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Klarer Sieger: Katamaran „Halunder Jet“ schlägt Helgoländer Bürgermeister Jörg Singer im Wettrennen für plastikfreie Meere

Pressemitteilung

Helgolands Bürgermeister Jörg Singer und der Highspeed-Katamaran traten am 12. Juli 2022 in einem Wettrennen gegeneinander an. Als Sieger ging der „Halunder Jet“ hervor. Die „Lange Anna Challenge“ fand auf der Hochseeinsel Helgoland statt und wirbt mit einer Wette für plastikfreie Häfen. FRS Helgoline aus Flensburg sucht gemeinsam mit der Stiftung Lange Anna weiterhin nach Sponsoren für diesen guten Zweck.

Am 12. Juli 2022 wurde auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland die Frage geklärt, wer eine Strecke von 1/2 Seemeile schneller zurücklegen kann: Helgolands Bürgermeister Jörg Singer auf einem Surfboard mit Elektro-Jet-Antrieb oder der Highspeed-Katamaran „Halunder Jet“. Beide waren mit Geschwindigkeiten von über 50 km/h unterwegs und lieferten sich ein spannendes Duell. Schlussendlich konnte der Katamaran jedoch als klarer Sieger hervorgehen, gefolgt vom Bürgermeister auf seinem Board. Unter tosendem Applaus wurden Kapitän Heiner Eilers und Jörg Singer während der Siegerehrung gebührend gefeiert. Das Wettrennen fand auf der Helgoländer Reede am Tag des Seebäderdienstes statt und wurde von zahlreichen begeisterten Zuschauern sowohl von Land als auch von Bord beobachtet.

Foto: Ralf Steinbock

Heiner Eilers sagte nach dem Rennen: „Gemeinsam für Helgoland haben wir dieses Rennen veranstaltet und wir gehen hier stolz mit dem „Halunder Jet“ als Sieger heraus.“ Doch der Helgoländer Bürgermeister geht dennoch als Gewinner für seine Insel nach Hause. Denn durch die Lange Anna Challenge wollen beide Kontrahenten Kooperationen für das Projekt „Plastikfreie Häfen“ fördern und gemeinsam mit vielen Partnern etwas Gutes für die Umwelt ins Leben rufen. In den Helgoländer Häfen sollen innovative Meeresmülleimer installiert werden, um diese von Plastik und Meeresmüll zu befreien. Gleichzeitig diente die Veranstaltung dazu, mehr Aufmerksamkeit auf die globale Problematik zu lenken und stärker für das Thema zu sensibilisieren. Der erste Mülleimer ist bereits installiert, weitere sollen durch Spendengelder finanziert folgen.

Das Budget für das Projekt beläuft sich auf ca. 30.000 €, welches FRS Helgoline als einer der Hauptsponsoren mit 5000 € unterstützt. Dank der „Langen Anna Challenge“ ist die Stiftung Lange Anna ihrem Ziel ein ganzes Stück nähergekommen. Es werden weiterhin Sponsoren gesucht, die sich ebenfalls gerne an dem Projekt beteiligen können.

Weitere Informationen gibt es unter www.frs-helgoline.de und www.langeanna.de.


Text: PM FRS Helgoline

„So gut wie neu“: „Nordlicht“ zurück im Helgolandverkehr 

Bereits 1989 hatte die Nordlicht als erster deutscher HighTech-Katamaran Fahrten nach Hegoland  geboten. Nach einem  Refit ist das  seinerzeit von der norwegischen Fjellstrand-Werft erbaute Schnellschiff  heute (29. April 2022) erstmals in dieser Saison ab der  „Alte Liebe“  in Cuxhaven wieder nach Helgoland gestartet. 

Zuvor hatte das 38,4 m lange, 9,4 m breite und 2,10 m tiefgehende Schiff eine komplette Salonerneuerung erhalten. Auf zwei Decks werden bis zu 272 Plätze in der Comfort-Class und in der Captains-Class angeboten. Die Sitze wurden von Firma „West Mekan“ aus Norwegen zugeliefert und entsprechen dem Komfort-Standard der größeren „Schwester“ Nordlicht II. Viele Plätze finden sich vis à vis an Tischen und für alle anderen wurde die Beinfreiheit großzügig bemessen. 

Darüber hinaus wurde die Nordlicht mit einem aktiven Motion-Damp-System zur Wellenstabilisierung nachgerüstet. Erst vor kurzem waren erstmals die hinter den Motoren – zwei  Diesel des Typs  MTU 396 mit einer Leistung von je 1800  kW – liegenden Wasserstrahlantriebe erneuert worden: Die  leistungsstarken Rolls Royce Waterjets  mit lenkbarem Wasserstrahl wurden von der ersten auf die vierte Generation gewechselt und können um bis zu 23 Prozent effizienter betrieben werden.  Mit ihnen wird eine Geschwindigkeit von 38 kn (ca.70 km/h) erreicht.  „Unser MS  Nordlicht ist nun so gut wie neu“, ist AG „EMS“-Vorstand Dr. Bernhard Brons überzeugt. 

Zwar sieht sich  die zur AG „EMS“-Gruppe gehörende Reederei Cassen Eils mit ihrem Seebäderschiff Helgoland modern und umweltfreundlich für den Verkehr von und zur Hochseeinsel aufgestellt, jedoch kann der Katamaran andere Zeiten bedienen und flexibler im Hinblick auf Kundenanforderungen eingesetzt werden. „Das Kundenverhalten ändert sich immer wieder“, weiß Peter Eesmann, Geschäftsführer der Reederei Cassen Eils. „Heute erwarten die Gäste, nicht nur einmal am Tag eine Verbindung von Cuxhaven nutzen zu können und auch Insulaner werden zusätzlich Abfahrten für den Besuch des Festlands zu schätzen wissen“. Im Wechsel mit dem größeren Katamaran  Nordlicht II, der erst im November in Dienst gestellt worden war, wird das Schiff bis Ende Oktober im Helgolandverkehr eingesetzt. Zusätzlich zu den Abfahrten ab Cuxhaven, werden ebenso Fahrten von Büsum nach Helgoland angeboten. 

Am 6. April 1989 war die Nordlicht das erste Mal los zu einer Fahrt mit Gästen gestartet. Damals war es eine große Innovation und ein Wagnis. Der High-Tech-Katamaran war zunächst als neues Angebot für den Ausflugsverkehr und für Helgolandreisen von verschiedenen Häfen von der Emder AG „EMS“ angeschafft worden. Weiterhin gab es Touren ab Greetsiel und sogar ab Bremen-Vegesack nach Helgoland.

Zudem war die Nordlicht ein begehrtes Incentive-Produkt. Tatsächlich  war der  Katamaran Wegbereiter für den Schnellverkehr nach Helgoland, aber auf der Insel tat man sich schwer mit dem neuen Super-Kat. Die traditionelle Börte passte mit dem Schnellschiff nicht recht zusammen, schließlich legte es direkt im Hafen an. Im Laufe der Jahre folgten der Nordlicht weitere Katamarane nach, da die schnellere Anreise dem Gästewunsch entsprach.

Bevor die AG „EMS“ jedoch die Nordlicht in Auftrag gab, wurden im November 1983 Testfahrten mit einem Luftkissenfahrzeug der British Hoverkraft nach Borkum durchgeführt. Neben technischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten interessierten damals auch Umweltaspekte und die Akzeptanz der Insulaner die Reederei. Letztlich hätte dieses Fahrzeug jedoch an den Wattflächen anlanden müssen, was die schützenwerten Salzwiesen und Seehundschutzgebiete gestört hätte. Man wollte schon damals einen Schnellverkehr umsetzen und hatte das Doppelrumpfschiff noch nicht wirklich als Alternative in Betracht gezogen. JPM

Jeder Kakao zählt – Eine Müllsammelaktion der besonderen Art

23 Kakao für 230 Liter Meeresmüll. Müllsammelaktion trotz kaltem März ein Erfolg. Einstieg für die Zukunft. Eine Kooperation des „de green steer“ Projektes, der Helgoland AirService GmbH und des Helgoland Tourismus-Services.

Pressemitteilung

Vor allem mit den starken Stürmen im Herbst und Frühjahr landet auch auf der Helgoländer Düne (helgoländisch: Hallem) so einiges, was nicht in die Nordsee gehört. Schätzungsweise werden jährlich 20.000 Tonnen Müll in die Nordsee und das UNESCO-Welterbe Wattenmeer eingeleitet. Etwa 600.000 qm³ Müll liegt vermutlich auf dem Meeresgrund und täglich wird es mehr. Diese Problematik hat Siebo Wessels, Leiter des Restaurants „Runway 33“ der Helgoland AirService GmbH, auf eine Idee gebracht. Im März hat er für zwei Wochen Dünengäste auf besondere Weise zum Müllsammeln angeregt. Für jeden mit Meeresmüll gefüllten 10 Liter Müllsack gab es einen Kakao als Belohnung. Das war besonders im kalten März ein willkommener Anreiz.

Foto: Dr. Rebecca Ballstaedt

Etwa 23 Kakao, also entsprechend 23 Säcke Müll sind in den zwei Wochen im „Runway 33“ angekommen. „Das ist ein toller Einstieg“, freut sich Herr Wessels, der die Aktion auch in Zukunft wiederholen möchte. Die Idee fand auch großen Anklang beim Helgoland Tourismus-Service, welcher die Entsorgung des Mülls übernahm. „Ohne zu Zögern haben wir schnell und unbürokratisch die Entsorgung des Mülls organisiert Die Kosten werden zu 100% von uns übernommen.“, so Stephan Hauke, Tourismusdirektor des Helgoland Tourismus-Services, „Auch in Zukunft werden wir diese Müllsammelaktion unterstützen.“  Die Bewerbung der Aktion übernahm das „de green steer“ Projekt. „Die Initiative von Herrn Wessels ist genau das, was wir an den teilnehmenden Betrieben schätzen und würdigen“, sagt Rebecca Ballstaedt, die das „de green steer“ Projekt koordiniert. Das „Runway 33“ ist eine von über 50 Betriebsstätten, die dem „de green steer“ Projekt auf Helgoland angehören. Sie alle engagieren sich seit 2019 für mehr Nachhaltigkeit in ihrem Leben und Wirtschaften. Gefördert wird „de green steer“ ebenfalls vom Helgoland Tourismus-Service und der Gemeinde Helgoland.

Kurzportrait Helgoland:

Helgoland liegt mitten in der Nordsee, etwa 60 km von der deutschen Küste entfernt. Rund 1.500 Insulaner haben auf Deutschlands einzigartiger Hochseeinsel ein Zuhause gefunden. 

Jährlich erleben etwa 250.000 Gäste die Einzigartigkeit Helgolands – Tendenz steigend. Die zum Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein zugehörige Insel mit der Nebeninsel Düne feiert dieses Jahr 70 Jahre Freigabe und Wiederaufbau Helgolands und 90 Jahre Zugehörigkeit zum Kreis Pinneberg.

Text: PM Helgoland Tourismus-Service

Mit neuem Achterschiff und Antrieb „Münsterland“-Probefahrt erfolgreich beendet

Foto: AG „Ems“

Als nunmehr drittes mit LNG betriebenes Fährschiff der AG „Ems“-Gruppe nach dem Neubau Helgoland und der umgebauten Ostfriesland hat die Borkum-Fähre Münsterland nach einem 17,5 Mio. Euro teuren Großumbau bei der niederländischen Werft Koninklijke Niestern Sanders BV in Delfzijl mit dem dort auch gefertigtem neuen Achterschiff einschließlich der neuen Antriebsanlage am 23. Dezember 2021 ihre technische Erprobungsfahrt erfolgreich absolviert.

Zur technischen Erprobung gehören neben der Bebunkerung mit verflüssigtem Erdgas (LNG) auch eine erstmalige Inbetriebnahme der neuen Diesel-Gas-Elektro-Maschinenanlage. „Das ist immer ein spannender Moment“, verrät AG „EMS“-Inspektor Claus Hirsch. Im neu gebauten Achterschiff sind alle Komponenten der neuen Antriebsanlage vom Gastank, Generatoren, die elektrischen Fahrmotoren, die Azignel-Propeller und die Hilfsaggregate verbaut. „Nun kann das Feintuning im Zusammenspiel der einzelnen Komponenten erfolgen“, so Hirsch. „Fahreigenschaften und Manövrierfähigkeit des 15 Meter längeren Schiffes sind sehr gut“, zeigte sich auch Kapitän Dirk Saathoff sehr erfreut. Durch den Umbau der 1986 in Leer als 1859-BRZ-Schiff für 1200 Gäste und max. 70 Pkw erbauten Münsterland erhöhte sich nicht nur die Länge auf 94 m, und die Pkw-Stellplatzkapazität um 15 Plätze, sondern es entstanden auch zwei neue Salons und ein größeres Sonnendeck für die Passagiere des trotz höherer Maschinenleistung unverändert 15,5 kn schnellen Schiffes.

Wie bereits auf der bereits 2015 entsprechend umgebauten Ostfriesland wurde auch hier ein Flüssiggastank vom Typ C eingesetzt, d.h. die Behälter bestehen aus einem inneren Tank und einem weiteren äußeren, der zum Schutz dient. Dazwischen sorgt eine Vakuumisolierung für die gleichbleibenden Umgebungsverhältnisse, denn das Flüssiggas lagert bei -162° C und 5 bar Druck im Tank. Neu ist die Größe des verbauten Spezialtanks, denn anders als bei der Ostfriesland, auf der ein geometrisches Raumvolumen von 45 m³ gegeben ist, fasst der Tank der Münsterland 53 m³. Das größere Volumen wurde durch einen vergrößerten Innendurchmesser des inneren Tanks und eine verbesserte Isolation und dadurch geringere Schichtbreite ermöglicht.

„Die Gasventileinheiten (GVUs) konnten nun im Tankaufstellraum untergebracht werden, so dass dieser Platz im Maschinenraum frei geworden ist“, erklärt AG „Ems“-Projektleiter Michael Baumfalk. LNG, das aus Methan besteht und auf minus 162°C heruntergekühlt wird, erlaubt es Stickoxide und Schwefeloxide um 90% bzw. 95% sowie Kohlendioxide um 20% zu reduzieren und Feinstaub nahezu komplett zu vermeiden.

Das Umbau-Projekt wird im Rahmen der Umsetzung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung (MKS) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert, wobei die Fördermaßnahme wird von der NOW GmbH koordiniert wird. Man hat uns EU-weit als First Mover bezeichnet und das wollen wir bleiben. Dazu gehört, nicht nur die ersten zu sein, die auf LNG setzen, sondern dies auch konsequent weiter zu entwickeln und zu verfolgen“, konstatiert AG „Ems“-Vorstand Dr. Bernhard Brons.

Die Münsterland wird gegen Ende Januar aus den Niederlanden zurückerwartet und verkehrt künftig wieder auf der Route Eemshaven – Borkum. JPM

Robbensaison 2021: Erste Geburten in der Kinderstube Helgoländer Düne

Pressemitteilung

In Kooperation mit dem Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e.V.

Die Wurfsaison der Kegelrobben, Deutschlands größtem Raubtier, auf der Helgoländer Düne hat wie erwartet vor ein paar Tagen begonnen. Seit der ersten Kegelrobbengeburt im Winter 1996/97 stieg die Geburtenzahl jährlich bis zum Winter 2020/21 (653 Geburten). Laut aktuellem Stand liegen derzeit vier Jungtiere (11.11.) auf der Düne. Mehrere hundert Jungtiere werden noch erwartet. Der unter Naturschutz stehende Kegelrobbenbestand wird auf Helgoland im Rahmen eines Kooperationsvertrages durch den Verein Jordsand sowie die Gemeinde Helgoland betreut.

Foto: Hannah Metke/Verein Jordsand e.V

In den ersten Lebenswochen sind die Kegelrobbenjungen besonders anfällig. Die Jungtiere haben bei der Geburt ein weißes „Babyfell“, das Lanugofell („Wollfell“) und müssen an hochwassergeschützten Strandabschnitten liegen. Dieses „Wollfell“ sorgt an Land für die nötige Wärme, im Wasser jedoch saugt es sich schnell voll und erschwert den Tieren das Schwimmen und auch die Wärmeisolation ist dann nicht mehr gegeben. Einige Kühe führen ihre Kälber für einige Zeit ins Wasser, um sie schon mal an das kalte Nass zu gewöhnen. Sie holen sie jedoch auch rechtzeitig wieder heraus. Die Verbindung zwischen Jung- und Muttertieren ist also extrem wichtig. Durch Störungen kann diese Verbindung abreißen. Eine Flucht ins Wasser würden die Jungen nur kurz überleben. Ein guter Grund, zum Wohle aller, mindestens 30 m Abstand einzuhalten.

Helgoland (Archivfoto), Foto: enapress.com

Die ebenfalls im Winter stattfindende Paarungszeit der Wildtiere auf der Helgoländer Düne ist ein weiteres faszinierendes Naturschauspiel, das über ein innovatives Gästeinformationssystem miterlebt werden kann. Gemeinsam bieten die Gemeinde Helgoland und der Verein Jordsand den Gästen in den Wintermonaten die Möglichkeit, die Düne und den Wurfplatz der Kegelrobben entlang des bewährten „Wintererlebnispfades“ mit besonderen Aussichtspunkten zu erkunden.

Auf der Landungsbrücke auf Helgoland und auf der Düne am Anleger befinden sich Infostände zum Kegelrobbenwinter. Dort erfährt man aktuelle Besonderheiten zur Kegelrobbensaison und man erhält auch Informationsmaterial zu den Tieren. Auch im Rahmen von Führungen, anhand von Hinweistafeln und im Showroom am Dünenfähranleger haben Dünengäste die Möglichkeit, sich detailliert über die Lebensweise der Kegelrobben zu informieren. Besonders bei Hochwasser kann der Nordstrand sehr schmal und schwer zugänglich sein und sollte aus Gründen der eigenen Sicherheit sowie Rücksicht auf die Tiere gemieden werden. Neugierige Blicke auf die Helgoländer Kinderstube vom eigens zu diesem Zweck gebauten Panoramaweg (Bohlenweg) sind jedoch grundsätzlich auch dieses Jahr möglich. Die Naturschutzbeauftragten beantworten jederzeit und gerne die Fragen von interessierten Gästen und Anwohnenden. Außerdem finden Sie weiterführende Informationen unter www.helgoland.de/freizeit-gestalten/naturerlebnisse/robben.

Weitere Infos:

Geburtenticker:

Die aktuellen Geburtenzahlen können in der Hummerbude 35 des Vereins Jordsand auf Helgoland oder unter www.jordsand.de/schutzgebiete/helgoland/robbenbabies eingesehen werden.

Patenschaften:

Wenn Sie die Naturschutzarbeit des Vereins Jordsand unterstützen möchten, können Sie unter www.jordsand.eu/patenschaften symbolische Patenschaften für die Helgoländer Kegelrobben abschließen.

Führungen:

November bis 15. Januar 2022:

täglich (außer montags)

Treffpunkt: 9.45 Uhr Landungsbrücke

Tickets bitte zuvor in der Hummerbude des Vereins Jordsand erwerben! Wind und Wetter sowie Änderungen vorbehalten!

Mindestteilnehmerzahl fünf Personen.

Es gelten die aktuellen Coronavorschriften.

Text: PM Helgoland Tourismus-Service

Der Schwimmer und die Robbe

Pressemitteilung

Am 21.08.2021 gegen 18.00 erreichte der Ozeanschwimmer Andre‘ Wiersig nach 18 Stunden Schwimm-Marathon die Düne Helgolands, nachdem er gegen 0:00 in St. Peter-Ording gestartet war. Eine unglaubliche Leistung, welche vorher von keinem anderen erbracht worden ist!

Am selben Tag kam noch ein anderer “Schwimmer“, vorerst unbemerkt und unspektakulär auf der Helgoländer Düne an.

Dabei handelte es sich um einen jungen Seehund, aus der diesjährigen Wurfsaison Mai/Juni (Seehunde bekommen ihre Jungen im Mai/Juni, die Kegelrobben von November bis Januar), der hier mit letzten Kräften auf den Strand der Düne robbte.

Foto: Helgoland Tourismus-Service

Gegen Abend wurde das Jungtier dann von Urlaubsgästen entdeckt und dem Seehundjäger Michael Janßen gemeldet. Dieser begutachtete das Tier und organisierte am nächsten Tag den Abtransport in die Seehundstation Friedrichskoog. Weil alle eingelieferten Tiere Namen bekommen, wenn sie die ersten Tage in der Station gut überstehen, fragte Michael Janßen die Stationsleitung, ob das Jungtier Andre‘ heißen kann, weil er eben am selben Tag die Düne schwimmend erreichte, wie Andre‘ Wiersig. Gesagt, getan und somit hatte der junge Seehund einen Namen.

Foto: Helgoland Tourismus-Service

Schnell kam dann auch die Idee auf, eine Patenschaft für Seehund Andre‘ zu organisieren. Da bot sich natürlich kein besserer an als Andre‘ Wiersig selbst, der sofort von der Idee begeistert war

Am 25.09.2021 trafen sich bei schönstem Wetter der Ozeanschwimmer Andre‘ Wiersig, der Tourismusdirektor Helgolands Stephan Hauke und der Seehundjäger Michael Janßen in der Seehundstation Friedrichskoog zur Übergabe der Patenschaftsurkunde am Becken von Seehund Andre‘. Dieser hatte den Monat in der Seehundstation gut genutzt sich zu erholen, zu fressen und wieder fit für die Auswilderung zu werden.

An dieser Stelle ein besonderes Dankeschön an die Mitarbeiter der OFD, die den Transport von Seehund Andre‘ nach Büsum möglich gemacht haben und an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog, die Seehund Andre‘ eine zweite Chance für das Leben draußen im Meer gegeben und ihn darauf vorbereitet hat.

Dann bleibt nur noch Andre‘ und Andre‘ beim Durchschwimmen der Meere viel Glück für die Zukunft zu wünschen.

P.S.: Ein Besuch in der Seehundstation Friedrichskoog ist immer lohnenswert, für Kinder wie auch für Erwachsenen. Die Station bietet viel Information über Robben und den Lebensraum Meer, hat nicht nur Tiere in der Aufzucht, sondern auch Dauerhaltungstiere, Kegelrobben und Seehunde. Man darf bei den Vorführungen und Fütterungen überrascht sein, wenn man sieht, wie viel man den Tieren beibringen kann. Robben können nämlich mehr, als nur fressen, am Strand liegen und schlafen.

Text: PM Helgoland Tourismus-Service

Helgoland Katamaran „Halunder Jet“ startet am 20. Mai von Hamburg und Cuxhaven

Pressemitteilung

Der Helgoland Katamaran „Halunder Jet“ der FRS Helgoline startet ab 20. Mai in die Saison. Die Flensburger Reederei begrüßt die Öffnung für den Tourismus in Schleswig-Holstein und freut sich auf ihre Fahrgäste. Täglich ab Hamburg und Cuxhaven können Tagesgäste wie auch Urlauber die Nordseeinsel Helgoland mit „Halunder Jet“ erreichen.  Fahrkarten sind ab sofort buchbar. Ursprünglich war der Saisonstart für den 26. März geplant, musste aber mehrfach aufgrund des Lockdowns verschoben werden.

Der „Halunder Jet“ ist das Premiumschiff der Flensburger Reederei FRS Helgoline. 680 Passagiere können in den vier verschiedenen Sitzplatzkategorien Jet Class, Panorama Class, Premium Class und VIP Class in modernen Pullman Sitzen Platz nehmen. Über einen Lift gelangen Menschen mit eingeschränkter Mobilität bequem von einem auf das andere Deck. Während der Überfahrt können sich die Passagiere vom Servicepersonal am Platz mit Speisen und Getränken verwöhnen lassen. Eine Bar auf dem Oberdeck lädt mit Blick auf das Meer auf ein Getränk ein. Sowohl über die zahlreichen Flachbildschirme an Bord wie auch über mobile Endgeräte kann der Fahrgast die Sehenswürdigkeiten entlang der Wegstrecke verfolgen und Wissenswertes über Helgoland erfahren. Mobile Endgeräte können über die USP Ports, die sich an jedem Sitz befinden, geladen werden. Ein besonderes Highlight stellen die außerordentlich großzügig gestalteten Freiflächen auf zwei Ebenen dar. „Halunder Jet“ verfügt über ein hochmodernes Bewegungsdämpfungssystem, das die Schiffsbewegungen auf ein Minimum reduziert. Der Helgoland Katamaran erreicht eine Geschwindigkeit von 35 Knoten (65 km/h).

Bei FRS Helgoline hat die Sicherheit und Gesundheit der Fahrgäste und der Besatzung oberste Priorität. So wurde für die Landorganisation wie auch an Bord ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet, dass stets den neuesten Erkenntnissen und Anforderungen angepasst wird.         

Für die Anreise nach Helgoland benötigen die Fahrgäste nach aktueller Information des Landes Schleswig-Holstein einen negativen Corona Schnelltest, der nicht älter als 48 Std. als sein darf. Die Fahrgäste des „Halunder Jet“ werden gebeten, den Schnelltest bereits am Heimatort durchzuführen. Für Kurzentschlossene und Passagiere, die es versäumt haben sich vorab zu testen, hat FRS Helgoline in Zusammenarbeit mit lokalen Dienstleistern Teststationen in unmittelbarer Nähe zum Ableger in Hamburg und Cuxhaven eingerichtet. Für Urlauber, die sich alle drei Tage auf Helgoland erneut testen lassen müssen, hat die Gemeinde ein Testzentrum an den Helgoländer Landungsbrücken eingerichtet. 

Umfangreiche Informationen zu den Helgolandfahrten mit FRS Helgoline erhalten Interessierte unter www.frs-helgoline.de

Erfahrungen mit den neuen Maßnahmen für sicheres Reisen in Zeiten von Corona konnte FRS bereits mit ihrer FRS Syltfähre sammeln. Mit den beiden Fähren „SyltExpress“ und „RömöExpress“ bringt FRS Urlauber auf die Nordseeinsel Sylt, die Teil der Tourismus Modellregion Nordfriesland ist.

Text: PM FRS Helgoline

Reederei Cassen Eils bietet Corona-Schnelltests für den Helgolandverkehr an

Pressemitteilung

In Zeiten von Corona ist pragmatisches Handeln gefragt, daher eröffnet die Reederei Cassen Eils aus Cuxhaven am Montag, den 16. November 2020 ihr eigenes Corona-Schnelltestzentrum im Fährhafen. Hintergrund für die ungewöhnliche Maßnahme ist eine Verordnung der Gemeinde Helgoland, denn alle Passagiere die nach Helgoland reisen, müssen einen Schnelltest vorlegen. Bis Ende November sind zwar zunächst touristische Reisen zur Insel untersagt, aber die Verordnung gilt auch für Insulaner, Handwerker, den Tierarzt – schlicht für jede Person, die auf die Insel reisen möchte. 

Am Fährhafen 4 in Cuxhaven ist ab Montag die medizinische Betreuung für die Helgoland-Reisenden beheimatet. Das Fachpersonal eines medizinischen Partners führt vor Ort die Antigenen Schnelltests durch und bereits nach 15 Minuten gibt es ein Ergebnis. Dieses ist für das Betreten des Schiffes unbedingt erforderlich. Die Schnelltests werden kostenpflichtig für den Sonderpreis von 12,50 Euro pro Person durchgeführt und das nur in Verbindung mit einem gültigen Ticket der Schifffahrtsgesellschaft. Cassen-Eils-Geschäftsführer Peter Eesmann freut sich über das Ergebnis: „Nur durch die Unterstützung der Gemeinde Helgoland können wir unseren Fahrgästen diesen wirklich attraktiven Preis anbieten.“ 

Der Fahrplan zur Insel ist Corona-bedingt bis zum 30. November 2020 auf Fahrten montags, mittwochs und freitags jeweils um 10.30 Uhr ab Cuxhaven und um 16.00 Uhr ab Helgoland zurück beschränkt. Das Testzentrum wird passend zu den Abfahrten von 08.30 Uhr bis 10.00 Uhr geöffnet.

Text: PM Reederei Cassen Eils GmbH

Abenteuer Wattenmeer

Die Quest, ein kleines Expeditionsschiff des norwegischen Reiseunternehmens Arctic Travel Company wäre jetzt eigentlich im Eis von Spitzbergen und Grönland unterwegs. Sie wurde spontan von der auf Sylt ansässigen Reederei Adler-Schiffe gechartert, ein mutiger Schritt. Bis Anfang Oktober sollen im fünftägigen Rhythmus kleine Abenteuer und große Erlebnisse auf den Inseln Helgoland, Sylt, Amrum und auf den Halligen geboten werden. Maik Günther begleitete eine Reise.

Fast könnte man das kleine Schiff im riesigen Kreuzfahrtterminal Steinwerder übersehen. Im Vergleich zu der direkt daneben liegenden AIDAperla ist die Quest ein Winzling. Betrachtet man allein die Bruttoraumzahl, so würde die Questca. 100x in das riesige Kreuzfahrtschiff passen. Dafür hat das 1992 in Dänemark gebaute und 2018 renovierte Expeditionsschiff für polare Kreuzfahrten andere Vorteile. Sie verfügt über die zweithöchste Eisklasse und fünf Zodiacs, stabile Schlauchboote mit denen auch Ausfahrten und Anlandungen in abgelegenen Gebieten möglich sind. Ok, die Eisklasse ist für eine Reise auf der Nordsee im Spätsommer nicht unbedingt notwendig. Eisberge tauchen im Wattenmeer nur selten auf, aber die Zodiacs werden sich auf dieser Kreuzfahrt noch als äußerst sinnvoll erweisen.

Foto: Maik Günther
Foto: Maik Günther

Lediglich 12 Passagiere haben sich für die zweite offizielle Reise angemeldet. Vier Ehepaare, zwei Alleinreisende im Alter zwischen 50 und 70 und zwei junge Frauen, die sich mit voller Lebensfreude ins kleine Nordsee-Abenteuer stürzen. Einige Passagiere erkundeten bereits zuvor mit MS Quest Spitzbergen oder unternahmen Expeditionsreisen mit anderen Schiffen in die Antarktis. Sie alle suchen individuelle Entdeckungen und keine Pauschalreisen mit hunderten oder gar tausenden Mitreisenden. Das Angebot von Adler-Expedition kam zur rechten Zeit und die Entscheidung zur Buchung erfolgte spontan. Aber eine neue Idee muss halt erstmal bekannt werden. Sven Paulsen, Inhaber der seit 70 Jahren existierenden Reederei Adler-Schiffe, ist sich dieses Risikos bewusst. Die Corona-Zeit stellt besonders harte Herausforderungen an die Tourismusbranche dar. Auch die 25 Fahrgastschiffe, der in Westerland auf Sylt ansässigen Reederei, konnten in den letzten Monaten nicht im gewohnten Umfang für Ausflugsfahrten und dem Fährverkehr an der deutschen Nord- und Ostseeküste sowie in Hamburg eingesetzt werden. Den Kopf in den Sand stecken kam indes für ihn nicht in Frage. Er und sein Team nutzten die ruhige Zeit für die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte. Schon lange hegte Paulsen den persönlichen Traum mit seiner Reederei nachhaltige und informative Expeditionsreisen in heimischen Gewässern anzubieten. Er selbst war bereits auf ganz besonderen Expeditionen unterwegs. Auf Skiern erreichte er den Nord- und Südpol, 2018 unternahm er die Pan Frisian Expedition und befuhr mit einer Dreimastbark Artemis die komplette Insel- und Halligwelt im Nationalpark Wattenmeer. 26 Stationen in 14 Tagen und knapp 500 Seemeilen von Dänemark bis in die Niederlande. Einen kleinen Auszug dieses einzigartigen Erlebnisses möchte Paulsen plus Team den Gästen an Bord der Quest innerhalb von fünf Tagen vermitteln….

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