Schlagwort: Covid-19

Virgin Voyages setzt Impfungen voraus

Virgin Voyages setzt für Crew und Passagiere eine Impfung gegen COVID-19 voraus, so Cruise Line-CEO Tom McAlpin im Interview mit „Good Morning America“.

Tweet von Virgin Voyages mit Link zum Interview.

Kreuzfahrt: Swan Hellenic impft komplette Crew gegen Covid 19

Pressemitteilung

  • Expeditions-Kreuzfahrten mit den neuen Schwesterschiffen »SH Minerva« und »SH Vega« starten im Dezember 2021 und Frühjahr 2022
  •  Swan Hellenic impft nautische Crew und alle weiteren Besatzungsmitglieder vor der Einschiffung in deren Heimatländern gegen Covid 19

In diesem und im kommenden Jahr legt Swan Hellenic zu Premierenreisen mit den neuen Expeditions-Kreuzfahrtschiffen »SH Minerva« und »SH Vega« ab. Bereits jetzt steht fest: Sowohl die nautische Crew als auch alle weiteren Besatzungsmitglieder dürfen nur nach vorheriger Impfung gegen Covid 19 an Bord. Andrea Zito, CEO von Swan Hellenic: „Wir werden den kompletten Impfzyklus für unsere Kollegen zuvor in den Impf- und Rekrutierungszentren der Heimatländer sicherstellen. Zusätzlich setzen wir gemeinsam mit Vikand, dem weltweit führenden Unternehmen für Hygienetechnologie, höchste Standards an Bord um. Dazu zählt auch die Desinfektion der Klimaanlagen mit UV-Licht.“

Expeditions-Kreuzfahrten mit nur 152 Passagieren 

Der Firmenname ist eine Kultmarke: Seit 70 Jahren steht Swan Hellenic für Kultur- und Expeditions-Kreuzfahrten. Jetzt nimmt Swan Hellenic wieder an Fahrt auf: Bereits ab Ende 2021 legt die »SH Minerva« zur ersten Expeditions-Kreuzfahrt ab. Motto: „Sehen, was andere nicht sehen!“ Für die 152 Passagiere führen die Routen in die entlegensten Regionen der Erde: Entlang des mächtigen Jenissei-Flusses im Norden Sibiriens, ebenso wie in arktische und antarktische Gewässer oder in den Südpazifik.

Im Frühjahr 2022 folgt das Schwesterschiff »SH Vega« – benannt nach dem ersten Schiff, dass von 1878 bis 1880 die legendäre Nordostpassage erfolgreich befahren hat. Sowohl die »SH Minerva« als auch die »SH Vega« bieten 5-Sterne-Niveau. Ein dritter Neubau folgt ebenfalls im Jahr 2022. 

Frühbucher-Vorteil und kostenfreie Stornierungen bis 30 Tage vor Reisestart

Mit skandinavischem Design, weitläufigen Decks, Kabinen mit großen Balkonen, hervorragenden Lektoren und Gastrednern sowie einem All-Inklusive-Konzept setzt Swan Hellenic auf Eleganz für ein internationales, reiseerfahrenes und kulturinteressiertes Publikum. Bereits die Premierenreise des ersten Neubaus »SH Minerva« ­ist ein Once in a Lifetime-Erlebnis: es geht zur Sonnenfinsternis in die Antarktis. 

Für diese drei neuen 5-Sterne-Schiffe gewährt Swan Hellenic bis Ende März einen Frühbucher-Vorteil von 20 Prozent. Die Basis-Provision liegt bei 12 Prozent. Zudem ermöglicht Swan Hellenic bis 30 Tage vor Reisebeginn kostenfreie Stornierungen. Die möglichen, kostenfreien Umbuchungen werden dann in einen zwei Jahre gültigen Cruise Credit gewandelt.

Weitere Informationen: www.swanhellenic.com

Text: PM Swan Hellenic

Eines der ältesten Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg zur Verschrottung nach Indien

In Wismar gebautes Passagierschiff „Marco Polo“ über mehrere Jahre Stammgast an Bremerhavener Columbuskaje 

Der aktuelle Stillstand in der Kreuzfahrtindustrie durch die Corona-Pandemie führte schon im letzten Jahr zu unzähligen Schiffsverkäufen, schon ein halbes Dutzend von bislang noch aktiven Kreuzfahrtschiffen sind im letzten Jahr an den Strand gesetzt worden. So wurden zum Jahresende noch die 30 Jahre alte Karnika (ex AIDAblu) und die Ocean Dream (erbaut als Tropicale für Carnival Cruises) in Indien an den Strand gesetzt, mittlerweile befindet sich auch die Grand Celebration auf dem Weg von der Karibik nach Indien und wird im Laufe des Monats zur Verschrottung in Alang erwartet

Auch hofften bis zuletzt viele Schiffsfans, dass eines der ältesten noch aktiven Kreuzfahrtschiffe weltweit, die mittlerweile 56 Jahre alte Marco Polo (22. 080 BRZ), die am 22. Oktober nach der Insolvenz der britischen Reederei CMV für 2,77 Millionen Dollar versteigert wurde, doch noch von möglichen Abbruchplänen verschont bleiben würde, zumal Nachrichten über eine mögliche Vercharterung des Schiffes kursierten. 

Doch am 3. Januar 2021 nahm das Schiff von seinem letzten Liegeplatz vor Dubai aus Kurs auf Indien, wo das Schiff um den 9. Januar in Alang zur endgültigen Verschrottung an den Strand gesetzt wird.

Das Kreuzfahrtschiff hat dabei im Laufe seiner jahrzehntelangen Fahrenszeit auch immer wieder Station in Bremerhaven gemacht, zuerst als Transatlantikliner, später als Kreuzfahrtschiff für ein deutschsprachiges Publikum. Die 176 Meter lange Marco Polo wurde 1965 von der ehemaligen MTW-Werft in Wismar unter der Baunummer 126 als Zweiklassenschiff Alexandr Puschkin an die Baltic Shipping Co, (BSC) Leningrad, abgeliefert. Es war das zweite Schiff einer Serie von fünf fast baugleichen Schiffen aus der so genannten Ivan-Franko-Klasse, die für die UdSSR erbaut wurde. Zu dieser Serie gehörten die 1963 erbaute Ivan Franko, die 1967 erbaute Taras Shevchenko, die ein Jahr später abgelieferte Shota Rustaveli und die dann erst 1973 erbaute Mikhail Lermontov, alles Namen großer georgischer, ukrainischer und russischer Schriftsteller. Als einziges Schiff hatte die Marco Polo aus dieser Serie bis jetzt noch überlebt. 

Die Schiffe dieser Serie waren seinerzeit die bis dahin größten Neubauten des Schiffbaus in der DDR. Drei Schiffe gingen an die sowjetische Schwarzmeer-Reederei, zwei an die Ostseereederei (Baltic Shipping Co. ). In der ersten Klasse konnten seinerzeit 130 Passagiere untergebracht werden, in der Touristenklasse 620 Personen. Die Schiffe, inmitten des „Kalten Krieges“ erbaut, sollten zudem im Kriegsfall als Truppentransporter eingesetzt werden. So wurden diese mit entsprechend robusten Motoren ausgestattet. 

Foto: C. Eckardt

Noch heute verkehrt die Marco Polo mit den Original Schiffsdieselmotoren der Ciegielski-Werke in Posen vom Typ 7 RD 76 (Lizenz Sulzer) mit je 7.723 kW Leistung, die auf zwei Festpropeller wirken. Der Aktionsradius beträgt dabei rund 8.000 Seemeilen, die Geschwindigkeit mit 20 Knoten. 

Neben Kreuzfahrten kam die eisverstärkte Alexandr Puschkin als einer der letzten Transatlantikliner im Passagierdienst auf der Kanada-Linie zwischen dem sowjetischen Leningrad (heute St. Petersburg) und Quebec und Montreal am St.-Lorenz-Strom zum Einsatz. Später wurde der weitere Zustieghafen Kopenhagen auf diesem Liniendienst miteingefügt, doch schon im Jahr 1967 wurde die dänische Hauptstadt gegen Bremerhaven ausgetauscht. Erstmals machte das sowjetische Passagierschiff am 17. April 1967 an der Columbuskaje fest und nahm hier auf der ersten Überfahrt 221 weitere Fahrgäste in Richtung Kanada mit. Selbst der damalige sowjetische Botschafter in der Bundesrepublik, Semjon Konstantinowitsch Zarapkin und der Bremer Senator für Wirtschaft und Außenhandel, Karl Eggers, waren beim Erstanlauf im Rahmen eines Empfangs an Bord der Alexandr Puschkin in Bremerhaven mit an Bord. 

Als Agent für den Liniendienst fungierte seinerzeit das Bremer Unternehmen Transocean Passagierdienst D. Oltmann & Co., der Name wird im weiteren Lebenslauf des Schiffes noch mehrfach auftauchen. Bis 1972 verkehrte die Alexandr Puschkin zumindest in den Sommermonaten auf dieser Passagierroute und wurde dann von dem jüngeren Schwesterschiff, der Mikhail Lermontov abgelöst. Die Lermontov blieb noch bis 1980 im regelmäßigen Passagierdienst im Einsatz, wobei schon ab 1973 nur noch die Strecke Leningrad, Bremerhaven, London, Le Havre bis New York bedient wurde. 

Somit wurde die Alexandr Puschkin fast nur noch für weltweite Kreuzfahrten eingesetzt, auch für deutsche Veranstalter, und von 1979 bis 1984 war das Schiff dann in Vollcharter für den Bremer Seereisenveranstalter Transocean Tours mit deutschen Gästen unterwegs, in Richtung Nordland und Ostsee aber auch im Mittelmeer. 1984 wechselte die Alexandr Pushkin dann innerhalb der Sowjetunion von der BSC zur Far East Shipping Company und unternahm nun vorwiegend Reisen für den australischen Markt. Natürlich unter der Prämisse, dringend benötigte westliche Devisen in die planwirtschaftlich leeren Kassen zu spülen. Mit dem Fall des Eisernen Vorhanges 1990 und dem Zerfall der damaligen Sowjetunion war damit jedoch Schluss. 

Der Amerikaner Gerry Herrod erwarb 1991 das Schiff und ließ es in zwei Jahren für rund 75 Millionen US Dollar zum Flaggschiff für die von ihm gegründete Orient Lines komplett umbauen. Nur die Außenhaut und Original-Maschinen sind somit noch heute im Originalzustand.  Im November 1993 startete das Schiff mit den geschwungenen Linien und dem klassischen Teakholz-Deck unter dem neuen Namen Marco Polo zur zweiten Jungfernreise. In den nun 428 komfortablen Kabinen finden bis zu 826 Passagiere Platz. Im Jahr 1998 übernahm die Norwegian Cruise Line (NCL) die Orient Lines, verkaufte das Schiff dann im Jahr 2007 an die griechische Global Maritime die nun wieder einen wohlbekannten Charterer ausfindig machen konnte – Transocean Tours in Bremen.

Doch diesmal war die Charter mit den Bremern kein Glücksgriff, denn durch die Insolvenz von Transocean muss der Chartervertrag vorzeitig beendet werden. Seit 2010 verkehrte das Kreuzfahrtschiff dann sehr erfolgreich in Vollcharter für Cruise & Maritme Voyages auf dem britischen Markt und lief dabei immer wieder die norddeutschen Kreuzfahrthäfen an, darunter auch mehrfach noch Bremerhaven. Letztmalig besuchte das Schiff im November 2011 die Seestadt, im Rahmen einer Werftliegezeit bei der Lloyd Werft. Im Sommer 2019 lief das Schiff dann noch einmal seinen Geburtsort im Rahmen einer regulären Kreuzfahrt an. Nach der Rückkehr einer letzten Kreuzfahrt rund um Afrika wird das Schiff ab dem 22. März in der Hafenstadt Avonmouth vor Bristol aufgelegt.  ChEck

Test ist nicht gleich Test

Die Schlagzeilen sind schnell weltweit verbreitet. Die Meldungen zum positiven Test bei einer Passagierin an Bord des Kreuzfahrtschiffes Quantum of the Seas verbreiteten sich weltweit sofort. Der Test an Bord hatte in der Nacht zum Mittwoch ein positives Ergebnis. Gemäß des Protokolls drehte das Schiff sofort um, alle Passagiere durften die Kabinen nicht mehr verlassen und die Kontaktverfolgung lief an. Das Schiff befand sich auf einer Panorama-Fahrt im südchinesischen Meer. Von Montag bis Donnerstag wollten 1686 Passagiere die Seereise genießen.

Am Mittwoch machte das Schiff wieder am Terminal in Singapur fest. Die Behörden Singapurs übernahmen den Fall. Am Donnerstag dann die erlösende Nachricht. Der 83 Jahre alte Fahrgast war bei einem zweiten Test durch die Gesundheitsbehörden Singapurs negativ. Der Alarm wurde wieder aufgehoben.

„Sicherheit bleibt unsere oberste Priorität, und der Vorfall hat uns wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Fahrten geliefert, beispielsweise die Bedeutung der Verwendung von TraceTogether für eine effektive Kontaktverfolgung. Es hat auch die Gewissheit gegeben, dass unsere etablierte Reaktion auf jeden zukünftigen COVID-19-Fall schnell und effektiv ist“, sagte Keith Tan, Chief Executive von Singapur Tourist Board.

Alle Passagiere und auch die 1148 Crewmitglieder waren in nur zwölf Stunden getestet worden. Alle Tests waren negativ.

Der Fall Quantum of the Seas erinnert an den vermeintlichen Corona-Ausbruch an Bord der Mein Schiff 6, bei dem im Oktober zwölf Crewmitglieder durch Antigen-Tests eines externen Labors in Griechenland positiv gemeldet wurden. Folgende Tests im PCR-Verfahren hatten alle ein negatives Ergebnis.

Und auch bei Costa gab es in Triest die Erkenntnis, dass positive Antigen-Tests schnell entstehen. Auch dort waren Tests von Passagieren im PCR-Verfahren allesamt negativ ausgefallen.

Die Diskussion über die Bewertung von Testergebnissen ist deshalb nicht nur an Land angekommen. Der Umgang mit den Testverfahren wird 2021 ein ganz wichtiger Faktor für die Rückkehr zur Normalität. Da die flächendeckende Impfung erst in etwa einem Jahr für sichere Reisen sorgen kann, kommt auf die Testverfahren eine große Bedeutung zu. Die Schlagzeilen lassen sich nur durch zuverlässige Tests vermeiden. FB

Kiel: Kreuzfahrt- und Fährterminal wird Impfzentrum

Bei der Nutzung sind Kreuzfahrtterminals sehr vielseitig. In Kiel wurde beim Bau der drei großen Terminals Ostseekai, Schwedenkai und Norwegenkai von Beginn an auf eine multifunktionale Nutzung wert gelegt.

Das Ziel war eine möglichst ganzjährige Nutzung zu erreichen. Da in Kiel die Kreuzfahrtsaison in der Regel von April bis Oktober geht, sollte so der Leerstand der teuren Immobilien im Winter vermieden werden.

Neben Veranstaltungen können die Bauwerke auch in Sonderlagen eingesetzt werden. In diesem Jahr ist es die Corona-Krise.

Der Fähr- und Kreuzfahrtterminal Schwedenkai des Seehafens Kiel wird ab Januar auch die Rolle als Impfzentrum übernehmen. Wenn die Zulassung für den Impfstoff gegen Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegt, soll auf dem Terminal in der Kieler Innenstadt mit der Impfung begonnen.

Foto: Frank Behling

Der Schwedenkai ist damit Kiels erstes Impfzentrum. Dort könnten bereits Anfang Januar erste Impfungen durchgeführt werden, teilte die Stadt Kiel mit. Genutzt wird dafür die Passagierabfertigungsebene im Obergeschoss. In dem umgebauten Impfbereich des Schwedenkais können zukünftig zeitgleich sieben Personen geimpft werden. Die Kieler Feuerwehr koordiniert den Ablauf vor Ort.

Durch die Umgestaltung der Abfertigungsebene werden Passagiere der Stena Line zukünftig nach dem Betreten des Terminals direkt zum Schiff geleitet. Die Abfertigung der Fähren der Stena Line wird dadurch nicht beeinträchtigt. Da während der Corona-Krise das Passagieraufkommen auf der Göteborg-Route ohnehin geringer geworden ist, kommt es für Reisende mit Ziel Göteborg auch nicht zu Wartezeiten. „Die Abfertigung der Stena Line wird durch das Impfzentrum nicht beeinträchtigt“, sagt Ulf Jahnke vom Seehafen Kiel.

Der Schwedenkai ist bereits seit Sommer auch Teststation für Reiserückkehrer. Tausende Urlauber haben sich dort seit Juli an mobilen Teststationen einem PCR-Test unterzogen.

Im Winter 2015/2016 konnte der Seehafen bereits bei anderen Notlage aushelfen. Damals stellte man den Ostseekai während der Flüchtlingskrise als Notunterkunft bereit. In dem Terminal wurden von Hilfsorganisationen Geflüchtete betreut, bevor sie in kleinen Gruppen mit der Stena Line nach Schweden transportiert wurden. FB

Update zur Quantum of the Seas: Falscher Alarm

Wie das National Centre for Infectious Diseases am Donnerstag mitteilte, ergab ein abschließender Bestätigungstest, der am 10. Dezember vom National Public Health Laboratory (NPHL) durchgeführt worden ist, dass der Passagier doch keine Covid-19-Infektion aufweist. Der aus Singapur stammende 83-jährige Mann, der vor seiner Einschiffung am Montag ein negatives Testergebnis vorgelegt hatte und Dienstagnacht aufgrund von Durchfall-Beschwerden im Bordhospital dem im Maßnahmen-Protokoll vorgeschriebenen PCR-Test unterzogen wurde, war nach dessen positivem Ergebnis in das NPHL eingeliefert worden.

Die dortigen anschließenden Untersuchungen – eine Überprüfung des Original-Testergebnisses, ein erneuter Abstrich und ein dritter Bestätigungstest – fielen allesamt negativ aus. Die Ausschiffung der übrigen Gäste, die sich zunächst bis zum Abschluss der Kontaktverfolgungsmaßnahmen in ihren Kabinen aufhielten, konnten die Quantum of the Seas noch am Mittwoch verlassen, nachdem die Einschiffung der Passagiere für die gegen 09.00 Uhr ebenfalls am Marina Bay Cruise Center eingetroffene World Dream der Genting Cruise Line abgeschlossen war. Damit sollten Kontakte zwischen Gästen und Besatzungsmitgliedern beider Schiffe vermieden werden. Alle ausgestiegenen Gäste mussten sich im Terminal den dort für die Ankunft vorgeschriebenen Antigen-Schnelltests unterziehen.

An Bord der Quantum of the Seas wurde danach die in den Richtlinien der Reederei und des Stadtstaates Singapur vorgesehene Grundreinigung des Schiffes erledigt. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wird von den Passagieren eine14-tägige Kontrolle ihres Gesundheitszustandes mit abschließender amtlicher Testung gefordert. Als Kontaktpersonen ermittelte Gäste werden an eine staatliche Quarantäne-Einrichtung verwiesen. Royal Caribbean hat angekündigt, die Gäste der am 7. Dezember angetretenen Reise für den Ausfall eines Tages zu entschädigen.

Die am 10. Dezember geplante Fahrt wurde annulliert, die Folgereise soll am 14. Dezember angetreten werden. Mit den erst am 1. Dezember begonnenen Kurzreisen ohne Zwischenstopp und Landgänge wollte die Reederei den wegen der Corona-Pandemie seit Monaten brachliegenden Kreuzfahrttourismus in Singapur wieder in Fahrt bringen. Sie waren erst im Oktober angekündigt und mit einem Sicherheitskonzept genehmigt worden. Zu den Sicherheitsmaßnahmen für solche Reisen gehört die Reduzierung des Passagieraufkommens um die Hälfte, außerdem werden Passagiere vor ihrer Abreise getestet. JPM

Verband Deutscher Reeder fordert mehr Unterstützung für Seeleute

Pressemitteilung

Impfpriorität für Seefahrer / UN- und ILO-Resolutionen müssen umgesetzt werden / Crew-Wechsel zu Weihnachten ermöglichen / Bedeutung der Schifffahrt anerkennen

Bestärkt durch zwei Resolutionen der UN und ihrer Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organisation) fordert der Verband Deutsche Reeder (VDR), den Wert der Arbeit von Seeleuten stärker anzuerkennen und sie international als systemrelevant einzustufen. „Die Schifffahrt steht für 90 Prozent des Welthandels. Die Seeleute liefern uns trotz Corona auch in diesem Jahr die Weihnachtsgeschenke und viele Waren, mit denen Weihnachten zu einem besonderen Fest gestaltet werden kann. Es ist deshalb besonders bitter, wenn viele von ihnen infolge der Pandemie selbst nicht an Weihnachten zu Hause bei ihren Familien sein können, weil sie immer noch unter rigiden Reisebeschränkungen leiden“, sagt Alfred Hartmann, Präsident des VDR: „Wir fordern deshalb, dass die Resolutionen von UN und ILO gerade jetzt zu den Feiertagen, aber auch danach konsequent umgesetzt werden und Seefahrer endlich ungehinderter reisen können.“

Hartmann unterstrich den aktiven Einsatz der Bundesregierung in der UN-Vollversammlung und in der ILO. Die Vereinten Nationen hatte vergangene Woche auf ihrer Vollversammlung in New York in einer Resolution dem Personal an Bord von Seeschiffen den besonderen Status als „key worker“ zuerkannt. Jetzt folgte die ILO, deren Beschlüsse noch stärker bindend für ihre Mitglieder sind: Die 187 Staaten werden u.a. aufgefordert, kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen, um Besatzungswechsel zu ermöglichen, etwa Grenzformalitäten zu erleichtern und darüber hinaus die nötigte medizinische Versorgung des Bordpersonals sicher zu stellen. Immer noch warten weltweit schätzungsweise 400.000 Seefahrer auf Schiffen darauf, nach Ende ihres Einsatzes abgelöst zu werden. Weil sie nicht an Land gehen dürfen, Rückflüge fehlen oder ihre Heimatstaaten sie nicht einreisen lassen, bleiben Seeleute teils mehr als ein Jahr unfreiwillig an Bord.

VDR-Präsident Hartmann forderte zudem, dass Seeleute prioritär behandelt werden, wenn in nächster Zeit Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen. Der VDR hat sich dazu gemeinsam mit seinem Sozialpartner, der Dienstleistungsgesellschaft ver.di, in einem Brief direkt an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gewendet.

„Die mehr als 60.000 Seeleute an Bord von Handelsschiffen in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management leisten einen systemrelevanten Beitrag, indem sie dafür sorgen, dass Deutschland wie andere Staaten auch zuverlässig mit Lebensmitteln, Rohstoffen oder Medikamenten versorgt wird. In all den Monaten der Pandemie ist es zu keinen größeren Lieferengpässen gekommen – das haben wir insbesondere der unermüdlichen Arbeit
der Männer und Frauen an Bord zu verdanken“, sagte Hartmann: „Als Beschäftigte in einer systemrelevanten Infrastruktur sollten sie einen bevorzugten Zugang zu einem COVID-19-Impfstoff erhalten. Dies würde auch mithelfen, die dringend benötigten Crew-Wechsel wieder in weitaus größerer Zahl zu ermöglichen.“

Hartmann mahnte abschließend: „Die Pandemie macht uns deutlich, wie wichtig manche Berufe für uns sind, die wir bislang nicht genug wertgeschätzt haben. Das gilt zum Beispiel für das Personal in der Pflege und in Krankenhäusern – aber eben auch für Seefahrer, deren Arbeit auf Schiffen fernab der Küsten unsichtbar scheint, die aber für uns alle unverzichtbar ist. Ohne diese Seeleute würde der globale Handel, wie wir ihn kennen, schlicht und einfach aufhören zu existieren. Sie leisten ihren Dienst mit enormem Einsatz und gegen alle Widrigkeiten und sind deshalb Helden des Alltags.“

Text: PM Verband Deutscher Reeder (VDR)

Wegen Corona-Ausbruch vorzeitig nach Singapur zurückgekehrt

Es sollte eine weitere der gerade wieder aufgenommenen viertägigen Rundreisen von Singapur ohne Zwischenstopp und Landgang werden, zu der sich 1680 Gäste am Montag auf der Quantum of the Seas (BRZ: 168 666) nach Vorlage der obligatorischen negativen Covid-19-Testergebnisse eingeschifft hatten. Nachdem jedoch einer von ihnen, ein 83-jähriger Mann, unterwegs mit Symptomen den Schiffsarzt konsultiert hatte, wurde die Reise abgebrochen und der Infizierte nach Angaben der Lokal-Zeitung „The Straits Times“ in ein Krankenhaus eingeliefert. Das 2014 von der Papenburger Meyer Werft an Royal Caribbean International abgelieferte Typschiff der Quantum-Klasse, das bei 347,10 m Länge und 41,40 m Breite über 18 Decks verfügt und in 2048 Kabinen bis zu 4180 Gäste unterbringen kann, war am Mittwoch gegen 08.00 Uhrzeit – einen Tag früher als geplant – nach Singapur zurückgekehrt. Nach Angaben von Annie Chang, Direktorin des Tourismusverbandes von Singapur, sind inzwischen alle engen Kontaktpersonen des Erkrankten negativ auf Covid-19 getestet worden. Dennoch forderte die Schiffsleitung alle übrigen Passagiere auf, in den Kabinen zu bleiben. Sie und die 1148 Besatzungsmitglieder müssten so lange an Bord bleiben, bis die Kontaktverfolgung abgeschlossen ist, so Annie Chang. JPM

Update vom 11.12.20: Falscher Alarm

Costa Deliziosa Kreuzfahrten nach Griechenland werden bis zum 26. Dezember ausgesetzt

Pressemitteilung

Nach dem von der griechischen Regierung angekündigten landesweiten Lockdown zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie werden die einwöchigen Kreuzfahrten der Costa Deliziosa nach Griechenland vom 7. November bis 26. Dezember 2020 ausgesetzt.

Als Folge der Maßnahmen, die von der griechischen Regierung als Reaktion auf die steigende Zahl der Coronavirus-Fälle ergriffen wurden sowie den neu eingeführten Reisebeschränkungen, gibt Costa Crociere, Teil der Carnival Corporation & plc (NYSE/LSE: CCL; NYSE: CUK), heute die vorübergehende Aussetzung der Kreuzfahrten der Costa Deliziosa nach Griechenland bekannt. 

Die Costa Deliziosa – die aktuell einwöchige Kreuzfahrten ab Triest über Katakolon, Athen, Iraklion und Bari fährt – wird ihre derzeit laufende Kreuzfahrt am 7. November in Triest beenden. Danach wird das Schiff für sieben Wochen pausieren. Die Kreuzfahrten am 7. November, 14., 21. und 28. November sowie am 5. Dezember, 12. und 19. Dezember werden abgesagt. Die Wiederaufnahme des Betriebs der Costa Deliziosa ist für den 26. Dezember geplant, dann mit einer italienischen Reiseroute, die einige der schönsten Ziele an der Adria und im östlichen Mittelmeer, darunter Triest, Bari, Brindisi und Catania, besuchen wird. Weitere Destinationen der Route werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben. 

Die Entscheidung, den Kreuzfahrtbetrieb der Costa Deliziosa in Griechenland vorübergehend zu unterbrechen, ist Ausdruck unserer Verantwortung gegenüber unseren Gästen, Mitarbeitern und aller Menschen, mit denen wir in den verschiedenen Kreuzfahrtdestinationen zusammenarbeiten. Für Costa Crociere haben Umweltschutz sowie die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen der Gäste, der Mitarbeiter sowie der Menschen und Gemeinden, die die Schiffe besuchen, höchste Priorität. 

Die umfassenden Gesundheitsmaßnahmen, die von Costa Crociere in Abstimmung mit Behörden und medizinischen Experten entwickelt wurden, haben gezeigt, dass Kreuzfahrten unter erhöhten Sicherheitsbedingungen möglich sind. Seit des Restarts am 6. September haben diese Sicherheitsmaßnahmen von Costa Kreuzfahrten unter den Gästen eine sehr hohe Wertschätzung erfahren. 

Die Costa Smeralda, das zweite derzeit fahrende Costa Schiff, wird ihre Kreuzfahrten nach Italien wie geplant fortsetzen und dabei die vom Unternehmen weiter verbesserten Protokolle umsetzen. 

Costa informiert alle Gäste und Reisebüros, die von den Änderungen betroffen sind. Ihnen wird ein Schutz gemäß der geltenden Gesetzgebung garantiert. Sollte die Situation weitere Änderungen erfordern, wird Costa seine Programme umgehend anpassen und seine Gäste entsprechend informieren. 

Das Unternehmen informiert detailliert über die aktuell geltenden Hygiene-Protokolle und Maßnahmen auf seiner Website https://www.costakreuzfahrten.de/gesundheit

Text: PM Costa Crociere

MSC Cruises setzt die Abfahrten der MSC Magnifica vorübergehend aus und verlängert die Route der MSC Grandiosa im westlichen Mittelmeer bis ins Jahr 2021

Pressemitteilung

  • Aufgrund erheblicher Einschränkungen der Reisefreiheit in wichtigen Quellmärkten für die MSC Magnifica wird MSC Cruises weitere Abfahrten der MSC Magnifica vom 8. November bis zum 18. Dezember 2020 vorübergehend aussetzen.
  • In der Zwischenzeit wird die MSC Grandiosa ihre aktuelle Route im westlichen Mittelmeer bis März 2021 fortsetzen und das strikte, bereits bestehende Gesundheits- und Sicherheitsprotokoll wird um zusätzliche Maßnahmen erweitert.
  • Die MSC World Cruise 2021 wurde ebenfalls abgesagt, da viele Häfen entlang ihrer Reiseroute aufgrund der Pandemie nicht verfügbar sind.
  • Nach der vorübergehenden Pause wird die MSC Magnifica ihre derzeitige Reiseroute bis April 2021 fortsetzen.

MSC Cruises gab heute bekannt, dass angesichts der weltweiten Pandemie mit erheblichen Reisebeschränkungen in wichtigen Quellmärkten für die MSC Magnifica zu rechnen ist und weitere Abfahrten daher vorübergehend ausgesetzt werden müssen. Dies betrifft die Abfahrten vom 8. November bis 18. Dezember 2020.

In der Zwischenzeit wird die MSC Grandiosa ihre derzeitigen Fahrten fortsetzen und bis ins nächste Jahr hinein verlängern. Das Flaggschiff des Unternehmens wird seine derzeitige 7-Nächte-Reise im westlichen Mittelmeer mit Einschiffung in Genua, Civitavecchia, Neapel und Palermo (Italien) sowie einem Zwischenstopp in Valetta (Malta) bis zum 27. März 2021 fortsetzen. 

Darüber hinaus werden auf der MSC Grandiosa weitere Maßnahmen im Rahmen des bestehenden und umfassenden Gesundheits- und Sicherheitsprotokolls von MSC Cruises zur Anwendung kommen, zu denen die folgenden Punkte gehören:

  • Zusätzliche Tests an Bord für alle Gäste in der Mitte der Kreuzfahrt (zusätzlich zu den bestehenden umfassenden Tests vor dem Einschiffen für alle Gäste)
  • Die Tests für die gesamte Besatzung während ihrer Zeit an Bord werden von zweimal pro Monat auf wöchentlich erhöht (zusätzlich zu den Tests vor der Einschiffung für die gesamte Besatzung und anderen laufenden Gesundheitsüberwachungsmaßnahmen)
  • Erhöhte Desinfektions- und Hygienemaßnahmen an Bord, insbesondere in den öffentlichen Bereichen und an stark frequentierten Touchpoints
  • Nahe Kontakte werden bei der Nachverfolgung strenger definiert. Pro Kontakt gilt nun ein Zeitfenster von 10 statt 15 Minuten.

Das Gesundheits- und Sicherheitsprotokoll von MSC Cruises wurde von Anfang an so konzipiert, dass es an die Entwicklung der Pandemie an Land angepasst werden kann, um den bestmöglichen Schutz für Gäste, Besatzungsmitglieder und die Gemeinden, die die Schiffe besuchen, zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurden die zusätzlichen Maßnahmen in den vergangenen zwei Wochen an Bord der beiden derzeit auf See befindlichen Schiffe des Unternehmens aktiviert. 

MSC Magnifia, Foto: enapress.com

Im Zusammenhang mit der Gesundheitssituation an Land und insbesondere damit, dass die meisten Häfen auf der Route nicht verfügbar sind, sieht sich MSC Cruises gezwungen, seine World Cruise 2021 an Bord der MSC Magnifica abzusagen. Die Gäste werden separat kontaktiert, um die Optionen für eine Umplanung zu erfahren.

Wenn die MSC Magnifica nach ihrer vorübergehenden Pause den Betrieb wiederaufnimmt, wird sie ab dem 18. Dezember 2020 zunächst zu einer 8-Nächte-Weihnachtskreuzfahrt starten, bevor sie wieder die 10-Nächte-Reiseroute durch das östliche und westliche Mittelmeer bis Ende April 2021 durchfährt.

Weitere Informationen zu den Reiserouten der MSC Grandiosa und der MSC Magnifica sowie unserem Gesundheitsprotokoll finden Sie auf der MSC Website.

Text: PM MSC Cruises