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Anton Götten Reisen mit neuem Gruppen-Katalog 2022 für CroisiEurope-Flusskreuzfahrten

Pressemitteilung

Anton Götten Reisen geht mit seinem neuen Gruppenkatalog Flusskreuzfahrten für 2022 an den Start. Der Saarbrücker Reiseveranstalter verzeichnet bei seinen Partnern bereits eine starke Nachfrage für die Angebote des nächsten Jahres, die er gemeinsam mit der französischen Reederei CroisiEurope auflegt. Nachdem für die laufende Saison, die Corona-bedingt schwächer angelaufen ist, die Tendenz für Buchungen ab dem Sommer jetzt nach oben zeigt, geht Anton Götten Reisen auch sehr zuversichtlich in das Gruppengeschäft für das kommende Jahr.

Eine große Anzahl der Flusskreuzfahrten wird als deutschsprachiger Vollcharter angeboten. Dabei gehört auch 2022 wieder die „Vollpension Plus“ zu den Serviceleistungen, bei der die Getränke zu den Mahlzeiten und an der Bar inklusive sind. Für seine Partner hat der Veranstalter ein Rundum-sorglos-Paket geschnürt, das neben der Verwaltung der Kabinen-Kontingente auch die Koordination der Ausflüge, die Reiseausschreibung inklusive Bilder und diverse weitere Leistungen umfasst. 

Die Reisedestination Deutschland, die an Wertschätzung stark gewonnen hat, bedient CroisiEurope 2022 mit einer neuen Route. Ganz im Zeichen der deutschen Romantik wird die Flusskreuzfahrt der MS Mona Lisa stehen, die über Anton Götten Reisen zu buchen ist. Auf dem Neckar, der eines der kurven- und abwechslungsreichsten Flusstäler Deutschlands geschaffen hat, führt die Reise von Stuttgart aus über Ludwigsburg, Heilbronn, Eberbach nach Heidelberg und weiter über den Rhein bis nach Straßburg.

Die fünftägige Kreuzfahrt auf der MS Mona Lisa umfasst neben der Vollpension an Bord inklusive Getränke auch die Landausflüge, z.B. zum Residenzschloss in Ludwigsburg, zum Kloster Maulbronn oder eine Stadtführung in Heidelberg. Die Reise, die vom 25. bis 29. September und vom 8. bis 12. Oktober 2022 stattfindet, ist pro Person in der Außenkabine ab 798 Euro buchbar.

Im neuen Gruppen-Programm 2022 für den deutschen Markt bietet Anton Götten Reisen als Generalagent für CroisiEurope wie gewohnt sein großes Portfolio an Flusskreuzfahrten auf über 20 Flüssen in Europa, Afrika und Asien an. Darunter sind die weiterhin besonders nachgefragten Klassiker auf Donau, Rhein, Rhône und Seine, aber auch Reisen auf dem Guadalquivir oder dem Mekong.

Text: PM Anton Götten

Ein kleines Schiff, ein kleiner Kontinent

Frankreich hat einen eigenen Erdteil? In der Tat, denn Korsika, die Mittelmeerinsel der Grande Nation, hat so viele Gesichter, dass man von einem Kontinent sprechen könnte. Oliver Schmidt hat das dazu passende Schiff ausprobiert, mit dem die Straßburger Reederei CroisiEurope seit Sommer 2020 die Insel in Wochentörns umrundet: die La Belle des Océans.

Wusste ich’s doch: Franzosen kann so leicht nichts erschüttern. Das Defilee, das sich von der Lounge zum Restaurant wälzt, vorbei an der charmant lächelnden Reiseleiterin Morgan aus Montpellier, ist lediglich um ein modisches Accessoire reicher geworden. Die Maske gibt es im Tigerlook und mit Eiffelturm, mit fischigen Schuppen und als aufgerissenes Haifischmaul, aber auch in schlichtem Schwarz oder als Trikolore.

Wichtig ist, dass sie mit bewundernswerter Disziplin getragen wird, ohne Ausnahme und vor allem ohne, dass sie einer erwähnt. Über indiskutable Notwendigkeiten muss man weder Zeit noch Laune verlieren. Wer das Spiel beobachtet, beginnt langsam, Ulrich Wickerts Buchtitel zu verstehen: „Vom Glück, Franzose zu sein.“

CroisiEurope ist eine französische Reederei. Freilich sitzt sie im Elsass und freilich spricht die Eignerfamilie Schmitter Deutsch so gut wie Französisch, aber was zählt, ist die Nonchalance der Gäste, sind die exzellenten Weine, die inkludiert sind und augenzwinkernd nachgeschenkt werden, und natürlich das frischeste Baguette, das es auf irgendeinem Kreuzfahrtschiff der Welt geben kann. Damit sind alle Komponenten beieinander, die ein französischer Bricoleur bräuchte, um sich selbst ein kleines Traumschiff zu zimmern. Hier ist es aber viel besser: Das stählerne Fundament, auf dem sich das Dîner à la française ereignet, ist ein solides, seit 30 Jahren bewährtes Kreuzfahrtschiff, das bis vor gut einem Jahr in der Luxusflotte von Silversea seinen Dienst versah. Da hatte es einen englischen Kunstnamen und hieß Silver Discoverer, vormals Clipper Odyssey. Erst in Frankreich wurde es namentlich geadelt: La Belle des Océans – die Schöne der Ozeane.

Ihr Ziel ist so französisch wie ihre Atmosphäre. Ihre erste Sommersaison hat sie, Pandemie hin oder her, im wochenweisen Einsatz rund um die Insel Korsika verbracht. Für Franzosen ein beinahe heiliges Eiland – Napoleon wurde hier geboren und die Tochter von Gustave Eiffel hier bestattet –, für Deutsche ein Geheimtipp. Die Ein- und Ausschiffung erfolgt in Nizza, gut zu erreichen von deutschen Flughäfen und mit einem Landeanflug verbunden, der die ganze Schönheit der Côte d’Azur erst vor die Flugzeugfenster und dann vor die Bullaugen des Schiffes zaubert. In der ersten Nacht zaubert nicht Napoleon, sondern Neptun, Meeresgott aus dem nahen Italien (denn einen eigenen haben die Franzosen nicht – eigentlich merkwürdig) eine Oberfläche auf das Ligurische Meer, die so kreativ ist wie die Farben in den Gesichtern der neuen Passagiere, die nach dem Dinner vorsichtig zu Bett wanken, um noch ein Weilchen dem Tanz auf den Wellen den Tanz in den Mägen folgen zu lassen….

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Fotos: Oliver Schmidt, enapress.com

Durchs Herz von Frankreich

Die Oberleitungsmasten fliegen nur so vorbei. Kurz nachgerechnet ergibt sich ein Tempo von 360 Sachen. Der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV lässt bei Peer Schmidt-Walther keinen Gedanken daran aufkommen, schon bald komplett ausgebremst zu werden – auf dem Péniche-Kabinenschiff DEBORAH.

Briare, in der Region Loiret. Das kleine Städtchen liegt an der Grenze zum Burgund, wo auch der Verbindungskanal zwischen Seine und Loire mündet. Schon 1642 wurde hier nach 38 Jahren Bauzeit der Briare-Kanal fertiggestellt, der erste größere in Europa. Wasser und Land sind hier also eng miteinander verflochten, wofür nicht nur die zahlreichen Brücken und Schleusen ein beredtes Indiz sind. Früher wurden die Waren der Loire-Schiffe im seeartigen Hafen auf die großen Kanalfrachter umgeschlagen. Seinen Wohlstand verdankt Briare daher im Wesentlichen der Binnenschifffahrt. Was man nicht nur an den stattlichen Häusern, der mächtigen Kirche Église Saint-Etienne und zwei Schlössern ablesen kann, sondern auch im Schifffahrts-Museum des Deux Marines et du Pont Canal erfährt. Ein Besuch lohnt sich allemal, bevor man an Bord geht.

Charme nautique außen und innen

Erste Begegnung im Port de Commerce am Quai Mazoyer. Sie wirkt – blau-weiß und auf Hochglanz poliert – mit ihren 38 Metern geradezu wie ein Koloss inmitten der kleinen Hausboote. Am bulligen Steven der in blitzenden Stahllettern angeschweißte Name: DEBORAH. „Charme nautique“. So jedenfalls liest man es am Marina-Gebäude gegenüber. Passt!Ein junger, schwarzbärtiger Typ mit Basecap, T-Shirt und Jeans will sich gerade auf sein Klapprad schwingen. Er stoppt abrupt: „You are…? Per kräftigem Handschlag gibt er sich lachend als Kapitän zu erkennen. Rodolphe Magnin aus Lyon ist zwar erst 35, aber Chef „seines Dampfers“. „Wir haben noch viel Zeit“, tritt er schließlich in die Pedalen und verschwindet hinter Rosenbüschen in einer Gasse Richtung Stadt. Seine Freizeit ist knapp bemessen, denn ab 19 Uhr startet der Gäste-Empfang im Salon.Auch Célia Pszczolka, die Purserin, empfängt einen herzlich strahlend. Auf dem Treppenpodest eine Orchidee und ein Schild mit den Namen der Passagiere. Eine gute Idee! So kommt man vielleicht schneller ins Gespräch, wenn man sich persönlich ansprechen kann. Hier genügt der Vorname. Joana mit dem unweiblichen Nachnamen Casanova führt hinab aufs Kabinendeck.

Debut und Gourmet-Menü

Stilvoll und absolut modern in Grau, Blau und Weiß gehalten, fühlt man sich gleich wohl in dem kleinen Reich für sieben Tage. Stauraum ist dennoch genügend vorhanden und das Bad erstaunlich geräumig. Bis ans Fenster gluckert das grüne Kanalwasser.
Der Sekt perlt in den Gläsern, während die sechsköpfige Crew ihr Debut gibt. Beifall ist die Belohnung dafür.Im sonnendurchfluteten Restaurant indes hat sich bereits Christophe Muller aufgebaut wie auch später zweimal am Tag. Der gewichtige Elsässer, in blendendem Weiß mit hoher, steifer Mütze, wartet auf die hungrige Gäste-Meute. Seine Menü-Folge lässt einem schon vorab das Wasser im Munde zusammenlaufen: Spargel, Entenbrust, eine lokale Käseauswahl, Erdbeer-Mousse und Weine. Produkte, wie Christophe betont, die frisch aus der Region stammen und ein Bio-Siegel führen. Gespannt sind auch die belgischen Tischnachbarn Christiane, René und Pierre, mit denen schnell eine muntere Unterhaltung in Gang kommt. Wir beschließen spontan zusammenzubleiben, obwohl freie Tischwahl herrscht.
Geradezu angeflogen kommt die blonde estnische Serviererin Egle Lukoseviciote aus Klaipeda, dem früheren Memel…..

Fotos: PSW, CroisiEurope, Shutterstock.com

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