Schlagwort: Landstrom

Mehr Umwelt- und Klimaschutz: Kreuzfahrtbranche investiert weiter in Landstromanschlüsse

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Immer mehr Kreuzfahrtschiffe werden mit Landstromanlagen gebaut oder nachgerüstet. Damit können in den Häfen die eigenen Maschinen weitgehend abgestellt und grüner Strom von Land bezogen werden. Dadurch werden die lokalen Emissionen von Schiffen vollständig eliminiert, was der örtlichen Luftqualität im Hafen zugutekommt. Und es werden die allgemeinen Bemühungen der Kreuzfahrtindustrie um eine Verringerung der CO2-Emissionen unterstützt, da die Emissionen im Hafen zwischen 6 und 10 Prozent der gesamten CO2-Emissionen eines Kreuzfahrtschiffes ausmachen können.

Bereits heute sind 35 Prozent der globalen Kapazität an Kreuzfahrtschiffen mit Landstromanschlüssen ausgestattet. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden es zwei Drittel sein. Mehr als 80 Prozent aller Neubauten verfügen bereits ab Indienststellung über Landstromanschlüsse. 

Leider bieten bisher weltweit weniger als 20 Häfen Landstrom für große Kreuzfahrtschiffe an, drei davon in Deutschland. Die Branche ermutigt die Hafenverwaltungen, ebenfalls gezielt in nachhaltige Landstrominfrastruktur zu investieren und idealerweise mit Strom aus grünen, erneuerbaren Quellen zu versorgen.

Die Kreuzfahrtunternehmen sind bereit, sich an die landseitige Stromversorgung anzuschließen, sobald diese verfügbar ist, und eng mit den Häfen zusammenzuarbeiten, um dies zu ermöglichen. „Der Anschluss eines großen Kreuzfahrtschiffes mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 12 Megawatt an das Landstromnetz ist tatsächlich nicht trivial, denn neben der erforderlichen technischen Infrastruktur einschließlich Kraftwerk, Zuleitungen und Umformanlagen, sind diverse Tests und Synchronisierungsmaßnahmen erforderlich, um einen unterbrechungsfreien Schiffsbetrieb zu gewährleisten. Diese Prozedur muss für jedes Schiff in jedem Hafen durchlaufen werden, bevor der dauerhafte Anschluss erfolgen kann“, erläutert Helge Grammerstorf, National Director des internationalen Kreuzfahrtverbandes CLIA (Cruise Lines International Association).

Nicht nur die deutschen Häfen bauen ihre Landstromkapazitäten weiter aus, sondern auch in anderen Ländern, z.B. im Mittelmeerraum, sind massive Investitionen geplant, um den Ausbau voranzubringen. Im Rahmen des Fit-for-55-Programms der EU müssen alle wichtigen Häfen in der Europäischen Union bis 2030 eine Landstromversorgung einrichten. CLIA ermutigt Häfen, in denen Kreuzfahrtschiffe anlegen sollen, vorrangig in Landstromanlagen an den Kreuzfahrtliegeplätzen zu investieren.

Die CLIA-Mitgliedsreedereien sind entschlossen, mit Häfen und lokalen Behörden zusammenzuarbeiten, um Landstromprojekte zu unterstützen und sicherzustellen, dass die Schiffe an den Landstrom angeschlossen werden können, wenn die technischen Möglichkeiten an Land geschaffen werden, um diesen Strom auf klimafreundliche und wirtschaftliche Weise zu beziehen. Bislang sind international jedoch weit mehr Kreuzfahrtschiffe mit Landstromanschlüssen ausgestattet, als es Häfen gibt, die diese Option anbieten. CLIA ermutigt alle Häfen, die Ausstattung ihrer Kreuzfahrt-Liegeplätze mit Landstromeinrichtungen zu prüfen, zum Nutzen der lokalen Bevölkerung und zur Unterstützung der Dekarbonisierung des maritimen Sektors.

Text: PM CLIA Deutschland

Tests erfolgreich abgeschlossen: Mein Schiff 6 bezieht erstmals Landstrom in Kiel Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum emissionsfreien Schiffsbetrieb

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Beim gestrigen Anlauf war es soweit: Die Mein Schiff 6 bezog erstmals Landstrom und ist damit nach der Mein Schiff 4 das zweite Schiff der Flotte, dass über einen Landstromanschluss verfügt. Am Vormittag hatten die Techniker und Ingenieure verschiedene Tests der Landstromanlage der Mein Schiff 6 durchgeführt und sie auf Herz und Nieren geprüft. Dabei wurden erstmals auch die Stecker der Landstromanlage Kiel mit den Steckdosen der Mein Schiff 6 verbunden. Nach einem abschließenden Test ging die Mein Schiff 6 dann am Mittag endgültig an die Steckdose und konnte während dieser Zeit einen fast emissionsfreien Schiffsbetrieb sicherstellen.

Damit dies möglich ist und die bis zu 2.500 Gäste und 1.000 Besatzungsmitglieder auch während der Liegezeit im Hafen mit Strom versorgt werden, sind vier etwa 12 Zentimeter dicke Hochspannungskabel nötig. Diese kommen direkt vom Hafen und übertragen den Strom mit einer Spannung von 11.000 Volt. Aus Sicherheitsgründen benötigt die Anlage an Bord der Schiffe dafür einen eigenen Raum. Zusätzlich wurde bei der Nachrüstung eine zusätzliche Tür in die Außenhaut eingebaut, durch die jetzt die Landstromkabel ins Schiffsinnere führen. Über eine Schaltanlage wird die Stromversorgung an Bord dann reguliert.

In den kommenden Monaten wird die Mein Schiff 6 auch in anderen Häfen Tests durchführen, um dort Landstrom zu beziehen. Aktuell können Kreuzfahrtschiffe dieser Größe in Europa neben Kiel allerdings lediglich in Warnemünde, Hamburg, Kristiansand, Southampton, Bergen und Flam an die Steckdose gehen. „Mit der Inbetriebnahme des Landstromanschlusses der Mein Schiff 6 unterstreichen wir unser Ziel die Entwicklung von externer Stromversorgung in den Häfen weiter voranzutreiben. Gleichzeitig sehen wir hier aber auch die Häfen in der Pflicht: Zum einen muss das Angebot an Landstromanlagen ausgebaut werden. Zum anderen müssen die Häfen, wie es beispielsweise hier in Kiel auch der Fall ist, ein grünes Stromkonzept vorlegen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir die Emissionen nicht an andere Stelle verlagern“, sagt Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises.

Bereits im Mai hatte die Mein Schiff 4 fast alle Tests für den Bezug von Landstrom absolviert. Die noch ausstehenden Tests werden jetzt am 17. August in Bergen durchgeführt, so dass die Mein Schiff 4 erstmals vollständig am 25. August in Kiel ebenfalls Landstrom beziehen kann.  

Foto: TUI Cruises

Beim PORT OF KIEL baut man schon seit einigen Jahren auf klimafreundliche Zukunftslösungen. Der Hafen möchte 2030 klimaneutral sein. „Nach der Inbetriebnahme der Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe im vergangenen Jahr, versuchen wir in dieser Saison möglichst viele der uns anlaufenden Schiffe zu integrieren. Ein Teil der Schiffe befindet sich noch im Prozess der technischen Umrüstung und ist noch nicht landstromfähig. Umso mehr freut es uns, dass die Mein Schiff 6 mit dem erfolgreich abgeschlossenen Integrationstest nun schon in dieser Saison zu den Schiffen gehört, die ihre Dieselmotoren während der Liegezeit im Kieler Hafen ausstellen können“, betont Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer vom SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG. 

Die Schiffe der Neubauserie der Mein Schiff Flotte werden in den kommenden Jahren alle schrittweise mit einem Landstromanschluss ausgerüstet. Doch auch ohne Landstromanschluss erfüllen die Schiffe von TUI Cruises höchste Standards in Sachen Klimaschutz und Luftreinhaltung: Die Neubauschiffe gehören zu den energieeffizientesten Kreuzfahrtschiffen der Welt und haben grundsätzlich einen geringen Kraftstoffverbrauch und damit verringerte Emissionen. Zudem verfügen die Hilfsmaschinen an Bord, die im Hafen während der Liegezeit laufen, dank der eingebauten Katalysatoren schon seit der Mein Schiff 3 den TIER III Standard für Stickoxid-Emissionen. Der auf allen Neubauten eingebaute Hybrid-Scrubber filtert bis zu 99 Prozent der Schwefelemissionen und 60 Prozent der Partikel.

Text: PM TUI Cruises

Erfolgreicher Integrationstest: Auch Mein Schiff 6 kann künftig Ökostrom über die Landstromanlage am Ostseekai beziehen.

PORT OF KIEL setzt Integration von Kreuzfahrtschiffen mit Landstromanlage sukzessive fort.

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Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Integrationstest am Montag gehört die Mein Schiff 6 ab sofort zu den landstromfähigen Schiffen im Kieler Hafen. Der PORT OF KIEL setzt in dieser Saison einen starken Fokus auf die Integration möglichst vieler Schiffe mit der Landstromanlage am Ostseekai, die im vergangenen Jahr speziell für Kreuzfahrtschiffe in Betrieb genommen würde.

Bereits eine Stunde nach dem Festmachen an Liegeplatz 28 wurde am Montagmorgen mit den entsprechenden Tests zwischen der Mein Schiff 6 und der Landstromanlage begonnen. Die Integration zwischen Anlage und Schiff konnte gegen 13.00 Uhr nach fünfeinhalbstündigem Testen erfolgreich abgeschlossen werden und gehört damit bisher zu den schnellsten in dieser Saison. Im Anschluss bezog das Schiff für weitere zwei Stunden regulär Ökostrom über die Anlage. Insgesamt wurden 9.000 kwH Strom an die Mein Schiff 6 geliefert. In dieser Zeit lag das Schiff emissionsfrei im Hafen. Das Kreuzfahrtschiff wird von der Landstromanlage am Ostseekai mit 11 kV/60 Hz versorgt. 

Die Mein Schiff 6 ist nach der Mein Schiff 4 bereits das zweite Schiff von TUI Cruises, das Kiel in dieser Saison anläuft und über die technische Umrüstung und entsprechende Kommissionierung zur Landstromnutzung verfügt. Bei der Mein Schiff 4 wurde in Kiel bereits mit entsprechenden Integrationstests begonnen, die voraussichtlich in den kommenden Wochen bei Anläufen in Bergen abgeschlossen werden können. Damit könnten beide Schiffe von TUI Cruises zukünftig emissionsfrei im Kieler Hafen liegen. Die Landstromversorgung von Schiffen während der Liegezeit ist ein wichtiger Bestandteil der Umweltstrategie beim PORT OF KIEL. Das Unternehmen möchte bis 2030 klimaneutral sein.

Text: PM Port of Kiel

In Kiel: Landstrom-Premiere für Phoenix Reisen

Das 44348-BRZ-Kreuzfahrtschiff Artania des Bonner Veranstalters Phoenix Reisen hat bei seinem Anlauf am 21. Juli im Ostseehafen Kiel erstmals regulär Landstrom während der Liegezeit genutzt. Vorausgegangen waren die schiffsseitige Kommissionierung sowie ein entsprechender Integrationstest zwischen der Landstromanlage und dem Kreuzfahrtschiff. Beides konnte bei den Anläufen des Fördehafens am 26./27. Juni sowie 11. Juli erfolgreich erledigt werden. 

Für Phoenix Reisen ist die Landstromnutzung eine Premiere: Es ist das erste Mal, dass ein Schiff des Veranstalters in einem Hafen regulär Landstrom bezieht. Mit der Artania und der Amadea verfügt das Unternehmen bereits über zwei landstromfähige Kreuzfahrtschiffe. Weitere von ihm beschäftigte Schiffe befinden sich in entsprechender Nachrüstung. 

Foto: PORT OF KIEL

Während ihrer Liegezeit am Donnerstag hat die Artania insgesamt 20.000 kWh Strom bezogen. Sie wird von der Landstromanlage am Ostseekai mit 6,6 kV/60 Hz versorgt. Mit der Fertigstellung zweier neuer Anlagen am Ostuferhafen sollen ab Ende 2023 in Kiel statt bisher drei bis zu sechs Fähr- und Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig mit skandinavischem Ökostrom versorgt werden können. Dafür investiert die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG 17 Mio. Euro.  JPM 

Landstrom-Premiere für MS ARTANIA

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PORT OF KIEL begrüßt erfolgreich abgeschlossenen Integrationstest von MS ARTANIA. Das Kreuzfahrtschiff von Phoenix Reisen bezieht als erstes Schiff des deutschen Veranstalters regulär Landstrom.

Premiere in Kiel: Die ARTANIA nahm bei ihrem gestrigen Anlauf das erste Mal regulär Landstrom während der Liegezeit. Dem vorausgegangen waren die schiffsseitige Kommissionierung sowie ein entsprechender Integrationstest zwischen der Landstromanlage und dem Kreuzfahrtschiff. Beides konnte bei den Anläufen in Kiel am 26./27. Juni sowie 11. Juli erfolgreich abgeschlossen werden. Die Landstromversorgung von Fähr- und Kreuzfahrtschiffen ist ein zentrales Umweltanliegen beim PORT OF KIEL. 

Für Phoenix Reisen ist die Landstromnutzung eine Premiere: Es ist das erste Mal, dass ein Schiff des Veranstalters in einem Hafen regulär Landstrom bezieht. Mit der ARTANIA und der AMADEA verfügt die Flotte bereits über zwei landstromfähige Kreuzfahrtschiffe. Weitere Schiffe des deutschen Kreuzfahrtveranstalters befinden sich in entsprechender Umrüstung. Auf Seiten des Seehafens freut man sich: „Wir bieten den Reedereien und Kreuzfahrtveranstaltern bei Anläufen in Kiel immer auch die Versorgung mit Landstrom an. Alle Tests mit der ARTANIA konnten erfolgreich abgeschlossen werden und es freut uns, dass sie künftig auch emissionsfrei bei uns in Kiel liegen kann“, sagt Lisa Sarodnick, Umweltmanagerin beim PORT OF KIEL.

Foto: PORT OF KIEL

Die ARTANIA hat am Donnerstag während ihrer Liegezeit insgesamt 20.000 kWh Strom bezogen. Das Kreuzfahrtschiff wird von der Landstromanlage am Ostseekai mit 6,6 kV/60 Hz versorgt. Die Landstromversorgung von Schiffen im Hafen ist ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Transformation im Schiffsverkehr. Der PORT OF KIEL war einer der ersten Häfen in Europa, der in entsprechende Landstrominfrastruktur investiert hat. Mit der Fertigstellung zweier neuer Anlagen am Ostuferhafen sollen ab Ende 2023 statt bisher drei bis zu sechs Fähr- und Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig mit skandinavischem Ökostrom versorgt werden können. Dafür investiert die SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG 17 Mio. Euro.

Text: PM Seehafen Kiel

TUI Cruises startet mit Landstrom

Die Hamburger Reederei TUI Cruises startet mit der Landstromnutzung für die Kreuzfahrtschiffe. Am 12. Mai hat in Kiel als erstes Schiff der Flotte die Mein Schiff 4 mit den Testläufen für die Anbindung der Schiffe begonnen. Bei den kommenden Anläufen soll die Mein Schiff 4 in Kiel jetzt auf das Landnetz abgestimmt werden. Das 2014 in Dienst gestellte Schiff war im Februar 2020 beim Werftaufenthalt in Marseille mit einem Anschluss für Landstrom ausgerüstet worden.

Foto: Frank Behling

Ursprünglich sollte die Mein Schiff 4 im August 2020 die Landstromanlage in Kristiansand (Norwegen) einweihen. Doch die Corona-Pandemie vereitelte den Plan. Die Mein Schiff 4 blieb in Warteposition. Nur im Dezember 2020 gab es in Kiel mal eine Stellprobe mit dem Kabelwagen der Kieler Landstromanlage.

Bei den ersten Anläufen im Mai wird jetzt in Kiel das Schiff die Anpassungsphase für das Kieler Landstromsystem ausführen. Die Mein Schiff 4 ist eines von aktuell drei Schiffen in der TUI-Flotte mit Anschlüssen. Die Mein Schiff 5 und die Mein Schiff 6 sind ebenfalls nachgerüstet worden. Die Mein Schiff 6 wird im Sommer ebenfalls in Kiel stationiert.

Die Mein Schiff 6 war während der Werftzeit in diesem Frühjahr nachgerüstet worden. Die Anlage an Bord soll in den kommenden Wochen in Betrieb genommen werden.

Bislang nutzt in Kiel als einzige Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises die Landstromangebote. Die AIDAprima und die AIDAsol waren die ersten Kreuzfahrtschiffe, die in Kiel Landstrom von der Anlage am Ostseekai bezogen haben.

Foto: Frank Behling

Der Seehafen Kiel hält derzeit drei Liegeplätze für Schiffe mit Landstromanschlüssen bereit. Dabei handelt es sich um die Liegeplätze für die Fähren der Color und der Stena Line am Norwegenkai und dem Schwedenkai. Am Ostseekai kann derzeit wahlweise entweder am Liegeplatz 27 oder dem Liegeplatz 28 Landstrom genommen werden.

In dieser Woche gab der Seehafen die Bestellung von zwei weiteren Anlagen bekannt. Bis Ende des nächsten Jahres sollen im Ostuferhafen zwei Anlagen mit drei Anschlüssen für drei Liegeplätze entstehen. Dabei ist die größere Anlage für die Versorgung der Schiffe am Liegeplatz 1 geplant, der aktuell überwiegend von der Reederei MSC mit den Kreuzfahrtschiffen MSC Grandiosa und MSC Preziosa genutzt wird. Die neuen Schiffe der Reederei MSC sollen ab 2024 dort mit Landstrom versorgt werden. Dabei können Spannung von 6,6 bis 11 Kilovolt abgegeben werden. Die Frequenz ist wahlweise für 50 oder 60 Hertz ausgelegt.

Foto: Frank Behling

Die beiden anderen Anschlüsse sind für die Liegeplätze der Fähren nach Schweden und Litauen geplant. Alle Landstromanlagen in Kiel werden vom Seehafen zusammen mit dem deutschen Technologiekonzern Siemens realisiert.

Für die beiden Anlagen im Ostuferhafen investiert Kiel 17 Millionen Euro. Die Anlage am Ostseekai hatte 2021 rund 15 Millionen Euro gekostet. „Der Landstrom ist ein wesentlicher Baustein unserer nachhaltigen Ausrichtung“, sagt Seehafen-Chef Dirk Claus.

Ab 2025 sollen 80 Prozent der Schiffsanläufe in Kiel mit einem Angebot für die Nutzung von Landstrom versehen sein. Bei der Firma Siemens sieht man die Entwicklung mit Freude. „Mit der Art und Umfang der neuen Anlage setzt sich der Port of Kiel in Sachen Nachhaltigkeit einmal mehr an die Spitze der deutschen Seehäfen“, so Lars Nürnberger, Sprecher der Siemens Niederlassung in Kiel.

Der Seehafen Kiel erwartet 2022 fast 250 Kreuzfahrtanläufe. Für die kommenden Jahre soll de Zahl der Besuche auf diesem hohen Niveau bleiben. FB

Auftrag für weitere Landstromanlagen in Kiel vergeben

Bereits ab Ende nächsten Jahres sollen für Kreuz- und Fährschiffe an allen Innenstadtterminals des Seehafens Kiel Landstromanschlüsse zur Verfügung stehen, so dass dann bis zu sechs Schiffe gleichzeitig mit Ökostrom versorgt werden können.

Das Bauprojekt in Höhe von 17 Mio. € umfasst eine 50/60-Hz-Landstromanlage für Kreuz- und Fährschiffe sowie eine 50-Hz-Landstromanlagefür Fährschiffe im Ostuferhafen. Ein entsprechender Auftrag wurde nach einer EU-weiten Ausschreibung in der vergangenen Woche von der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG an die Siemens AG vergeben. Auch die bereits bestehenden Kieler Landstromanlagen am Ostsee-/Schwedenkai und Norwegenkai wurden von der Siemens AG gebaut. Mit Art und Umfang der Anlage ist sie nicht nur eine der größten in Europa, Der Baubeginn ist für Herbst dieses Jahres geplant, die Inbetriebnahme soll ein Jahr später in 2023 erfolgen.

Die erste der beiden Landstromanlagen ist für die Versorgung von bis zu zwei Fähr- bzw. Kreuzfahrtschiffen konzipiert und bindet vier Liegeplätze am Ostuferhafen an Landstrom an. Sie verfügt über eine Leistung von 16 MVA und kann Kreuzfahrt- und Fährschiffe mit einer Frequenz von 50 bzw. 60 Hz und einer Spannung von 6,6 kV oder 11 kV versorgen. Die zweite Landstromanlage mit einer 50-Hz-Netzfrequenz ist ausschließlich für RoRo-Schiffe konzipiert und versorgt zwei Liegeplätze mit einer Spannung von 6,6 kV oder 11 kV bis zu einer maximalen Leistung von 5 MVA. Insgesamt können mit den Anlagen am Ostuferhafen dann bis zu drei Schiffe parallel mit Landstrom versorgt werden.

„Der Landstrom ist ein wesentlicher Baustein unserer nachhaltigen Ausrichtung. Mit der Versorgungsinfrastruktur von sechs Schiffen hoffen wir dann ab 2024/25 ca. 80 Prozent der Schiffe während der Liegezeit an die Steckdose zu bekommen“, so Seehafen-Chef Dr. Dirk Claus. Neben der CO2 Ersparnis führe die Landstromversorgung von Schiffen während der Liegezeit auch zu einer drastischen Reduktion der Lärm- und Schadstoffbelastung. JPM

Erster Landstrom der Kreuzfahrtsaison – „AIDAprima“ in Kiel

„AIDAprima“ ist am Freitag im Kieler Hafen eingelaufen: PORT OF KIEL freut sich über die erste Landstromnutzung der neuen Kreuzfahrtsaison

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Am Freitagmorgen begrüßte der PORT OF KIEL erstmals die AIDAprima am Ostseekai. Es ist das erste Kreuzfahrtschiff der neuen Saison, das während der Liegezeit Landstrom in Kiel nutzt. Wie der PORT OF KIEL verfolgt auch AIDA Cruises seit vielen Jahren eine wegweisende Nachhaltigkeitsstrategie, die u. a. eine schrittweise Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energieträger vorsieht.

Landstromnutzung im zweiten Jahr

Seit Freitagmorgen liegt die AIDAprima im Kieler Hafen am Ostseekai. Das 300 Meter lange und 37,6 Meter breite Kreuzfahrtschiff wurde am 7. Mai 2016 getauft und war zuletzt im Oktober 2021 zu Gast in Kiel. Nach erfolgreichen land- und schiffsseitigen Integrationstests im Mai vergangenen Jahres konnten ab Juni 2021 die Kreuzfahrtschiffe AIDAprima und AIDAsol in der vergangenen Saison am Ostseekai mit grünem Landstrom versorgt und somit ihre Emissionen während der Liegezeit auf nahezu null gesenkt werden. Der Aufbau einer Landstrominfrastruktur im Kieler Hafen ist das Ergebnis einer wegweisenden Partnerschaft, die der PORT OF KIEL gemeinsam mit AIDA Cruises, dem Land Schleswig-Holstein und der Landeshauptstadt im April 2018 auf den Weg gebracht hatte. Ziel der Vereinbarung ist es, die maritime Wirtschaft und den Tourismus in Norddeutschland nachhaltig weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu gestalten. 

Foto: via Port of Kiel

AIDA-Präsident Felix Eichhorn sagte anlässlich des Saisonstarts der AIDAprima in Kiel: Mit unserer Green Cruising Strategie investieren wir seit vielen Jahren in einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Kreuzfahrtmarkt. Die Nutzung von Landstrom ist dabei für uns ein wich­tiger Baustein auf dem Weg zur Erreichung des emissionsneutralen Schiffsbetriebes. Dies geht aber nur gemeinsam mit starken Partnern wie dem Kieler Hafen. Die technischen Vorbereitungen für die Nutzung der Anlage in Kiel mit zwei weiteren Schiffen der AIDA-Flotte (AIDAbella und AIDAluna) noch in dieser Saison laufen bereits. Auch in weiteren Häfen Deutschlands und Europas setzen wir unser Engagement für die Nutzung von grünem Landstrom fort.“ 

Nachhaltigkeit am Hafen

Das erklärte Ziel nach mehr Nachhaltigkeit im Schiffstourismus begrüßt auch Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG. Mit Blick auf die kommenden Monate macht er deutlich: „Wir haben eine starke Kreuzfahrtsaison in Kiel vor uns und freuen uns natürlich über jedes Schiff, das nach dem Integrationstest mit Landstrom versorgt werden kann.“ Der PORT OF KIEL verfolgt seit Jahren eine stringente Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030. „Mit dem Landstrom möchten wir auch für unsere Kunden hier im Hafen Anreize schaffen, am Kai CO2-Emissionen einzusparen. Wir rechnen in diesem Jahr mit ungefähr 50 Anläufen mit Landstromnutzung. Weitere Schiffe sind hierzu in der Vorbereitung, sodass wir für das kommende Jahr von einer Verdoppelung ausgehen“, prognostiziert Claus. Das Unternehmen investiert auch in diesem Jahr weiter in seine Landstrominfrastruktur. Im Mai wird die Vergabe für zwei weitere Landstromanlagen am Ostuferhafen erfolgen, sodass nach Fertigstellung bis zu sechs Schiffe parallel mit Ökostrom versorgt werden können.

Text: PM SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG

Zwei Schiffe von MSC Cruises werden ab diesem Sommer in nordeuropäischen Häfen mit Landstrom versorgt 

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  • MSC Cruises arbeitet weiter am Ziel des emissionsfreien Kreuzfahrtbetriebs bis 2050
  • Ab dieser Sommersaison werden die MSC Poesia im Hafen von Warnemünde und die MSC Virtuosa im Hafen von Southampton erstmals Landstrom nutzen
  • MSC Cruises hat mit Cruise Baltic eine Vereinbarung unterzeichnet, die besagt, bis 2024 eine flächendeckende Nutzung von Landstrom in der Ostseeregion zu erreichen
  • Mehr als die Hälfte der MSC Cruises Flotte soll bis Ende 2022 über Landstromanschlüsse verfügen
  • Darüber hinaus wird noch in diesem Jahr das erste LNG-Schiff von MSC Cruises mit der größten jemals installierten Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC) vom Stapel laufen: die MSC World Europa

MSC Cruises hat sich 2021 verpflichtet, bis zum Jahr 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen. Daher erforscht und investiert MSC Cruises kontinuierlich in neue Technologien, die zur Dekarbonisierung beitragen. Auf diesem Weg ist es von zentraler Bedeutung, die Auswirkungen von Kreuzfahrtschiffen auf die Hafenstädte und -gemeinden und ihre Umwelt während der Liegezeit im Hafen zu minimieren. 

Die Landstromversorgung spielt dabei eine wichtige Rolle: Sie ermöglicht den Schiffen, ihre Motoren abzuschalten und sich an die lokale Stromversorgung anzuschließen, um die Systeme an Bord zu betreiben. Da der Strom über einen speziellen Transformator im Hafen zum Schiff geleitet wird, werden die von Dieselgeneratoren verursachten Emissionen vermieden, was die Luftqualität vor Ort verbessert und den Lärm- und Vibrationspegel reduziert. Die Umwelt und die Hafenregionen profitieren somit direkt von der Landstromtechnologie. Nach erheblichen Investitionen in seine Flottenkapazitäten hat MSC Cruises heute konkrete Schritte und Verpflichtungen angekündigt, um die Nutzung der Landstromtechnologie einzuführen und zu beschleunigen. 

Warnemünde und Southampton: Ab Sommer bereit für Landstrom 
Ab Ende Mai und während der gesamten Sommersaison 2022 werden zwei Schiffe der Flotte von MSC Cruises erstmals durchgängig Landstrom nutzen: die MSC Poesia in Warnemünde und die MSC Virtuosa am neuen Horizon Cruise Terminal im Hafen von Southampton in Großbritannien. 

Der Hafen von Warnemünde ist der größte Landstromanbieter für Kreuzfahrtschiffe in Europa. Southampton ist Europas führender Kreuzfahrthafen und fertigt jährlich über zwei Millionen Passagiere ab. Es ist auch der erste Hafen in Großbritannien, der Landstrom für Kreuzfahrtschiffe bereitstellt. 

In beiden Fällen hat die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden auf der Grundlage gemeinsamer Interessen die Bereitstellung und Nutzung von Landstrom ermöglicht. MSC Cruises ist dankbar für die Unterstützung durch die Hafenbehörden, um die Abnahme der Anlagen abzuschließen, bevor sie in einigen Wochen in Betrieb genommen werden können.  

Linden Coppell, Director of Sustainability bei MSC Cruises, sagte: „Wir freuen uns darauf, die Landstromversorgung in Warnemünde und Southampton während der gesamten Sommersaison zu nutzen und wir gratulieren den Hafenbehörden zu ihrem vorausschauenden und innovativen Engagement. Bei MSC Cruises arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Umweltbilanz zu verbessern. Die Landstromversorgung ermöglicht es uns, die Emissionen unserer Schiffe während der Liegezeit erheblich zu reduzieren. Wir brauchen mehr Häfen in anderen wichtigen europäischen Märkten, die schnellstmöglich die Landstromversorgung einführen und sich damit unserem Vorhaben anschließen, bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb zu erreichen und die lokalen Luftemissionen erheblich zu reduzieren.“

Ein ehrgeiziges Abkommen mit Cruise Baltic
Am 5. April 2022 unterzeichneten Cruise Baltic und MSC Cruises eine Absichtserklärung über ihr gemeinsames Vorhaben, einen Beitrag zur Nutzung der Landstromversorgung in der Ostsee zu leisten. Die Erklärung, die mit Hinblick auf die dringend notwendige Reduzierung der vom Menschen verursachten Luftverschmutzung unterzeichnet wurde, unterstreicht den beiderseitigen Wunsch, einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltauswirkungen der Kreuzfahrtindustrie zu leisten.   

Cruise Baltic umfasst 32 Häfen und Reiseziele in der Ostseeregion. Mit der Unterzeichnung des Abkommens verpflichtet sich Cruise Baltic, sich für die Landstromversorgung in der Region einzusetzen, um die Zahl der Anlagen zu erhöhen. MSC Cruises hingegen versichert, dafür zu sorgen, dass Kreuzfahrtschiffe, die regelmäßig die entsprechenden Häfen im Ostseeraum anlaufen, bis spätestens 1. Januar 2024 vorhandene Landstromanschlüsse nutzen.

Weitere Investitionen in die Landstromversorgung 
Bis Ende 2022 werden elf der 21 Schiffe von MSC Cruises – darunter alle Neubauten seit 2017 – mit einem Landstromanschluss ausgestattet sein. Bestehende Schiffe werden derzeit oder in naher Zukunft nachgerüstet, wenn ihre Routen sie in Häfen führen, in denen Landstrom verfügbar ist. 
Angesichts der zu erwartenden behördlichen Anforderungen und der Sorge der örtlichen Gemeinden über die Luftqualität, entwickeln Häfen auf der ganzen Welt eine Infrastruktur zur Unterstützung der Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen. Nach Angaben der CLIA sind jedoch derzeit nur 14 Kreuzfahrthäfen mit Landstromkapazitäten ausgestattet. Bis 2025 werden nur sieben Prozent der Kreuzfahrtliegeplätze über einen Landstromanschluss verfügen.

Linden Coppell fügte hinzu: „Wir haben uns verpflichtet, die Behörden beim Ausbau der Landstromversorgung für unsere Schiffe im Hafen zu unterstützen. Wir haben eine klare und unmissverständliche Position: Wo immer Landstrom verfügbar ist, werden wir Schiffen, die über diese Möglichkeit verfügen, den Vorzug geben. Um die Kompatibilität mit den Systemen der Schiffe zu gewährleisten, arbeiten wir eng mit den Hafenbehörden und den planenden Ingenieurbüros zusammen. Aspekte wie der Energiebedarf an Bord und die technischen Systeme der Schiffe müssen bei der landseitigen Planung berücksichtigt werden“. 

Wo immer MSC Cruises am Bau und an der Finanzierung neuer Terminals beteiligt ist, stellt das Unternehmen außerdem sicher, dass die Landstromanforderungen bei der Planung berücksichtigt werden, indem es die Infrastruktur, wie etwa Gräben für die Stromkabel, bereitstellt. Aktuelle Beispiele sind etwa die neuen Terminals in Miami und Barcelona.

Weitere hochmoderne Umwelttechnologien in der gesamten Flotte von MSC Cruises
Mit dem Ziel, bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb zu erreichen, investiert die Kreuzfahrtsparte der MSC Group in die beschleunigte Entwicklung und Umsetzung innovativer Spitzentechnologien, die in der gesamten Flotte zum Einsatz kommen sollen und unterstützt diese. Die Landstromversorgung ist dabei nur eines von zahlreichen Beispielen. 
14 Schiffe von MSC Cruises wurden mit hybriden Abgasreinigungssystemen ausgestattet, die eine Reduzierung der Schwefeloxide um 98 Prozent gewährleisten. Bis Ende 2022 werden die fünf neuesten Schiffe über selektive katalytische Reduktionssysteme verfügen, die Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasser umwandeln.

Die MSC World Europa und die MSC Euribia, die sich derzeit im Bau befinden und 2022 bzw. 2023 ausgeliefert werden, sind die ersten mit LNG betriebenen Schiffe von MSC Cruises. Flüssigerdgas (LNG) ist der bei weitem sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in größerem Maßstab verfügbar ist. Es reduziert die Schiffsemissionen erheblich und verbessert so die Luftqualität, vor allem für Hafenstädte und -gemeinden sowie Küstengebiete. Mit LNG lassen sich lokale Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide um 99 Prozent, Stickoxide um 85 Prozent und Feinstaub um 99 Prozent reduzieren. Was die Emissionen mit globaler Auswirkung betrifft, so spielt LNG eine wichtige Rolle bei der Eindämmung des Klimawandels. Die Motoren von LNG-Schiffen haben das Potenzial die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen bis zu 25 Prozent zu senken.

Die MSC World Europa wird auch das erste Kreuzfahrtschiff sein, das die SOFC-Technologie (Solid Oxide Fuel Cell) einsetzt. Dieser Brennstoffzellentyp ist so konzipiert, dass er bei der Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) 20 bis 30 Prozent effizienter Strom durch einen nicht verbrennungsbedingten elektrochemischen Prozess erzeugt als herkömmliche verbrennungsbasierte Schiffsantriebe und Hilfsmotoren. Beim Betrieb mit LNG reduziert die SOFC-Technologie die Kohlenstoff-Emissionen um bis zu 60 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Antriebsquellen, wie z.B. Dual-Fuel-Diesel-Elektroantrieben, und emittiert praktisch keine schädlichen Luftschadstoffe wie Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub. 

Darüber hinaus hat die Kreuzfahrtsparte der MSC Group verschiedene Partnerschaften mit Werften, Energieversorgern, Technologieentwicklern und akademischen Einrichtungen initiiert. Diese werden weitere Forschungen zu Brennstoffzellen, wasserstoffbetriebenen Schiffen und anderen zukünftigen Technologien, die das Potenzial haben, eine emissionsfreie Schifffahrt zu ermöglichen, vorantreiben. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, diese potenziellen Lösungen im Rahmen von Neubau- und Nachrüstungsprogrammen verstärkt zu untersuchen und zu testen, um ihre Entwicklung zu beschleunigen, ihnen zur Marktreife zu verhelfen und sie in der Flotte einzusetzen.

Umwelttechnologien auf der MSC World Europa und der MSC Euribia:
Motoren und Kraftstoffe: 4 Wärtsilä (12V und 16V) Dual-Fuel-Motoren, die in der Regel mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden, gelegentlich auch mit 0,1 Prozent schwefelhaltigem Marinegasöl (MGO). 
Luftemissionen: SCR-Katalysatoren (Selektives katalytisches Reduktionssystem), die Stickoxid-Emissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren, wenn das Schiff mit MGO betrieben wird (LNG bietet eine ähnliche Stickoxid-Reduktion). Die MSC Euribia wird die Tier III-Standards der IMO (International Maritime Organization) unabhängig vom verwendeten Treibstoff erfüllen.
Landstromversorgung: Das Schiff kann seine Motoren abschalten und sich in Häfen, in denen diese Infrastruktur vorhanden ist, an das lokale Stromnetz anschließen.

Abwassersystem: Ein fortschrittliches Abwasseraufbereitungssystem, das den weltweit strengsten Standards der Resolution MEPC 227(64) der IMO entspricht – dem sogenannten „Baltic Standard“. Ein fortschrittliches Ballastwasser-Reinigungssystem wird die Einbringung invasiver Arten in die Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen verhindern und entspricht der Ballastwasser-Management-Konvention der IMO.

Schutz der Meereslebewesen: Das Schiff wird auch mit Systemen ausgestattet, die die Unterwassergeräusche reduzieren, um die möglichen Auswirkungen auf Meeresbewohner zu verringern.

Energie-Effizienz: Alle Neubauten von MSC Cruises sind mit einer Vielzahl energieeffizienter Lösungen ausgestattet, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und zu optimieren. Dazu gehören eine intelligente Belüftung und fortschrittliche Klimaanlagen mit automatischen Energierückgewinnungsschleifen, die Wärme und Kälte umverteilen, um den Bedarf zu senken. Die Schiffe verwenden LED-Beleuchtung, die von intelligenten Managementsystemen gesteuert wird, um das Energiesparprofil weiter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Werft wird die MSC Euribia mit digitalen Datenerfassungssystemen für die Fernüberwachung des Energieverbrauchs und fortschrittliche Analysen ausgestattet. Das ermöglicht eine Unterstützung in Echtzeit von Land aus, um die betriebliche Effizienz an Bord zu optimieren. 

Text: PM MSC Cruises

Landstrom für Kreuzfahrtschiffe in Rotterdam und Sydney

Die sowohl in Rotterdam als auch Sydney citynah gelegenen Kreuzfahrtterminal werden zeitnah auch Landstrom-Anschlüsse für die Hafenliegezeit von Passagierschiffen bieten.

AIDAprima in Rotterdam. Foto: Jens Meyer

Nach einer jetzt von der Ratsversammlung getroffenen Grundsatzentscheidung soll der in der Nähe der Erasmus-Brücke an der Wilhelminakade liegende Cruise Terminal Rotterdam (CPR) bis 2024 mit einer entsprechenden Anlage ausgestattet werden. Dafür will die Stadt an der Maas ein zinsloses Darlehen in Höhe bis zu 8,75 Mio. Euro bereitstellen. Ergänzend sollen weitere öffentliche Fördermittel aus Umwelt- und Klimaschutzprogrammen eingeworben werden. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 ca. 90 Prozent der erwarteten Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgen zu können.

Auch die Regierung des australischen New South Wales hat Pläne für den Bau eines vollständig mit erneuerbaren Energien betriebenen Landliegeplatzes in Sydney angekündigt. Wie australische Medien unter Berufung auf den Verkehrsminister von NSW, David Elliott berichten, wird das White Bay Cruise Terminal der erste mit Landstrom betriebene Kreuzfahrtanleger in der südlichen Hemisphäre sein.

Die Anlage wird im Hafengebiet von Bays, einschließlich Glebe Island und White Bay, angesiedelt sein. Dadurch können jährlich schätzungsweise 14.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Nach Angaben der Government News, die sich auf den CEO der Hafenbehörde von NSW, Kapitän Philip Holliday, beruft, investiert die Behörde mehr als 60 Millionen Dollar in die Bereitstellung der Infrastruktur, wobei sie die Hafennutzer auffordert, Schiffe zu bauen und nachzurüsten, um die Vorteile der Technologie nutzen zu können. JPM