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Vom Goldenen Dreieck ins tiefe Laos

Tempel, Dörfer, Töne grün in grün – das Boutiqueschiff Mekong Sun bringt entspannt und entschleunigt über den Oberlauf des Mekong. Andreas Drouve (Text) und Holger Leue (Fotos) berichten.

Da staunt man. Das erste Gebot an Bord lautet „Bitte Schuhe ausziehen.“ Ganz so, als würde man ringsherum in Südostasien ein Privathaus betreten. Was anfangs befremden mag, verkehrt sich rasch ins Gegenteil. Auf der MEKONG SUN fühlt man sich gleich wie daheim. Ob barfuß, in Socken oder Pantoffeln. Zudem macht das unbeschuhte Dasein auf sympathische Art alle gleich: die 16köpfige Crew und die maximal 28 Gäste.

Aufbruch mit Reisesegen

Thailands Norden stimmt mit Tropenhitze und Worapong auf die Exotik ein. Worapong, Anfang siebzig, ist ein Spätberufener im Leben. Früher war er Hotelmanager, Ehemann, Familienvater. Dann schwor er dem alten Dasein ab und begann ein neues als Buddhistenmönch. Heute spendet er den Flusskreuzfahrern an Land den Reisesegen. Man möge sich von Gefahren fernhalten, sagt er, und wünscht allen Glück. Dabei strahlt er aus dem Innern heraus.

Das Goldene Dreieck war einst Hochburg des Opiumhandels, derlei Vergangenheit ist weitgehend verraucht. Kurz vor der Grenze nach Laos steht die MEKONG SUN zum Einstieg bereit. 358 km sind es ab hier flussabwärts bis Luang Prabang: ohne Karten, ohne elektronischen Hilfsmittel für die Navigation. Die beiden Kapitäne, Mister Buala und Mister Vansee, stammen aus Schifferfamilien. Sie kennen die Tücken und Gefahren auf dem Mekong: Stromschnellen, Strudel, Inseln, Felsen, wechselnde Wasserstände. Gefahren wird nur auf Sicht und über Tag. Abends stehen mangels Häfen Anlegemanöver an Sandbänken an – schöner geht’s kaum. Auf den Geschmack bringt auch das erste Abendmenü: frittierter Fischkuchen an Zitronengras, Auberginensalat, gebratenes Huhn mit Paprika und Cashewnüssen. Und als Nachtisch Klebereis mit Kokosnussmilch und Mango….

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Fotos: Holger Leue/leue-photo.com