 Monaten aus 38.000 Tonnen Stahl aus 300.000 einzelnen Stahlteilen entsteht, kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. Es verfügt über 205.700 BRZ, für die 6762 Gäste stehen auf 22 Decks 40.000 Quadratmeter öffentliche Bereiche zur Verfügung. Mit seinem modernen Bugdesign hebt es sich sofort von anderen Schiffen ab.

Die MSC World Europa soll das sechstgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt werden, nach den Schiffen der Oasis-Klasse von Royal Caribbean.

MSC Cruises und Chantiers de l’Atlantique hatten bereits im Dezember den Bau einer Pilotanlage für Brennstoffzellen an Bord der MSC World Europa mit dem Namen „Blue Horizon“ bestätigt. Die Technologie nutzt Flüssigerdgas (LNG) um Treibstoff in Elektrizität umzuwandeln und erzeugt Strom und Wärme an Bord – mit einem der höchsten Wirkungsgrade aller heute verfügbaren Energielösungen. Es ist, so MSC, das erste Mal, dass eine LNG-betriebene Brennstoffzelle auf einem Kreuzfahrtschiff eingesetzt werde. Die von Chantiers de l’Atlantique und MSC Cruises ausgewählte Brennstoffzellentechnologie ist die von Bloom Energy entwickelte „Solid Oxide Fuel Cell“ (SOFC).


Foto: enapress.com

Die SOFC soll den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu einem herkömmlichen LNG-Motor um weitere 30 Prozent reduzieren, ohne dass Stickoxide, Schwefeloxide oder Feinstaub ausgestoßen werden. Ein weiterer Vorteil ist die Kompatibilität mit LNG und verschiedenen kohlenstoffarmen Kraftstoffen wie Methanol, Ammoniak und Wasserstoff.

Linden Coppell, Sustainibility Director von MSC Cruises, sagte bei der Vorstellung, dass der ab 2023 vorgeschriebene Kohlenstoffintensitätsindex (CII) ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Umdenken für diesen und weitere Bauten sei. „Denn die Schiffe sollen ja etwa 30 Jahre in Dienst bleiben und müssen dann jeweils den aktuellen Nachhaltigkeits-Vorschriften entsprechen. Dazu gehöre auch neben anderen technischen Maßnahmen eine Optimierung der Reisepläne, um möglichst energieeffizient zu sein.“



„Um aber das Zero-Emissions-Ziel zu erreichen brauchen wir aber neue Technologien und Treibstoffe.“

Über die architektonische Ausstattung sprach der Vizechef der Neubauten für MSC Cruises, Trevor Young. Der Australier: „Unsere Meraviglia-Klasse war eher nach innen gebaut, bei der Seaside-Klasse findet sehr viel aussen open-air statt. Die World Europa wird eine Mischung aus den beiden sein. Um das Design hat sich auch diesmal bis ins Detail die Frau des Besitzers, Rafaela Aponte gekümmert.“

Obwohl seit einigen Jahren die gesamte Schiffsentwicklung bei MSC digital stattfindet, „bauen wir immer noch reelle Mock-Up Kabinen, um einfach ein persönliches Gefühl für den Platz zu bekommen, der dem Gast zur Verfügung steht.“


Video: enapress.com

Young weiter: „Wir haben bei MSC Cruises jetzt innerhalb von sieben Monaten vier Schiffsablieferungen, das wird sportlich.“

Jacques Van Staden, Vice President of Food & Beverage von MSC Cruises, erläuterte das gastronomische Konzept, neben den 21 Bars und Lounges wird es 13 Restaurants an Bord geben, von denen einige komplett neu sind.

Dazu gehören die Chef’s Garden Kitchen, die sich auf geschmackvolle Microgreens konzentriert, und La Pescaderia, ein traditioneller Meeresfrüchte-Grill mit Sitzplätzen im Freien. Auch beliebte Restaurants wie das Butcher’s Cut, der Kaito Teppanyaki Grill, eine Sushi Bar und Hola! Tacos & Cantina werden wieder dabei sein.


Foto: enapress.com

Zuständig für den Bau der „MSC World Europa“: Giuseppe Russo. Foto: enapress.com

„Das gastronomische Angebot an Bord der MSC World Europa wurde – wie das Schiff selbst – im Zeichen der Nachhaltigkeit entwickelt. Von nachhaltiger Beschaffung und frischen Zutaten durch den Anbau direkt auf See (Farm-to-Ocean) haben wir alle Register gezogen, um unseren Gästen ein abwechslungsreiches und umfangreiches Speiseangebot zu bieten.“

Zu den Neuheiten zählen: das Kaffee-Emporium, in dem die Gäste aus vielen Kaffeesorten der Welt wählen können, darunter eine an Bord geröstete Spezialmischung und der von der Rainforest Alliance wählen zertifizierte Lavazza Tierra for Planet. Lavazza, einer der weltweit führenden Kaffeeröster, wird eine ganz besondere MSC Röstung entwickeln.



Das Raj Polo Tea House soll die Gäste in das Indien der Jahrhundertwende entführen, wo indische und englische Teetraditionen in einer tropischen Umgebung aufeinandertreffen. Die Gäste können etwa den traditionellen English Breakfast Tea und den High Tea genießen. Aber auch neue Kreationen wie kalt gebrühte und eisgekühlte Teesorten, mit Tee angereicherte Cocktails und Tee-Digestives mit leckeren Beilagen stehen hier auf der Karte.

Der typische britische Pub Masters of the Seas erstreckt sich erstmals über zwei Etagen, auf denen man Live-Musik und Drinks genießen kann. Neu ist auch die Mikrobrauerei an Bord, in der MSC Signature-Biere direkt an Bord gebraut werden.

Das Gin Project umfasst über 70 Ginsorten, klassische Cocktails und einen alten Crawley’s Shaker, in dem die Gäste ihre eigenen botanischen Cocktails mixen können.

Foto: enapress.com

In der Elixir – Mixology Barkreieren erfahrene Barkeeper Neues mit köstlichen Fever Tree Variationen. Hier gibt es auch eine Außenterrasse.

Die Fizz – Champagne Bar ist eine weitere neue Location, die exklusiven Champagner und Sekt sowie eine Auswahl an Kaviar oder gekühlte Meeresfrüchte bietet.

Weitere neue Hotspots sind die gesunde Saftbar „Green Cest – Juice Bar“, die „Malt Lounge“ für feine Zigarren mit einer großen Auswahl an Whisky und Cognac, und „Sweet Temptations“ – die Anlaufstelle für Eis und Frozen Yoghurt, bei der Kinder ihre eigenen Frozen Yoghurt- und Magnum-Kreationen zusammenstellen können.

Zu den neuen Restaurants zählen:

Die Chef’s Garden Kitchen, die sich auf eine geschmackvolle, saisonale Farm-to-Ocean-Küche konzentriert, bei der Microgreens direkt an Bord angebaut und geerntet werden.

La Pescaderia bietet eine frische Auswahl an Meeresfrüchten in einem marktähnlichen Ambiente.

Luna Park Pizza & Burgerist ein legeres Buffet mit hellem Ambiente und originellen Designelementen. Das interaktive Erlebnis umfasst Spiele für die ganze Familie, auf der Speisekarte stehen klassische amerikanische Snacks von „Coney Dogs“ über Salzbrezeln bis hin zu Funnel Cake.

An Bord gibt es auch wieder die beliebten Spezialitätenrestaurants, darunter das amerikanische Steakhouse Butcher’s Cut, die asiatisch inspirierte Kaito Teppanyaki & Sushi Bar und die neu eröffnete, von lateinamerikanischem Street Food inspirierte Hola! Tacos & Cantina.



Die Hauptrestaurants der MSC World Europa sind das Bubbles, La Foglia, Esagono, Hexagon Restaurants, Il Mercato Buffet und La Brasserie Buffet. Aurea-Gäste genießen außerdem exklusiven Zugang zum Les Dunes Restaurant.

Mit einer Fläche von 766 m² bietet die MSC World Europa den größten Kinderbereich in der Flotte von MSC Cruises. Er verfügt über sieben verschiedene Bereiche für unterschiedliche Altersgruppen von Null bis 17 Jahren.

Die MSC World Europa wird ab Dezember 2022 ihre ersten Gäste begrüßen und ihre erste Saison in der Golfregion verbringen, um den Gästen das ultimative Winterkreuzfahrterlebnis zu bieten. Die Gäste können 7-Nächte-Kreuzfahrten von Dubai zur nahegelegenen modernen Metropole Abu Dhabi, zur Insel Sir Bani Yas, nach Dammam in Saudi-Arabien, zur Al-Ahsa-Oase, einer UNESCO-Weltkulturerbestätte, und nach Doha, der futuristischen Hauptstadt von Katar, genießen, bevor sie nach Dubai zurückkehren und dort eine Nacht im Hafen verbringen, um die Stadt mit all seinen Highlights zu erleben.

Die MSC World Europa verlässt Dubai am 25. März 2023 und nimmt dann Kurs auf das Mittelmeer. Im Sommer 2023 fährt sie auf 7-Nächte-Kreuzfahrten die italienischen Häfen Genua, Neapel und Messina sowie Valletta auf Malta, Barcelona in Spanien und Marseille in Frankreich an. MW/PM

MSC und Chantiers de l’Atlantique feiern Meilensteine der beiden LNG-Neubauten

Pressemitteilung

  • Die MSC World Europa, das erste LNG-Schiff von MSC Cruises, schließt ihre ersten Testfahrten ab 
  • MSC Cruises feiert zudem das Aufschwimmen der MSC Euribia, dem zweiten LNG-Schiff der Reederei 

Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group und Chantiers de l’Atlantique feierten am Wochenende zwei wichtige Meilensteine für die ersten beiden LNG-Schiffe von MSC Cruises, die beide auf der französischen Werft in Saint-Nazaire gebaut werden.

Die MSC World Europa, das erste LNG-Schiff in der MSC Flotte und das größte LNG-betriebene Kreuzfahrtschiff der Welt, absolvierte ihre ersten Testfahrten im Atlantik. Dabei wurden die Leistung der Schiffsmotoren, Manövrierfähigkeit, Treibstoffverbrauch, Sicherheitssysteme, Geschwindigkeit und der Bremsweg des Schiffes getestet.

MSC WORLD EUROPA, Foto: Bernard Biger / Chantiers de l’Atlantique

Zeitgleich wurde die MSC Euribia zu Wasser gelassen und in ein Schwimmdock verlegt. Hier werden die Arbeiten fortgesetzt, bevor das Schiff im Juni 2023 ebenfalls in die Flotte von MSC Cruises aufgenommen wird.
MSC investiert drei Milliarden Euro in drei LNG-betriebene Kreuzfahrtschiffe. Der Bau des dritten Schiffes, der „World Class II“, in der Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire soll Anfang nächsten Jahres beginnen.  

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Kreuzfahrtsparte der MSC Group, sagte: „Wir haben uns im vergangenen Jahr verpflichtet, bis 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen und die Kreuzfahrtindustrie auf dem Weg zur Dekarbonisierung zu führen. Die MSC World Europa und die MSC Euribia spielen auf diesem Weg eine wichtige Rolle. 

LNG ist der sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in großem Maßstab zur Verfügung steht. Er reduziert die Emissionen erheblich und bietet zudem Kompatibilität mit zukünftigen alternativen Kraftstofflösungen, für die wir aktiv in Forschung und Entwicklung investieren, darunter eine mit LNG betriebene Festoxid-Brennstoffzelle an Bord der MSC World Europa. Wenn biologisches oder synthetisches LNG heute in großem Maßstab verfügbar wäre, könnten unsere beiden Neubauten vom ersten Tag an emissionsfrei betrieben werden.“

Die MSC World Europa: 
Ein Kreuzfahrterlebnis der nächsten Generation

Die MSC World Europa ist das erste Schiff der bahnbrechenden MSC World Class, einer brandneuen Schiffsklasse und bietet Platz für bis zu 6.762 Passagiere.

Mit zukunftsweisenden Technologien für die Schifffahrt und das Gästeerlebnis an Bord wird die MSC World Europa Reisen auf See mit einer Vielzahl von noch nie dagewesenen Konzepten und kreativen Bereichen neu definieren. Das bahnbrechende Design zeichnet sich durch ein Y-förmiges Heck aus, das zur beeindruckenden 104 Meter langen, halb offenen und halb überdachten Europa-Promenade mit atemberaubendem Meerblick führt. Neue Balkonkabinen überblicken die Promenade, deren architektonisches Herzstück The Venom Drop @ The Spiral ist, eine elf Decks hohe Rutsche – die längste auf See.

MSC EURIBIA, Foto: Bernard Biger / Chantiers de l’Atlantique

Die MSC World Europa wird ihre erste Saison im Winter 2022/23 in den Emiraten verbringen. MSC Cruises wird dann seine bisher größte Kapazität in der Golfregion einsetzen und seine Position als Marktführer für Kreuzfahrten in der Region stärken. Das Schiff bietet zwischen Dezember 2022 und März 2023 7-Nächte-Routen von Dubai nach Abu Dhabi und Sir Bani Yas Island in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dammam in Saudi-Arabien und Doha in Katar an, bevor es nach Dubai zurückkehrt.  

Im März 2023 steuert die MSC World Europa dann das Mittelmeer an und besucht in der folgenden Sommersaison auf 7-Nächte-Kreuzfahrten die italienischen Häfen Genua, Neapel und Messina sowie Valletta auf Malta, Barcelona in Spanien und Marseille in Frankreich. 

Die MSC Euribia: 
Symbol für den Respekt von MSC Cruises vor den Ozeanen

Die MSC Euribia wird eines der ökologisch fortschrittlichsten Schiffe in der Flotte von MSC Cruises sein. Das Schiff ist nach der antiken Göttin Eurybia benannt, die die Winde, das Wetter und die Sternenbilder nutzte, um die Meere zu beherrschen. Die MSC Euribia wird sich von den anderen Schiffen der Flotte von MSC Cruises deutlich unterscheiden. Durch eine besondere Rumpfgestaltung wird die MSC Euribia zu einer großen, schwimmenden Leinwand, um die Bedeutung von Nachhaltigkeit und das Engagement des Unternehmens für das Meer sichtbar zu machen.

Ab Juni 2023 wird die MSC Euribia ihre erste Saison in Nordeuropa verbringen und ab Kiel einwöchige Routen zu den norwegischen Fjorden fahren, mit Stopps in Kopenhagen, Hellesylt, dem Geirangerfjord, sowie Alesund und Flåm. 

Umweltfreundliche Schiffe auf See
Sowohl die MSC World Europa als auch die MSC Euribia werden mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben, das lokale Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide eliminiert und Stickoxide um bis zu 85 Prozent reduziert. LNG spielt auch eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels, da es die CO2-Emissionen um 25 Prozent reduziert und den Weg für die Einführung nachhaltiger nicht-fossiler Kraftstoffe wie grünem Wasserstoff ebnet.

Die beiden Schiffe werden mit selektiven katalytischen Reduktionssystemen (SCR), Landstromanschlüssen und fortschrittlichen Abwasseraufbereitungsanlagen zur Einhaltung des so genannten Ostseestandards, der weltweit strengsten Norm für die Abwasserentsorgung ins Meer, ausgestattet. Darüber hinaus reduzieren die Schiffe Unterwassergeräusche, um die möglichen Auswirkungen auf Meeresbewohner zu verringern und sind beide mit einer Vielzahl energieeffizienter Geräte und Systeme zur Optimierung der Motorennutzung ausgestattet. 

Text: PM MSC Cruises

Werften satteln auf Refit um

Der Neubaumarkt für Kreuzfahrtschiffe wird auf absehbare Zeit nicht wieder wachsen. Die drei großen europäischen Kreuzfahrtwerften Fincantieri, Chantiers de l’Atlantique und Meyer sind deshalb auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern.

Eine große Bedeutung hat deshalb jetzt das sogenannte After-Sale-Geschäft. Gemeint ist die Betreuung und Bindung der Reedereien über den Zeitpunkt hinaus, wenn die vereinbarte Gewährleistungsfrist endet.

Dieses Geschäft beinhaltet nicht nur die Wartung der Flotte im Rahmen der Werftintervalle. Es geht auch um die Anpassung der Schiffe an die technologisch neuen Konzepte. Ein Beispiel sind die Auflagen durch strengere Umweltvorschriften, wie die Annahme von Landstrom oder die Umstellung auf saubere Treibstoffe.

350 Kreuzfahrtschiffe sind derzeit weltweit im Einsatz. Ein jährliches Auftragsvolumen im dreistelligen Millionen-Bereich wartet auf die Werften. Die Meyer Werft hat deshalb jetzt die neue Tochter Meyer RE zu ihrem Kerngeschäft erklärt. Mit dem Ziel einer „lebenslangen Betreuung“ der Kreuzfahrtflotte will die Werftgruppe mit ihren Standorten in Papenburg, Rostock und Turku in Zukunft neue Aufträge generieren. Werftchef Bernard Meyer bezeichnet diese Firma als „wichtigen Baustein für unsere Zukunft“.

Neben der Erneuerung von Kabinen im Rahmen des Refurbishments sollen auch „innovative Engineering-Projekte“ angeboten werden. Damit will die Werft ihr Knowhow für den Einbau neuer Antriebsanlagen oder Anlagen zur Steigerung der Effizienz anbieten. Dabei sollen die Entwürfe und Ingenieurarbeit an den Meyer-Standorten erfolgen.

Eine Rückkehr der Schiffe zur Meyer Werft selbst ist dabei nicht geplant, was auch die Umweltschützer an der Ems aufatmen lässt. Für die Umbauarbeiten will die Meyer Werft Kapazitäten bei Partnerwerften mit Docks und Pieranlagen nutzen. Diese Werften sollen in der Nähe der jeweiligen Fahrtgebiete der Schiffe liegen.

Ein Beispiel für die Nachrüstung von Kreuzfahrtschiffen liefert AIDA Cruises. Bei zwei Pilotprojekten werden Batterien und Brennstoffzellen nachgerüstet. Die AIDAprima wird in diesem Sommer eines der größten Batteriepakete der Schifffahrt bekommen. Die 2018 von Meyer abgelieferte AIDAnova soll im Sommer mit moderner Brennstoffzellentechnologie nachgerüstet werden. Beide Projekte werden im laufenden Betrieb umgesetzt.

IONA, Foto: Frank Behling

Diese Projekte könnte auch die Meyer Werft für andere Schiffe aus ihrer Produktion vollziehen. Die Werft hatte 2020 mit der Iona das 50. Kreuzfahrtschiff abgeliefert. Ein Großteil der Flotte ist jünger als 20 Jahre.

Die Abkürzung RE wurde mit Bezug auf die Kernbegriffe „Rethink“ und „Revalue“ gewählt. Das Angebot umfasst komplette Wartungsverträge für Reedereien. Das neue Konzept präsentierte die Werft auf der Fachmesse Seatrade Cruise Global 2022 in Miami.

Foto: Frank Behling

Die erfolgreiche Perspektive dieses Projekts zeigt der Rüstungsbereich. Die Werft ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel bietet für die weltweit über 100 U-Boote seit Anfang der 70er Jahre dieses Angebot. Ein Großteil des Geschäfts erstreckt sich bis heute auf die Betreuung der Marinen von Peru bis Indien bei der Anpassung der ausgelieferten U-Boote mit neuer Technologie aus Kiel. Dazu gehört zum Beispiel neue Technologie für Batterien, Brennstoffzellen oder neue Elektronik.

Das Geschäft umfasst bei TKMS einen Bereich von mehreren hundert Millionen Euro. So hat die Werft aktuell Aufträge über die Modernisierung der in den 80er Jahren gelieferten U-Boote in Indien, Israel und Peru. Allein aus Peru bekam TKMS 2016 einen Auftrag über 40 Millionen Euro für die Modernisierung von U-Booten, Indien lässt gerade zwei Kieler U-Boote in Mumbai für 35 Millionen Euro modernisieren.

Bei den Kreuzfahrtreedereien schrumpfen die Bestellungen weiter. Bei Beginn der Pandemie waren über 100 Kreuzfahrtschiffe weltweit im Bau oder bestellt. Inzwischen ist das Orderbook auf 75 Schiffe zusammengeschmolzen. Signifikante Auftragseingänge werden angesichts der hohen Verschuldung der großen Kreuzfahrtgesellschaften nicht erwartet. Der Schwerpunkt liegt jetzt auf Konsolidierung und die Abnahme der bestellten Schiffe. Sie haben nach einer Übersicht der „Cruise Industry News“ ein Auftragsvolumen von 48,5 Milliarden Dollar. 169000 Betten sind allein im Zulauf. FB

BV-Grundsatz-Zulassung für innovatives Festsegel-Zusatzantriebssystem für große Kreuzfahrtschiffe

Bild: Chantiers de l’Atlantique

Die französische Klassifikationsgesellschaft Bureau Veritas (BV) hat der zu den Weltmarktführern im Bau von großen Kreuzfahrtschiffen gehörenden Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire eine Grundsatz-Zulassung – Approval in Principle (AiP) – für ihr innovatives Solid Sail-Antriebssystem erteilt. Damit wird bestätigt, dass die neue Technologie nicht nur umsetzbar ist und sicher genutzt werden kann, sondern auch bereit ist für den nächsten Entwicklungsschritt und die Installation an Bord.

Das 1200 qm große Festsegel aus Verbundwerkstoffen ist speziell für den Einsatz auf großen Schiffen entwickelt worden. Es ist Teil des vor 14 Jahren von der Werft ins Leben gerufenen Ecorizon®-Programms, in dessen Rahmen die Energie- und Umwelteffizienz von Kreuzfahrtschiffen verbessert werden soll.

Nach Angaben von Chantiers de l’Atlantique kann mit dem Solid Sail-System durch die Verwendung von zusammengesetzten Komposit-Paneelen nicht nur die mit dem Einsatz textiler Standardsegel verbundene Größenbeschränkung vermieden werden.

Durch die Steifigkeit des Festsegels verlängere sich auch dessen erwartete Lebensdauer gegenüber konventionellen Segeln aus flexiblen Materialien, da es weniger flattere. Die Solid Sail-Testversion mit ihren dank einer aus Dyneema-Fibermaterial bestehenden flexiblen Verbindung Ziehharmonika-artig faltbaren Paneele wurde um 360 Grad drehbar an einem 43 m hohen Mast aus Carbon montiert.

„Dieses Konzept ist das erste seiner Art und die fortschrittlichste sowie innovativste Lösung für den Segelantrieb großer Schiffe“, schwärmt Frédéric Grizaud, Senior Vice President von Chantiers de l’ Atlantique. Die Integration einer derart innovativen Lösung in ein Passagierschiff sei nur möglich durch die umfassende langjährige Zusammenarbeit mit der Klassifikationsgesellschaft Bureau Veritas bei deren neuen Regeln für windgestützte Antriebe (WPS Nr. 206).

Durch Windkraft – auch wenn diese nicht jederzeit überall verfügbar sei – könne ein wesentlicher Beitrag zu einem treibhausgasfreien Schiffsantrieb und -design geleistet werden. Das erteilte AiP werde das Vertrauen in windbasierte Zusatzantriebe fördern und somit die Reduzierung der Treibhausgasemissionen der Schifffahrt unterstützen, ist auch Laurent LeBlanc, Senior Vice President Technical & Operations bei Bureau Veritas überzeugt. JPM

„Icon of the Seas“ soll Maßstäbe setzen-Typschiff des neuen Royal Caribbean Trios in Turku auf Kiel gelegt

Nicht mit ihrer Größe, sondern durch ihre Umweltverträglichkeit, Effizienz und das komplexe wie auch innovative Angebot für die Passagiere soll die neue Icon-Schiffsklasse für Royal Caribbean International neue Maßstäbe setzen. Nach dem am 14. Juni 2021 bei der Meyer Werft in Turku erfolgten Brennstart für das als Bau-Nr. 1400 geführte Typschiff Icon of the Seas fand am 4. April dieses Jahres bereits die Kiellegung für den spektakulären Neubau statt, der im Herbst nächsten Jahres als erstes Schiff der Reederei mit LNG-Antrieb in Fahrt kommen soll.

Foto: via RCI

Mit Hilfe eines verfahrbaren 3000t-Portalkrans wurde eine weitere Vorschiff-Bodensektion auf die Pallen im Baudock abgesenkt, auf denen zuvor nach traditionellem Brauch zwei frisch geprägte Münzen als Glücksbringer platziert worden waren. Dort erfolgt nun die Verschweißung mit den bereits vor und hinter ihr liegenden Blöcken des Neubaus, dessen schwimmfähiger Maschinenraum-Modul (FERU) samt der beiden 27 m langen und 307 t schweren LNG-Tanks von dem Meyer Werft-Betrieb Neptun in Rostock stammt.

An der Zeremonie nahmen u.a. auch Jason Liberty, Präsident und CEO der Royal Caribbean Group, Royal Caribbean Group-Chairman Richard Fain und Royal Caribbean International-Präsident und CEO Michael Bayley auch Meyer Turku Oy-CEO Tim Meyer sowie sein Vater, der Geschäftsführende Gesellschafter der Meyer Werft-Gruppe, Bernard Meyer, teil.

Royal Caribbean hatte am 10. Oktober 2016 zunächst zwei Einheiten dieser Klasse bei Meyer bestellt, die ursprünglich im 2. Quartal 2022 (Bau-Nr. 1400) und 2024 (Bau-Nr. 1401) geliefert werden sollten. Anfang Juli 2019 wurde noch ein dritter Nachbau (Bau-Nr. 1402) zur Lieferung 2025 nachbestellt. Inzwischen wurden die Ablieferungsdaten auch vor dem Hintergrund der Pandemie auf das 3. Quartal 2023, 2. Quartal 2025 bzw. 2. Quartal 2026 verschoben.

Foto: via RCI

Bei den nach den Vorschriften und unter Aufsicht des DNV (früher DNV GL) zu erstellenden Neubauten handelt es sich um ca. 218 000 BRZ große Schiffe für ca. 5600 Gäste. Besonderer Fokus wurde auf die Implementierung modernster Umweltschutz-Technologien gerichtet. Neben dem Betrieb mit verflüssigtem Erdgas (LNG) wird Luftblasen-Schmierung des Unterwasserschiffes den Reibungswiderstand deutlich reduzieren und durch ein fortschrittliches Abwärme-Rückgewinnungssystem sollen bis zu 3 MW zusätzlicher Energie generiert werden. Schon in früheren Mitteilungen der Reederei wurde darauf hingewiesen, dass auch Brennstoffzellen für die Bordnetzversorgung sowie ein Landstromanschluss installiert werden. Einzelheiten über weitere „game-changing Features“ will die Reederei nach Angaben von RCI-CEO Michael Bayley erst zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr bekanntgeben.

Wonder of the Seas, Foto: Royal Caribbean International

Nachdem die von der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique für Royal Caribbean erbaute und im Januar dieses Jahres in Marseille übergebene Wonder of the Seas am 4. März als fünftes Schiff der Oasis-Klasse und weltgrößtes Kreuzfahrtschiff von Port Everglades zu ihrer ersten siebentägigen Karibik-Rundreise gestartet ist und Ende April nach Barcelona zurückkehren wird, um hier ihre erste Mittelmeer-Saison zu beginnen, hat bei der Bauwerft in Saint-Nazaire am 5. April der Brennstart für das sechste Schiff dieser Klasse stattgefunden.

Der bereits im Februar 2019 bestellte Neubau soll 2024 als Utopia of the Seas in Fahrt kommen. Das modifizierte Schwesterschiff der Wonder of the Seas wird größer als 236877 BRZ sein und ca. 5735 Gäste unterbringen können. Lokalen französischen Medien zufolge könnte es mit rd. 250 000 BRZ einen neuen Größenrekord aufstellen. Wie Werftchef Laurent Castaing bei der Bestellung des Neubaus feststellte, handelt es sich dabei um das 23. Kreuzfahrtschiff, das die Werft für Royal Caribbean baut. Die Oasis-Serie war 2009 mit der Oasis of the Seas (BRZ: 226838) eingeleitet worden, gefolgt von der 2010 in Dienst gestellten Allure of the Seas (BRZ: 225282). Den beiden in Turku erbauten Schiffen folgten 2016 die Harmony of the Seas (BRZ: 226963) und 2018 die Symphony of the Seas (BRZ: 228081), bevor in diesem Jahr die Wonder of the Seas (BRZ: 236877) als fünftes Schiff in Fahrt kam, wobei alle drei letztgenannten Schiffe von Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire erstellt wurden. JPM