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Fincantieri-Neubau in Ancona übergeben

Viking Venus“ ungetauft auf Überführungsreise nach England

Foto: Fincantieri

Vierundzwanzig Monate nach dem ersten Stahlschnitt und zehn Monate nach dem Aufschwimmen im Baudock hat der Fincantieri-Werftbetrieb in Ancona am Donnerstagmorgen (15.04.2021) mit der Viking Venus den als Bau-Nr. H 6283 fertiggestellten jüngsten Neubau für die Viking Ocean Cruise-Flotte abgeliefert. Noch am gleichen Tag nahm der unter norwegischer Flagge in Fahrt gekommene 47842-BRZ-Neubau via Malta Kurs auf das Vereinigte Königreich. Dort soll er am 17. Mai von der britischen Journalistin Anne Diamond getauft werden, um anschließend die für das im Frühjahr und Sommer geplanten Reisen im Rahmen des England‘s Scenic Shores-Programm aufzunehmen. Erst kürzlich hatte die Reederei für Mai dieses Jahres den Restart ihrer Pandemie-bedingt eingestellten Reisen mit ausgewählten „Welcome Back“-Reisen in England, Bermuda und Island angekündigt, die ausschließlich von bereits geimpften Gästen gebucht werden können.

Bei dem für 930 Gäste in 465 Kabinen – ausschließlich Balkonkabinen und großzügige Suiten – auf sechs seiner 10 Decks ausgelegten Schiff handelt es sich bereits um die siebte Einheit einer bis 2027 von den italienischen Werftbetrieben der Fincantieri-Gruppe zu liefernden Serie von insgesamt 16 Einheiten dieses Typs. Das skandinavisch inspirierte Innendesign des 227,20 m langen, 28,80 m breiten und auf 6,7 m Tiefgang ca. 4900 tdw tragenden Neubaus, dessen Kontraktpreis mit ca. 340 Mio. EUR angegeben wird, stammt von der Londoner SMC Design und den in Los Angeles ansässigen Rottet Studios. Zur Ausstattung gehören zwei Pools, davon ein Infinity Pool am Heck sowie vier Aufzüge, ebenso wie ein großzügiger SPA-Bereich mit Sauna und Schnee-Grotte. Zur dieselelektrischen Maschinenanlage gehören vier MAN-Diesel – je zwei Motoren des Typs 9L32/44CR mit je 5040 kW bzw. 12V32/44CR mit je 6720 kW. Über zwei Wellen wird eine Leistung von 2 x 7250 kW auf zwei Propeller übertragen, womit eine Maximalgeschwindigkeit von 20 kn erreicht werden soll.

Video: Youtube/FincantieriChannel

Mit dem 2012 bestellten Typschiff Viking Star hatte die 1997 von Torstein Hagen als Flusskreuzfahrtunternehmen gegründete Reederei Viking Cruises ihre Aktivitäten um den Hochseebereich erweitert und die Zusammenarbeit mit der italienischen Fincantieri-Gruppe begonnen. Während der 2015 gelieferte Erstling Viking Star vom Fincantieri-Werftbetrieb in Marghera erstellt worden war, stammen alle zwischen 2016 und 2019 in Dienst gestellten Folgebauten, die Viking SeaViking SkyViking SunViking Orion und Viking Jupiter, aus Ancona.

Zwei weitere deutlich kleinere Neubauten erhält die mit Zentralen in Miami und Basel ansässige Reederei von der Fincantieri-Tochtergesellschaft Vard. Dabei handelt es sich um zwei bereits 2018 für ihre Neugründung Viking Expeditions bestellte Expeditionskreuzfahrtschiffe der Polaris-Klasse mit denen man sich ein weiteres Marktsegment erschließen will.

Nach Angaben von Viking-Chairman Torstein Hagen soll das erste dieser für 378 Gäste in 189 Kabinen ausgelegten Schiffe, deren Kaskos von Vard in Rumänien gebaut und bei einem norwegischen Vard-Zweigbetrieb komplettiert werden, im Januar 2022 als Viking Octantis in Fahrt kommen und das Schwesterschiff Viking Polaris im August 2022 folgen. Einschließlich der Option für zwei weitere Expeditionskreuzer dieses Typs umfasst das von Viking an die Fincantieri-Gruppe vergebene Gesamtauftragsvolumen damit 20 Neubauten. JPM

„Discovery Princess“ komplettiert Royal-Sextett

Aus Fincantieri-Baudock ausgeschwommen

Es ist der 19. Neubau des italienischen Fincantieri-Werftkonzerns für die zur amerikanischen Carnival Corporation gehörende Kreuzfahrtmarke Princess Cruises: Am 18. März hat die Discovery Princess nach dem Aufschwimmen ihr Baudock beim Fincantieri-Werftbetrieb in Monfalcone nahe Triest verlassen und wurde mit Schlepperassistenz an den Ausrüstungskai verholt.

Bei dem coronabedingt nunmehr erst im nächsten Jahr abzuliefernden Neubau handelt es sich nach dem am 30. September letzten Jahres von der gleichen Werft abgelieferten Schwesterschiff Enchanted Princess um die sechste und letzte Einheit einer 2013 mit der von dem Typschiff Royal Princess eingeleiteten Serie von 145 000-BRZ-Schiffen, zu der auch die Regal Princess, Majestic Princess und Sky Princess gehören. Das 329,92 m lange, 38,42 m breite, 8,6 m tiefgehende und über 19 Decks verfügende Schiff kann 3660 Gäste in 1830 Kabinen sowie 1346 Besatzungsmitglieder unterbringen.

Zur dieselelektrischen Maschinenanlage gehören vier Wärtsilä Dieselmotoren, darunter zwei Motoren des Typs 12V46 F à 14400 kW und zwei Motoren des Typs 14 V 46 à 16800 kW. Die Propulsion erfolgt über zwei Propeller, die von je einem 18 MW leistenden Elektromotor angetrieben werden. Damit wird eine Dienstgeschwindigkeit von 22 kn und eine Maximal-Geschwindigkeit von 22,9 kn erreicht.

Die Partnerschaft der Reederei mit der Werft in Monfalcone soll nach Komplettierung dieser letzten Einheit der Royal-Klasse mit einer neuen Schiffsgeneration fortgesetzt werden. Dabei handelt es sich um zwei Ende 2023 bzw. Frühjahr 2025 zu liefernde 175 000-BRZ-Schiffe für jeweils 4300 Gäste. Sie sind nicht nur die bisher in größten in Italien erbauten Kreuzfahrtschiffe, sondern auch die beiden ersten Schiffe der Reederei, die mit Dual-Fuel-Motoren ausgerüstet werden, die überwiegend mit emissionsarmen verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben werden. JPM

„Viking Mars“ in Ancona auf Kiel gelegt

Es ist bereits die achte Einheit dieses Typs für die Reederei Viking Ocean Cruises: Am 4. Februar fand mit dem Absenken einer weiteren Bodensektion auf die Pallen im Baudock des Fincantieri-Werftbetriebes im italienischen Ancona die Kiellegungszeremonie für die dort als Werft-Nr.6284 in Bau befindliche Viking Mars statt. Die Ablieferung des für 930 Gäste in 465 Kabinen ausgelegten 47800-BRZ-Neubaus soll nach Komplettierung, Endausrüstung und Erprobung Anfang 2022 erfolgen.

Von diesem sich durch moderne Sicherheitssysteme, hohe Energie-Effizienz und Umweltschutzstandards auszeichnenden Typ sollen von den italienischen Werftbetrieben der Fincantieri-Gruppe bis 2027 insgesamt 16 Einheiten an Viking geliefert werden. Mit der 2012 erfolgten Bestellung der Viking Star als Typschiff dieser Serie hatte die von dem norwegischen Reeder Torstein Hagen 1997 zunächst als Flusskreuzfahrtunternehmen gegründete Reederei ihre Aktivitäten um den Hochseebereich erweitert und die Zusammenarbeit mit der italienischen Fincantieri-Gruppe begonnen. Während der 2015 gelieferte Erstling Viking Star vom Fincantieri-Werftbetrieb in Marghera erstellt worden war, stammen alle zwischen 2016 und 2019 in Dienst gestellten Folgebauten, die Viking Sea, Viking Sky, Viking Sun, Viking Orion und Viking Jupiter, aus Ancona. Dort befindet sich derzeit auch das noch in diesem Jahr zu liefernde siebte Schiff, die Viking Venus, in der Endausrüstung.

Zwei weitere deutlich kleinere Neubauten erhält die mit Zentralen in Miami und Basel ansässige Reederei von der Fincantieri- Tochtergesellschaft Vard. Dabei handelt es sich um zwei bereits 2018 für ihre Neugründung Viking Expeditions bestellte Expeditionskreuzfahrtschiffe der Polaris-Klasse mit denen man sich ein weiteres Marktsegment erschließen will. Das erste dieser für 378 Gäste in 189 Kabinen ausgelegten Schiffe, deren Kaskos von Vard in Rumänien gebaut und beim norwegischen Vard-Zweigbetrieb in Sövik komplettiert werden, ist dort am 22.12.2020 aus dem Dockschiff ausgeschwommen und an den Ausrüstungskai verholt worden. Es wird als Bau-Nr. 906 geführt und soll im Januar 2022 als Viking Octantis geliefert und zu Reisen in die Antarktis sowie auf den Großen Seen in Nordamerika eingesetzt werden. Einschließlich der Option für zwei weitere Expeditionskreuzer dieses Typs umfasst das von Viking an die Fincantieri-Gruppe vergebene Gesamtauftragsvolumen damit 20 Neubauten. JPM

Atlantic Shipyards: Paris und Rom schaffen den Ausstieg

Der italienische Konzern Fincantieri wird nicht die Kontrolle über die Saint-Nazaire-Werften übernehmen. Die Operation, die 2017 initiiert wurde und Gegenstand einer Vereinbarung war, die im Februar 2018 zwischen Frankreich und Italien unterzeichnet wurde, wurde vorgestern offiziell beerdigt. Nach einem Telefonat zwischen dem französischen Minister für Wirtschaft und Finanzen Bruno Le Maire, seinem italienischen Amtskollegen Stefano Patuanelli und Margrethe Vestager, der für Wettbewerb zuständigen Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, gaben Frankreich und Italien ihre Entscheidung bekannt, die geplante Fusion zwischen Fincantieri und Chantiers de l’Atlantique zu stoppen. Mit dieser Entscheidung endet eine vierjährige Angelegenheit, die sich zu einem politischen und diplomatischen „Sumpf“ für die beiden Länder entwickelt hatte, bevor die Europäische Kommission eingeschaltet wurde.

Bis die Gesundheitskrise die Karten neu mischte und eine Möglichkeit bot, das es allen beteiligten Akteuren, auch Brüssel, erlaubte, sich aus einer Angelegenheit herauszuwinden, die ohne Schaden unlösbar geworden war. Offiziell verantwortlich für dieses Versagen sind daher das Coronavirus und die von ihm ausgelöste Krise: „Die Welt von 2021 ist eine ganz andere als die von 2017. Der Austausch zwischen Bruno Le Maire, Stefano Patuanelli und Margrethe Vestager hat zu der Feststellung geführt, dass die Voraussetzungen heute nicht mehr gegeben sind, um diese Operation erfolgreich durchzuführen“, heißt es aus ministerlichen Kreisen, wo betont wird, dass Covid-19 „sehr starke Unsicherheiten in allen Sektoren, insbesondere in der Tourismusbranche und der Kreuzfahrtindustrie, ausgelöst habe. Nur ein starkes Wachstum habe Anlass zu diesem Projekt gegeben, einen führenden europäischen Akteur in der Marineindustrie aufzubauen“.

Die Gesundheitskrise und ihre schweren Auswirkungen auf die Wirtschaft haben die Arbeit der Werften in St. Nazaire und Italien, deren Haupttätigkeit der Bau von Ozeanriesen ist, sehr deutlich beeinträchtigt. Die meisten Kreuzfahrtschiffe der Welt liegen seit März 2020 still, und vor 2022 wird keine nennenswerte Erholung mehr erwartet. In der Zwischenzeit verbrennt die Branche ohne Einnahmen und hoch verschuldet Milliarden von Dollar, um ihre Betriebskosten zu bezahlen und Kredite zurückzuzahlen. Unter diesen Bedingungen werden die von den Unternehmen geplanten Investitionen bestenfalls verschoben oder vorübergehend eingefroren, und wenn der Einbruch anhält, werden einige der anstehenden Aufträge oder Projekte einfach aufgegeben oder auf unbestimmte Zeit verschoben. In jedem Fall bietet der Markt keine mittelfristige Visibilität mehr, insbesondere im Segment der sehr großen Kreuzfahrtschiffe. Für Fincantieri ist die Übernahme von Saint-Nazaire logischerweise deutlich unattraktiver geworden.

Allerdings war das Projekt bereits vor der Pandemie in vollem Gange. In Brüssel waren die Dienststellen der GD Wettbewerb, die sich Anfang 2019 mit der heißen Kartoffel in den Händen wiederfand, nachdem Deutschland und Frankreich die Eröffnung einer Untersuchung der Fusion beantragt hatten, nicht für das Vorhaben in seiner jetzigen Form. Es hätte Fincantieri, einen öffentlichen Konzern, der bereits führend in diesem Sektor ist, in eine zu dominante Position gebracht, so dass nur der private deutsche Hersteller Meyer Werft als einziger wirklicher Konkurrent übrig geblieben wäre. Die Kommission hatte daher Fincantieri, dem etwa 15 Werften in Italien, Norwegen und Rumänien gehören, aufgefordert, einige seiner Vermögenswerte zu veräußern, um das Vorhaben akzeptabel zu machen. Die Italiener lehnten, wenig überraschend, ab. Und dann hatte Fincantieri von der ersten bis zur letzten Stunde erbitterte Gegner, angefangen bei den Präsidenten der französischen Region Pays de la Loire und des Departements Loire Atlantique sowie der Gewerkschaft Force Ouvrière. Seit 2017 gab es dann einige ziemlich spektakuläre Umkehrungen. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass der Auftragsbestand der Chantiers de l’Atlantique bereits vor der Krise ein historisch hohes Niveau erreicht hatte, so dass es weniger offensichtlich war, dass man sich auf einen großen Partner stützen musste, der zudem ein alter Konkurrent ist. Auch die Präsenz des Staates als Mehrheitsaktionär war eher beruhigend, und die Befürchtung, Fincantieri würde mit den Chinesen kooperieren, um ihnen beim Bau ihrer ersten Liner zu helfen, wurde zur Realität. Die Italiener verstanden jenseits der diskreten Zurückhaltung, dass sie an der Loire-Mündung offiziell nicht mehr willkommen waren. Warum dann, angesichts der Feindseligkeit, die unter den lokalen Akteuren einhellig geworden war, und wenn das industrielle und wirtschaftliche Interesse des Betriebs mit Covid-19 stark reduziert worden war, warum weiter darauf bestehen?

Um das Gesicht nicht zu verlieren, war es daher zwingend notwendig, den Rückzug intelligent zu organisieren, unter Mitwirkung der Franzosen. Während sich die Schlussfolgerungen der eingehenden Untersuchung in Brüssel verzögerten, wurde die Frist für die Umsetzung des französisch-italienischen Abkommens von Paris mehrfach verschoben. Das fünfte und letzte Mal Ende Dezember, für einen weiteren Monat. Praktisch war diese Verschiebung natürlich völlig unnötig; sie sollte nur ein letztes Mal den französischen guten Willen in dieser Frage demonstrieren. Und um ein wenig mehr Zeit zu haben, die Strategie zu verfeinern, den Abbruch des Projekts unter den bestmöglichen Bedingungen öffentlich bekannt zu geben. Es war zu erwarten, dass die Schuld auf Europa geschoben wird, das seit langem als Sündenbock für die nationalen Probleme einiger Mitgliedstaaten herhalten muss. Aber nicht dieses Mal. Nach dem durchschlagenden Widerstand von Margrethe Vestager gegen die geplante Alstom-Siemens-Fusion im Jahr 2019 wollten die Europäische Kommission und ihre hartnäckige Wettbewerbskommissarin offensichtlich nicht die Verantwortung für das Scheitern eines weiteren europäischen Konsolidierungsprojekts übernehmen.

Die drei Akteure haben sich daher offenbar darauf geeinigt, Covid-19 und seine Folgen auf dem Kreuzfahrtmarkt, die sehr real, aber noch nicht genau zu bestimmen sind, zu den Hauptschuldigen für diesen Verzicht zu machen. Und was passiert jetzt? Der Staat, dem 84,3 % der Chantiers de l’Atlantique gehören – der Rest des Kapitals wird von der Naval Group (11,7 %), der lokalen Unternehmensgruppe COFIPME (1,6 %) und den Arbeitnehmern (2,4 %) gehalten – wird wahrscheinlich nicht auf diesem Niveau bleiben. Eine Dringlichkeit ist jedoch nicht mehr gegeben. „Wir werden die Konsequenzen aus dieser Entscheidung ziehen und uns die Zeit zum Nachdenken nehmen. Es besteht kein dringender Handlungsbedarf, da Chantiers de l’Atlantique über eine stabile öffentliche Beteiligung verfügt und der Auftragsbestand über mehrere Jahre hinweg signifikant bleibt“, so das französische Finanzministerium, es bestätigt, dass es bereits Interessensbekundungen von potenziellen Käufern erhalten habe. „Wir werden uns alle Lösungen ansehen, ohne besonderen Druck, um uns die Zeit zu nehmen, an der besten zu arbeiten. Wir werden dies mit allen Beteiligten tun, dem Standort, den Mitarbeitern, den Subunternehmern, den lokalen Behörden… Wir werden auch über die Industriestrategie nachdenken müssen, die in der Verantwortung des Unternehmens und nicht des Staates liegen wird.“

Vincent Groizeleau/Mer et Marine

„Silver Dawn“ aus dem Baudock ausgeschwommen

Um den dritten Neubau der Muse-Klasse der in Monaco ansässigen Reederei Silversea Cruises handelt es sich bei der Silver Dawn, die am späten Nachmittag des 14. Januars aus dem Baudock des Fincantieri-Werftbetriebes im italienischen Ancona aufgeschwommen und anschließend an den Ausrüstungskai verholt worden ist.

Nach seiner Komplettierung, Endausrüstung und Erprobung soll der Neubau Anfang November abgeliefert werden und am 9. November von Barcelona zur einer ersten 10-tägigen Reise mit 10 Hafenanläufen nach Lissabon starten, die zugleich erster Teil der 23-tägigen Transatlantik-Überführungsreise nach Fort Lauderdale in Florida ist, zu der man auch in Lissabon oder Funchal zusteigen kann.

Foto: Silversea Cruises

„Unsere langjährige Zusammenarbeit mit Fincantieri erweitert weiterhin die Maßstäbe im Ultra-Luxussegment der Kreuzfahrtindustrie, wobei die kontinuierliche Unterstützung und Expertise der Royal Caribbean Group von unschätzbarem Wert für den Bau des Schiffes ist“, betonte Silversea Cruises-Präsident und CEO Roberto Martinoli nicht ohne Stolz den mit der Ausdockung erreichten Meilenstein.

„Für eine Werft kann es keine größere Anerkennung geben als die eines herausfordernden und anspruchsvollen Auftraggebers, der auf Innovation mit Enthusiasmus setzt“, ergänzte der für den Bereich Handelsschiffe bei Fincantieri verantwortliche General Manager Luigi Matarazzo unter Hinweis darauf, dass dies inzwischen der vierte Neubau sei, den man für Silversea erstelle.

Foto: Fincantieri

Nach den 2020, mit Corona-bedingten Verzögerungen übernommenen Neubauten, der von De Hoop in den Niederlanden erstellten Silver Origin und der von Fincantieri in Ancona erbauten Silver Moon verstärkt die Silver Dawn die Flotte der zur amerikanischen Royal Caribbean Cruises Ltd.-Gruppe gehörenden Reederei auf insgesamt zehn Schiffe. Das mit einer Bruttoraumzahl von 40791 vermessene Typschiff Silver Muse war bereits im April 2017 vom Fincantieri Werftbetrieb in Sestri Ponente bei Genua und das Schwesterschiff Silver Moon Ende Oktober letzten Jahres von der Werft in Ancona abgeliefert worden.

Foto: Fincantieri

Die 212,80 m langen, 27 m breiten, 11,50 m seitenhohen und auf 6,55 m Tiefgang 4060 t tragenden Neubauten können in 298 Suiten zwischen 36 und 174 qm mit Marmorbädern und begehbaren Schränken – davon 96 Prozent mit einem eigenen Balkon – bis zu 596 Gäste unterbringen. Die dieselelektrische Maschinenanlage besteht aus vier je 6,525 MW leistenden Wärtsilä-Dieselmotoren, die auf je einen 3-Phasen-Generator arbeiten. Die Propulsion erfolgt durch zwei je 8,5 MW leistende elektrische VEM-Fahrmotoren, mit denen über zwei Festpropeller eine Dienstgeschwindigkeit von 19,8 kn und eine Maximalgeschwindigkeit von 21 kn erreicht werden soll. Die Besatzung wird 411 Personen umfassen.

Erwähnenswert sind die von der beauftragten italienischen Klassifikationsgesellschaft RINA zu zertifizierenden Zusatznotierungen „Green star 3 Design“ und „COMF-NOISE A PAX“ sowie „COMF-NOISE B CREW“, die die besondere Umweltfreundlichkeit und das niedrige Geräuschniveau an Bord bestätigen sollen. JPM

New Ship Silver Dawn Floats Out in Ancona: Excitement Builds for the 10th Ship in Silversea’s Fleet

Pressemitteilung (Englisch)

Silversea Cruises’ new ship Silver Dawn touched water for the first time today during her float-out at the Fincantieri shipyard in Ancona, Italy. The fitting out phase will now begin — during which Fincantieri’s skilled craftspeople will bring the ship’s elegant interiors to life. Silver Dawn will become the 10th ship in the leading ultra-luxury cruise line’s fleet. With the delivery of both Silver Origin and Silver Moon in 2020, and with the delivery of Silver Dawn scheduled for November 2021, Silversea Cruises—and the global cruise industry in general—continues to demonstrate great resilience.

“We proudly celebrate this major milestone in the build of our beautiful new Silver Dawn,” says Roberto Martinoli, President and CEO of Silversea Cruises. “Our long-term collaboration with Fincantieri continues to push boundaries in the ultra-luxury cruise industry, while the ongoing support and expertise of the Royal Caribbean Group has been invaluable to the ship’s build. While Silver Dawn takes influence from our beloved ships Silver Muse and Silver Moon, our guests will benefit from many pioneering enhancements aboard the tenth ship in our fleet. We look forward to revealing these in the coming months.”

Luigi MatarazzoGeneral Manager Merchant Ships Division of Fincantieri, stated: “Based on the very successful design of Silver Muse, Silver Dawn is the fourth ship we will have built for Silversea. For a shipbuilder there can be no better acknowledgement than the one of a demanding and prestigious owner who welcomes innovation with enthusiasm. We are therefore extremely proud to celebrate the launch of this ship. She consolidates the technological and management leadership of our Group which takes on even greater value in the very challenging situation we are experiencing.”

Foto: Silversea Cruises

The third ship in the Muse-class series, and part of a long-term plan to grow and enhance the cruise line’s already luxurious fleet, Silver Dawn will be a sistership to Silversea’s Silver Muse, built in the Fincantieri shipyard of Sestri Ponente (Genoa) in April 2017, and Silver Moon, which was delivered in Ancona in October 2020. 

Foto: Silversea Cruises

Accommodating just 596 guests in 298 ocean-view suites – 96% of which will have a private veranda – and with a crew-to-guest ratio of 1:1.45, Silver Dawn will maintain the small-ship intimacy and spacious accommodation which are the hallmarks of the Silversea experience. She will offer guests many exciting enhancements when compared to Silver Muse and Silver Moon, which will be unveiled in due course. Providing superlative comfort and an enhanced onboard experience, she will unlock authentic travel experiences for Silversea’s discerning guests in the world’s most spectacular destinations.

Text: PM Silversea Cruises

Chantiers de l’Atlantique: Ein Monat mehr für Entscheidung zur Fincantieri-Übernahme

Die französische Regierung hat beschlossen, die im Februar 2018 mit Italien geschlossene Vereinbarung zur Übernahme der Chantiers de l’Atlantique durch die Fincantieri-Gruppe ein fünftes – und wahrscheinlich letztes – Mal zu verlängern. Die vierte Verlängerung dieses französisch-italienischen Abkommens sollte am 31. Dezember auslaufen, aber Brüssel hat sich immer noch nicht zu dieser Operation geäußert. Paris hat daher eine Verlängerung der Frist um einen Monat angekündigt. Die Europäische Kommission hat über ihre Generaldirektion für Wettbewerb den Fall vor zwei Jahren, im Januar 2019, aufgegriffen. Dies geschah auf Antrag Deutschlands und Frankreichs (da die Transaktion nicht von vornherein einer automatischen Prüfung unterlag, da ihr Betrag unter den in den Verträgen festgelegten Schwellenwerten lag). Nach einer ersten Untersuchungsphase stellte die Kommission fest, dass Bedenken hinsichtlich möglicher Wettbewerbsverzerrungen auf dem Liner-Baumarkt bestehen. Sie leitete daher im Herbst 2019 eine eingehende Untersuchung ein. Am Ende forderte Brüssel Fincantieri auf, eine Reihe von Maßnahmen vorzuschlagen, um eine zu starke Konzentration der auf dem Kreuzfahrtmarkt tätigen Werften in Europa zu verhindern. Aber die italienische Gruppe, die öffentlich gewarnt hat, dass sie einige ihrer Vermögenswerte nicht veräußern wird, um Saint-Nazaire übernehmen zu dürfen, glaubt, dass sie nicht weiter gehen kann.

Der Weiterverkauf von Chantiers de l’Atlantique ist seit Monaten blockiert, die Gesundheitskrise hat den Prozess zusätzlich verzögert. Allerdings hat Covid-19 auch die Karten neu gemischt, denn sie hat die Kreuzfahrtindustrie hart getroffen, die seit März fast völlig zum Erliegen gekommen ist und seitdem auf Sicht fährt. Eine signifikante Wiederaufnahme der Aktivität wird nun nicht vor dem Sommer erwartet, und vielleicht nicht vor 2022. In der Zwischenzeit verlieren die Reeder kolossale Summen, was sich unweigerlich auf die für die nächsten Jahre geplanten Investitionen auswirkt. Zunächst wird es zu Verschiebungen von Auslieferungen kommen und zweifellos auch zur Verschiebung bestimmter Aufträge und Projekte, die vor der Pandemie in der Pipeline waren, auf bessere Tage. Der Markt für sehr große Kreuzfahrtschiffe, weshalb Fincantieri die Saint-Nazaire in die Finger bekommen wollte (die viel größere Baudocks hat als die italienischen Werften, die im Rennen um die Mega-Kreuzfahrtschiffe an ihre Grenzen gestoßen sind), wird zweifellos das erste Opfer dieses neuen Paradigmas sein. Das macht die Übernahme der französischen Werft deutlich uninteressanter. Auch Fincantieri weiß, dass es in Saint-Nazaire nicht willkommen ist. Die Gruppe hat sich in den letzten vier Jahren (der Prozess begann im Dezember 2016, als die Italiener sich allein im Rennen um die Anteile der südkoreanischen Gruppe STX wiederfanden) immer gegen die Übernahme von Chantiers de l’Atlantique gestellt. Aber sie hat jetzt den größten Teil ihrer französischen Unterstützung verloren. In den letzten Monaten haben sich vor allem alle wichtigen Lokalpolitiker klar gegen eine italienische Übernahme positioniert, und auch der Senat hat sich Ende des Jahres zu Wort gemeldet und gefordert, dass eine Alternative gefunden werden muss.

Wonder of the Seas, Aufnahme vom 19. Juli 2020, Foto: enapress.com

Unter diesen Bedingungen ist seit dem letzten Sommer ein strategischer Rückzug Italiens immer plausibler geworden. Aber die Operation kann nicht so einfach aufgegeben werden, weil das Thema, auf beiden Seiten der Alpen sehr politisch ist. Vor allem in Italien, wo die französische Zurückhaltung in Bezug auf die Wiederaufnahme der Chantiers de l’Atlantique 2017 für einen starken Aufruhr in der öffentlichen Meinung und eine diplomatische Krise zwischen Paris und Rom gesorgt hatte. Wenn also die Voraussetzungen für eine italienische Übernahme nicht mehr gegeben sind, geht es jetzt darum, dass sich alle Beteiligten reibungslos und erhobenen Hauptes aus der Affäre ziehen können. Eine negative Stellungnahme aus Brüssel wäre ideal gewesen, aber die Europäische Kommission, die oft mit dem Rücken zur Wand steht, will vielleicht nicht noch einmal die Verantwortung für eine Situation übernehmen, in der sich zwei Mitgliedsstaaten selbst in die Bredouille gebracht haben. Sofern die Italiener nicht in letzter Minute Zusagen gemacht haben, die die europäische Position ändern könnten, was nicht unmöglich ist, aber sehr unwahrscheinlich erscheint, könnte vor allem Frankreich die diplomatische Karte ausspielen, indem es einen zusätzlichen Monat für den Abschluss des im Februar 2018 unterzeichneten Projekts gewährt (der übrigens aus den Vereinbarungen des französisch-italienischen Gipfels in Lyon im September 2017 resultiert). Diese Geste gegenüber Italien könnte tatsächlich darauf abzielen, den französischen guten Willen zu demonstrieren und Kritik zu vermeiden, falls die Operation scheitert. Was Fincantieri betrifft, so wird es immer noch in der Lage sein, Brüssel die Schuld zu geben und zu argumentieren, dass die Entwicklung des allgemeinen Kontextes die Aufgabe des Projekts zur Übernahme der nazairischen Werften mildert.

Foto: enapress.com

Sollte dies der Fall sein, stellt sich die Frage nach einem „Plan B“, da der Staat nicht die Absicht hat, Ultra-Mehrheitsaktionär des Unternehmens zu bleiben, von dem er nach dem Kauf durch Vorkauf der STX-Aktien im Jahr 2017 (wodurch er kurzzeitig auf 100 % aufstockte) und der Übertragung eines Teils des Kapitals an die Naval Group (11,7 %), die lokale Unternehmensgruppe COFIPME (1,6 %) und die Mitarbeiter (2,4 %) 84,3 % besitzt. Es besteht jedoch keine wirkliche Dringlichkeit, diesen Plan B umzusetzen, obwohl die Optionen logischerweise ziemlich begrenzt sein werden, da die geringe Rentabilität des Schiffbaus bedeutet, dass sich die Investoren im Allgemeinen nicht vor den Toren drängeln. Und die aktuellen Unsicherheiten werden in der unmittelbaren Zukunft wohl kaum helfen. Falls erforderlich, kann der Staat immer noch das Kapital der Naval Group (an der er fast 65% hält) erhöhen. Diese Aussicht auf eine Konsolidierung der beiden französischen Marine-Champions, CA für den zivilen und NG für den militärischen Bereich, eine Doppelaktivität, die übrigens bei Fincantieri recht erfolgreich war, hat die beiden Trikolore-Firmen mit ihrer sehr unterschiedlichen Geschichte und Kultur nie gereizt. Aber jetzt, wo der Bau eines oder zweier nuklearer Flugzeugträger in Saint-Nazaire auf dem Tisch liegt, könnte die Pille vielleicht leichter weitergeschluckt werden…

Vincent Groizeleau/Mer et Marine

2022 Start ins Expeditionskreuzfahrten-Geschäft: „Viking Octantis“ nach dem Ausschwimmen an den Ausrüstungskai verholt

Mit der am 22. Dezember  bei der  Vard-Werft im norwegischen Söviknes aus dem Dockschiff Atlante II ausgeschwommenen  und zur Komplettierung und Endausrüstung an den nahegelegenen Ausrüstungskai verschleppten Viking Octantis als erstes Expeditionskreuzfahrtschiff der neuen Marke Viking Expedition will die 1997 von Torstein Hagen gegründete Reederei Viking Cruises ihr bisheriges Geschäft mit Fluss- und Hochsee-Kreuzfahrten auf den Expeditionskreuzfahrt Sektor erweitern. 

Bei dem als Werft-Nr. 906 geführten Neubau, der im Januar 2022 in Fahrt kommen soll, handelt  es  sich um das erste von zwei Schiffen der Polaris-Klasse, die die mit Zentralen in Miami und Basel agierende Reederei bereits  im Juli 2018 bei der zum italienischen Fincantieri-Konzern gehörenden  Vard-Werftgruppe für ca. 460 Mio. Euro kontrahiert hatte, verbunden mit der Option für zwei weitere Nachbauten (aB: Ausgabe 1/2020). In seiner ersten Saison soll das Typschiff Viking Octantis zu Antarktisreisen und auf den Großen Seen in Nordamerika eingesetzt werden. Das Schwesterschiff Viking Polaris (Bau-Nr. 907) soll im Sommer 2022 folgen und Reisen in die Arktis und Antarktis bieten. 

Die Kaskos der über sieben Decks, davon drei mit 189 Kabinen in sechs Kategorien für 378 Gäste, verfügenden 30150-BRZ-Schiffe worden  bei  der Vard-Werft im rumänischen Tulcea gefertigt. Die über einen LNG/Hybrid-Antrieb verfügenden 18-kn-Schiffe, die mit 260 Crewmitgliedern besetzt werden, erfüllen die Anforderungen für die Polar-Klasse 6. Die mit drei Bugstrahlern ausgerüsteten  Schiffe zeichnen sich durch ihren eingezogene Bugform, modernste Flossenstabilisatoren sowie U-Tank- Stabilisatoren aus, die die Rollbewegungen des stillliegenden Schiffes um bis zu 50 Prozent stabilisieren sollen. 

Foto: Viking

Erwähnenswert ist auch der Hangar für bordeigene Wasserfahrzeuge, darunter zwei Mini-U-Boote für je sechs Personen mit Heckklappe und Slipanlage, das „Laboratorium“ mit Plätzen für Wissenschaftler  und Gäste sowie spezieller Forschungsausrüstung. Das im  Heckbereich angeordnete Panorama-Auditorium „The Aula“, das mit seinen raumhohen Fenstern eine 270-Grad-Aussicht bietet und die benachbarte Outdoor-Lounge „Finse Terrace“.  Das Design der  sich durch  hohe  Seetüchtigkeit in rauer See sowie  optimale Manövrierfähigkeit auszeichnenden Neubauten, deren  öffentlichen Räume im skandinavischen Stil eingerichtet  sind, wie er den Gästen der mehr als einem halben Dutzend von Fincantieri an die 2013 gegründete Schwestergesellschaft Viking Ocean Cruises gelieferten 47800-BRZ-Kreuzlinern  vertraut ist, denn sie stammt von den gleichen Marine-Architekten und Ingenieuren.

Als Taufpatin  der Viking Octantis  wird die gebürtige Norwegerin Liv Arnesen fungieren, die 1994 als weltweit erste Frau allein per Ski den Südpol erreichte. Taufpatin  der Viking Polaris  wird Ann Bancroft, die als erste Frau per Ski beide Pole erreichte.  JPM

Offizielle Übergabe des neuen Kreuzfahrtschiffs Costa Firenze

Ein Schiff, das der Renaissance gewidmet ist

Pressemitteilung

Das neue Schiff, das 2021 im Mittelmeer kreuzt und dann nach Asien fährt, repräsentiert einen Schritt Richtung Wiederaufnahme der Kreuzfahrten.

Costa Crociere, Teil der Carnival Corporation & plc (NYSE/LSE: CCL; NYSE: CUK), hat offiziell das neue Schiff Costa Firenze von Fincantieriübernommen, fertiggestellt in der Werft von Marghera und inspiriert von der Florentiner Renaissance. Die feierliche Übergabe fand heute als digitale Veranstaltung statt. 

Mit ihrer Bruttotonnage von 135.500 Tonnen und einer Kapazität von über 5.200 Gästen ist die Costa Firenze Teil eines Expansionsplans, der den Bau von sieben neuen Schiffen und Investitionen von mehr als 6 Milliarden Euro bis 2023 für die Costa Gruppe (Costa Crociere, Costa Asia und AIDA) umfasst. Die Costa Firenze ist das vierte abgelieferte Schiff, drei weitere sollen folgen. 

Elf der vierzehn Schiffe, die zurzeit unter der Flagge von Costa Crociere fahren, wurden vom Schiffbauunternehmen Fincantieri gebaut, was von der soliden Partnerschaft der beiden Unternehmen zeugt und einen signifikanten Beitrag zur italienischen Wirtschaft leistet. Tausende von Mitarbeitern finden in den Schiffswerften und in Drittfirmen, vor allem im Bereich Innenausstattung, Arbeit. 

Foto: Costa Crociere

«Die Auslieferung der neuen Costa Firenze ist ein Zeichen der Hoffnung und des Wiederbeginns der gesamten Kreuzfahrt- und Tourismus-Branche. Das Schiff ist ein konkreter Beweis dafür, dass unsere Gruppe den Neustart will. Wir hoffen, dass die Menschen bald wieder reisen können und mehr Schiffe ihre Segel setzen und so zur Wiederbelebung des Tourismus in Italien, Europa und weltweit beitragen»,so Michael ThammGroupCEO Costa Group & Carnival Asia. «Über die Pandemie hinaus verfolgt Costa das Ziel einer nachhaltigen und emissionsfreien Zukunft der Kreuzfahrt. Wir hoffen, dass unsere langjährige Partnerschaft mit Fincantieri dazu beiträgt, eine Roadmap für dieses ehrgeizige, aber wichtige Ziel aufzusetzen.»
Giuseppe BonoCEO von Fincantieri, sagte: «Costa Firenze ist das dritte Kreuzfahrtschiff, das wir seit September abgeliefert haben, und wir freuen uns, dass der Name an eine der berühmtesten Kunststädte in Italien und in der Welt erinnert. Die Ablieferung ist ein wichtiger Moment, denn sie ist der konkrete Beweis dafür, dass das Unternehmen wieder zu seiner normalen Produktionstätigkeit zurückfindet. Ich möchte auch betonen, dass sich die finanzielle und wirtschaftliche Situation von Fincantieri im Vergleich zu dem, was wir in den vorangegangenen Quartalen kommuniziert haben, nicht wesentlich verändert hat. Das Unternehmen hat sich als sehr widerstandsfähig erwiesen, indem es die Stornierung von Aufträgen vermieden und die Beziehungen zu den Kunden aus dem Kreuzfahrtsektor gestärkt hat. Wir sind ein wachsendes Unternehmen, wir haben einen internationalen Ruf und Zuverlässigkeit erlangt, was die weitere Entwicklung erleichtert, und wir können auf einen Auftragsbestand zählen, der eine langfristige Sichtbarkeit mit Möglichkeiten zur Steigerung von Effizienz, Produktivität und Rentabilität garantiert».

«Die Costa Firenze ist eine hervorragende Botschafterin Italiens. Sie bringt weltweit von Europa bis Asien den unverwechselbaren italienischen Stil auf die Meere», so Mario ZanettiChief Commercial Officer von Costa Crociere und Präsident der Costa Group Asia«Das Konzept der Costa Firenze ist von einer Kulturstadt inspiriert, die in der kollektiven Vorstellung der Welt für die Kunst, den Geschmack und die Raffinesse Italiens steht. Mit diesem Schiff möchten wir unseren Gästen, vor allem Familien, eine authentische Erfahrung mit einem speziellen Unterhaltungs- und Dienstleistungsangebot bieten.»

Der Innenausbau der Costa Firenze repräsentiert mit jedem Detail die Schönheit der toskanischen Stadt, der Wiege der Renaissancekunst und -kultur. Die Gemeinschaftsbereiche spiegeln die Atmosphäre eines Spaziergangs durch eine Strasse oder über einen Platz in Florenz wider, selbst in der Auswahl der Farben. Das kulinarische Angebot basiert auf der grossartigen mediterranen Küche, mit einer vielfältigen Auswahl, die durch die dreizehn Restaurants und sieben Bars gewährleistet ist. Mit seinen speziellen Angeboten und einigen Neuerungen, beispielsweise ein echter Abenteuerpark an Bord, eignet sich das Schiff perfekt für Familien. 

Beim Projekt Costa Firenze wurde die Nachhaltigkeit in besonderer Weise berücksichtigt. Die ausgezeichnete Umweltperformance des Kreuzfahrtschiffs wurde von RINA (einer internationalen Klassifizierungsgesellschaft) mit der freiwilligen Anerkennung Green Star 3 ausgezeichnet, die alle wichtigen Massnahmen zum Schutz und zur Verringerung des ökologischen Fussabdrucks bestätigt, unter anderem Abfall, Grauwasser, Schwarzwasser, Maschinenöl, CO2, Ozon, Treibhausgase, Feinstaub, Schwefeloxide, Stickstoff, Ballastwasser. Mit der Zertifizierung wird nicht nur anerkannt, dass verschiedene Umweltverträglichkeitsstandards eingehalten werden, sondern auch honoriert, dass beim Bau und bei der Navigation freiwillig Designlösungen und Betriebsprozesse umgesetzt wurden, die die internationalen Umweltschutzauflagen übertreffen sollen. 

Das Schiff wird 2021 auf zwei unterschiedlichen einwöchigen Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer unterwegs sein. Die erste Kreuzfahrt findet ab 28. Februar 2021 statt und umfasst die italienischen Destinationen Genua, La Spezia – mit Ausflügen nach Florenz – und Neapel sowie Valencia, Barcelona und Marseille. Die zweite Kreuzfahrt ist von Mai bis Oktober 2021 buchbar. Ihre Anlaufhäfen sind Genua, Civitavecchia – mit Ausflügen nach Rom, Neapel, Ibiza, Barcelona und Marseille. Ab Oktober 2021 erfolgt die Fahrt nach Asien, wo sich die Costa Firenze ihrem Schwesterschiff Costa Venezia anschliesst, das ebenfalls von Fincantieri – auf der Werft Monfalcone – gebaut wurde und seit März 2019 in Betrieb ist. 

Text: PM Costa Crociere

„Costa Firenze“ Ende Februar 2021 auf Jungfernreise

Zweiter Neubau für Costa Asia wird morgen abgeliefert

Der Corona-Pandemie ist es geschuldet, dass die Ablieferung mit mehr als zweimonatiger Verspätung und auch nur – für die Werft erstmals – digital erfolgen kann. Morgen, am 22.12.2020, wird die vom Fincantieri-Werftbetrieb im italienischen Marghera fertiggestellte Costa Firenze an die zur amerikanischen Carnival Corporation gehörende italienische Costa-Reederei-Gruppe abgeliefert.

Der Neubau soll in seiner ersten Wintersaison zunächst Mittelmeereisen nach Destinationen in Italien, Frankreich und Spanien eingesetzt werden und am 28. Februar 2021 zu seiner ersten 7-Nächte-Rundreise von Genua über La Spezia, Neapel, Valencia, Barcelona und Marseille starten. Wann und wo die Taufe stattfindet und wer als Taufpatin fungiert, war noch nicht zu erfahren.

Bei dem am 6. November 2019 in seinem Baudock aufgeschwommenen und nach seiner Endausrüstung und Erprobung jetzt unter italienischer Flagge in Fahrt kommenden Neubau handelt es sich nach der am 28. Februar 2019 vom Fincantieri-Werftbetrieb in Monfalcone abgelieferten und am 1. März des gleichen Jahres in Triest getauften Costa Venezia um das zweite speziell für den Einsatz auf dem chinesischen Markt konzipierte Schiff der Vista-Klasse für die Marke Costa Asia. Die knapp 800 Mio. Dollar teuren Neubauten sind Teil eines Expansionsplans, der den Bau von sieben Schiffen und Investitionen von mehr als sechs Milliarden Euro bis 2023 für die Costa Gruppe umfasst.

Das bei einer Länge von 323, 60 m, einer Breite von 37,20 m und einem Tiefgang von 8,55 m mit rd. 135 230 BRZ vermessende Schiff verfügt über 20 Decks, davon 14 für Passagiere, und kann in 2116 Kabinen bis zu 5260 Gäste unterbringen. Die Besatzung soll 1278 Personen umfassen. Die Innengestaltung des Schiffes, das u.a. über 13 Restaurants und sieben Bars verfügt ist von der Heimat verschiedener Renaissance-Meisterwerke und kulturellen florentinischer Tradition inspiriert. Die Propulsion erfolgt dieselelektrisch über zwei Podantriebe, mit denen eine Dienstgeschwindigkeit von 18 kn und eine maximale Geschwindigkeit von 22,6 kn erreicht werden soll. JPM