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Seven Seas Grandeur in Ancona auf Kiel gelegt

Gut acht Monate nach dem am 2. November 2021 beim Fincantieri-Werftbetrieb in Ancona erfolgten Brennstart konnte dort am 12. Juli mit einer zur Kiellegung umfunktionierten traditionellen Münz-Zeremonie ein weiterer Meilenstein beim Bau der Seven Seas Grandeur gefeiert werden. 


Es war nämlich nicht die erste Sektion des Schiffes, die nach dem  gemeinsamen Knopfdruck von Reedereichef Jason Montague und Werftdirektor Gilberto Tobaldi auf die Pallen im Baudock der Werft abgesenkt wurde: Dort wartete nämlich bereits das von der Schwesterwerft in Palermo zugelieferte Vorschiff, das fast ein Drittel des Hauptschiffskörpers darstellt, auf seine Komplettierung. 

In die von den beiden Managern daran angesetzten Bodensektion, ein aus vier Blöcken zusammengesetztes rd. 500 Tonnen schweres Maschinenraum-Modul für den Mittelschiffsbereich, hatten sie zuvor drei speziell geprägte Gedenkmünzen verschweißt. Dabei handelt es sich um Repliken der auf den beiden Vorbauten  Seven Seas Explorer und Seven Seas Splendor aus dem gleichen  Anlass verwendeten Exemplare sowie eine neue Münze für die Seven Seas Grandeur, die auch das Logo der Reederei zu deren 30jährigem Jubiläum zeigt. Zuvor hatte Pater Dino Cecconi das am Kranhaken in das Baudock einschwebende Segment und den am Bau des Schiffes beteiligten Menschen seinen Segen mit auf den künftigen Weg gegeben – es war bereits seine dritte Zeremonie dieser Art für Neubauprojekte dieser Reederei.

Foto: Jens Meyer

Auf der Freifläche vor dem von den beiden zur Lieferung im November 2022 bzw. im Mai 2023 in der Ausrüstung befindlichen Viking Cruises-Neubauten Viking Neptune und Viking Saturn eingerahmten Baudock warten bereits zahlreiche weitere in Ancona erstellte Rumpf-Sektionen auf ihre Montage. Davon werden insgesamt rd. 50 für die Seven Seas Grandeur benötigt.  

Foto: Jens Meyer

Der als Werft-Nr. 6282 geführte Neubau soll im November 2023 als sechstes Schiff für amerikanische Luxusreederei Regent Seven Seas Cruises in Fahrt kommen. Drei Einheiten der Flotte wurden von ihr bei Fincantieri bestellt, davon kommen mit der im Januar 2020 abgelieferten Seven Seas Splendor und der jetzt in Bau befindlichen Schwester zwei vom Werftbetrieb in Ancona.

„Seit ihren jeweiligen Debüts in den Jahren 2016 und 2020 haben die  Seven Seas Explorer und Seven Seas Splendor anspruchsvolle Luxusreisen aus der ganzen Welt begeistert und sich einen Ruf als die luxuriösesten Schiffe erworben, die je gebaut wurden“, schwärmte RSSC-Präsident und CEO Jason Montague. Jetzt baue die Schwester Seven Seas Grandeur auf der drei Jahrzehnte währenden Reedereigeschichte auf und werde – inspiriert von diesem Erbe – ein Schiff sein, „dass Eleganz, Komfort, Freiheit und Wahlmöglichkeiten zu einem unvergleichlichen Erlebnis in Einklang bringt“, ist er überzeugt.



Das bei einer Länge von 224 m, einer Breite von 31 m und einem Tiefgang  von 7 m auf eine Vermessung von rd. 55500 BRZ kommende Schiff verfügt  über 13 Decks und 376 mit Balkonen ausgestattete Suiten für 732 Gäste, was zu den höchsten Raum- und Personal-zu-Gästen-Verhältnissen der Branche gehört. Mit dem Design des über einen dieselelektrischen Antrieb über zwei Wellen und Verstellpropeller sowie zwei Bug- und einen Heckstrahler und Flossenstabilisatoren verfügenden Neubaus hat die Reederei das renommierte Studio DADO beauftragt, „um das besondere Maß an Luxus an Bord der luxuriösesten Flotte der Welt“ neu zu erfinden. Schon im vergangenen Herbst hatte die Reederei die Designs für alle 15 Suitenkategorien- von der mehr als 400 qm grossen Regent Suite mit dem neu gestalteten „The Parlor“-Raum bis zur Veranda Suite sowie die Designs der Restaurants  „Prime  7“ und „Chartreuse“ sowie die verjüngte Observation Lounge und vor allem die Neugestaltung des der „Compass Rose, des nach eigenen Angaben grössten Spezialitätenrestaurants auf See, vorgestellt.

„Viking Saturn“ und „Viking Neptune“, Foto: Jens Meyer

Unter Hinweis auf die auf dieses bereits dritten Fincantieri-Neubau für die  Reederei zeigte sich Ancona Werft-Direktor Tobaldi „stolz mit einer so renommierten Kreuzfahrtreederei zusammenzuarbeiten und die jetzt Seven Seas Grandeur zu entwickeln, die ein „wunderschönes Modell für die Zukunft der Luxuskreuzfahrt sein wird“. Er dankte Montague nicht nur für sein Vertrauen in die Werft und die Sicherung Tausender Arbeitsplätze in der Region. Damit werde der Werft in Ancona auch die Chance eröffnet, die Spitzenstellung im Segment der mittelgroßen Kreuzfahrtschiffe auszubauen und in der Qualität weltweit eine  Benchmark zu setzen.

In ihrer ersten Saison ab November 2023 wird die Seven Seas Grandeur  17 Reisen in der Karibik und im Mittelmeer sowie zwei Transatlantiküberquerungen mit einer Länge von sieben bis 16 Nächten absolvieren.  JPM