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Reederei Cassen Eils bietet Corona-Schnelltests für den Helgolandverkehr an

Pressemitteilung

In Zeiten von Corona ist pragmatisches Handeln gefragt, daher eröffnet die Reederei Cassen Eils aus Cuxhaven am Montag, den 16. November 2020 ihr eigenes Corona-Schnelltestzentrum im Fährhafen. Hintergrund für die ungewöhnliche Maßnahme ist eine Verordnung der Gemeinde Helgoland, denn alle Passagiere die nach Helgoland reisen, müssen einen Schnelltest vorlegen. Bis Ende November sind zwar zunächst touristische Reisen zur Insel untersagt, aber die Verordnung gilt auch für Insulaner, Handwerker, den Tierarzt – schlicht für jede Person, die auf die Insel reisen möchte. 

Am Fährhafen 4 in Cuxhaven ist ab Montag die medizinische Betreuung für die Helgoland-Reisenden beheimatet. Das Fachpersonal eines medizinischen Partners führt vor Ort die Antigenen Schnelltests durch und bereits nach 15 Minuten gibt es ein Ergebnis. Dieses ist für das Betreten des Schiffes unbedingt erforderlich. Die Schnelltests werden kostenpflichtig für den Sonderpreis von 12,50 Euro pro Person durchgeführt und das nur in Verbindung mit einem gültigen Ticket der Schifffahrtsgesellschaft. Cassen-Eils-Geschäftsführer Peter Eesmann freut sich über das Ergebnis: „Nur durch die Unterstützung der Gemeinde Helgoland können wir unseren Fahrgästen diesen wirklich attraktiven Preis anbieten.“ 

Der Fahrplan zur Insel ist Corona-bedingt bis zum 30. November 2020 auf Fahrten montags, mittwochs und freitags jeweils um 10.30 Uhr ab Cuxhaven und um 16.00 Uhr ab Helgoland zurück beschränkt. Das Testzentrum wird passend zu den Abfahrten von 08.30 Uhr bis 10.00 Uhr geöffnet.

Text: PM Reederei Cassen Eils GmbH

Abenteuer Wattenmeer

Die Quest, ein kleines Expeditionsschiff des norwegischen Reiseunternehmens Arctic Travel Company wäre jetzt eigentlich im Eis von Spitzbergen und Grönland unterwegs. Sie wurde spontan von der auf Sylt ansässigen Reederei Adler-Schiffe gechartert, ein mutiger Schritt. Bis Anfang Oktober sollen im fünftägigen Rhythmus kleine Abenteuer und große Erlebnisse auf den Inseln Helgoland, Sylt, Amrum und auf den Halligen geboten werden. Maik Günther begleitete eine Reise.

Fast könnte man das kleine Schiff im riesigen Kreuzfahrtterminal Steinwerder übersehen. Im Vergleich zu der direkt daneben liegenden AIDAperla ist die Quest ein Winzling. Betrachtet man allein die Bruttoraumzahl, so würde die Questca. 100x in das riesige Kreuzfahrtschiff passen. Dafür hat das 1992 in Dänemark gebaute und 2018 renovierte Expeditionsschiff für polare Kreuzfahrten andere Vorteile. Sie verfügt über die zweithöchste Eisklasse und fünf Zodiacs, stabile Schlauchboote mit denen auch Ausfahrten und Anlandungen in abgelegenen Gebieten möglich sind. Ok, die Eisklasse ist für eine Reise auf der Nordsee im Spätsommer nicht unbedingt notwendig. Eisberge tauchen im Wattenmeer nur selten auf, aber die Zodiacs werden sich auf dieser Kreuzfahrt noch als äußerst sinnvoll erweisen.

Foto: Maik Günther
Foto: Maik Günther

Lediglich 12 Passagiere haben sich für die zweite offizielle Reise angemeldet. Vier Ehepaare, zwei Alleinreisende im Alter zwischen 50 und 70 und zwei junge Frauen, die sich mit voller Lebensfreude ins kleine Nordsee-Abenteuer stürzen. Einige Passagiere erkundeten bereits zuvor mit MS Quest Spitzbergen oder unternahmen Expeditionsreisen mit anderen Schiffen in die Antarktis. Sie alle suchen individuelle Entdeckungen und keine Pauschalreisen mit hunderten oder gar tausenden Mitreisenden. Das Angebot von Adler-Expedition kam zur rechten Zeit und die Entscheidung zur Buchung erfolgte spontan. Aber eine neue Idee muss halt erstmal bekannt werden. Sven Paulsen, Inhaber der seit 70 Jahren existierenden Reederei Adler-Schiffe, ist sich dieses Risikos bewusst. Die Corona-Zeit stellt besonders harte Herausforderungen an die Tourismusbranche dar. Auch die 25 Fahrgastschiffe, der in Westerland auf Sylt ansässigen Reederei, konnten in den letzten Monaten nicht im gewohnten Umfang für Ausflugsfahrten und dem Fährverkehr an der deutschen Nord- und Ostseeküste sowie in Hamburg eingesetzt werden. Den Kopf in den Sand stecken kam indes für ihn nicht in Frage. Er und sein Team nutzten die ruhige Zeit für die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte. Schon lange hegte Paulsen den persönlichen Traum mit seiner Reederei nachhaltige und informative Expeditionsreisen in heimischen Gewässern anzubieten. Er selbst war bereits auf ganz besonderen Expeditionen unterwegs. Auf Skiern erreichte er den Nord- und Südpol, 2018 unternahm er die Pan Frisian Expedition und befuhr mit einer Dreimastbark Artemis die komplette Insel- und Halligwelt im Nationalpark Wattenmeer. 26 Stationen in 14 Tagen und knapp 500 Seemeilen von Dänemark bis in die Niederlande. Einen kleinen Auszug dieses einzigartigen Erlebnisses möchte Paulsen plus Team den Gästen an Bord der Quest innerhalb von fünf Tagen vermitteln….

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