Schlagwort: Fähren

Neue NIT-Studie: Fährreedereien sehen positiven Trend

Freude über die Erholung der Fährschiff-Branche seit Anfang des Jahres und auf den bevorstehenden Sommer: Die Buchungszahlen seien sehr positiv, manche Reedereien verzeichneten sogar bereits Ergebnisse über Vorkrisenniveau. Dieser positive Trend bestätige sich auch unter den Reiseveranstaltern, die Fährprodukte verkaufen. Die Nachfrage nach erdgebundenen Reisen sei überraschend hoch, so das Resümee nach der am 29. Juni in der Finnischen Seemannskirche in Hamburg veranstalteten diesjährigen Mitgliederversammlung des Verbandes der Fährschifffahrt und Fährtouristik (VFF).

Vertreter der Urlaubsgaranten 2022 – die Mitglieder des VFF Fährverbands trafen sich am 29. Juni in Hamburg zur jährlichen Versammlung. Foto: VFF

Dass das Interesse für Reisen mit dem eigenen Auto steigt, spüren die Mitglieder der 1995 gegründeten und in der Elbmetropole ansässigen Interessengemeinschaft, dem heute 55 branchenaffine Unternehmen angehören, bereits seit einigen Jahren. In einer Ende 2021 veröffentlichten Studie des Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) anhand 2.099 Online-Interviews unter deutschen Bundesbürgern im Alter von 18 bis 75 Jahren zum Reiseverhalten der Deutschen gaben rund 55 Prozent der Bundesbürger an, sich in den nächsten fünf Jahren eine Reise mit der Fähre vorstellen zu können – das sind etwa sechs Prozent mehr als drei Jahre zuvor. Für die aktuelle Saison haben zwar ein Großteil der Reisenden ihren Urlaub bereits in den letzten Monaten geplant, jedoch haben sich viele noch aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konfliktes für eine kurzfristige Buchung entschieden.

Das sei aber nicht alles: „Gerade in den letzten Tagen kommen viele Reisende auf die Reedereien zu, weil sie sich aufgrund der Flugausfälle und der besorgniserregenden Zustände an Flughäfen Sorgen machen“, erklärt Benoît Surin, Vorstandsmitglied des VFF. Auch das Geschäft der Fährspezialisten unter den Reisebüros und Reisemittlern boomt kurz vor dem SommerbeginnFähren behaupten sich dabei einmal mehr als Urlaubsgarant. Denn aufgrund der Frachtbeförderung müssen sie feste Fahrpläne einhalten und sind täglich auf den Meeresautobahnen unterwegs. „Ob beim Vulkanausbruch, in der Corona-Pandemie oder im aktuellen Ausnahmezustand der Luftfahrt – die Fähre ist krisensicher und immer da, wo Urlauber sie brauchen“, so Surin. JPM

VFF Mitgliederversammlung 2022 – Die Fähre ist mehr denn je Urlaubsgarant

Pressemitteilung

Gestern traf sich die Fährbranche in bester Laune zur jährlichen Mitgliederversammlung in der Finnischen Seemannskirche in Hamburg. Auf der Agenda stand neben den üblichen Regularien die Arbeit der unterschiedlichen Ausschüsse. Vorstandswahlen gab es in diesem Jahr nicht, da sich das Gremium mitten in der Amtszeit befindet. Von Seiten der Reedereien freute man sich über die Erholung der Branche seit Anfang des Jahres und auf den bevorstehenden Sommer. Die Buchungszahlen seien sehr positiv, manche Reedereien verzeichnen sogar bereits Ergebnisse über Vorkrisenniveau. Dieser positive Trend bestätigt sich unter den Reiseveranstaltern, die Fährprodukte verkaufen. Die Nachfrage nach erdgebundenen Reisen sei überraschend hoch. 

Foto: VFF

Dass das Interesse für Reisen mit dem eigenen Auto steigt, spüren die Mitglieder seit einigen Jahren. In einer Ende 2021 veröffentlichten NIT-Studie* zum Reiseverhalten der Deutschen gaben rund 55 Prozent der Bundesbürger an, sich in den nächsten fünf Jahren eine Reise mit der Fähre vorstellen zu können – das sind etwa sechs Prozent mehr als drei Jahre zuvor. Für die aktuelle Saison haben zwar ein Großteil der Reisenden ihren Urlaub bereits in den letzten Monaten geplant, jedoch haben sich viele noch aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konfliktes für eine kurzfristige Buchung entschieden. 

Das sei aber nicht alles: „Gerade in den letzten Tagen kommen viele Reisende auf die Reedereien zu, weil sie sich aufgrund der Flugausfälle und der besorgniserregenden Zustände an Flughäfen Sorgen machen“, erklärt Benoît Surin, Vorstandsmitglied des VFF. Auch das Geschäft der Fährspezialisten unter den Reisebüros und Reisemittlern boomt kurz vor dem Sommerbeginn. Fähren behaupten sich dabei einmal mehr als Urlaubsgarant. Denn aufgrund der Frachtbeförderung müssen sie feste Fahrpläne einhalten und sind täglich auf den Meeresautobahnen unterwegs. „Ob beim Vulkanausbruch, in der Corona-Pandemie oder im aktuellen Ausnahmezustand der Luftfahrt – die Fähre ist krisensicher und immer da, wo Urlauber sie brauchen“, so Benoît Surin weiter.

*Die Studie wurde durchgeführt vom Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) anhand 2.099 Online-Interviews unter deutschen Bundesbürgern im Alter von 18 bis 75 Jahren im September/Oktober 2021. Weitere Informationen unter https://www.faehrverband.com/de/pressemitteilungen/wd/blogID/16

Text: PM VFF

Kreuzfahrthafen Kiel: 922.000 Passagiere Indiz für Aufwärtstrend im Seetourismus

Foto: Jens Meyer

Der Kieler Seehafen hat 2021 mit einem Zuwachs des Ladungsvolumen um 9,3 Prozent auf 7,6 Millionen Tonnen nicht nur einen neuen Rekord beim Frachtumschlag erzielt, sondern kann auch im Seetourismus mit 921.796 Fähr- und Kreuzfahrtpassagieren nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr (517.540) vermelden.

„Für 2022 rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung und mit einer Rückkehr zur neuen Normalität“, kommentierte der über die auch im Passagierbereich registrierten guten Zahlen erfreute Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG, Dr. Dirk Claus, das Jahresergebnis des Förde-Hafens.

„Wir haben in 2021 gesehen, dass Reisen, sowohl auf Fähr- als auch auf Kreuzfahrtschiffen, auf Basis unserer gemeinsam mit den Reedereien entwickelten, guten Hygienekonzepte möglich sind. Die Nachfrage nach Schiffsreisen ist da.“ Die bisherige Buchungslage lasse auf eine stärkere Kreuzfahrtsaison 2022 hoffen.

2021 sei ein gutes Jahr, sowohl für den Fährverkehr mit 633.000 Passagieren (Vorjahr 483.000) als auch insbesondere für den Kreuzfahrtbereich mit 289.000 Passagieren (Vorjahr 34.500) gewesen. Mit 134 Anläufen von Kreuzfahrtschiffen im Jahr 2021 (29 im Vorjahr) habe sich Kiel als einer der erfolgreichsten nordeuropäischen Kreuzfahrthäfen positioniert, auch wenn die Passagierzahlen natürlich noch niedriger lagen als in normalen Zeiten. „Ohne Corona wären eine Million Passagiere in 2021 durchaus eine realistische Größe gewesen“, ist Claus überzeugt.

HAMBURG, Foto: Jens Meyer

Für 2022 lägen bereits deutlich über 200 Anmeldungen von Kreuzfahrtschiffen vor, wobei die Saison am 2. April mit dem Flusskreuzer Katharina von Bora eröffnet werde, gefolgt am 20.04.2022 von dem von Plantours vermarkteten Seeschiff Hamburg. Die meisten Anläufe werden in diesem Jahr von dem Rostocker Anbieter AIDA Cruises geboten, dessen Schiffe 39 Mal Flagge werden, gefolgt von MSC Cruises mit 38 Anläufen. Dabei dürfte es mit der Abfertigung von fünf Schiffen am 11.6. einen spektakulären Höhepunkt geben. Insofern blicke man optimistisch in eine weiter verbesserte Saison mit weiter steigenden Passagierzahlen. Gemeinsam mit seinen Partnern bietet der Kieler Hafen die entsprechenden Konzepte, dies umweltverträglich und sicher von Kiel aus zu gewährleisten. Die vorübergehende Aussetzung der RoPax-Fähren Color Fantasy und Color Magic im Oslo-Dienst der Color Line bedauere man und sei optimistisch, dass der Liniendienst auch für Passagiere eher kurzfristig wieder aufgenommen werden kann. Die Frachtfähre Color Carrier verkehrt weiter zwischen Oslo und Kiel.

Katharina von Bora, Foto: nicko cruises

Der Seehafen Kiel habe sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 alle von ihm verursachten Kohlendioxidemissionen (CO2) auf null zu reduzieren. Der am 24. November 2021 vorgestellte Drei Stufen-Plan des Hafens sieht vor, in 2022/2023 bereits 60 Prozent des Energiebedarfs der Kiel anlaufenden Schiffe mit Ökostrom zu decken. In 2025 sollen es dann 80 bis 90 Prozent sein, bevor in 2030 Klimaneutralität erreicht wird. Landstrom ist dabei das zentrale Element der Emissionsreduzierung. Die bestehenden Landstromanlagen am Ostseekai, am Schwedenkai und am Norwegenkai seien einsatzbereit und werden von Fähr- und Kreuzfahrtschiffen genutzt. Der Baustart für die Landstromanlage am Ostuferhafen ist in diesem Jahr vorgesehen… In den Jahren 2022/2023 sollen am Ostseekai bereits 60 bis 80 Kreuzfahrtschiffe klimaneutral im Kieler Hafen abgefertigt werden, so Claus. JPM

GNV Fähren gewährt während der Cyber Week Ermäßigungen auf Reisen bis September 2022

Pressemitteilung

Ob nach Sizilien, Sardinien, Marokko oder Tunesien: Wer ab dem heutigen Cyber Monday ein Ticket bei der italienischen Fährgesellschaft GNV bucht, erhält 45 Prozent Ermäßigung. Die Aktion ist bis zum 5. Dezember für alle planmäßigen Fahrten von Dezember 2021 bis September 2022 gültig, mit Ausnahme der Balearen. Größtmögliche Flexibilität wird durch die Option der kostenlosen Stornierung bis zu sieben Tage vor Abfahrt gewährleistet. 

Foto: GNV

Sardinien oder Sizilien – mit der Cyber Week von GNV kann die Planung der nächsten Reise beginnen. Schon jetzt stehen die Fährüberfahrten in das nächste Urlaubsziel für den Sommer 2022 zur Verfügung: Auf Sardinien bietet GNV sechs Abfahrten pro Woche von den beiden Häfen Civitavecchia und Olbia und zwei Abfahrten pro Tag für die Linien Genua-Olbia und Genua-Torres. Täglich können Reisende das umfassende Angebot des italienischen Unternehmens nutzen, das Sizilien mit den wichtigsten Häfen des Tyrrhenischen Bogens verbindet. Dazu gehören die Fähren von und nach Palermo mit Genua und Neapel, die Linien von Civitavecchia nach Palermo und Termini Imerese und die Seeverbindung Neapel-Termini Imerese.

Ermäßigung gibt es ebenfalls für die Fähren von und nach Marokko, die ein komplettes Netz zu allen wichtigen Mittelmeerhäfen ermöglichen: Fünf Linien von und nach Italien, Spanien und Frankreich, mit Verbindungen zwei- oder dreimal wöchentlich für Genua-Tangier, Barcelona-Tangier und Barcelona-Nador, Sète-Tangier und Sète-Nador. Dreimal wöchentlich wird in der Hochsaison die Verbindung Genua-Tunis angeboten, die in der Nebensaison zweimal wöchentlich verkehrt. Diese ist ebenfalls in der Aktion mitinbegriffen sowie die tägliche Verbindung mit Albanien von den Häfen Bari und Durres und mit Tunesien mit den wöchentlichen Fähren von den Häfen Civitavecchia und Palermo nach Tunis.

Alle Reisen können über die Reisebüros, die Hafenschalter von GNV und das Contact Center telefonisch unter +49 6996759093 oder per E-Mail unter info@gnv.it gebucht werden. Reisende können auch direkt auf der Website buchen: www.gnv.com. Weitere Informationen zur Cyber Week Aktion von GNV finden Sie hier.

Drei Tage Black Friday Aktion: 50 Prozent Ermäßigung auf Reisen bis September 2022

Pressemitteilung

Wer zwischen dem 26. und 28. November ein Ticket bei der italienischen Fährgesellschaft GNV bucht, erhält 50 Prozent Ermäßigung. Die Aktion gilt für alle Verbindungen und Reisen bis September 2022, ausgenommen die Balearen. Die dreitägige Rabattaktion ermöglicht es Kunden, Fährreisen mit größerer Flexibilität zu planen, denn für alle Reisen zwischen Februar und September 2022 besteht die Möglichkeit, diese bis zu sieben Tage vor dem Abfahrtsdatum kostenlos zu stornieren.

Foto: GNV

Die Ermäßigung gilt unter anderem für Sardinien: GNV bietet eine Route zwischen Civitavecchia und Olbia mit sechs Abfahrten pro Woche von beiden Häfen sowie die Strecken Genua-Olbia und Genua-Torres mit jeweils zwei Abfahrten pro Tag. Auf Sizilien hingegen bietet GNV tägliche Verbindungen von und nach Palermo mit Genua und Neapel, die Linien von Civitavecchia nach Palermo und Termini Imerese und die Verbindung Neapel-Termini Imerese und verbindet damit Sizilien mit den wichtigsten Häfen im Tyrrhenischen Meer.

Das Sonderangebot umfasst auch die tägliche Verbindung nach Albanien von der Linie Bari-Durres, Tunesien mit wöchentlichen Abfahrten von den Häfen Civitavecchia und Palermo nach Tunis, zusätzlich zu der Linie Genua-Tunis zweimal wöchentlich. Diese wird in der Hochsaison dreimal wöchentlich angeboten. Auch nach Marokko bietet GNV fünf Verbindungen mit Italien, Spanien und Frankreich an. So ergibt sich ein komplettes Netz zu sämtlichen wichtigen Mittelmeerhäfen mit Verbindungen zwei- bis dreimal wöchentlich, wie Genua-Tangier, Barcelona-Tangier und Barcelona-Nador, Sète-Tangier und Sète-Nador.

GNV wurde 1992 gegründet und gehört heute zur MSC-Gruppe. Das Unternehmen ist eine der wichtigsten italienischen Schifffahrtsgesellschaften im Bereich des Küstenhandels und der Passagierbeförderung im Mittelmeer: Mit einer Flotte von 24 Schiffen betreibt es 26 Linien von und nach Sardinien, Sizilien, Spanien, Frankreich, Albanien, Tunesien, Marokko und Malta.

Alle Reisen können über die Reisebüros, die Hafenschalter von GNV und das Contact Center telefonisch unter +49 6996759093 oder per E-Mail unter info@gnv.it gebucht werden. Reisende können auch direkt auf der Website buchen: www.gnv.com.

Text: PM GNV

Scandlines bereitet nächstes Fährschiff für ein Norsepower Rotorsegel vor

Pressemitteilung

Die Erfahrungen aus über einem Jahr Rotorsegel auf der Hybridfähre „Copenhagen“ sind so gut, dass Scandlines die Schwesterfähre „Berlin“ für die Ausstattung mit einem Norsepower Rotorsegel vorbereitet hat. Die Hybridfähre „Berlin“ fährt ebenfalls auf der Strecke Rostock-Gedser, anders als die „Copenhagen“ aber unter deutscher Flagge.

Als Scandlines im Jahr 2019 beschloss, ein Norsepower Rotorsegel auf der Hybridfähre „Copenhagen“ zu installieren, bildeten technische Daten des Produzenten Norsepower Oy Ltd, Erfahrungen von wenigen anderen Reedereien sowie eigene Untersuchungen und Berechnungen die Grundlage. Das Norsepower Rotorsegel wurde im Mai 2020 installiert. Nun hatte Scandlines etwa ein Jahr Zeit, um Daten zu sammeln, wie das Rotorsegel auf der „Copenhagen“ funktioniert und welchen Effekt es speziell auf der Route zwischen Rostock im Süden und Gedser im Norden hat.

„Wir hatten erwartet, dass das Rotorsegel auf der „Copenhagen“ zu einer CO2-Einsparung von vier bis fünf Prozent führen würde. Diese Erwartung wurde erfüllt, sodass wir nun bereit für den nächsten Schritt sind und deshalb auch die Schwesterfähre „Berlin“ für ein Segel vorbereitet haben”, sagt Michael Guldmann Petersen, COO von Scandlines.

Auch die „Berlin“ bedient die Strecke zwischen Rostock und Gedser. Dank ihrer perfekten Lage erfüllt die Route die Bedingung für eine bestmögliche Wirkung des Segels auf den Antrieb, nämlich dass der Wind rechtwinklig auf das Segel trifft.

„Unsere Route über die Ostsee verläuft in nord-südlicher Richtung, und der Wind kommt meist aus Westen oder Osten. Also hat unser Rotorsegel optimale Verhältnisse“, so der zufriedene Betriebschef.

Andere grüne Maßnahmen von Scandlines auf dem Weg hin zu emissionsfreien Fähren sind nach außen hin nicht ganz so sichtbar, weil sie sich unter der Wasseroberfläche befinden. Aber ein Rotorsegel, das 30 Meter in die Luft ragt, ist ein sehr deutliches Zeichen für eine grüne Vision.

„Insgesamt war das Interesse am Rotorsegel sehr groß – und groß war zunächst auch die Verwunderung unter den Passagieren über den „Schornstein“. Die meisten Besatzungsmitglieder sind mittlerweile Meister darin, technische Erklärungen zu geben, die gut verständlich sind“, berichtet Michael Guldmann Petersen.

Tuomas Riski, CEO von Norsepower, sagt: „Wir freuen uns, dass Scandlines den Einsatz unserer Rotorsegel-Technologie ausweitet, nachdem auf ihrem ersten Schiff, der „Copenhagen“, das Ziel der reduzierten CO²-Emissionen erreicht wurde. Die Funktionsweise unseres Rotorsegels wäre praktisch auf ca. 30.000 Schiffen der weltweit aktuellen Flotte anwendbar und wir hoffen, dass dieses wachsende  Vertrauen in Windantriebstechnologie ein weiteres Signal an Reeder und Betreiber ist.“

Die Vorbereitung für das Rotorsegel besteht unter anderem darin, dass auf der Fähre ein Stahlfundament gebaut wird, auf dem dann das Rotorsegel stehen soll. Die Arbeiten fanden statt, wenn die „Berlin“ Ende Mai ihren planmäßigen Werftaufenthalt bei Remontowa in Polen hatte. Die Installation des eigentlichen Rotorsegels ist für 2022 geplant.

Text: PM Scandlines

2020 mehr als 1,9 Passagiere abgefertigt: Hafen Ystad bereit für neue Fähren

Mit Fördermitteln der Europäischen Union hat der schwedische Hafen Ystad seine seeseitige Infrastruktur deutlich verbessert: Neben zwei neuen Fähranlegern wurden auch die bestehenden Liegeplätze ausgebaut. Jetzt wollen Hafenverwaltung und Kunden die größeren Potentiale heben: Mit ausgebautem Hinterland und dem Einsatz neuer und effizienterer Fähren. Für Verkehre von Zentral- und Osteuropa nach Stockholm, Göteborg oder Mittelschweden ist Ystad schon heute ein wichtiger Knotenpunkt.

Animation: Bornholmslinjen

Trotz pandemiebedingter leichter Rückgänge im Jahr 2020 wurden zuletzt 2,6 Millionen Tonnen Ladung und knapp 210.000 Frachteinheiten in Ystad umgeschlagen. Noch stärker ist der Standort im Passagierverkehr: 2020 nutzten mehr als 1,9 Millionen Passagiere das Angebot der Fährlinien von und nach Ystad, dabei wurden mehr als 600.000 Pkw befördert. Um den landseitigen Anschluss nach Norden und in Richtung Öresundregion weiter zu verbessern, setzt sich die Hafenverwaltung für einen Ausbau der Zufahrtsstraße E65 von Ystad nach Malmö ein. Die Maßnahme könnte den Hafenverkehr insbesondere zu Stoßzeiten entzerren und die Fahrzeiten in die Metropolen Malmö, Göteborg und Stockholm deutlich verkürzen. In Folge des seeseitigen Ausbaus setzen auch die Kunden des Hafens auf Wachstum: Die dänische Reederei Bornholmslinjen plant im Frühjahr 2022 mit der bei der Austal-Werft 5 in Cebu auf den Philippinen für 83, 65 Mio. Euro (136 Mio. AUD) mit Sektionszulieferungen von der Schwesterwerft im vietnamesischen Vung Tau in Bau befindlichen Express 5 den größten Katamaran der Welt auf der Route Ystad-Rønne/Bornholm einzusetzen. Das 115 Meter lange, 30 m breite Aluminiumschiff, das mit vier 16-Zylinder-4-Tktmotordeen des Typs W16V31 mit zusammen 53694 PS von Wärtsilä als Antrieb ausgerüstet wird und durch seine DF-Auslegung auch alternative Treibstoffe verbrennen kann, bietet Platz für 1.610 Passagiere und 451 Pkw. Brennstart für den als Werft-Nr.423 geführten RoPax-Neubau war am 8. Juli 2020.

Knotenpunkt in Südschweden: der Hafen Ystad und seine neuen Fähranleger. Foto: Ystad Hamn

Die Route Ystad-Rønne ist die kürzeste Verbindung nach Bornholm, und konnte auch im Coronajahr 2020 dank des hohen dänischen Inlandsreiseverkehrs stabile Passagierzahlen vermelden. Auf den Verbindungen nach Swinoujscie haben die beiden Reedereien Unity Line und Polferries im letzten Jahr den Transportkorridor zwischen Schweden und Polen aufrechterhalten. Angesichts des stetigen Wachstums der Passagier- und Frachtverkehre plant die Reederei Polferries nun die Verlängerung einer Ihrer Fähren, sowie die Bestellung einer brandneuen Fähre für 2024. „Wir freuen uns über den Ausbau unseres Hafens, ruhen uns aber darauf nicht aus. Mit dem Commitment der Kunden und einer stärkeren Infrastruktur im Hinterland sind wir zuversichtlich, dass das starke Wachstum des Standorts der letzten Jahre in allen Segmenten auch in Zukunft weitergehen kann. In Bezug auf Deutschland sind wir optimistisch, dass wir im Sommer viele Tagesgäste und Urlauber aus Sassnitz und von der Insel Rügen bei uns begrüßen können“, sagt der Geschäftsführer der Hafenverwaltung Ystad Hamn, Björn Boström. JPM

Kiel will „ökologischster Hafen Europas“ werden

Ab 2021 können auch Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgt werden

Nicht nur die Fährschiffe der schwedischen Stena Line werden künftig auch in Kiel emissionsfrei im Hafen versorgt: Gemeinsam haben Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Stadträtin Doris Grondke und Seehafen Kiel-GmbH-Geschäftsführer Dr. Dirk Claus am 9. Dezember die LED-Fassade der neuen Landstromanlage am Ostseekai vorgestellt. „Die Landstromanlage ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, der ökologischste Hafen Europas zu werden“, sagte Kämpfer. Damit trage man maßgeblich zur Umsetzung des Masterplans“ 100% Klimaschutz“ bei.

Das Land Schleswig-Holstein hat den Bau der Landstromanlage mit 8,99 Millionen Euro gefördert, weitere 1,26 Millionen Euro kommen von der EU. Zudem hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, um die Preise für Landstrom deutlich abzusenken.

Foto: PORT OF KIEL

Die Anlage zählt zu den leistungsstärksten ihrer Art und wird zunächst die Fährschiffe der Stena Line versorgen. Ab dem kommenden Jahr können dann zwei Schiffe, ein Kreuzfahrtschiff und eine Fähre, parallel Ökostrom beziehen. „Ab Januar decken wir 44 Prozent des Energiebedarfs der im Kieler Hafen liegenden Schiffe emissionsfrei und klimaneutral. In zwei Jahren sollen es dann bereits 60 bis 70 % sein. Damit nimmt Kiel eine Vorreiterrolle ein.“, kündigte Dr. Dirk Claus an.

„Diese Fassade ist bisher einmalig in ihrer Art. Die äußere Hülle hat bei Tageslicht durch ihre dynamisch strukturierten Lochungen einen ganz eigenen Charakter. Sobald die in der Fassade verborgenen LEDs dazu geschaltet werden, ergibt sich eine weitere Gestaltungsebene, die im Dunklen die Wahrnehmung komplett transformiert“, erläuterte Architekt Jan Schulz, BSP Architekten BDA. Für die 720 m² große Metallfassade wurden auf knapp der Hälfte der Fläche über 12.000 LEDs verbaut, die über eine Software einzeln ansteuerbar sind. Bei Vollbetrieb aller LEDs verbraucht die Fassade knapp 25 kWh Ökostrom.

Mit der jetzt erfolgten Einweihung der spektakulären Fassade der neuen Landstromanlage in Kiel bezieht die Stena Line nun auf 14 Fähren an sieben Terminals Landstrom während der Hafenliegezeit, und verringert ihre Emissionen nun auch an der Förde. Die Maßnahme führt zu einer Einsparung von 900 Tonnen Treibstoff und einem Äquivalent von 2.700 Tonnen CO2 pro Jahr. Die neue Anlage in Kiel wird mit 100 Prozent Ökostrom betrieben, somit werden während der Hafenliegezeit der Stena Germanica und der Stena Scandinavica neben CO2 auch NOX-, SOX– und Partikelemissionen eingespart.

Video: Port of Kiel

Neben Kiel bezieht Stena Line auch an zwei Abfahrtsterminals in Göteborg, sowie in Karlskrona, Norvik, Trelleborg und Hoek van Holland Landstrom für ihre Fähren und vermeidet damit jährlich 13.000 t CO2 im Routennetzwerk. Von 36 Fähren der Stena Line-Flotte wurden mittlerweile 14 für die Nutzung von High Voltage Shore Connection-Systemen (HVSC) umgerüstet.„Landstrom spielt für uns aus zwei Gründen eine wichtige Rolle: Zum Einen möchten wir einen unmittelbaren positiven Effekt auf die Luftqualität in den von uns frequentierten Häfen erzielen. Zum Zweiten erwarten wir in Zukunft einen noch höheren Anteil der Elektrifizierung in den Häfen: bei Pkw, Lkw, Hafenfahrzeugen und in unserem Falle natürlich vor allem bei den Schiffen. Mit unseren Batterie- und Powerbank-Projekten entwickeln wir unsere Fährdienste bereits seit längerem in diese Richtung weiter, und lernen jeden Tag dazu“, sagt Ron Gerlach, Trade Director und Geschäftsführer der Stena Line Deutschland. JPM

Erfolgreicher Probe-Anlauf: Hafenerweiterung in Ystad sichert weiteres Wachstum

Der Ausbau des südschwedischen Hafens Ystad in Südschweden ist beendet. Zwei neue Fähranleger mit neuen RoRo-Rampen und Landstromanschluss ermöglichen es jetzt, mehr Verkehre und größere Schiffe abfertigen zu können. Am 25. November 2020 absolvierte die erste Fähre erfolgreich ihren Probeanlauf im neuen Hafenteil, um sicherzustellen, dass die neuen Anleger einwandfrei funktionieren. Ab dem neuen Jahr werden die neuen Liegeplätze dann regelmäßig genutzt.

„Der Hafen von Ystad hat jetzt gute Voraussetzungen und Kapazitäten, um sowohl im Passagier- als auch im Frachtbereich weiter zu wachsen. Nach der Eröffnung der neuen Route Ystad-Sassnitz im September freuen wir uns besonders auf regelmäßige Verkehre von und nach Deutschland”, sagt Björn Boström, Geschäftsführer der Hafenverwaltung Ystad Hamn. Der südschwedische Hafen verzeichnet seit Jahren einen deutlichen Anstieg im Güter- und Personenverkehr und ist nach seinen Angaben größter Hafen in Schweden mit täglichen Fährverkehr nach Polen und Bornholm sondern auch drittgrößter Fährpassgierhafen des Landes.

Foto: Ystad Hamn

Prognosen zufolge wird das Wachstum trotz der Pandemie weiter anhalten. Das gilt sowohl für den Verkehr von und nach Swinoujscie in Polen sowie nach Bornholm, als auch für die neue Verbindung nach Sassnitz auf Rügen. Um den positiven Zukunftsaussichten bestmöglich entgegenzukommen, musste die Kapazität des Hafens bedarfsgerecht erhöht werden. Das abgeschlossene Bauvorhaben ist eines der größten Infrastrukturprojekte Südschwedens und wurde mit EU-Fördermitteln in Höhe von fast 700 Mio. Euro unterstützt. Im Mai 2019 haben die Arbeiten begonnen, eineinhalb Jahre später ist der neue Hafenabschnitt für den Fährverkehr nun fertiggestellt. Der neue Fährhafen vergrößert den Hafen land- und seeseitig, und beinhaltet unter anderem neue Vorstauflächen, Ankunftsbereiche, neue Wellenbrecher, Flächen für Zoll- und Grenzkontrollen und nicht zuletzt moderne Fähranleger. Bis Ende 2021 soll zudem die Möglichkeit der LNG-Betankung für die Fähren der Swinoujscie-Routen geschaffen werden. JPM

Auch die Stena Line GmbH & Co. KG verlagert Hauptsitz nach Hamburg

Nachdem die deutsch-dänische Fährreederei Scandlines Deutschland GmbH, eine Tochtergesellschaft der Scandferries Holding Aps, Kopenhagen, ihre Hauptverwaltung bereits im Dezember 2014 nach Hamburg verlegt hatte, kündigt jetzt auch die zur schwedischen Stena Line-Gruppe gehörende Stena Line GmbH & Co. KG die Verlegung ihres Unternehmenssitzes von Rostock in die Elbmetropole an, um im größten deutschen Seehafen ihr kommerzielles Geschäft zu konzentrieren.

Mit der für das Frühjahr 2021 geplanten Verlagerung der Kundendienste zum Schwesterunterunternehmen Baltic RoRo Services GmbH soll auch die operative Einheit im Konzern gestärkt werden. Als „ersten Schritt“ ihrer globalen Flaggenstrategie zur Erreichung „effizienterer Verwaltungsabläufe,  Reduzierung der Komplexität und Erhöhung der Flexibilität im Netzwerk“ plant die mit 36 Schiffen 18 Strecken in ihrem europäischen Netzwerk bedienende und mit Hauptsitz in Göteborg ansässige Stena Line -Gruppe zudem, die Fähre Mecklenburg-Vorpommern vom deutschen ins schwedische Register umzuflaggen und künftig von der Stena Line Scandinavia AB betreiben zu lassen. Allen Mitarbeitern*innen an Bord der Mecklenburg-Vorpommern sollen Arbeitsverträge bei der Stena Line Scandinavia AB angeboten und der Routenbetrieb unverändert bleiben.

„Mit den geplanten Veränderungen passen wir uns an die sich ändernden Marktbedingungen an und konzentrieren unser kommerzielles Geschäft in Hamburg. Hamburg ist einer der weltweit führenden Standorte der maritimen Wirtschaft, logistischer Knotenpunkt inmitten Europas und einer der am stärksten wachsenden Wirtschafts- und Digitalstandorte Deutschlands. Da wir im Frachtbereich zukünftig noch stärker auf integrierte Logistikkonzepte, intermodale Angebote und Transportketten aus einer Hand setzen, schafft die Nähe zu weiteren Unternehmen des Stena-Konzerns wie etwa Stena Glovis (Hamburg) und Stena Logistics GmbH (Bremen) Potentiale für eine noch engere Kooperation“, begründet Ron Gerlach, Trade Director und Geschäftsführer Stena Line Deutschland, die Entscheidung. Damit  wolle man auch an den Traditionsstandorten Rostock, Travemünde und Kiel das Kerngeschäft – effiziente, kundenfreundliche Fährtransporte – weiter wachsen lassen und langfristig  sichern. Mit der geplanten Auslagerung und Ausweitung des operativen Geschäfts zur Baltic RoRo Services GmbH (ebenfalls Teil der Stena Line Gruppe), fokussiere sich die Stena Line auf den Kernbetrieb des Unternehmens an den Abfahrtshäfen in Deutschland. Baltic RoRo Services erbringe als eigenständiges Unternehmen Stauerei- und Check-In Dienstleistungen für Stena Line und Drittkunden. 

Der Kiel – Göteborg-Dienst gehört zu den „Vorzeigerouten“ im Nordeuropa-Netzwerk, „Stena Germanica“.
Foto: Jens Meyer

Gerlach: „Unsere von Deutschland ausgehenden Routen Kiel-Göteborg, Rostock-Trelleborg und Travemünde-Liepaja sind Vorzeigedienste in unserem europaweiten Routennetzwerk. Über die Baltic RoRo Services planen wir zukünftig eine starke Präsenz in Rostock und Kiel zu etablieren und kundenfreundlich sowie hochqualitativ an der Kaikante unseren Service anzubieten.“ JPM