Schlagwort: Fähre

Neue NIT-Studie: Fährreedereien sehen positiven Trend

Freude über die Erholung der Fährschiff-Branche seit Anfang des Jahres und auf den bevorstehenden Sommer: Die Buchungszahlen seien sehr positiv, manche Reedereien verzeichneten sogar bereits Ergebnisse über Vorkrisenniveau. Dieser positive Trend bestätige sich auch unter den Reiseveranstaltern, die Fährprodukte verkaufen. Die Nachfrage nach erdgebundenen Reisen sei überraschend hoch, so das Resümee nach der am 29. Juni in der Finnischen Seemannskirche in Hamburg veranstalteten diesjährigen Mitgliederversammlung des Verbandes der Fährschifffahrt und Fährtouristik (VFF).

Vertreter der Urlaubsgaranten 2022 – die Mitglieder des VFF Fährverbands trafen sich am 29. Juni in Hamburg zur jährlichen Versammlung. Foto: VFF

Dass das Interesse für Reisen mit dem eigenen Auto steigt, spüren die Mitglieder der 1995 gegründeten und in der Elbmetropole ansässigen Interessengemeinschaft, dem heute 55 branchenaffine Unternehmen angehören, bereits seit einigen Jahren. In einer Ende 2021 veröffentlichten Studie des Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) anhand 2.099 Online-Interviews unter deutschen Bundesbürgern im Alter von 18 bis 75 Jahren zum Reiseverhalten der Deutschen gaben rund 55 Prozent der Bundesbürger an, sich in den nächsten fünf Jahren eine Reise mit der Fähre vorstellen zu können – das sind etwa sechs Prozent mehr als drei Jahre zuvor. Für die aktuelle Saison haben zwar ein Großteil der Reisenden ihren Urlaub bereits in den letzten Monaten geplant, jedoch haben sich viele noch aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konfliktes für eine kurzfristige Buchung entschieden.

Das sei aber nicht alles: „Gerade in den letzten Tagen kommen viele Reisende auf die Reedereien zu, weil sie sich aufgrund der Flugausfälle und der besorgniserregenden Zustände an Flughäfen Sorgen machen“, erklärt Benoît Surin, Vorstandsmitglied des VFF. Auch das Geschäft der Fährspezialisten unter den Reisebüros und Reisemittlern boomt kurz vor dem SommerbeginnFähren behaupten sich dabei einmal mehr als Urlaubsgarant. Denn aufgrund der Frachtbeförderung müssen sie feste Fahrpläne einhalten und sind täglich auf den Meeresautobahnen unterwegs. „Ob beim Vulkanausbruch, in der Corona-Pandemie oder im aktuellen Ausnahmezustand der Luftfahrt – die Fähre ist krisensicher und immer da, wo Urlauber sie brauchen“, so Surin. JPM

Hansa Destinations: Transportkapazität verdoppelt

Erst knapp vor einem Jahr hatte Hansa Destinations eine neue Route zwischen Rostock und Nynäshamn eröffnet. Inzwischen hat das Unternehmen die Transportkapazität verdoppelt und verbindet jetzt sechs Mal pro Woche und Richtung den Großraum Stockholm mit den Wirtschaftsregionen in Zentral-, Ost- und Südosteuropa.

Seit Ende April wird nicht mehr ausschließlich die RoPax-Fähre Drotten eingesetzt, sondern durch die eingecharte Eliana Marino, die über 2500 Spurmeter für rollende Ladung verfügt, zusätzliche Frachtkapazität geboten.

Die Route Rostock – Nynäshamn schließt den Großraum Stockholm, wo sich 50 Prozent des schwedischen Güterbedarfs befinden, direkt an den Ostsee-Adria-Korridor an, der Nord- und Ostdeutschland, sowie Bayern, Österreich, die Tschechische Republik, Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Slowenien mit einschließt.

Die Verkehrsverlagerung von der Straße auf das Wasser trägt dazu bei, die grenzüberschreitenden Transportketten effizienter und somit umweltfreundlicher zu gestalten. Neben den Umwelteffekten ermögliche die Route Rostock – Nynäshamn Transportunternehmen aber auch, dem wachsenden Fahrermangel mit einer zuverlässigen Alternative zu begegnen, so Håkan Johansson, CEO der Rederi Gotland AB, die den Dienst von Hansa Destinations betreibt.

Durch die neue Kunden anziehenden Vielzahl an Möglichkeiten, vor allem die hohe Frequenz, habe sich das Eichartern der Eliana Marino bereits jetzt voll ausgezahlt. JPM

Neue „Nils Holgersson“ absolviert Erstanlauf im Heimathafen Rostock

Auf der Rückreise vom schwedischen Hafen Trelleborg nach Travemünde hat die neue Nils Holgersson der Travemünder Fährreederei TT-Line heute Nachmittag (28.04.2022) erstmals am Liegeplatz 53 im Hafenbecken A des Überseehafens Rostock festgemacht. Ihr am 7. März von der chinesischen Bauwerft Jiangsu Jinling übernommenes und mit einer Vermessung von 56138 BRZ größtes und längstes Schiff setzt die vor 60 Jahren gegründete Reederei künftig im Dreiecksverkehr zwischen Travemünde, Rostock und Trelleborg ein.

Foto: RostockPort/ nordlicht

Anlässlich des ersten Besuches des Neubaus in seinem Heimathafen Rostock überreichte Götz Strahl, Abteilungsleiter Logistik bei Rostock Port GmbH, als Vertreter des Hafens die traditionelle Erstanlaufplakette an Kapitän Stephan Schipplick.

„Wir freuen uns, dass Rostock der Heimathafen dieses neuen klimaschonenden Flaggschiffes von TT-Line ist“, sagte Rostock Port-Geschäftsführer Jens A. Scharner und wünschte dem Schiff und seiner Crew allzeit gute Fahrt.

Bei dem aufgrund seiner Ausstattung mit Dual-Fuel-Motoren sowohl mit Marinediesel (MGO) als auch mit verflüssigtem Erdgas (LNG) zu betreibenden-Neubau, handelt es sich um die erste Einheit des neuen Green Ship-Typs der Reederei, für die sie sich eine später in einen Festauftrag umgewandelte Option für einen Nachbau gesichert hatte, der am 21. Juli letzten Jahres aus dem Baudock ausgeschwommen war und im Herbst dieses Jahres unter dem Traditionsnamen Peter Pan in Fahrt kommen soll.

Der Entwurf für die beiden für 800 Passagiere und mehr als 200 Sattelzüge ausgelegten Neubauten stammt von OSK ShipTech. An dem Design der Innenausstattung hat die in Waren an der Müritz ansässige Firma Oceanarchitects einen wesentlichen Anteil.

Foto: RostockPort/ nordlicht

Die über 239 Pax-Kabinen verfügenden Neubauten mit einer Länge von 229,4 m, einer Breite von 31 m und einem Tiefgang von max. 6,9 m zeichnen sich u.a. durch eine 1200 qm große Außendecksfläche sowie 3500 qm öffentliche Räume aus. Für rollende Ladung stehen über zwei Heckrampen erreichbare rd. 4600 Spurmeter auf vier Decks mit 20 Ladeanschlüssen für E-Autos zur Verfügung. Als Hauptmotoren wurden je zwei Motoren des Typs 8L51 und 6L51/60 von MAN in Vater/Sohn-Konfiguration mit einer Gesamtleistung von 29400 kW installiert. Über Getriebe und zwei Verstellpropeller soll damit eine Geschwindigkeit von 22 kn erreicht werden. Die beiden ebenfalls von MAN zugelieferten je 500 cbm fassenden LNG-Tanks wurden auf Deck 1 platziert. Für die Bordstromversorgung wurden vier Wärtsilä-Motoren des Typs 9L20DF verbaut. Zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit stehen drei Bugstrahlruder zur Verfügung. Zur Ausrüstung der nach den Vorschriften und unter Aufsicht von DNV erstellten Neubauten mit optimierten Schiffslinien und reibungsarmen Unterwasseranstrich gehören u.a. LED-Lichttechnik, auch Wärmerückgewinnungsanlagen.

Bei dem neuen TT-Line-Flaggschiff handelt es sich bereits um das siebte Schiff dieses traditionsreichen Namens. Seine letzte Namensvorgängerin, die 2001 von der SSW Fähr- und Spezialschiffbau GmbH, Bremerhaven, erbaute sechste Nils Holgersson (BRZ 36468), war Anfang Februar dieses Jahres bei einem Werftaufenthalt in Klaipeda in Akka umbenannt worden, um den Namen für das neue Flaggschiff freizumachen. JPM

Neues TT-Line-Flaggschiff in Travemünde eingetroffen

Nach einer rund fünfwöchigen und rd. 11 600 Seemeilen langen Überführungsfahrt von China ist der jüngste Neubau der in Travemünde ansässigen Fährreederei  TT-Line GmbH & Co. KG, die Nils Holgersson, am Mittwochabend erstmals an der Trave eingetroffen und hat um 19.30 Uhr am Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde festgemacht. Bei seiner Ankunft wurde das in Rostock beheimatete neue Flaggschiff der Reederei traditionell mit einem Feuerlöschboot und einem Shantychor zünftig begrüßt.

Die auch zur Erledigung letzter Ausrüstungs- und Restarbeiten sowie ergänzenden Tests genutzte Überführung unter dem Kommando von Kapitän Stephan Schipplick verlief ohne Probleme. Hervorzuheben seien vor allem die „herausragenden See-Eigenschaften“ und die „beeindruckend niedrigen Verbräuche“ des Neubaus, so der Kapitän. Mit diesem Erstanlauf wird zugleich die über 60-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit der Lübecker Hafen-Gesellschaft mit der TT-Line fortgesetzt: Ende März 1962 hatte die erste Nils Holgersson den Fährverkehr zwischen Travemünde und dem schwedischen Trelleborg eröffnet. Bereits Ende April soll nunmehr der auch im Bereich der Umweltverträglichkeit Maßstäbe setzende Neubau in diesen Liniendienst eingestellt werden. Für Ortwin Harms, Geschäftsführer der LHG, ist dies „ein guter Beweis für die jahrzehntelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit TT-Line. Wir freuen uns auf die nächsten 60 Jahre“.

Das im Juli 2018 bei der chinesischen Jiangsu Jinling in Nanjing als Bau-Nr. JLZ8180222 bestellte Typschiff einer neuen TT-Line-Fährschiffsgeneration war am 7. März dieses Jahres an die Reederei übergeben worden.

Bei dem aufgrund seiner Ausstattung mit Dual-Fuel-Motoren sowohl mit Marinediesel (MGO) als auch mit verflüssigtem Erdgas (LNG) zu betreibenden 56138-BRZ-Neubau, handelt es sich um die erste Einheit des neuen Green Ship-Typs der Reederei, für die sie sich eine später in einen Festauftrag umgewandelte Option für einen Nachbau gesichert hatte, der am 21. Juli letzten Jahres aus dem Baudock ausgeschwommen war und im Herbst dieses Jahres unter dem Traditionsnamen Peter Pan in Fahrt kommen dürfte.

Der Entwurf für die beiden für 800 Passagiere und mehr als 200 Sattelzüge ausgelegten Neubauten stammt von OSK ShipTech. An dem Design der Innenausstattung hat die in Waren an der Müritz ansässige Firma Oceanarchitects einen wesentlichen Anteil.

Die über 239 Pax-Kabinen verfügenden Neubauten mit einer Länge von 229,4 m, einer Breite von 31 m und einem Tiefgang von max. 6,7 m zeichnen sich u.a. durch eine 1200 qm grosse Außendecksfläche sowie 3500 qm öffentliche Räume aus.

Für rollende Ladung stehen über zwei Heckrampen erreichbare rd. 4600 Spurmeter auf vier Decks mit 20 Ladeanschlüssen für E-Autos zur Verfügung. Als Hauptmotoren wurden je zwei Motoren des Typs 8L51 und 6L51/60 von MAN in Vater/Sohn-Konfiguration mit einer Gesamtleistung von 29400 kW installiert.

Über Getriebe und zwei Verstellpropeller soll damit eine Geschwindigkeit von 22 kn erreicht werden. Die beiden ebenfalls von MAN zugelieferten je 500 cbm fassenden LNG-Tanks wurden auf Deck 1 platziert. Für die Bordstromversorgung wurden vier Wärtsilä-Motoren des Typs 9L20DF verbaut. Zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit stehen drei Bugstrahlruder zur Verfügung. Zur Ausrüstung der nach den Vorschriften und unter Aufsicht von DNV in Bau befindlichen Neubauten gehören u.a. auch Wärmerückgewinnungsanlagen.

Bei dem neuen Flaggschiff handelt es sich bereits um das siebte Schiff dieses traditionsreichen Namens. Seine letzte Namensvorgängerin, die 2001 von der SSW Fähr- und Spezialschiffbau GmbH, Bremerhaven, erbaute und in Lübeck beheimatete sechste Nils Holgersson (BRZ 36468), war Anfang Februar dieses Jahres bei einem Werftaufenthalt in Klaipeda in Akka umbenannt worden, um den Namen für das neue Flaggschiff freizumachen. JPM

Brennstart für emissionsfreie Scandlines-Fähre in der Türkei

2024 in Fahrt kommen soll die im November letzten Jahres von der deutsch-dänischen Fährreederei Scandlines bei der türkischen Cemre-Werft bestellte emissionsfreie Frachtfähre. 

Am 4. April fand dort der erste Stahlschnitt für den  Neubau statt, der auf der als Vogelfluglinie bekannten Traditionsroute Puttgarden-Rødby die nächste Schiffsgeneration einleiten soll.

 „Damit hat der Bau der Fähre begonnen. Vor uns liegt ein spannender Prozess mit vielen Meilensteinen“, konstatierte Scandlines-COO Michael Guldmann Petersen bei der in kleinem Kreis zelebrierten Brennstart-Zeremonie. Da das Frachtgeschäft des Unternehmens derzeit wachse, freue man sich sehr auf die Indienststellung der neuen Fähre. 

Allein im vergangenen Jahr habe die Zahl der beförderten Frachteinheiten um 12 Prozent zugenommen. Mit seiner Kapazität von 66 Frachteinheiten werde der Neubau die aktuelle Kapazität um 23 Prozent erhöhen. 

Bei einer Überfahrtszeit von gut einer Stunde wäre die Fähre, deren Dienstgeschwindigkeit mit 10 kn angegeben wird, emissionsfrei zu betreiben. Sie kann auch im Hybridbetrieb eingesetzt werden, so wie auch jetzt schon die von Scandlines auf den Strecken zwischen Deutschland und Dänemark eingesetzten Fähren. Im Hybridbetrieb würde die Überfahrtszeit auf der 18,5 km langen Vogelfluglinie 45 Minuten betragen. Auf diese Weise kann die Fähre auch als Ersatzfähre eingesetzt werden, wenn eine der vier Doppelendfähren, die derzeit auf der Strecke Puttgarden-Rødby unterwegs sind, ihre Werftzeit absolviert.

Foto: Scandlines

So wie bei den Fähren auf der Route Rostock-Gedser können sowohl auf dem oberen als auch auf dem unteren Deck Lkws befördert werden. Das bedeutet, dass Fährbett 1 in Puttgarden und Fährbett 3 in Rødby so umgebaut werden müssen, dass auch das obere Fahrzeugdeck mit Lkws beladen werden kann. Gleichzeitig wird im Terminal von Puttgarden ein neuer Bereich für Lkws geschaffen.

Mit der emissionsfreien Fähre macht die Reederei nach der Implementierung des Hybrid-Systems jetzt einen weiteren Schritt auf ihrer „grünen Reise“ zur  klimaneutralen Schifffahrt.

Die Fähre wird zunächst ausschließlich in Rødby in Dänemark aufgeladen. Schon im Jahr 2019 hatte Scandlines in ein Stromkabel mit 50 kV / 25 MW zum Færgevej in Rødbyhavn investiert. Dieses Kabel wird nun bis zu den Fährbetten verlängert, wo ein Transformator und eine Ladestation installiert werden. Auf Sicht ist geplant, auch in Puttgarden laden zu können, sobald eine gute Lösung für den Einkauf grüner Energie gefunden wird.

Der modulare Aufbau der 147,4 m langen, 25,4 m breiten und 5,30 m tiefgehenden Doppelend-Fähre, die 140 Passagiere und auf zwei Decks mit 1200 Lademeter 66 Frachteinheiten befördern kann, ermöglicht ihre spätere Anpassung, sodass sie dann auch Pkws mitnehmen kann. 

Scandlines verspricht sich davon maximale Flexibilität, sowohl im Hinblick auf die künftige Technologie als auch im Hinblick auf den Bedarf.

Der von der norwegischen LMG Marine A.S  als angeblich „größte Hybridfähre der Welt“ entworfene Neubau wird mit einem flüssigkeitsgekühltem 10 MWh-Lithium-Ionen-Batterie-Energiespeichersystem (BESS) von Leclanché ausgerüstet, das von den europäischen Werken des Herstellers zugeliefert wird. Es soll die neusten schnell aufladbaren 65-Ah-Batteriezellen aus eigener deutscher Produktion mit einer garantierten Lebensdauer von 10 Jahren  enthalten. Das modulare und skalierbare BESS verwendet eine hochredundante Architektur mit 48 Batteriesträngen, die auf acht Schaltschränke verteilt sind. Die Auslieferung des mit max. 864 Volt arbeitenden Systems an die Werft soll im Januar 2023 beginnen. JPM

Geflüchtete aus der Ukraine können kostenlos mit den Scandlines-Fähren von Deutschland nach Dänemark reisen

Pressemitteilung

Russlands Invasion der Ukraine hat große humanitäre Folgen. Die Fährreederei Scandlines möchte ihrer Unterstützung für die ukrainische Bevölkerung Ausdruck verleihen, indem sie Geflüchteten aus der Ukraine kostenlosen Transport von Deutschland nach Dänemark auf den Scandlines-Fähren anbietet.

Scandlines verfolgt die Lage in der Ukraine sehr genau. Als Teil der kritischen Infrastruktur tun wir alles, um die Transportmöglichkeiten über die Ostsee aufrechtzuerhalten. Dies gilt auch für Menschen in Not, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten müssen.

Geflüchtete aus der Ukraine, die sich in einem der beiden deutschen Scandlines-Häfen, in Rostock oder Puttgarden, befinden und mit Scandlines nach Dänemark reisen möchten, müssen einen ukrainischen Ausweis vorweisen, um kostenlos mit der Fähre nach Gedser bzw. Rödby zu fahren. Dies gilt sowohl für Landgangsreisende als auch für Pkw. In einem Pkw müssen alle Passagiere mit Ausnahme des Fahrzeugführers einen gültigen ukrainischen Pass vorweisen.

„Wir betrachten die furchtbare Lage in der Ukraine aufmerksam und bereiten uns darauf vor, dass Geflüchtete aus der Ukraine eventuell die blaue Grenze zwischen Deutschland und Dänemark überqueren möchten. Die Vorlage eines ukrainischen Passes genügt, damit wir ihnen diesen kostenlosen Transport ermöglichen können. Dies ist unser Beitrag für die Betroffenen, die sich derzeit in einer sehr unglücklichen Lage befinden“, so Carsten Nørland, CEO Scandlines.

Scandlines weist darauf hin, dass die Kontrolle der Einreisenden Aufgabe der dänischen Behörden ist. Alle Einreisenden sind aufgefordert, die Einreiseregeln nach Dänemark vor der Einreise zu überprüfen.

Text: PM Scandlines

„Electra“ mit 40 kn emissionsfrei unterwegs

Das im kalifornischen Alameda ansässige Marinetechnologie-Startup Boundary Layer Technologies (BLT) hat mit der Editron-Abteilung des dänischen Danfoss-Konzerns eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) für die Lieferung des elektrischen Antriebssystems unterzeichnet, das in der von ihm entwickelten Hydrofoil-Elektrofähre Electra verbaut werden soll.

Das im Oktober 2021 erstmals vorgestellte Fährenkonzept ist für eine Reichweite von bis zu 100 Seemeilen und eine Reisegeschwindigkeit von 40 Knoten ausgelegt. Bei BLT geht man davon aus, das erste Einheiten ab dem 1. Quartal 2024 an Kunden ausgeliefert werden können, die in Märkten wie den USA, Skandinavien und im Mittelmeerraum tätig sind.

„Die Erfahrung von Danfoss als weltweit führender und vertrauenswürdiger Partner für mehrere Elektrofährprojekte auf der ganzen Welt wird uns helfen, die Lieferung zu beschleunigen“, ist BLT-CEO Ed Kearney, überzeugt. „Wir freuen uns sehr, uns gemeinsam auf diese Reise zur maritimen Dekarbonisierung zu begeben.“

Bei dem Editron Marine System handelt es sich um ein komplexes Gleichstrom-basiertes Antriebssystem, das speziell für Marineschiffe entwickelt wurde. Dazu gehören die Gleichstrom-Verteilung, die Stromerzeugung, die Nutzung von Energiespeichern und Triebwerksantrieben sowie die Gesamtsteuerung und -überwachung des Systems. Dieses wird mit dem Pod-Z-Antriebssystem von BLT gekoppelt. Neben 700-Volt-Lithium-Ionen-Batterien wird Electra auch über zwei 1,25 MW EM-PMI-540-T4000 -Antriebsmotoren verfügen, die die SRPM-Technologie (Synchron Reluctance Assisted Permanent Magnet) nutzen, um das Gewicht zu reduzieren und die Leistungsdichte zu verbessern. JPM

Happy Birthday! Die Megastar feiert 5. Geburtstag

Pressemitteilung

Foto: TallinkSilja

Tallink Siljas bis dato jüngstes Schiff Megastar, das täglich auf der Strecke Tallinn-Helsinki unterwegs ist, feiert diese Woche sein fünfjähriges Jubiläum als Mitglied der Unternehmensflotte. Die Megastar kam am 25. Januar 2017 in Tallinn an, hatte ihre erste offizielle Fahrt am 27. Januar 2017 und wurde am 29. Januar 2017 offiziell auf der Route Tallinn-Helsinki in Betrieb genommen. Und das Schiff hat schon viel erlebt: Es ist bislang an 1.816 Tagen auf der Strecke gefahren und hat bei den sechs täglichen Abfahrten insgesamt 475.605 Seemeilen zurückgelegt.

An Bord passen insgesamt 2.800 Passagiere, und so hat die Megastar in den letzten fünf Jahren insgesamt 7.609.511 Passagiere befördert und dabei 10.569 Fahrten zwischen den beiden Hauptstädten Estlands und Finnlands absolviert.

„Wir freuen uns, den 5. Geburtstag unseres jüngsten Flottenmitglieds zu feiern, und möchten die Gelegenheit nutzen, um all unseren Kunden zu danken, die im Laufe der Jahre mit ihr gefahren sind. Wir hoffen, dass unsere Kunden viele glückliche Momente an Bord der Megastar erlebt haben, denn sie hat den Menschen in Estland, Finnland und darüber hinaus sowohl in den glücklicheren Zeiten vor der Corona-Pandemie als auch – was noch wichtiger ist – in den letzten turbulenten Jahren gedient und weiterhin Familien, Freunde und Angehörige zusammengeführt“, sagte Paavo Nõgene, CEO der Tallink Grupp.

„Wir freuen uns darauf, die MyStar noch in diesem Frühjahr mit auf die Strecke zu nehmen, so dass sie gemeinsam mit der Megastar die umweltfreundlichste Verbindung zwischen den Küsten Estlands und Finnlands bildet“, fügte Nõgene hinzu.

„Mein größter Dank gilt allen Besatzungsmitgliedern, die auf der Megastar gearbeitet haben und arbeiten. Nur mit ihnen können wir gewährleisten, dass jeder, der das Schiff betritt, willkommen ist, gut betreut wird und die reibungsloseste und komfortabelste Reise über den Finnischen Meerbusen genießen kann“, so Nõgene abschließend.

Die Megastar ist gerade erst aus ihrer ersten geplanten Restauration aus dem Trockendock zurückgekehrt, bei der zahlreiche technische Systeme des Schiffes aufgerüstet und aktualisiert und die Passagierbereiche des Schiffes erneuert wurden. Die Megastar verkehrt nach wie vor auf der Strecke Tallinn-Helsinki mit sechs Abfahrten pro Tag.

Text: PM Tallink Silja

Die Baltic Queen fährt zur regulären Restauration ins Trockendock

Pressemitteilung

Die Baltic Queen, die auf der Strecke Tallinn-Stockholm unterwegs ist, verlässt heute Tallinn und fährt zur BLRT-Werft in Naantali, Finnland, um dort vom 27. Januar bis zum 9. Februar 2022 ein reguläres Trockendock aufzusuchen.

Während des Dockings werden zahlreiche technische Modernisierungen und Arbeiten am Unterwasserschiff durchgeführt, darunter die Wartung der Bugstrahlruder des Schiffes, die Wartung von Überbordventilen, Pumpen und Kühlern sowie die Installation von EnergoProFin-Propellernaben, die die Energieeffizienz des Schiffes erhöhen und Treibstoffeinsparungen ermöglichen sollen.

Foto: Tallink Silja

Zusätzlich zu den technischen Arbeiten werden auch die Passagierbereiche des Schiffes aufgefrischt, indem die Teppiche in den Treppenhäusern, auf den Treppen und in einigen Bars und Restaurants ausgetauscht sowie weitere kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Alles mit dem Ziel, den Komfort und das Reiseerlebnis für die Passagiere vor der Hochsaison im Frühjahr und Sommer 2022 zu verbessern. 

„Die Baltic Queen ist bei den Tallink-Silja-Kunden ein äußerst beliebtes Schiff. Seit wir die Route Tallinn-Stockholm im Juli 2021 wiedereröffnet haben, haben wir festgestellt, dass die Kunden gerne an Bord eines ihrer Lieblingsschiffe gehen und die kurzen Kreuzfahrten auf der Ostsee zwischen Tallinn und Stockholm genießen, während andere Reisemöglichkeiten aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin eingeschränkt sind“, sagt Kapitän Tarvi-Carlos Tuulik, Leiter des Schiffsmanagements der Tallink Grupp. 

„Wir arbeiten hart daran, unsere Flotte während der derzeitigen Nebensaison, in der viele unserer Schiffe vorübergehend stillgelegt sind, aufzurüsten und zu erneuern. So gehen wir voller Zuversicht in die Hochsaison, mit all unseren Schiffen in top Zustand“, fügt Tuulik hinzu.

Die Baltic Queen wird am Freitag, 18. Februar den Betrieb auf der Strecke Tallinn-Stockholm wiederaufnehmen und täglich zwischen Tallinn und Stockholm pendeln.

Text: PM Tallink Silja

Kreuzfahrtfähre Victoria I geht zur Restauration ins Dock

Pressemitteilung

Das Schiff Victoria I von Tallink Silja, das auf der Route Tallinn-Stockholm verkehrt, wird ab heute, 11. Januar, bis zum 26. Januar 2022, in der BLRT-Reparaturwerft Western Shiprepair in Klaipeda/Litauen, einer routinemäßigen technischen Wartung unterzogen. Das Schiff ist gestern, am 10. Januar, mittags vom alten Stadthafen Tallinns nach Klaipeda ausgelaufen und wird heute gegen Mittag in der Reparaturwerft in Klaipeda eintreffen.

Während des geplanten Dockings wird das Schiff verschiedenen regelmäßigen technischen Restaurantionsarbeiten und Modernisierungen unterzogen, wie beispielsweise der Wartung der Bugstrahlruder, dem Austausch der Dichtungen der Bugstrahlruder und der Verstellpropeller (CPP), der Wartung der Außenhautventile, Pumpen und Kühler, der Installation des Ballastwasseraufbereitungssystems (BWTS), der Installation von EnergoProFins an den Propellernaben zur Optimierung des Treibstoffverbrauchs des Schiffs sowie der Wartung der Getriebepumpen. Zusätzlich zu den technischen Wartungs- und Modernisierungsarbeiten werden auch die Passagierbereiche des Schiffes aktualisiert und aufgefrischt.

Foto: TallinkSilja

Tarvi-Carlos Tuulik, Leiter des Schiffsbetriebs der Tallink Gruppe und Leitender Kapitän, kommentierte die Wartungsarbeiten:

„Bei Tallink Silja gilt das erste Quartal des Jahres traditionell als Nebensaison, in der wir normalerweise die geplanten technischen Wartungsarbeiten an unserer Flotte durchführen. Dies ist auch in diesem Jahr der Fall, da wir versuchen, die Unannehmlichkeiten, die unseren Kunden durch geänderte Fahrpläne und weniger Abfahrten entstehen, so gering wie möglich zu halten.“

„Durch den Beginn der Nebensaison, der verstärkten Ausbreitung der Omicron-Variante des Coronavirus, die sich – zusammen mit den neuen Reisebeschränkungen der verschiedenen Länder – auf unsere Passagierzahlen auswirkt, und da mehrere unserer Schiffe ohnehin wieder außer Betrieb sind, ist dies der beste Zeitpunkt für technischen Wartungsarbeiten. So ist unsere Flotte dann pünktlich zum Beginn der Hochsaison im Frühjahr und Sommer wieder in Topform. Im Zuge der technischen Wartung werden wir die modernsten technischen Lösungen an Bord unserer Schiffe installieren, um sicherzustellen, dass diese so effizient, komfortabel und umweltfreundlich wie möglich sind. Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, um die Passagierbereiche zu erneuern, damit wir unseren Kunden nur den besten Service bieten können.“

Die Victoria I wird am 26. Januar nach Tallinn zurückkehren, wo sie zunächst im Hafen verbleiben wird, bis sie den Betrieb auf der Strecke Tallinn-Stockholm wieder aufzunimmt.

Text: PM Tallink Silja