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Endlich Urlaub – endlich Ostsee – endlich Mein Schiff!

„Blaue Reisen“ mit der Mein Schiff 1 ab und bis Kiel ab sofort buchbar 

Pressemitteilung

  • Überwiegend 7-tägige Kreuzfahrten mit der Mein Schiff 1 ab und bis Kiel  
  • Einfach selbst anreisen, einsteigen und verwöhnen lassen
  • Erleben der eindrucksvollen schwedischen Schärenlandschaft und der weißen Nächte 
  • Extralange Auszeit auf dem Meer mit der Vielfalt des Premium Alles Inklusive-Angebots
  • Bewährtes Gesundheits- und Hygienekonzept inkl. verpflichtendem Test vor Reisebeginn  

Für alle, die Sehnsucht nach Urlaub auf dem Meer verspüren und sich wieder einmal verwöhnen lassen möchten, schafft TUI Cruises Abhilfe. Jetzt, wo viele kleine Freiheiten zurück in das Leben kommen, können Gäste auch in unmittelbarer Nähe die „große Freiheit“ erleben: Ab 23. Mai startet TUI Cruises wieder ab Kiel mit „Blauen Reisen“. Die überwiegend 7-tägigen Kreuzfahrten mit der Mein Schiff 1 beginnen und enden in Schleswig-Holsteins Hauptstadt und bestehen ausschließlich aus Seetagen. Diese Auszeit aus dem Meer ist ein reines Mein Schiff Erlebnis und bietet Gästen so die Möglichkeit, die ganze Vielfalt des Premium Alles Inklusive-Angebots an Bord auszukosten. Bei den Panoramafahrten bleibt außerdem genug Zeit, die eindrucksvollen Schärenlandschaften und das Beisammensein mit Familie oder Freunden zu genießen – denn im Norden sind die Tage im Sommer besonders lang.

Mein Schiff ist mit Abstand am besten – für die Sicherheit von Gästen und Crew

Die Gesundheit und Sicherheit von Gästen und Besatzung steht für TUI Cruises an oberster Stelle. Seit fast einem Jahr hat sich das Gesundheits- und Hygienekonzept bewährt und wird stetig den geltenden Vorschriften angepasst. Die Vorsichtsmaßnahmen basieren auf den medizinischen Standards renommierter Institutionen wie dem Robert Koch-Institut (RKI), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie auf den örtlich geltenden Vorgaben und Leitlinien. Die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 haben darüber hinaus ein verifiziertes Hygienekonzept im Umgang mit COVID-19: Das bestätigte das unabhängige SGS Institut Fresenius und stellte beiden Schiffen ein Hygiene-Zertifikat aus. 

Auf den „Blauen Reisen“ wird das ohnehin schon großzügige Platz-pro-Passagier Verhältnis noch besser: TUI Cruises begrenzt die Kapazität an Bord zum Start auf maximal 60 Prozent und hat sämtliche Prozesse vor und während der Reise, beim Check-In und im Gäste- sowie Crew-Bereich zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften angepasst. Ein COVID-19-Test ist für alle Gäste vor Reisebeginn Pflicht. Außerdem werden beispielsweise alle Kabinen vor Ankunft der Gäste desinfiziert oder die Sonnenliegen mit einem Abstand von zwei Metern auf dem Pooldeck platziert. Diese und viele weitere Maßnahmen entnehmen Gäste der dafür eingerichteten Website: www.tuicruises.com/blauereisen.

Die Vorteile der Blauen Reisen auf einen Blick:

–     Reise ab / bis Kiel mit unkomplizierter, selbst organisierter An- und Abreise per PKW oder Bahn

–     Noch mehr Platz als sonst: begrenzte Gästezahl von maximal 60 Prozent

–     Borderlebnis pur: ausschließlich erholsame und entschleunigende Seetage

–     Gewohnter Service mit der Vielfalt des Premium Alles Inklusive-Angebots  

–     Bewährtes Gesundheits- und Hygienekonzept inkl. verpflichtendem COVID-19-Test vor Reisebeginn    

Buchungsinformation und Preisbeispiel
Die „Blauen Reisen“ sind im Reisebüro und auf www.tuicruises.com buchbar. Auf den „Blauen Reisen“ sind ausschließlich Balkonkabinen und Suiten buchbar. Die 7-tägige Reise ab/bis Kiel ohne Anreise mit Premium Alles Inklusive kostet bei Doppelbelegung zum Wohlfühlpreis ab 799 Euro pro Person in der Balkonkabine und ab 1.599 Euro in der Junior-Suite. 

Text: PM TUI Cruises

Kiel prescht bei Kreuzfahrt vor

Nun geht es ganz schnell. Mit den Lockerungen der Beherbergungsverbote in Schleswig-Holstein startet auch die Kreuzfahrtsaison 2021. Die Landesregierung Schleswig-Holsteins hat den Reedereien grünes Licht erteilt. Am 22. Mai soll in Kiel die AIDAsol starten. Einen Tag später ist die Mein Schiff 1 dran.

Die Voraussetzungen für den heiß ersehnten Neustart nach der Corona-Pause gab die Landesregierung in Kiel nach der Auswertung des Infektionsgeschehens in Schleswig-Holstein.

Die seit April laufenden Tourismus-Projekte in Teilen Schleswig-Holsteins haben außerdem sehr positive Effekte erzielt. Deshalb gab Ministerpräsident Daniel Günther am Mittwoch grünes Licht für Lockerungen beim Tourismus.

MEIN SCHIFF 1, Foto: Frank Behling

„Es gibt eine Abstimmung unter den norddeutschen Küstenländern, dass Kreuzfahrten erst wieder möglich sind, wenn die Beherbergungsverbote aufgehoben sind. Das ist bei uns am 17. Mai der Fall. Deshalb ist theoretisch ab dem 17. Mai Kreuzfahrtbeginn und Kreuzfahrtende in Kiel möglich“, so Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP).

„Dies ist eine gute Nachricht für unseren Hafen und die Stadt Kiel. Darauf haben wir lange hingearbeitet und sind startklar“, freut sich Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Die Reedereien begannen gleich mit den Planungen.

Die Mein Schiff 1 verließ noch am Donnerstag den Ankerplatz vor Santa Cruz de Teneriffa und nahm in Las Palmas von der Mein Schiff 2 Ausrüstung für den Einsatz im Norden an Bord.

Die AIDAsol wurde in Warnemünde ausgerüstet. „Wir sind mit unserem bewährten Hygienekonzept bereit für den Start. Deshalb kommen wir mit der AIDAsol nach Kiel“, so Hansjörg Kunze, Sprecher von AIDA Cruises. Die AIDAsol wird am 13. Mai um 15 Uhr in Kiel erwartet und soll dann mit dem Test der Landstromanlage beginnen.

Zeitgleich werden die Abläufe für die ersten Einschiffungen der Passagiere in Kiel getestet. Der Hafen ist bereit. „Die Ermöglichung von Kreuzfahrten unter Einhaltung strenger Auflagen trägt zu einer wirtschaftlichen Belebung auch von Innenstadt und Hotellerie bei“, so Ulf Kämpfer. Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt wäre dann der erste deutsche Hafen, der den Neustart der Kreuzfahrt in Deutschland nach dem Winter-Lockdown vornimmt.

AIDAsol, Foto: Frank Behling

Die AIDAsol wird zunächst drei- und viertägige Panoramafahrten ab Kiel anbieten. Buchungsstart ist am 12. Mai. Bei TUI Cruises soll ebenfalls nächste Woche Buchungsstart sein. Die ersten Reisen sollen mit geimpften, getesteten und genesenen Passagieren nach den bereits eingespielten Hygiene-Standards erfolgen. Die Nachfrage soll nach Angaben der Reedereien sehr groß sein.

Auch Hapag-Lloyd, MSC und nicko cruises bereiten den Start von Reisen ab Kiel vor. Auch dort werden Schiffe für den Einsatz im Sommer im Norden vorbereitet. Nach dem derzeitigen Stand könnten bereits Ende Juni wieder bis zu sechs Schiffe von Kiel aus fahren. Es sind aber zunächst nur Panorama-Fahrten ohne Hafenbesuche möglich.

Wann die normalen Katalog-Reisen wieder aufgenommen werden, hängt von dem Infektionsgeschehen in den Ostsee-Anrainern sowie Norwegen ab. Derzeit deutet hier aber noch nichts auf eine schnelle Lockerung hin.

In Norwegen wird erwartet, dass frühestens ab Ende Mai wieder Kreuzfahrten für norwegische Urlauber auf norwegischen Schiffen erlaubt sind. Jedoch auch da ohne Landgang. Die Color Line bereitet den Neustart der Kreuzfahrtfähren der Kiel-Oslo-Route vor.

Bevor die ersten Passagiere in Kiel am 22. Mai an Bord der AIDAsol steigen werden, muss noch an der Technik im Hafen gearbeitet werden. „Am 17. Mai wird eine Landstromanlage eingeweiht, damit die Schiffe zukünftig am Liegeplatz die Diesel ausmachen können“, so Wirtschaftsminister Bernd Buchholz.

Diese Anlage versorgt seit Dezember bereits die Fähren der Stena Line mit Ökostrom. Am 17. Mai wird sie dann als erste zivile Landstromanlage in Deutschland zwei Schiffe gleichzeitig versorgen.

„Wir sind stolz auf die neue Landstromanlage. Nicht nur wegen der herausragenden Architektur und Fassade, sondern auch, weil zwei Schiffe im Parallelbetrieb mit Ökostrom versorgt werden können“, so Seehafen-Chef Dirk Claus.

Auch bei AIDA ist man gespannt auf den Test. Am 7. Mai hat die AIDAsol in Warnemünde die erste Landstromanlage eingeweiht. In Kiel steht die nächste Herausforderung an.

2018 hatte AIDA in Kiel ein Abkommen zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Tourismus in Schleswig-Holstein mit Stadt und Landesregierung unterzeichnet.

Die 2011 am Ostseekai getaufte AIDAsol ist das Schiff in der AIDA-Flotte, das schon seit 2014 in Hamburg aus externen Stromquellen versorgt wird. Mit dem AIDA-Schiff kann die Anlage in Kiel zertifiziert werden. In Kiel gibt es jetzt für die drei Stadt-Terminals in der Innenförde Landstromanschlüsse. FB


„Tatsache ist, dass Hamburg bisher höhere Inzidenz-Zahlen hatte als Schleswig-Holstein und das die Lage hier ein bisschen anders war. Wir sind jetzt erst ein paar Tage unter der 100er-Marke. Ein genaues Datum oder einen Termin zu nennen ist im Moment schwierig. Vom Gefühl her würde ich denken, dass wir irgendwann im Juni starten werden. Ob dies nun Mitte Juni ist oder die zweite Hälfte des Monats, dass kann ich noch nicht sagen. Es ist eine Gesamtentscheidung, was den Tourismus in Hamburg betrifft, nicht nur die Kreuzfahrt. Wir sind durch die letzten Abstimmungen der Küstenländer an die Hotellerie gekoppelt worden. Das war auch in Schleswig-Holstein der Fall. Die Hotellerie hat wieder aufgemacht und daher durfte die Kreuzfahrt auch wieder starten.“

Simone Maraschi, Managing Director Cruise Gate Hamburg

„Insgesamt ist die Entwicklung jetzt natürlich absolut positiv. Ob jetzt nun in Bremen oder in Mecklenburg-Vorpommern ein paar Wochen später oder ein paar Wochen früher geöffnet wird, ist egal, wichtig ist einfach nur, dass wir vorankommen. Selbst, wenn wir nur einen Standort haben von dem gefahren wird, sehen auch die Kunden, da entwickelt sich was, es geht voran.“

Veit Hürdler, Geschäftsführer Columbus Cruise Center Bremerhaven und Wismar

„Wir freuen uns, dass dieses wichtige touristische Segment, Kreuzschifffahrt, aus Deutschland wieder startet.  Wir sind überzeugt, dass mit den sehr guten Hygienekonzepten der Reedereien und der Häfen die Voraussetzung für einen zeitnahen Neustart der Hochseekreuzfahrt und Flusskreuzfahrt in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen sind.“

 Jens A. Scharner, Geschäftsführer ROSTOCK PORT

Corona: Kieler Woche auf der Kippe

Die Kieler Woche ist das erste Sommerfest an der deutschen Küste. Traditionell startet das größte Segelevent und Volksfest in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt immer in der letzten Juni-Woche.

Der Termin für dieses Jahr war auf den 19. Juni gesetzt. Die jüngsten Entwicklungen bei der Ausbreitung der Corona-Pandemie lassen aber nichts Gutes für die Kieler Woche 2021 hoffen. Der Sommer 2021 wird auch weiter ganz im Zeichen der Pandemie stehen.

In Kiel wird deshalb jetzt die Verlegung der Kieler Woche in den Herbst geplant. In Kiel ist die Infektionslage im Vergleich zum Bundesgebiet zwar recht niedrig, gleichwohl wird auf den Reiseverkehr zur Kieler Woche verwiesen. Da auch im Mai und Juni noch nicht mit Lockerungen für den Reiseverkehr gerechnet wird, bereitet man sich in Kiel auf eine Verschiebung der Kieler Woche vor. „Gerade die Berichte über Mutationen des Corona-Virus müssen uns besorgen und machen uns noch einmal klar, dass sich entscheidende Variablen bei der Bekämpfung der Pandemie verändern können“, sagt Tobias von der Heide, Kieler CDU-Landtagsabgeordnete am Freitag.

Foto: Frank Behling

„Die Kieler Woche braucht einen langen Planungsvorlauf, deshalb sollten wir jetzt schon reagieren und die Kieler Woche in diesem Jahr im September planen“, so von der Heide. Den entsprechenden Vorschlag diskutieren die Gremien im Kieler Rathaus. Eine Entscheidung wird zum Wochenbeginn erwartet und durch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) bekanntgegeben.

Der Hamburger Hafengeburtstag im Mai wurde bereits abgesagt. Und auch andere Events und Konzerte für den Zeitraum Juni und Juli stehen gerade auf der Kippe. Dazu gehört der Tag der Bundeswehr, der am 12. Juni geplant ist. Er soll, so wie 2020, auch in diesem Jahr nur virtuell stattfinden. FB

Kiel: Kreuzfahrt- und Fährterminal wird Impfzentrum

Bei der Nutzung sind Kreuzfahrtterminals sehr vielseitig. In Kiel wurde beim Bau der drei großen Terminals Ostseekai, Schwedenkai und Norwegenkai von Beginn an auf eine multifunktionale Nutzung wert gelegt.

Das Ziel war eine möglichst ganzjährige Nutzung zu erreichen. Da in Kiel die Kreuzfahrtsaison in der Regel von April bis Oktober geht, sollte so der Leerstand der teuren Immobilien im Winter vermieden werden.

Neben Veranstaltungen können die Bauwerke auch in Sonderlagen eingesetzt werden. In diesem Jahr ist es die Corona-Krise.

Der Fähr- und Kreuzfahrtterminal Schwedenkai des Seehafens Kiel wird ab Januar auch die Rolle als Impfzentrum übernehmen. Wenn die Zulassung für den Impfstoff gegen Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegt, soll auf dem Terminal in der Kieler Innenstadt mit der Impfung begonnen.

Foto: Frank Behling

Der Schwedenkai ist damit Kiels erstes Impfzentrum. Dort könnten bereits Anfang Januar erste Impfungen durchgeführt werden, teilte die Stadt Kiel mit. Genutzt wird dafür die Passagierabfertigungsebene im Obergeschoss. In dem umgebauten Impfbereich des Schwedenkais können zukünftig zeitgleich sieben Personen geimpft werden. Die Kieler Feuerwehr koordiniert den Ablauf vor Ort.

Durch die Umgestaltung der Abfertigungsebene werden Passagiere der Stena Line zukünftig nach dem Betreten des Terminals direkt zum Schiff geleitet. Die Abfertigung der Fähren der Stena Line wird dadurch nicht beeinträchtigt. Da während der Corona-Krise das Passagieraufkommen auf der Göteborg-Route ohnehin geringer geworden ist, kommt es für Reisende mit Ziel Göteborg auch nicht zu Wartezeiten. „Die Abfertigung der Stena Line wird durch das Impfzentrum nicht beeinträchtigt“, sagt Ulf Jahnke vom Seehafen Kiel.

Der Schwedenkai ist bereits seit Sommer auch Teststation für Reiserückkehrer. Tausende Urlauber haben sich dort seit Juli an mobilen Teststationen einem PCR-Test unterzogen.

Im Winter 2015/2016 konnte der Seehafen bereits bei anderen Notlage aushelfen. Damals stellte man den Ostseekai während der Flüchtlingskrise als Notunterkunft bereit. In dem Terminal wurden von Hilfsorganisationen Geflüchtete betreut, bevor sie in kleinen Gruppen mit der Stena Line nach Schweden transportiert wurden. FB

Kiel will „ökologischster Hafen Europas“ werden

Ab 2021 können auch Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgt werden

Nicht nur die Fährschiffe der schwedischen Stena Line werden künftig auch in Kiel emissionsfrei im Hafen versorgt: Gemeinsam haben Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Stadträtin Doris Grondke und Seehafen Kiel-GmbH-Geschäftsführer Dr. Dirk Claus am 9. Dezember die LED-Fassade der neuen Landstromanlage am Ostseekai vorgestellt. „Die Landstromanlage ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, der ökologischste Hafen Europas zu werden“, sagte Kämpfer. Damit trage man maßgeblich zur Umsetzung des Masterplans“ 100% Klimaschutz“ bei.

Das Land Schleswig-Holstein hat den Bau der Landstromanlage mit 8,99 Millionen Euro gefördert, weitere 1,26 Millionen Euro kommen von der EU. Zudem hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, um die Preise für Landstrom deutlich abzusenken.

Foto: PORT OF KIEL

Die Anlage zählt zu den leistungsstärksten ihrer Art und wird zunächst die Fährschiffe der Stena Line versorgen. Ab dem kommenden Jahr können dann zwei Schiffe, ein Kreuzfahrtschiff und eine Fähre, parallel Ökostrom beziehen. „Ab Januar decken wir 44 Prozent des Energiebedarfs der im Kieler Hafen liegenden Schiffe emissionsfrei und klimaneutral. In zwei Jahren sollen es dann bereits 60 bis 70 % sein. Damit nimmt Kiel eine Vorreiterrolle ein.“, kündigte Dr. Dirk Claus an.

„Diese Fassade ist bisher einmalig in ihrer Art. Die äußere Hülle hat bei Tageslicht durch ihre dynamisch strukturierten Lochungen einen ganz eigenen Charakter. Sobald die in der Fassade verborgenen LEDs dazu geschaltet werden, ergibt sich eine weitere Gestaltungsebene, die im Dunklen die Wahrnehmung komplett transformiert“, erläuterte Architekt Jan Schulz, BSP Architekten BDA. Für die 720 m² große Metallfassade wurden auf knapp der Hälfte der Fläche über 12.000 LEDs verbaut, die über eine Software einzeln ansteuerbar sind. Bei Vollbetrieb aller LEDs verbraucht die Fassade knapp 25 kWh Ökostrom.

Mit der jetzt erfolgten Einweihung der spektakulären Fassade der neuen Landstromanlage in Kiel bezieht die Stena Line nun auf 14 Fähren an sieben Terminals Landstrom während der Hafenliegezeit, und verringert ihre Emissionen nun auch an der Förde. Die Maßnahme führt zu einer Einsparung von 900 Tonnen Treibstoff und einem Äquivalent von 2.700 Tonnen CO2 pro Jahr. Die neue Anlage in Kiel wird mit 100 Prozent Ökostrom betrieben, somit werden während der Hafenliegezeit der Stena Germanica und der Stena Scandinavica neben CO2 auch NOX-, SOX– und Partikelemissionen eingespart.

Video: Port of Kiel

Neben Kiel bezieht Stena Line auch an zwei Abfahrtsterminals in Göteborg, sowie in Karlskrona, Norvik, Trelleborg und Hoek van Holland Landstrom für ihre Fähren und vermeidet damit jährlich 13.000 t CO2 im Routennetzwerk. Von 36 Fähren der Stena Line-Flotte wurden mittlerweile 14 für die Nutzung von High Voltage Shore Connection-Systemen (HVSC) umgerüstet.„Landstrom spielt für uns aus zwei Gründen eine wichtige Rolle: Zum Einen möchten wir einen unmittelbaren positiven Effekt auf die Luftqualität in den von uns frequentierten Häfen erzielen. Zum Zweiten erwarten wir in Zukunft einen noch höheren Anteil der Elektrifizierung in den Häfen: bei Pkw, Lkw, Hafenfahrzeugen und in unserem Falle natürlich vor allem bei den Schiffen. Mit unseren Batterie- und Powerbank-Projekten entwickeln wir unsere Fährdienste bereits seit längerem in diese Richtung weiter, und lernen jeden Tag dazu“, sagt Ron Gerlach, Trade Director und Geschäftsführer der Stena Line Deutschland. JPM

Neue Pläne für „Mein Schiff 1“

Die große Traum von der Karibik-Tour ist geplatzt. Die Reederei TUI Cruises musste am Donnerstag die 35-Tage-Reise zum Jahreswechsel 2020/2021 absagen. Bis zuletzt hatte die Reederei versucht, in den Gesprächen mit den zuständigen Ministerien der fünf deutschen Küstenländer eine Freigabe zur Einschiffung von 1500 Passagieren zu erreichen. Am Donnerstagmittag war dann aber klar, dass kein deutscher Hafen einem Kreuzfahrtschiff die Abfertigung erlauben wird. Angesichts der jüngsten Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Verlängerung des „Lockdowns“ bis zum 10. Januar musste TUI Cruises die Segel streichen.

„Soeben erreichte uns die Nachricht, dass uns nunmehr alle deutschen Häfen die geplante Abfahrt im Dezember verweigern. Schweren Herzens müssen wir daher die 35-tägige Karibik-Reise vom 10. Dezember bis 14. Januar 2021 leider absagen“, teilt die Reederei mit.

Die Meldung traf auch die Besatzung der Mein Schiff 1 völlig überraschend. In Kiel war am Donnerstag die Ausrüstung für die Karibik-Reise angelaufen. Acht Lastwagen mit Proviant sowie Material für die Reise rollten auf den Ostseekai. Parallel wurde Ausrüstung von der aus Rostock nach Kiel gekommenen Mein Schiff 4 übernommen. Am Mittwoch hatte das niederländische Tankschiff „Zaria“ die Mein Schiff 1 mit Kraftstoff für die Reise versorgt.

Einen Plan B gibt es laut TUI für die Mein Schiff 1 noch nicht. Vorerst bleibt das von Kapitän Andreas Greulich geführte Schiff in Kiel. Der Kapitän hatte die Crew in den vergangenen Tagen bereits auf die Reise eingestimmt. Im Diamanten am Heck wurde der große Tannenbaum geschmückt und die Räume im Schiff mit festlicher Deko verschönert. FB

Update (4.12.): Nach unbestätigten Meldungen soll Mein Schiff 1 kurzfristig die Mein Schiff 6 bei den Kanaren-Fahrten ablösen, Mein Schiff 6 soll in die Werft.