Schlagwort: Kiel

Bauboom beim Landstrom

Auf einmal geht es alles ganz schnell. Beim Landstrom ist im Hamburger Hafen ein echter Bauboom ausgebrochen. Gleich an mehreren Stellen im Hafen wird an der notwendigen Infrastruktur gearbeitet. In Waltershof und Altenwerder entstehen Landstromanlagen für Containerschiffe. In Steinwerder am größten Kreuzfahrtterminal der Stadt wird auch an mehreren Stellen gearbeitet.

Bis Mitte 2023 soll die Infrastruktur für die Versorgung der Schiffe mit Landstrom an den Terminals geschaffen werden.

„Wir wollen für unsere Schiffe Landstrom. Die MSC Virtuosa ist für die Annahme von Landstrom ausgerüstet“, sagte Christian Hein, Geschäftsführer von MSC Kreuzfahrten in Deutschland.

Die 333 Meter lange MSC Virtuosa hatte am 8. November in Hamburg ihren Erstanlauf. In diesem Winter wird das Schiff regelmäßig die Hansestadt anlaufen. Wenn in der nächsten Wintersaison die MSC Euribia kommt, gibt es in Steinwerder eine Landstromanlage.




Die Hamburg Port Authority lässt gerade den Aushub für das Fundament der Anlage in Steinwerder machen. Dort sollen dann je nach Liegeplatz 6,6 oder 11 KV geliefert werden können. Die Abgabeleistung wurde mit 16 Megawatt so konzipiert, dass auch Schiffe wie die Queen Mary 2 während der Liegezeit versorgt werden.

Die Kabel sind verlegt und das Fundament soll bis zum Frühjahr stehen. Derzeit sind die Arbeiten vom Schiff aus gut erkennbar, da sie direkt vor dem Liegeplatz erfolgen.

Landstromanlagen für Kreuzfahrtschiffe sind in diesen Monaten auch in Bremerhaven und Kiel im Bau. Bremerhaven bekommt acht Anlagen, darunter auch eine am Cruiseterminal Columbuskaje. In Kiel werden zwei Anlagen im Ostuferhafen gebaut. Sie sollen dort auch die Schiffe von MSC Cruises sowie die Fähren von DFDS mit Ökostrom versorgen.

„Mit den Investitionen in diese Technologien ist die Kreuzfahrt heute Vorreiter bei der Nachhaltigkeit“, so Helge Grammerstorf, Deutschland-Chef des Branchenverbandes CLIA. Alle Neubauten verfügen heute über Landstrom-Anschlüsse.

Damit bekommen fast gleichzeitig alle großen deutschen Seehäfen neue Anlagen. In Warnemünde war 2022 ebenfalls eine Anlage am Kreuzfahrtterminal eingeweiht worden.

Das Investitionsvolumen der deutschen Seehäfen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Bis Ende des nächsten Jahres könnte es in deutschen Häfen dann über 20 betriebsbereite Landstromanlagen für große Seeschiffe geben. Damit hätte Deutschland auf diesem Gebiet die Führung in Europa. Nach und nach folgen aber auch Handelsschiffsreedereien dem Vorbild der großen Container- und Kreuzfahrreedereien. Dabei werden mobile Anschlusslösungen für Schiffe genutzt. FB

Stärkste Kreuzfahrtsaison aller Zeiten beim PORT OF KIEL geht zu Ende, 27.10.2022

Pressemitteilung

Abschluss der stärksten Kreuzfahrtsaison in Kieler Geschichte. PORT OF KIEL zieht positives Resümee nach 243 Anläufen und knapp 835.000 Kreuzfahrtgästen – und setzt weiter auf das Thema Nachhaltigkeit.

Am Donnerstag beendet der PORT OF KIEL mit der „Vasco da Gama“ am Ostseekai seine diesjährige Kreuzfahrtsaison. Seit Frühling zählte der Ostseehafen damit insgesamt 243 Anläufe – knapp 40 Prozent mehr als in der bisher anlaufstärksten Saison in 2019. Mit 20 Erstanläufen war die diesjährige Kreuzfahrtsaison in Kiel für viele Schiffe und Reedereien vor allem eins: eine Premiere. Die Hälfte aller Erstanläufe fiel dabei allein auf US-amerikanische Reedereien, wie die Norwegian Cruise Line und Regent Seven Seas Cruises. Aber auch Schiffe der britischen Reederei Carnival Cruise Line oder der norwegischen Hurtigruten waren erstmalig in Kiel. „So viele Erstanläufe in einer Saison gab es noch nie“, konstatiert Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG, „es freut uns besonders, dass es uns nach mehreren Jahren der Planung gelungen ist, verstärkt auch internationale Reedereien nach Kiel zu holen.“

Internationalität

Eine Besonderheit der diesjährigen Saison in Kiel war auch die hohe Zahl an Transitanläufen, die mit 34 weit über den Zahlen der bisherigen Jahre lag. So besuchten 70.000 der insgesamt 834.431 Kreuzfahrtgäste Kiel allein als Reisedestination. Sie waren es auch, die in der Hochsaison für ein besonders internationales Flair in der Landeshauptstadt sorgten. Neben Ausflugsangeboten nach Hamburg und verschiedenen Zielen in Schleswig-Holstein verbrachten viele der Passagiere ihren Landgang auch in Kiel selbst. Neben dem Alten Botanischen Garten und der Kiellinie war es vor allem das Stadtzentrum, das von Gästen favorisiert angesteuert wurde. „Kiel hat viel zu bieten: Eine schöne Innenstadt, gute Einkaufsmöglichkeiten und typisch deutsche Restaurants und Cafés. Das hat uns sehr gefallen“, betonen Elizabeth und Rebecca aus Wales. Die fußläufige Anbindung der Kreuzfahrtterminals an das Stadtzentrum erfreut sich sowohl bei Passagieren als auch der Crew großer Beliebtheit.

Landstromfazit

Der PORT OF KIEL ist europaweit einer der Vorreiter im Ausbau der Landstrominfrastruktur für Schiffe. Neben der täglichen Versorgung der Fähren von Stena Line und Color Line, setzt das Unternehmen seit vergangenem Jahr auch auf die emissionsarme Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen. Für die im Spätsommer 2021 eigens fertiggestellte Landstromanlage am Ostseekai war es damit die erste volle Saison, die vor allem für die erforderliche Integration von Kreuzfahrtschiffen genutzt wurde. So lagen nach erfolgreichen technischen Tests in diesem Jahr neben der „AIDAprima“ auch die „Mein Schiff 4“, „Mein Schiff 6“, „Artania“ und „Nieuw Statendam“ emissionsfrei im Kieler Hafen. Weitere Schiffe haben in diesem Jahr mit der Integration begonnen und werden diese in der kommenden Saison fortführen. Der Kieler Hafen gehört damit zu den führenden deutschen Häfen bei der Integration von Kreuzfahrtschiffen. „Unser Fazit nach der ersten vollen Landstromsaison ist: Bei uns finden die Schiffe am Ostseekai eine exzellente Infrastruktur und Mitarbeitende mit umfangreichen Knowhow vor, die eine Integration von unserer Seite problemlos möglich machen“, so Claus. Insgesamt konnten in dieser Saison 19 Anläufe mit europäischem Ökostrom versorgt werden. Der Geschäftsführer macht aber auch deutlich, dass er zukünftig mehr Einsatz von einigen Reedereien beim Thema Nachhaltigkeit erwartet: „Natürlich muss die technische Umrüstung der Schiffe nun seitens der Reedereien auch sukzessive geschehen. Von vielen Schiffen wissen wir bereits, dass Integrationstests für 2023 fest eingeplant sind. Das ist ein wichtiges Signal!“ Für die kommende Saison rechnet der PORT OF KIEL mit einer Verdreifachung der Anläufe, die mit Landstrom versorgt werden. 

Laut dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht der Cruise Lines International Association (CLIA) sollen bis zum Jahr 2028 85 Prozent der Schiffe ihrer Mitglieder landstromfähig sein. Kiel gehört zu einem der 29 Kreuzfahrthäfen weltweit (2 Prozent), die über eine entsprechende Infrastruktur verfügen. Zwei weitere Anlagen sind in Kiel bereits in Planung und sollen bis Ende 2023 fertiggestellt werden und dann auch das Kreuzfahrtterminal am Ostuferhafen versorgen. 

Text: PM Port of Kiel

Holland America Line mit Landstrompremiere in Kiel

Beim Thema Landstrom gehört die Holland America Line zu den Pionieren der Kreuzschifffahrt. In Seattle gehört die Reederei seit 2006 zu den Kunden der Anlage für Landstrom. In Europa ist die Traditionsmarke der Carnival-Gruppe bislang aber noch selten an der Steckdose. In Kiel gab es am 13. Oktober die Premiere für das Flaggschiff Rotterdam.

Während des achtstündigen Besuchs am Liegeplatz 27 des Ostseekais in Kiel wurde das Schiff erstmals ans Kieler Netz angeschlossen. „Es hat alles sehr gut funktioniert“, so Hafensprecherin Julia Reichel. Die 2021 in Dienst gestellte Rotterdam war auf ihrer Abschlussreise in der Ostsee für 2021. Kiel war dabei der letzte Hafen vor der Transatlantikreise nach New York.


Foto: Frank Behling

ROTTERDAM in Kiel, Foto: Frank Behling

In Kiel ist die Reederei einer der Stammkunden. Bis zu drei Schiffe machen im Sommer in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt fest. Zuvor war hier auch schon das 2018 in Dienst gestellte Schwesterschiff Nieuw Statendam im Sommer mit Landstrom versorgt worden.

Die Reederei Holland America Line hat 16 Jahre Erfahrung mit Landstrom. Die Westerdam und die Oosterdam waren 2006 die ersten Schiffe der Reederei, die Landstromanschlüsse für die Versorgung in Alaska und im Hafen von Seattle bekamen. 2007 folgten dann die Noordam und die Amsterdam.

Inzwischen haben alle Schiffe der Reederei Anschlüsse für Landstrom. In Kiel klappte der Anschluss der Rotterdam deshalb auch problemlos, da die Crew mit dem Verfahren eingespielt ist. Außerdem ist die Luke mit dem Stecker im Schiff an Backbordseite. Das ist die bevorzugte Seite für Anläufe in Kiel.

Bislang hatten in Kiel die Reedereien AIDA, TUI Cruises und Phoenix Landstrom genommen. Problem ist derzeit noch die Verfügbarkeit der Anschlüsse. So hat der Seehafen am Ostseekai bislang nur einen Kabelwagen für zwei Liegeplätze.

Im Ostuferhafen ist eine weitere Anlage im Bau. Sie soll ab 2023 die Schiffe von MSC in Kiel versorgen. Das ist als Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in Hafennähe geplant. Für die Reedereien kann die Versorgung mit grünem Ökostrom bei hohen Preisen für Dieselöl außerdem auch einen Kostenvorteil darstellen. FB

PORT OF KIEL begrüßt „Aura Seaways“

Premiere: PORT OF KIEL begrüßt mit „Aura Seaways“ erstmals neue Fährgeneration der dänischen Reederei DFDS in Kiel. Erfolgreicher Probelauf zeigt, dass die Modernisierungsvorhaben am Ostuferhafen gelungen sind.

Pressemitteilung

Es ist ein Erstanlauf der besonderen Art: Am späten Dienstagnachmittag lief das Fährschiff „Aura Seaways“ der dänischen Reederei DFDS erstmalig den Kieler Hafen an. Es war das erste Mal, dass ein Schiff der neuen Fährgeneration an den eigens optimierten Liegeplätzen 5 und 6 am Ostuferhafen festmachte. Sowohl die Nutzung der neuen Rampe als auch das anschließende Be- und Entladen verliefen problemlos und konnten in unter vier Stunden abgeschlossen werden. „Auch wenn es sich in dieser Woche um die ersten drei Probeanläufe handelt, ist es doch auch der erfolgreiche Auftakt in eine neue Zeit im Fährverkehr Kiel – Klaipėda mit DFDS als langjährigen Partner an unserer Seite“, betont Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG. Im Zuge des Be- und Entladungsprozesses wurde auch die an dem Liegeplatz vorhandene automatische Erfassung von Lkws über ein entsprechendes Video Gate System erfolgreich getestet. Sie ist Bestandteil einer umfangreichen Digitalisierungsmaßnahme für das Terminal und soll zukünftig eine vollautomatische Statusveränderung des Lösch- und Ladevorgangs ermöglichen. 

„Aura Seaways“

Die „Aura Seaways“ gehört mit 230 Metern Länge und einer Ladekapazität von 4500 Spurmetern für Lastwagen sowie Kabinenplätzen für bis zu 600 Personen zu einer der größten ihrer Art weltweit. Das Schiff erfüllt mit einem der modernsten Scrubber Systeme zudem auch die neuen Standards des EEDI (Energie Efficiency Design Index). Im Vergleich zu den aktuellen Fährschiffen auf der Strecke kann die 2021 erbaute „Aura Seaways“ ihren C02-Fußabdruck um ein Fünftel senken. Nach dem Erstanlauf am Dienstag wird das Schiff Kiel in dieser Woche noch zwei Mal anlaufen. Im Zuge dessen sollen vor allem auch die neuen RoRo-Rampen getestet werden, die für die Fähren der neuen Generationen eigens umgebaut wurden. Die entsprechenden Baumaßnahmen wurden vor wenigen Wochen abgeschlossen und sollen das Terminal am Ostuferhafen im Fährbereich noch zukunftsfähiger machen. Bisher sind auf der Strecke Kiel-Klaipėda die kleineren Fährschiffe „Athena Seaways“ und „Victoria Seaways“ gefahren, die ab Sonntag auch vorerst wieder den Betrieb aufnehmen werden.

Modernisierung Ostuferhafen

Das Bauprojekt am Ostuferhafen „Ostuferhafen Kiel – Ausbau der Seeverkehrsachse ins Baltikum durch Ertüchtigung RoRo-Rampen und Optimierung Wegeführung“ umfasste zwei Einzelprojekte. Beide verfolgen das Ziel einer effizienteren Flächennutzung und zukunftsfähigen Optimierung der Infrastruktur im Ostuferhafen. Das Bauprojekt im Umfang von 11,2 Mio. Euro wurde unterstützt mit einer Förderung aus dem Landesprogramm Wirtschaft mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 6,7 Mio. Euro.

Text: PM Port of Kiel

Tests erfolgreich abgeschlossen: Mein Schiff 6 bezieht erstmals Landstrom in Kiel Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum emissionsfreien Schiffsbetrieb

Pressemitteilung

Beim gestrigen Anlauf war es soweit: Die Mein Schiff 6 bezog erstmals Landstrom und ist damit nach der Mein Schiff 4 das zweite Schiff der Flotte, dass über einen Landstromanschluss verfügt. Am Vormittag hatten die Techniker und Ingenieure verschiedene Tests der Landstromanlage der Mein Schiff 6 durchgeführt und sie auf Herz und Nieren geprüft. Dabei wurden erstmals auch die Stecker der Landstromanlage Kiel mit den Steckdosen der Mein Schiff 6 verbunden. Nach einem abschließenden Test ging die Mein Schiff 6 dann am Mittag endgültig an die Steckdose und konnte während dieser Zeit einen fast emissionsfreien Schiffsbetrieb sicherstellen.

Damit dies möglich ist und die bis zu 2.500 Gäste und 1.000 Besatzungsmitglieder auch während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgt werden, sind vier etwa 12 Zentimeter dicke Hochspannungskabel nötig. Diese kommen direkt vom Hafen und übertragen den Strom mit einer Spannung von 11.000 Volt. Aus Sicherheitsgründen benötigt die Anlage an Bord der Schiffe dafür einen eigenen Raum. Zusätzlich wurde bei der Nachrüstung eine zusätzliche Tür in die Außenhaut eingebaut, durch die jetzt die Landstromkabel ins Schiffsinnere führen. Über eine Schaltanlage wird die Stromversorgung an Bord dann reguliert.

In den kommenden Monaten wird die Mein Schiff 6 auch in anderen Häfen Tests durchführen, um dort Landstrom zu beziehen. Aktuell können Kreuzfahrtschiffe dieser Größe in Europa neben Kiel allerdings lediglich in Warnemünde, Hamburg, Kristiansand, Southampton, Bergen und Flam an die Steckdose gehen. „Mit der Inbetriebnahme des Landstromanschlusses der Mein Schiff 6 unterstreichen wir unser Ziel die Entwicklung von externer Stromversorgung in den Häfen weiter voranzutreiben. Gleichzeitig sehen wir hier aber auch die Häfen in der Pflicht: Zum einen muss das Angebot an Landstromanlagen ausgebaut werden. Zum anderen müssen die Häfen, wie es beispielsweise hier in Kiel auch der Fall ist, ein grünes Stromkonzept vorlegen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir die Emissionen nicht an andere Stelle verlagern“, sagt Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.

Bereits im Mai hatte die Mein Schiff 4 fast alle Tests für den Bezug von Landstrom absolviert. Die noch ausstehenden Tests werden jetzt am 17. August in Bergen durchgeführt, so dass die Mein Schiff 4 erstmals vollständig am 25. August in Kiel ebenfalls Landstrom beziehen kann.  

Foto: TUI Cruises

Beim PORT OF KIEL baut man schon seit einigen Jahren auf klimafreundliche Zukunftslösungen. Der Hafen möchte 2030 klimaneutral sein. „Nach der Inbetriebnahme der Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe im vergangenen Jahr, versuchen wir in dieser Saison möglichst viele der uns anlaufenden Schiffe zu integrieren. Ein Teil der Schiffe befindet sich noch im Prozess der technischen Umrüstung und ist noch nicht landstromfähig. Umso mehr freut es uns, dass die Mein Schiff 6 mit dem erfolgreich abgeschlossenen Integrationstest nun schon in dieser Saison zu den Schiffen gehört, die ihre Dieselmotoren während der Liegezeit im Kieler Hafen ausstellen können“, betont Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer vom SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG. 

Die Schiffe der Neubauserie der Mein Schiff Flotte werden in den kommenden Jahren alle schrittweise mit einem Landstromanschluss ausgerüstet. Doch auch ohne Landstromanschluss erfüllen die Schiffe von TUI Cruises höchste Standards in Sachen Klimaschutz und Luftreinhaltung: Die Neubauschiffe gehören zu den energieeffizientesten Kreuzfahrtschiffen der Welt und haben grundsätzlich einen geringen Kraftstoffverbrauch und damit verringerte Emissionen. Zudem verfügen die Hilfsmaschinen an Bord, die im Hafen während der Liegezeit laufen, dank der eingebauten Katalysatoren schon seit der Mein Schiff 3 den TIER III Standard für Stickoxid-Emissionen. Der auf allen Neubauten eingebaute Hybrid-Scrubber filtert bis zu 99 Prozent der Schwefelemissionen und 60 Prozent der Partikel.

Text: PM TUI Cruises

In Kiel: Landstrom-Premiere für Phoenix Reisen

Das 44348-BRZ-Kreuzfahrtschiff Artania des Bonner Veranstalters Phoenix Reisen hat bei seinem Anlauf am 21. Juli im Ostseehafen Kiel erstmals regulär Landstrom während der Liegezeit genutzt. Vorausgegangen waren die schiffsseitige Kommissionierung sowie ein entsprechender Integrationstest zwischen der Landstromanlage und dem Kreuzfahrtschiff. Beides konnte bei den Anläufen des Fördehafens am 26./27. Juni sowie 11. Juli erfolgreich erledigt werden. 

Für Phoenix Reisen ist die Landstromnutzung eine Premiere: Es ist das erste Mal, dass ein Schiff des Veranstalters in einem Hafen regulär Landstrom bezieht. Mit der Artania und der Amadea verfügt das Unternehmen bereits über zwei landstromfähige Kreuzfahrtschiffe. Weitere von ihm beschäftigte Schiffe befinden sich in entsprechender Nachrüstung. 

Foto: PORT OF KIEL

Während ihrer Liegezeit am Donnerstag hat die Artania insgesamt 20.000 kWh Strom bezogen. Sie wird von der Landstromanlage am Ostseekai mit 6,6 kV/60 Hz versorgt. Mit der Fertigstellung zweier neuer Anlagen am Ostuferhafen sollen ab Ende 2023 in Kiel statt bisher drei bis zu sechs Fähr- und Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig mit skandinavischem Ökostrom versorgt werden können. Dafür investiert die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG 17 Mio. Euro.  JPM 

Landstrom-Premiere für MS ARTANIA

Pressemitteilung

PORT OF KIEL begrüßt erfolgreich abgeschlossenen Integrationstest von MS ARTANIA. Das Kreuzfahrtschiff von Phoenix Reisen bezieht als erstes Schiff des deutschen Veranstalters regulär Landstrom.

Premiere in Kiel: Die ARTANIA nahm bei ihrem gestrigen Anlauf das erste Mal regulär Landstrom während der Liegezeit. Dem vorausgegangen waren die schiffsseitige Kommissionierung sowie ein entsprechender Integrationstest zwischen der Landstromanlage und dem Kreuzfahrtschiff. Beides konnte bei den Anläufen in Kiel am 26./27. Juni sowie 11. Juli erfolgreich abgeschlossen werden. Die Landstromversorgung von Fähr- und Kreuzfahrtschiffen ist ein zentrales Umweltanliegen beim PORT OF KIEL. 

Für Phoenix Reisen ist die Landstromnutzung eine Premiere: Es ist das erste Mal, dass ein Schiff des Veranstalters in einem Hafen regulär Landstrom bezieht. Mit der ARTANIA und der AMADEA verfügt die Flotte bereits über zwei landstromfähige Kreuzfahrtschiffe. Weitere Schiffe des deutschen Kreuzfahrtveranstalters befinden sich in entsprechender Umrüstung. Auf Seiten des Seehafens freut man sich: „Wir bieten den Reedereien und Kreuzfahrtveranstaltern bei Anläufen in Kiel immer auch die Versorgung mit Landstrom an. Alle Tests mit der ARTANIA konnten erfolgreich abgeschlossen werden und es freut uns, dass sie künftig auch emissionsfrei bei uns in Kiel liegen kann“, sagt Lisa Sarodnick, Umweltmanagerin beim PORT OF KIEL.

Foto: PORT OF KIEL

Die ARTANIA hat am Donnerstag während ihrer Liegezeit insgesamt 20.000 kWh Strom bezogen. Das Kreuzfahrtschiff wird von der Landstromanlage am Ostseekai mit 6,6 kV/60 Hz versorgt. Die Landstromversorgung von Schiffen im Hafen ist ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Transformation im Schiffsverkehr. Der PORT OF KIEL war einer der ersten Häfen in Europa, der in entsprechende Landstrominfrastruktur investiert hat. Mit der Fertigstellung zweier neuer Anlagen am Ostuferhafen sollen ab Ende 2023 statt bisher drei bis zu sechs Fähr- und Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig mit skandinavischem Ökostrom versorgt werden können. Dafür investiert die SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG 17 Mio. Euro.

Text: PM Seehafen Kiel

Kieler Woche 2022 mit AIDA wieder im Plan

Nach zwei Pandemie-Jahren kehrt die größte Segelveranstaltung der Welt wieder ins normale Fahrwasser zurück. Vom 18. bis 26. Juni ist Kiel im Festmodus. Während auf der Förde vor Kiel mehr als 4500 Segler aus 50 Nationen um Pokale segeln, ist die Innenförde komplett in der Hand der Künstler, Kreuzfahrer und der Marine. Mit AIDA ist wieder eine Kreuzfahrtreederei Partner der Kieler Woche.

Die Schiffe AIDAnova, AIDAbella und AIDAluna sind in der Woche in Kiel. Insgesamt erwartet Kiel rund 20 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen in den neun Tagen. Die AIDAbella wird dabei auch Teil einer Feuerwerks- und Lichtinstallation zum Abschluss der Festwoche am 26. Juni sein.

Foto: Frank Behling

Höhepunkt ist die Windjammerparade am 25. Juni ab 11 Uhr. Bei der die AIDAnova als Hintergrundbild dient. Viele Blicke ziehen in diesem Jahr auch die Segelschulschiffe Gorch Fock und Shabab Oman II auf sich. Sie sind im Marinestützpunkt am 18., 19. und 24. Juni auch zu besichtigen.

Blicke wird auch der große Hubschrauber- und Flugzeugträger Kearsarge der US Marine auf sich ziehen. Das 257 Meter lange und 40.000 Tonnen verdrängenden Schiff wird am 17. Juni in der Innenförde vor Anker gehen. Es ist der größte Besucher der Kieler Woche.

„Wir erwarten in diesem Jahr wieder rund drei Millionen Besucher“, sagt Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Für die Festwoche ist die Innenstadt zum Teil für den Autoverkehr gesperrt. Die Kreuzfahrt- und Fährterminals sind jedoch über eine gesonderte Ausschilderung zuverlässig zu erreichen. An den beiden Sonnabenden (18. und 25. Juni) muss aber wegen des großen Verkehrsaufkommens gerade rund um den Hauptbahnhof sowie den Zufahrtsstraßen mit Wartezeiten gerechnet werden. Durch die Nutzung des 9-Euro-Tickets sind die Bahnverbindungen der Regionalbahn stark ausgelastet. FB

Starke Partnerschaft zur Kieler Woche: AIDA Cruises mit drei Schiffen und großer Urlaubswelt an Land

Pressemitteilung

Die Kieler Woche kehrt in diesem Sommer nach einer zweijährigen Pause zurück. Mit an Bord ist AIDA Cruises als Eventsponsor des weltweit bekannten Segel- und Sommerfestivals. Das Kreuzfahrtunternehmen wird sich zur Kieler Woche vom 18. bis 26. Juni 2022 zu Wasser und zu Land dem Publikum präsentieren. 

 Während des neuntägigen Events besuchen drei AIDA Kreuzfahrtschiffe an vier Tagen den Kieler Hafen: AIDAnova wird sowohl am Eröffnungs-Samstag, den 18. Juni 2022, als auch am 25. Juni 2022 an der Kieler Förde erwartet. AIDAluna wird am Freitag, den 24. Juni 2022, im Hafen festmachen, während AIDAbella am Sonntag, den 26. Juni 2022, den krönenden Höhepunkt in der offiziellen Kieler-Woche-Abschlussinszenierung „Sternenzauber über Kiel“ bilden wird. Die 20-minütige Inszenierung startet um 23 Uhr und besteht aus einer modernen Drohnen- und Lasershow mit musikalischer Begleitung. 

 An der Kiellinie erhalten alle Kreuzfahrtinteressierten spannende Einblicke in die AIDA Urlaubswelt. Beim Besuch einer originalgetreuen Kabine von AIDAcosma kann man einen Blick auf sein zukünftiges Zuhause an Bord werfen. Eine große Dachterrasse und Liegestühle laden zum Entspannen ein. Die AIDA Reiseberater informieren über die schönsten Urlaubsreisen mit den AIDA Schiffen. Ein AIDA Gewinnspiel und viele Überraschungen für große und kleine Kreuzfahrtfans versprühen Lust auf Me(e)hr. 

 AIDA Kreuzfahrtsaison 2022 in Kiel 

In der Kreuzfahrtsaison 2022 starten insgesamt vier Schiffe der AIDA Cruises Flotte von der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt in das große Nordlandabenteuer. AIDAluna bietet noch bis in den Oktober 2022 die unter den Liebhabern des Nordens besonders beliebten 17-tägigen Reisen „Highlights am Polarkreis“ an. Ideal zum Schnuppern sind die 3- oder 4-tägigen Kurzreisen nach Norwegen oder Dänemark im September. Insgesamt stehen 15 verschiedene Routen ab Kiel zur Auswahl. AIDAnova bietet bis Mitte Oktober siebentägige Reisen nach Norwegen und Dänemark. Neben einem Besuch der dänischen Hauptstadt Kopenhagen sowie Kristiansand in Norwegen können die Gäste von AIDAnova während eines zweitägigen Aufenthaltes in der norwegischen Hauptstadt Oslo das ganz besondere Flair der Mittsommernächte genießen. Auf einzelnen Abfahrten steuert AIDAnova einen neuen AIDA Hafen an: das dänische Skagen, Stadt des Lichts. Endlose Strände und die größte Wanderdüne des Landes, aus der nur noch der Turm der versandeten Gemeindekirche hervorschaut, ziehen die Besucher an. Mit AIDAbella geht es seit dem 15. Mai 2022 auf 14-tägige Reisen zu den Lofoten und zum Nordkap, aber auch Großbritannien und Island werden angesteuert. Am 22. Oktober 2022 endet die AIDA Saison in Kiel mit dem letzten Anlauf von AIDAnova, die dann Kurs auf ihre Winterdestination, die Kanarischen Inseln, nimmt. 

 Für alle AIDA Reisen in der Sommersaison 2022 ist für alle Gäste ab 12 Jahren ein vollständiger Impfschutz Voraussetzung. Alle Kreuzfahrten werden in Übereinstimmung mit dem umfassendes Gesundheits- und Sicherheitskonzept von AIDA Cruises durchgeführt. 

 Alle AIDA Kreuzfahrten ab Kiel können im Reisebüro, im Internet auf www.aida.de oder im AIDA Kundencenter unter +49 (0) 381 / 20 27 07 07 gebucht werden.

Text: PM AIDA Cruises

Doppelpremiere in Kiel

Der Seehafen Kiel erlebt in diesem Frühjahr einen Boom bei Anläufen internationaler Reedereien. 30 der 250 Kreuzfahrtanläufe entfallen in diesem Jahr auf Schiffe für Tagesbesuche mit internationalen Gästen in Kiel. Ganz vorn dabei ist die Holland America Line. Diese Stop-over-Anläufe sorgen in Kiel besonders für Freude. Sie beleben die Innenstadt und den Einzelhandel.

Den Anfang machten in Kiel in dieser Woche die Norwegian Getaway der Norwegian Cruise Line, die Britannia von P&O und die Rotterdam der Holland America Line.

Die Rotterdam ist für Kiel eine besondere Ehre. Es ist nach der Eurodam, der Prinsendam, der Zuiderdam, der Nieuw Statendam und der Koningsdam bereits das siebte HAL-Schiff, das in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt festmacht. 2009 hatte die Namensvorgängerin die Ära von Holland America in Kiel begonnen. Die alte Rotterdam machte am 11. Juni 2009 erstmals in Kiel fest.

Foto: Frank Behling

Gespräche bei der Seatrade Kreuzfahrtmesse hatten 2008 die Besuche der Reederei in Kiel eingefädelt. Seitdem gehört die Stadt zum festen Fahrplan der US-Reederei mit den Wurzeln in Rotterdam.

Die Rotterdam kam am 19. Mai auf ihrer ersten Ostseerundreise in diesem Jahr nach Kiel. Weitere Anläufe folgen in den Sommermonaten. Das bei der Fincantieri Werft in Italien gebaute Schiff soll am 30. Mai durch Prinzessin Margriet der Niederlande in Rotterdam getauft werden.

Mit der Rotterdam gab es am 19. Mai noch eine Premiere in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Das Flaggschiff der britischen Traditionsreederei P&O machte ebenfalls am Ostseekai fest. Die Britannia ist in diesem Jahr auch erstmals in Kiel.

Foto: Frank Behling

Viele der Besuche dieser internationalen Reedereien waren erst kurzfristig im Frühjahr angemeldet worden. Auslöser war die Streichung von St. Petersburg aus den Fahrplänen der Reedereien. Deshalb sind im März noch weitere Anläufe angemeldet worden.

Die Kieler Tourist-Information meldete bereits nach den ersten Anläufen dieser Woche einen deutlich gestiegenen Absatz an Souvenirs. Besonders Wappen, T-Shirts und Schnapsgläser wurden verkauft. „Die Kolleginnen sind am ersten Tag glatt überrannt worden“, so Eva Zeiske, Sprecherin der Kieler Tourist Information.  FB