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Größtes Segelschiff der Welt jetzt mit Vertretung für deutschsprachige Märkte: M’Ocean zum Generalagenten der Golden Horizon ernannt

Pressemitteilung

Der Kreuzfahrt-Spezialist M´Ocean Reisen und Mehr GmbH hat die Repräsentanz für die Golden Horizon, das größte rahgetakelte Segelschiff der Welt, in den deutschsprachigen Märkten übernommen. Auftraggeber ist die Reederei Tradewind Voyages mit Sitz in Großbritannien, die seit 2020 das Schiff unter der Marke Tradewind Voyages betreibt.

Der neue Generalagent ist damit ab sofort Ansprechpartner für Anfragen und Buchungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Inhaber Robert Liersch sucht dabei auch die Zusammenarbeit mit Reisebüros und anderen Spezialisten.

Jeremy McKenna, Sales and Marketing Director von Tradewind Voyages, erklärt: „M´Ocean mit Robert Liersch und seinem Team sind nach sorgfältiger Sondierung ganz klar die erste Wahl als unsere Vertretung in diesem wichtigen Markt, denn sie bringen einen breiten Erfahrungsschatz in allen Bereichen der Seefahrt und ein starkes Netzwerk mit.“

Für Robert Liersch ist die Zusammenarbeit mit Tradewind Voyages ein weiteres wichtiges Kapitel in der 23-jährigen Firmengeschichte von M´Ocean: „Mit der Golden Horizon erweitern wir unser Portfolio um ein außergewöhnliches Schiff, das nostalgischen Charme mit Luxus verbindet und dabei umweltfreundlich ist“.

Die Golden Horizon ist ein nahezu identischer Nachbau der historischen France II, die Anfang des 20. Jahrhundert auf den Weltmeeren unterwegs war. Die Jungfernfahrt des neuen Großseglers für 272 Gäste startet am 1. Juli 2021 ab Harwich an der englischen Ostküste. Alle Routen der Golden Horizon wurden nach Wind- und Strömungskarten entworfen, so dass sie umweltschonend 70 Prozent ihrer Fahrtzeit unter Segeln zurücklegen kann. Darüber hinaus verfügt die Golden Horizon über eine Eisklasse, die ihr neue Fahrtgebiete erschließt.

Informations- und Buchungsanfragen sind ab sofort unter info@mocean.de oder Telefon: +49(0)6733-929798 möglich. Weitere Informationen liefert die neue Homepage von M‘Ocean: www.tradewind-segelreisen.de

Text: PM M’Ocean

„Kleine Gesten brachten Licht ins Dunkel“

M’Ocean ist eines der führenden Kreuzfahrtreisebüros in Deutschland. Sein Chef Robert Liersch im Interview mit an Bord zur Situation im Cruise-Markt.

Wie würden Sie das zu Ende gehende Jahr titulieren?

Als katastrophal! Wir arbeiten seit neun Monaten eigentlich ohne Einkommen. Da gab es nur noch Storno-Abwicklungen, Umbuchungen – und kein Geld, das hereinkam.

Robert Liersch,
Geschäftsführer M’Ocean

Foto: M’Ocean

Wie haben Sie sich in diesen Zeiten organisiert?

Ich bin natürlich froh, dass wir in Deutschland arbeiten. Der Staat hat uns die Kurzarbeit als Instrument an die Hand gegeben, mit der wir die in einem Unternehmen wichtigsten Personalkosten etwas abfedern konnten. Dennoch sind wir für unsere Kunden von 10-18h ansprechbar gewesen. Vor allem auch für die, die irgendwo auf der Welt hängengeblieben waren und für die wir bei den Stornos ein Ansprechpartner sein wollten. Ich sehe diesen Service einfach als Investition in die Zukunft.

Sind in diesen Zeiten Fehler von den Reedereien gemacht worden?

Von manchen Partnern gab es Unterstützung, von anderen überhaupt nicht. Wir haben uns oft allein gelassen gefühlt. Das würde ich im Nachhinein als Fehler bezeichnen. Jeder versuchte offensichtlich, diese neue Situation auf seine Art anzugehen, um das Chaos in den Griff zu bekommen.

Gibt es Beispiele für die einen wie die anderen?

Besonders positiv empfand ich die Reaktionen von z.B. Oceania, Ponant und Sea Cloud. Bei den großen Reedereien gab es dagegen eher Probleme, da waren einige einfach abgetaucht und nicht erreichbar.

Wie haben die Kunden reagiert?

90 Prozent unserer Gäste haben Verständnis für die Situation gezeigt. Wir haben sie in Newslettern, persönlichen Telefonaten und Mailings ständig informiert, ich denke sie sind gut abgeholt worden. Bei einigen wenigen war es aber auch mal schwierig.

Wie ist heute die Buchungssituation bei Ihnen für 2021 und 2022?

Ich stelle fest, dass vor allem kleine Reedereien tolle Buchungseingänge haben. Langsam kommt auch wieder Buchungswille bei den Gästen auf. Da hat die Nachricht von den Impfungen sicher geholfen. Aber noch ist nichts normal – früher hatten wir 3-4 Buchungen am Tag, jetzt pro Monat. Wir hatten und haben bis zu 90 Prozent Buchungsrückgänge im Vergleich zum Vorjahr.

Gibt es etwas, was sich aus dieser Krise lernen lässt?

Wir haben immer versucht, das Beste aus der Situation zu machen, aber wir wurden fremdbestimmt. Die Aktionen der Politik waren dabei oft konfus und unkoordiniert. Allein die ständig wechselnden Reisewarnungen haben die Bevölkerung komplett verunsichert.

Gab es auch positive Momente?

Es gab viele kleine positive Highlights, der Zuspruch von unserer Kunden beispielsweise. Wir haben sogar Spenden erhalten, teils im vierstelligen Bereich. Einige Kunden haben gefragt, was wir denn bei der abgesagten Reise verdient hätten und uns dieses Geld anschließend überwiesen. Einer meinte, dass sein Geld auf der Bank ohnehin keine Zinsen bringen würde, wir es momentan besser gebrauchen könnten, und hat sich einen Gutschein über mehrere tausend Euro von uns gekauft, den er zukünftig auf eine reale Buchung einlösen wollte. So etwas macht Mut und bringt Licht in das Dunkel.

Wie sieht es heute mit neuen Produkten und Angeboten bei M’Ocean aus?

Ich kann verkünden, dass wir ab sofort die deutsche Generalvertretung für Tradewind Voyages übernommen haben.
Sie besitzen das größte Segelschiff der Welt, die Golden Horizon, gebaut eigentlich für eine andere Reederei unter dem Namen Flying Clipper. Das Schiff wird unglaublich schöne Routen fahren zum Beispiel in Australien und dem Indischen Ozean. Es liegt dabei voll im ökologischen Trend, denn bis zu 70% der Strecken sollen nur mit Windkraft zurückgelegt werden.

Was ist Ihre persönliche Empfehlung für eine Kreuzfahrt?

Generell haben kleine Schiffe auch in diesen Tagen einen Vorteil gegenüber den Größeren, sie können auch andere ausgefallenere Routen fahren. Das hat Ponant sehr gut demonstriert mit den Reisen entlang der französischen Küsten, das kam gut an und ist daher auch eine Empfehlung von mir.

Wird man sich von der Kreuzfahrt in der bisherigen Form verabschieden müssen?

Ich war selbst vor Kurzem mit Costa um den italienischen Stiefel herum unterwegs, einfach um eine Kreuzfahrt unter Corona-Bedingungen selbst zu testen. Sehr angenehm dabei fand ich die geringe Auslastung an Bord – 450 Gäste statt 2800. Das Gesundheitskonzept war ebenfalls sehr überzeugend und ich habe mich zu jeder Zeit an Bord sehr sicher gefühlt. Darauf kam es mir an. Aber schon aus wirtschaftlichen Gründen wird es wohl so nicht bleiben können, dennoch hat mich das Konzept überzeugt.

Und ein Destinations-Tipp?

Meine Lieblingsdestinationen fangen alle mit A an: Alaska, Arktis, Antarktis und Amazonas. In Alaska war ich bereits achtmal unterwegs, die neunte Tour für 2021 steht an und ist bereits eingekauft.