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Corona: Keine Entspannung in Norwegen

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie ist auch in Norwegen bislang nicht zu stoppen gewesen. Da sich die Zahlen gerade in den Regionen um die großen Städte Oslo und Bergen nicht senken lassen, droht auch in Norwegen ein längerer und härterer Lockdown. Die Regierung hat keine Erleichterungen für den Reiseverkehr in Aussicht gestellt. 450 Personen sind auf den Intensivstationen der Krankenhäuser.

Die Reederei Color Line richtet sich deshalb auf eine längere Unterbrechung des Passagierverkehrs mit Fähren nach Norwegen ein. Lediglich die Frachtfähre Color Carrier sowie die Superspeed-Fähren sind aktiv im Einsatz.

Am 4. Januar hatte die Color Line den Passagierverkehr zwischen Kiel und Oslo für zunächst zwei Wochen ausgesetzt. Da sich die Infektionslage in Norwegen in dieser Zeit nicht entspannt hat, wird diese Pause fortgesetzt.

Derzeit ist auch noch offen, wann es wieder eine normale Einreise von Touristen nach Norwegen geben wird. Planung für Reisen im Frühjahr sind derzeit nicht möglich. Die norwegische Regierung unter Führung von Ministerpräsidentin Erna Solberg hatte zuletzt Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität eine Absage erteilt. „Man befinde sich in einer sehr ernsten Situation“, so Solberg.

Die Infektionszahlen sind auch in Norwegen in den ersten Januartagen stark gestiegen. So gab es in der zweiten Januarwoche zum Teil 500 bis 700 Neuinfektionen pro Tag in Norwegen. Sollten sich diese Zahlen festigen, wird nicht mit einer schnellen Normalisierung des Reiseverkehrs 2021 nach Norwegen gerechnet.

Es gibt aber auch einen Lichtblick. Am 14. Januar gab es an einem Tag mit 75 Neuinfektionen den niedrigsten Wert seit dem 12. September. Von Entwarnung will die norwegische Gesundheitsbehörde NIPH aber deshalb nicht sprechen. FB

Norwegen weitet Lockdown aus

Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg bleibt bei ihrem harten und kompromisslosen Kurs in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Am 5. Januar musste deshalb auch die Color Line die Beförderung norwegischer Passagiere bei Kurzkreuzfahrten einstellen.

Nach dem zweiten Lockdown im September hatte die Regierung der Reederei zumindest die Beförderung von norwegischen Passagieren auf der Route Oslo-Kiel erlaubt. Da aber auch in Norwegen die Infektionszahlen weiter steigen, sind auch dort jetzt alle touristischen Reiseaktivitäten bis auf weiteres untersagt.

Die Color Magic steuerte deshalb am 5. Januar einen Liegeplatz in Oslo an und bleibt zusammen mit ihrer bereits seit November aufliegenden Schwester Color Fantasy an der Pier.

Nur die Frachtfähre Color Carrier pendelt weiter zwischen Oslo und Kiel. Auf einer Pressekonferenz stimmte Solberg die Norweger auf einen längeren Kampf gegen die Pandemie ein. Zu Fragen für den Sommer machte die Regierung noch keine Ansagen und verwies auf die Gesundheitsbehörden.

Bei der Color Line Zuvor hatte es im Dezember elf positive Corona-Tests in der Crew der Color Magic gegeben. Die Fähre musste eine Woche in Oslo an der Pier bleiben.

In Norwegen gelten seit dem 6. Januar auch strenge Kontaktbeschränkungen. Alkohol darf nicht mehr in der Öffentlichkeit getrunken werden und in Innenräumen dürfen bei öffentlichen Veranstaltungen nur noch zehn Besucher zusammenkommen.

Die Fähren nach Dänemark sowie die Flughäfen sind aber weiterhin geöffnet. Anders als in Deutschland bleiben in Norwegen auch die Restaurants weiter geöffnet. Freizeitaktivitäten wie der Wintersport sind ausdrücklich erlaubt.

Die Color Magic hatte bis zur Einstellung im Schnitt 900 bis 1000 Passagiere als Kreuzfahrtgäste befördert. Die Passagiere durften in Kiel aber weder von Bord noch Kontakt mit deutschem Personal haben.

Als direkte Konsequenz hatte die Reederei am 6. Januar 500 Mitarbeiter von den Schiffen entlassen. Zuvor waren im Herbst bereits 1000 der rund 2200 Mitarbeiter entlassen worden. Vier der sieben Schiffe der Flotte liegen jetzt auf. FB

HANSEATIC spirit: Dritter Expeditionsneubau verholt nach Norwegen

Pressemitteilung

  • Bauprozess des dritten Expeditionsneubaus schreitet voran
  • Überführung von der VARD Niederlassung in Tuclea zur VARD Langsten Werft bei Ålesund
  • Zurückzulegende Strecke: rund 4.000 Seemeilen
  • Dauer: 24 bis 28 Tage

Die HANSEATIC spirit, der dritte Expeditionsneubau von Hapag-Lloyd Cruises, hat ihre Überführung vom rumänischen Standort der VARD Group in Tulcea zur Langsten Werft in Norwegen begonnen. Seit ihrem Stahlschnitt im Juni 2019 wurde die Außenhülle des Expeditionsschiffes in Rumänien fertiggestellt. Weitere Arbeiten, wie der Innenausbau, erfolgen nach Ankunft in Norwegen.

Der Bauprozess der HANSEATIC spirit schreitet kontinuierlich voran. Heute hat die Überführung des Schiffrohbaus vom rumänischen Standort der Vard Group in Tulcea zur norwegischen Langsten Werft begonnen. Die HANSEATIC spirit, das Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen HANSEATIC nature und HANSEATIC inspiration, wird die neue Expeditionsklasse des Hamburger Kreuzfahrtunternehmens komplettieren, wenn sie im Frühjahr 2021 in die Flotte aufgenommen wird.

Foto: Hapag-Lloyd Cruises

Der Schiffsrohbau wird hierbei mit einem Hochseeschlepper nach Norwegen geschleppt. Die Strecke beträgt rund 4.000 Seemeilen und wird wetterabhängig bei einer Geschwindigkeit von sechs bis acht Knoten rund 24 bis 28 Tage dauern. Der Schiffskörper wiegt im derzeitigen Fertigungsprozess rund 6.500 Tonnen.

Die drei Schiffe der neuen Expeditionsklasse verfügen über die höchste Eisklasse für Passagierschiffe (PC6) und folgen der Philosophie „Inspired by nature“. Ausgestattet nach den höchsten Standards und mit modernster Umwelttechnik werden die kleinen, wendigen Schiffe Reisen in die polaren Regionen der Arktis und Antarktis ebenso wie zu Warmwasserzielen, so den Amazonas oder die Südsee, anbieten. Auch europäische Ziele werden angesteuert. Die Schiffe der neuen Expeditionsklasse bieten Platz für maximal 230 Gäste, bei Antarktisreisen und Spitzbergenumrundungen für 199 Gäste.

Text: PM Hapag-Lloyd Cruises

Norwegen setzt auf „grüne“ Schifffahrt

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der norwegischen maritimen Industrie zu verbessern, sollen gute und zukunftsorientierte Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das geht aus dem Bericht „Grüner und intelligenter – die maritime Industrie von morgen“ hervor, den das Ministerium für Handel und Industrie dem Parlament (Storting) am 4. Dezember 2020 vorgelegt hat. Danach legt die Regierung den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Förderung der Entwicklung einer klima- und umweltfreundlichen Schifffahrt, die Digitalisierung des maritimen Sektors und die weitere Stärkung der norwegischen maritimen Kompetenz. Unter anderem werden in dem Dokument neue Kriterien für Ausschreibungen staatlicher Aufträge im maritimen Bereich angekündigt. 

„Die Regierung hält an ihrem Bestreben fest, die Emissionen der innernorwegischen Schifffahrt und der Fischerei bis 2030 zu halbieren und will weiterhin an der Entwicklung bestehender und neuer Instrumente arbeiten, um dieses Ziel zu erreichen“, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg. Die Regierung werde neue Emissions-Kriterien für Ausschreibungen von Fährverbindungen einführen, die im Jahr 2023 verfügbar sind. Neue Ausschreibungskriterien soll es ab 2025 auch für schnelle Schiffe geben.

Darüber hinaus wird die Regierung klimabedingte Anforderungen bei der öffentlichen Beschaffung unter anderem von Seeverkehrsdiensten ab 2023 stärker berücksichtigen. Auch sollen bestimmte Anforderungen hinsichtlich emissionsarmer und emissionsfreier Lösungen für Serviceschiffe in der Aquakulturindustrie schrittweise ab 2024 eingeführt werden. Für Offshore-Schiffe will die Regierung 2021 dem Storting einen Vorschlag unterbreiten, wie die Schaffung emissionsfreier und emissionsarmer Lösungen für Spezialschiffe in der Offshore-Ölförderung weiterverfolgt werden soll. 

In norwegischen Gewässern gibt es schon heute mehrere Schiffe – vor allem im Fährbereich-, die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) und Batterien betrieben werden. Bis 2022 werden voraussichtlich 70 Fähren mit Batterieantrieb verkehren. Darüber hinaus sollen bereits 2021 auch die ersten Schiffe in Fahrt kommen, die Wasserstoff als Brennstoff nutzen. JPM 

Einigung über 75 Mio. NOK für Stad-Schiffstunnel

Norwegens Regierungsparteien haben sich am 1. Dezember mit der Fortschrittspartei auf das Haushaltsbudget für 2021 geeinigt. Darin sind auch umfangreiche Investitionen für die maritime Industrie vorgesehen. So stehen jetzt auch 75 Millionen NOK bereit, um mit den Arbeiten an dem unter der Halbinsel Stadlandet in der westnorwegischen Provinz Fylke Vestland geplanten halbkreisförmigen Schiffstunnel zu beginnen.

Durch die Bohrung eines 36 m breiten und 49 m hohen Tunnels, der durch eine Wassertiefe von 12 m Kreuzfahrtschiffen und Frachtern die Passage erlaubt, soll der Schiffsverkehr zwischen den Fjorden sicherer und zuverlässiger werden. Das Fahrwasser des 1,7 km langen Tunnels, der den Moldefjord im Westen bei Eide mit dem Vanylsfjord im Osten bei Kjöde verbindet, soll auf der Höhe des Wasserspiegels 26,5 m breit sein und eine maximale Durchfahrtshöhe von 37 m ermöglichen.

Für den Bau sind rd. drei Millionen Kubikmeter Gestein aus dem Fels zu sprengen. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen, die Fertigstellung ist für 2025 geplant. Die auf rd 2,699 Mrd. NOK (ca. 275 Mio. Euro) veranschlagten Kosten sollen etwa zur Hälfte von der Industrie aufgebracht werden. JPM

Neubauten müssen mit Wasserstoff betrieben werden

Norwegen forciert die emissionsfreie Schifffahrt durch Verknüpfung öffentlicher Neubauaufträge mit der Bedingung, Wasserstoff als umweltfreundlichen Brennstoff für den Antrieb zu nutzen. So sollen zwischen Bodø und Moskenes (Lofoten), auf der längsten Fährverbindung Norwegens, ab 2024 vier neue Fähren zum Einsatz kommen, die mit Wasserstoff betrieben werden.

Das Projekt gilt als ein wichtiger Start für die großtechnische Wasserstoffproduktion in Norwegen. Gleichzeitig mit dem Übergang zur emissionsfreien Technologie wird die Kapazität der Verbindung erhöht. Die vier Fähren in der nächsten Ausschreibungsperiode für die Route bieten Platz für 120 Autos, 12 LKWs und mindestens so viele Passagiere wie heute. Ganzjährig werden zwei Hauptschiffe eingesetzt, während im Sommer zwei zusätzliche Fähren in Betrieb sein sollen. Die Ausschreibung beinhaltet auch die Möglichkeit, bei Bedarf ein fünftes Schiff in die Verbindung aufzunehmen.

Die neuen Fähren sollen die CO2-Emissionen in der Vestfjordverbindung um 26.500 Tonnen pro Jahr reduzieren, verglichen mit den derzeitigen Fähren, die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben werden. Dies entspricht den jährlichen Emissionen von 13.000 Dieselfahrzeugen.

„Norwegen ist weltweit führend in der Umwelttechnologie in der maritimen Industrie. Wir haben die Möglichkeit, die öffentliche Beschaffung für Fährdienste zu nutzen, um die besten Lösungen für emissionsfreie Fähren zu entwickeln. Wasserstoff ist eine Lösung, die die herausfordernden Bedingungen in diesem Zusammenhang gut bewältigt”, sagt Verkehrsminister Knut Arild Hareide. Gefordert werde, dass die Wasserstofffähre genauso sicher sein muss wie eine normale Fähre. Die Reederei, die die Verbindung betreiben soll, müsse Genehmigungen einholen, unter anderem von der norwegischen Seeverkehrsdirektion und der Direktion für Katastrophenschutz und Notfallplanung.

Die norwegische öffentliche Straßenverwaltung wird in Kürze Fährunternehmen, Wasserstofflieferanten und andere interessierte Akteure zu einer Dialogkonferenz einladen. Die endgültige Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen ist für Dezember geplant. Die Frist für die Angebotsabgabe ist auf April festgelegt. Die Verträge sollen vor dem Sommer 2021 unterzeichnet werden. Die Ausschreibungsfrist für die Route beträgt 15 Jahre und ist damit fünf Jahre länger als der derzeitige Vertrag. 

Bereits im kommenden Jahr soll erstmals eine Wasserstofffähre auf der Verbindung Hjelmeland-Nesvik in Rogaland eingesetzt werden. Seit der Bekanntgabe dieses Vertrags im Jahr 2017 haben die maritime Industrie, Wasserstofflieferanten sowie norwegische und internationale Sicherheitsexperten intensiv an der Entwicklung einer sicheren maritimen Wasserstofftechnologie gearbeitet. „Dies zeigt, dass der kommerzielle Markt die Technologie weiterentwickeln wird, wenn wir die öffentlichen Ausschreibungen nutzen, um Anforderungen festzulegen”, so Hareide. Es werde auch erforderlich sein, dass die Fähren im Laufe der Zeit mit Biokraftstoff und Strom betrieben werden können. Damit solle sichergestellt werden, dass das Routenangebot beibehalten wird, auch wenn es Probleme mit dem Wasserstoffbetrieb geben sollte. JPM

Rendezvous mit dem Furebergfossen

Diffuses Licht, wabernde Wolkenschleier, atemberaubende Sonnenuntergänge, tosende Wasserfälle und einsame Stille – so präsentiert sich Südnorwegen, als wir an Bord der AMERA in die atemberaubende Fjordwelt im Land der Trolle eintauchen. Oliver Asmussen berichtet.

Das fünfte Mitglied in der Hochseeflotte

Mit der Amera nahm im vergangenen Spätsommer der Bonner Veranstalter das fünfte Mitglied in seine Hochseeflotte auf. Zuvor wurden 40 Millionen Euro in das 42-tägige Umbau- und Renovierungsprojekt investiert. Gebaut wurde die Amera im Jahr 1988 als ultraluxuriöse Royal Viking Sun für die damalige Royal Viking Line. Von 2002 bis 2019 kreuzte der schlanke Bug in internationalen Gewässern rund um die Welt und erlangte in Deutschland als Prinsendam Bekanntheit. Mit seinen überschaubaren Abmessungen von 204 Meter, 39.051 BRZ und maximal 835 Passagieren passt dieses schmucke Schiff perfekt in die bestehende Flotte.

An Bord der Amera findet man sich schnell zurecht, die Deckaufteilung ist ideal und die Kabinen sind großzügig bemessen. Alle Kabinen und Suiten der Amera sind renoviert und bieten, je nach Kategorie zwischen 14-85 Quadratmetern Platz, ein Großteil verfügt über einen eigenen Balkon. Auf höchst komfortable Art und Weise reisen wir von Bremerhaven in Richtung Sognefjord, den mit 204 Kilometern längsten Fjord Europas, können unterwegs oft das herrliche Wetter auf den vielen Außendeckflächen genießen.

Eine Prinzessin unter dem Sternenhimmel

Der Abend klingt nach einer sehenswerten Willkommens-Show mit einem leckeren Cocktail an Deck aus. Die See ist ruhig, Sterne funkeln am Nachthimmel. Der Name Amera bedeutet übrigens „Prinzessin“ – und als solche kann man die schmucke Schiffslady zweifelsfrei bezeichnen.

Doch kurz nach der Einfahrt in den Sognefjord wird der Prinzessin die Show gestohlen. Glutrot geht die Sonne auf. An Deck haben sich viele Kreuzfahrer versammelt und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unter dem Schiffsrumpf befinden sich mehr als 1.200 Meter Wasser, die Berge ragen zum Teil mehr als 1.000 Meter in die Höhe und werden in ein melancholisches Licht getaucht. Der Sognefjord zieht sich 204 km in das Landesinnere hinein. Damit ist er der längste und zugleich tiefste Fjord in Europa.

Bedingt durch den hohen Sonnenstand wird die Landschaft einige Zeit später nicht mehr in melancholische Rottöne sondern in diffuse Blautöne getaucht. Norwegen fasziniert zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter, wie wir im Laufe dieser Reise erleben können…

… Lesen Sie weiter in AN BORD.

Fotos: Oliver Asmussen/oceanliner-pictures.de

Neues entdecken

Lange erwartet, konnte die WORLD EXPLORER im August ihre ersten Fahrten für nicko cruises aufnehmen. Sie überzeugt mit moderner Technik, Top-Design und sehr gutem Service. Vor allem das Routing ist hochinteressant und bietet auch Fahrten jenseits des Mainstreams, findet Michael Wolf.

Die kleine grüne Lokomotive im Hafen von Reykjavík hat nicht nur unter deutschen Gästen ihre Bewunderer. Bereits 1892 vom deutschen Lokomotivhersteller Arnold Jung geliefert, kam es über Umwege nach Island, half beim Bau des Hafens, beim lokalen Güterverkehr. Der Lohn für die alte Dame namens Minor: ein Ehrenplatz als Museumsstück direkt an der Pier.

Heute kann sie aber dem Schiff, das direkt hinter ihr liegt, nicht die Show stehlen: es präsentiert sich mit eleganten Formen in modernem grauen Outfit, schön designt. Zwei Hightech-Innovationen ihrer Zeit – mit über 100 Jahren Abstand.
Der erste Eindruck von der lange erwarteten, weil durch Nachbesserungsarbeiten in der Werft massiv verspätet ausgelieferten WORLD EXPLORER („an Bord“ berichtete), kann kaum besser sein.

Dazu der Liegeplatz: direkt im alten Hafen der isländischen Hauptstadt, direkt gegenüber der futuristischen Symphonie und nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt mit ihren Restaurants und Shops entfernt. Nicht so wie das Megaschiff von Royal Caribbean, das man aus dem Flieger erspäht – in kilometerweiter Entfernung am Fähren-Terminal.
Das ist der Vorteil der kleinen Schiffe wie der WORLD EXPLORER, den man auf der gesamten Reise erfahren wird – überall kann das Schiff in den Herzen der Städte „parken“.
Der Empfang an Bord ist entsprechend individuell: Eine adrette Riege von meist philippinischen Stewardessen und Stewards begrüßt den Gast im stylischen Rezeptionsbereich mit einem wandhohen LED-Screen, auf dem die schönsten Ziele des Schiffes zu sehen sind.
Die öffentlichen Räume liegen fast ausschließlich auf Deck 4 und 7.
Im Bereich hinter der Rezeption finden sich vier Internetplätze, der Platz der Kreuzfahrtdirektorin und eine Getränkestation, an der Kaffe, Tee und Wasser rund um die Uhr angeboten wird. Zwei interaktive Touch-Screens informieren über die Position des Schiffes.
Die moderne Bordboutique ist nicht als fester Raum gebaut, sondern durch schmale vertikale Schlitze nach außen geöffnet und bietet Accessoires, mit Logo versehene Pullover, Mützen, Windjacken aber auch Süßigkeiten und Kosmetika an.
Das kleine Kasino ist sicher für die amerikanischen Passagiere eingebaut (im Winterhalbjahr fährt die WORLD EXPLORER in der Antarktis für Quark Expeditions, nicko cruises kann aber Passagiere zubuchen)….

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