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Norwegen verschärft Corona-Testpflicht

Seit dem 18. Januar müssen sich Personen, die aus Ländern und Gebieten mit Quarantänepflicht nach Norwegen einreisen, bereits an der Grenze einem Corona-Test unterziehen. Damit verschärft das Land die ohnehin strengen Einreiseregeln weiter.

Menschen, die sich ohne triftigen Grund nicht testen lassen wollen, können mit Geldstrafen belegt werden und müssen die Quarantäne in Quarantänehotels verbringen. Bisher war ein Test bei Personen, die sich in einem Gebiet mit Quarantänepflicht aufgehalten haben, spätestens 24 Stunden nach ihrer Ankunft in Norwegen notwendig. Die Tests sind kostenlos.

Die Tests erfolgen an Grenzübergängen in Norwegen. Personen, die falsche Covid-19-Tests vorlegen, werden ausgewiesen, erklärt die Ministerin für Justiz und Notfallmanagement, Monica Mæland.

Foto: Jens Meyer

28 von 38 Grenzübergängen verfügen über Testkapazitäten. Von den zehn Grenzübergängen, für die derzeit keine Teststation vorhanden ist, wurden sechs geschlossen: Neiden / Sør-Varanger, Narvik Airport Evenes, Sandvika / Ådalsvollen, Kristiansund Airport Kvernberget, Molde Airport Årø und Linna / Åsnes). An den vier Grenzstationen ohne Testkapazität werden Test in begrenztem Umfang ermöglicht. Dies gilt für die Grenzstationen Tana, Karasjok, Kautokeino und Røros. Dies bedeutet, dass Personen mit Testanforderungen die Grenze nur während des Zeitraums überschreiten können, wenn ein Testangebot verfügbar ist. Außerhalb dieses Zeitraums ist der Grenzübergang für diese Personen gesperrt. Personen, die von der Pflicht zur Prüfung an der Grenze befreit sind, können während der anderen Öffnungszeiten, in denen die Grenzstation besetzt ist, die Grenze passieren.

Mæland erinnerte auch daran, dass vor der Einreise ein Registrierungsformular für digitale Einträge ausgefüllt werden muss. Darüber hinaus müssen ausländische Arbeitnehmer ihren geeigneten Wohnsitz vom Arbeitgeber bestätigen lassen. 

Überblick über die 32 legalen Grenzübergänge an der norwegischen inneren Schengen-Grenze:

Polizeidistrikt Grenzübergangspunkt Öffnungszeiten Grenze
Finnmark Polmak / Tana 08.00-20.00 Land
Finnmark Karigasniemi / Karasjok 08.00-20.00 Land
Finnmark Kivilompolo / Kautokeino 08.00-20.00 Land
Troms Tromsø Flughafen Langenes bei der Ankunft Luft
Troms Der Heilige Wald (Kilpis) 24 Stunden Land
Nordland Bodø Flughafen bei der Ankunft Luft
Nordland Bjørnfjell 24 Stunden Land
Nordland Junkerdalen 24 Stunden Land
Nordland Umbukta 24 Stunden Land
Trøndelag Flughafen Trondheim Værnes bei der Ankunft Luft
Trøndelag Storlien 24 Stunden Land
Trøndelag Vauldalen / Røros 24 Stunden Land
Møre und Romsdal Ålesund Flughafen Vigra bei der Ankunft Luft
Westen Bergen Flughafen Flesland bei der Ankunft Luft
Westen Bergen Hafen bei der Ankunft Meer
Südwesten Stavanger Flughafen Sola bei der Ankunft Luft
Südwesten Haugesund Flughafen Karmøy bei der Ankunft Luft
Südwesten Risvika Hafen bei der Ankunft Meer
Agder Kristiansand Flughafen Kjevik bei der Ankunft Luft
Agder Kristiansand Hafen bei der Ankunft Meer
Süd-Ost Sandefjord Airport Torp bei der Ankunft Luft
Süd-Ost Larvik Hafen bei der Ankunft Meer
Süd-Ost Hafen von Sandefjord bei der Ankunft Meer
Süd-Ost Langesund Hafen bei der Ankunft Meer
Inland Støa 08.00-21.00 Land
Inland Magnormoen 24 Stunden Land
Inland Riksåsen 08.00-15.30 Land
Osten Oslo Flughafen Gardermoen bei der Ankunft Luft
Osten Ohr 24 Stunden Land
Osten E6 – Neuer Svinesund 24 Stunden Land
Osten Bjørkebekk 08.00-15.30 Land
Oslo Hafen von Oslo bei der Ankunft Meer

Die geltenden Ausnahmen von den aktuellen Testanforderungen werden beibehalten. JPM

Hygienekonzept im Umgang mit COVID-19 für die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 durch SGS INSTITUT FRESENIUS verifiziert

Pressemitteilung

Die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 haben ein verifiziertes Hygienekonzept im Umgang mit COVID-19: Das bestätigte das unabhängige SGS Institut Fresenius und stellte beiden Schiffen ein Hygiene-Zertifikat aus. Bereits im Herbst waren die Auditoren an Bord der Schiffe gegangen und hatten in umfangreichen Audits alle Bereiche an Bord – vom Check-In, über Kabinenreinigung, Bars & Restaurants, Küchenhygiene, öffentliche Bereiche, Programm an Bord, Sport & Fitness sowie das Bordhospital – geprüft.

TUI Cruises bietet nach einem viermonatigem Shutdown seit Ende Juli wieder Kreuzfahrten an. Seitdem fanden über 50 Reisen mit über 45.000 Gästen statt – ohne Zwischenfälle. An Bord gilt das strenge und jetzt verifizierte Hygienekonzept. So kommen die Gäste beispielsweise nur mit negativem Testergebnis an Bord. Dieser Test wird von TUI Cruises organisiert und ist im Reisepreis inkludiert. Aktuell fährt die Mein Schiff 2 entlang der Kanaren, die Mein Schiff 1 wird ab dem 17. Dezember ebenfalls zu Kanarenfahrten aufbrechen.

Text: PM TUI Cruises

Tauziehen um die Astor

Eine Gruppe von Freunden der Astor um den ehemaligen Kreuzfahrtdirektor Thorsten Busch will versuchen, das Schiff vor dem Abwracken zu retten und einer neuen Kreuzfahrtzukunft zuzuführen. Die Astor ist am heutigen Tag auf ihrem geplanten Weg zum Beachen in der Türkei vor der griechischen Küste angelangt. Sollte sie jetzt Richtung Piräus abbiegen, wäre das ein erster Hoffnungsschimmer. Mit dem neuen Besitzer steht die Gruppe über einen Schiffsbroker in Kontakt.

Der Initiator der Aktion „Rettet die Astor“ beantwortete an Bord.de die wichtigsten Fragen.

Wie viele Kaufinteressenten sind heute im Gespräch?

Der Makler sprach von drei Interessenten.

Könnte das eine Art Poker sein, um die Preise zu steigern? Und wie hoch soll dieser Preis sein?

Möglich ist es natürlich. Nach Auskunft des Brokers soll er bei 3,5 bis 4 Millionen Euro liegen. Realistisch könnte auch sein, dass er auf 2.8 bis 3 Millionen runter geht.

Thorsten Busch, Foto: privat

Das wäre schon ein stolzer Aufpreis nur für eine Überführung…

Wenn es keine anderen Interessenten gäbe, also nur uns, dann wäre vielleicht auch ein Preis von 2,4 Millionen realisierbar. Das wäre für den derzeitigen Eigner immer noch ein Gewinn von 700.000 Euro, das wäre sicher mehr als der zu erzielende Stahlpreis, der ja in diesen Tagen nicht sonderlich hoch ist. Er würde also mit dem Schiff kein Geld verdienen.

Sie brauchen also finanzielle Hilfe. In welcher Form?

Wir benötigen dringend feste Absichtserklärungen, also keine sofortigen Überweisungen. Es dreht sich ja um einen Fond, auch aus Sicherheitsgründen für die Investoren. Auch Bürgschaften würden gehen. Je mehr wir aufbringen, desto besser, auch um die ersten Betriebskosten zu bestreiten.

Wenn es klappen würde, wann würden Sie das Schiff übernehmen?

Das könnten wir verhandeln – es in Covid-Zeiten zu machen, wäre nicht sinnvoll. Bis zur Übergabe könnten also zwischen sechs Monaten und über einem Jahr vergehen.

Das Geld geht in einen Fond – könnte man sich theoretisch damit einen bestimmten Teil des Schiffes wie eine Kabine reservieren?

Absolut. Das könnte auch das Zugriffsrecht auf eine Kabine beinhalten. Einen Fond-Anteil bekommt man ohnehin. Auch die Umwandlung in ein schwimmendes Seniorenheim war schon einmal angesprochen worden. Es wäre aber nicht so gut, das Schiff nur einer bestimmten Altersklasse zuzuordnen. Wenn aber jemand zum Beispiel eine Kabine bis an sein Lebensende behalten möchte, wäre dies sicher machbar. Die meisten älteren Gäste wollen auch kein Megaschiff, sondern ein überschaubares „echtes“ wie die Astor. Da fühlen sie sich am wohlsten.

Post in der Facebook-Gruppe „Projekt Rettung MS ASTOR“:

Momentan fährt die MS ASTOR einen Zickzack Kurs vor Griechenland.
Woran könnte das liegen?

Hoffentlich daran, dass wir bis Montag Zeit haben ein akzeptables Kaufangebot abzugeben, um die MS Astor vor der Verschrottung zu retten. Wir bemühen uns weiterhin um einen Hauptinvestor oder mehrere Investoren, und auch wenn es ein paar Personen in dieser Gruppe für unseriös halten, darum einen Fond zu gründen, damit Investoren einen Gegenwert erhalten. Dafür wurde eine etablierte, namhafte, bundesweit tätige Fondgründungsgesellschaft kontaktiert, die bereit ist, uns zu helfen. Der vom Schiffsmakler genannte Kaufpreis liegt deutlich über dem in der Auktion gezahlten Preis von 1,7 Millionen Euro. Unser Konzept sieht vor, dass Schiff weiterhin als Kreuzfahrtschiff zu betreiben, aber auch zusätzlich als Hotelschiff zu besonderen Anlässen mit Hotelknappheit zu operieren, wie Cruise Days, Hafengeburtstag, Hanse Sail, Kieler Woche und Messen, wie die INTERNORGA etc. Bedient werden soll der deutsche, französische und australische Markt. Dafür haben wir 2 Charterer ausfindig gemacht, die uns schonmal einen Teil des Risikos abnehmen. Wir möchten weitere Kooperationen mit Reiseveranstaltern und weiteren Charterern eingehen, die vorher auf kleine, eigene Schiffe gesetzt hatten, diese aber allein nicht voll bedienen konnten wie z.B. Phoenix etc. Selbstverständlich denken wir auch daran besondere Service Angebote, wie die Dialyse Station wieder anzubieten, da es dieses Segment auf dem Markt selten zu finden ist und fast ein Alleinstellungsmerkmal war. Auch haben wir bereits Verbindung zu Experten wie Reiseveranstaltern und Reedereien aufgenommen um Partner / Unterstützung für Crewing, Booking, Loadings, Bunkering etc. zu bekommen. Auch diese Gespräche waren sehr positiv. Zudem haben uns sehr viele ehemalige Mitarbeiter/innen Unterstützung mit Rat und Tat zugesagt. Wir kommen zu dem Schluß, dass wir mit diesen vielen Kooperationspartnern eine sehr realistische Chance auf dem Markt haben werden. Um das aber alles realisieren zu können müssen wir jedoch auf einen Gesamtbetrag oberhalb 2 Millionen Euro kommen, ansonsten heißt es „Goodbye MS Astor“. ? Laut Schiffsmakler kann man nach einem Kauf zwischen 6 und 18 Monate als Auslieferungsfenster verhandeln. Das würde einen Teil der Pandemie überbrücken und in der Zeit würden keine weiteren Kosten für den Käufer auflaufen! Zusagen für Hilfen werden erbeten per Mail unter: ig.msa.germany@web.de  oder  rettung-ms-astor87@web.de