Schlagwort: IG RiverCruise

Ukraine-Flüchtlinge: Die Flusskreuzfahrt-Branche hilft wo sie kann!

Auch die Mitglieder der IG RiverCruise helfen mit, die aus dem Krisengebiet der Ukraine geflüchteten Menschen zu betreuen und zu versorgen.

Pressemeldung

Gemäss einer Umfrage unter den Mitgliedern werden derzeit unterschiedliche Hilfeleistungen durchgeführt.

So wurden zum Beispiel Hotel-Schiffe, die im Moment nicht oder noch nicht im ordentlichen Fahrplan eingesetzt werden, in verschiedenen Städten in Europa (unter anderem Amsterdam, Duisburg) als «Flüchtlingsunterkünfte» stationiert und beherbergen aktuell Menschen aus dem Kriegsgebiet.

Weiter wurden Flüchtlingsfamilien in eigens von einem IG RiverCruise-Mitglied dafür angemieteten Hotels in Bratislava untergebracht und deren medizinische Versorgung und der Transport von der polnisch/ukrainischen Grenze zum Hotel organisiert. Als weitere Massnahme wurden in den Winterhäfen liegende Schiffe geöffnet und für die Familien von bisherigen und im Dienst befindlichen, ukrainischen Crewmitgliedern als Unterkunft zur Verfügung gestellt.

Dieses Beispiel führt auch zum Bezug der Flusskreuzfahrtindustrie zu dem ukrainischen Volk: Seit jeher sind Ukrainerinnen und Ukrainer Mitglieder von nautischen und Hotel-Besatzungen auf den Flusskreuzfahrtschiffen. Sie werden in dieser Saison entweder fehlen oder nur in besorgtem Zustand ihren Dienst tun können.

Die Mitglieder der IG RiverCruise haben zudem beschlossen, eine spontane Spende in fünfstelliger Höhe an die UBS Optimus Foundation zu überweisen, die diesen Betrag verdoppelt und gezielt Internationalen Hilfswerken für Flüchtende aus der Ukraine zukommen lässt.

Text: PM IG RiverCruise

Flusskreuzfahrtbranche im Überlebenskampf: Lockerung der Corona-Restriktionen gefordert

Wegen der noch immer anhaltenden Unsicherheit über die Reisefreiheit in Europa sehen sich die Anbieter von Flusskreuzfahrten in Deutschland, der Schweiz, im restlichen europäischen Raum und in Übersee gezwungen, den Saisonstart für ihre Schiffsreisen auf europäischen Flüssen praktisch im Wochentakt zu verschieben. Nach Angaben der Interessengemeinschaft IG RiverCruise machen die Rahmenbedingungen in den Flussanlieger-Staaten und Restriktionen – wie z.B. das deutsche Beherbergungsverbot oder die Grenzübertrittsmodalitäten, eine sorgenfreie Kreuzfahrt auf europäischen Flüssen weiterhin unmöglich.

„Wenn diese Situation weiter anhält, bedeutet dies für den einen oder andern Reise-Anbieter oder Schiffseigner das Aus“, warnt die in Basel ansässige IG RiverCruise, deren Mitglieder rd. 320 Flusskreuzfahrtschiffe disponieren. „Tragisch“ sei dies, weil sich die Reedereien (Schiffsbetreiber) und die Reiseveranstalter längst mit einem permanent aktualisierten Schutzkonzept ausgerüstet haben. Sie weisen darauf hin, dass man sich auf einem Flusskreuzfahrtschiff „praktisch nicht mit Corona anstecken“ könne. So würden auf den Schiffen die Hygiene- und Schutzprozesse permanent eingeübt: Desinfizierung von Berührungsflächen (Klinken, Reling, Geländer etc.), Maskenpflicht, Abstand zwischen Tischen im Restaurant, Testmöglichkeiten für Gäste und Crew etc. verhinderten im Normalfall – eine Ansteckung mit dem Virus. Auch die Veranstalter zeigten sich verantwortlich: In der Regel sollen nur negativ getestete Passagiere an Bord kommen. Bei den Gästen aus Übersee rechne man damit, dass ausschließlich geimpfte Passagiere die Reise antreten. Unter diesen Umständen sei es für die Branche unverständlich, dass die Maßnahmen der Regierungen einen Saisonstart noch immer unmöglich machen. Die IG RiverCruise-Mitglieder verlangten daher eine rasche Lockerung der Restriktionen, um den Menschen die Erholung auf einem sicheren Transportmittel zu erlauben. JPM