Schlagwort: Expeditionskreuzfahrt

Seabourn Pursuit – der Schiffsrumpf steht

Zweites Expeditionsschiff von Seabourn auf dem Weg nach Genua zur Endfertigung bei T. Mariotti

Pressemitteilung

Beim Bau der Seabourn Pursuit, dem zweiten Expeditionsschiff von Seabourn, ist ein weiterer wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen. Der fertig gestellte Schiffsrumpf wurde zur Endausrüstung zur T. Mariotti-Werft in Genua, Italien verbracht. Nach der Seabourn Venture, die im Juli 2022 getauft wird, ist die Seabourn Pursuit das zweite Luxus-Expeditionsschiff der Reederei und wird im Jahr 2023 in Dienst gestellt.

Die Seabourn Pursuit wurde in der CIMAR-Werft in San Giorgio di Nogaro gebaut und ist bereits mit Motoren, Generatoren und Maschinen ausgestattet. Der Schiffsrumpf wurde am 6. April auf einen Lastkahn  verladen und trat am 15. April die 1.200 Seemeilen lange Reise nach Genua an.

Josh Leibowitz, Präsident von Seabourn: „Dies ist ein aufregender Meilenstein und wir sind der Fertigstellung der Seabourn Pursuit einen großen Schritt nähergekommen. Ich bin allen dankbar, die so hart gearbeitet haben, um diesen Punkt zu erreichen, und ich freue mich darauf, zu sehen, wie die Seabourn Pursuit in den kommenden Monaten immer mehr zum Leben erwacht.“

Marco Ghiglione, Geschäftsführer von T. Mariott: „Der heutige Tag markiert einen wichtigen Schritt im Bau der Seabourn Pursuit, und wir freuen uns darauf, sie auf der T. Mariotti-Werft in Genua willkommen zu heißen. Die Seabourn Pursuit ist ebenso wie ihr Schwesterschiff, die Seabourn Venture, eine Innovation im Kreuzfahrtmarkt, und wir danken allen, die an der Verwirklichung dieser Vision beteiligt sind.“

Die Seabourn Pursuit, deren Stapellauf für das Jahr 2023 geplant ist, wird nach den Standards der PC6-Polarklasse gebaut. Sie verfügt über modernste Hardware und Technologien für einen weltweiten Einsatz in ganz unterschiedlichen Kreuzfahrtgebieten. Dabei ermöglicht Seabourn eine breite Palette an Expeditionsaktivitäten, die von einem 26-köpfigen Expertenteam aus Wissenschaftlern, Gelehrten, Naturforschern und anderen Personen geleitet werden. Dazu gehören Ausfahrten mit den Zodiaks, Trekking und Wanderungen, Tauchen und Schnorcheln – Aktivitäten, die alle im Reisepreis inbegriffen sein werden. Darüber hinaus hat die Seabourn Pursuit gleich zwei U-Boote an Bord für Ausflüge in die faszinierende Unterwasserwelt. Dabei macht Seabourn keine Kompromisse bei Luxus und Komfort für die Gäste. Die Seabourn Pursuit ist ebenso wie ihr Schwesterschiff, die Seabourn Venture, ein All-Suites Schiff mit ausschließlich Veranda-Suiten, und bietet den gleichen Service und Einrichtungen wie die preisgekrönte Hochseeflotte der Reederei.

Text: PM Seabourn

Alison Levine wird Taufpatin der neuen Seabourn Venture

Pressemitteilung

Alison Levine, Globetrotterin, Bergsteigerin undPolarforscherin,  wird Patin der neuen Seabourn Venture – dem ersten der beiden Expeditionsschiffe der Seabourn-Flotte. Levine wird bei der traditionellen Namensgebung und Taufe des Schiffes, die im Juli 2022 stattfinden soll, an Bord sein.

Alison Levine, Taufpatin der SEABOURN VENTURE.
Foto: Seabourn

„Mit ihrem außergewöhnlichen Hintergrund als Weltreisende und Abenteurerin, ihrer Kenntnis der beeindruckendsten Reiseziele und ihren tiefen Wurzeln in der Welt der Expeditionen ist Alison Levine die perfekte Taufpatin für die Seabourn Venture, sagt Josh Leibowitz, Präsident von Seabourn. „Wir freuen uns, dass sie die Patenschaft unseres ersten Expeditionsschiffes übernehmen wird, und wir sind sicher, dass sie ihre Rolle mit der gleichen Leidenschaft annimmt, die sie in alles einbringt, was sie tut.“

Ihre erste Kreuzfahrterfahrung machte Alison Levine im Dezember 2019 an Bord der Seabourn Sojourn. Hier war sie eine der Expertinnen im Seabourn ConversationsGästeprogramm, hielt Vorträge über ihre Expeditionen und Abenteuer und teilte Erfahrungen und Einsichten mit den Gästen an Bord. Alison Levine: „Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr, dass ich gebeten wurde, Patin der Seabourn Venture zu werden und damit zusammen mit Seabourn das neue Kapitel der Expeditionskreuzfahrten aufzuschlagen. Für mich verkörpert Seabourn wahren Abenteurer- und Expeditionsgeist.“

Foto: Seabourn

Alison Levine war 2002 die Mannschaftskapitänin der ersten amerikanischen Everest-Expedition für Frauen. 2010 absolvierte sie den Adventure Grand Slam, der die Besteigung der Seven Summits, der höchsten Gipfel der Welt, sowie Skitouren am Nord- und Südpol umfasst. Auch als Geschäftsfrau war Alison Levine erfolgreich. Sie erwarb ihren MBA an der Duke University, arbeitete in der Pharmaindustrie sowie an der Wall Street bei Goldman Sachs. Nach Stationen als stellvertretende Finanzdirektorin für Arnold Schwarzeneggers erfolgreiche Bewerbung zum Gouverneur von Kalifornien und als außerordentliche Professorin für Verhaltenswissenschaften und Leadership an der US-Militärakademie in West Point, wurde sie zu einer weltweit gefragten Führungsberaterin und Rednerin. Sie ist die Autorin des New York Times Bestsellers „On the Edge: Leadership Lessons from Mount Everest and Other ExtremeEnvironments“. 2019 erhielt sie die Ellis Island Medal of Honor, eine Auszeichnung, die sie mit sieben US-Präsidenten und zahlreichen Nobelpreisträgern teilt.

Die Seabourn Venture und ihr Schwesterschiff Seabourn Pursuit, die 2023 ausgeliefert wird, sind All-Suites Schiffe mit 132 luxuriösen Veranda-Suiten. Sie bieten Kreuzfahrten zu den beeindruckendsten Destinationen der Welt, von denen einige nur mit dem Schiff erreichbar sind.

Text: PM Seabourn


Pressemitteilung von Seabourn (18. März 2022, Englisch): hier.

Arktisreisen im Sonderangebot

SEA SPIRIT, Foto: Poseidon Expeditions

Der mit einer eigenen Hauptniederlassung in Hamburg vertretene Polarreisen-Veranstalter Poseidon Expeditions, der Anfang 2020 seinen Chartervertrag für das 114-Gäste-Expeditionsschiff Sea Spirit der US-Reederei SunStone Ships. Inc., Miami, um zwei weitere Jahre bis Mai 2024 verlängert hatte, bietet seine diesjährigen Arktis-Expeditionsreisen bei Neubuchungen bis zum 29. April 2022 zu Sonderkonditionen mit Nachlässen zwischen 15- und 30 Prozent an.

Dazu gehören auch die vier neuen Reisen in Spitzbergen bzw. Spitzbergen und Grönland, die die in diesem Jahr abgesagten Franz-Josef-Land-Expeditionsreisen ersetzen. JPM

Infos: www.poseidonexpeditions.de

Wilde Schönheit

Eine Fahrt mit der Le Bellot zu den Iles de Ponant ist eine Reise in die schönsten Küstengegenden der Bretagne und zugleich zu den Ursprüngen der Reederei. Michael Wolf liess sich von blühenden Inseln und Kormoranen begeistern.

Kleine Häfen haben oft die Vorteile der kurzen Wege. So auch in St. Malo: Fast im Schatten der alten Granitmauern der einstigen Freibeuter-Hochburg liegt das etwas triste Terminal. Man merkt es: Kreuzfahrtschiffe verirren sich nur selten hierhin. Eigentlich­ erwartet man hier eher das Einchecken auf einer­ Fähre oder einem Ausflugsschiff. Heute liegt wegen des Wasserstandes die elegante LE BELLOT auf Reede­ in der Bucht, es wird getendert.

Saint-Malo, Foto: enapress.com

Das Einchecken ist an diesem Sommertag etwas umständlich – viele Namen der Passagiere sind nicht auf der Liste, ein möglicher Informatik-Bug. Und für die ärztlichen­ Kontrollen der ankommenden (wenigen) Passagiere­ muss man etwas Zeit mitbringen.

Einer der positiven Punkte: das Powerteam der drei Ponant-Tänzerinnen vor dem Boarden. Giovanna aus Sizilien,­ Kerne aus dem argentinischen Patagonien und Melissa aus der französischen Champagne verteilen kleine­ Evian-Fläschchen ebenso grosszügig wie ihr Lächeln,­ eine Charme-Attacke, die auch genervte Wartende wieder mit neuem Karma versorgt.

Kapitän Pascal Gloger beginnt diese Reise sozusagen vor seiner Haustür – er lebt in St. Malo. Der ehemalige Skipper­ und Cargoschiff-Kapitän stammt aus einer bretonischen Familie, in der schon seit Generationen zur See gefahren wurde. 15 Jahre lang führte er auf den Seychellen den grössten Katamaran der Welt, Pearls of Seychelles.

Heute weist er bei der Begrüssung darauf hin, dass bei dieser Reise auf 85 Passagiere 107 Besatzungsmitglieder kommen, ein mehr als luxuriöses Verhältnis. Normalerweise haben 184 Passagiere auf dem Schiff Platz.

Und auch das achtköpfige hochmotivierte Expeditions­team aus Ornithologen, Naturforschern, Historikern und Ozeanographen stellt sich an diesem Abend vor…

… Lesen Sie weiter in AN BORD.


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Swan Hellenic: Zweiter Neubau des Trios kommt im Mai in Fahrt

Während mit der SH Minerva das erste der drei von der Helsinki Shipyard Oy an die Reederei Swan Hellenic zu liefernden Expeditionskreuzfahrtschiffen bereits in der Antarktis im Einsatz ist, konnte nunmehr auch das Schwesterschiff SH Vega (Bau-Nr. 517) sein Baudock verlassen und an den Ausrüstungskai verholt werden.

Foto: Swan Hellenic

Dabei zeigte sich Swan Hellenic-CEO Andrea Zito nicht nur erneut begeistert von der Qualitätsarbeit der Werft, sondern auch darüber, dass ihre Mitarbeiter trotz der anhaltenden Pandemie ihren Zeitplan einhalten konnten. Der jüngste Neubau, dessen Kasko bereits beim Ausschwimmen der SH Minverva am 23 Juni letzten Jahres erstmals Wasser unter dem Kiel hatte, soll nunmehr im Mai d. J. an die Reederei übergeben werden und am 29. Mai von Leith, dem Hafen von Edinburgh, zu seiner 11tägigen Jungfernreise nach Island starten. Die beiden seinerzeit von der der Werft nahestehenden russischen Flusskreuzfahrtreederei Vodohod bestellten Schiffe sollen nicht nur im Umweltschutz auf höchste Maßstäbe setzen, sondern auch im Hotel und Küchenbereich. Dazu kommen deutschsprachige Lektoren und hohe Ansprüche an den Umweltschutz sowie modernste Hygienetechnologie mit HEPA-Filtern und Desinfektionssystemen.

Die 113 m langen 10500-BRZ-Schiffe zeichnen sich durch ihr skandinavisches Innendesign und weitläufigen Decks aus. Zahlreiche der 76 Kabinen und Suiten zwischen 18 und 49 qm verfügen über große Balkone. Für die Propulsion der über 9 Decks verfügenden Schiffe sorgt ein dieselelektrischer 5 MW-Hybrid-Antrieb mit SCR-Katalysatoren sowie einem 3 MW-Batteriepack, das ein emissionsfreies und leises Navigieren in sensiblen Regionen und Häfen ermöglicht. Die Reisegeschwindigkeit der für maximal 152 Gäste und 120 Besatzungsmitglieder ausgelegten Schiffe wird mit 15,5 kn angegeben. Neben der hohen Eisklasse PC5- und der Safe Return to Port-Auslegung ist auch die Ausrüstung mit leistungsfähigen Stabilisatoren und Abwasser sowie Abfallbehandlungssystemen zu erwähnen.

Der Verbesserung der Manövrierfähigkeit dienen zwei Bugstrahler. Für den dritten und mit 12145 BRZ etwas größeren – noch namenlosen – Neubau (Werft-Nr. 518) mit Platz für 192 Gäste und 140 Besatzungsmitglieder sowie PC6-Klasse war der Brennstart am 10. Juni erfolgt, er statt im Herbst 2022 nun mehr zum Jahresbeginn 2023 zur Ablieferung kommen. Das Schiffs-und Hotelmanagement für die Neubauten hat Swan Hellenic an V.Ships Leisure bzw. die Schwestergesellschaft V. Ships Ocean vergeben, wobei V.Ships bereits auch in die Bauaufsicht eingebunden ist. JPM

„Seabourn Venture“ von Pandemie erneut ausgebremst

Foto: Frank Behling

Die amerikanische Premiummarke Seabourn muss für ihr neues Expeditionsschiff Seabourn Venture erneut eine Verzögerung melden. Das 23.000 BRZ-Schiff liegt weiter im unfertigen Zustand bei der T. Mariotti-Werft in Genua. Eigentlich sollte das Schiff am 10. April von Tilbury aus auf Jungfernfahrt gehen.

Nach den letzten Meldungen aus Italien wird das nun frühestens Juli. In einem Schreiben an die Kunden hat Seabourn Probleme in den Lieferketten sowie die Verunsicherung im Reisemarkt als Grund angeführt.

Die Marke ist besonders schwer von der Pandemie getroffen, da ihre überwiegend älteren Kunden global verteilt sind und für die An- und Abreise deshalb weite Flugstrecken und verschiedene Quarantäne-Bedingungen erfüllen müssen. Bei Seabourn liegen noch drei der fünf Schiffe im Mittelmeer auf. Lediglich die Seabourn Odyssey und die Seabourn Ovation sind in der Karibik und Mittelamerika aktiv.

Mit der 170 Meter langen Seabourn Venture sollte eigentlich Juni 2021 die neue Ära der Expeditionsschiffe bei Seabourn eröffnet werden. Die Pandemie bremste aber diese Pläne und die Fertigstellung 2021 aus. Weshalb der Termin auf April 2022 geschoben wurde. Jetzt ist der 15. Juli der neue Starttermin.

Die Mariotti-Werft soll das Schiff im Juni liefern. Zuvor sollen im April und Mai die umfangreichen Probefahrten absolviert werden. Die Abnahme der Eisfahrt muss dabei verschoben werden. Diese Tests können erst im Herbst in Nordeuropa oder bei Grönland erfolgen.

Der grüne Anstrich ist an das Leuchten des Polarlichts angelehnt und sorgt für eine besondere Note. Grüne Farben sind bei Kreuzfahrtschiffen bislang zudem sehr selten. Im Gegensatz zu den fünf großen Kreuzfahrt-Yachten der Seabourn-Flotte soll die neue Generation von Expeditionsschiffen abseits der klassischen Routen unterwegs sein.

Das acht Decks hohe Schiff hat Kabinen für 264 Passagiere und 130 Crewmitgliedern. Zur Ausstattung werden auch 24 Zodiac-Schlauchboote und zwei kleine Tauchboote für Unterwasser-Expeditionen gehören.

Als Architekt des Neubaus hat Seabourn mit Adam Tihany einen der renommiertesten Namen der Szene gewinnen können. Er hat die öffentlichen Bereiche und das Design der 132 Suiten gestaltet. Tihany ist bereits durch die Neubauten Costa Smeralda und Costa Toscana bekannt. FB

Swan Hellenic rises to strong demand following success of SH Minerva’s maiden cruise

Pressemitteilung

Cultural expedition cruise pioneer schedules new February cruise and opens limited unused charter capacity to meet surge in demand. Staterooms and suites still available.

Today, Moday the 17th of January 2022, Swan Hellenic announced that the 9-day maiden cruise of its new ship SH Minerva had been a huge success, with guests expressing their delight both in person and in many enthusiastic social media posts during and after their cultural expedition cruise.Moreover, this fulsome appreciation wasn’t confined to just one or two aspects of the experience, but encompassed everything from the elegant comfort, innovative amenities, creative gourmet cuisine and artistic onboard entertainment, to the insightful expert lectures and thrilling zodiac expeditions. The photos you can see, say it all!

This is, of course, exactly what Swan Hellenic had planned for over many months, building a world-class team while its next-generation ice-class ship was being built. The resurgent expedition cruise pioneers were therefore delighted, but not surprised. What did, however, catch them unawares was the almost instantaneous surge in demand as word spread. 
Swan Hellenic has responded promptly, laying on a new 13-day polar cruise of the Antarctic Peninsula and South Shetland Islands, Beyond the Antarctic Circle, departing Ushuaia on the 20th of February, while also opening to bookings the limited remaining accommodation on its chartered 13-day Antarctic Peninsula Discovery Cruise , departing Ushuaia on the 8th of February. As a result, a choice of staterooms and suites is at present still available.
The company’s new wave of cultural expedition cruise aficionados thus have two opportunities to ride high on Swan Hellenic’s return, seeing what others don’t in unique experiences of Antarctica.

“SH Minerva’s maiden cruise exceeded our guests’ high expectations,” explained CEO Andrea Zito. “And we’re determined to keep going above and beyond, including by ensuring they can enjoy a great escape exactly when they want. That’s why we’ve created these extra opportunities for new guests to join our adventure right from the start.”

Text: PM Swan Hellenic

Silver Explorer verkauft

Es war ein Projekt, das seit mehr als fünf Jahren reifte. Gemeinsam mit anderen Investoren und ehemaligen Ponant-Mitarbeitern wie ihm gründete Philippe Videau Exploris, eine neue französische Kreuzfahrtgesellschaft. Ihr erstes Schiff wird die Silver Explorer sein, die das junge Unternehmen, dessen erstes Büro am 3. Januar in Paris eröffnet wurde, Ende November gekauft hat. Experten sprechen von einem Kaufpreis von 18 Mio. Euro.

Das in der finnischen Rauma-Werft gebaute, 1989 in Betrieb genommene und 2018 renovierte Expeditionsschiff ist 107,9 m lang und 15,8 m breit und hat eine Vermessung von 6072 BRZ. Es bietet Platz für bis zu 144 Passagiere, die von 118 Besatzungsmitgliedern bedient werden. Das Schiff verfügt über einen verstärkten Rumpf (Ice Class 1A-Zertifizierung), der sich gut für Polarkreuzfahrten eignet, die für Exploris von besonderem Interesse sind, und wird seit 2011 im Auftrag der italienischen Luxusreederei Siversea Cruises betrieben. Das Schiff war von deutschen Investoren gechartert worden, denen es gehörte. „Wir haben das Schiff von ihnen zurückgekauft und es wird derzeit für Silversea weiter betrieben. Am Tag der Eigentumsübertragung, dem 24. November, haben wir einen neuen Chartervertrag unterzeichnet“, erklärte Philippe Videau. Ein Bareboat-Charter, der derzeit bis zum 12. Oktober 2023 läuft.

Fuhr zwischen 2008 und 2011 als PRINCE ALBERT II, die heutige SILVER EXPLORER.
(Archiv), Foto: enapress.com

Das Schiff wird dann von Exploris übernommen und auf die Standards der neuen französischen Reederei umgestellt. „Zum jetzigen Zeitpunkt planen wir seine erste Kreuzfahrt von Ushuaia aus am 10. Dezember 2023. Sie wird mit einer Saison in der Antarktis beginnen, soll dann im Frühjahr nach Europa zurückkehren und wird von Juni bis September 2024 Kreuzfahrten in die europäische Arktis, insbesondere nach Grönland, und dann in die kanadische Arktis unternehmen. Wir planen zwei Nordwestpassagen, auf der Grundlage einer Hin- und Rückfahrt, die uns die Möglichkeit gibt, uns neu zu organisieren, falls die Passage durch Eis blockiert wird, wie es vorkommen kann. Das Schiff wird auch auf dem Sankt-Lorenz-Strom nach Quebec und Montreal fahren und an Saint-Pierre und Miquelon (Anmerk. d. Red. französisches Überseegebiet bei Neufundland) vorbeikommen“.

Als das Projekt Ende 2016 initiiert wurde, war geplant, mit neuen Schiffen zu beginnen. Daraufhin wurden verschiedene Optionen in Betracht gezogen, unter anderem mit europäischen und chinesischen Werften. „Das war der ursprüngliche Plan und wir haben viel Arbeit in die Entwicklung neuer Schiffe gesteckt. Aber die nötigen Finanzmittel zu finden, ist sehr kompliziert, und mit der Gesundheitskrise ist es noch schwieriger geworden“, gesteht Philippe Videau. Das im Oktober 2017 gegründete Unternehmen Exploris wurde schließlich im Juni 2020 geschlossen, um ein Jahr später nach einer Neuausrichtung des Projekts neu gegründet zu werden. „Wir haben unsere Strategie geändert und beschlossen, unsere Tätigkeit vernünftiger und sanfter mit einem bestehenden Schiff zu beginnen“. Wir kauften also die Silver Explorer. Aber mit dem feinen Unterschied, dass die Explorer zwei Jahre lang bei Silversea bleiben sollte, um die Einnahmen aus dem Chartergeschäft für den Start des Unternehmens zu verwenden. „Die Einnahmen werden dazu verwendet, die Management- und Marketingstruktur aufzubauen. Wir befinden uns mitten in der Startphase, indem wir neue Mitarbeiter einstellen und Anfang Januar unser erstes Büro in Paris eröffnen. Das Team besteht bereits aus 18 Personen, einschließlich der Investoren und der neuen Mitarbeiter.

Neue Schiffe ab 2025 erwartet

Exploris wird mit der aktuellen Silver Explorer beginnen, die ihren Namen ändern wird, wenn sie in das Unternehmen eintritt, aber das Unternehmen möchte später auch neue Schiffe haben. „Das bleibt unser langfristiges Ziel. Je nach den Ergebnissen des ersten Betriebsjahres wollen wir die nötigen Mittel aufbringen, um ein oder zwei neue Schiffe zu bestellen, die wir ab 2025 haben wollen. Die Schiffe werden speziell für dieses Projekt zugeschnitten sein und eine geringe Größe haben, d. h. „100 bis 120 Passagiere maximal“.

Neue Schiffe, die sich natürlich in puncto Umweltfreundlichkeit auszeichnen müssen. Und in dieser Hinsicht ist die Verzögerung des Neubauprojekts vielleicht eine gute Sache, da sich die Technologie so schnell weiterentwickelt. „Die Minimierung der Umweltauswirkungen ist ein sehr wichtiges Thema, und wir arbeiten seit mehreren Jahren daran. Man sieht übrigens, dass sich die Lösungen zur Dekarbonisierung und zur Behandlung von Schadstoffemissionen derzeit sehr schnell entwickeln, mit Dingen, die man sich vor kurzem noch nicht hätte vorstellen können. Wir beobachten also sehr aufmerksam, was passiert, und werden versuchen, so gut wie möglich zu sein. Im Moment denke ich, dass es nicht eine Lösung, sondern mehrere Lösungen geben wird, d. h. wir werden verschiedene Technologien mischen müssen. Wir müssten von einem diesel-elektrischen Antrieb ausgehen, aber wir sehen, dass sich Wasserstoff sehr schnell entwickelt, dass Batterien immer leistungsfähiger werden und dass das Segeln zurückkommt. Es wird zweifellos mehrere Dinge geben, die man kombinieren muss, wobei ich weiß, dass die Verringerung der Umweltverschmutzung meiner Meinung nach auch über eine geringere Kapazität erfolgt“.

Diese Begrenzung der Anzahl der Passagiere an Bord passt voll und ganz in das Konzept, das Exploris entwickeln möchte, das auf das sehr hohe Niveau und eine bestimmte Vorstellung von Kreuzfahrten abzielt. „Aus Rentabilitätsgründen gab es in den letzten Jahren einen Trend zu größeren Expeditionsschiffen, die oft 200 bis 250 Passagiere an Bord haben. Für uns ist das zu viel, insbesondere in Polargebieten wie der Antarktis, wo die Anzahl der Personen, die sich gleichzeitig an einem Ort an Land aufhalten dürfen, auf 100 begrenzt ist. Das bedeutet, dass man mehrere Gruppen bilden muss, das ist zeitaufwendig, erfordert eine schwere Logistik, da man mit Zodiacs hin und her fahren muss, und es genügt eine Windböe, damit die nächste Gruppe nicht an Land gehen kann. Dies führt zu Frustration bei den Passagieren, aber man muss auch an die Besatzung und die Teams denken, die die Gäste begleiten und betreuen, wie z. B. Naturforscher. Da die Personalausstattung oft sehr optimiert ist, haben die Teams eine sehr hohe Arbeitsbelastung und viel Druck, was nicht befriedigend ist und auch problematisch sein kann, vor allem in feindlichen Gebieten. Wir wollen zu dem zurückkehren, was wir früher gemacht haben, d. h. Reisen, bei denen man sich Zeit nimmt, die man genießt und bei denen sowohl die Passagiere als auch die Teams voll und ganz zufrieden sind. Natürlich ist dieser Ansatz wirtschaftlich nicht unbedingt optimal, aber ich glaube, dass wir in eine Zeit kommen, in der die Rentabilität um jeden Preis ihre Grenzen gezeigt hat“.

Vincent Groizeleau/Mer et Marine

Galápagos-Inseln: Celebrity Cruises nimmt die Celebrity Xploration wieder in Betrieb

Pressemitteilung

Die Galápagos-Inseln mit der Celebrity Xploration erleben – Zusammen mit der Celebrity Flora und der Celebrity Xpedition sind nun drei Celebrity-Schiffe im Naturparadies im Pazifik unterwegs – Die Celebrity Xploration bietet mit ihren acht Kabinen dabei das exklusivste Erlebnis

Galápagos-Liebhaber und Expeditions-Fans können sich auf ein weiteres Kreuzfahrt-Erlebnis freuen. Seit diesem Monat ist die Celebrity Xploration wieder in Betrieb. Zusammen mit der Celebrity Flora und der Celebrity Xpedition fahren damit nun drei Schiffe von Celebrity Cruises ganzjährig durch das Naturparadies im Pazifik.

Eine Expeditionskreuzfahrt unternehmen und dabei weder auf Exklusivität noch Komfort verzichten müssen – dafür steht die Celebrity Xploration. Mit 8 Kabinen und maximal 16 Passagieren an Bord ist der Luxus-Katamaran das mit Abstand kleinste Schiff der Celebrity-Expeditionsflotte. Die Celebrity Xploration bietet ausschließlich Außenkabinen mit Zimmerservice. Sowohl die vier Elite Ocean View Staterooms als auch die vier Junior Suites sind rund 18 Quadratmeter groß, haben ein eigenes Badezimmer mit Dusche, einen Kühlschrank, der mit den gewünschten Getränken der Gäste gefüllt ist, sowie einen Balkon.

Für das leibliche Wohl sorgt das „Al Fresco“ Restaurant. Passagiere können dabei im Innen- und im Außenbereich speisen. Serviert werden vor allem frische Meeresfrüchte-Spezialitäten von örtlichen Fischern. Überhaupt versucht man auf der Celebrity Xploration, fast ausschließlich lokale Zutaten zu verwenden.

Wie bei allen Galápagos-Touren steht auch bei allen Reisen mit der Celebrity Xploration Abenteuer, Natur und Entdeckungen ganz klar im Vordergrund. Jeden Tag werden daher zwei Ausflüge mit Landgängen angeboten – von Naturforschern und Biologen geführt. Doch auch zwischen den Exkursionen bietet das Schiff einige Freizeitmöglichkeiten. In der Lounge finden täglich Vorträge von qualifizierten Naturführern statt. Interessierte erfahren hierbei viele Einzelheiten über die Tier- und Pflanzenwelt der Galápagos-Inseln. Zudem können Gäste in der gut ausgestatteten Bibliothek weiterführende Literatur über den isolierten Archipel finden oder es sich auf dem Sonnendeck sowie im Jacuzzi gut gehen lassen.

Foto: Celebrity Cruises

Die Celebrity Xploration hat lediglich vier Decks. Der Katamaran ist 30 Meter lang und 11 Meter breit. Weitere Details zum Schiff, das im März 2017 seine Jungfernfahrt hatte, unter www.celebritycruises.de/xploration.php. 

Die Routen und Leistungen
Die Celebrity Xploration bietet zwei verschiedene, jeweils achttägige Galápagos-Touren an, eine „Northern Loop“- und eine „Southern Loop“-Route. Die Kreuzfahrten starten jeweils samstags von Baltra Island. Im Reisepaket sind auch die Flüge ab/bis Quito sowie zwei bis drei zusätzliche Übernachtungen in der Hauptstadt Ecuadors eingeschlossen.

Preisbeispiel ab/bis Deutschland
Ein elftägiges Galápagos-Erlebnis auf der Celebrity Xploration (Southern Loop) inklusive sieben Übernachtunen in einem Elite Ocean View Stateroom und drei Übernachtungen in Quito sowie Flüge ab/bis Frankfurt und die Flüge von Quito nach Baltra und zurück sind ab 8.290 Euro pro Person bei Doppelbelegung buchbar (Preisbeispiel für eine Abfahrt am 28. Mai 2022).

Bei allen Galápagos-Kreuzfahrten sind die Mahlzeiten und kostenlose Getränke an Bord einschließlich ausgewählter Weine und Spirituosen, Internetzugang, Trinkgelder, alle Ausflüge, die Eintrittsgebühr in den Galápagos-Nationalpark, die Galápagos-Touristenkarte, die Schnorchelausrüstung inklusive Neoprenanzug sowie Ferngläser und Wanderstöcke im Reisepreis enthalten.

Seit fast 20 Jahren ist Celebrity Cruises im Galápagos-Archipel unterwegs. Mit der erst im Jahr 2019 in Dienst gestellten Celebrity Flora (maximal 100 Passagiere), der Celebrity Xpedition (maximal 48 Passagiere) und der Celebrity Xploration betreibt das Kreuzfahrtunternehmen eine Flotte von drei Schiffen in den Galápagos-Inseln. Zusammen bieten sie sechs verschiedene Reise-Routen, die zusammen mehr als zwölf Galápagos-Inseln ansteuern.

Foto: Celebrity Cruises

707 Euro sparen
Noch bis Ende Februar bietet Celebrity Cruises Sonderraten an. Gäste können bis zu 707 Euro pro Person sparen, wenn sie das Paket mit zehn Nächten buchen. Die Ermäßigung gilt für Neubuchungen, die zwischen dem 1. Januar und dem 28. Februar 2022 auf ausgewählten Galápagos-Touren mit Abfahrt zwischen dem 1. Januar 2022 und 31. Dezember 2023 auf der Celebrity Xploration, der Celebrity Flora oder der Celebrity Xpedition vorgenommen werden.

Das sind die Galápagos-Inseln
Die Galápagos-Inseln, ein über 100 Inseln umfassender Archipel vulkanischen Ursprungs, liegen etwa 1.000 Kilometer vor der Küste Ecuadors mitten im Pazifik. Die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörenden Inseln sind ein Paradies für Naturliebhaber und Tierfreunde. Aufgrund der isolierten Lage hat sich hier eine enorme Vielfalt endemischer Arten herausgebildet. Nahezu die gesamte Fläche stehen als Nationalpark unter Naturschutz.

Besonders faszinierend ist die Tierwelt: Neben den berühmten Galápagos-Riesenschildkröten leben hier die an Mini-Drachen erinnernden Meerechsen und die mit ihnen verwandten Galápagos-Landleguane – sie wirken wie Überbleibsel aus der Saurierzeit. Zudem können Mähnenrobben und Galápagos-Seelöwen beobachtet werden. Noch großartiger ist die Vogelwelt: Zahllose Fregattvögel, Pelikane, Möwen, Pinguine, Tölpel (z.B. Blaufußtölpel) und nicht zuletzt die berühmten Darwinfinken machen die Inselwelt zum Paradies für Ornithologen.

Trotz der Lage am Äquator ist das Klima der Galápagos-Inseln, bedingt durch den Einfluss des kalten Humboldtstroms, gemäßigter als in anderen Gebieten auf demselben Breitengrad.

Text: PM Celebrity Cruises

Expeditions-Neubau »SH Minerva« mit Kurs Antarktis

Pressemitteilung

  • Erstes von drei neuen Expeditions-Kreuzfahrtschiffen hat sämtliche Testfahrten erfolgreich bestanden und nimmt Kurs auf die Antarktis 
  • Premierenreise startet am 29. Dezember 2022 in Ushuaia / Argentinien

Swan Hellenic hat das erste von drei neuen Expeditions-Kreuzfahrtschiffen auf der Helsinki Schiffswerft Oy übernommen. Die »SH Minerva« nimmt nach den sehr erfolgreichen Testfahrten der letzten Tage jetzt Kurs auf die Antarktis. Die zehntägige Premierenreise startet am 29. Dezember 2021 ab Ushuaia / Argentinien.

Kapitän Tuomo Leskinen und Hoteldirektor Philipp Reutener

Das Kommando des ersten Neubaus hat der erfahrene Kapitän Tuomo Leskinen übernommen, Hoteldirektor ist Philipp Reutener, Expeditionsleiter Pablo Brandeman. Dazu kommen Polarexperte Steve Blamires und der renommierte Ornithologe Andy Bunten.

Der international anerkannte Küchenchef Jörg Lehmann wird die unverwechselbare Philosophie der „Swan Hellenic-Gastronomie“  an Bord der »SH Minerva« zum Leben erwecken und abwechslungsreiche Menüs mit frisch zubereiteten Köstlichkeiten präsentieren, darunter originelle italienische und asiatische Fusionsgerichte, die in Zusammenarbeit mit den preisgekrönten Küchenchefs Andrea Ribaldone und Sang Keun Oh kreiert werden.  

»SH Minerva« ist bis zu 40 Tage oder 8.000 Seemeilen lang völlig autark

Sowohl die »SH Minerva« als auch das im Frühjahr 2022 folgende Schwesterschiff »SH Vega« werden von einem dieselelektrischen 5-Megawatt-Antriebssystem mit selektiver katalytischer Reduktion angetrieben, das maximal 3 Megawatt aufnehmen kann. Die Batteriepakete ermöglichen eine emissionsfreie und leise Einfahrt in Häfen und sensiblen Regionen. Die »SH Minerva« ist bis zu 40 Tage oder 8.000 Seemeilen lang völlig autark. Dazu kommen ein eisverstärkter PC5-Rumpf und ein Safe Return to Port-System. In diesem und im kommenden Jahr starten für Swan Hellenic gleich drei neue Expeditions-Kreuzfahrtschiffe im 5-Sterne-Bereich, die auf der Schiffswerft in Helsinki entstehen.

Jonas Packalén, Projektleiter der Werft Helsinki, kommentierte die Übergabe: „Dies ist ein stolzer Tag für uns alle. »SH Minerva« ist noch schöner und eleganter, als wir zu hoffen wagten! Wir wünschen ihr und ihrer Besatzung guten Wind und gute Fahrt und danken allen am Projekt Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz!“

Der Vorstandsvorsitzende von Swan Hellenic, Andrea Zito, fügte hinzu: „Auch ich möchte allen in Helsinki für ihre hervorragende Arbeit bei der Entwicklung dieses wunderbaren neuen Schiffes gratulieren. Wir freuen uns sehr über die Qualität ihrer Arbeit, die durch die hervorragende Leistung der »SH Minerva« bei sämtlichen Probefahrten unterstrichen wurde. Da Swan Hellenic nun wieder eine unverwechselbare Präsenz auf den Wellen hat, freuen wir uns sehr auf unsere ersten Gäste, die sehen, was andere nicht sehen, und die Antarktis mit außergewöhnlichem Komfort und Stil erkunden“.

Stolz auf eines der besten BRT-Passagier-Verhältnisse 

Mit skandinavischem Design, weitläufigen Decks, Kabinen mit großen Balkonen, hervorragenden Lektoren und Gastrednern sowie einem All-Inclusive-Konzept, setzt Swan Hellenic auf Eleganz im 5-Sterne-Bereich für ein internationales, reiseerfahrenes und kulturinteressiertes Publikum.

Ein 120-köpfiges Team an Bord kümmert sich um maximal 152 Gäste. Bei einer Größe von 10.500 BRT und einer Länge von 113 Metern bietet Swan Hellenic eines der besten BRT-Passagier-Verhältnisse. Dazu kommt modernste Hygienetechnologie in den Klimaanlagen mit HEPA-Filtern und UV-Desinfektionssystemen.