Schlagwort: Jubiläum

Große Küche, große Band

Es war ein Jubiläum der ganz besonderen Art: Auf den Schiffen der Schweizer Excellence-Flotte kochen seit genau zehn Jahren anlässlich des Gourmetfestivals Spitzenköche für die Gäste. Allein in diesem Jahr sind es 35 Köchinnen und Köche, die es insgesamt auf sagenhafte 560 Gault-Millau-Punkte und 51 Michelin-Sterne bringen.

Reisebüro Mittelthurgau-Chef Stephan Frei mit Pepe Lienhard auf dem Sonnendeck der „Excellence Princess“, Foto: enapress.com

Initiator und Gründer des Festivals ist der Geschäftsführer des Reisebüros Mittelthurgau, Stephan Frei. Ihm gelang es, das Festival seit seinem Start zu einem außergewöhnlichen Renommée und zu einer Einzigartigkeit zu verhelfen, die ihresgleichen sucht. „Viele auch berühmte Köche fragen heute auch selbst bei uns an, um teilzunehmen“, sagt Frei.

Die Geburtstagsgala zum Festival fand am 19. und 20. Oktober auf der Excellence Princess statt.


Fotos: enapress.com


Eingeladen hatte das Reisebüro Mittelthurgau aus diesem Anlass auch einige Sterne-Köche der ersten Stunde, die schon beim allerersten Festival mit dabei waren und denen der hervorragende Moderator Sven Epiney vergnügliche Anekdoten aus dem Geschehen des Gründungsjahres entlocken konnte.



Rico Zandonella (zwei Sterne, Restaurant Rico’s in Küsnacht an der Seestrasse) kreierte zum Anlass der Gala ein besonderes Menü (mit Highlights wie Tintenfisch-Carpaccio und Gänseleber, soufflierte Zucchiniblüte mit wilden Crevetten, pochierten Ei mit Trüffeln und Schaumsauce). Begleitet wurde es von Spitzenweinen aus der Schweiz und Frankreich.

Mit unter den Gästen waren auch Nazly und Karim Twerenbold, die Besitzer des bekannten Tourismusunternehmens Twerenbold, zu dem auch das Reisebüro Mittelthurgau mit der Excellence-Flotte gehört.

Krönender Abschluss der Gala: ein Konzert der legendären Big Band von Pepe Lienhard, der schon Stargrößen wie Tina Turner, Quincy Jones oder Frank Sinatra begleitete und 37 Jahre lang die Hausband von Udo Jürgens. Bis zum frühen Morgen konnte dann zu den Klängen einer italienischen Combo-Band getanzt werden.

Holland America Line feiert 150-jähriges Jubiläum mit einer Transatlantiküberfahrt der besonderen Art

Pressemitteilung

Holland America Line bereitet sich auf ihr 150-jähriges Jubiläum im Jahr 2023 vor, und der Auftakt für das Jubiläumsjahr ist eine besondere Atlantiküberquerung der neuen Rotterdam. Um die lange und bewegte Geschichte der Reederei wieder aufleben zu lassen, erwartet die Gäste an Bord eine Reihe von Veranstaltungen, Aktivitäten und besondere Gastredner. Die Reise führt von Rotterdam nach New York und startet am 15. Oktober – auf den Tag genau 150 Jahre nach der Jungfernfahrt der Rotterdam I, die noch vor der Gründung der Reederei stattfand. Die Überfahrt der neuen Rotterdam ist eine Nachbildung dieser Jungfernfahrt mit Anläufen in Le Havre und Plymouth. 


Abbildungen via Holland America Line


Hier wird Geschichte lebendig

Die „Origin Story“ ist ein fester Bestandteil jeder Holland America Line-Kreuzfahrt. Sie erzählt auf anschauliche Weise die Geschichte des Unternehmens von der Gründung bis zur heutigen Zeit. Die Präsentation findet auf der World Stage mit umlaufender LED-Projektion statt, das Publikum wird auf eine emotionale Reise mit historischen Bildern und bewegenden Geschichten mitgenommen. 

Vertiefende Vorträge über die Geschichte und die Wurzeln von Holland America Line werden von Bill Miller, Kreuzfahrthistoriker und Kenner der Reederei angeboten. 

Kulinarische Reise-Erinnerungen

Jeden Abend wird im Main Dining-Room mit einem Gericht aus den 1920er Jahren an die lange Kreuzfahrttradition der Reederei und ihre niederländischen Wurzeln erinnert. Mindestens einmal während der Reise können die Gäste im Tamarind eine typisch niederländische „Rijsttafel“ genießen. Bei der „Throwback Happy Hour“ wird die Zeit zurückgedreht und Getränke zu Preisen aus den Anfangsjahren angeboten, als Cocktails nur 25 Cent kosteten. 

Exklusive Jubiläums-Komposition mit Uraufführung in New York

Ein Höhepunkt der Überfahrt ist die Übernachtung in New York, wo am 26. Oktober im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung auf der World Stage ein eigens komponiertes Musikstück uraufgeführt. Es stammt aus der Feder des Emmy-prämierten Produzenten und Emmy-nominierten Komponisten Steven Schoenberg und wird von einem 25-köpfigen Ensemble dargeboten. 

Während der Reise werden die Gäste außerdem von der niederländischen Tiny Little Big Band unterhalten, die ihren einzigartigen Sound aus Jazz und Soul mit einem Hauch von Swing darbietet 

New York – Rotterdam im April 2023

Im eigentlichen 150. Jubiläumsjahr von Holland America Line, findet eine ähnlich historisch aufgeladene Transatlantik Kreuzfahrt statt, dann aber in der Gegenrichtung von New York nach Rotterdam. Sie beginnt am 6. April und erreicht Rotterdam am 18. April, genau am 150. Geburtstag von Holland America Line. 

Für weitere Informationen über Holland America Line wenden Sie sich bitte an einen Reiseberater, kontaktieren Sie uns unter 00800 1873 1873 oder besuchen Sie www.hollandamerica.com.

Text: PM Holland America Line

30 Jahre nicko cruises: exklusive Preise und Stargast an Bord

Jubiläums-Reise und Buchungswettbewerb bei nicko cruises

Pressemitteilung

nicko cruises ruft anlässlich seines 30-jährigen Bestehens einen großen Jubiläums-Buchungswettbewerb mit außergewöhnlichen Preisen aus. Außerdem feiert der Stuttgarter Kreuzfahrtexperte seinen Geburtstag auf einer dreitägigen, exklusiven Jubiläums-Reise von Hamburg nach Portsmouth, die von Stargast Annett Louisan begleitet wird.

Der Stuttgarter Kreuzfahrtexperte nicko cruises feiert 30-jähriges Jubiläum. Gemeinsam mit seinen Partnern soll dieser Meilenstein gebührend gefeiert werden. Bei einem großen Jubiläums-Buchungswettbewerb vom 01. Mai bis zum 31. August gibt es exklusive Preise zu gewinnen: Für jede getätigte Buchung landet automatisch ein Los in der Lostrommel.

Unter allen Losen werden am Ende des Wettbewerbs drei großartige Hauptgewinne gezogen: Eine Reise auf dem Expeditionsschiff WORLD VOYAGER in die Karibik, eine Reise auf der charmanten VASCO DA GAMA ins Mittelmeer sowie ein 30-Tage-Flusspass, der auf allen nicko cruises Flussreisen einsetzbar ist und flexibel innerhalb eines Reisebüros unter den Mitarbeitern aufgeteilt werden kann. Zusätzlich verlost nicko cruises am Ende jedes Wettbewerb-Monats je 30 kulinarische Geschenkkörbe unter den Reisebüro-Partnern.

„Wir freuen uns sehr, diesen großen Meilenstein – 30 Jahre nicko cruises – mit unseren langjährigen und geschätzten Partnern feiern zu dürfen. Unser Buchungswettbewerb beinhaltet attraktive Preise und ich freue mich schon, die Gewinner auf unserer Jubiläumskreuzfahrt mit WORLD VOYAGER im September bekannt zu geben,“ so Guido Laukamp, Geschäftsführer von nicko cruises. „Mit Annett Louisan haben wir die perfekte musikalische Begleitung für diese Reise gewinnen können,“ so Laukamp weiter.

Kurzurlaub auf der Nordsee: Jubiläums-Reise mit Starbesetzung

Vom 07. September bis zum 09. September 2022 können Reiseliebhaber 30 Jahre nicko cruises feiern und bei einem vielfältigen Bordprogramm WORLD VOYAGER näher kennen lernen. Von Hamburg bis Portsmouth locken wundervolle Ausblicke auf die umliegenden Landschaften während der Fahrt durch die Elbe und erholsame Stunden auf der Nordsee sorgen für Entspannung pur. Stargast und Sängerin Annett Louisan begleitet die dreitägige Jubiläumskreuzfahrt, die ab sofort buchbar ist.

Neben dem abwechslungsreichen Entertainment-Programm an Bord wird die nicko cruises Geschäftsführung die Gewinner des Jubiläums-Buchungswettbewerbs bekanntgeben.

Die Hamburgerin Annett Louisan wurde 2004 mit dem Hit „Das Spiel“ bekannt und erreichte mit ihrem ersten Album „Bohème“ Platinstatus. Unzählige Erfolge und Preise folgten und die Sängerin ist aus der deutschen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken. Gäste von WORLD VOYAGER können sich auf ein exklusives Konzert in privater Atmosphäre freuen.

30 Jahre Kreuzfahrtgeschichte mit nicko cruises

time to discover – nicko cruises bietet seit 1992 Flusskreuzfahrten an und setzt auf entdeckungsreiche Fahrpläne und intensive Reiseerlebnisse, immer mit exklusivem Service und einem Höchstmaß an Komfort. Entdeckergeist – das ist es, was den Gründer von nicko cruises, Ekkehard Beller, mit dem heutigen Gesellschafter, Mário Ferreira, verbindet – und beide mit den großen Seefahrern dieser Welt.

Heute zählen 26 Flussschiffe und zwei Hochseeschiffe zur Flotte von nicko cruises, mit der mehr als 20 Länder und 31 Gewässer befahren werden. Seit 2007 ist das Unternehmen Marktführer für Flussreisen in Deutschland. Der Eigner von Mystic Cruises, Mário Ferreira, übernahm die Marke nicko und führte sie – samt Mitarbeiter – in die neue Gesellschaft nicko cruises Flussreisen GmbH. Seither leiten Guido Laukamp und Carsten Keil die Geschäfte von nicko cruises, die seit 2018 als nicko cruises Schiffsreisen GmbH agiert. Mit WORLD EXPLORER, einem luxuriösen Hochseeschiff, nahm nicko cruises 2019 Kurs auf in Richtung unbekanntes Terrain: Die Weltmeere. Schon bald darauf kamen WORLD VOYAGER und VASCO DA GAMA hinzu, mit der es 2023/2024 erstmals auf Weltreise geht.

Im Jubiläumsjahr zum 30-jährigen Bestehen der Marke nicko cruises schärft der Kreuzfahrtexperte sein Markenimage und bringt die Quintessenz des Slow Cruising, wofür nicko cruises seit jeher steht, in einem neuen Claim auf den Punkt: time to discover. Diese Fortentwicklung der Philosophie „Kleine Schiffe. Große Erlebnisse.“ vereint die rationalen Charakteristika des Slow Cruising – nämlich kleinere Schiffe, lange Liegezeiten und Aufenthalte über Nacht sowie außergewöhnliche Routen. 

Alle Informationen rund um den Buchungswettbewerb finden Reisebüropartner hier.

Text: PM nicko cruises Schiffsreisen

Kurs A-ROSA ist ins Jubiläumsjahr gestartet

Pressemitteilung

Das beliebte E-Learning ist wieder mit neuen Inhalten zurück

Die interaktive Online-Schulungsreihe „Kurs A-ROSA“ ist mit neuen Inhalten in die nächste Runde gestartet. Alle Expedienten haben die Möglichkeit auf insgesamt sechs verschiedenen Etappen ihr Wissen rund um A-ROSA, aktuelle Themen und nicht zuletzt die Firmengeschichte sowie die Zukunftsstrategie das gesamte Jahr über zu erweitern. Circa alle acht Wochen dürfen sich die Teilnehmenden auf eine neue Wissenseinheit freuen, welche unter www.kurs.a-rosa.de kostenfrei zur Verfügung steht. 

Die interaktive Entdeckungsreise führt die Expedienten im Jubiläumsjahr des 20-jährigen Bestehens von A-ROSA durch die vergangenen zwei Jahrzehnte und macht in jeder Wissensetappe in einem anderen der fünf Fahrtgebiete Station. In der ersten E-Learning-Einheit, welche bereits online abrufbar ist, findet eine Reise in die Entstehungsgeschichte des Unternehmens statt, das Fahrtgebiet Donau wird ausführlich vorgestellt und die neuen Verkaufshilfen für 2022/2023 werden thematisiert. Am Ende jeder Etappe wird unter allen erfolgreichen Teilnehmern eine 4-Nächte Kurz-Kreuzfahrt verlost. 

Expedienten, die alle Etappen erfolgreich bestanden haben, werden zum Ende des Jahres als „A-ROSA Experten 2022“ ausgezeichnet und haben die Chance eine 7 Nächte-Reise „Rhein Erlebnis Amsterdam & Rotterdam“ an Bord der neuen A-ROSA SENA zu gewinnen. 

Neben der interaktiven Online-Schulung stehen den Expedienten weitere verkaufsunterstützende Materialen wie beispielsweise die Counterinfo und die Schiffsinformation zur A-ROSA SENA zur Verfügung. Im Mai erscheint zudem der neue Katalog „Erlebnisreisen 2023“ in der Print-Version und ergänzt die bereits veröffentlichte Buchungsvorschau. Alle Materialien können wie gewohnt über INFOX bestellt werden.  

Weitere Informationen zu den A-ROSA Reisen erhalten Sie in Ihrem Reisebüro oder unter www.arosa.de/kreuzfahrten.

Text: PM A-Rosa Flusskreuzfahrten

TT-Line 60 Jahre auf Erfolgskurs: Neues Flaggschiff im Anmarsch

Auch wenn die Pandemie und die aktuellen politischen Herausforderungen die Branche belasten und derzeit zu Einschränkungen zwingen: In den nunmehr 60 Jahren ihres Bestehens hat sich die in Familienbesitz befindliche Fährreederei TT-Line zum Marktführer im Passage- und Frachtverkehr zwischen Deutschland und Schweden entwickelt, der mit sieben Schiffen und bis zu 18 Abfahrten täglich die größten deutschen Ostseehäfen Travemünde und Rostock sowie das polnische Świnoujście und das litauische Klaipėda mit dem südschwedischen Verkehrsknotenpunkt Trelleborg verbindet.

Die Beförderungsleistung stieg auf jährlich bis zu 900.000 Fahrgäste, 200.000 Autos und ca. 500.000 Frachteinheiten. Mit dem Bau von zwei LNG-betriebenen Green Ships als umweltfreundlichste und leistungsfähigste Fähren in der Unternehmensgeschichte investiert die Reederei, die 2006 ihren Sitz von Hamburg nach Lübeck-Travemünde verlegte, in eine nachhaltige Zukunft.

Das im Juli 2018 bei der chinesischen Jiangsu Jinling in Nanjing bestellte Typschiff dieser neuen Generation, die Nils Holgersson, war am 7. März dieses Jahres an die Reederei übergeben worden und wird nach der wenige Tage später angetretenen 11602 sm langen Überführungsreise Ende dieses Monats in Deutschland erwartet.

AKKA.

Bei dem über 239 Kabinen für rd. 800 Passagiere und 4500 Spurmeter für Fracht auf vier Decks verfügenden 45500-BRZ-Neubau, dem das seit dem 11. Juli 2021 am Ausrüstungskai der Werft liegende Schwesterschiff Peter Pan im Herbst dieses Jahres folgen soll, handelt es sich bereits um das siebte Schiff dieses traditionsreichen Namens. Seine letzte Namensvorgängerin, die 2001 von der SSW Fähr- und Spezialschiffbau GmbH, Bremerhaven, erbaute sechste Nils Holgersson (BRZ 36468), war Anfang Februar dieses Jahres bei einem Werftaufenthalt in Klaipeda in Akka umbenannt worden, um den Namen für das neue Flaggschiff freizumachen.

Nils Holgersson war auch der Name der ersten Fähre, mit der die 1962 von dem Reeder J.A. Reinecke gegründeten Reederei am 28. März des gleichen Jahres die Verbindung zwischen Travemünde und Trelleborg aufnahm. Schon im ersten Betriebsjahr 68268 Gäste und 541 Lkw befördert. 1965 kam mit der Peter Pan I das erste und zwei Jahre später auch das zweite Schiff der zweiten Generation in Fahrt, die über Laderampen an Bug und Heck verfügten. An beiden Schiffen waren die Trampschiffahrt GmbH & Co KG sowie die Iduna-Versicherungen beteiligt.

Foto: TT-Line

Im Oktober 1967 ging die Bereederung der Schiffe von Reinecke auf die OHG Travemünde-Trelleborg-Linie (TT-Linie) GmbH & Co. über und die Anteile Reineckes wurden von der Reederei Aug.Bolten Wm.Miller’s Nachfolger übernommen. Damit war die Trampschiffahrt GmbH & Co. KG mit 83 Prozent und Aug.Bolten Wm. Miller’s Nachfolger mit 16 Prozent an der TT-Line beteiligt. Das Management lag bei der TT-Line GmbH & Co. KG, die beiden Partnern zu gleichen Teilen gehörte. Anfang 2013 übernahmen Arend Oetker und Bernhard Termühlen, die bereits vorher über die Trampschiffahrt GmbH & Co. KG an der TT-Line beteiligt waren, die Anteile der Reederei Aug.Bolten Wm.Miller’s Nflg sowie alle Anteile der Trampschiffahrt, so dass sie heute paritätisch über die Trampschiffahrt GmbH & Co alle Anteile der TT-Line halten.

Auch wenn manche Engagements, wie die 1977 erfolgte Beteiligung und 1979 vollzogene vollständige Übernahme der Olau Line, die mit zwei Neubauten einen Fährdienst zwischen dem niederländischen Vlissingen und Sheerness in Südengland betrieb 1994 aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden musste, was auch für den ab 1996 auf der Strecke Rostock-Trelleborg eingesetzten und 2005 nach Saudi-Arabien verkauften Katamaran Delphin gilt, war man dennoch durch Beständigkeit und Zuverlässigkeit in Verbindung mit imposanten Schiffen, neuen Technologien, Innovationen und auf Nachhaltigkeit setzenden Entwicklungen erfolgreich.

So gehörten die 1974 in Dienst gestellte Peter Pan II und ihre ein Jahr später zugelaufene Schwester Nils Holgersson III als Schiffe der 3. Generation seinerzeit zu den größten Fährschiffen der Welt und boten neben dem Transport auch ein beachtliches Entertainment. Die Ausrichtung auf einen umweltfreundlichen Schiffsbetrieb wurde im November und Dezember 1995 mit den Indienststellungen der Robin Hood und Nils Dacke als Green Ships der ersten Generation forciert.

1999 ordert die Reederei bei SSW in Bremerhaven zwei neue Green Ships-Fährschiffe mit Pod-Antrieb als Ersatz für die Nils Holgersson V und Peter Pan IV. Damit sind seit 2002 nur noch Schiffe mit dem umweltfreundlichen diesel-elektrischen Antrieb auf der Strecke Travemünde-Trelleborg im Einsatz.

Schließlich wird 2008 das Green-Bridge-Konzept eingeführt, 2016 erfolgt die Installation eines Hybrid-Abgas-Nasswäschers auf der Nils Holgersson und ein Jahr später auch die entsprechende Nachrüstung auf der Peter Pan. Ein derzeitiges Optimum an Ökonomie und Ökologie verspricht sich die Reederei von ihren 2018 in China bestellten beiden bisher größten Neubauten, die sie in ihrem Jubiläumsjahr in Dienst stellen will. JPM

A-ROSA feiert 20. Jubiläum

Backwettbewerb, A-ROSA United Event und Jubiläumsangebote zum 20. Geburtstag

Pressemitteilung

Am 5. April 2022 feiert die A-ROSA Flussschiff GmbH ihren 20. Geburtstag. Genau 20 Jahre zuvor – am 5. April 2002 – wurden die ersten beiden Schiffe der Flotte in Rostock auf die Namen A-ROSA BELLA und A-ROSA DONNA getauft. Den runden Geburtstag begeht A-ROSA an Bord seiner Schiffe mit einem A-ROSA United Event, bei dem die Gäste bis in die Nacht gemeinsam mit der Crew feiern. Zudem sind Reisebüros und A-ROSA Fans aufgerufen, einen Geburtstagskuchen für A-ROSA zu backen. Der Bäcker des schönsten Kuchens gewinnt eine Reise mit der neuen A-ROSA SENA. Informationen zum Wettbewerb gibt es auf a-rosa.de/back-gewinnspiel.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums starten ab dem 1. April die Jubiläumswochen, in denen es auf viele Reisen einen Jubiläums-Bonus in Höhe von bis zu 400 Euro pro Person gibt. Zudem wird es ein exklusives Jubiläums-Special geben: Auf 20 ausgewählte Reisen erhalten Gäste bis zu 20 Prozent Ermäßigung und profitieren somit sogar von bis zu 500 Euro Ersparnis pro Person (www.a-rosa.de/jubilaeum).

20 Jahre A-ROSA

„Wir blicken mit Stolz auf die vergangenen 20 Jahre zurück“, resümiert COO Markus Zoepke, der seit 2003 bei A-ROSA an Bord ist. „Aus zwei Schiffen auf der Donau sind mittlerweile zwölf Schiffe in fünf Fahrtgebieten geworden – und im Mai kommt mit der A-ROSA SENA das nächste Familienmitglied dazu.“

Mit der Einführung der Marke A-ROSA wurden erstmalig Flusskreuzfahrten für ein jüngeres Gästeklientel angeboten – losgelöst von Konventionen, leger, sportlich und voller Highlights an Bord und an Land. Dieser Konzeption ist das Unternehmen immer treu geblieben. 

„Kurz nach meinem Einstieg als Geschäftsführer haben wir 2014 die ersten Familienreisen mit Kids Club in der Branche angeboten und den beliebten Premium alles inklusive-Tarif eingeführt“, blickt CEO Jörg Eichler zurück. „Auf unseren Erfolgen ruhen wir uns aber nicht aus, sondern haben mit unserer kürzlich vorgestellten Neuausrichtung ab 2023 erneut Großes vor – noch mehr Premium, Individualität und Service, also noch mehr A-ROSA“, fasst er zusammen.

Rückblick Taufe A-ROSA BELLA und A-ROSA DONNA

Nach einer Bauzeit von nur zwölf Monaten in der Neptun Reparaturwerft Rostock erhielten die beiden innovativen Flussschiffe A-ROSA BELLA und A-ROSA DONNA im Rahmen einer Doppeltaufe am 5. April 2002 im Rostocker Stadthafen ihre Namen. 

A-Rosa Donna, Foto: enapress.com

Taufpatin von A-ROSA BELLA war die 18-jährige The Honourable Anna Sterling, Tochter von Lord Sterling of Plaistow, Chairman von P&O Princess Cruises. A-ROSA DONNA wurde von Anja Mager, 19 Jahre alt und Auszubildende zur Bürokauffrau bei Seetours in Rostock, getauft.

Nach einer Erlebnis-Schiffsbesichtigung und Empfang im Kaffeehaus an Bord wurde zum Dinner „La BELLA DONNA“ mit Live-Entertainment in die Nikolaikirche Rostock geladen.

Die beiden 860 Tonnen schweren Schiffe gingen direkt nach der Taufe vom Rostocker Überseehafen aus fachkundig verpackt und gesichert auf einer Barge auf große Fahrt ins Donaudelta und sind seitdem auf Europas zweitlängstem Fluss unterwegs.

Firmengeschichte A-ROSA

Gegründet wurde die Marke A-ROSA im Jahr 2000 von Seetours, dem deutschen Ableger von P&O Princess Cruises. Kurz nach dem Einsatz der ersten beiden Donauschiffe wurde das Unternehmen 2003 von der Deutschen Seereederei übernommen und die Donau-Flotte um zwei weitere Schiffe ergänzt. Als neues Fahrtgebiet wurde 2005 die Rhône eingeführt, auf der seitdem A-ROSA STELLA und LUNA unterwegs sind. 

A-Rosa Stella, Foto: enapress.com

2009 starteten die ersten Reisen auf dem Rhein und der Finanzinvestor Waterland kaufte A-ROSA. Nach drei klassischen Rhein-Schiffen wurden 2012 und 2014 mit der A-ROSA SILVA und FLORA zwei Rhein-Main-Donau-Schiffe in Dienst gestellt. 2013 kam Jörg Eichler als Geschäftsführer an Bord und führte ab 2014 den Premium alles inklusive-Tarif sowie die Familienreisen mit Kids Club ein. 

A-Rosa Alva, Foto: enapress.com

Mit der Seine wurde 2017 das zweite französische Fahrtgebiet ins Portfolio aufgenommen. Nach der Übernahme durch den britischen Finanzinvestor Duke Street 2018 nahm die A-ROSA ALVA auf dem portugiesischen Douro Fahrt auf. 

A-Rosa Sena, Foto: A-ROSA Flussschiff GmbH

Im 20. Jubiläumsjahr 2022 sind insgesamt zwölf A-ROSA Schiffe in fünf europäischen Fahrtgebieten unterwegs. Im Mai 2022 kommt mit der A-ROSA SENA das innovativste Schiff der Flotte dazu, welches mehr Platz für das A-ROSA Konzept bietet – großzügige Balkonkabinen, eine eigene Family Area mit Kids Club, mehrere Restaurants und Bars sowie einen besonders großen Wellness- und Fitnessbereich. Dank eines hybriden Antriebsystems mit Batteriespeicher ist es das klimafreundlichste Kreuzfahrtschiff auf Europas Flüssen. Zudem präsentierte A-ROSA seine Neuausrichtung ab 2023, wo mit einem PremiumPLUS-Angebot noch mehr Qualität und Individualität geboten wird.

Text: PM A-Rosa Flussschiff GmbH

Verstehen, was man sieht: Der ökumenische Reisedienst Biblische Reisen feiert sein 60-jähriges Bestehen

Pressemitteilung

Ein Reiseveranstalter für alle, die sich für Kultur, Religion und Geschichte interessieren, ein Reiseprogramm, das auch hohen intellektuellen Ansprüchen genügt – das ist die Biblische Reisen GmbH. Kultur- und Studienreisen, Gruppenreisen, Studien-Kreuzfahrten auf Flüssen und Meeren – das heutige Angebot des ökumenische Reisedienstes ist vielseitig.

Petra, Foto: Logga Wiggler/Pixabay via Biblische Reisen

Das Angebot orientiert sich an unterschiedlichen Wünschen und Interessen

Angefangen hat alles vor 60 Jahren, als eine erste Gruppe im Oktober 1962 – organisiert vom Katholischen Bibelwerk – auf den Spuren der biblischen Geschichte durch den Nahen Osten vom Libanon über Syrien und Jordanien nach Israel reiste. Mitunter noch auf abenteuerliche Weise: Ab und zu musste die Gruppe auf Taxis umsteigen, weil es noch nicht überall Reisebusse gab.

Auf die „bibelarchäologischen Lehrkurse“ der Anfangszeit begaben sich Kirchengemeinden und andere kirchliche Gruppen mit dem Ziel, die Bibel besser zu verstehen. Mit der Zeit wurden über das Heilige Land hinaus mehr und mehr auch neue Reiseziele nachgefragt. Deshalb nahm Biblische Reisen ab den 1980er Jahren neben den „Ländern der Bibel“ zunächst auch die „Stätten der Christenheit“ wie die Spuren des Apostels Paulus oder der iro-schottischen Mönche und schließlich die „Welt der Religionen“ in sein Portfolio auf. 

In den folgenden Jahren entwickelte sich der ökumenische Reisedienst Schritt für Schritt zu einem Anbieter moderner Kultur- und Studienreisen, dessen unterschiedliche Programme sich unter dem Motto „Kulturen erleben – Menschen begegnen“ an alle richten, die sich für Kultur, Religion und Geschichte interessieren:

Bild: Biblische Reisen

„Studienreisen“ dringen tief in die Geschichte und Gegenwart der besuchten Region ein. Besichtigungen gehören genauso dazu wie Spaziergänge, Gespräche und Vorträge. „Besinnliche Reisen“ und „Spirituelle Reisen“ legen Wert auf ein lockeres Programm; sie lassen mehr Raum für Stille, Meditation und vertieftem Erleben. „Musik- und Kunstreisen“ widmen sich intensiv bestimmten Künstlern oder Werken. Bei „Studienreisen mit Wanderungen“ kann man eine Region mit allen Sinnen erleben und die „Chorstudienreisen“ richten sich an aktive Sängerinnen und Sänger. Darüber hinaus ist Biblische Reisen mit seinen „Studien-Kreuzfahrten“ auf vergleichsweise kleinen Schiffen auf Meeren und Flüssen unterwegs. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der individuellen Ausarbeitung und Organisation von Gruppenreisen für Kirchengemeinden, Verbände, Vereine und Freundeskreise. „Reisen von der Stange“ sind ein Fremdwort für Biblische Reisen!

Qualifizierte Reiseleitung

„Was alle unsere Reisen eint, ist das Ziel, historische sowie geistes- und religionsgeschichtliche Hintergründe und Zusammenhänge zu vermitteln“, sagt Geschäftsführer Rüdiger Tramsen. „Deshalb legen wir großen Wert auf eine qualifizierte Reiseleitung – wahre Länderspezialisten, welche die Kultur eines Landes erschließen, ja entschlüsseln können.“ Theologischer Leiter Thomas Meier unterstreicht: „Besonderen Wert legen wir auf ihre soziale Kompetenz und eine spirituelle Begleitung der Reisen.“ Zumeist handele es sich um Theologen, Archäologen, Historiker, Kunsthistoriker, Geographen, Geologen oder Pädagogen, welche auch regelmäßig geschult werden.

Heute arbeiten in den Büros von Biblische Reisen in Stuttgart und Klosterneuburg (bei Wien) 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einziger Gesellschafter und Trägerverein der Biblische Reisen GmbH ist der „Ökumenische Arbeitskreis für Biblische Reisen e.V.“ Ihm gehören Persönlichkeiten aus Kirchen und Welt an, die sich der Idee verschrieben haben, in ökumenischer Atmosphäre die Bibel mittels Reisen verständlicher zu machen. Satzungsgemäße Mitglieder sind die jeweiligen Vorsitzenden des „Katholischen Bibelwerks e.V.“ und der evangelischen „Deutschen Bibelgesellschaft“.

Alle Reisen finden sich stets aktuell unter www.biblische-reisen.de.

Anlässlich des Jubiläums bietet ein Blog wöchentlich kleine Anekdoten aus 60 Jahren Reisegeschichte. Er findet sich unter  https://blog.biblische-reisen.de/.

Die aktuellen Reisekataloge lassen sich unter https://biblische-reisen.de/service/kataloge-bestellen anfordern oder herunterladen.

Text: PM Biblische Reisen

Meilensteine in der Fracht- und Passagierfahrt gesetzt

Ausstellung und Buch zum 150-jährigen Hamburg Süd-Jubiläum

„Ziel ist die Herstellung einer regelmässigen Schiffsverbindung zwischen Hamburg und Brasilien sowie den La Plata-Staaten“. So heißt es zum Zweck einer neuen Aktiengesellschaft mit der Bezeichnung Hamburg-Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft, zu deren notarieller Gründungsbeurkundung am 4. November 1871 um 11.30 Uhr 11 Repräsentanten der am Grundkapital von 1,25 Mio. Talern in unterschiedlicher Höhe beteiligten Comprahenten wie u. a. C. Woermann, Aug. Bolten Joh. Berenberg-Gossler, F.W. Burchard, F. Laeisz, A. Tesdorpf & Co. und der spätere Erste Vorsitzende des Verwaltungsrates, Heinrich Amsinck, in der Kanzlei der beeidigten Notare Heinrich Wilhelm Ludwig Asher und Ferdinand Gobert in der Großen Johannisstr. No. 13 in Hamburg erschienen waren. Schon wenig später eröffnete die Hamburg Süd, wie bald die bis heute gebräuchliche Kurzform des Firmennamens lautete, mit den drei für Aktienanteile in Zahlung genommenen kleinen Dampfern Rio, Santos und Brasilien von zusammen gerade mal 4000 BRT einen monatlichen „Versuchs“-Liniendienst von Hamburg über Lissabon nach Rio de Janeiro, Bahia und Santos.

Das Museumsschiff „Cap San Diego“ an der Überseebrücke, Foto: Jens Meyer

Bereits 1888 war die Reederei für die brasilianische Wirtschaft von so großer Bedeutung, dass Kaiser Dom Pedro II. ihr in einem Vertrag Bewegungs- und weitgehende Handlungsfreiheit einräumte. Zwar wurden in der Linienfahrt von der südamerikanischen Ostküste nach Europa in dieser Zeit immer mehr Rohstoffe, Fleisch- und Plantagenprodukte wie u.a. Kaffee als Hauptladegüter abgefahren, doch setzte die Reederei auch auf Passagiere. Das waren zunächst Saisonarbeiter aus Portugal und Spanien und später auch Auswanderer aus Deutschland. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann auf neue Art gereist: Da zahlungskräftige Kunden auf den Schiffen den gleichen Komfortstandard wie in bekannten Luxushotels erwarteten, wurden Größe, Geschwindigkeit und vor allem die Ausstattung der Schiffe zum Verkaufsargument. So konnte die Reederei im beginnenden Zeitalter der großen Schnelldampfer, die fast ausschließlich auf die Beförderung von Passagieren ausgerichtet waren, nicht nur im Fracht-, sondern auch im Passagierverkehr mit immer größeren und moderneren Schiffen punkten.

So war die im November 1924 zu ihrer Jungfernreise nach den La Plata-Häfen gestartete Monte Sarmiento mit 13625 BRT seinerzeit nicht nur das erste deutsche Motorschiff über 10 000 BRT, sondern auch das größte der Welthandelsflotte. Zusammen mit den vier ebenfalls von Blohm + Voss bis 1931 gelieferten vier Schwesterschiffen begann ein neues Zeitalter der Passagierschifffahrt auf dem Südatlantik und darüber hinaus. Legendäre Schiffe wie die Cap Polonio, die am 18. Juni 1926 von Buenos Aires zur am 4. Oktober des gleichen Jahres beendeten längsten Kreuzfahrt eines Hamburg Süd-Schiffes aufbrach, und der Dreischornstein-Turbinendampfer Cap Arcona (BRT 27560), der nach seiner Ablieferung von Blohm + Voss am 19. November 1927 von Hamburg zur Jungfernreise nach Rio de Janeiro und Buenos Aires in See stach, wurden zu Synonymen luxuriösen Reisens. So galt die 205,9 m lange, 25,7 m breite und 21 kn schnelle Cap Arcona nicht nur als Spitzenleistung deutscher Schiffbaukunst, sondern wegen ihrer Eleganz und luxuriösen Ausstattung auch als schönstes Schiff auf der Südamerika-Route.

Foto: HSDG

In beiden Weltkriegen sämtliche Schiffe verloren

Nach dem ersten Weltkrieg waren sämtliche Schiffe deutscher Reeder über 1.600 BRT von den Alliierten beschlagnahmt worden. 1920 nahm die Hamburg Süd, die vor Kriegsbeginn über 61 Schiffe verfügte, mit drei Segelschonern und einigen Charterschiffen ihre Tätigkeit wieder auf. Bereits 1922 konnte sie mit der Jungfernreise der Cap Polonio eine glanzvolle Ära der Kreuzfahrt einläuten. Das Schiff war das luxuriöseste und größte Schiff auf der Südatlantik-Route. Aufgeschlossen zeigte sich die Reederei gegenüber neuen Technologien: Als mit dem Dieselmotor eine Alternative zum Dampfantrieb verfügbar war, entschloss sie sich sofort zu deren Einsatz. So war die Monte Sarmiento 1924 das erste Passagierschiff der Hamburg Süd mit diesem neuen Antrieb. Aufgrund ihres Erfolges entschloss man sich zu weiteren Neubauten, darunter auch die Cap Arcona II, die am 19. November 1927 als neues Flaggschiff der Passagierflotte in Dienst gestellt wurde. Zwar erreicht der Passagierverkehr der Reederei mit Südamerika 1929 mit 57859 Passagieren einen neuen Höhepunkt, doch brachte dann die beginnende Weltwirtschaftskrise einen erneuten Rückschlag. Zudem wurde Passagierfahrt der Reederei 1930 von einem Totalverlust überschattet: Am 22. Januar geriet das MS Monte Cervantes auf einer Feuerland-Kreuzfahrt im Beagle-Kanal unweit von Ushuaia auf einen bis dahin unbekannten Unterwasserfelsen und begann zu sinken. Zwar gelang es die 1117 Passagiere und die Besatzung sowie fast das gesamte Gepäck abzubergen, doch rutschte der Havarist am 24. Januar vom Felsen ab und kenterte, wobei dessen Kapitän Dreyer als einziger ums Leben kam.

Foto: HSDG

1936 übernahm Richard Kaselowsky, der Stiefvater von Rudolf August Oetker, ein 25-prozentiges Aktienpaket der Hamburg Süd für die Firma Dr. August Oetker, Bielefeld. Seine Beteiligung und sein Einfluss trugen maßgeblich zur Gesundung des Unternehmens bei. Doch der Zweite Weltkrieg stürzte die Reederei bald in die nächste Katastrophe. Ein besonders tragisches Schicksal ereilte dabei die Cap Arcona II, die am 3. Mai 1945 mit fast 5.000 KZ-Häftlingen an Bord von britischen Jagdbombern versenkt wurde.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs brachte für die Hamburg Süd erneut den Totalverlust ihrer Flotte. Erst nach fünf Jahren wurden die Schifffahrts- und Schiffsbaubeschränkungen so weit gelockert, dass an Wiederaufbau zu denken war. Auf Initiative von Rudolf August Oetker, der 1942 in den Aufsichtsrat der Reederei berufen wurde, wurden 1950 vier moderne Motorschiffe der so genannten „Santa“-Klasse bestellt. Das Jahr 1951 brachte auch die Wiederaufnahme des Liniendienstes zur Südamerika Ostküste. Ebenso wurde die Hamburg Süd von einer Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Am Firmenkapital beteiligte sich die Firma Dr. Rudolf August Oetker mit 49,4 Prozent. Marshall-Plan und Wirtschaftswunder ließen die junge Bundesrepublik bald wieder aufblühen und auch bei der Hamburg Süd folgte eine schnelle Expansion. Richtungsweisend für das Unternehmen wurde das Jahr 1955: Rudolf August Oetker vereinigte sämtliche Einlagen der Firma auf die OHG Dr. August Oetker. Ein schiffbaulicher Höhepunkt war der Bau der viel bewunderten sechs „Cap San“-Schiffe. Diese von dem bekannten Architekten Cäsar Pinnau gestalteten Schiffe, erhielten schnell den Beinamen: „Die weißen Schwäne des Südatlantik“. Die „Cap San“-Schiffe kamen 1961/62 in Fahrt und waren klassische Stückgut- und Kühlschiffe in einem. Als letztes Schiff dieser auch über Passagiereinrichtungen verfügenden Klasse kann heute noch die restaurierte und seetüchtige Cap San Diego als Museumsschiff an der Hamburger Überseebrücke besichtigt werden.

Wiedereinstieg in die Passagierschifffahrt war noch Anfang der 1960er Jahre ein Thema

Im Februar 1963 wurde in verschiedenen Medien über Pläne der Reederei berichtet, mit einem großen Neubau wieder in die Passagierschifffahrt einzusteigen, was seinerzeit auch von Seiten des Unternehmens bestätigt wurde. Unter der Headline „Eine neue »Cap Arcona«?“ wird in der seinerzeit ersten Ausgabe de der Mitarbeiterzeitung „Auf Großer Fahrt“ festgestellt, dass die zahlreichen Publikationen belegen, dass dem Thema von allen Seiten großes Interesse entgegengebracht wird und die Cap Arcona – das größte und schönste Passagierschiff der Reederei vor dem Kriege – noch nicht in Vergessenheit geraten sei. Indes wäre es ungerecht, wenn nur von der Cap Arcona die Rede sei, denn dieses Schiff hatte einst – im Jahre 1939 zehn Schwestern, die zwar in ihrer Größe hinter der Cap Arcona nachstanden, nicht aber in ihrer Popularität. Das gelte insbesondere für die Schiffe der Monte-Klasse. Schließlich war die Hamburg Süd vor dem letzten Kriege eine der größten und leistungsfähigsten Passagierschiffsreedereien. Eine neue Cap Arcona würde an eine alte Tradition anknüpfen. Eingehende Verkehrsanalysen im Passagierdienst resultierten in umfangreichen Vorarbeiten, die für die Reederei die notwendigen Angaben für eine endgültige Entscheidung liefern sollten. Das Projekt sah ein 225 m langes, 28 m breites und ca. 9 m tiefgehendes 30 000-BRT-Schiff mit einer ca. 46 000 PS leistenden Maschinenanlage für 25,5 kn vor. Die Baukosten wurden mit 120 bis 140 Mio. DM und die Bauzeit mit zwei Jahren veranschlagt. Das neue Schiff sollte nach den Vorstellungen der Reederei allerdings nicht in der Südamerikafahrt, sondern im Atlantikverkehr nach New York eingesetzt und bereits 1965 in Dienst gestellt werden. Die Howaldtswerke hatten auch schon einen Entwurf vorgelegt und es wurde sogar der Bau eines zweiten Schiffes diskutiert. Allerdings wurden diese Pläne stillschweigend aufgegeben, wofür Fragen der Finanzierung und der Konkurrenzierung auch durch den zunehmenden Luftverkehr ursächlich gewesen sein dürften.

Gleichzeitig in der Elbmetropole: Drei Schiffe von Hamburg Süd.
Foto: HSDG

Als Mitte der 1960er Jahre die ersten Container in deutschen Häfen gelöscht wurden, war man bei der Hamburg Süd von Anfang an vom Siegeszug der genormten Box überzeugt. Die Columbus Line, die nordamerikanische Tochter der Hamburg Süd, bot bereits ab 1971 Containerdienste zwischen Nordamerika und Australien / Neuseeland an. Mit drei Vollcontainerschiffen, der Columbus New Zealand, der Columbus Australia und der Columbus America, begann die Containerisierung im Pazifik. Die Containerisierung im Europa – Südamerika Ostküstendienst begann im Jahr 1980 mit den eigens für den Containertransport umgebauten Frachtern Monte Olivia und Monte Sarmiento. Die 80er Jahre markierten zugleich auch den Beginn einer intensiven Expansionspolitik der Hamburg Süd mit zahlreichen Übernahmen von Liniendiensten. Den Anfang machten 1986 die Übernahme der letzten Anteile der Deutsche Nah-Ost-Linien und der Erwerb eines 50-prozentigen Anteils an der spanischen Linie Ybarra y Cia, Sudamerica S.A., Sevilla, mit denen sich die Hamburg Süd den Zugang vom Mittelmeer zur Ostküste Südamerikas sicherte. Vier Jahre später erfolgte der Kauf der Rotterdam Zuid-America Lijn (RZAL) mit der dazugehörigen Havenlijn. Im Oktober 1990 erfolgte dann die Übernahme der englischen Furness Withy Group. Mit diesem Schritt etablierte sich die Hamburg Süd in den Verkehren von Europa zur Westküste Südamerikas, zur Ostküste Mittelamerikas und in die Karibik. Im Jahr 1991 wurde dann die schwedische Reederei Laser Lines übernommen, die zur Stärkung der Präsenz in der Karibik und der Westküste Südamerikas beitrug.

Um die gute Marktposition in ihren Fahrtgebieten weiter auszubauen, übernahm die Hamburg Süd-Gruppe ab 1997 weitere namhafte Linienaktivitäten. Dazu gehören unter anderem die South Seas Steamship und die South Pacific Container Lines im Südpazifik (1999), die Linienaktivitäten der brasilianischen Transroll zwischen Europa und der Ostküste Südamerikas (1999) und die Interamerika-Dienste der amerikanischen Reederei Crowley American Transport im Jahr 2000. Eine besondere Stellung nahm dabei die in der Cabotage führende brasilianische Reederei Aliança ein, die im Jahr 1998 übernommen wurde. 2003 folgten die Akquisition der unter dem Markennamen Ellerman betriebenen Liniendienste ins östliche Mittelmeer und nach Indien/Pakistan sowie die Übernahme der Linienaktivitäten von Kien Hung im Asien-Südamerika-Verkehr, sowie nach Süd- und Westafrika. 2006 folgte der Erwerb der Cross Trade Aktivitäten von Fesco zwischen Australien/Neuseeland und Asien bzw. Nordamerika unter dem Namen FANZL Fesco Australien New Zealand Liner Services. Ende 2007 übernahm die Hamburg Süd die Linienaktivitäten von Costa Container Lines vom Mittelmeer, zur Südamerika Ost- und Nordküste, nach Zentralamerika sowie in die Karibik, nach Kanada und nach Kuba. 2014 trat die Reederei-Gruppe in den Verkehr zwischen Asien, Nordeuropa und dem westlichen Mittelmeer sowie Asien und Nordamerika ein. Im ersten Quartal 2015 wurde die Expansionsstrategie mit der Übernahme der Container-Liniendienste von Chilena de Navegación Interoceánica S.A. (CCNI) zwischen der Westküste Südamerikas und Asien, Europa sowie Nordamerika fortgesetzt. Auf dem Markt war die Hamburg Süd-Gruppe zuletzt mit Container-Liniendiensten (110 Schiffe) und in der Trampschifffahrt (60 Schiffe) auf den Weltmeeren präsent.

„Monte Rosa“ , 1931 im italienischen Venedig – Gemälde von Walter Zeeden. Quelle: Gromex/HSDG

Nicht nur aufgrund der Akquisitionen, sondern auch bedingt durch ein gezieltes, organisches Wachstum zählte die Hamburg Süd im Jahr 2016 zu den zehn größten Containerreedereien der Welt und war zweitgrößte deutsche Containerreederei. Nach dem 2013 erfolgten Scheitern eines im Zuge der 2008 durch die Finanzkrise ausgelösten Schifffahrtskrise geplanten Zusammenschlusses mit Hapag-Lloyd als größter deutscher Containerschiffsreederei entschloss sich die Oetker-Familie nach mehr als 80 Jahren Ende 2017 zu einem Verkauf der Traditionsreederei an die dänische Maersk Gruppe als weltgrößte Containerreederei. Im Laufe der letzten zwei Jahre wurden die Tankeraktivitäten von RAO eingestellt, während die Dry-Bulk-Aktivitäten von RAO (Hamburg), Furness Withy (London und Melbourne) und Aliança Navegação e Logística (Rio de Janeiro) an die China Navigation Company (CNCo), einer Tochtergesellschaft der Swire Gruppe, verkauft wurden.

Foto: HSDG

In 2021 setzte die Hamburg Süd ihre strategische Fokussierung auf die Containerlogistik fort und verkaufte die Hamburg Süd Reiseagentur an die in Großbritannien ansässige ATPI-Gruppe, einem weltweit führenden Unternehmen für Geschäftsreisen. Alle Schiffe und ihre Besatzungen wurden inzwischen in die Maersk-Flotte integriert und auch das Schiffsmanagement wurde nach Kopenhagen verlegt. Von den einst 900 Mitarbeitern sind noch 750 in Hamburg verblieben. Sie werden bis Ende dieses Jahres aus dem vor 56 Jahren nach Plänen des Oetker-Hausarchitekten Pinnau an der Willy-Brandt-Straße als Reedereizentrale errichteten markanten Gebäude ausziehen, da es zwischenzeitlich von der Oetker-Familie anderweitig verkauft worden ist. Bis zur Unterbringung in dem im Hamburger Kontorhausviertel bis 2023 fertigzustellenden Johann Kontor, in dem auch weitere Büros für konzerneigne Hamburger Firmen aus dem Logistikbereich konzentriert werden, soll von ihnen ein älteres Bürogebäude am Rödingsmarkt als Zwischenlösung genutzt werden.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können stolz auf dieses Jubiläum sein, da sie das Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist.“, sagt der seit 17 Jahren für das Unternehmen tätige Däne Poul Hestbaek, der im Jubiläumsjahr als CEO die Führung der Hamburger Traditionsreederei übernommen hat. „Bei den großen Zukunftsthemen sind wir heute sehr gut aufgestellt – auch dank unserer Zugehörigkeit zu Maersk. Dazu gehören vor allem die Digitalisierung, die Dekarbonisierung der Schifffahrt und die Diversifizierung unseres Produktangebotes für unsere Kunden entlang der gesamten Logistikkette“, so Hestbaek.

Neben der Diversifizierung des Produktangebotes würden die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu den Kunden sowie der persönliche und stets lokal verankerter Service weiter Alleinstellungsmerkmale der Hamburg Süd bleiben, verspricht er.

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums wurde am Gründungstag, dem 4. November im Internationalen Maritimen Museum Hamburg (IMMH) die lang erwartete Sonderausstellung „HAMBURG SÜD – 150 Jahre auf den Weltmeeren“ eröffnet. Auf Deck 1 wird in fünf zeitlichen Abschnitten die Geschichte der für Hamburg bedeutsamen Reederei von ihrer Gründung 1871 bis zur Gegenwart dargestellt. Präsentiert werden u.a. die Gründungsurkunde der Hamburg Süd, der Sondervertrag mit Kaiser Dom Pedro II von Brasilien aus dem Jahr 1888, verschiedene historische Schiffsmodelle, die die Entwicklung der modernen Handelsschifffahrt aufzeigen, bisher nie öffentlich gezeigte Gemälde, Plakate der unterschiedlichsten Passagierschiffsreisen aus vier Jahrzehnten, Fotoalben, Audio- und Videomaterial und als „kleines“ Highlight die Geschichte der Hamburg Süd auf einem Zeitstrahl anhand von Miniaturschiffsmodellen im Maßstab 1:1250. Darunter auch eine Miniatur des Dampfers Rio, dem allerersten Schiff der Reederei, die der Miniaturkünstler Carlo Marquardt, speziell für diesen Anlass geschaffen hat. Zu den neuen, wertvollen Highlights auf Deck 6 der Ausstellung gehören die großen historischen Werftmodelle der Ozeanliner Cap Polonio (1914) und Cap Arcona (1927). Aber es gibt auch ein Modell des kleineren Linienschiffes San Nicolas (1897). Einige dieser Exponate wurden über den Ozean zum Museum transportiert, natürlich an Bord von Hamburg Süd-Schiffen.

Im Internationalen Maritimen Museum Hamburg (IMMH)ausgestellt: Modelle der Hamburg Süd-Schiffe,
Foto: IMMH

In 2019 hatten die Hamburg Süd und das IMMH eine Kooperation für die Erschließung und Präsentation der historischen Sammlung der Reederei beschlossen. Die Sonderausstellung wird zehn Monate, bis zum 11. September 2022 im IMMH zu sehen sein. Sie wird begleitet durch regelmäßige Führungen. Anschließend geht die Ausstellung auf Reisen nach Südamerika, wo sie an geschichtsträchtigen Orten der Hamburg Süd in Argentinien und Brasilien zu sehen sein wird. Ermöglicht wurden die in großem Umfang von Eva Graumann – sie war langjährig für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Reederei verantwortlich – getragenen mehrjährigen Vorarbeiten und die Ausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg durch eine Förderung der Dr. August Oetker KG, Bielefeld.

Bereits seit Anfang November steht ein von der Hamburger Künstlerin Jeannine Platz gestalteter 40-Fuß-Container der Hamburg Süd vor dem Museum am Dar-es-Salaam-Platz. Dieser war aus Anlass des nahenden Jubiläums bereits im Frühjahr 2020, mitten in der Corona-Pandemie, auf eine anderthalbjährige Reise an Bord verschiedener Schiffe der Reederei rund um die Welt geschickt worden – als Symbol der globalen Verbundenheit in Zeiten geschlossener Grenzen.

Zusammen mit der Ausstellung ist auch das Buch „Hamburg Süd – 150 Jahre auf den Weltmeeren“ im Hamburger Koehler-Verlag erschienen. Darin zeichnet der Journalist und Autor Matthias Gretzschel auf 288 Seiten die Geschichte der Reederei anschaulich nach: von den Anfängen und den schwierigen Phasen während der beiden Weltkriege, ihrem zweimaligen Totalverlust der Flotte, über die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg als Teil der Oetker-Gruppe bis hin zur Gegenwart, die das Unternehmen seit 2017 unter dem Dach der weltweit größten Containerschiff-Reederei A. P. Moller-Maersk gestaltet. Zahlreiche Menschen, deren Wirken mit der Hamburg Süd verbunden war und ist, vermitteln mit persönlichen Texten einen Eindruck von der Faszination, die sich mit dieser einzigartigen Reederei verbindet, die überall in der Welt auch als Botschafterin jener Stadt empfunden wird, die sie im Namen führt. Historische und aktuelle Bilddokumente machen dieses maritime Geschichtsbuch zugleich zu einem reizvollen Bildband. JPM

„Hamburg Süd – 150 Jahre auf den Weltmeeren: Die Geschichte einer großen Reederei“ von Matthias Gretzschel.

Preis: 39,90 Euro, ISBN: 978-3-7822-1394-3 (Deutsche Ausgabe), ISBN: 978-3-7822-1505-3 (Englische Ausgabe), Verlag: Koehler Verlag, www.koehler-books.de

100 Jahre Weltreisen mit Cunard – das wird gefeiert!

Pressemitteilung

Nachdem die Reederei Cunard 2020 ihr 180-jähriges Bestehen feierte, steht 2023 schon das nächste Jubiläum ins Haus: Im Jahr 1923 vollendete die RMS Laconia als erstes Cunard Schiff die erste kontinuierliche Weltumrundung eines Passagierschiffes überhaupt und legte damit den Grundstein für eine der beliebtesten Routen aller Zeiten. 100 Jahre später, zur Feier dieses bedeutenden Meilensteins, brechen die Queen Mary 2 und die Queen Victoria zu zwei Jubiläums-Weltreisen auf. Auf ihren Fahrten um den Globus werden die Cunard Queens nicht nur inspirierende neue Destinationen besuchen, sondern auch eine Vielzahl von Häfen anlaufen, die schon auf der historischen Route der RMS Laconia und ihrem Schwesterschiff, der RMS Samaria, lagen. 

Cunards Präsident Simon Palethorpe freut sich besonders über dieses Jubiläum: „Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde Cunard zum Pionier auf dem Gebiet der Weltreise, und heute, fast ein Jahrhundert später, sind wir und unsere Gäste noch immer genauso begeistert von diesen ganz besonderen Reisen.“ 

Foto: Cunard

Auf der Jubiläums-Weltreise der Queen Mary 2 ab/bis Southampton können Gäste neben Colombo auch Singapur und Hongkong entdecken – genauso wie es einst die Passagiere an Bord der RMS Samaria vor 100 Jahren taten. In Dubai, Sydney und Kapstadt wird das Cunard Flaggschiff über Nacht liegen. Eine Balkonkabine auf dieser 102-Nächte-Jubiläumsreise kostet ab 20.825 Euro pro Person bei Doppelbelegung und unter Berücksichtigung des Frühbucherrabatts. Gäste, die es bevorzugen, ihre Reise bequem in Hamburg zu beginnen und zu beenden, können sich mit der Queen Victoria in 105 Nächten direkt von der Hansestadt aus aufmachen, auf den Spuren der RMS Laconia zu wandeln. Genau wie ihre frühe Vorgängerin, wird auch die Queen Victoria in den Häfen von Hongkong, New York, Singapur, Cabo San Lucas, Colombo, San Francisco, Hilo, Honolulu, Manila und Neapel Halt machen. Zudem erwartet Gäste unter anderem das Erlebnis eines Landgangs auf den Inseln Aruba und Tonga sowie in Jordanien und das Highlight einer Panamakanal-Passage. Diese Jubiläums-Weltreise ist zum Frühbucherpreis in der Balkonkabine bereits ab 22.525 Euro pro Person bei Doppelbelegung buchbar. Eine Innenkabine gibt es zum Frühbucherpreis ab 16.150 Euro pro Person bei Doppelbelegung. Es besteht zudem die Möglichkeit, kürzere Teilstrecken beider Jubiläums-Weltreisen zu buchen oder die Queen Victoria ab Hamburg als „Zubringer“ zur Queen Mary 2 in Southampton zu nutzen. Nach Vollendung der Weltreise können Gäste der Queen Mary 2 in Southampton auf die Queen Victoria umsteigen und mit ihr zurück nach Hamburg fahren. 

Queen Mary 2, Foto: enapress.com

An Bord beider Schiffe sowie auch während der Landgänge genießen Gäste der Jubiläums-Weltreisen – oder auf Teilstücken davon – ein besonderes Rahmenprogramm mit exklusiven Veranstaltungen anlässlich des 100. Jubiläums, sowie Entertainment- und Kulinarik-Angebote, die die besuchten Regionen widerspiegeln. Zudem lädt Cunard wie auch in den vergangenen Jahren alle Gesamtweltreisenden am Vorabend ihrer Abreise zu einer Gala-Veranstaltung in einem Luxus-Hotel in Hamburg ein.   

Für ihre Wintersaison 2022/2023 lässt die Queen Elizabeth die europäischen Küsten hinter sich und nimmt Kurs auf den asiatisch-pazifischen Raum. Dort unternimmt sie eine Vielzahl von Weltentdeckerreisen entlang der australischen und neuseeländischen Küste, beispielsweise ab Melbourne oder Sydney, bevor sie im April und Mai ab/bis Yokohama (Tokio) auf Reise rund um Japan geht.

Queen Elizabeth, Foto: enapress.com

Eine Auswahl der Weltreisen und Weltentdeckerreisen von Oktober 2022 bis Mai 2023 finden Interessierte im herunterladbaren Online-Katalog. 

Das neue Programm ist ab dem 17. März 2021 in jedem guten Reisebüro, über die Cunard Reservierungszentrale unter 040 4153 3555 (Mo. bis Fr., 10 bis 17 Uhr) oder über die Cunard Website buchbar. Für Buchungen bis zum 30. November 2021 gilt eine Frühbucherermäßigung von bis zu 15 Prozent auf den Premium Preis, die nach Buchungsauslastung gesteuert wird. Aufgrund des Jubiläums wird ein sehr hohes Buchungsaufkommen erwartet. Stammgäste, die Mitglieder des Cunard World Clubs, erhalten im Buchungszeitraum bis 30. November 2021 zusätzlich ein doppeltes Premium Bordguthaben. 

Text: Cunard Line

AIDAcara und das große Jubiläum

Am 16. Februar ist der große Tag. Vor 25 Jahren bekam im großen Felsendock der finnischen Kvaerner Masa Werft in Turku ein Schiffsneubau Wasser unter den Kiel, der die deutsche Kreuzfahrtwelt revolutionieren sollte. Die AIDA war Realität geworden und wurde an dem Wintertag ausgedockt. Am 7. Juni 1996 erfolgte in Warnemünde am Stammsitz der Deutschen Seereederei die Taufe des damals größten Kreuzfahrtneubaus für eine deutsche Reederei. Vor 25 Jahren begann der Aufstieg der Kussmundmarke zur Nummer 1 in der deutschen Kreuzfahrt.

Die AIDA wurde 2001 zur Indienststellung der AIDAaura und AIDAvita in AIDAcara umgetauft und ist heute eines der beliebtesten Schiffe der Flotte der Rostocker Reederei.

So richtig in Feierlaune ist bei AIDA Cruises gerade niemand. „Natürlich wird das Datum entsprechend gewürdigt“, ist aus der Zentrale in Rostock zu hören. Wie umfangreich die Würdigung des Vierteljahrhunderts AIDA ausgerechnet in Pandemie-Zeiten ausfällt, hängt auch vom Verlauf der Krise im Frühjahr ab.

Foto: Frank Behling

Die AIDAcara wurde zusammen mit der AIDAaura im März 2020 in Norwegen von der Pandemie erwischt. Zunächst wurden beide Schiffe in Hamburg aufgelegt. Später dann in Visby. Seit dem Herbst liegen die beiden Schiffe in der Bucht von Tallinn.

Für die AIDAcara steht außerdem eine wichtige Werftzeit an. In diesem Frühjahr muss die große Klasse erfolgen. Eine mindestens zweiwöchige Dockung mit Überprüfung von Rumpf, Antrieb und Sicherheitstechnik stehen auf dem Programm in der Akte bei der Klassifikationsgesellschaft DNV GL. Am 30. Juni läuft die Klasse ab.

Die letzte große „TÜV-Prüfung“ hat die AIDAcara vom 26. Januar bis 6. Februar 2016 bei der Navantia-Werft in Cadiz absolviert. Die Prüfungen müssen alle fünf Jahre erfolgen. Aktuell macht die Reederei aber noch keine Angaben zur Dockung für die AIDAcara in 2021. Bekannt wurde nur, dass die Reederei mit Werften verhandelt.

Bis Juni sind ja auch noch vier Monate Zeit. Fest steht, dass für die Unterbodenuntersuchung und die Überholung von Wellen, Ruder und Stabilisatoren eine Dockung bei einer Werft zwingend vorgeschrieben ist. Für 24 der 32 Zertifikate der Klassifikationsgesellschaft läuft die Gültigkeit für den sicheren Betrieb am 30. Juni ab. FB