Schlagwort: Kiel

Seehafen Kiel peilt die 100 an

Der Kieler Hafen ist beim Kreuzfahrtgeschäft langsam wieder auf Kurs. Nach einem schweren Jahr 2020 hat Kiel damit sein Ergebnis in diesem Bereich 2021 schon verdoppelt. Am 18. August begrüßte der Seehafen mit der Vasco Da Gama von nicko cruises den 75. Kreuzfahrtanlauf 2021. Es zugleich der zehnte Doppelanlauf von Kreuzfahrtschiffen in diesem Jahr in Kiel. Mit der Vasco Da Gama wurde auch die Mein Schiff 1 der Hamburger TUI Cruises abgefertigt.

2020 fertigte der Seehafen Kiel lediglich 29 Kreuzfahrtschiffe ab. Die Zahl der in Kiel abgefertigten Passagiere sank gegenüber 2019 von 2,391 Millionen auf nur noch 517000. In diesem Jahr wird in Kiel wieder ein deutlicher Zuwachs erwartet. Die 100. Kreuzfahrtabfertigung wird in Kiel bereits Anfang September erwartet.

Unterdessen hat Kiel auch Höchstleistungen mit der MSC Seaview im Ostuferhafen erzielt. Mit dem Schiff wurden bei den Anläufen im August jeweils 3000 Passagiere ein- und ausgeschifft. Damit ist MSC Cruises in Europa auf einem Spitzenplatz. Das Schweizer Unternehmen will bis in den Oktober von Kiel aus einwöchige Seereisen nach Stockholm, Visby und Tallinn anbieten.

In Kiel zurück sind auch wieder die Flusskreuzfahrer. Die Johannes Brahms der Dutch Cruise Line aus Maasbracht (Niederlande) startete von Kiel zur Reisen nach Berlin. Ebenfalls ein Newcomer ist in Kiel der Mare Verlag, der mit seinem neuen Kreuzfahrtschiff Cape Race zwei Abfahrten ab Kiel zu Häfen an der Mecklenburgischen Küste absolvierte. FB

MSC Cruises nimmt mit der ersten Abfahrt der MSC Seaview ab Kiel den Kreuzfahrtbetrieb in Deutschland wieder auf

Pressemitteilung

  • Die erste Abfahrt der MSC Seaview ab Kiel markiert den Start der Sommer-Kreuzfahrten von MSC Cruises ab Deutschland 
  • Warnemünde wird ab dem 23. Juli zweiter Ein- und Ausschiffungshafen der MSC Seaview 
  • Damit ist das siebte Schiff der Reederei wieder auf See, drei weitere werden in den kommenden Monaten folgen  
  • Das Schwesterschiff, die MSC Seaside, ergänzt Marseille auf ihrer Route im westlichen Mittelmeer

MSC Cruises hat an diesem Wochenende mit der Abfahrt der MSC Seaview in Kiel die Sommersaison in Deutschland begonnen. Das Schiff bietet 7-Nächte-Kreuzfahrten in der Ostsee an.

Die MSC Seaview ist das siebte Schiff von MSC Cruises, das den Kreuzfahrtbetrieb wieder aufnimmt. Drei weitere Schiffe bereiten sich gerade für ihre Inbetriebnahme vor, so dass bis zum Ende des Sommers die Hälfte der Flotte des Unternehmens auf See sein wird. 

Die MSC Seaview wird bis Anfang Oktober in Kiel ihren Heimathafen haben. Das Schiff empfängt deutsche und internationale Gäste zu einer attraktiven Reiseroute nach Visby auf der schwedischen Insel Gotland, Nynäshamn nahe Stockholm und Estlands Hauptstadt Tallinn, bevor es zu nach Kiel zurückkehrt. In allen angelaufenen Häfen werden die branchenweit ersten „Safe-Bubble“-Landausflüge von MSC Cruises angeboten.  

Ein weiterer Hafen wird in den Reiseplan der MSC Seaview aufgenommen, um die Kreuzfahrt für die Gäste noch attraktiver zu machen: Das Schiff wird ab dem 23. Juli Warnemünde anlaufen. Damit kommt ein weiterer Hafen in Deutschland hinzu, in dem die Gäste ein- und ausschiffen können. Zudem ergibt sich eine weitere Option für spannende Landausflüge. An der Mündung der Warnow in die Ostsee gelegen, überrascht das ehemalige Fischerdorf Warnemünde mit seinem Charme und dem breiten, weißen Strand. Außerdem können die Gäste Rostock und Berlin besuchen.

Christian Hein, Deutschland-Geschäftsführer von MSC Cruises, kommentierte: „Die Wiederaufnahme von Kreuzfahrten in Kiel ist das Ergebnis von intensiven und erfolgreichen Verhandlungen zwischen der Reederei, den lokalen Behörden und dem Seehafen Kiel. Bereits seit letztem Sommer, als das Protokoll auf der MSC Grandiosa im westlichen Mittelmeer zum ersten Mal zum Einsatz kam, konnten wir die Wirksamkeit und Effektivität unserer Maßnahmen unter Beweis stellen. Diese haben auch die lokalen Partner in Kiel überzeugt.“

Christian Hein weiter: „Das Protokoll ermöglichte uns nicht nur die Wiederaufnahme von Kreuzfahrten ab Deutschland, sondern wir können unseren Gästen dadurch auch das vollumfängliche Erlebnis bieten, das sie von Kreuzfahrten mit MSC gewohnt sind – mit Landausflügen, die denselben Standards bei Gesundheit und Sicherheit entsprechen wie an Bord, und einem breiten Bord-Angebot für einen entspannten und sicheren Urlaub auf See.“

Foto: Cedric Denoyer

Erster Anlauf der MSC Seaside in Marseille

Am Wochenende wurde außerdem Marseille in die Route der MSC Seaside, dem Schwesterschiff der MSC Seaview, im westlichen Mittelmeer mit aufgenommen. Marseille ist damit der erste französische Hafen, der für die Kreuzfahrt wieder geöffnet wurde und internationale Gäste willkommen heißt. 

Fünf Schiffe von MSC Cruises sind derzeit im Mittelmeer unterwegs: Die Schiffe MSC Grandiosa, MSC Seaside, MSC Orchestra, MSC Splendida und MSC Magnifica. Ein sechstes Schiff, die MSC Virtuosa, führt seit dem 20. Mai Kreuzfahrten rund um Großbritannien nur für britische Gäste durch.

Die MSC Meraviglia wird ab dem 2. August wieder Karibik-Kreuzfahrten ab Miami aufnehmen und ab dem 18. September von der MSC Divina ab Port Canaveral bei Orlando in der Region unterstützt. 

Die MSC Seashore wird im August mit Fahrten im westlichen Mittelmeer neu in Dienst gestellt. Das Flaggschiff der Reederei wird dann im November für eine Saison in der Karibik nach Miami wechseln.   

Text: PM MSC Cruises

MSC Cruises startet ab dem 3. Juli mit der MSC Seaview ab Kiel mit vollumfänglichen Kreuzfahrten – inklusive Landausflügen

Pressemitteilung

  • Die Route der 7-Nächte-Kreuzfahrten beinhaltet Stopps in Visby, Stockholm und Tallinn
  • Für die neue Route werden eigene Landausflüge mit Schutzkonzept entwickelt, die nach dem „Safe Bubble“-Konzept dieselben hohen Sicherheitsstandards wie an Bord bieten
  • Das einzigartige Design-Konzept der Seaside-Klasse, das das Meer und die Natur intensiv erlebbar macht, kommt mit der MSC Seaview zum ersten Mal nach Deutschland 

MSC Cruises hat heute die Reiseroute der MSC Seaview vorgestellt, mit der die Reederei erstmals vollumfängliche Kreuzfahrten – inklusive Landausflügen – ab Deutschland anbieten wird. Die MSC Seaview, die ihren Heimathafen in Kiel haben wird, wird am 3. Juli 2021 zum ersten Mal Gäste an Bord begrüßen.

Von Kiel aus sticht die MSC Seaview in Richtung Schweden in See und erreicht nach einem Seetag Visby. Die Hauptstadt der Ostseeinsel Gotland ist UNESCO Weltkulturerbe und besticht mit ihren mittelalterlichen Bauten und einem milden Klima. Nächster Stopp auf der Route ist die schwedische Hauptstadt Stockholm. Das „Venedig des Nordens“ verzaubert Besucher mit unzähligen Brücken, seiner pittoresken Altstadt, trendigen Vierteln und dem prächtigen Schloss. Nach einem weiteren Tag an Bord, an dem die Gäste das reiche Bordangebot und die einzigartige Architektur des Schiffes genießen können, legt die MSC Seaview in Tallinn an. In der estnischen Metropole können die Gäste den restaurierten und teils originalgetreu erhaltenen Stadtkern mit Bauwerken von einer jahrhundertelangen Stadtgeschichte bewundern, bevor die MSC Seaview die Heimreise nach Kiel antritt. 

Gianni Onorato, CEO von MSC Cruises, fügte hinzu: „Wir freuen uns auf die Wiederaufnahme unserer Kreuzfahrten ab Deutschland – einem sehr wichtigen Markt für uns – sowie darauf, unseren Gästen einen angenehmen, erholsamen und sicheren Kreuzfahrturlaub auf der MSC Seaview zu bieten. Das Schiff ist eines der innovativsten Schiffe unserer Flotte und zum ersten Mal in Nordeuropa und ab Deutschland im Einsatz.“

„Sehenswürdigkeiten zu besuchen und Landgänge durchzuführen sind ein wesentlicher Aspekt eines Kreuzfahrturlaubs und wir freuen uns, dass die brandneue Reiseroute der MSC Seaview unseren Gästen einige herausragende Reiseziele und Landausflüge bieten wird. Auf diese Weise können unsere Gäste die Schönheit des Baltikums sicher entdecken, mit den gleichen hohen Gesundheits- und Sicherheitsstandards wie an Bord der MSC Seaview und all unserer anderen Schiffe.“

„Unser Ziel war es von Anfang an, den Gästen ein einzigartiges Gesamterlebnis einer Kreuzfahrt wie vor der Pandemie zu bieten. Das ist uns mit den von uns angebotenen Kreuzfahrten ab Kiel gelungen“, ergänzte Deutschland-Geschäftsführer Christian Hein. „Möglich wurde dies durch die generelle Lockerung der Corona-Restriktionen in Deutschland und ganz Europa sowie durch die Bestätigung der Öffnung von Häfen und Destinationen, die wir anlaufen werden.“

„Seit August 2020 führen wir mit der MSC Grandiosa vollumfängliche Kreuzfahrten im Mittelmeer durch und konnten bereits über 65.000 Gäste sicher zu den schönsten Zielen der Region bringen. Auch die MSC Seaside heißt seit Anfang Mai Gäste im Mittelmeer willkommen und die MSC Virtuosa wird in dieser Woche als erstes Schiff die Kreuzfahrten in Großbritannien wieder aufnehmen.“

Für die Stopps in den drei Destinationen entwickelt MSC Cruises Landausflüge mit Schutzkonzept, die den Gästen die schönsten Sehenswürdigkeiten in einer „Safe Bubble“ zeigen. Die Ausflugs-Guides und der Fahrer werden vor dem Ausflug getestet, die Transportmittel desinfiziert und belüftet, Abstandsregeln und Maskenpflicht eingehalten. Zusätzlich wird gewährleistet, dass es an den Attraktionen reservierte Bereiche für die Gäste von MSC Cruises gibt, so dass auch hier die „Safe Bubble“ erhalten werden kann.

Aktuell stehen nur wenige Häfen in der Ost- und Nordsee für die Kreuzfahrt offen. „Aufgrund der reduzierten Anzahl der verfügbaren Häfen haben wir uns entschlossen nur eine Route anzubieten, weil das Produkterlebnis nur mit Landgängen perfekt ist“, fügt Christian Hein hinzu. „Natürlich werden wir die Situation an Land weiter genau beobachten und sicherstellen, dass diese Route bei Bedarf immer aktualisiert werden kann.“

Daher müssen die Kreuzfahrten ab/bis Warnemünde an Bord der MSC Musica und ab/bis Hamburg mit der MSC Preziosa für die gesamte Sommersaison abgesagt werden. Der Saisonstart der MSC Seaview wird auf den 3. Juli verschoben und das Schiff wird bis in den Herbst ab Kiel im Einsatz sein. Die Reise an Bord der MSC Seaview wird für Gäste aller Altersgruppen aus dem Schengen-Raum sowie für Einwohner von Kroatien, Rumänien und Bulgarien verfügbar sein. 

MSC Cruises wird alle betroffenen Gäste individuell kontaktieren. 

Text: PM MSC Cruises

Endlich Urlaub – endlich Ostsee – endlich Mein Schiff!

„Blaue Reisen“ mit der Mein Schiff 1 ab und bis Kiel ab sofort buchbar 

Pressemitteilung

  • Überwiegend 7-tägige Kreuzfahrten mit der Mein Schiff 1 ab und bis Kiel  
  • Einfach selbst anreisen, einsteigen und verwöhnen lassen
  • Erleben der eindrucksvollen schwedischen Schärenlandschaft und der weißen Nächte 
  • Extralange Auszeit auf dem Meer mit der Vielfalt des Premium Alles Inklusive-Angebots
  • Bewährtes Gesundheits- und Hygienekonzept inkl. verpflichtendem Test vor Reisebeginn  

Für alle, die Sehnsucht nach Urlaub auf dem Meer verspüren und sich wieder einmal verwöhnen lassen möchten, schafft TUI Cruises Abhilfe. Jetzt, wo viele kleine Freiheiten zurück in das Leben kommen, können Gäste auch in unmittelbarer Nähe die „große Freiheit“ erleben: Ab 23. Mai startet TUI Cruises wieder ab Kiel mit „Blauen Reisen“. Die überwiegend 7-tägigen Kreuzfahrten mit der Mein Schiff 1 beginnen und enden in Schleswig-Holsteins Hauptstadt und bestehen ausschließlich aus Seetagen. Diese Auszeit aus dem Meer ist ein reines Mein Schiff Erlebnis und bietet Gästen so die Möglichkeit, die ganze Vielfalt des Premium Alles Inklusive-Angebots an Bord auszukosten. Bei den Panoramafahrten bleibt außerdem genug Zeit, die eindrucksvollen Schärenlandschaften und das Beisammensein mit Familie oder Freunden zu genießen – denn im Norden sind die Tage im Sommer besonders lang.

Mein Schiff ist mit Abstand am besten – für die Sicherheit von Gästen und Crew

Die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Besatzung steht für TUI Cruises an oberster Stelle. Seit fast einem Jahr hat sich das Gesundheits- und Hygienekonzept bewährt und wird stetig den geltenden Vorschriften angepasst. Die Vorsichtsmaßnahmen basieren auf den medizinischen Standards renommierter Institutionen wie dem Robert Koch-Institut (RKI), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie auf den örtlich geltenden Vorgaben und Leitlinien. Die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 haben darüber hinaus ein verifiziertes Hygienekonzept im Umgang mit COVID-19: Das bestätigte das unabhängige SGS Institut Fresenius und stellte beiden Schiffen ein Hygiene-Zertifikat aus. 

Auf den „Blauen Reisen“ wird das ohnehin schon großzügige Platz-pro-Passagier Verhältnis noch besser: TUI Cruises begrenzt die Kapazität an Bord zum Start auf maximal 60 Prozent und hat sämtliche Prozesse vor und während der Reise, beim Check-In und im Gäste- sowie Crew-Bereich zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften angepasst. Ein COVID-19-Test ist für alle Gäste vor Reisebeginn Pflicht. Außerdem werden beispielsweise alle Kabinen vor Ankunft der Gäste desinfiziert oder die Sonnenliegen mit einem Abstand von zwei Metern auf dem Pooldeck platziert. Diese und viele weitere Maßnahmen entnehmen Gäste der dafür eingerichteten Website: www.tuicruises.com/blauereisen.

Die Vorteile der Blauen Reisen auf einen Blick:

–     Reise ab / bis Kiel mit unkomplizierter, selbst organisierter An- und Abreise per PKW oder Bahn

–     Noch mehr Platz als sonst: begrenzte Gästezahl von maximal 60 Prozent

–     Borderlebnis pur: ausschließlich erholsame und entschleunigende Seetage

–     Gewohnter Service mit der Vielfalt des Premium Alles Inklusive-Angebots  

–     Bewährtes Gesundheits- und Hygienekonzept inkl. verpflichtendem COVID-19-Test vor Reisebeginn    

Buchungsinformation und Preisbeispiel
Die „Blauen Reisen“ sind im Reisebüro und auf www.tuicruises.com buchbar. Auf den „Blauen Reisen“ sind ausschließlich Balkonkabinen und Suiten buchbar. Die 7-tägige Reise ab/bis Kiel ohne Anreise mit Premium Alles Inklusive kostet bei Doppelbelegung zum Wohlfühlpreis ab 799 Euro pro Person in der Balkonkabine und ab 1.599 Euro in der Junior-Suite. 

Text: PM TUI Cruises

Kiel prescht bei Kreuzfahrt vor

Nun geht es ganz schnell. Mit den Lockerungen der Beherbergungsverbote in Schleswig-Holstein startet auch die Kreuzfahrtsaison 2021. Die Landesregierung Schleswig-Holsteins hat den Reedereien grünes Licht erteilt. Am 22. Mai soll in Kiel die AIDAsol starten. Einen Tag später ist die Mein Schiff 1 dran.

Die Voraussetzungen für den heiß ersehnten Neustart nach der Corona-Pause gab die Landesregierung in Kiel nach der Auswertung des Infektionsgeschehens in Schleswig-Holstein.

Die seit April laufenden Tourismus-Projekte in Teilen Schleswig-Holsteins haben außerdem sehr positive Effekte erzielt. Deshalb gab Ministerpräsident Daniel Günther am Mittwoch grünes Licht für Lockerungen beim Tourismus.

MEIN SCHIFF 1, Foto: Frank Behling

„Es gibt eine Abstimmung unter den norddeutschen Küstenländern, dass Kreuzfahrten erst wieder möglich sind, wenn die Beherbergungsverbote aufgehoben sind. Das ist bei uns am 17. Mai der Fall. Deshalb ist theoretisch ab dem 17. Mai Kreuzfahrtbeginn und Kreuzfahrtende in Kiel möglich“, so Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP).

„Dies ist eine gute Nachricht für unseren Hafen und die Stadt Kiel. Darauf haben wir lange hingearbeitet und sind startklar“, freut sich Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Die Reedereien begannen gleich mit den Planungen.

Die Mein Schiff 1 verließ noch am Donnerstag den Ankerplatz vor Santa Cruz de Teneriffa und nahm in Las Palmas von der Mein Schiff 2 Ausrüstung für den Einsatz im Norden an Bord.

Die AIDAsol wurde in Warnemünde ausgerüstet. „Wir sind mit unserem bewährten Hygienekonzept bereit für den Start. Deshalb kommen wir mit der AIDAsol nach Kiel“, so Hansjörg Kunze, Sprecher von AIDA Cruises. Die AIDAsol wird am 13. Mai um 15 Uhr in Kiel erwartet und soll dann mit dem Test der Landstromanlage beginnen.

Zeitgleich werden die Abläufe für die ersten Einschiffungen der Passagiere in Kiel getestet. Der Hafen ist bereit. „Die Ermöglichung von Kreuzfahrten unter Einhaltung strenger Auflagen trägt zu einer wirtschaftlichen Belebung auch von Innenstadt und Hotellerie bei“, so Ulf Kämpfer. Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt wäre dann der erste deutsche Hafen, der den Neustart der Kreuzfahrt in Deutschland nach dem Winter-Lockdown vornimmt.

AIDAsol, Foto: Frank Behling

Die AIDAsol wird zunächst drei- und viertägige Panoramafahrten ab Kiel anbieten. Buchungsstart ist am 12. Mai. Bei TUI Cruises soll ebenfalls nächste Woche Buchungsstart sein. Die ersten Reisen sollen mit geimpften, getesteten und genesenen Passagieren nach den bereits eingespielten Hygiene-Standards erfolgen. Die Nachfrage soll nach Angaben der Reedereien sehr groß sein.

Auch Hapag-Lloyd, MSC und nicko cruises bereiten den Start von Reisen ab Kiel vor. Auch dort werden Schiffe für den Einsatz im Sommer im Norden vorbereitet. Nach dem derzeitigen Stand könnten bereits Ende Juni wieder bis zu sechs Schiffe von Kiel aus fahren. Es sind aber zunächst nur Panorama-Fahrten ohne Hafenbesuche möglich.

Wann die normalen Katalog-Reisen wieder aufgenommen werden, hängt von dem Infektionsgeschehen in den Ostsee-Anrainern sowie Norwegen ab. Derzeit deutet hier aber noch nichts auf eine schnelle Lockerung hin.

In Norwegen wird erwartet, dass frühestens ab Ende Mai wieder Kreuzfahrten für norwegische Urlauber auf norwegischen Schiffen erlaubt sind. Jedoch auch da ohne Landgang. Die Color Line bereitet den Neustart der Kreuzfahrtfähren der Kiel-Oslo-Route vor.

Bevor die ersten Passagiere in Kiel am 22. Mai an Bord der AIDAsol steigen werden, muss noch an der Technik im Hafen gearbeitet werden. „Am 17. Mai wird eine Landstromanlage eingeweiht, damit die Schiffe zukünftig am Liegeplatz die Diesel ausmachen können“, so Wirtschaftsminister Bernd Buchholz.

Diese Anlage versorgt seit Dezember bereits die Fähren der Stena Line mit Ökostrom. Am 17. Mai wird sie dann als erste zivile Landstromanlage in Deutschland zwei Schiffe gleichzeitig versorgen.

„Wir sind stolz auf die neue Landstromanlage. Nicht nur wegen der herausragenden Architektur und Fassade, sondern auch, weil zwei Schiffe im Parallelbetrieb mit Ökostrom versorgt werden können“, so Seehafen-Chef Dirk Claus.

Auch bei AIDA ist man gespannt auf den Test. Am 7. Mai hat die AIDAsol in Warnemünde die erste Landstromanlage eingeweiht. In Kiel steht die nächste Herausforderung an.

2018 hatte AIDA in Kiel ein Abkommen zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Tourismus in Schleswig-Holstein mit Stadt und Landesregierung unterzeichnet.

Die 2011 am Ostseekai getaufte AIDAsol ist das Schiff in der AIDA-Flotte, das schon seit 2014 in Hamburg aus externen Stromquellen versorgt wird. Mit dem AIDA-Schiff kann die Anlage in Kiel zertifiziert werden. In Kiel gibt es jetzt für die drei Stadt-Terminals in der Innenförde Landstromanschlüsse. FB


„Tatsache ist, dass Hamburg bisher höhere Inzidenz-Zahlen hatte als Schleswig-Holstein und das die Lage hier ein bisschen anders war. Wir sind jetzt erst ein paar Tage unter der 100er-Marke. Ein genaues Datum oder einen Termin zu nennen ist im Moment schwierig. Vom Gefühl her würde ich denken, dass wir irgendwann im Juni starten werden. Ob dies nun Mitte Juni ist oder die zweite Hälfte des Monats, dass kann ich noch nicht sagen. Es ist eine Gesamtentscheidung, was den Tourismus in Hamburg betrifft, nicht nur die Kreuzfahrt. Wir sind durch die letzten Abstimmungen der Küstenländer an die Hotellerie gekoppelt worden. Das war auch in Schleswig-Holstein der Fall. Die Hotellerie hat wieder aufgemacht und daher durfte die Kreuzfahrt auch wieder starten.“

Simone Maraschi, Managing Director Cruise Gate Hamburg

„Insgesamt ist die Entwicklung jetzt natürlich absolut positiv. Ob jetzt nun in Bremen oder in Mecklenburg-Vorpommern ein paar Wochen später oder ein paar Wochen früher geöffnet wird, ist egal, wichtig ist einfach nur, dass wir vorankommen. Selbst, wenn wir nur einen Standort haben von dem gefahren wird, sehen auch die Kunden, da entwickelt sich was, es geht voran.“

Veit Hürdler, Geschäftsführer Columbus Cruise Center Bremerhaven und Wismar

„Wir freuen uns, dass dieses wichtige touristische Segment, Kreuzschifffahrt, aus Deutschland wieder startet.  Wir sind überzeugt, dass mit den sehr guten Hygienekonzepten der Reedereien und der Häfen die Voraussetzung für einen zeitnahen Neustart der Hochseekreuzfahrt und Flusskreuzfahrt in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen sind.“

 Jens A. Scharner, Geschäftsführer ROSTOCK PORT

Corona: Kieler Woche auf der Kippe

Die Kieler Woche ist das erste Sommerfest an der deutschen Küste. Traditionell startet das größte Segelevent und Volksfest in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt immer in der letzten Juni-Woche.

Der Termin für dieses Jahr war auf den 19. Juni gesetzt. Die jüngsten Entwicklungen bei der Ausbreitung der Corona-Pandemie lassen aber nichts Gutes für die Kieler Woche 2021 hoffen. Der Sommer 2021 wird auch weiter ganz im Zeichen der Pandemie stehen.

In Kiel wird deshalb jetzt die Verlegung der Kieler Woche in den Herbst geplant. In Kiel ist die Infektionslage im Vergleich zum Bundesgebiet zwar recht niedrig, gleichwohl wird auf den Reiseverkehr zur Kieler Woche verwiesen. Da auch im Mai und Juni noch nicht mit Lockerungen für den Reiseverkehr gerechnet wird, bereitet man sich in Kiel auf eine Verschiebung der Kieler Woche vor. „Gerade die Berichte über Mutationen des Corona-Virus müssen uns besorgen und machen uns noch einmal klar, dass sich entscheidende Variablen bei der Bekämpfung der Pandemie verändern können“, sagt Tobias von der Heide, Kieler CDU-Landtagsabgeordnete am Freitag.

Foto: Frank Behling

„Die Kieler Woche braucht einen langen Planungsvorlauf, deshalb sollten wir jetzt schon reagieren und die Kieler Woche in diesem Jahr im September planen“, so von der Heide. Den entsprechenden Vorschlag diskutieren die Gremien im Kieler Rathaus. Eine Entscheidung wird zum Wochenbeginn erwartet und durch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) bekanntgegeben.

Der Hamburger Hafengeburtstag im Mai wurde bereits abgesagt. Und auch andere Events und Konzerte für den Zeitraum Juni und Juli stehen gerade auf der Kippe. Dazu gehört der Tag der Bundeswehr, der am 12. Juni geplant ist. Er soll, so wie 2020, auch in diesem Jahr nur virtuell stattfinden. FB

Kiel: Kreuzfahrt- und Fährterminal wird Impfzentrum

Bei der Nutzung sind Kreuzfahrtterminals sehr vielseitig. In Kiel wurde beim Bau der drei großen Terminals Ostseekai, Schwedenkai und Norwegenkai von Beginn an auf eine multifunktionale Nutzung wert gelegt.

Das Ziel war eine möglichst ganzjährige Nutzung zu erreichen. Da in Kiel die Kreuzfahrtsaison in der Regel von April bis Oktober geht, sollte so der Leerstand der teuren Immobilien im Winter vermieden werden.

Neben Veranstaltungen können die Bauwerke auch in Sonderlagen eingesetzt werden. In diesem Jahr ist es die Corona-Krise.

Der Fähr- und Kreuzfahrtterminal Schwedenkai des Seehafens Kiel wird ab Januar auch die Rolle als Impfzentrum übernehmen. Wenn die Zulassung für den Impfstoff gegen Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegt, soll auf dem Terminal in der Kieler Innenstadt mit der Impfung begonnen.

Foto: Frank Behling

Der Schwedenkai ist damit Kiels erstes Impfzentrum. Dort könnten bereits Anfang Januar erste Impfungen durchgeführt werden, teilte die Stadt Kiel mit. Genutzt wird dafür die Passagierabfertigungsebene im Obergeschoss. In dem umgebauten Impfbereich des Schwedenkais können zukünftig zeitgleich sieben Personen geimpft werden. Die Kieler Feuerwehr koordiniert den Ablauf vor Ort.

Durch die Umgestaltung der Abfertigungsebene werden Passagiere der Stena Line zukünftig nach dem Betreten des Terminals direkt zum Schiff geleitet. Die Abfertigung der Fähren der Stena Line wird dadurch nicht beeinträchtigt. Da während der Corona-Krise das Passagieraufkommen auf der Göteborg-Route ohnehin geringer geworden ist, kommt es für Reisende mit Ziel Göteborg auch nicht zu Wartezeiten. „Die Abfertigung der Stena Line wird durch das Impfzentrum nicht beeinträchtigt“, sagt Ulf Jahnke vom Seehafen Kiel.

Der Schwedenkai ist bereits seit Sommer auch Teststation für Reiserückkehrer. Tausende Urlauber haben sich dort seit Juli an mobilen Teststationen einem PCR-Test unterzogen.

Im Winter 2015/2016 konnte der Seehafen bereits bei anderen Notlage aushelfen. Damals stellte man den Ostseekai während der Flüchtlingskrise als Notunterkunft bereit. In dem Terminal wurden von Hilfsorganisationen Geflüchtete betreut, bevor sie in kleinen Gruppen mit der Stena Line nach Schweden transportiert wurden. FB

Kiel will „ökologischster Hafen Europas“ werden

Ab 2021 können auch Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgt werden

Nicht nur die Fährschiffe der schwedischen Stena Line werden künftig auch in Kiel emissionsfrei im Hafen versorgt: Gemeinsam haben Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Stadträtin Doris Grondke und Seehafen Kiel-GmbH-Geschäftsführer Dr. Dirk Claus am 9. Dezember die LED-Fassade der neuen Landstromanlage am Ostseekai vorgestellt. „Die Landstromanlage ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, der ökologischste Hafen Europas zu werden“, sagte Kämpfer. Damit trage man maßgeblich zur Umsetzung des Masterplans“ 100% Klimaschutz“ bei.

Das Land Schleswig-Holstein hat den Bau der Landstromanlage mit 8,99 Millionen Euro gefördert, weitere 1,26 Millionen Euro kommen von der EU. Zudem hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, um die Preise für Landstrom deutlich abzusenken.

Foto: PORT OF KIEL

Die Anlage zählt zu den leistungsstärksten ihrer Art und wird zunächst die Fährschiffe der Stena Line versorgen. Ab dem kommenden Jahr können dann zwei Schiffe, ein Kreuzfahrtschiff und eine Fähre, parallel Ökostrom beziehen. „Ab Januar decken wir 44 Prozent des Energiebedarfs der im Kieler Hafen liegenden Schiffe emissionsfrei und klimaneutral. In zwei Jahren sollen es dann bereits 60 bis 70 % sein. Damit nimmt Kiel eine Vorreiterrolle ein.“, kündigte Dr. Dirk Claus an.

„Diese Fassade ist bisher einmalig in ihrer Art. Die äußere Hülle hat bei Tageslicht durch ihre dynamisch strukturierten Lochungen einen ganz eigenen Charakter. Sobald die in der Fassade verborgenen LEDs dazu geschaltet werden, ergibt sich eine weitere Gestaltungsebene, die im Dunklen die Wahrnehmung komplett transformiert“, erläuterte Architekt Jan Schulz, BSP Architekten BDA. Für die 720 m² große Metallfassade wurden auf knapp der Hälfte der Fläche über 12.000 LEDs verbaut, die über eine Software einzeln ansteuerbar sind. Bei Vollbetrieb aller LEDs verbraucht die Fassade knapp 25 kWh Ökostrom.

Mit der jetzt erfolgten Einweihung der spektakulären Fassade der neuen Landstromanlage in Kiel bezieht die Stena Line nun auf 14 Fähren an sieben Terminals Landstrom während der Hafenliegezeit, und verringert ihre Emissionen nun auch an der Förde. Die Maßnahme führt zu einer Einsparung von 900 Tonnen Treibstoff und einem Äquivalent von 2.700 Tonnen CO2 pro Jahr. Die neue Anlage in Kiel wird mit 100 Prozent Ökostrom betrieben, somit werden während der Hafenliegezeit der Stena Germanica und der Stena Scandinavica neben CO2 auch NOX-, SOX– und Partikelemissionen eingespart.

Video: Port of Kiel

Neben Kiel bezieht Stena Line auch an zwei Abfahrtsterminals in Göteborg, sowie in Karlskrona, Norvik, Trelleborg und Hoek van Holland Landstrom für ihre Fähren und vermeidet damit jährlich 13.000 t CO2 im Routennetzwerk. Von 36 Fähren der Stena Line-Flotte wurden mittlerweile 14 für die Nutzung von High Voltage Shore Connection-Systemen (HVSC) umgerüstet.„Landstrom spielt für uns aus zwei Gründen eine wichtige Rolle: Zum Einen möchten wir einen unmittelbaren positiven Effekt auf die Luftqualität in den von uns frequentierten Häfen erzielen. Zum Zweiten erwarten wir in Zukunft einen noch höheren Anteil der Elektrifizierung in den Häfen: bei Pkw, Lkw, Hafenfahrzeugen und in unserem Falle natürlich vor allem bei den Schiffen. Mit unseren Batterie- und Powerbank-Projekten entwickeln wir unsere Fährdienste bereits seit längerem in diese Richtung weiter, und lernen jeden Tag dazu“, sagt Ron Gerlach, Trade Director und Geschäftsführer der Stena Line Deutschland. JPM

Neue Pläne für „Mein Schiff 1“

Die große Traum von der Karibik-Tour ist geplatzt. Die Reederei TUI Cruises musste am Donnerstag die 35-Tage-Reise zum Jahreswechsel 2020/2021 absagen. Bis zuletzt hatte die Reederei versucht, in den Gesprächen mit den zuständigen Ministerien der fünf deutschen Küstenländer eine Freigabe zur Einschiffung von 1500 Passagieren zu erreichen. Am Donnerstagmittag war dann aber klar, dass kein deutscher Hafen einem Kreuzfahrtschiff die Abfertigung erlauben wird. Angesichts der jüngsten Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Verlängerung des „Lockdowns“ bis zum 10. Januar musste TUI Cruises die Segel streichen.

„Soeben erreichte uns die Nachricht, dass uns nunmehr alle deutschen Häfen die geplante Abfahrt im Dezember verweigern. Schweren Herzens müssen wir daher die 35-tägige Karibik-Reise vom 10. Dezember bis 14. Januar 2021 leider absagen“, teilt die Reederei mit.

Die Meldung traf auch die Besatzung der Mein Schiff 1 völlig überraschend. In Kiel war am Donnerstag die Ausrüstung für die Karibik-Reise angelaufen. Acht Lastwagen mit Proviant sowie Material für die Reise rollten auf den Ostseekai. Parallel wurde Ausrüstung von der aus Rostock nach Kiel gekommenen Mein Schiff 4 übernommen. Am Mittwoch hatte das niederländische Tankschiff „Zaria“ die Mein Schiff 1 mit Kraftstoff für die Reise versorgt.

Einen Plan B gibt es laut TUI für die Mein Schiff 1 noch nicht. Vorerst bleibt das von Kapitän Andreas Greulich geführte Schiff in Kiel. Der Kapitän hatte die Crew in den vergangenen Tagen bereits auf die Reise eingestimmt. Im Diamanten am Heck wurde der große Tannenbaum geschmückt und die Räume im Schiff mit festlicher Deko verschönert. FB

Update (4.12.): Nach unbestätigten Meldungen soll Mein Schiff 1 kurzfristig die Mein Schiff 6 bei den Kanaren-Fahrten ablösen, Mein Schiff 6 soll in die Werft.