Schlagwort: Expeditionskreuzfahrt

Luxus-Expeditionen zu Pinguinen, Eisbergen und Gletschern

Aviation & Tourism International präsentiert Antarktis-Specials mit der „Crystal Endeavor“ – Außergewöhnliches Schiff mit Sechs-Sterne-Service

Pressemitteilung

Für den bevorstehenden antarktischen Sommer präsentiert Aviation & Tourism International (ATIWORLD) mehrere Reise-Specials an Bord der erst im vergangenen Sommer in Stralsund getauften „Crystal Endeavor“. Das rund 20.000 Tonnen große Schiff mit Sechs-Sterne-Service gilt als die derzeit größte und luxuriöseste Expeditionsyacht der Welt und wird seine Gäste von Dezember 2021 bis Anfang März 2022 zu den faszinierenden Schönheiten des südlichsten Kontinents unserer Erde führen. ATIWORLD offeriert insgesamt sechs Abfahrten einschließlich zahlreicher Extraleistungen wie die Nonstop-Flüge ab/bis Miami und eine Hotelübernachtung in Ushuaia auf Feuerland, dem Abfahrtshafen für die Entdeckerreisen in die Antarktis. 

Crystal Endeavor, Foto: enapress.com

Expeditionsreisen auf höchstem Niveau 

Die zwölf- bis 20-tägigen Antarktis-Expeditionen der „Crystal Endeavor“ führen zunächst durch die Drake Passage und weiter zu besonderen Zielen wie Elephant Island, die Süd-Shettlandinseln, Paradise Bay und natürlich zur antarktischen Halbinsel mit ihren Eisbergen und Gletschern. Auch stehen die Chancen gut, Wale oder Pinguine in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können. Die Expeditionsteilnehmer der Reise-Specials von ATIWORLD erleben diese einzigartige Natur und Landschaft an Bord eines Expeditionsschiffes, das keine Wünsche offenlässt. Maximal 200 Gäste werden von den 200 Crewmitgliedern umsorgt. Die Ausflüge finden mit Zodiac-Schlauchbooten und unter der Führung ausgewiesener Experten für die Region statt. Die preisgekrönte, von Michelin-prämierten Köchen inspirierte Küche sowie die erlesene Auswahl an Weinen, Champagnern und Spirituosen runden dieses außergewöhnliche Seereiseerlebnis ab.  

ATIWORLD-Reise-Specials mit vielen Extras 

ATIWORLD bietet die Expeditionen als Paket zusammen mit den Nonstop-Flügen ab/bis Miami, je einer Hotelübernachtung in Miami und Ushuaia, den Transfers zum/vom Schiff sowie einem exklusiven Bordguthaben von 1.000 US-Dollar an. Preisbeispiel: Die Reisen ab 9. Dezember 2021, 4. Januar 2022 und 3. Februar 2022 mit elf Übernachtungen an Bord der „Crystal Endeavor“ kosten pro Person in der Deluxe-Veranda-Suite (2er Belegung) ab 15.790 Euro. 

Auf Wunsch organisiert der renommierte Reiseveranstalter auch die Anreise ab Deutschland, Österreich und der Schweiz, ebenso einen Aufenthalt in Florida zum Sonnetanken vor oder nach der Antarktisexpedition. Darüber hinaus arbeitet ATIWORLD mit ausgewählten Reisebüros zusammen. 

Weitere Informationen zu den Antarktis-Reise-Specials mit der „Crystal Endeavor“ erteilt ATIWORLD unter Telefon +49 (0)6023 917150 sowie per E-Mail an info@atiworld.de.

Text: PM ATIWORLD

Taufe und Stapellauf für zwei von Vantage gecharterte SunStone-Expeditionskreuzer

OCEAN EXPLORER-Taufpatinnen: Patricia Lewis und Deirdre Dirkman, Foto: Vantage

Zwei Tage nach dem Stapellauf der bei der chinesischen Werft China Merchant Heavy Industries (CMHI) in Haimen für Rechnung der in Miami ansässigen Reederei SunShips Inc. in Bau befindlichen Expeditionskreuzfahrtschiff Ocean Odyssey ist das dort für den gleichen Eigner erstellte Schwesterschiff Ocean Explorer am 25. Oktober am Raymond L. Flynn Cruiseport-Terminal in Boston getauft worden. Sowohl die am 13. Juli d. Jahres abgelieferte Ocean Explorer (IMO-Nr. 9883194) als auch 2022 folgende Schwester Ocean Odyssey, die zu der von SunStone bestellten Serie von mehr als einem halben Dutzend Expeditionskreuzern der Infinity-Klasse gehören, werden von Vantage Deluxe World Travel in Langzeitcharter beschäftigt.

Ocean Explorer, Foto: Ulstein

Der Täufling ist nach der im September 2019 und im Oktober des gleichen Jahres in von Aurora Expeditions als Charterer in Dienst gestellten Typschiff Greg Mortimer die zweite Einheit dieser Serie und das erste seegehende Expeditionskreuzfahrtschiff von Vantage Deluxe World Travel, einem bisher mit eigenen Flusskreuzern der Luxusklasse auf dem Rhein, Main, Mosel und Seine sowie mit Charterschiffen in Portugal, Mittelmeerraum, Russland, Asien sowie Nord-, Zentral und Südamerika tätigen Anbieter.

Die Taufe des weltweit auf 15 Routen in Europa, den Neuenglandstaaten und Kanada, Südamerika, Antarktis sowie Arktis zum Einsatz kommenden Neubaus wurde in Anwesenheit von Vantage-Gründer und Chairman Henry R. Lewis und geladenen lokalen Persönlichkeiten von gleich zwei Patinnen vollzogen: Patricia Lewis, der Frau des Vantage-Gründers, und Deirdre Diekman, Vice President of Worldwide Operations.

Stappellauf der Ocean Odyssey

Der am 16. Dezember 2019 auf Kiel gelegte, am 12. August 2020 vom Stapel gelaufene und am 14. Juli 2021 von SunStone übernommene Neubau basiert auf dem Entwurf CX103 der norwegischen Werft Ulstein und verfügt über den charakteristischen Bug in Ulsteins patentiertem X-Bow-Design.

Die 104 m langen, 18 m breiten und 5,1 m tiefgehenden Schiffe erfüllen die Vorschriften für die Eisklasse 1 A, Polar Code 6 und verfügen über dynamische Positionierung (DP), Zero-Speed-Stabilisatoren und sind durch ihre redundante Antriebsanlage mit zwei Maschinenräumen, zwei Propellern und zwei Rudern für den Safe-Return to Port (SRtP) ausgerüstet. Die Ocean Explorer ist mit 77 Doppel- und 15 Einzelkabinen ausgestattet. Zur Ausrüstung des unter Bahamas-Flagge fahrenden 15,5 kn-Schiffes gehören u.a. über 22 Zodiacs.

Foto: Vantage
Foto: Vantage

Nach der als drittes Schiff der Serie am 12. Oktober 2021 abgelieferten und in der Wintersaison von Albatros Expeditions sowie in der Sommersaison von Victory Cruise Lines zu beschäftigenden Ocean Victory soll in diesem Jahr noch die am 18. März 2021 vom Stapel gelaufene Sylvia Earle geliefert und in eine Langzeitcharter bei Aurora Expeditions angeliefert werden. Derzeit befindet sich neben der Ocean Odyssey noch die ebenfalls 2022 als sechstes Schiff der Serie zu liefernde Ocean Albatros in Bau, die von Albatros Expeditions eingechartert wurde. JPM

Zurück in der Antarktis

Die Scenic Eclipse startet wieder zu Ultra-Luxus Expeditionsreisen Richtung ewiges Eis und sorgt mit einem weiterentwickelten Schiff und neuen Erlebnissen für Wow-Momente

Pressemitteilung

Als eines der ersten Kreuzfahrtschiffe kehrt die Scenic Eclipse, The World’s First Discovery Yacht™, am 7. Januar 2022 zurück in die Antarktis und startet dort zu Expeditionsreisen der Extraklasse. Rob Voss, COO der Scenic Group, zu dieser Ankündigung: „Unsere Crew und unsere Mitarbeiter sind hocherfreut, die Gäste wieder an Bord unserer Weltklasse-Yacht Scenic Eclipse begrüßen zu können. Neben der Möglichkeit, als eine der ersten Kreuzfahrtgesellschaften nach fast zwei Jahren ohne Besucher in die Antarktis zurückzukehren, freuen wir uns auch darauf, verschiedene Verbesserungen an Bord der Scenic Eclipse zu präsentieren – von denen einige auf das Feedback unserer Gäste zurückzuführen sind.“ Weitere Informationen unter www.scenic.eu.

Foto: Scenic

Die 14-tägige Scenic-Reise „Antarctica in Depth“ zeigt die endlosen, unberührten Landschaften der Antarktis und ihre einzigartige, beeindruckende Tierwelt. Ab Ushuaia, Argentinien, verbringen die Gäste sechs volle Tage mit der Erkundung der Antarktischen Halbinsel, oft mit mehreren Landgängen pro Tag, was durch die Begrenzung auf 200 Gäste an Bord der Scenic Eclipse möglich ist. Die Höhepunkte variieren dabei je nach Wetterlage und umfassen die Durchfahrt durch den atemberaubenden, elf Kilometer langen Lemaire-Kanal, wo steile Klippen die mit Eisbergen durchsetzte Passage säumen, die Möglichkeit, eine wissenschaftliche Forschungsstation zu besuchen und mit dem Team über das Leben unter diesen harten Bedingungen zu diskutieren, die Erkundung einer verlassenen Walfangstation, die Besteigung eines Vulkankraters und – bei günstigen Bedingungen – die Möglichkeit, den antarktischen Polarkreis auf 66°33′ Süd zu überqueren.

„Die Saison 2022 wird wie keine andere sein, da nur wenige Expeditionslinien im Einsatz sind“, so Jason Flesher, Expedition Operations Manager – Scenic Discovery Yachts. „Die Antarktis ist fast zwei Jahre lang nicht mehr von Touristen besucht worden, so dass wir unglaubliche Begegnungen und Erlebnisse mit der Tierwelt erwarten. Die Leidenschaft unserer erfahrenen Discovery-Teammitglieder für diesen Teil der Welt wird dazu beitragen, diese einzigartige Region für unsere Gäste lebendig werden zu lassen.“ 

Aktiv oder lieber beeindruckend? Passagiere können aus zahlreichen täglichen Ausflügen wählen: mit Zodiacs zwischen den Eisformationen kreuzen, mit Kajaks oder Stand Up Paddle Boards zwischen Eisbergen navigieren, während darunter die Wale essen, an Land gehen, um die riesigen Pinguinkolonien und Robben zu sehen und zu fotografieren oder Wanderungen mit erfahrenen Meeresbiologen und Geologen auf unberührten Pfaden unternehmen – die Auswahl an Aktivitäten für Gäste der Scenic Eclipse ist groß. Ein sicherlich unvergessliches Erlebnis ist die Erkundung der Unterwasserwelt mit dem eigens für sechs Gäste gebauten U-Boot Scenic Neptune, das beeindruckende Fahrten tief unter der Meeresoberfläche ermöglicht. Gäste genießen hier einen 280°-Blick auf die Natur und das reiche Meeresleben. Alternativ können Passagiere auch mit einem der beiden hochmodernen Airbus-Hubschrauber für sechs Personen abheben – ein einmaliger Blick über die Antarktis ist dabei garantiert.

Die Scenic Eclipse bietet viele luxuriöse Räume und Erlebnisse an Bord. Vorträge und Bildungsprogramme des fachkundigen Discovery-Teams im hochmodernen Theater der Yacht und die von „B My Guest“ produzierte Unterhaltung ergänzen die vielen Annehmlichkeiten an Bord. Das weitläufige Senses Spa (550 m²) bietet verschiedene Bereiche für Entspannung und Wohlbefinden, während das PURE: Yoga- und Pilates-Studio und das POWER: Fitnessstudio für Fitness und Wohlbefinden sorgen. Mit bis zu zehn gastronomischen Einrichtungen an Bord bietet der neu gestaltete Yacht Club großzügige und zwanglose Genussmöglichkeiten – mit einem erweiterten Innenbereich, Restaurants unter freiem Himmel und neuen Food Inseln, an denen die Crew der Scenic Eclipse serviert. Das Night Markets @ Koko’s ist inspiriert von den Nachtmärkten und Straßengerichten in Asien, Indien und dem Nahen Osten, während im authentisch japanischen Restaurant Sushi @ Koko’s aufgrund seiner Beliebtheit zusätzliche Fensterplätze geschaffen wurden, um die Kapazität zu erhöhen. Auf Deck 10, der obersten Ebene der Yacht, gibt es eine neue Panorama Bar mit Liegestühlen und Lounges sowie neue Cabanas mit Lounges und Sichtschutzvorhängen – alle mit Zugang zu zwei der Vitality Pools der Yacht und freiem Blick auf die Umgebung. 

Zu den weiteren Verbesserungen auf der gesamten Yacht gehören temperaturgesteuerte Tauchbecken auf dem Spa-Deck, eine neue Partnerschaft mit der renommierten Spa-Marke ESPA und die Erweiterung des Senses Spa-Bereichs um zusätzliche Maniküre- und Pedikürebereiche. Das PURE: Yoga & Pilates Studio mit seinen ruhigen Innenräumen bietet den Gästen eine Auswahl an inkludierten Kursen und neue, ganzheitlichen Angebote, wie Aerial Yoga, TRX, Achtsamkeitsmeditation sowie heilende tibetische Klangschalen-Kurse.

Das eigens eingerichtete Health & Safety Steering Committee der Scenic Group sorgt dafür, dass das Wohlergehen und die Sicherheit aller Gäste auf höchstem Niveau gewährleistet sind. Zu den Gesundheits- und Sicherheitsprotokollen gehören:

  • Gäste sowie Crew müssen komplett geimpft sein
  • Die Gäste genießen während der gesamten Reise einen persönlichen Service, da das Verhältnis zwischen Personal und Passagieren bei fast 1:1 liegt
  • Bei der Einschiffung werden alle Gäste ohne zusätzliche Kosten einem Antigen-Schnelltest unterzogen und während der gesamten Reise wird die Temperatur kontrolliert
  • Social Distancing und das Tragen von Masken in allen öffentlichen Innenbereichen
  • Bis zu zehn Restaurants und neun Bars sowie Lounges sorgen für Abwechslung, Flexibilität und ausreichend Platz für alle Gäste
  • Hochmoderne Heizungs-, Belüftungs- und Klimatisierungssysteme (HVAC) versorgen die geräumigen Balkonsuiten sowie öffentlichen Bereiche durch ein dreistufiges Luftreinigungsverfahren mit 100% Frischluft
  • Hochentwickelte HEPA-Filter und schnelle Handlungsprotokolle im Falle positiver Covid-19-Tests

Scenic arbeitet eng mit den zuständigen Stellen, einschließlich CLIA und den örtlichen Regierungsbehörden, zusammen, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Richtlinien eingehalten werden. Einzelheiten zu den verschärften Gesundheits- und Sicherheitsprotokollen finden Sie unter www.scenic.eu/why-scenic/assurance-oceans.

Text: PM Scenic

2022 Start ins Expeditionskreuzfahrten-Geschäft: „Viking Octantis“ nach dem Ausschwimmen an den Ausrüstungskai verholt

Mit der am 22. Dezember  bei der  Vard-Werft im norwegischen Söviknes aus dem Dockschiff Atlante II ausgeschwommenen  und zur Komplettierung und Endausrüstung an den nahegelegenen Ausrüstungskai verschleppten Viking Octantis als erstes Expeditionskreuzfahrtschiff der neuen Marke Viking Expedition will die 1997 von Torstein Hagen gegründete Reederei Viking Cruises ihr bisheriges Geschäft mit Fluss- und Hochsee-Kreuzfahrten auf den Expeditionskreuzfahrt Sektor erweitern. 

Bei dem als Werft-Nr. 906 geführten Neubau, der im Januar 2022 in Fahrt kommen soll, handelt  es  sich um das erste von zwei Schiffen der Polaris-Klasse, die die mit Zentralen in Miami und Basel agierende Reederei bereits  im Juli 2018 bei der zum italienischen Fincantieri-Konzern gehörenden  Vard-Werftgruppe für ca. 460 Mio. Euro kontrahiert hatte, verbunden mit der Option für zwei weitere Nachbauten (aB: Ausgabe 1/2020). In seiner ersten Saison soll das Typschiff Viking Octantis zu Antarktisreisen und auf den Großen Seen in Nordamerika eingesetzt werden. Das Schwesterschiff Viking Polaris (Bau-Nr. 907) soll im Sommer 2022 folgen und Reisen in die Arktis und Antarktis bieten. 

Die Kaskos der über sieben Decks, davon drei mit 189 Kabinen in sechs Kategorien für 378 Gäste, verfügenden 30150-BRZ-Schiffe worden  bei  der Vard-Werft im rumänischen Tulcea gefertigt. Die über einen LNG/Hybrid-Antrieb verfügenden 18-kn-Schiffe, die mit 260 Crewmitgliedern besetzt werden, erfüllen die Anforderungen für die Polar-Klasse 6. Die mit drei Bugstrahlern ausgerüsteten  Schiffe zeichnen sich durch ihren eingezogene Bugform, modernste Flossenstabilisatoren sowie U-Tank- Stabilisatoren aus, die die Rollbewegungen des stillliegenden Schiffes um bis zu 50 Prozent stabilisieren sollen. 

Foto: Viking

Erwähnenswert ist auch der Hangar für bordeigene Wasserfahrzeuge, darunter zwei Mini-U-Boote für je sechs Personen mit Heckklappe und Slipanlage, das „Laboratorium“ mit Plätzen für Wissenschaftler  und Gäste sowie spezieller Forschungsausrüstung. Das im  Heckbereich angeordnete Panorama-Auditorium „The Aula“, das mit seinen raumhohen Fenstern eine 270-Grad-Aussicht bietet und die benachbarte Outdoor-Lounge „Finse Terrace“.  Das Design der  sich durch  hohe  Seetüchtigkeit in rauer See sowie  optimale Manövrierfähigkeit auszeichnenden Neubauten, deren  öffentlichen Räume im skandinavischen Stil eingerichtet  sind, wie er den Gästen der mehr als einem halben Dutzend von Fincantieri an die 2013 gegründete Schwestergesellschaft Viking Ocean Cruises gelieferten 47800-BRZ-Kreuzlinern  vertraut ist, denn sie stammt von den gleichen Marine-Architekten und Ingenieuren.

Als Taufpatin  der Viking Octantis  wird die gebürtige Norwegerin Liv Arnesen fungieren, die 1994 als weltweit erste Frau allein per Ski den Südpol erreichte. Taufpatin  der Viking Polaris  wird Ann Bancroft, die als erste Frau per Ski beide Pole erreichte.  JPM

Frühbucher Angebote bei Seabourn: Für ein wenig Vorfreude auf die Kreuzfahrtsaison 2021/22

Pressemitteilung

2021 Signature Savings Event, nennt Seabourn die Frühbucher-Vorteile, die für Sommerkreuzfahrten 2021 und Winter-Reisen 2021/22 aufgelegt wurden. Auch Reisen auf der brandneuen Seabourn Venture sind dabei, dem ersten für Seabourn maßgebauten Expeditionsschiff, das im Dezember 2021 auf Jungfernfahrt geht. Für ein wenig Vorfreude auf bessere Reise-Zeiten, werden die Kunden mit einer ganzen Vielfalt an Vorteilen und Upgrades ermutig, ihre erste Kreuzfahrt „nach Corona“ bereits jetzt und bis spätestens 31. März 2021 zu buchen. Dazu gehören Suiten Upgrades, großzügige Bordguthaben und Internetpackages. Für die Sicherheit in diesen unsicheren Zeiten gilt in diesem Zeitraum weiterhin Seabourns großzügige Reiserücktritts- und Umbuchungsvereinbarung „Book with Confidence“. Danach können Reisen bis 30 Tage vor Beginn der geplanten Kreuzfahrt storniert werden, und man erhält einen Future Cruise Credit in voller Höhe des Reisepreises.

Die Frühbucher-Vorteile sind:

  • Upgrade von der Verandah zur Ocean View Suite
  • Bis zu drei Upgrades innerhalb der Verandah Kategorie
  • Bis zu $1.000 Bordguthaben pro Suite
  • Bis zu 900-Minuten Internet Package pro Gast
  • Bei Buchung einer Penthouse oder Premium Suite bis zu $2.000 Bordguthaben und unbegrenztes Internet Package.
  • Bei ausgewählten Europa Reisen ist das Economy Class Ticket und der Transfer zum und vom Hafen inkludiert; Upgrade in die Business Class kostet €199 pro Gast / One Way

“Wir wissen, unsere treuen Gäste fiebern der ersten Kreuzfahrt nach Corona entgegen. Wir wollen sie ermutigen und dabei unterstützen, endlich wieder Pläne zu machen, nachdem in diesem Jahre so viele Pläne verschoben werden mussten.“ sagt Steve Smotrys, Vice President of Global Sales. 

Die Signature Savings Vorteile gibt es für Kreuzfahrten weltweit, vom Mittelmeer bis Nordeuropa, Antarctica und Patagonien, Alaska, Australien und Neuseeland, Asien, Arabien und Indien, die Karibik und den Panamakanal, Südamerika und Pazifik und auch für Atlantik-Überfahrten. Sogar die ersten Expeditionsreisen mit der neuen Seabourn Venture sind auf der Liste der Seabourn Signature Saving Events zu finden.

Die Signature Saving Angebote können auch mit anderen Promotions kombiniert werden, wie zum Beispiel den “Early Bonus Savings”, einer 10-prozentigen Ersparnis bei Bezahlung des vollen Reisepreises bis zum 1. Februar 2021.

Text: PM Seabourn

Auf zu neuen Zielen

Am 21. Dezember fand das Roll-out für die Crystal Endeavor statt. Michael Wolf berichtet über die Entwicklung des Schiffes und die Routings.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die höchstpersönlich bei der Kiellegung des Expeditionsschiffes Crystal Endeavor auf der MV-Werft in Stralsund anwesend war, hatte in ihrer launigen Ansprache gemeint, dass sie sich durchaus vorstellen könne, einmal auf einem solchen Schiff zu reisen.
Von der Reederei wird sie sich wohl nicht einladen lassen, aber eine mögliche (wenn auch unwahrscheinliche) Buchung ist jetzt etwas näher gerückt: Am 21.Dezember wurde der Neubau aus der Halle auf den Schiffslift verfahren und am Folgetag zu Wasser gebracht. Die ersten Reisen könnten nach den jüngsten Informationen nunmehr im August beginnen.

Die neuesten Animationen zeigen ein elegantes, zeitloses Design für die Luxusyacht auf, die sich nach Aussagen der Reederei durch Ausstattung, Platz und Luxus an die Spitze der bestehenden Expeditionsschiffe und neue Standards setzen soll. Sechs Restaurants, darunter das Umi Uma & Sushisbar des berühmten peruanisch-japanischen Sushi-Meisters Nobu Matsuhisa, ein zweistöckiges Sonnendeck am Heck mit Pool, eine ausfahrbare Marina sowie bordeigene Helikopter. Ein kleines U-Boot, das bis zu sieben Gästen Platz bietet und Entdeckungsfahrten bis in eine Tiefe von etwa 300 Metern unternehmen kann, ist im Heck untergebracht. Mit einem weiteren ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug sollen unter anderem versunkene Schiffswracks erkundet werden.
Die Crystal Endeavor soll, so die Reederei, ein Schiff der Superlative werden. Führend in der Branche ist bereits das Crew-Gast Verhältnis von 1,03, es kommen auf maximal 200 Gäste 206 Crewmitarbeiter. Dazu ist das Raumangebot von 100 BRZ, das jedem Gast zur Verfügung steht, für Luxus-Expeditionsyachten einmalig. Mit etwa 350 Millionen Euro soll der 20.000 BRZ große Neubau, der über die Eisklasse PC 6 verfügt, zu Buche schlagen.
Die 200 Suiten an Bord der Crystal Endeavor werden zwischen 28 und 105 qm groß sein.
Für die Expeditionen hat Crystal drei Kategorien festgelegt. „Remote Expedition“ soll in ferne, abgelegene und unbewohnte Gegenden führen. „Cultural Discovery“ wird Wissen über Regionen und ihre Bewohner vermitteln. „Destination Exploration“ führt zu Naturwundern und besonders ausgewählten landschaftlichen Schönheiten.
Die Fahrten, die bereits gebucht werden können, decken die unterschiedlichsten Gebiete ab. Die Polargebiete wie Arktis und Antarktis oder Grönland und Island stehen ebenso auf dem Programm wie tropische Destinationen wie Bora Bora, die indonesische Inselwelt, die Elfenbeinküste, Chilenische Fjorde und Patagonien sowie Westeuropa, das Great Barrier Reef und Neuseelands Sub-antarktische Inseln. Ein Team von Wissenschaftlern und Lektoren wird alle Reisen begleiten.

Roll-out CRYSTAL ENDEAVOR, Video: Crystal Cruises

Fotos/Video: Crystal Cruises, Aufmacherfoto: Christian Uecker – Oceanliner-Pictures

Zwischen Vulkanen und Voodoo

Die französische Reederei Ponant kooperiert seit kurzem mit National GeographicExpeditions. Peggy Günther entdeckte auf einer der ersten Reisen die Kapverden und das Bissagos-Archipel.

„Zum ersten Mal kann ich die Ergebnisse meiner Arbeit an dem Ort vorstellen, wo ich sie gesammelt habe. Und ich werde in einem Bett schlafen!“ Die Biologin Lucy Hawkes freut sich. Bei ihrem letzten Aufenthalt auf den Kapverden schlief sie unter einem einfachen Bretterdach mit Moskitonetz, frischmachen konnte sie sich nur im Meer. Nun freut sich die 40-jährige Britin auf ihre Kreuzfahrtpremiere an Bord der LE DUMONT D’URVILLE. Sie begleitet eine der ersten National Geographic-Reisen in Kooperation mit Ponant. In den USA arbeitet die Marke mit Lindblad zusammen. Gemeinsam mit der französischen Reederei soll nun der europäische Markt erschlossen werden. „Wir wollen Menschen ermöglichen, die Welt zu erforschen, um sie besser verstehen und bewahren zu können. Ponant ist dabei der perfekte Partner, weil sie eine der jüngsten und umweltfreundlichsten Flotten auf einer Vielfalt von Expeditionsrouten einsetzen“, sagt Nathan Philpot, Travel Director von National Geographic Partners. Er begleitet die Kreuzfahrt von den Kapverden zum Bissagos-Archipel und testet neue Ideen, wie etwa das „Beach Clean up“: Einmal pro Reise sollen die Passagiere am Strand Plastikmüll einsammeln, der dann von der Reederei fachgerecht entsorgt wird.

Expeditionsleiter Christophe Bassous will den Gästen diese Idee möglichst schonend beibringen. Schließlich sind sie in erster Linie Luxusurlauber, die eine fünfstellige Summe dafür bezahlt haben, eines der am wenigsten besuchten Länder der Welt kennenzulernen. Neben den mächtigen vulkanischen Bergen auf den Kapverden stehen nämlich auch drei Inseln des Bissagos-Archipels auf den Fahrplan. Mehrere Anbieter haben großes Interesse an diesem neuen Expeditionsrevier, doch aktuell ist allein Ponant hier unterwegs. Dieses Privileg verdankt die Reederei ihrem Kontakt zu Laurent und Sonia Durris. Das Ehepaar unterhält seit sechs Jahren im Nordwesten des Archipels ein kleines Hotel für Sportfischer und hat gute Beziehungen zu den Oberhäuptern vieler Inseln. Und die haben das Sagen in dem kleinen Land, das seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1973 keine komplette Amtsperiode unter ein und derselben Regierung erlebt hat.

„Eine Reise nach Guinea-Bissau ist wie eine Reise in eine vergangene Zeit“, sagt Sonia Durris, um die wenigen englischsprachigen Gäste auf den ersten Besuch in einem Dorf der Bijagos vorzubereiten. „Das Tanzen ist das Wertvollste, was die Menschen hier haben“, sagt Sonja, „deswegen zeigen sie es uns.“ Schon von weitem können die Passagiere die traditionellen Trommeln hören. Stolz bewegen die Männer und Frauen ihre Körper im Rhythmus der Musik. Sie sind eines der wenigen Völker Afrikas, das niemals versklavt wurden, da sie sich bei einer Gefangennahme „schneller umgebracht haben, als der Teufel die Augen schließt“, wie Sonia erzählt.Sie glauben nämlich, dass ihre Seele niemals Ruhe findet, wenn sie außerhalb ihres Landes sterben. Die Verbindung zum Land und zur Natur scheint über allem zu stehen. Voodoozauber und Tieropfer gehören zum täglichen Leben der Bijagos. Es ist wichtig, die Götter bei Laune zu halten. Vom Meer hielten sich die Menschen traditionell eher fern, zu groß ist der Respekt vor den Naturgewalten. Erst seit kurzem versuchen sich die Männer auch als Fischer….

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Zum Ende der Welt

Fünf Tage lang waren Caroline Verstraete (Text) und Mike Louagie (Fotos) mit der VENTUS AUSTRALIS unterwegs – durchfuhren die chilenischen Fjorde und entdeckten Patagonien.

Es gibt noch einen Ort, an dem keine Menschen sind, es keine Gebäude gibt. Wo die Natur, die Luft und das Wasser noch rein sind, die Tiere noch ihren eigenen Weg gehen können. Es ist der Ort, an dem Darwin seine ersten Schritte als Forscher machte. Wo man Gletscher sieht, durch Fjorde fährt und wo Pinguine die Besucher neugierig mustern.
Um dies zu erleben, muss man ‘bis zum Ende der Welt’ reisen, nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Die Stadt wird sicherlich keinen Architekturpreis gewinnen, aber ihre Geschichte ist faszinierend. Ein Guide erzählt uns, wie am Ende des 19. Jahrhunderts die Argentinier hier auf ‘Feuerland’ ein Gefängnis errichtet haben. Der ideale Ort, fernab von der bebauten Welt. Eben diese Gefangenen bauten schließlich die Stadt. Das alte Gefängnis ist immer noch da und wurde als Museum eingerichtet. Seine ehemaligen Zellen sind heute Ausstellungsfläche und geben eine perfekte Einführung in die Geschichte der Ureinwohner. Ein idealer Ort, um eine Expeditionskreuzfahrt zu beginnen.

Entdecker und viel Natur
Unter den Augen der vielen mutigen Entdecker, die heute hier als Statuen über das Wasser schauen, checken wir auf der Ventus Australis ein. Obwohl die historischen Expeditionen nicht mit dem heutigen Luxus verglichen werden können, gibt es, glaube ich, eine Gemeinsamkeit: die Aufregung, „das Unbekannte“ zu entdecken.
Die Reederei kennt die Gegend bestens. Australis ist ein chilenisches Unternehmen, das seit 25 Jahren Patagonien-Kreuzfahrten durchführt. Es hat zwei neue Schiffe, die speziell für diese Region gebaut wurden. Beide können 200 Passagiere mitnehmen und Orte ansteuern, zu denen keine andere Kreuzfahrtgesellschaft fährt.
Wir sind „auf Expeditionskreuzfahrt“ und nicht „auf Kreuzfahrt“. Das ist etwas anderes. Es bedeutet, dass man sich teilweise von der Natur, dem Wetter und den Umständen leiten lässt. Nicht immer perfekt, um Programmen zu folgen, aber es gibt ein Team an Bord, das mit viel Leidenschaft so viel wie möglich von dieser Region zeigen möchte. Das geschieht mit den Zodiacs. Denn in diesen Gebieten gibt es natürlich keine Häfen, das Schiff liegt auf Reede. Zodiacs bringen die Passagiere in kürzester Zeit an Land oder unternehmen eine „Zodiac-Kreuzfahrt“. Heißt: es gilt die Gegend von diesen Schlauchbooten aus zu entdecken. Das erfahren wir alle beim ersten Briefing, Sicherheit wird groß geschrieben. Vorträge und Briefings werden vor jeder Exkursion durchgeführt, übrigens alle gleichzeitig in drei verschiedenen Räumen und dreisprachig – Englisch, Deutsch und Spanisch. Auch für die Ausflüge werden wir nach Sprache und Schwierigkeitsgrad in Gruppen eingeteilt.

Legendäres Kap Hoorn und indigene Bevölkerung
Abends verlassen wir von Ushuaia Richtung Süden. Wir überqueren den Beagle-Kanal und landen so in argentinischen und chilenischen Gewässern. Unser Ziel ist die südlichste Spitze Südamerikas: Kap Hoorn. Ein Ort mit Blick auf die Drake-Passage, dem wildesten Gewässern der Welt. Denn hier treffen sich Pazifik und Atlantik. Ein Ort, an dem viele Skipper ihr Leben ließen. Das können wir uns am frühen Morgen genau vorstellen – unsere Zodiacs werden wieder verstaut: zu viel Wind und Dünung machen es an diesem Morgen zu riskant. Trotzdem versuchen wir mit dem Schiff den bestmöglichen Blick auf das Kap zu bekommen. Schade für den Mann, der im Leuchtturm lebt. Er hatte sich bestimmt auf einen Besuch gefreut …

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Neues entdecken

Lange erwartet, konnte die WORLD EXPLORER im August ihre ersten Fahrten für nicko cruises aufnehmen. Sie überzeugt mit moderner Technik, Top-Design und sehr gutem Service. Vor allem das Routing ist hochinteressant und bietet auch Fahrten jenseits des Mainstreams, findet Michael Wolf.

Die kleine grüne Lokomotive im Hafen von Reykjavík hat nicht nur unter deutschen Gästen ihre Bewunderer. Bereits 1892 vom deutschen Lokomotivhersteller Arnold Jung geliefert, kam es über Umwege nach Island, half beim Bau des Hafens, beim lokalen Güterverkehr. Der Lohn für die alte Dame namens Minor: ein Ehrenplatz als Museumsstück direkt an der Pier.

Heute kann sie aber dem Schiff, das direkt hinter ihr liegt, nicht die Show stehlen: es präsentiert sich mit eleganten Formen in modernem grauen Outfit, schön designt. Zwei Hightech-Innovationen ihrer Zeit – mit über 100 Jahren Abstand.
Der erste Eindruck von der lange erwarteten, weil durch Nachbesserungsarbeiten in der Werft massiv verspätet ausgelieferten WORLD EXPLORER („an Bord“ berichtete), kann kaum besser sein.

Dazu der Liegeplatz: direkt im alten Hafen der isländischen Hauptstadt, direkt gegenüber der futuristischen Symphonie und nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt mit ihren Restaurants und Shops entfernt. Nicht so wie das Megaschiff von Royal Caribbean, das man aus dem Flieger erspäht – in kilometerweiter Entfernung am Fähren-Terminal.
Das ist der Vorteil der kleinen Schiffe wie der WORLD EXPLORER, den man auf der gesamten Reise erfahren wird – überall kann das Schiff in den Herzen der Städte „parken“.
Der Empfang an Bord ist entsprechend individuell: Eine adrette Riege von meist philippinischen Stewardessen und Stewards begrüßt den Gast im stylischen Rezeptionsbereich mit einem wandhohen LED-Screen, auf dem die schönsten Ziele des Schiffes zu sehen sind.
Die öffentlichen Räume liegen fast ausschließlich auf Deck 4 und 7.
Im Bereich hinter der Rezeption finden sich vier Internetplätze, der Platz der Kreuzfahrtdirektorin und eine Getränkestation, an der Kaffe, Tee und Wasser rund um die Uhr angeboten wird. Zwei interaktive Touch-Screens informieren über die Position des Schiffes.
Die moderne Bordboutique ist nicht als fester Raum gebaut, sondern durch schmale vertikale Schlitze nach außen geöffnet und bietet Accessoires, mit Logo versehene Pullover, Mützen, Windjacken aber auch Süßigkeiten und Kosmetika an.
Das kleine Kasino ist sicher für die amerikanischen Passagiere eingebaut (im Winterhalbjahr fährt die WORLD EXPLORER in der Antarktis für Quark Expeditions, nicko cruises kann aber Passagiere zubuchen)….

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Abenteuer Franz-Josef-Land

Renate Scheiper reiste mit der SEA SPIRIT zu den Eisbären, Walrossen und Seevögeln im Fanz-Josef-Land. Eine Reise mit Zodiac-Touren, Polar-Plunge, viel Geschichte und Abenteuer-Charakter.

Mit vereinten Kräften ziehen Expeditionsleiter Ryan aus England und Historiker Andreas aus Deutschland das Zodiac im seichten Wasser über die Kiesel. Es ist die erste Anlandung der Gäste des komfortablen Expeditionsschiffes Sea Spirit in Franz-Josef-Land. Drei weitere der insgesamt elf Zodiacs sind bereits unterwegs in die Geographers Bucht der Prinz Georg Insel. Plötzlich kommt ein Anruf von der Brücke: „Anlandung sofort abbrechen. Ein Eisbär ist unterwegs!“ Oh ja – da steht er hoch oben am Abhang eines Schneefeldes. Wir sind begeistert, auch wenn nun alle Zodiacs zurück müssen zum Schiff. Zwei Männer der russischen Eisbärpatrouille, welche die Sea Spirit begleiten und jeweils vor den Passagieren an Land gehen, hatten ihn entdeckt. Jetzt ist klar, weshalb am Vortag die fünf mit Gewehren ausgestatteten Russen nebst zwei Wissenschaftlern zustiegen, als die Sea Spirit nach zwei Seetagen, von Longyearbyen auf Spitzbergen kommend, auf Alexandra Land in russisches Gewässer einklarierte.
Das war der Erste unseres täglichen Eisbären. Die gescheiterte Anlandung wird nachmittags in einer anderen Bucht ersetzt durch eine Zodiac-Fahrt entlang gigantischer Gletscherfronten. Walrossfamilien schwimmen auf Eisschollen vorbei, teilweise so gequetscht, dass mancher Po halb im Wasser hängt. Doch sie scheinen sich wohl zu fühlen, räkeln sich, gähnen, wedeln mit den Flossen.

Gourmet-Dinner und Naturspektakel
Täglich informieren die vierzehn internationalen Lektoren durch Vorträge und Filme (auf Englisch, von Andreas simultan übersetzt) über Inseln, Tiere, Vegetation und die spannende Geschichte der Entdeckung von Franz-Josef-Land durch die österreichisch-ungarische Expedition 1872 – 1874 mit dem Segelschiff Admiral Tegetthoff, die den Archipel nach ihrem Kaiser „Franz-Josef“ benannte. Der ukrainische Kapitän Oleg bedauert, dass wir wegen des starken Eises Kap Tegetthoff nicht anlaufen können, wo das Schiff der Expedition damals vom Eis eingeschlossen wurde. Das soll uns besser nicht passieren. Dafür dröhnen Lachsalven durch die Oceanus Lounge, als er persönlich jeden seiner Offiziere vorstellt mit witzigen Einfällen. Zudem begeistert er alle 92 Passagiere aus 15 Ländern durch seine Politik der „offenen Brücke“, die manchmal regelrecht belagert ist. …

Fotos: Renate Scheiper, Sergey Gorshkov, Poseidon Expeditions, Dietmar Denger