Schlagwort: Luxus

Exklusive Kollaboration: Regent Seven Seas Cruises® und Fabergé präsentieren das erste Fabergé-Ei, das dauerhaft auf See sein wird

Pressemitteilung

  • Das Design enthüllt eine bahnbrechende Premiere für Fabergé
  • Das exklusive individuell gestaltete Meisterwerk ‚Journey in Jewels‘ wird zum „Pièce de Résistance“ der millionenschweren Kunstsammlung auf Regents neuem Schiff – der Seven Seas Grandeur®
  • Neue „Spotlight-Voyages“ gewähren exklusiven Einblick in die Welt von Fabergé

Regent Seven Seas Cruises®, die weltweit führende Luxuskreuzfahrtreederei, und Fabergé, das bekannteste Juwelierhaus der Welt, kündigen eine besondere Zusammenarbeit an. Kreiert wird ein seltenes und einzigartiges Schmuckstück für das neueste Schiff der Reederei – die Seven Seas Grandeur, die im November 2023 in See sticht.


Journey in Jewels Fabergé-Ei, Bild: Fabergé

Gemeinsam haben die beiden führenden Unternehmen der Luxusbranche ein maßgeschneidertes Design für ein handgefertigtes Fabergé x Regent Seven Seas Cruises® Ei Objet vorgestellt, das die neue Kunstsammlung des Schiffes schmücken wird. Es ist das erste Fabergé-Ei-Objet, das sich dauerhaft auf See befinden wird. Diese einzigartige Kreation zeigt, wie die mächtigen natürlichen Elemente des Meeres „The Voyage“ erschaffen, und enthüllt eine Reihe von bahnbrechenden Neuheiten für Fabergé.

Die inspirierende Partnerschaft umfasst auch zwei exklusive „Spotlight Voyages“, die Gäste und Kunstliebhaber in die Welt von Fabergé eintauchen lassen. Unterstützt von renommierten Experten an Bord bekommen die Gäste so einen exklusiven Zugang zu Erlebnissen rund um Fabergé.

Das Fabergé x Regent Seven Seas Cruises® Ei-Objet trägt den Namen ‚Journey in Jewels‘ und wird das Glanzstück einer mehreren Millionen Dollar teuren, kuratierten Kunstsammlung, die erstmals auf der Seven Seas Grandeur zu sehen sein wird. Regent ist dafür bekannt, seinen Gästen Zugang zu außergewöhnlichen Kunstwerken von Künstlern wie Picasso, Miró und Chagall zu geben, die in der gesamten Flotte ausgestellt sind.

‚Journey in Jewels‘ ist unverkäuflich und wird nur für Gäste an Bord der mit Spannung erwarteten Seven Seas Grandeur zugänglich sein. Regent entschied sich für Fabergé als Partner für das zentrale Stück der Kunstsammlung, denn die ikonische Schmuckmarke ist Symbol für Perfektion, Handwerkskunst und das unermüdliche Streben nach Exzellenz. Außerdem hat Fabergé die besondere Gabe, einen Moment in der Zeit einzufangen und Geschichten und Kunstwerke zu schaffen, die Generationen überdauern. In ähnlicher Weise ist das neueste Schiff von Regent, die Seven Seas Grandeur, von der Vergangenheit inspiriert und wegweisend neu für die Zukunft gestaltet. Sie verkörpert die Heritage of Perfection der Reederei: Der Kombination aus einem unvergleichlichen Raumangebot, einzigartigem Service, einer außergewöhnlichen Küche und transformierenden Erlebnissen, die in dem Moment beginnen, in dem die Gäste an Bord kommen.

Um mehr über das Design des Ei-Objet zu erfahren, hier ein Video-Link: RSSC.com/faberge.


Video: Youtube/Regent Seven Seas Cruises

„Mit jedem neuen Schiff möchten wir, dass die Reise an Bord selbst ebenso entdeckungsreich und bereichernd ist , wie die Destinationen entlang der Strecke“, sagt Jason Montague, Präsident und CEO von Regent Seven Seas Cruises. „So hat auch jedes Fabergé Ei seine eigene Geschichte. Wir wussten, dass unser eigenes Fabergé x Regent-Ei zu einem beeindruckenden Kunstwerk wird, das unsere Gäste während ihrer Reise mit uns fasziniert und inspiriert. Es ist das perfekte Kunstwerk, um es an Bord unseres neuesten Schiffes, der Seven Seas Grandeur, zu platzieren.“

„Dass Fabergé ausgewählt wurde, das Kronjuwel der prestigeträchtigen Kunstsammlung der Seven Seas Grandeur zu sein, das dauerhaft auf See zu sehen sein wird, ist ein aufregender Meilenstein und eine Premiere in Fabergés 180-jährigen Geschichte“, sagte Josina von dem Bussche-Kessell, Fabergé Creative Director. „Es ist ein großes Privileg, eine kreative Hommage an das zu schaffen, das das Leben auf dem Meer zu einem so besonderen Erlebnis macht.“

Bahnbrechende Techniken – inspiriert von Kulturerbe, Natur und „The Voyage“

Als Remineszenz an die Bedeutung, die Regent Seven Seas Cruises und Fabergé dem kulturellem Erbe beimessen, ist das einzigartige „Journey in Jewels“-Ei-Objet vom ikonischen Fabergé-Winterei von 1913 inspiriert und stellt gleichzeitig die natürlichen Elemente des Meeres dar. So ist der dreistufige Sockel des Eies ein sanfter, kaskadenförmiger Wasserfall aus Meeresgrün und subtilem Türkis und beschwört Visionen von epischen Reisen auf dem Wasser herauf. Die beruhigenden, tiefblauen Wellen der äußeren Schale werden dabei immer heller, bevor sie sich in eine Gischt aus Perlen auflösen.

Zu den äußeren Merkmalen des Ei-Objet-Designs gehört eine bahnbrechende Ombre-Emaille-Schale. Es ist das erste Mal, dass Fabergé diese komplizierte Emailliertechnik auf einem Ei anwendet. Und damit ein wahrer Meilenstein für das Schmuckhaus. Denn das Emaillieren ist ansich schon eine unglaublich difizile technische Fertigkeit, die durch die zusätzliche Komplexität des Auftragens der Emaille auf eine gewölbte Oberfläche eines Ei-Objetss noch schwieriger wird.

Die äußere Eischale besteht aus sieben Lamellen, die die sieben Weltmeere repräsentieren. Sie können sich entfalten und werden eine Überraschung enthüllen, die im Inneren verborgen ist. Einzelheiten dazu bleiben bis zur Taufe der Seven Seas Grandeur im Jahr 2023 ein streng gehütetes Geheimnis.

Josina von dem Bussche-Kessell fährt fort: „Mit dem Ei Objet ‚Journey in Jewels‘ haben wir einige neue Emailliertechniken eingeführt und ehren gleichzeitig eines der wertvollsten und künstlerisch bezauberndsten historischen Fabergé Ei Objets, das Winterei. Auch nehmen wir mit atemberaubend feinen Details in den vielen Schichten dieses technisch fortschrittlichen Stücks sorgfältig auf die Naturschauspiele des Meeres Bezug.“

‚Journey in Jewels‘ ist ca. 18 cm hoch und hat einen dreistufigen Sockel, der den Öffnungsmechanismus des Eies verbirgt – es ist das erste Mal, dass Fabergé den Mechanismus auf diese Weise versteckt.

‚Journey in Jewels‘ wurde von Fabergés Designchefin Liisa Tallgren entworfen und wird in Handarbeit von einem der von Fabergé ernannten Werkmeister und einem engagierten Team von Kunsthandwerkern im Südosten Englands hergestellt. Von der Konzeption bis zur Fertigstellung des Eies vergehen 24 Monate, bis es dann im November 2023 im imposanten Atrium der Seven Seas Grandeur einen Ehrenplatz erhält.


Seven Seas Grandeur, Animation: Regent Seven Seas Cruises

Spotlight-Voyages rund um die Themenwelt von Fabergé

Zur Feier des ‚Journey in Jewels‘ Ei Objet haben Regent Seven Seas Cruises und Fabergé zwei neue Spotlight Voyages kreiert. Auf diesen besonderen Reisen können die Gäste mit einzigartigen Führungen und fesselnden Vorträgen in die Welt von Fabergé eintauchen.

Die erste exklusive Reise wird von Dr. Géza von Habsburg, kuratorischer Direktor Fabergé, an Bord der Seven Seas Splendor im Juni 2023 von Southampton (England) nach Stockholm (Schweden) begleitet. Die Gäste werden Fabergés Verbindung zu Großbritannien und dem britischen Königshaus erkunden, bevor sie nach Skandinavien weiterreisen, um die Ursprünge der Fabergé-Handwerker und die Fabergé-Sammlungen in Dänemark, Norwegen und Schweden zu entdecken.

Sarah Fabergé, Urenkelin von Peter Carl Fabergé und Gründungsmitglied des Fabergé Heritage Council, wird Jahr 2024 ebenfalls eine Reise an Bord der Seven Seas Grandeur organisieren.

Jason Montague weiter: „Diese neuen exklusiven Spotlight-Voyages sind von Fabergés zeitloser Anziehungskraft inspiriert und lüften den Schleier der unerzählten Geschichten über das Vermächtnis. Die Reisenden werden nicht nur in die reiche Kultur und das Erbe der weltweit führenden Schmuckmarke eintauchen, sondern auch das unvergleichliche Regent-Erlebnis genießen, das in 30 Jahren bis zur Perfektion verfeinert wurde.“

Weitere Details zu den zwei Fabergé Spotlight Voyages folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Weitere Informationen unter RSSC.com/faberge.

Text: PM Regent Seven Seas Cruises

Reedereisitz bleibt Hamburg: US-Investoren vor Sea Cloud Cruises-Übernahme

SEA CLOUD, Foto: enapress.com

Beide Seiten hatten monatelang über den Verkauf verhandelt: Am 1. Februar hat die amerikanische Investmentgesellschaft The Yacht Portfolio, zu der bereits die in Zusammenarbeit mit den von Oaktree Capital Management verwalteten Fonds entwickelte Start-up-Kreuzfahrtmarke The Ritz-Carlton Yacht Collection gehört, die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) zur Übernahme des ebenfalls im Luxussegment tätigen renommierten Hamburger Segelkreuzreisen-Anbieters Sea Cloud Cruises bestätigt.

Die von den Amerikanern ausgegangenen Verhandlungen hätten gezeigt, „dass beide Seiten ideale Partner sind, um ihre jeweiligen Marktpositionen zu stärken“, so der auch an den Schiffen beteiligte Hamburger Reeder Hermann Ebel, Gründer und Geschäftsführer von Sea Cloud Cruises. Das Unternehmen ist seit 1979 als exklusiver Anbieter von umweltfreundlichen Segelkreuzfahrten im 5-Sterne-Segment, insbesondere in Europa und den Vereinigten Staaten, bekannt.

Hermann Ebel an Bord der SEA CLOUD, Foto: enapress.com

„Mit The Yacht Portfolio werden die Weichen für viele weitere Jahre der erfolgreichen internationalen Vermarktung von Sea Cloud Cruises gestellt und die Basis für weiteres Unternehmens- und Flottenwachstum ist gelegt“, ist Ebel überzeugt.

„Sea Cloud bietet ein einzigartiges, umweltfreundliches Kreuzfahrterlebnis, das gut zu unserer kontinuierlichen Konzentration auf den Aufbau eines starken Portfolios von Nischen-Luxusmarken passt“, sagt Douglas Prothero, CEO von The Yacht Portfolio und The Ritz-Carlton Yacht Collection. „Wir freuen uns darauf, die Transaktion mit dem Sea Cloud-Team abzuschließen und die nächste Wachstumsphase der Marke im Bereich der Luxuskreuzfahrten zu unterstützen.“

Neben der Fortführung des erfolgreichen Geschäftsmodells bleibe der Hauptsitz von Sea Cloud Cruises in Hamburg und das erfahrene Mitarbeiterteam werde im Rahmen dieser Transaktion weiter beschäftigt. Damit sei sichergestellt, dass auch die persönlichen Beziehungen der Mitarbeiter zu allen Kunden und Geschäftspartnern erhalten bleiben. Die bestehenden Törnplanungen und Charterverpflichtungen werden fortgeführt, heißt es in einer Pressemitteilung dazu. Am Reedereisitz an der Alster in Hamburg sind rd. 45 Mitarbeiter tätig. Sie wurden, wie auch die Besatzungen der drei in Las Palmas pandemiebedingt aufliegenden Windjammer, Anfang der Woche über die Verkaufsabsichten informiert.

Flaggschiff der drei unter Malta-Flagge betriebenen Luxus-Großseglern mit den goldenen Adlern als Galionsfigur ist die legendäre Sea Cloud, eine 1931 in Kiel als Privatyacht für amerikanische Rechnung Hussar erbaute Viermastbark (109,5 m Länge, 2532 BRZ, 64 Gäste), die Ende der 70er Jahre nach wechselvollem Schicksal in marodem Zustand angekauft und nach Hamburg gebracht worden war. Zweitgrößtes Schiff ist die 2001 von der Gondan-Werft in Vigo erbaute Bark Sea Cloud II (117 m Länge, 3849 BRZ, 94 Gäste) und jüngster und größter Neubau das am 20. April 2021 von Metalships in Vigo übernommene sowie am 3. September letzten Jahres in Palma de Mallorca getaufte Dreimast-Vollschiff Sea Cloud Spirit (138 m Länge, 5431 BRZ, 136 Gäste). Die Sea Cloud Spirit soll am 2. April ihren Aufliegeplatz verlassen und nach einer Kanaren-Rundreise Ende April ins Mittelmeer versegeln. Der Restart der Sea Cloud II erfolgt am 23.4. in Malaga und die Sea Cloud startet am 29.4.2021 von Lissabon nach Valencia.

Mit der gemeinsam angestrebten „zügigen“ Umsetzung der Übernahme der als Vermarkter, Bereederer und technischer Manager tätigen Sea Cloud Cruises GmbH einschließlich der von ihr betriebenen und ebenfalls privaten Eigentumsgesellschaften gehörenden drei Kreuzfahrt-Rahsegler wird nicht nur die Präsenz von The Yacht Portfolio im Bereich der Luxuskreuzfahrten gestärkt, sondern bietet auch der dem amerikanischen Investor nahestehenden Mariott International-Hotelgruppe die Möglichkeit, über ihre anderen Luxusmarken in die Kreuzfahrtbranche einzusteigen. Darüber freut sich der ebenfalls von der Transaktion zwischen The Yacht Portfolio und Sea Cloud Cruises begeisterte Timothy Grisius, Global M&A und Real Estate Officer bei Mariott International.

Win-win-Transaktion statt Ausverkauf

Obwohl es sich nicht etwa um eine Fusion, sondern um einen Verkauf handelt, wird dieser Deal – entgegen des von Beobachtern befürchteten Ausverkaufs des in Privatbesitz befindlichen ikonischen Hamburger Windjammer-Trios an eine ausländische Fondsgesellschaft – von allen Beteiligten als win-win-Situation betrachtet.

Das wäre nicht nur aus Sicht der Hamburger Eigner nachvollziehbar, weil diese angesichts der anhaltenden Pandemie-Auswirkungen auf die Kreuzfahrt-Buchungen und das Chartergeschäft sowie die hohen finanziellen Belastungen nicht nur aus den erzwungenen Auflegungen, sondern auch durch den zu einem ungünstigen Zeitpunkt zögerlich erfolgten Zulauf des Neubaus in zunehmend schwierigeres finanzielles Fahrwasser zu geraten drohten.

Auch wenn der allgemein dramatische Wertverfall für Kreuzfahrttonnage nicht auf derartige individuelle und einzigartige Schiffe in Nischenmärkten übertragen werden kann, so dürfte doch der freie Verkauf einer intakten kompletten Marke und Flotte zum richtigen Zeitpunkt die beste Option sein, um Werterhalt und Zukunftsperspektiven für das Unternehmen zu sichern. Besonders attraktiv stellt sich die Situation für den Käufer dar, der seine Expansionspläne in diesem von wenigen Playern abgedeckten Nischensegment schneller und mit geringeren finanziellen Anstrengungen realisieren kann, als mit einer Neugründung und teuren Neubauten gegen etablierte Wettbewerber. Mit Sea Cloud Cruises gewinnt er stattdessen eine etablierte Marke mit besonderen Schiffen, die nicht nur ein stabiles Klientel mit hoher Repeater-Rate und vorhandenen Vertriebsstrukturen einbringt, sondern auch nicht das Gästepotenzial anderer eigener Konzernmarken kannibalisieren dürfte.

Soll im Mai debütieren: Die EVRIMA, das erste Schiff der The Ritz-Carlton Yacht Collection.

Start mit „Evrima“ zum vierten Mal verschoben

Wie kompliziert und zeitaufwändig der Start in den Luxuskreuzfahrtenmarkt sein kann, weiß die Ritz-Carlton-Hotelgruppe aus eigener schmerzlicher Erfahrung: Bis heute verfügt die auf Malta ansässige The Ritz-Carlton Yacht Collection über kein einziges Schiff. Nachdem der 2017 angekündigte Start mit der Evrima (IMO-No. 9823687) als erstem von ursprünglich drei geplanten und dann zwei bei der spanischen Werft Hijos de J. Barreras-Werft in Vigo bestellten megayachtähnlichen 25 401-BRZ-Luxuskreuzern für jeweils 298 Gäste in 149 Balkonsuiten nach werftseitigen Problemen und angeblichen Budgetüberschreitungen von mehr als 50 Mio. Dollar im Oktober 2019 zunächst um vier Monate von Februar auf den 14. Juni 2020 verschoben worden war, teilte die The Ritz-Carlton Yacht Collection einige Monate später mit, dass die am 10. Oktober 2018 vom Stapel gelaufene Evrima erst am 22. April 2021 zu ihrer ersten Reise von Lissabon nach Palma de Mallorca starten könne.

Im Januar 2021 war die Ablieferung des am 19. März des Jahres zur Komplettierung bei der Reparaturwerft Astilleros de Santander S.A. von Vigo nach Santander verschleppten Neubaus um ein drittes Mal – und zwar um drei Monate – auf Juli 2021 verschoben worden.

Die Mehrheit der Eigentümer der in Schwierigkeiten geratenen spanischen Bauwerft hatte inzwischen zugestimmt, dass die Kontrolle über die weiteren Aktivitäten zur zeitgerechten Abwicklung des Auftrags der Yacht Yard Co Ltd., übertragen werden. Dabei handelt es sich ein dem Auftraggeber des 190 m langen und mehr als 200 Mio. Dollar teuren Neubaus, der Cruise Yacht 1 Ltd., nahestehendes Unternehmen, das ebenfalls von Douglas Prothero, dem Chef der The Ritz Carlton Yacht Collection, geführt wird.

Nach der vierten und vorerst letzten Verschiebung wird derzeit die erste Reise als 11-Nächte-Trip mit Start am 6. Mai 2022 von Lissabon via Casablanca, Tanger und Malaga über die Balearen (Formentera, Ibiza, Mallorca und Menorca) mit Zielhafen Barcelona angeboten. JPM

Zeitloser Luxus

Nach der Crystal Symphony wurde nun auch die Crystal Serenity in Bremerhaven komplett renoviert und technisch upgedatet. Michael Wolf schaute sich die Neuerungen bei einer Fahrt an der US-amerikanischen Westküste an.

Ein Wintertag in Los Angeles präsentiert sich erfreulicherweise wettermäßig meist anders als hierzulande. Bei strahlendem Sonnenschein bietet sich heute von den Hügeln der Halbinsel bei San Pedro aus ein herrlicher Blick – in der einen Richtung auf die Skyline der Metropole mit den dem von hier aus winzigen Hollywood-Schriftzügen und den schneebedeckten Bergen. Auf der anderen Seite auf den Hafen von Los Angeles, im Hintergrund ist sogar Long Beach mit dem Kultschiff Queen Mary erkennbar, das hier als Hotelschiff sein Dasein fristet. Im Industriehafen liegt das World Cruise Terminal, das seinen großen Namen sicher irgendwann verdienen wird, hier wartet bereits die weiße Crystal Serenity auf ihre letzten Gäste.
Das Terminalgebäude hat den nostalgischen Charme einer Gepäckhalle aus anderen Zeiten. Das Ankommen auf dem Schiff ist dafür dann spektakulär: Im Rezeptionsbereich ist ein gutes Dutzend von mobilen Eincheck-Stationen aufgebaut, an denen freundliche Mitarbeiter nur auf uns zu warten scheinen. Ein guter Einstieg in den Luxus des Schiffes, dezent begleitet von einem Glas Champagner.
Das Atrium mit seinen Freitreppen, dem Wasserfall unter der beeindruckenden farbigen Glasmosaik-Kuppel präsentiert sich an diesem Dezembertag wie eine Weihnachtslandschaft: Verschneite Tannenbäume, Rentiere, Schlitten mit Geschenken, Märchenfiguren und natürlich Weihnachtsmänner in allen Variationen sind mit unglaublicher Liebe zum Detail hier und an allen öffentlichen Räumen des Schiffes platziert. Kaum eine andere Cruise Line bietet seinen Passagieren eine derart fast verschwenderische Weihnachtsdekoration wie Crystal Cruises.
Aber nicht nur wegen des weihnachtlichen Touches präsentiert sich die Crystal Serenity heute anders: Das Schiff wurde nach der Crystal Symphony im Rahmen des Erneuerungsprogrammes der Reederei komplett upgedatet. (Unsere letzte Schiffsbeschreibung finden Sie in an Bord 2-2016). 28 Tage dauerten die umfangreichen Renovierungsarbeiten auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven, die wie Crystal Cruises zur malaysischen Genting Gruppe gehört.

Foto: enapress.com

Gastronomie mit neuer Philosophie

Das bisherige an manchen Ecken etwas schwülstige Hauptrestaurant, der Crystal Dining Room mit seinen zwei Sitzungen, hat ausgedient. Es präsentiert sich jetzt in hellen frischen Farben mit blauen und beigen Akzenten, anderer Beleuchtung und mehr kleineren Tischen als zuvor, mehr Individualität ist gefragt. Der Name Waterside entstand zuerst auf den Flussschiffen von Crystal, ist jetzt flottenweit für die Hauptrestaurants mit ihren internationalen Menüs eingeführt. Ebenfalls übernommen wurde auch die Open Dining Politik: Innerhalb der Öffnungszeiten können die Gäste jetzt zu jeder Zeit ohne Reservierung essen.

Das ehemalige Lido Café hoch oben am Heck auf Deck 12 beherbergt in seinen Räumen mit dem schönen Außenbereich jetzt zwei Gastronomiekonzepte. Tagsüber bietet es als Marketplace großzügige Buffets sowie frische Küche. Abends verwandelt es sich in das brasilianische Restaurant Churrascaria mit südamerikanischen Cocktails, Tapas und Grillspezialitäten. Auf demselben Deck mittig entstand das Silk Kitchen & Bar (zuvor Tastes), wo unter anderem frische chinesische Wok-Gerichte und Suppen serviert werden. Getrennt durch eine living wall aus Grünpflanzen liegt auf der anderen Seite unverändert (gut) der Trident Grill für das späte Frühstück und Tagesgerichte oder Snacks sowie die umfangreiche, immer gut umlagerte, Eiscreme-Bar. Umi Uma ist der neue Name für das neu designte asiatische Restaurant (ehemals Silk Road & The Sushi Bar). Es serviert als einziges Restaurant auf See die Küche des mittlerweile fast global bekannten japanisch-peruanischen Master Chefs Nobu Matsuhisa. Sicher eine der besten Sushi-Küchen, die es derzeit gibt. Hier wie im italienischen Restaurant Prego besteht Reservierungspflicht, ein Besuch pro Fahrt ist kostenfrei, nur die Bewohner der größeren Suiten dürfen mehrfach gustieren. Sehenswert und ideal für die Kamera: das Grand Gala Buffet, das einmal pro Fahrt im Atrium von der Crew um den österreichischen Executive-Chef Franz Weiss in einer unglaublich aufwendigen Art aufgebaut wird. Sushi, Hummer, Austern – an mehr als zwanzig Stationen haben die Passagiere die Qual der Wahl.Auch hier wie in allen Restaurants und Bars wird eine große Auswahl von inkludierten Getränken angeboten, von Champagner bis zu unterschiedlichsten lokalen Weinen. Der deutsche Chef-Sommelier Tilmar Pfefferkorn aus Hamburg versteht seinen Job als Glücksfall. „Ich komme hier mit Weinen in Kontakt, die man sonst nie sehen würde“, sagt er. Und er kennt natürlich die eigenen Weingüter der Reederei in Kalifornien, deren Produkte auch an Bord ausgeschenkt werden. Einmal pro Jahr macht er in einem Weinland Urlaub, um sich neue Anregungen zu holen. „Besonders interessant wird es, wenn die Weine noch unbekannt sind. Deshalb geht es dieses Jahr für mich nach Polen.“

Intimität und Individualität

Teil des neuen Gastronomiekonzeptes ist auch der Umbau des Stardust Club, eine beliebte Lounge für Drinks, Livemusik und zum Tanzen auf Deck 6. Hier wurde nicht nur mit beige-braunen Farben und neuen Möbeln Akzente gesetzt, sondern auch ein komplett neues Licht- und Bühnensystem eingebaut. Der für Tischgruppen geschaffene Platz verhelfen der Lounge zu einer neuen Multinationalität: vom Bridge-Event bis zur Dinner-Show im dann neubenannten Stardust Supper Club. Dabei werden dieselben Menüs und Weine serviert wie im Waterside, dazu gibt es Unterhaltung vom bordeigenen Entertainment-Ensemble, in den Servierpausen kann dann zu den Klängen eines Streichquartettes getanzt werden. Da der Supper Club nur an ein bis zwei Abenden pro Fahrt performt, kommt allerdings nur ein Bruchteil der Passagiere in den Genuss der neuen Attraktion…..


Fotos: enapress.com


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