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„Vorreiter nachhaltiger Flussreisen“ – Mittelthurgau erhält Myclimate Award

Die Schweizer Stiftung Myclimate zeichnet das Reisebüro Mittelthurgau mit dem Myclimate Award als «Vorreiter ganzheitlich nachhaltiger Flusskreuzfahrten» aus. Jährlich ehrt die Klimaschutzorganisation Unternehmen der Touristikbranche und würdigt nachhaltige und zugleich wirtschaftlich erfolgreiche Angebote.

Die Schweizer Klimaschutz-Stiftung Myclimate nennt folgende Punkte in ihrer Begründung für die Auszeichnung an das Reisebüro Mittelthurgau 2020.

1. Ökologische Massnahmen. Die Excellence-Reederei ist wie das Reisebüro Mittelthurgau Teil der Twerenbold Gruppe, die stark in ökologische Massnahmen im eigenen Handlungs­bereich investiert. Beim Bau von neuen Schiffen setzt die Anbieterin auf die selbst entwickelte Clean Air Technology. Eine Pionierleistung, die Stickoxid-Emissionen um über 75% und Fein­staub um mindestens 90% reduziert. Bis 2022 sollen auch die anderen Excellence-Schiffe mit der Technologie nachgerüstet werden. Darüber hinaus hat Mittelthurgau ein umfassendes Konzept zur Vermeidung von Plastikabfällen umgesetzt und sich auch hierbei ambitionierte Ziele gesteckt. Bis 2021 soll Verbrauchsplastik vollständig von den Schiffen verbannt werden. 

2. Klimaneutrales Reisen. Mittelthurgau bietet seinen Gästen gegen einen Klimaschutz­betrag die Möglichkeit, die CO2-Emissionen der eigenen Reise zu kompensieren. Damit können die Gäste selber Verantwortung übernehmen und unterstützen zusätzlich den Reiseveranstalter beim nachhaltigen Schiffsbetrieb. «Den Kundinnen und Kunden bietet sich die Option eines klimaneutralen Flussreisens auf modernen, umweltschonenden Schiffen», so die Stiftung.

3. Gegen Lebensmittelverschwendung, für Naturschutz. Da auch das Problemfeld «food waste» auf den eigenen Flussschiffen aktiv angegangen wird und Naturschutzgebiete an den Reiserouten wie im Donaudelta gefördert werden, zeichnet Myclimate das Reisebüro Mittelthurgau mit dem Myclimate Award als «Vorreiter ganzheitlich nachhaltiger Flusskreuz­fahrten» aus.  


Mittelthurgau-GF Stephan Frei, Foto: enapress.com

Der Myclimate Award konnte wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant an der ITB in Berlin übergeben werden. So fand die Übergabe im Dezember in Weinfelden statt. «Diese Auszeichnung würdigt unsere Anstrengungen und Investitionen in die Nachhaltigkeit. Das freut und beflügelt uns sehr», sagt Mittelthurgau-CEO Stephan Frei. «Als Familienreederei und Reiseanbieter betrachten wir nachhaltiges Handeln als existenzielle Zukunftsfrage.» Neben dem Reisebüro Mittelthurgau wurde die Tschuggen Hotel Group ausgezeichnet.

Text: PM Mittelthurgau

Golf & Fluss 2021 – 10 Routen, 8 Länder

Pressemitteilung

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Text: PM Mittelthurgau

Reisebüro Mittelthurgau annulliert restliche Saison

Stephan Frei, Geschäftsleiter von Reisebüro Mittelthurgau und verantwortlich für die Excellence-Flotte, erklärte gegenüber „an Bord“ die Absagen der Reisen und des Gourmet-Festivals 2020.

„Mit grossem Bedauern sagen wir die Reisen und unser Excellence Gourmetfestival ´20 ab.

Unser Covid19-Schutzprogramm an Bord der Schiffe hat sich in den letzten Monaten als sehr wirksam und praktikabel erwiesen (Abstand, reduzierte Gästezahl, Wärmebildkameras, Schnelltests, Crew mit Nasen/Mundschutz usw.).

Wir haben eine ganz klare Vorstellung davon, wie die Rahmenbedingungen aussehen müssen, um die Sicherheit und Gesundheit aller Passagiere, Crew und Gastköche/teams zu gewährleisten. 

Mittelthurgau-GF Stephan Frei, Foto: enapress.com

Jetzt aber zeigt sich, dass wir mit der fortschreitenden explodierenden Entwicklung der Pandemie (vor 2-3 Wochen lagen die Werte bei 300 – jetzt bei 3500 in der Schweiz – die Schweiz gehört international zu den Ländern mit den höchsten Zuwächsen) im In- und Ausland und den mutmasslich weiteren behördlichen Massnahmen, wie neuen Gastroeinschränkungen in unsicheres Fahrwasser kommen können. Und wir haben uns mit den Gesundheits- und Schifffahrtsbehörden der Schweiz und der angrenzenden Regionen ausgetauscht. Wir können den Verlauf der Festivalreisen 20 nicht mehr in dem Masse selbst steuern, wie es unsere Unternehmensrichtlinien vorsehen.

Foto: enapress.com

Wir haben uns sehr auf die Spitzenköche und tollen Persönlichkeiten und unseren maritimen Fine-Dining-Anlass gefreut. Zu meinem persönlichen Anliegen gehörte es in diesem verflixten Jahr auch, zu zeigen: die Gastronomie lebt! Es ist auch 2020 möglich, das gute Leben und das feine Essen mit begeisterten Gästen und herausragenden Köchen zu geniessen und «feiern».

Nun ist es aber in den letzten Stunden und Tagen zu einer epidemiologischen Trendwende gekommen und die Prognosen sehen gar nicht mehr ermutigend aus im In- und Ausland.

Es ist bitter, dies nun alles absagen zu müssen, aber in der neuen aktuellen Situation, ist es die richtige Entscheidung für alle Beteiligte.

Es wird 2021 wieder ein fantastisches Excellence Gourmetfestival geben, daran habe ich keinen Zweifel. Und wir freuen uns sehr auf die tollen Köche/Innen.“

Four Hands Dinner mit Christian Kuchler und Stefan Heilemann an Bord der Excellence Queen. Foto: enapress.com

Elegant & umweltfreundlich

Premiere für die Kaiserin

Die Twerenbold-Gruppe hat mit der neuen Excellence Empress eines der umweltfreundlichsten Flusskreuzfahrtschiffe der Welt in Betrieb genommen. Markus Weber war auf der Donau an Bord.

„An diesem Projekt wollte ich unbedingt mitwirken.“ Als dem 34-jährigen Niederländer Popke Dillingh zu Ohren kam, dass die Schweizer Twerenbold­-Gruppe ein neues Schiff mit einer revolutionären Umwelttechnologie plante, war für ihn klar: bei diesem bahnbrechenden Vorhaben will er dabei sein. Es sei für ihn ein Glücksfall gewesen, dass er zum ersten Kapitän der Excellence Empress ernannt wurde. Im Juni nahm Dillingh seine Tätigkeit in der Werft der TeamCo Shipyard im niederländischen Heusden auf, um die letzten eineinhalb Monaten der Fertigstellung der Excellence Empress zu begleiten.

„Dem Engagement der Badener Unternehmerfamilie Twerenbold ist es zu verdanken, dass wir heute das erste Flussschiff der Welt mit einem neuartigen Katalysator-System betreiben“, erklärt Dillingh bei der Begrüßung an Bord. Dass interessierte Gäste deshalb zuerst einen Blick in den Maschinenraum werfen möchten, um den ökologischen „Zauberstab“ zu begutachten, ist allerdings auch für den Kapitän eine Premiere. Der Unterschied zu einer konventionellen Einrichtung sticht sofort ins Auge: Große, in silberfarbene, wolkenartige Isolationsdecken eingehüllte Abgasrohre prägen ein Bild, das an die Figuren­welt der Schweizer Künstlergruppe Mummenschanz erinnert. Ein Maschinenraum als Kunstwerk? Da hätte auch der Maler Jean Tinguely seine Freude daran gehabt. Kapitän Dillingh richtet die Aufmerksamkeit auf die Technik: „In unserem Katalysatorsystem werden Stickoxide des Abgases zu Wasserdampf und Stickstoff umgewandelt, daneben sorgt ein Rußpartikelfilter bei den Dieselmotoren für eine Reduktion des Feinstaubes – ein Novum im Passagier-Flussschiffbau. Über 95 Prozent der Feinstaubpartikel werden aufgefangen, die Reduktion­ der Stickoxid-Emissionen beträgt mehr als 75 Prozent.“ Der Lärm im Maschinenraum ist derart ohrenbetäubend, dass wir die interessanten Ausführungen kaum verstehen. Aber soviel wird klar: Hier wird also doch Kunst gemacht – die Kunst, die Umwelt mit neuer Technologie zu schützen.

Foto: Holger Leue/Leue-Photo.com

Flussschiffe fahren meist mit Dieselöl. Dieses ist bei der Verbrennung deutlich weniger schädlich als das auf hoher See immer noch oft eingesetzte Schweröl, aber gleichwohl mit Emissionen verbunden. Die Hauptschadstoffe in der Binnenschifffahrt sind Feinstaub und Stickoxide. Mit einer effektiven Abgasreinigung kann die Austrittsmenge markant reduziert werden. Der CO2-Ausstoß wird damit aber nicht vermindert.

Dies ist auch dem Verwaltungsrats-Präsidenten der Twerenbold-Gruppe, Karim Twerenbold, klar: „Aus unserer Sicht ist Clean Air Technology der richtige Weg. Wir sind uns aber bewusst, dass wir damit das CO2-Problem noch nicht gelöst haben. Wir beobachten die technische Entwicklung und bleiben am Ball. Mit der drastischen Eindämmung von Stickoxid und Feinstaub machen wir einen bedeutenden, aber nicht den letzten Schritt.“

Foto: Holger Leue/Leue-Photo.com

So hat auch die Excellence Empress, eines der umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffe auf den europäischen Flüssen, im Bereich der Nachhaltigkeit noch Luft nach oben. Gleichwohl ist das jüngste Juwel der Excellence-Schiffe für jeden umweltbewussten Flussfahrer ein „Must“. Aber nicht nur für sie: Das Schiff zielt mit seinem hochwertigen Angebot auf anspruchsvolle Genussreisende. Die Excellence Empress atmet Luxus, Stil und Klasse: Kapitän Dillingh, eigentlich ein cooler Seebär, kommt aus dem Schwärmen nicht heraus, wenn er von seinem Schiff spricht: „Die Excellence Empress steht für zeitgemäßen Luxus.“ Tatsächlich: Die Qualität des Schiffes lässt sich nicht nur am ästhetischen und großzügigen Erscheinungsbild, sondern an vielen Details erkennen. Die Korridore sind breiter als auf einem normalen Schiff. Anzahl (24) und Größe (20 qm) der Junior-Suiten sind auf europäischen Flüssen ebenso sehr selten. Die Excellence Empress bietet denn auch deutlich mehr Platz pro Gast als vergleichbare Schiffe. „Und nicht nur die Gäste haben es sehr komfortabel, auch das Steuerhaus, also mein Arbeitsort, ist sehr schön geworden“, frohlockt der Kapitän.

Foto: Holger Leue/Leue-Photo.com

Die frische Farbgebung und das Design tragen die unverkennbare Handschrift von Nazly Twerenbold. Die Basisfarbe ist Orange. „Das ist für mich die lebensbejahende Farbe des unbeschwerten Glücks“, sagt die Mutter des Verwaltungsratspräsidenten der Twerenbold-Gruppe, die bereits zahlreiche andere Excellence-Schiffe gestaltet hat. Empfangsbereich, Lounge, Restaurants, Kabinen – das ganze Schiff strahlt eine harmonische Gastlichkeit aus. Unsere Junior-Suite gefällt uns derart gut, dass wir sie gar nicht mehr verlassen möchten. Besonders einladend: Die Position des Bettes mit direktem Blick durch die großen französischen Balkonfenster auf die vorbeiziehenden malerischen Landschaften. Großzügigkeit und Stil prägen auch das Badezimmer. Die Junior-Suite erinnert uns eher an ein cooles Design-Zimmer in einem Fünfsterne-Hotel als an eine Schiffskabine. Und dann entdecken wir noch Innovationen: Ein Swimmingpool, der diesen Namen verdient. Und eine Sushi-Bar, die wir aber auf Grund der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen nicht testen konnten. Dafür nutzen wir das gut ausgestattete Fitness-Center.

Begeistert vom Schiff ist auch die junge Schweizer Hotel-Managerin Irene Künzler aus Frauenfeld. Sie steht für die gelebte Swissness an Bord. Obwohl erst 31 Jahre alt, verfügt sie über große Erfahrung in der Luxushotellerie auf hoher See. Bei Hapag-Lloyd Cruises war sie auf der Europa und der Europa 2 in verantwortlichen Positionen tätig und auch im Tschuggen Grand Hotel in Arosa hat sie ihr Know-How im Luxusbereich vertiefen können. Irene Künzler war die erste Person, die auf der Excellence Empress übernachten durfte. „Wenn einem ein so wunderschönes Schiff in Obhut gegeben wird, ist man schon stolz.“

Foto: Holger Leue/Leue-Photo.com

Überzeugt hat uns auch der Koch. Stefan Sköries, Jahrgang 1982, war ebenfalls in der Luxus-Schifffahrt bei Hapag-Lloyd Cruises tätig. Er war Küchenchef auf der Hanseatic und der Bremen. Daneben stand er auch schon im spektakulären neuen Fünf-Sterne-Hotel Fontenay in Hamburg am Herd. Damit bringt er die besten Voraussetzungen mit, um die hohen kulinarischen Erwartungen der Excellence-Gäste zu erfüllen und sich als Teilnehmer für das alljährliche Excellence Gourmet Festival­ zu empfehlen. Sköries „frisches Gartengrün mit Artischockenherzen und Jalapeno-Vinaigrette“ sowie das gebratene Welsfilet auf Limettensauce mit Zuchettiröschen und Safranrisotto haben uns besonders gut geschmeckt. Stephan Frei, Gründer des Excellence Gourmet­festival und als Geschäftsführer des Reisebüros Mittelthurgau Betreiber der Excellence-Schiffe und damit auch der Chef von Sköries, wird die Kochkünste seines jüngsten Zugangs im Team mit Genugtuung zur Kenntnis genommen haben.

Foto: Holger Leue/Leue-Photo.com