Schlagwort: Frankreich

La vie est belle

Alte Platanenalleen, Weinberge, historische Steinbrücken und schöne Restaurants – der Canal du Midi ist eine ganz besondere Erfahrung. Eile ist nicht gewollt, befand Holger Leue.

Einmal sein eigener Kapitän sein. Einmal den Fahrtwind auf dem legendären Canal du Midi spüren. Einmal die Herausforderung meistern, ein schickes Boot durch einen engen Kanal zu steuern – was, geglückte Manöver vorausgesetzt, am Ende richtig stolz macht.

Foto: Holger Leue / www.leue-photo.com

Vorkenntnisse, profundes Technikverständnis oder einen Führerschein braucht man für das Abenteuer Canal du Midi nicht. Zum Auftakt gibt es eine einstündige Einführung beim Bootsverleiher. Der Rest kommt von allein – nach dem „learning by doing“-Prinzip. Na gut, Fingerspitzengefühl sollte man mitbringen, dazu ein Gefühl für Tempo und Abstände, eine Prise Selbstbewusstsein – und plötzlich ist man selbst Kapitän der knapp 15 m langen Horizon 5, dem Flaggschiff des Hausbootvermieters.

Mit großzügigem Deckbereich und fünf Kabinen (samt fünf Nasszellen) ist sie perfekt für große Familien oder kleine Gruppen geeignet. Wir sind im Freundeskreis unterwegs und lassen uns vom Charme des Canal du Midi im Süden von Frankreich verzaubern. Gemächlich schippern wir mit maximal 8 km/h durch eine liebliche Landschaft, eingebettet in die Weinberge des Languedoc. Der Weg ist das Ziel, so heißt es auch hier. Ohne Stress, ohne Druck. Ein Weg mit hohem Erholungswert. Für uns heißt es „Leinen los“ an der Basis in Homps – dann kann der siebentägige Hausbooturlaub beginnen. Die wichtigsten Stationen unserer Strecke werden Paraza, Capestang und Bezier sein. So ein Urlaub ist die perfekte Kombination aus Entspannung, Erlebnissen und Teamwork. Denn man muss als Crew zusammenarbeiten, um durch die Schleusen zu manövrieren. Und auch das Anlegen erfordert aufgrund der Bootsdichte an einigen Liegeplätzen Präzisionsarbeit, bei der jedes Auge und jede leinenhaltende Hand zählt…

Foto: Holger Leue & Lars Böhnke / www.leue-photo.com

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AmaWaterways‘ ships on the move to meet increased demand for river cruising in France

Pressemitteilung in Englisch

AmaWaterways today released new photos of the award-winning AmaKristina and AmaDante on their ocean journey from The Netherlands to France. Once repositioned on the Rhône and the Seine rivers respectively, the ships will be ready to welcome guests when river cruising resumes in Spring 2021. The elegantly appointed river cruise ships have been repositioned in response to the heightened demand for itineraries that reflect the rich culture, renowned culinary experiences and remarkable history of the Normandy, Brittany and Burgundy regions of France.

This year, AmaKristina completed a four-month series of charter cruises on the Rhine successfully putting in place enhanced health and safety protocols to safeguard guests and crew. With this limited 2020 program, AmaWaterways became the first U.S-based river cruise line to resume sailing in Europe, cementing its place as an industry pioneer. Rhine cruises on board AmaKristina permitted the luxury river cruise line to gain invaluable experience sailing with protocols in 2020 and once travel restrictions are lifted, all ships and crews will be ready to offer guests peace of mind during their unforgettable river cruise experience.

Foto: AmaWaterways

“As Godmother of AmaKristina, I am excited to witness her extraordinary ocean journey down the west coast of France and Portugal and across the Mediterranean Sea to reach the mouth of the Rhône river where she will sail in 2021,” said Kristin Karst, executive vice president and co-founder of AmaWaterways. “AmaDante will join AmaLyra on the Seine and offer a leisurely itinerary with more beautiful scenic daytime cruising and many opportunities for biking and hiking plus a fascinating pre- or post-cruise optional stay in St. Malo, Brittany with a visit to Mont St. Michel.” AmaDante joins her three sisterships in France while AmaKristina will be the first 443 ft ship with signature twin-balcony staterooms to sail on French rivers.  Taking over the popular Colors of Province itinerary, AmaKristina will sailing the Rhône between Lyon and Avignon permitting AmaCello to travel a new itinerary on the Saône into the renowned wine growing area of Burgundy. The following are the new-for-2021 French itineraries and land programs: 

  • Impressions of the Seine & Paris a perfect itinerary for those looking to sail at a more leisurely pace between Paris and Le Havre. The journey meanders through the best of Northern France with many overnight visits to idyllic towns, fairytale castles, beautiful gardens and sites memorialized by famous Impressionist painters.
    • Pre- and post-cruise land options: Two nights in Paris; three nights in St. Malo with a visit to the magical island monastery of Mont St. Michel; one night in Paris.
  • Essence of Burgundy & Provence sailing between Chalon-sur-Saône and Arles embraces the romance, cuisine and fine arts of France with visits to romantic cities and artistic epicenters, along with experiences such as learning to cook French food in Valence at a culinary school.
    • Pre- and post-cruise land options: Three nights in Geneva, Switzerland; three in nights in Barcelona, Spain

With proven experience in safeguarding the health of guests and crew, and new itineraries in France and Egypt, AmaWaterways is uniquely positioned to welcome travelers craving immersive and exclusive experiences for 2021 and beyond. 

Text: PM AmaWaterways

Brücken, Bouchons und Bouillabaisse

Eine Flusskreuzfahrt durch Südfrankreich klingt verheißungsvoll: Entschleunigung auf dem Sonnendeck, Genussradeln durch die Camargue, alles garniert mit französischer Cuisine und Lebensart. Christofer Knaak war unterwegs mit der AROSA LUNA auf der „Route Classique“ durch Burgund und Provence.

Die Handbreit Wasser unterm Kiel, die Seemänner sich sprichwörtlich einander wünschen, bleibt Kapitän Frederic Touzelet buchstäblich noch zwischen Schiffsrumpf und Schleusenmauern. Wie souverän der Schiffsführer in fünfter Generation immer wieder durch die engen Kammern auf Rhône und Saône manövriert, fasziniert die Passagiere der AROSA LUNA ein ums andere Mal. 25 Schleusen mit bis zu 23 Metern Fallhöhe zählt die 840 Kilometer lange „Route Classique“ von Arosa. Sie führt in acht Tagen von Lyon aus erst auf der kanalisierten Rhône gen Süden in die Provence, dann zurück in die Zwei-Flüsse-Stadt und von dort nordwärts auf der naturbelassenen Saône ins Burgund. Dazwischen liegen etliche Brücken, weshalb das erhöhte Achterdeck mit Swimmingpool und Sonnenliegen häufig gesperrt wird. Das Kopfeinziehen auf dem Vorderdeck amüsiert die Passagiere aber immer wieder.
Mit 153 Gästen ist die Reise ausgebucht – alle Passagiere haben sich für den Premium-Alles-inklusive-Tarif entschieden. Auf dem Sonnendeck sitzend einen „Arosa Spritz“, eine Aperol-Variante mit Rosensirup, bestellen ohne dabei auf den Preis schauen zu müssen – dieses Savoir-Vivre genießen die Gäste bei ihrem Frankreich-Urlaub auf dem Fluss in vollen Zügen.

Und natürlich die Gastronomie insgesamt an Bord, die deutsche Küche und französische Cuisine miteinander kombiniert. Mittags und abends offeriert das Live-Cooking-Buffet Fisch, Fleisch und Gemüsesorten sowie Salate, Suppe und Desserts. Die Auswahl ist ausgezeichnet. Ab und an gibt das Küchenteam an Deck auch regionale Snacks aus, beispielsweise eine provenzalische Bouillabaisse. Die habe schon seit dem Vorabend in der Bordküche gesimmert, was für den hervorragenden Geschmack sorge, schwärmt Hotel-Manager Gerhard Schütz, selbst gelernter Koch.
Als „ein Schmankerl“ bezeichnet der Österreicher ein Dinner in der „Day Lounge“, die tagsüber Teil des Restaurants ist und bei dieser Reise zweimal für exklusive Abendessen in Menü-Form abgetrennt wird. 42 Euro kostet das Dining im Premium- und 69 Euro im Basic-Tarif. Serviert werden auf unserer Reise unter anderem Artischocke mit Bayonne-Schinken, confierter Kabeljau auf Marseiller Gemüse und Lucques-Oliven aus dem Languedoc. Dazu gibt es korrespondierende Weine….

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Fotos: Christofer Knaak, enapress.com

Durchs Herz von Frankreich

Die Oberleitungsmasten fliegen nur so vorbei. Kurz nachgerechnet ergibt sich ein Tempo von 360 Sachen. Der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV lässt bei Peer Schmidt-Walther keinen Gedanken daran aufkommen, schon bald komplett ausgebremst zu werden – auf dem Péniche-Kabinenschiff DEBORAH.

Briare, in der Region Loiret. Das kleine Städtchen liegt an der Grenze zum Burgund, wo auch der Verbindungskanal zwischen Seine und Loire mündet. Schon 1642 wurde hier nach 38 Jahren Bauzeit der Briare-Kanal fertiggestellt, der erste größere in Europa. Wasser und Land sind hier also eng miteinander verflochten, wofür nicht nur die zahlreichen Brücken und Schleusen ein beredtes Indiz sind. Früher wurden die Waren der Loire-Schiffe im seeartigen Hafen auf die großen Kanalfrachter umgeschlagen. Seinen Wohlstand verdankt Briare daher im Wesentlichen der Binnenschifffahrt. Was man nicht nur an den stattlichen Häusern, der mächtigen Kirche Église Saint-Etienne und zwei Schlössern ablesen kann, sondern auch im Schifffahrts-Museum des Deux Marines et du Pont Canal erfährt. Ein Besuch lohnt sich allemal, bevor man an Bord geht.

Charme nautique außen und innen

Erste Begegnung im Port de Commerce am Quai Mazoyer. Sie wirkt – blau-weiß und auf Hochglanz poliert – mit ihren 38 Metern geradezu wie ein Koloss inmitten der kleinen Hausboote. Am bulligen Steven der in blitzenden Stahllettern angeschweißte Name: DEBORAH. „Charme nautique“. So jedenfalls liest man es am Marina-Gebäude gegenüber. Passt!Ein junger, schwarzbärtiger Typ mit Basecap, T-Shirt und Jeans will sich gerade auf sein Klapprad schwingen. Er stoppt abrupt: „You are…? Per kräftigem Handschlag gibt er sich lachend als Kapitän zu erkennen. Rodolphe Magnin aus Lyon ist zwar erst 35, aber Chef „seines Dampfers“. „Wir haben noch viel Zeit“, tritt er schließlich in die Pedalen und verschwindet hinter Rosenbüschen in einer Gasse Richtung Stadt. Seine Freizeit ist knapp bemessen, denn ab 19 Uhr startet der Gäste-Empfang im Salon.Auch Célia Pszczolka, die Purserin, empfängt einen herzlich strahlend. Auf dem Treppenpodest eine Orchidee und ein Schild mit den Namen der Passagiere. Eine gute Idee! So kommt man vielleicht schneller ins Gespräch, wenn man sich persönlich ansprechen kann. Hier genügt der Vorname. Joana mit dem unweiblichen Nachnamen Casanova führt hinab aufs Kabinendeck.

Debut und Gourmet-Menü

Stilvoll und absolut modern in Grau, Blau und Weiß gehalten, fühlt man sich gleich wohl in dem kleinen Reich für sieben Tage. Stauraum ist dennoch genügend vorhanden und das Bad erstaunlich geräumig. Bis ans Fenster gluckert das grüne Kanalwasser.
Der Sekt perlt in den Gläsern, während die sechsköpfige Crew ihr Debut gibt. Beifall ist die Belohnung dafür.Im sonnendurchfluteten Restaurant indes hat sich bereits Christophe Muller aufgebaut wie auch später zweimal am Tag. Der gewichtige Elsässer, in blendendem Weiß mit hoher, steifer Mütze, wartet auf die hungrige Gäste-Meute. Seine Menü-Folge lässt einem schon vorab das Wasser im Munde zusammenlaufen: Spargel, Entenbrust, eine lokale Käseauswahl, Erdbeer-Mousse und Weine. Produkte, wie Christophe betont, die frisch aus der Region stammen und ein Bio-Siegel führen. Gespannt sind auch die belgischen Tischnachbarn Christiane, René und Pierre, mit denen schnell eine muntere Unterhaltung in Gang kommt. Wir beschließen spontan zusammenzubleiben, obwohl freie Tischwahl herrscht.
Geradezu angeflogen kommt die blonde estnische Serviererin Egle Lukoseviciote aus Klaipeda, dem früheren Memel…..

Fotos: PSW, CroisiEurope, Shutterstock.com

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