Schlagwort: Neubau

Meyer Werft in Papenburg baut Nachfolger der Asuka II

NYK aus Japan vergibt weltweit ersten Auftrag seit Beginn der Pandemie

Die durch die Corona-Pandemie angeschlagene Meyer Werft hat den derzeit einzigen Neubauauftrag für ein Kreuzfahrtschiff an Land gezogen. Der Neubau für den japanischen Großkonzern NYK soll das aktuell größte japanische Kreuzfahrtschiff Asuka II ab 2025 ersetzen.

NYK gilt als eine der führenden japanischen Reedereien und gehört zu den größten Reedereien der Welt. Nach Angaben von Meyer-Werft-Chef Jan Meyer soll das neue Kreuzfahrtschiff einer Länge von rund 229 Metern und einer Breite von 29,8 Metern mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben werden. An Bord soll Platz für 385 Passagierkabinen sein.

Der Neubau, der über sein Joint-Venture geordert wurde, soll das bisher einzige Kreuzfahrtschiff von NYK, die Asuka II aus dem Jahr 1990 ersetzen. Sie wurde von Mitsubishi Heavy Industries im Auftrag von Crystal Cruises als Crystal Harmony gebaut und bedient aktuell als größtes Kreuzfahrtschiff Japans ein Premium- und Luxussegment.

Die Papenburger Schiffbauer, die seit Beginn der Corona-Pandemie ihr bis dato bis 2023 reichendes Auftragsbuch bis in das Jahr 2025 gestreckt haben, ist es damit gelungen, sich den weltweit ersten Neubauauftrag für ein Kreuzfahrtschiff sei Beginn der Pandemie zu sichern. Bisher stand mit dem dritten Kreuzfahrtschiff der Triton-Baureihe für Disney Cruise Line nur ein Schiff im Orderbuch der Meyer Werft für 2025.

Bei Werftchef Jan Meyer ist die Erleichterung nach der Auftragsvergabe groß: „Das ist ein weiterer, sehr wichtiger Schritt für die Standortsicherung in Papenburg. Für unser aktuelles Zukunftsprogramm mit enorm wichtigen Einsparungen und sehr vielen unterschiedlichen Maßnahmen sind neue Aufträge absolut notwendig“, so Meyer.

Der japanische Auftraggeber NYK ist Meyer zufolge „eine erstklassige Adresse“. Das Unternehmen zählt zu den größten Reedereien der Welt und betreibt mehr als 400 Schiffe, vorwiegend im Container- und RoRo-Transport.

Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe nach Papenburg sei die Erfahrung der Meyer Werft beim LNG-Antrieb von Kreuzfahrtschiffen gewesen, „aber auch unsere Qualität“, so Meyer. Seine Werft sei vor neun Jahren erstmals mit NYK ins Gespräch gekommen. Ihn freue der neue Auftrag auch umso mehr, da normalerweise zu 80 Prozent Aufträge im Schiffbau innerhalb Japans vergeben würden. „Wir haben unseren neuen Kunden aus Japan in dieser weltweit extrem schwierigen Marktsituation und weltweiter Konkurrenz mit dem besten Schiffskonzept, Innovationen, Qualität und einem für uns sehr herausfordernden Preis als neuen Kunden gewinnen können.“ 

Auch wenn NYK ein neuer Kunde für die Meyer Werft ist, haben die Papenburger in der Vergangenheit schon mehrfach für Kreuzfahrtschiff-Neubauten mit asiatischen Auftraggebern zusammengearbeitet. Erstmals wurden mit der Superstar Leo und der Superstar Virgo 1998 und 1999 Kreuzfahrtschiffe für Star Cruises gebaut. Die Superstar Leo und die Superstar Virgo waren seinerzeit weltweit die ersten Kreuzfahrtschiffe, auf denen Hubschrauber landen konnten. 

Zuletzt baute die Meyer Werft am Stammsitz in Papenburg mit der Genting Dream und der World Dream 2016 und 2017 Kreuzfahrtschiffe für jeweils 3300 Passagiere für die Reederei Dream Cruises. Sie gehört zum Genting Konzern aus Malaysia. Der Konzern hatte 2017 die MV Werften in Rostock, Wismar und Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern übernommen, baut dort aktuell mit der Global Dream das weltweit größte Kreuzfahrtschiff, ist aber durch die Corona-Pandemie ebenfalls stark angeschlagen.  Christoph Assies

Oceania Cruises enthüllt Details zum neuesten Flottenmitglied

Die Vista wird 2023 in See stechen und steht für einen „Blick in die Zukunft“

Pressemitteilung

Die internationale Kreuzfahrtreederei Oceania Cruises, die für ihre kulinarischen Angebote und außergewöhnlichen Routen bekannt ist, hat heute den Namen ihres neuesten Flottenmitglieds bekannt gegeben. Die Vista wird das erste von zwei neuen Schiffen der Allura-Klasse sein und Platz für 1.200 Gäste bieten. Das damit siebte Boutique-Schiff der Reederei wird in der italienischen Werft Fincantieri S.p.A. gebaut und soll ab 2023 auf Reisen gehen, gefolgt von einem Schwesterschiff im Jahr 2025.

Sie soll den Beginn eines neuen Zeitalters widerspiegeln und wird alle Merkmale des so geschätzten Kreuzfahrterlebnisses von Oceania Cruises verkörpern. Neben der „Feinsten Küche auf See“ und einer besonders hohen Servicequalität (Crew-Passagier-Verhältnis von 1/1,5) verfügt die Vista über ein warmes und einladendes Ambiente. Hinzu kommen mehrere einzigartige Premieren in den Bereichen Gastronomie und Gästeerlebnis.

„Oceania Cruises ist eine innovative und sich ständig weiterentwickelnde Marke“, erklärt Bob Binder, Präsident und CEO bei Oceania Cruises. „Wir denken stets über den eigenen Horizont hinaus und die Vista steht für unseren Blick in die Zukunft.“

Die Gäste dürfen sich auf den neuen und glamourösen The Grand Dining Room freuen, der über eine Raumhöhe von zwei Decks verfügt und durch seine zeitgenössische Interpretation der Belle Époque eine Hommage an die frühen 20er Jahre in Paris darstellt.

Details zu den neun zusätzlichen kulinarischen Erlebnissen an Bord der Vista sowie die luxuriösen, öffentlichen Bereiche und die geräumigen Suiten und Kabinen werden ab Mai 2021 enthüllt. Im September werden bereits die ersten Reisen zur Buchung freigegeben.

Das neueste Schiff der Allura-Klasse steht nicht nur für einen Blick in die Zukunft der Kreuzfahrtmarke Oceania Cruises, sondern auch für die Vision der zahlreichen Crewmitglieder des Unternehmens. Diese spielten eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des neuen Flottenmitglieds und begleiteten alle Schritte von der Konzeption über das Design bis hin zur Realität.

„Unsere Offiziere und Crewmitglieder bringen immer wieder großartige neue Ideen ein und wir setzen diese dann gemeinsam um. Mehr als jeder andere Unternehmensbereich von Oceania Cruises verdanken wir unseren Erfolg den Teams an Bord. Sie machten die Vista erst möglich und es ist uns eine Ehre, ihnen das Schiff zu widmen“, ergänzt Bob Binder.

Die Vista befindet sich derzeit im Bau in der italienischen Werft Fincantieri S.p.A. und wird Anfang 2023 auf Premierenreise gehen. Mit einer Größe von circa 67.000 Bruttoregistertonnen bietet das Schiff Platz für 1.200 Gäste sowie 800 Offiziere und Crewmitglieder. Dies sorgt für ein branchenführendes Platz-Gäste- und Crew-Gäste-Verhältnis. Ein noch unbenanntes Schwesterschiff wird im Jahr 2025 debütieren.

Text: PM Oceania Cruises

Video: Youtube/Oceania Cruises

Saga bolsters river cruise offer as new ship Spirit of the Danube is unveiled

Pressemitteilung (Englisch)

Saga, the leading provider of products and services for customers over the age of 50, is continuing to strengthen its river cruise range, adding the Spirit of the Danube to its fleet from 2022.

With a design inspired by the culture and nature found along the Danube, guests will have access to a range of first-class facilities onboard the ship including a lounge, library, bar and two restaurants. One of the restaurants will serve a signature dish from celebrity chef Mark Sargeant, who will also join the ship on a number of cruises once it enters service. The new ship will host a range of other celebrities on future cruises including TV presenter and natural historian Miranda Krestovnikoff, antiques expert and regular on BBC’s Antiques Roadshow, Eric Knowles as well as the renowned horticulturalist, Sir Roddy Llewellyn

A keel laying ceremony is taking place today in Vahali’s shipyard in Serbia, which marks the official start of the construction of the ship.  As per tradition, a lucky penny will be laid and will become embedded into the first piece of hull marking the start of construction.

Commenting on news, Saga Holidays CEO Chris Simmonds said: “Over the past few years, we’ve been focused on redefining river cruise range to provide a Saga designed experience for our guests. Spirit of the Danube joining the fleet marks an exciting milestone in this journey and we cannot wait until she joins her sister ship Spirit of the Rhine next year.  Guests will be able to enjoy a range of first-class facilities and we cannot wait to show everything our latest ship has to offer.”

The ship will have capacity for 190 guests on board when it departs on its inaugural cruise from Amsterdam. Future destinations guests will be able to explore from the ship include Budapest, Vienna, Rousse and Tulcea. Once launched, Spirit of the Danube will join Saga’s first river cruise ship, the Spirit of the Rhine, which is currently preparing for its inaugural cruise in May this year.

Saga has a wide range of river cruise and tours designed for people aged over 50 with some exciting new programmes to be launched on Spirit of the Danube later this month. Guests interested in receiving the new programme when it’s released can register their interest here.

The addition of the new ship comes as Saga announced that it would be mandatory for all guests to be fully vaccinated before travelling with the company. This decision was taken with the health and safety of customers as the number one priority. The new vaccination policy will be in addition to the detailed arrangements we have already put in place for when operations can restart.

Text: PM Saga Cruises

Longyearbyen: Tender-Neubau für Kooperation mit Ponant bestellt

Die Verwaltung des Spitzbergen-Hafens Longyearbyen hat mit der französischen Kreuzfahrtreederei Ponant eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Sie sieht den Bau und Betrieb eines Hafenlogistik-Schiffes zur Bedienung ihrer Expeditionsschiffe bei Anläufen dieses auch über einen Flughafen verfügenden und deshalb häufig auch für Passagierwechsel genutzten Arktis-Hafens vor. Hintergrund ist die wasserseitige Ver- und Entsorgung des neuen Flaggschiffes der Reederei, ihres derzeit beim norwegischen Vard-Werftbetrieb in Sövik in der Endausrüstung befindlichen ersten über die Eisklasse PC2 verfügenden Luxus-Expeditionsschiff-Neubaus Le Commandant Charcot, der mit seinem Tiefgang von 10 m an keinem der Kais von Longyearbyen direkt festmachen kann und deshalb auf Reede ankern muss. Wegen seines großen Tiefgangs war der auch u.a. mit verflüssigtem Erdgas (LNG) und Batterie zu betreibende 31757-BRZ-Polarexpeditionskreuzer bereits während seiner Komplettierungsphase von der norwegischen Vard-Werft nach Saint-Nazaire Frankreich verschleppt worden, weil vor Ort kein für die Installation der beiden je 17 MW leistenden-Azipod VI-Antriebe mit jeweils einem fünfflügeligen Propeller in den in Rumänien gebauten Kasko geeignetes Dock zur Verfügung stand.

Bei dem vom Port of Longyearbyen als Werft-Nr. 41 bei der erst 2012 gegründeten Werft Lextor Marin AS in Bolandet (Fosnavag) südlich von Alesund bestellten Neubau handelt es sich um einen 15 m langen und 5 m breiten Katamaran mit einer bis 20 t belastbaren Decksfläche von mehr als 40 Quadratmetern, der u.a. mit einem 8 t hebenden Faltkran im Vorschiffsbereich ausgerüstet wird. Seine Hauptaufgabe ist es, im Hafenbereich vor Anker liegende Schiffe nicht nur mit Versorgungsgütern, Ersatzteilen, Post, Gepäck usw. zu beliefern, sondern ihnen auch z. T. vorsortierte oder behandelte Abfälle sowie flüssiges Entsorgungsgut wie vegetabilische oder mineralische Altöle bzw. Schlämme oder Gemische (Sludge) zum Recycling bzw. Entsorgung abzunehmen. Als Antrieb kommen zwei Motoren mit einer Gesamtleistung von 660 PS zum Einbau, die auf feste Wellen und Propeller arbeiten. Zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit wird der mit den erforderlichen Kommunikations- und Navigationsanlagen auszustattende Tender, der nach Angaben von Hafenchef Kjetil Braten selbstverständlich bei Bedarf auch allen anderen Kunden des Hafens zur Verfügung steht, auch mit einem Bugstrahler ausgerüstet.

Foto: Le Commandant-Charcot © Ponant – Stirling Design International

Da die Indienststellung des neuen Tenders für Ende Juli dieses Jahres geplant ist, könnte es dann auch zu einer Premiere – wenn nicht auch Taufe – kommen, da am 24. Juli in Longyearbyen auch die verzögerte 15-Nächte Jungfern-Rundreise der Le Commandant Charcot zum geografischen Nordpol beginnen soll und sich die beiden Flaggschiff-Neubauten dann erstmals begegnen dürften. JPM

Trotz Milliardenverlusten kann Carnival 2021 auch ohne Einnahmen überleben

Der Nettoverlust in Miami ansässigen Carnival Corporation, zu deren neun Kreuzfahrtmarken auch die Costa-Gruppe mit ihrer deutschen Niederlassung AIDA Cruises gehört, hat sich aufgrund der Corona-Pandemie im vierten Quartal ihres Ende November endenden Geschäftsjahres 2020 auf 2,2 Mrd. Dollar erhöht. Vor einem Jahr war noch ein Gewinn von 423 Mio. US-Dollar ausgewiesen worden. Damit verfügte der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern nach Angaben seines Chief Financial Officer David Bernstein über liquide Mittel von 9,5 Mrd. Dollar. Sie würden ausreichen, um das Jahr 2021 auch in einem Umfeld ohne jegliche Einkünfte zu überleben.

Die durchschnittliche monatliche cash burn-Rate des Konzerns, an dem sich der saudi-arabische Staatsfonds PIF im April zum Schnäppchenkurs mit gut acht Prozent beteiligt hatte, lag im vierten Quartal 2020 bei 500 Mio. Dollar, sie dürfte im ersten Quartal 2021 nach den derzeitigen Erwartungen auf rd. 600 Mio. Dollar zunehmen.

Darüber, wann die gesamte Flotte der Carnival-Marken, zu denen neben Carnival Cruise Line und Costa mit AIDA auch Cunard, Holland America Line, Princess Cruises, Seabourn sowie P&O zählen, nach schon immer weiter nach hinten verschobenen Restarts wieder in Fahrt kommen könnte, wollte auch Carnival-Chef Arnold Donald keine konkrete Prognose wagen: Spätestens „bis zum Ende des Jahres“ wolle man wieder mit der gesamten Flotte am Start sein. Einen Wettbewerbsvorteil sehe man darin, dass die meisten der Marken die Mehrheit ihrer Kunden aus dem Umfeld ihrer wichtigsten Fahrtgebiete generieren. So könnten die einzelnen Marken unabhängig voneinander und von den Entwicklungen in den übrigen Quellmärkten wieder starten. Hoffnungen machen dabei die guten Buchungszahlen: Für die zweite Hälfte 2021 lägen die Zahlen im „historischen Durchschnitt“ und die Nachfrage für 2022 steige stetig. Aktuell liegen die Buchungen für nächstes Jahr über dem Niveau von 2019.

Im laufenden Jahr wollte der Konzern ursprünglich fünf Neubauten in Dienst gestellt werden. Laut eigener Aussage rechnet man nun allerdings nur noch mit der Auslieferung von einem Neubau im Geschäftsjahr 2021. Insgesamt hatte man wegen der Pandemie-Auswirkungen Lieferverzögerungen für 16 Neubauten mit den Werften ausgehandelt. Von ursprünglich für das Geschäftsjahr 2021 geplanten Zuläufen, darunter die AIDAcosma und Costa Toscana von der Meyer Werft-Gruppe soll lediglich die bei Fincantieri für die Holland America Line (HAL) in der Ausrüstung befindliche Rotterdam übernommen werden, nicht aber die Discovery Princess für Princess Cruises und Seabourn Venture für Seabourn Cruise Line.

Der Konzern setzt seine Kapazitätsreduzierungsmaßnahmen weiter fort und setzt dabei nicht nur auf positive Wirkungen der späteren Neubauablieferungen, sondern auch der sukzessive unter Auflagen erfolgenden Wiederinfahrtsetzung vorhandener Schiffe. Parallel wurden seit Beginn der Auflegungen erst für spätere Jahre geplante Schiffsverkäufe auf das Fiskaljahr 2020 vorgezogen. Nachdem noch im Juli die Trennung von 13 Einheiten geplant war, geht man jetzt von einem Flottenabbau um 19 Schiffe aus, von denen bereits 15 an die Käufer übergeben wurden. Die 19 abgängigen Schiffe repräsentieren rd. 13 Prozent der Vor-Corona-Kapazität und erbrachten nur drei Prozent des Betriebsergebnisses des Jahres 2019. JPM

Sea Cloud Spirit geht Ende April auf Jungfernfahrt

Pressemitteilung

Neuer Dreimaster verbindet Privatyacht-Atmosphäre mit traditioneller Segelkunst  

Der Termin für die Jungfernfahrt der Sea Cloud Spirit steht fest. Der neue Großsegler der Hamburger Reederei Sea Cloud Cruises wird am 22. April 2021 erstmals von Palma de Mallorca aus mit Passagieren in See stechen. Das 138 Meter lange Dreimast-Vollschiff soll zuvor ebenfalls in Palma getauft und anschließend in Dienst gestellt werden. Die Sea Cloud Spirit ist das dritte Schiff von Sea Cloud Cruises. Wie ihre Schwestern Sea Cloud und Sea Cloud II verbindet sie exklusive Privatyacht-Atmosphäre mit traditioneller Segelkunst zu einem außergewöhnlichen Reiseerlebnis.

Balkon-Kabinen sprechen neue Zielgruppe an

Mit ihrem jüngsten Schiff will Sea Cloud Cruises erneut Maßstäbe für besondere Segelkreuzfahrten setzen. Das Schiff für maximal 136 Passagiere ist die moderne Interpretation einer Legende, die 1931 mit dem Bau der Sea Cloud begann. Zu den Highlights des Großseglers zählen beispielsweise Balkon-Kabinen, die bislang wesentlich größeren Motorschiffen vorbehalten waren.

Die Sea Cloud Spirit ist die Antwort der Hamburger auf den Wunsch zahlreicher langjähriger Gäste nach einem zusätzlichen Schiff in der Flotte. Mit dem Windjammer spricht die Reederei zudem neue Zielgruppen an. Seit geraumer Zeit registriert Sea Cloud Cruises zusätzlich ein wachsendes Interesse von Gästen mit Kreuzfahrt-Erfahrung, die den großen Schiffen mit entsprechenden Passagierzahlen den Rücken kehren und dennoch auf Seereisen nicht verzichten wollen.

Fitness-Center mit Meerblick – Kulinarik auf Sterne-Niveau mit Restaurant und Bistro

Die Gäste der Jungfernfahrt kommen als erste in den Genuss des neuen Konzeptes, zu dem neben den großzügigen Balkon-Kabinen unter anderem ein separater Wellness- und Spa-Bereich sowie ein Fitness-Center mit Meerblick zählen. Zu den Standards an Bord aller Sea Cloud’s gehört die Kulinarik auf Sterne-Niveau. Neben dem „fine-dining“-Restaurant wird die Sea Cloud Spirit über ein Bistro auf dem Lido-Deck als zusätzliches gastronomisches Angebot verfügen.

Die Jungfernfahrt ist als zehntägige „Spanien-Rundfahrt“ konzipiert. Die Sea Cloud Spirit wird zunächst von Palma aus Ziele auf dem Festland wie Barcelona, Tarragona und Valencia ansteuern. Anschließend führt der Weg durch die Inselwelt der Balearen zurück nach Palma. Das Programm ist durch entspannende Tage auf See und ein abwechslungsreiches Kultur- und Ausflugsprogramm an Land geprägt.

Innenausbau des luxuriösen Großseglers geht in die Schlussphase

Die Sea Cloud Spirit wird derzeit auf der Werft Metalships & Docks im spanischen Vigo fertiggestellt. Die insgesamt 28 Segel mit einer Gesamtfläche von 4100 Quadratmetern sind bereits angeschlagen. Das Team der Werft und Spezialisten aus Deutschland und ganz Europa konzentrieren sich jetzt auf den Innenausbau des luxuriösen Segelschiffs. Nach einer ausführlichen Seeerprobung wird das Schiff im ersten Quartal 2021 an die Reederei übergeben und kurz vor der Jungfernfahrt im Hafen von Palma de Mallorca getauft.

Text: PM Sea Cloud Cruises

Es gibt nur einen „King James“

Der König ist tot, es lebe der König. Diese Redewendung scheint sich einmal mehr auch in der Kreuzfahrt zu etablieren. Konkret geht es um den Neubau Nummer 6274 der italienischen Fincantieri-Werft. Der Rumpf des 322 Meter langen Neubaus soll im Frühjahr in Monfalcone an der Adriaküste auf Kiel gelegt werden.

Die britische Traditionsmarke Cunard hatte um den Namen für ihr viertes Schiff bislang ein streng gehütetes Geheimnis gemacht. In der Szene kursieren als Favoriten „Queen Anne“ oder Mauretania.

Einen Fokus auf diese Namenssuche verursachte nun der Rechtsstreit zwischen dem amerikanischen Basketball-Star LeBron James und die Carnival Corporation, die Mutter von Cunard.

Caronia, Foto: Frank Behling

Carnival hatte im August 2019 den Namen „King James“ auch in den USA schützen zu lassen. Das geschah ausgerechnet zwei Monate vor dem offiziellen Brennstart des Schiffes bei Fincantieri. Im Juli 2020 gab die Bundesregierung in Washington dem Antrag von Carnival statt und erlaubte die Nutzung „King James“ als Markenzeichen auch in den USA.

Da Carnival den Namen auch für eine britische Tochter reserviert hat, fiel der Blick sofort auf Cunard und den noch namenlosen Neubau in Italien.

Für den Basketball-Star LeBron James kam die Reservierung dieses Markennamens in den USA einer Kriegserklärung gleich. Er fürchtete um seinen Instagram- und Twitter-Namen KingJames. Es folgten Monate der Streitigkeiten zwischen den Anwälten von Carnival und LeBron James. Am 26. November dann der überraschende Rückzug Carnivals. Man verzichtet in den USA auf die Nutzung der Marke „King James“.

Ob Carnival-Gründer und Aktionär Micky Arison mit LeBron James eine Einigung auf dem persönlichen Weg erreichte, blieb eine Spekulation. Beide kennen sich seit über zehn Jahren. Arison ist Besitzer des Basketball-Clubs Miami Heat, wo LeBron James vier Jahre sehr erfolgreich spielte.

Queen Mary 2, Fotos: enapress.com

Fest steht aber schon jetzt. Der fast 15-monatige Kampf um das Markenzeichen „King James“ hat mehr Aufmerksamkeit erzeugt, als jede Werbekampagne. Gleichzeitig sorgte sie in England für eine gewisse Erleichterung. „King James“ hat im Mutterland der Schifffahrt keine große Tradition. Gleichwohl ist der Markenname seit Januar in Großbritannien eingetragen.

Der 322 Meter lange Neubau von Cunard hat offiziell aber immer noch keinen Namen. Neben „King James“ stehen mit „King George V“ oder „Prince of Wales“ zwar zwei weitere königliche Namen mit einer starken Bindung zum Meer zur Wahl. Aber auch „Queen Anne“ oder eine Neuauflage der Queen Elizabeth 2 werden in Foren gehandelt. Dort werden von Fans der britischen Seefahrtsgeschichte aber auch Cunard-Traditionsnamen wie Caronia, Mauretania oder Aquitania immer wieder favorisiert.

Wann die Namensvergabe öffentlich gemacht wird, ist noch unklar. Die Corona-Pandemie hat auch die Cunard-Flotte lahmgelegt. Die Queen Mary 2, Queen Elizabeth und Queen Victoria dümpeln seit Monaten vor der englischen Südküste.

Der Ablieferungstermin des Cunard-Neubaus wurde bereits von 2022 auf 2023 geschoben, da auch in Großbritannien eine neue Perspektive fürs Kreuzfahrtgeschäft unter Corona-Bedingungen erarbeitet wird. FB

„Starke Nachfrage für Frankreich“

Sie wurde vor kurzem von dem amerikanischen Magazin Inc. zu einer der erfolgreichsten Geschäftsfrauen in den USA gewählt. Die geborene Dresdnerin Kristin Karst hat vor 18 Jahren zusammen mit ihrem Mann Rudi und Partnern eine der führenden amerikanischen Flusskreuzfahrtgesellschaften gegründet. Michael Wolf sprach mit ihr über die letzten Entwicklungen und Post-Covid-Plänen bei AmaWaterways.

Wie ist die Bilanz der Präsenz von AmaWaterways auf dem deutschen Markt in diesem Jahr?

Ursprünglich war geplant, bis Anfang November zu fahren. Aber als die Buchungszahlen im September und Oktober stark nach oben gingen, haben wir uns gemeinsam mit e-hoi entschlossen, das Angebot zu verlängern. Die Reisen zu den Festtagen waren schon gut gebucht. Aber dann kamen die Reiserestriktionen und erneuten Lockdowns.

Kristin Karst und Rudi Schreiner in der Owner-Suite von AmaMagna, Foto: enapress.com

Was für Perspektiven gibt es für das nächste Jahr?

e-hoi ist sehr interessiert, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Ich weiß auch jetzt noch nicht, ob wir im März oder April schon wieder mit amerikanischen Gästen fahren können, das steht noch in den Sternen. Vielleicht gibt es bis dahin wirklich schon eine Impfung für den Großteil der Bevölkerung. Dennoch glaube ich nicht, dass wir in diesem Fall gleich zu Anfang alle Schiffe einsetzen würden. Die Buchungen aus dem amerikanischen Markt sind für den Frühling zurückhaltend, vieles wurde auf den Herbst und das folgende Jahr umgebucht. Also denke ich schon, dass wir einen Einsatz im deutschen Markt mit einer solchen Zusammenarbeit fortsetzen könnten.

Wäre es auch denkbar, ein Schiff für den europäischen Markt fahren zu lassen vielleicht mit einem adaptierten Preismodell und dennoch mit den anderen Schiffen den US-Markt parallel zu bedienen?

Vorstellen können wir uns alles. So wäre auch die Möglichkeit einer last-minute-Buchung für Restplätze oder freigewordene Charter denkbar. Interessant wären auch UK, Spanien und andere europäische Märkte.

AmaWaterways hat gerade zwei Schiffe nach Frankreich auf die Seine und die Rhône verlegt. Warum?

Schon vor der Pandemie hatten wir eine starke Nachfrage für beide Flüsse, auf denen wir jeweils nur ein Schiff hatten. Da wir Neuzugänge für den Rhein bekommen und genügend Schiffe auf der Donau, haben wir uns für den Transfer entschieden.

Foto: AmaWaterways

Gibt es bei den Destinationen in Frankreich oder im Ablauf Neuigkeiten?

Wir werden mit der AmaDante One-Way-Cruises zwischen Paris und Le Havre fahren. Von Le Havre bieten wir ein Pre- oder Post-Programm nach Saint-Malo und dem Mont St. Michel. Von dort aus geht es dann direkt nach Paris zurück, wo vor und nach der Cruise ein Aufenthalt geplant ist. Das ist auch für das Thema Nachhaltigkeit interessant – es wird bei dieser Cruise nur die Hälfte der Strecke gefahren wie üblich. Wir werden in einigen Häfen über Nacht bleiben und kommen damit auch dem Wunsch der Gäste nach, die abends noch ausgehen möchten. Viele mögen auch nicht nachts fahren, um die Landschaft nicht zu versäumen. Bei den Rhône-Fahrten sind Zusatzaufenthalte in Genf oder Barcelona optional. Die Fahrpläne bis Ende 2022 sind auf unserer Website, wir werden dann wahrscheinlich Anfang des nächsten Jahres den Verkauf für 2023 aufmachen, weil wir bereits etliche Anfragen haben.

Lohnt sich der teure Transfer der Schiffe nach Frankreich denn?

Wir hatten das Glück, beide auf demselben Hubschiff transportieren zu können. Dennoch ist die Investition nicht billig. Wir glauben aber, dass die Nachfrage für diese wirklich schönen Routen sehr groß sein wird.

Wäre der französische Markt als Quellmarkt interessant für AmaWaterways?

Derzeit ist der Markt wahrscheinlich noch nicht bereit für unsere Preise. Wir wollen auch unser Produkt nicht verändern, um weiterhin den Luxus anbieten zu können, für den wir bekannt sind.

Wie hat sich das Buchungsverhalten der Gäste in den letzten Monaten geändert?

Es gibt beim Buchen derzeit zwei Trends. Zum einen wird es ein extrem kurzfristiges Buchungsverhalten geben von allen Märkten, wenn das Cruisen wieder möglich ist. Zum anderen aber ein extrem langfristiges, zum Beispiel für Familienfeiern oder Geburtstage.

Le Havre, Foto: enapress.com

Wie ist die Buchungslage für 2021?

Wir sehen jetzt, dass im Augenblick für das Frühjahr und den Sommer nicht mehr so viel gebucht wird wie anfangs. Dafür sind die Buchungen für Herbst und Winter enorm. Schon heute haben wir über 50% feste Buchungen für die Festtagsreisen im nächsten Jahr.

Im nächsten Jahr sind für AmaWaterways drei Neubauten angesagt. Sind bei denen bereits bauliche Voraussetzungen für die neuen Reisebedingungen in Pandemiezeiten geschaffen worden?

Zwei Schiffe, die AmaLucia und die AmaSiena, sind für den Rhein, die AmaDahlia für Ägypten vorgesehen. Darüber hinaus kommen zwei Schiffe, die AmaBella und die AmaVerde von einem australischen Langzeitcharter in die Flotte zurück, die derzeit komplett renoviert und nach den neuen Richtlinien umgebaut werden. Das heißt also: die Buffets werden komplett eliminiert, dafür gibt es mehrere sogenannte Action Stations. Die Station für Eierspeisen gab es ja schon immer, jetzt wird dies erweitert durch einzelne Kochstationen, an denen bestimmte Spezialitäten entstehen, die dann dem Gast serviert werden. Wir haben das auf unserem Mekong-Schiff bereits ausprobiert, es ist ein großer Erfolg. Gleichzeitig entsteht dadurch mehr Platz im Restaurant. Darüber hinaus bieten wir auch das Riverview-Dining für alle Gäste an, das private Dinner auf der Suite oder dem Balkon. Bis jetzt konnten wir wegen der Pandemie maximal 100 Gäste mitnehmen, wie sich das im nächsten Jahr entwickelt, wissen wir noch nicht. Zumindest ist klar, dass mit den neuen Massnahmen bei allen Mahlzeiten auch eine signifikante Aufstockung der Crew verbunden sein wird, um diesen Mehr-Service durchzuführen. Das würde dann eventuell auch zu einer Restrukturierung auf den Restaurantdecks führen, da müssten eventuell einige Passagierkabinen für die Crew eingesetzt werden.

AmaDahlia, Foto: AmaWaterways

Sind die Pläne für das ägyptische Schiff jetzt abgeschlossen?

Ja, das Schiff wird wunderschön. Die ersten drei Monate von September bis Dezember nächsten Jahres sind schon jetzt zu 75% gebucht. Die Jungfernreise wird am 6. September stattfinden.

Für die beiden anderen Schiffe war eine Doppeltaufe im Juli geplant.

Wir müssen jetzt natürlich abwarten, wie die Entwicklung der Reisemöglichkeiten für die US-Gäste zu Beginn des nächsten Jahres sein wird. Die Taufpaten sind Amerikaner, ohne die geht es schlecht. Für die AmaSiena wird es Debbie Fiorino, die COO von World Travel Holding, werden, für die AmaLucia die beiden Kinder eines Geschäftspartners.

Fotos: AmaWaterways, enapress.com

Erste GreenShip-Fähre für TT-Line in China aufgeschwommen

Die erste der beiden von der in Travemünde ansässigen TT-Line Ende 2018 in China bestellten Dual Fuel-RoPax-Fähren hat nunmehr Wasser unter ihrem Kiel: Am 10. November konnte der 230 m lange und 31 m breite Rohbau nach dem Aufschwimmen im Baudock der China Merchants Jiangsu Jinling-Werft in Nanjing mit Schlepper-Assistenz an den Ausrüstungskai verholt werden.

Bei dem mit verflüssigtem Erdgas (LNG) zu betreibenden Neubau, dessen erster Stahlschnitt ein Jahr nach der Bestellung – am 19.12.2019 – erfolgt war, handelt es sich um die erste von zwei Einheiten des neuen GreenShip-Typs der Reederei, der als umweltfreundlichstes Schiff der Reedereigeschichte die maximale Punktzahl von 5 Sternen in der unabhängigen Clean Shipping Index-Bewertung erreichen soll.

Nach Reedereiangaben können damit jährlich 93 Prozent Feinstaub und 98 Prozent Schwefeloxide im Vergleich zum (alternativ möglichen) Einsatz von Dieselkraftstoff (MGO) als Treibstoff eingespart werden. Zudem würden die Stickoxide um 82 Prozent und die CO2-Emissionen um bis zu 60 Prozent pro transportierter Ladeeinheit reduziert. Die Mehrkosten des LNG-Antriebs werden durch eine Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) abgemildert.

Das für 800 Passagiere und mehr als 200 Sattelzüge ausgelegte und noch namenlose Typschiff soll im Laufe des Jahres 2022 geliefert und im Liniendienst der TT-Line in der südlichen Ostsee eingesetzt werden. JPM

SE-Tours bekommt Nachwuchs

Unser „Baby“ kann schon schwimmen …

Pressemitteilung

Sie hört auf den hübschen Namen Albertina und macht ihrer Familie schon vor der Taufe viel Freude. Denn ihre Entwicklung entspricht nicht nur den Erwartungen, sondern übertrifft sie sogar.

Die MS Albertina ist der erste Schiffs-Neubau von SE-Tours, und verkörpert die neue Generation des Rad- und Schiffsreisen-Anbieters. Die Arbeiten in einer Slowakischen Werft gehen flott voran. Neueste Meldungen besagen, dass das 4-Sterne Plus-Schiff schon jetzt schwimmfähig ist. Auch die Arbeiten für das helle, elegante Innen-Design liegen weit vor dem Plan. Ein Zeichen dafür, dass hier kein Corona-Trübsal geblasen sondern mit viel Optimismus aufs nächste Jahr geschaut wird.

Foto: SE – Tours GmbH

Ende Mai 2021 wird die Albertina als neue Flussschiff-Beauty auf Donauwellen tanzen. Auf dem Cruise-Plan stehen zunächst einwöchige Kreuzfahrten „Donauwalzer – Wachau, Puszta und Wiener Melange“ ab/bis Passau (ab 949 €). Ab 4. Oktober geht’s dann zu 15-Tage-Reisen „Im Walzertakt durch 7 Länder“ bis Cernavoda/Rumänien.

Text: PM SE – Tours GmbH