Schlagwort: Le Commandant-Charcot

Ponant sagt zwei Nordpol-Reisen ab

In einer kurzen Pressemeldung hat die französische Reederei Ponant zwei Fahrten des neuen Kreuzfahrteisbrechers Le Commandant Charcot abgesagt. Der Text:

PONANT sieht sich gezwungen, die an Bord der Commandant Charcot geplanten „Geographic North Pole“-Kreuzfahrten abzusagen.

Denn obwohl sich die Situation in vielen Ländern deutlich verbessert, ist die Covid-19-Pandemie weiter präsent, und der internationale Kontext, insbesondere in Nordeuropa, bleibt in Bezug auf Gesundheit und Verwaltung besonders komplex.

2 Kreuzfahrten sind betroffen:

Abreise am 08. August 2021

Abreise am 23. August 2021

Zur Erinnerung: PONANT befolgt ein strenges Hygieneprotokoll, das in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden der besuchten Gebiete erstellt wurde.

Longyearbyen: Tender-Neubau für Kooperation mit Ponant bestellt

Die Verwaltung des Spitzbergen-Hafens Longyearbyen hat mit der französischen Kreuzfahrtreederei Ponant eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Sie sieht den Bau und Betrieb eines Hafenlogistik-Schiffes zur Bedienung ihrer Expeditionsschiffe bei Anläufen dieses auch über einen Flughafen verfügenden und deshalb häufig auch für Passagierwechsel genutzten Arktis-Hafens vor. Hintergrund ist die wasserseitige Ver- und Entsorgung des neuen Flaggschiffes der Reederei, ihres derzeit beim norwegischen Vard-Werftbetrieb in Sövik in der Endausrüstung befindlichen ersten über die Eisklasse PC2 verfügenden Luxus-Expeditionsschiff-Neubaus Le Commandant Charcot, der mit seinem Tiefgang von 10 m an keinem der Kais von Longyearbyen direkt festmachen kann und deshalb auf Reede ankern muss. Wegen seines großen Tiefgangs war der auch u.a. mit verflüssigtem Erdgas (LNG) und Batterie zu betreibende 31757-BRZ-Polarexpeditionskreuzer bereits während seiner Komplettierungsphase von der norwegischen Vard-Werft nach Saint-Nazaire Frankreich verschleppt worden, weil vor Ort kein für die Installation der beiden je 17 MW leistenden-Azipod VI-Antriebe mit jeweils einem fünfflügeligen Propeller in den in Rumänien gebauten Kasko geeignetes Dock zur Verfügung stand.

Bei dem vom Port of Longyearbyen als Werft-Nr. 41 bei der erst 2012 gegründeten Werft Lextor Marin AS in Bolandet (Fosnavag) südlich von Alesund bestellten Neubau handelt es sich um einen 15 m langen und 5 m breiten Katamaran mit einer bis 20 t belastbaren Decksfläche von mehr als 40 Quadratmetern, der u.a. mit einem 8 t hebenden Faltkran im Vorschiffsbereich ausgerüstet wird. Seine Hauptaufgabe ist es, im Hafenbereich vor Anker liegende Schiffe nicht nur mit Versorgungsgütern, Ersatzteilen, Post, Gepäck usw. zu beliefern, sondern ihnen auch z. T. vorsortierte oder behandelte Abfälle sowie flüssiges Entsorgungsgut wie vegetabilische oder mineralische Altöle bzw. Schlämme oder Gemische (Sludge) zum Recycling bzw. Entsorgung abzunehmen. Als Antrieb kommen zwei Motoren mit einer Gesamtleistung von 660 PS zum Einbau, die auf feste Wellen und Propeller arbeiten. Zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit wird der mit den erforderlichen Kommunikations- und Navigationsanlagen auszustattende Tender, der nach Angaben von Hafenchef Kjetil Braten selbstverständlich bei Bedarf auch allen anderen Kunden des Hafens zur Verfügung steht, auch mit einem Bugstrahler ausgerüstet.

Foto: Le Commandant-Charcot © Ponant – Stirling Design International

Da die Indienststellung des neuen Tenders für Ende Juli dieses Jahres geplant ist, könnte es dann auch zu einer Premiere – wenn nicht auch Taufe – kommen, da am 24. Juli in Longyearbyen auch die verzögerte 15-Nächte Jungfern-Rundreise der Le Commandant Charcot zum geografischen Nordpol beginnen soll und sich die beiden Flaggschiff-Neubauten dann erstmals begegnen dürften. JPM

Erst im Juli auf Jungfernreise zum Nordpol: Neues Ponant-Flaggschiff kommt mit zweimonatiger Verspätung in Fahrt

Ursprünglich im April/Mai dieses Jahres unter französischer Flagge als neues Flaggschiff der auf Expeditionsreisen fokussierten Reederei Ponant in Fahrt kommen sollte der über eine auch für den Betrieb mit Flüssiggas (LNG) geeignete Hybrid-Antriebsanlage verfügende Kreuzfahrt-Eisbrecher Le Commandant Charcot. Da der derzeit noch in Norwegen an der Werft liegende Neubau Pandemie-bedingt nunmehr erst im Juli in Dienst gestellt werden kann, mussten die ersten zum Teil bereits gebuchten Reisen abgesagt werden. Den Gästen wurden Umbuchungen bzw. Rückerstattungen angeboten. Seine Jungfernreise von Longyearbyen zum geographischen Nordpol soll das einzigartige Schiff nunmehr am 24. Juli antreten.

Der im Dezember 2017 für rd. 274 Millionen Euro bei der norwegischen Fincantieri-Werfttochter Vard bestellte 31757-BRZ-Neubau, der dank seiner Eisverstärkungen mit Polarklasse PC2 und eines innovativen Streckenführungsprogramms auch für gängige Expeditionsschiffe unzugängliche Polarrouten wie den geografischen Nordpol, das Rossmeer, die Weddel-See oder die Charcot-Insel befahren kann, war im Dezember 2018 beim rumänischen Vard-Werftbetrieb in Tulcea auf Kiel gelegt worden. Nach der Fertigstellung des fahrklaren Kaskos ging es am 19. März dieses Jahres über eine Strecke von rd. 5000 Meilen über das Schwarze Meer, durch das Mittelmeer, die Biskaya und durch den Ärmelkanal an die norwegische Küste, wo der nach dem als „Gentleman der Pole“ bekannte französische Entdecker Jean-Baptiste Charcot benannte Neubau Ende April zur Komplettierung des Innenausbaus und der Endausrüstung am Ausrüstungskai des Vard-Werftbetriebes in Sövik eintraf. Bei der Überführung kam es am 13. April vor Gibraltar zu einem seltenen Treffen von gleich vier Ponant-Schiffen, als die drei auf der Reise nach Marseille befindlichen Schwesterschiffe L’Austral, Le Boréal und Le Lyrial in enger Formation den noch unter Werftflagge fahrenden Polarkreuzer passierten.

Der Entwurf des weltweit ersten Luxuseisbrechers für Kreuzfahrten mit LNG/Elektro-Hybridantrieb, der nach den Vorschriften und unter Aufsicht der französischen Klassifikationsgesellschaft Bureau Veritas erbaut wird, stammt von Stirling Design International (SDI) in Nantes. Bei der Entwicklung des 150 m langen, 25,60 m breiten und 10 m tiefgehenden Schiffes wurde eng mit Aker Arctic zusammen gearbeitet, um auf deren auf Eisbrechern und Polar-Versorgern bewährtes Double-Action-System (DAS) zurückgreifen zu können. Damit soll das Schiff nicht nur in der Vorwärtsfahrt mit mittlerem, mehrjährigem Treibeis klar kommen, sondern bei Rückwärtsfahrt auch extreme Eis-Situationen beherrschen und durch bis zu 2,5 Meter dickes, mehrjähriges Packeis fahren können. Mit den von Wärtsilä gelieferten Dual-Fuel-Motoren soll das neue Ponant-Flaggschiff auch umweltfreundliches verflüssigtes Erdgas (LNG) als Treibstoff nutzen können. Die LNG-Tanks – die Gasanlage wurde von GTT zugeliefert – sind so dimensioniert, dass das bei Lieferengpässen auch mit Marinediesel zu betreibende Schiff nur wenige Bunkerungen benötigt. Zusätzlich verfügt das Schiff über Hochleistungsakkus, so dass es kürzere Strecken komplett emissionsfrei mit Elektroantrieb betrieben werden kann. Die beiden Azipod-VI-Antriebe mit sechs Meter im Durchmesser grossen Propellern wurden von ABB zugeliefert. Weil es wegen der Pandemie in Norwegen Probleme gab und vor Ort wegen des extremen Tiefgang des Schiffes auch kein geeignetes Dock für die Installation gefunden werden konnte, wurde der Neubau nach Frankreich zurückgeschleppt, wo zwischen dem 21.7. und 3.8.2020 im Dock der Chantiers de l’Atlantique in Saint Nazaire der Einbau der Antriebe erledigt werden konnte, bevor es wieder zurück nach Norwegen ging. Mit einer kombinierten Leistung des Antriebs von 34 MW soll eine Geschwindigkeit von 15 kn in offenem Wasser erreicht werden. Bunkertanks und Vorratsräume sind für eine Autonomie bis zu 1,5 Monaten dimensioniert.

In 135 Suiten, davon 68 mit Fensterfront und privater Terrasse, können 270 Gäste untergebracht werden. Die Besatzung umfasst 187 Personen. Den Gästen stehen neben einer verglasten Aussichts-Lounge auf dem Oberdeck u.a. zwei Panorama-Restaurants und ein Grill-Restaurant sowie eine Außen-Lounge auf dem Achterschiff zur Verfügung. Für Exkursionen wird es u.a. 16 Zodiacs sowie zwei in Hangars auf dem Vorschiff untergebrachte Helikopter geben. Eine weitere Besonderheit ist ein Pool über die gesamte Breite des Hecks. JPM

Mit PONANT Kurs auf die wilde Arktis nehmen Kreuzfahrten im Sommer 2021 nach Grönland, Spitzbergen und Island

Pressemitteilung

Der Sommer ist die beste Zeit, um den hohen Norden zu bereisen. Grönland, Spitzbergen und Island stehen bei PONANT für den Sommer 2021 mit verschiedenen Kreuzfahrten auf dem Fahrplan. Diese Ziele fernab der Massen garantieren den Reisenden unberührte Landschaften und eine wilde sowie einzigartige Natur. Während einer Expeditionskreuzfahrt an Bord der Schiffe von PONANT erkunden die Gäste exklusiv und in privater Atmosphäre die polaren Wüsten der Arktis. Das Programm für den Sommer 2021 in der Arktis wird so umgesetzt wie geplant und kann bereits gebucht werden. Ab Juni 2021 bietet der Flottenneuzugang, die Le Commandant-Charcot, auch erstmals Gelegenheit tief ins Herz des Eises zu reisen und an weit entfernte Orte, wie den geographischen Nordpol, zu gelangen, wo andere nur schwer hinkommen. Beruhigt die Welt entdecken: Die neuen Buchungs- und Stornierungsbedingungen von PONANT garantieren den Reisenden eine einzigartige Flexibilität bei der Planung der nächsten Kreuzfahrt. So gilt u.a. eine kostenfreie Stornierung bis 30 Tage vor Abfahrt, ohne Angabe von Gründen, sowie eine Anzahlung lediglich in Höhe von 10 Prozent.

Unterwegs im Herzen des Spitzbergen-Archipels – dem Reich des Eisbären

Von der Welt abgeschieden, geheimnisvoll und authentisch: Die norwegische Inselgruppe Spitzbergen ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich der Mensch an eine extreme Umgebung anpassen konnte. Eine außergewöhnliche Landschaft, die zu 55 Prozent aus Gletschern besteht, kann hier entdeckt werden. Bei inkludierten Ausfahrten und Anlandungen mit den Zodiacs® und einem Team erfahrener Naturführer erkunden Reisende eine vielfältige Tierwelt. Gleich zwei Schiffe der PONANT Flotte sind im Sommer 2021 im Spitzbergen-Archipel unterwegs und kreuzen auf achttägigen Reisen durch die nördlichste norwegische Inselgruppe. Eins der Highlights bei den Kreuzfahrten ist das Südost-Svalbard-Naturreservat, das zweitgrößte Naturschutzgebiet Spitzbergens.

Preisbeispiel: Die Reise „Unerforschtes Spitzbergen“ vom 26. Juni bis 03. Juli 2021 ab/bis Longyearbyen an Bord der L‘Austral kostet bei Doppelbelegung in einer Prestige Kabine ab 10.400 Euro* pro Person (inkl. Flug Paris/Longyearbyen und zurück, sowie Transfers). Verschiedene Termine im Juni und Juli 2021.

Island – die Insel aus Feuer und Eis

Island ist ein Land voller Kontraste und Extreme in unmittelbarer Nähe zum Polarkreis. Unvergleichlich schöne und zugleich raue Landschaften aus Wind, Stein, Feuer und Eis werden die Reisenden in ihren Bann ziehen. Hier bilden Vulkane, Geysire, Fjorde und wilde Täler eine einzigartige Atmosphäre mit einem Hauch von geheimnisvoller Magie. Es gibt zudem eine Fülle von kulturellem Erbe zu entdecken: Isländer sind immer noch stark mit ihrer Wikingergeschichte und deren Legenden verbunden. Zwei Schiffe der PONANT Flotte bringen die Gäste auf achttägigen Kreuzfahrten zu schönsten Landschaften der isländischen Westküste.

Preisbeispiel: Die Reise „Islands Mosaiklandschaften“ vom 18. bis 25. August 2021 ab/bis Reykjavik an Bord der Le Jacques-Cartier kostet bei Doppelbelegung in einer Deluxe Kabine ab 4.040 Euro* pro Person. Verschiedene Termine im Juli und August 2021.

Abenteurerträume wecken – mit der Le Commandant-Charcot zum geographischen Nordpol

Der geographische Nordpol, ein mythischer Punkt, der das ganze Jahr über mit Packeis bedeckt und 700 Kilometer von jedem Land entfernt ist. An Bord der Le Commandant-Charcot, dem ersten Luxus-Polarexpeditionsschiff der Eisklasse PC2, gehören die Reisenden zu den wenigen Menschen, die diesen abgelegenen Ort erreichen. Ab Spitzbergen geht es für die Le Commandant-Charcot ins Herz von prächtigen Landschaften, die sich mit den Bewegungen des Eises und dem wechselnden Licht ständig verändern. Diese Route, auf der die Gäste an Bord in dieser Jahreszeit besonders viele Tierarten beobachten können, führt bis ins Drifteis. Die Le Commandant-Charcot ist weltweit das erste revolutionäre Polarexpeditionsschiff mit einem Hybrid-Antrieb, der Flüssigerdgas (LNG) und Elektrobatterien kombiniert und damit die Umweltbelastung so gering wie möglich hält. An Bord profitieren die Reisenden zusätzlich von brandneuen, exklusiven Aktivitäten, wie Hundeschlittenfahrten, Eisfischen, Polartauchen, Heißluftballonfahrten und noch vieles mehr. Die Aktivitäten sind im Reisepreis inbegriffen oder optional buchbar.

Preisbeispiel: Die Reise „Der geographische Nordpol“ vom 23. August bis 07. September 2021 ab Longyearbyen/bis Reykjavik an Bord der Le Commandant-Charcot kostet bei Doppelbelegung in einer Prestige Kabine ab 24.930 Euro* pro Person (inkl. Flug Paris – Longyearbyen, Transfer). Drei verschiedene Termine von Juli bis August 2021.

Sorgenfrei reisen – flexible Stornobedingungen und ein sicheres Hygieneprotokoll

Für alle Neubuchungen mit Abfahrt bis zum 31. Oktober 2021 wurden flexible Buchungsbedingungen eingeführt. Gäste können ihre Kreuzfahrt bis 30 Tage vor Abfahrt ohne Angabe von Gründen kostenfrei stornieren und haben die Wahl zwischen Guthaben und Rückerstattung. Zudem hat die Sicherheit der Gäste sowie der Crew, ob an Bord oder an Land, für PONANT oberste Priorität. Zu diesem Zweck wurde ein verschärftes Hygieneprotokoll in enger Zusammenarbeit mit Fachärzten erarbeitet. Die strengeren Schutzmaßnahmen umfassen eine vollständige Bandbreite von technologischen, auf den Menschen und die Ausstattung angepasste Maßnahmen. Zudem werden bei PONANT alle an Bord befindlichen Personen zu 100 Prozent vor Beginn der Kreuzfahrt getestet. Jeder Gast muss bei der Einschiffung einen negativen PCR-Test (PCR: Polymerase-Chain-Reaction) vorweisen, zusätzlich erfolgt ein medizinischer Check durch den Bordarzt (Temperaturmessung, Prüfung des medizinischen Fragebogens etc.). Auch alle Crewmitglieder werden regelmäßig Tests unterzogen. 

*Preis pro Person auf Basis einer Doppelkabine inkl. Steuern und Hafengebühren. Dieser Preis gilt vorbehaltlich Verfügbarkeiten und basiert auf der Auslastung des jeweiligen Schiffes.

Text: PM PONANT